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Dokumentenidentifikation DE3818571A1 26.01.1989
Titel Abrichteinrichtung für Schleifkörper zum Bordseitenschleifen der Außenringe von Zylinderrollenlagern
Anmelder VEB Werkzeugmaschinenkombinat "7. Oktober" Berlin, DDR 1120 Berlin, DD
Erfinder Eichler, Arnfried, DDR 9610 Glauchau, DD;
Thomas, Walter, DDR 7422 Gößnitz, DD;
Zenker, Klaus, DDR 9610 Glauchau, DD
DE-Anmeldedatum 01.06.1988
DE-Aktenzeichen 3818571
Offenlegungstag 26.01.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.01.1989
IPC-Hauptklasse B24B 53/06
Zusammenfassung Abrichteinrichtung für Schleifkörper zum Bordseitenschleifen der Außenringe von Zylinderrollenlagern. Die Erfindung betrifft eine Abrichteinrichtung für Schleifkörper zum Bordseitenschleifen der Außenringe von Zylinderrollenlagern. Eine Zweiseitenabrichteinrichtung wird durch zwei Stangen gebildet, die an ihrem unteren Ende als Ritzel ausgebildet sind. Die Ritzel greifen in hydraulisch linear bewegte Zahnstangen, wobei der Weg der linearen Bewegung begrenzt werden kann. Mit der Begrenzung der linearen Bewegung ist gleichzeitig der Schwenkwinkel der Abrichtdiamanten definiert. Mit dem Erreichen der vorgewählten Endstellung des Einfahrgerätes vollführen die Abrichter eine Kreisschwenkbewegung zum Hinterdrehen der Schleifkörperseiten.

Beschreibung[de]
Anwendungsgebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Abrichteinrichtung für Schleifkörper zum Bordseitenschleifen der Außenringe von Zylinderrollenlagern.

Charakteristik des bekannten Standes der Technik

Zum Schleifen der Borde der Außenringe von Zylinderrollenlagern ist es bekannt, Schleifkörper zu verwenden, die etwas breiter als der Abstand der zu bearbeitenden Borde untereinander sind. Diese Schleifkörper werden einmalig vor dem Arbeitsbeginn seitenparallel auf das Maß des Abstandes der Borde abgezogen und anschließend im Tauchschleifverfahren zur Bearbeitung beider Borde eingesetzt. Da das Schleifen dieser Borde nur durch den Quervorschub des Schleifkörpers, also durch ein Einstechschleifen erfolgt, bewirken die Kanten des Schleifkörpers die Spanabnahme, während beide Seitenflächen die geschliffenen Borde nur streifen. Nach dem Schleifen der beiden Borde sind die Kanten abgenutzt.

Hieraus ergeben sich zwei wichtige Fakten:

  • - Wenn ein Schleifkörper mit genau richtiger Breite verwendet wird, genügt eine Abrichtung derselben wie beim normalen Bohrungsschleifen, um den nächsten Ring zu bearbeiten.
  • - Der Schleifscheibenverbrauch beeinflußt das Endresultat durch eine kleine Parallelitätsabweichung zwischen den zwei Borden.


Nachteilig bei dieser Methode ist die Tatsache, daß zur Reduzierung des Schleifkörperverbrauches eine Verwendung von Harten Schleifkörpern bei niedrigen Vorschubgeschwindigkeiten und von speziellen Kühlmitteln notwendig ist.

Es ist desweiteren bekannt, speziell für das Bordseitenschleifen hergestellte Schleifkörper zu verwenden. Diese speziellen Schleifkörper haben einen äußeren Kreisring mit einer geringeren Breite als der Abstand zwischen den Borden am Werkstück, Der nachfolgende Teil des Schleifkörpers ist auf eine wesentlich geringere Breite hinterdreht. Die beiden Stirnseiten des äußeren Ringes schleifen unter Zuhilfenahme entsprechender technischer Mittel nacheinander die Bordseiten und auch diese Methode hat wesentlich Nachteile aufzuweisen. Die Herstellungskosten für diese speziellen Schleifkörper sind recht hoch. Außerdem neigen Schleifkörper dieser Form durch den doch schmalen inneren Steg zu Schwingungen bzw. gewissen Abbiegungen, was sich unbedingt nachteilig auf die Oberflächengüte auswirkt.

Ziel der Erfindung

Ziel der Erfindung ist es, eine Abrichteinrichtung zu schaffen, die den Einsatz von teuren schwingungsanfälligen Spezialschleifkörpern für das Bordseitenschleifen von Zylinderrollenlager-Außenringen nicht notwendig macht.

Darstellung des Wesens der Erfindung

Aus den dargestellten Mängeln des bekannten Standes der Technik ergibt es sich als Aufgabe, eine Abrichteinrichtung zu schaffen, mit der normale zylindrische Schleifkörper für das Bordseitenschleifen abgerichtet werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß folgendermaßen gelöst: Zum Bearbeiten der Planseiten des Schleifkörpers ist ein bekannter Weise eine Zweiseitenabrichteinrichtung vorgesehen, die Abrichteinsätze sind in zwei senkrecht angeordneten, parallelen Stangen durch Schrauben festgeklemmt. Die Radialeinstellung des Bogenabrichters ist so durchzuführen, daß ein bestimmter Abstand zwischen Mittelpunkt der Stange und der Stirnfläche des Schleifkörpers eingehalten wird. Die Verstellung erfolgt über vorgesehene Gewindespindeln. Es ist desweiteren eine Verstellung für einen Abrichter vorgesehen, um den Abrichtdiamantspitzenabstand untereinander den Bordabstand des unbearbeiteten Werkstückes anpassen zu können. Dabei wird ein wählbarer Sicherheitsabstand pro Seite mit einberechnet. Desweiteren sind eine axiale und eine radiale Verstellung der Einrichtung vorgesehen. Beim Abrichten eines neuen zylindrischen Schleifkörpers muß vor Beginn des kompletten Abrichtvorganges jede Seite in eingefahrener Stellung der Abrichter mit automatischer Zustellung bei der Schwenkbewegung abgerichtet werden. Mit dem Erreichen der vorgewählten Endstellung des Einfahrgerätes vollführen die Abrichter die Kreisschwenkbewegung zum Hinterdrehen der Schleifkörperseiten. Dazu sind die parallelen Stangen an ihrem unteren Ende als Ritzel ausgebildet. Diese Ritzel greifen in hydraulisch linear bewegte Zahnstangen, wobei der Weg der linearen Bewegung über Stellschrauben begrenzt werden kann. Mit der Begrenzung der linearen Bewegung ist gleichzeitig der Schwenkwinkel der Abrichtdiamanten definiert.

Die Länge der Abrichtdiamanten ist entsprechend dem Durchmesser der Schleifkörper so zu wählen, daß der Schwenkradius der Abrichtdiamantspitze eine einwandfreie und ausreichende Hinterdrehung des Schleifkörpers garantiert.

Das Bogenabrichten erfolgt vorzugsweise nach jedem Werkstück, wobei wahlweise die stirnseitigen Bearbeitungskanten beim Einfahren des Gerätes gerade abgerichtet werden können. Das Bogenabrichten kann jedoch je nach Schleifbedingungen als Zwischenabrichten oder nach jedem n-ten Werkstück durchgeführt werden.

Ausführungsbeispiel

Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen nach

Fig. 1 eine Vorderansicht im Schnitt

Fig. 2 einen Schnitt durch die Antriebseinheit für die Bogenbewegung der Abrichtdiamanten.

Fig. 3 eine Ansicht von oben auf die Abrichtdiamanten

Fig. 4 einen der erfindungsgemäßen Einrichtung gefertigten Schleifkörper, gespannt in der Spindel.

Nach Fig. 1 ist dargestellt, daß in Gehäusen 1; 2 parallele Stangen 3; 4 angeordnet sind, die an ihren unteren Enden als Ritzel 5; 6 ausgebildet sind. Die Ritzel greifen in linear bewegte Zahnstangen 7; 8; 9; 10, wobei der Weg der linearen Bewegung nach Fig. 2 über Stellschrauben 11; 12 variiert werden kann. Mit der Begrenzung der linearen Bewegung ist gleichzeitig der Schwenkwinkel der Abrichtdiamanten 13; 14 definiert, Der Antrieb der Zahnstangen 7; 8; 9; 10 erfolgt durch eine wechselseitige pneumatische Beaufschlagung über die Anschlüsse 15; 16; 17; 18 nach Fig. 2. Die Größe des Radius R und damit die Größe der Hinterdrehung wird nach Fig. 3 je nach Größe des Werkstückes und des Schleifkörpers 19 gewählt. Die Einstellung erfolgt durch Lösen der Schrauben 20; 21 und anschließendes Verschieben der Abrichtdiamanten 13; 14 in Bohrungen der Stangen 3; 4.

Nicht dargestellt ist eine an sich bekannte axiale Verstellmöglichkeit für einen Abrichter, um den Abrichtdiamantspitzenabstand untereinander dem Bordabstand des unbearbeiteten Werkstückes anpassen zu können, wobei ein entsprechender Sicherheitsabstand beachtet wird. Auch sind in bekannter Weise eine axiale und eine radiale Verstellung der Einrichtung vorgesehen. Beim Abrichten eines neuen zylindrischen Schleifkörpers muß vor Beginn des kompletten Abrichtvorganges jede Seite in eingefahrener Stellung der Abrichter mit automatischer Zustellung bei der Schwenkbewegung abgerichtet werden. Mit dem Erreichen der vorgewählten Endstellung des Einfahrgerätes vollführen die Abrichter die Kreisschwenkbewegung zum Hinterdrehen der Schleifkörperseiten.

Der Vorteil bei der Anwendung der erfindungsgemäßen Lösung liegt darin begründet, daß für das Bordseitenschleifen der Außenringe von Zylinderrollenlagern normale zylindrische Schleifkörper eingesetzt werden können. Es entstehen wesentliche Einsparungen vom Preis her und die Schleifkörper haben eine wesentlich höhere Steife, was sich vorteilhaft auf das Arbeitsergebnis auswirkt.

  • Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen

    1 Gehäuse

    2 Gehäuse

    3 Stange

    4 Stange

    5 Ritzel

    6 Ritzel

    7 Zahnstange

    8 Zahnstange

    9 Zahnstange

    10 Zahnstange

    11 Stellschraube

    12 Stellschraube

    13 Abrichtdiamant

    14 Abrichtdiamant

    15 Anschluß

    16 Anschluß

    17 Anschluß

    18 Anschluß

    19 Schleifkörper

    20 Schraube

    21 Schraube


Anspruch[de]
  1. 1. Abrichteinrichtung für Schleifkörper zum Bordseitenschleifen der Außenringe von Zylinderrollenlagern unter Verwendung einer Stirnseitenabrichteinrichtung, gekennzeichnet dadurch, daß in Gehäusen (1; 2) parallele Stangen (3; 4) angeordnet sind, die an ihren unteren Enden als Ritzel (5; 6) ausgebildet sind, daß die Ritzel (5; 6) in linear bewegbare Zahnstangen (7; 8; 9; 10) greifen, wobei der Weg der linearen Bewegung über Stellschrauben (11; 12) variierbar ist, daß die Zahnstangen (7; 8; 9; 10) pneumatisch bewegbar sind und daß die Abrichtdiamanten (13; 14) über Schrauben (20; 21) in Bohrungen der Stangen (3; 4) geklemmt sind.
  2. 2. Abrichteinrichtung nach Anspruch 1 gekennzeichnet dadurch, daß die Größe des Radius R und damit die Größe der Hinterdrehung je nach Größe des Werkstückes und des Schleifkörpers (19) frei wählbar ist.






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