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Dokumentenidentifikation DE3724171A1 02.02.1989
Titel Vorrichtung zur Verriegelung von Messerkästen an Trommelschneidmaschinen
Anmelder H. Putsch GmbH & Co, 5800 Hagen, DE
Erfinder Hanses, Hans;
Heimes, Josef, 5800 Hagen, DE;
Brockhaus, Gerhard, 5885 Schalksmühle, DE
Vertreter Köchling, C., Dipl.-Ing.; Köchling, C., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 5800 Hagen
DE-Anmeldedatum 22.07.1987
DE-Aktenzeichen 3724171
Offenlegungstag 02.02.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.02.1989
IPC-Hauptklasse C13C 1/06
IPC-Nebenklasse B02C 18/14   B02C 18/16   B02C 18/18   B02C 23/04   A23N 15/00   
Zusammenfassung Um eine Vorrichtung zur Verriegelung von Messerkästen an Trommelschneidmaschinen zur Zerkleinerung von Zuckerrüben, wobei die Messerkästen auf Aufnahmestäbe der Schneidtrommel aufschiebbar und in der Arbeitslage selbsttätig verriegelbar sind, zu schaffen, bei der die Montage bzw. Demontage des jeweils damit ausgerüsteten Messerkastens sehr einfach und leichtgängig erfolgen kann, wobei zudem insbesondere die Beweglichkeit des Riegels und die Beweglichkeit der den Riegel belastenden Feder durch bei der Zerkleinerung von Feldfrüchten anfallende Rückstände nicht blockiert werden kann, und eine Sichtprobe zur Feststellung der Verriegelungslage möglich ist, wird vorgeschlagen, daß an der Antriebsscheibe (4) der Schneidtrommel in Richtung des Einschubpfades des Messerkastens (1) ein mit einer Anlaufschräge (12) versehener, gefederter Verriegelungshaken (5) schwenkbeweglich gehaltert ist, daß am Messerkasten (1) in Einschubrichtung vorn ein starrer Verriegelungshaken (6) angeordnet ist und daß der schwenkbewegliche Verriegelungshaken (5) einen nach außen gerichteten, auf der der Schneidtrommel abgewandten Seite der Antriebsscheibe (4) abragenden Entriegelungsvorsprung (7) aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verriegelung von Messerkästen an Trommelschneidmaschinen zur Zerkleinerung von Feldfrüchten, insbesondere Zuckerrüben, wobei die Messerkästen auf Aufnahmestäbe der Schneidtrommel aufschiebbar und in der Arbeitslage selbsttätig verriegelbar sind.

Im Stand der Technik sind derartige Vorrichtungen bekannt, bei denen die Verriegelung zwischen Messerkasten und Aufnahmestab der Schneidtrommel erfolgt, wozu die Aufnahmestäbe entsprechende Kerben aufweisen, in welche federbelastete Riegel eingreifen können. Bei diesen Vorrichtungen ist nachteilig, daß keine Sichtprobe erfolgen kann, ob die Verriegelung in Eingriff ist oder nicht. Dies deswegen, weil die am Messerkasten selbst angeordneten Elemente Feder und Riegel vom Messerkasten abgedeckt sind.

Desweiteren ist nachteilig, daß zur Entnahme der auszuwechselnden Messerkästen häufig sehr schwer die Federkraft zur Entlastung des Riegels und damit zur Lösung der Verbindung überwunden werden kann, da die Feder durch bei der Zerkleinerung von Feldfrüchten und dergleichen entstehene Rückstände verschmutzt ist oder gar blockiert ist.

Auch der Riegel selbst ist häufig schwergängig oder sitzt fest, da der Riegel zur Überführung aus der Verriegelungsstellung in die Öffnungsstellung längs verschoben werden muß.

Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung gattungsgemäßer Art zu schaffen, bei der die Montage bzw. Demontage des jeweils damit ausgerüsteten Messerkastens sehr einfach und leichtgängig erfolgen kann, wobei zudem insbesondere die Beweglichkeit des Riegels und die Beweglichkeit der den Riegel belastenden Feder durch bei der Zerkleinerung von Feldfrüchten anfallende Rückstände nicht blockiert werden kann. Dabei soll zudem eine Sichtprobe zur Feststellung der Verriegelungslage möglich sein.

Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß an der Antriebsscheibe der Schneidtrommel in Richtung des Einschubpfades des Messerkastens ein mit einer Anlaufschräge versehener, gefederter Verriegelungshaken schwenkbeweglich gehaltert ist, daß am Messerkasten in Einschubrichtung vorn ein starrer Verriegelungshaken angeordnet ist und daß der schwenkbewegliche Verriegelungshaken einen nach außen gerichteten, auf der der Schneidtrommel abgewandten Seite der Antriebsscheibe abragenden Entriegelungsvorsprung aufweist.

Dadurch, daß die Verriegelungseinrichtung, bestehend aus dem schwenkbeweglichen gefederten Verriegelungshaken und dem starren Verriegelungshaken am Ende des Einschubpfades des Messerkastens in Einschubrichtung vor diesem angeordnet sind, insbesondere an der Antriebsscheibe, stört die Verriegelungseinrichtung beim Einschieben des Messerkastens in die Schneidtrommel auf die entsprechenden Aufnahmestäbe diese Einschubbewegung nicht. Desweiteren ist durch diese Anordnung sichergestellt, daß die Schwenkachse des gefederten Verriegelungshakens sowie dessen Feder nicht durch bei der Zerkleinerung von Feldfrüchten entstehende Materialien beeinträchtigt werden können, da diese nicht innerhalb des Raumes der Schneidtrommel angeordnet sind, sondern außenseitig der Schneidtrommel an der Antriebsscheibe gehaltert sind. Durch den nach außen abragenden Entriegelungsvorsprung ist zudem eine optische Überprüfung der Verriegelungsstellung möglich, sowie eine leichte Betätigung der Entriegelung durch manuelle oder maschinelle Mittel, die außenseitig an den Entriegelungsvorsprung angreifen können.

Bevorzugt schlägt die Erfindung ferner vor, daß die in der Schließlage ineinandergreifenden Hakenmäuler der Verriegelungshaken an ihren auf Zug beanspruchten Riegelflächen gegen die Lotrechte abgeschrägt geneigt ausgebildet und unter der Spannkraft der Feder des schwenkbeweglichen Verriegelungshakens gegeneinander gepreßt sind.

Durch diese Ausbildung ist sichergestellt, daß die miteinander in Eingriff stehenden abgeschrägten Riegelflächen mittels der Unterstützung der den schwenkbeweglichen Riegel in die Verriegelungslage drängenden Feder ein Anzugsmoment auf den Messerkasten ausüben, so daß dieser bei Verschleiß der miteinander in Eingriff stehenden Riegelflächen dennoch weiter in die Sollposition gedrängt wird.

Der Riegelmechanismus ist also quasi selbst nachstellend.

Desweiteren ist bevorzugt, daß die Feder als Kunststoff-Druckfeder ausgebildet ist.

Eine vorteilhafte Weiterbildung wird darin gesehen, daß die Feder außenseitig der Antriebsscheibe angeordnet ist und sich einerseits gestellfest und andererseits am Entriegelungsvorsprung in Schließrichtung vorgespannt abstützt.

Um die Demontage zu vereinfachen und maschinell durchführen zu können, ist vorgesehen, daß der Entriegelungsvorsprung nach außen in Richtung von der Antriebsscheibe weg abgeschrägt ist und ein motorisch betätigbarer in Richtung zur Antriebsscheibe hin verstellbarer Schieber gehaltert ist, der gegen die Schräge des Entriegelungsvorsprunges verfahrbar ist und den Riegel im Öffnungssinne verschwenkt.

Als motorisches Stellglied kann beispielsweise ein Hydraulikzylinder vorgesehen sein.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben.

Es zeigt:

Fig. 1 einen Ausschnitt einer Trommelschneidmaschine im Schnitt;

Fig. 2 eine Einzelheit in vergrößerter Darstellung;

Fig. 3 die Einzelheit in einer anderen Position.

Die Vorrichtung zur Verriegelung eines Messerkastens 1, einer Trommelschneidmaschine an letzterem besteht aus einem später noch beschriebenen Doppelriegelmechanismus.

Zur Montage eines Messerkastens wird zunächst die Schneidtrommel in die entsprechende Position überführt, so daß der bzw. die entsprechenden Aufnahmestäbe für den Messerkasten an der Entnahme- bzw. Aufgabepositon angeordnet sind.

In dieser Lage kann über eine Hydraulikeinrichtung, die allgemein mit 2 bezeichnet ist, ein Messerkasten in die gewünschte Sollposition auf den Aufnahmestab 3 der Schneidtrommel aufgeschoben werden. Zum Zwecke der selbsttätigen Verriegelung des Messerkastens in der Sollposition ist an der Antriebsscheibe 4 der Schneidtrommel in Richtung des Einschubpfades des Messerkastens 1 ein mit einer Anlaufschräge versehener, gefederter, schwenkbeweglich gehalterter Verriegelungshaken 5 angeordnet. Der Verriegelungshaken 5 liegt also am Ende des Einschubpfades des Messerkastens 1.

Am Messerkasten 1 selbst ist in Einschubrichtung vorn ein starrer Verriegelungshaken 6 befestigt.

Der schwenkbewegliche Verriegelungshaken 5 weist einen nach außen gerichteten, auf der der Schneidtrommel abgewandten Seite der Antriebsscheibe 4 abragenden Entriegelungsvorsprung 7 auf. Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich, sind die in der Schließlage ineinandergreifenden Hakenmäuler der Verriegelungshaken 5 und 6 an ihren auf Zug beanspruchten Riegelflächen gegen die Lotrechte geneigt ausgebildet, wobei die Verriegelungsflächen 8 bzw. 9 unter der Vorspannung der Schließer-Feder 10 gegeneinandergepreßt sind, welche Schließer-Feder 10 als Kunststoff- Druckfeder ausgebildet ist.

Die Feder 10 ist außenseitig der Antriebsscheibe 4 angeordnet und stützt sich einerseits gestellfest und andererseits am Entriegelungsvorsprung 7 in einer dort angeordneten Ausnehmung unter Vorspannung ab.

Die Feder 10 in Verbindung mit den abgeschrägten Riegelflächen 8 und 9 bewirkt, daß bei Verschleiß der Riegelflächen 8 und 9 ein automatisches Nachstellen der Riegelflächen zueinander erfolgt, so daß die Sollposition des Messerkastens beibehalten bleibt.

Beim Einschieben des Messerkastens 1 läuft die vorn ebenfalls abgeschrägte Fläche 11 des starren Riegels auf die vornliegende Schrägfläche 12 des beweglichen Riegels, so daß eine Einlaufschräge gebildet ist.

Der bewegliche Riegel wird um seine Schwenkachse 13 unter gleichzeitigem Zusammendrücken der Feder 10 in der Zeichnung nach unten bewegt, wobei nach Erreichen der gezeichneten Sollposition gemäß Fig. 2 der schwenkbewegliche Riegel 5 durch die Feder 10 in die Schließlage überführt wird. Der entsprechende Messerkasten 1 ist somit lagerichtig fixiert. Die Anordnung des Riegelmechanismusses an der Antriebsscheibe 4 sorgt für eine sehr starre und haltbare Verbindung.

Darüber hinaus ist dieser Riegelmechanismus unempfindlich gegen Verschmutzung auch durch klebende Materialien, was ebenso für das Federelement 10 gilt.

Um einen auszuwechselnden Messerkasten 1 entnehmen zu können, wird wieder die Position der Entnahmevorrichtung gemäß Fig. 1 eingestellt, woraufhin dann ein Schieber 14, der von einem Hydraulikzylinder 15 in Richtung auf den Entriegelungsvorsprung 7 verschieblich ist, den schwenkbeweglichen Riegel 5 in die Entnahmelage überführt, die in Fig. 3 gezeigt ist.

Um die Teile funktionsgerecht zu gestalten, ist der Entriegelungsvorsprung 7 mit einer unterseitigen Schräge 16 versehen, gegen welche Schräge eine gerundete Fläche 17 des Schiebers 14 aufläuft, so daß der Riegel 5 entgegen dem Uhrzeigersinn unter gleichzeitiger weiterer Vorspannung der Feder 10 in die Position gemäß Fig. 3 verschwenkt wird. Der Messerkasten kann dann von den Aufnahmestäben 3 der Schneidtrommel abgezogen werden. Der Einsatz eines neues Messerkastens erfolgt analog.

Besonders vorteilhaft ist dabei, daß die Position des Riegels 5 von außen ersichtlich ist, so daß ohne weiteres die Schließlage optisch überprüfbar ist.

Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern im Rahmen der Offenbarung vielfach variabel.

Als besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Gestaltung ist dabei anzumerken, daß erheblich weniger Federn zum Zwecke des Verriegelns eingesetzt werden müssen, als im Stand der Technik bisher üblich.

Alle neuen, in der Beschreibung und/oder Zeichnung offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich angesehen.


Anspruch[de]
  1. 1 Vorrichtung zur Verriegelung von Messerkästen an Trommelschneidmaschinen zur Zerkleinerung von Feldfrüchten, insbesondere Zuckerrüben, wobei die Messerkästen auf Aufnahmestäbe der Schneidtrommel aufschiebar und in der Arbeitslage selbsttätig verriegelbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß an der Antriebsscheibe (4) der Schneidtrommel in Richtung des Einschubpfades des Messerkastens (1) ein mit einer Anlaufschräge (12) versehener, gefederter Verriegelungshaken (5) schwenkbeweglich gehaltert ist, daß am Messerkasten (1) in Einschubrichtung vorn ein starrer Verriegelungshaken (6) angeordnet ist und daß der schwenkbewegliche Veriegelungshaken (5) einen nach außen gerichteten, auf der der Schneidtrommel abgewandten Seite der Antriebsscheibe (4) abragenden Entriegelungsvorsprung (7) aufweist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Schließlage ineinandergreifenden Hakenmäuler der Verriegelungshaken (5, 6) an ihren auf Zug beanspruchten Riegelflächen (8, 9) gegen die Lotrechte abgeschrägt geneigt ausgebildet und unter der Spannkraft der Feder (10) des schwenkbeweglichen Verriegelungshakens (5) gegeneinander gepreßt sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (10) als Kunststoff-Druckfeder ausgebildet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (10) außenseitig der Antriebsscheibe (4) angeordnet ist und sich einerseits gestellfest und andererseits am Entriegelungsvorsprung (7) in Schließrichtung vorgespannt abstützt.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Entriegelungsvorsprung (7) nach außen in Richtung von der Antriebsscheibe (4) weg abgeschrägt ist und ein motorisch betätigbarer in Richtung zur Antriebsscheibe (4) hin verstellbarer Schieber (14) gehaltert ist, der gegen die Schräge (16) des Entriegelungsvorsprunges (7) verfahrbar ist und den Riegel (5) im Öffnungssinne verschwenkt.






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