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Dokumentenidentifikation DE2654322C2 23.02.1989
Titel Bodenbearbeitungsmaschine
Anmelder C. van der Lely N.V., Maasland, NL
Erfinder Lely, Cornelis van der, Zug, CH
Vertreter Jackisch, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw.; Kerkhof, M., Rechtsanw.; Wasmuth, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 30.11.1976
DE-Aktenzeichen 2654322
Offenlegungstag 02.06.1977
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.02.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.02.1989
IPC-Hauptklasse A01B 33/14
IPC-Nebenklasse A01B 33/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Bodenbearbeitungsmaschine nach dem Oberbegriff des Patentanspruches.

Bei einer bekannten Bodenbearbeitungsmaschine dieser Art (GB-PS 13 64 468) bestehen die Zinkenträger jeweils aus zwei gleichen geradlinigen Profilstücken, die beiderseits der Zinkenbefestigungsteile miteinander verschraubt sind. Wegen dieser Klemmbefestigung bleibt zwischen den beiden Profilstücken an beiden Längsseiten ein Spalt offen, der beim Arbeiten der Zinken im Boden mit Erde und Schmutz zugesetzt wird. Da die Zinkenträger geradlinig und die Zinkenbefestigungsteile etwa horizontal ausgerichtet sind, müssen die nach unten gerichteten Zinken in bezug auf ihre Befestigungsteile im Winkel von fast 90° abgebogen sein. An den frei liegenden Übergangsstellen treten Biege- und Torsionskräfte auf, die zur vorzeitigen Materialermüdung und zum Bruch führen können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Zinkenkreisel so auszubilden, daß die Zinkenträger einen vollständigen Schutz und eine derartige Abstützung für die Zinkenbefestigungsteile bilden, daß an den Übergangsstellen in die Zinken eine möglichst geringe Beanspruchung auf Biege- und Torsionskräfte erreicht wird.

Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches gelöst.

Die bogenförmige Ausführung der Zinkenträger ergibt eine nach unten gerichtete Ausrichtung der Befestigungsteile an den Austrittsstellen aus dem Vierkantprofil, so daß eine scharfe Abbiegung am Übergang in die Zinkenarbeitsteile vermieden wird. Infolge der Ausbildung des Vierkantprofils derart, daß drei Seiten durch ein im Querschnitt U-förmiges Profil gebildet sind, wird ein geschlossener Innenraum als Aufnahme für die Zinkenbefestigungsteile gebildet, die dort gegen Schmutz und Korrosion geschützt sind. Dabei kann der Zinkenträger im Vergleich zu der bekannten Ausführung relativ leicht sein, weil das U-Profil in Verbindung mit dem bogenförmigen Verlauf eine große Steifigkeit gewährleistet. Die Anordnung der flachen Befestigungsteile zwischen den U-Profilschenkeln ergibt in Verbindung mit der Ausbildung der Zinken als Flachzinken eine besonders gute Abstützung, da diese Flachteile im Inneren des Zinkenträgers an den Profilschenkeln anliegen und so anzuordnen sind, daß die auftretenden Kräfte überwiegend auf die Schmalseiten der Zinken wirken. Die Torsions- und Biegebelastung ist darum an den Übergangsstellen zwischen Befestigungs- und Arbeitsteil der Zinken gering, wobei Biegekräfte von den Profilschenkeln aufgenommen werden können.

Die Erfindung wird anhand einer in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Bodenbearbeitungsmaschine,

Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II in Fig. 1, vergrößert dargestellt.

Die Bodenbearbeitungsmaschine hat ein als Kasten 70 ausgeführtes Gestellteil, in dessen horizontalem Boden in gleichen Abständen Öffnungen für Lagergehäuse 74 vorgesehen sind (Fig. 2).

In den Lagergehäusen 74 ist jeweils eine aufwärts verlaufende, im Ausführungsbeispiel vertikale Welle 79 gelagert, auf deren oberem Ende ein Kegelrad 80 eines Winkelgetriebes sitzt, dessen anderes Kegelrad 81 auf einer in Längsrichtung des Kastens 70 verlaufenden Zwischenwelle 82 befestigt ist. Die Kegelrad-Winkelgetriebe sind so angeordnet, daß benachbarte Wellen 79 gegensinnig in Richtung der in Fig. 1 eingetragenen Pfeile angetrieben werden.

Auf der Zwischenwelle 82 ist außerdem etwa in Maschinenmitte ein Kegelrad 83 befestigt, das mit zwei Kegelrädern 84 und 88 kämmt (Fig. 1). Das Kegelrad 84 sitzt auf einer in Fahrtrichtung A nach vorne und oben gerichteten Antriebswelle 85, der ein in der Wandung des Kastens 70 abgestütztes Lagergehäuse 86 zugeordnet ist, und die über eine Gelenkwelle 87 von der Zapfwelle eines die Maschine ziehenden Schleppers angetrieben wird.

Wie Fig. 2 zeigt, ist auf den vertikalen Wellen 79 unterhalb der Lagergehäuse 74 je ein Werkzeugträger 131 befestigt, der an seinen Enden Lager 132 für je eine zur Welle 79 etwa parallele Achse 133 aufweist. Diese Achsen tragen je einen Zinkenträger 134, 137, der ein am unteren Ende der zugehörigen Achse 133 befestigtes, bogenförmiges und im Querschnitt U-förmiges Profil 134 aufweist. Zwischen den zum Boden gerichteten Schenkeln des U-Profils 134 ist der Befestigungsteil 135 zweier einstückig aus Federstahl bestehender Zinken 136 mit einem ebenfalls gebogenen, zum Zinkenträger gehörigen Klemmstück 137 und einem Gewindebolzen 138 festgeklemmt. Die Zinkenarbeitsteile und die Achsen 133 liegen in zueinander parallelen Ebenen und sind in bezug auf den Drehsinn des Zinkenpaares nach hinten gerichtet. Der Werkzeugträger 131 bildet zusammen mit den frei drehbaren Zinkenpaaren einen Kreisel 139.

An einem zum Gestell gehörigen Querträger 140 ist ein Anbaubock 141 zum Anbau der Maschine an die Dreipunkt-Hebevorrichtung des Schleppers befestigt. Der Anbaubock ist durch nach unten und hinten divergierende Streben 142 an der Rückseite des Kastens 70 abgestützt.

Vor Beginn der Bodenbearbeitung wird die Eingriffstiefe der Kreiselzinken 136 eingestellt. Die Kreisel 139 werden von der Zapfwelle des Schleppers über die Gelenkwelle 87 und die Getriebe wie beschrieben paarweise gegensinnig angetrieben. Die Zinkengruppen benachbarter Kreisel haben einander überlappende Arbeitsbereiche.


Anspruch[de]
  1. Bodenbearbeitungsmaschine mit angetriebenen Zinkenkreiseln, deren nach unten gerichtete Zinken paarweise an Zinkenträgern befestigt sind, die zur formschlüssigen Aufnahme der Zinken-Befestigungsteile Vierkantprofil haben, dadurch gekennzeichnet, daß die Zinkenträger (134, 137) in Richtung auf die Zinken (136) bogenförmig nach unten gekrümmt und derart ausgebildet sind, daß drei Seiten des Vierkantprofils durch ein im Querschnitt U-förmiges Profil (134) gebildet sind, und daß die Zinken (136) als Flachzinken ausgebildet sind, deren ebenfalls flache Befestigungsteile innerhalb des Zinkenträgers (134, 137) zwischen den U-Profilschenkeln liegen.






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