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Dokumentenidentifikation DE2728416C2 23.02.1989
Titel Umlaufseilbahn mit kontinuierlich umlaufenden, auf festen Tragseilen oder Tragschienen rollenden Seilbahnwagen
Anmelder Jean Pomagalski S.A., Fontaine, FR
Erfinder Laurent, Roger, Chambery, FR
Vertreter Tergau, E., Dipl.-Ing.; Pohl, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 24.06.1977
DE-Aktenzeichen 2728416
Offenlegungstag 05.01.1978
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.02.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.02.1989
IPC-Hauptklasse B61B 7/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Umlaufseilbahn mit kontinuierlich umlaufenden, auf festen Tragseilen oder Tragschienen rollenden Seilbahnwagen entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Eine Umlaufseilbahn nach dem Stand der Technik ist beispielsweise aus DE-PS 9 16 059 bekannt und beinhaltet ebenfalls auf festen Tragseilen oder Tragschienen rollende Seilbahnwagen, die mittels einer Zugseilklemme an ein kontinuierlich umlaufendes Zugseil kuppelbar sind. In den Stationen sind die einzelnen Wagen bzw. Gondeln zum Ein- und Aussteigen bei Stillstand oder geringer Geschwindigkeit und zur Überführung auf die andere Bahnseite von dem Zugseil ab- und ankuppelbar. Hierzu dienen zwei starr am Laufwerk befestigte Seilklemmen. Eine Weiterbildung in Hinblick auf größere Betriebssicherheit erscheint geboten, da beispielsweise die Backenpaare der Zugseilklemmen das Zugseil von oben und unten umgreifen. Bei einer derartigen Anordnung wirken vertikale Kräfte des Zugseiles gegen die Schließkraft der Zugseilklemme und bewirken im ungünstigsten Falle deren Öffnung.

Das gleiche Problem spielt bei der in DE-AS 11 31 718 gezeigten Klemmvorrichtung für das Zugseil von Umlaufseilbahnen eine Rolle. Hier ist darüber hinaus die Klemmvorrichtung starr am Fahrwerkchassis befestigt, was bei einer zum Tragseil nicht parallelen Zugseilrichtung einen erheblichen Knickwinkel an den Ein- bzw. Auslaufstellen des Zugseiles in bzw. aus der Zugseilklemme hervorruft. Damit ist eine hohe Vertikalkraft an der Zugseilklemme mit den vorstehend beschriebenen Nachteilen verbunden. Weiterhin wird am Fahrwerkchassis ein hohes Drehmoment in vertikaler Richtung erzeugt, was im ungünstigsten Falle ein Abheben des Fahrwerkes vom Tragseil hervorrufen kann. Dies ist aus Sicherheitsgründen unbedingt auszuschließen.

In CH-PS 5 44 678 ist eine Zugseilklemmvorrichtung angegeben, bei der das Zugseil von den Klemmbacken in horizontaler Richtung seitlich beaufschlagt wird. Damit wird gegenüber den Konstruktionen nach den beiden obengenannten Entgegenhaltungen eine Verbesserung der Klemmsicherheit erzielt, jedoch ist die Anordnung der Steuerhebel, des Drehstabes und der Klemmbacken zueinander verbesserungsbedürftig.

Ausgehend von den geschilderten Nachteilen von Umlaufseilbahnen der eingangs genannten Art liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine sichere Führung der Seilbahnwagen auf dem Tragseil und deren zuverlässige Anklemmung am Zugseil zu erzielen.

Die Lösung dieser Aufgabe ist in den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 angegeben.

Durch die frei schwenkbare Lagerung der mit zwei in Zugseilrichtung hintereinander liegenden Backenpaaren versehenen Zugseilklemme am Fahrwerkchassis in einer das Zugseil enthaltenen Vertikalebene werden in dieser Ebene auf das Chassis wirkenden Drehmomente wesentlich reduziert, wenn nicht gar ausgeschlossen. Diese Drehmomente werden durch eine nicht-parallele Führung des Trag- und Zugseiles zueinander hervorgerufen und sind insbesondere dannn relevant, wenn eine Zugseilklemme mit zwei hintereinanderliegenden, beabstandeten Backenpaaren für eine besonders sichere Ankupplung der Seilbahnwagen an das Zugseil benützt wird. Ein Abheben des Fahrwerkes aufgrund dieser Drehmomente ist durch die erfindungsgemäße Konstruktion also im wesentlichen ausgeschlossen. Die Ankupplung selbst wird durch die im zweiten Teilmerkmalskomplex des Anspruches 1 angegebene Konstruktion verbessert. Durch die symmetrische Anordnung der Klemmenbauteile wird ausgeschlossen, daß vertikale Kräfte des Zuseiles ein Öffnen der Zugseilklemme bewirken können.

In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes angegeben. So wird durch Anspruch 2 ein störungsfreies, sicheres An- und Abkuppeln der Zugseilklemme in den Stationen gewährleistet. Dazu muß die Zugseilklemme nämlich vor dem Abkuppeln der Seilbahnwagen in einer zum Fahrwerkchassis definierten und festgelegten Stellung fixiert werden, um ein Ausweichen beim Angriff der Steuervorrichtung für die Klemmbacken zu vermeiden.

Im Anspruch 3 ist eine vorteilhafte Konstruktion für die Backen der Seilklemme angegeben. Der verwendete Drehstab steht nur während der Kupplung der Seilklemme auf das Zugseil unter Druck, wodurch jegliche Alterungserscheinungen des Drehstabes vermieden werden.

Nach Anspruch 4 werden die Drehhebel in ihrer Schließlage durch einen selbstverriegelnden Riegel fixiert, wodurch bei geschlossener Zugseilklemme die Backen durch die Zugseilklemmkraft selbst in ihrer Fixierlage gehalten werden.

Die Erfindung wird anhand der Figuren in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 und 2 das Seilbahnfahrwerk in Vorderansicht und in Seitenansicht;

Fig. 3 und 4 ähnliche Ansichten wie Fig. 1 und 2, auf welchen die Verriegelungsvorrichtung des Seilklemmenträgers dargestellt ist;

Fig. 5 eine Draufsicht zu Fig. 1;

Fig. 6 und 7 eine Vorderansicht und eine Draufsicht der Zugseilklemme;

Fig. 8 eine Vorderansicht des Gerüstes des Seilklemmenträgers;

Fig. 9 einen Schnitt längs der Linie IX-IX der Fig. 8;

Fig. 10 eine Draufsicht zu Fig. 8;

Fig. 11 einen Schnitt längs der Linie XI-XI der Fig. 10;

Fig. 12, 13, 14 eine Vorderansicht, eine Seitenansicht und eine Draufsicht des festen Trägers der Klemmbacken, die gestrichelt angeordnet sind;

Fig. 15 einen Schnitt längs der Linie XV-XV der Fig. 14;

Fig. 16, 17, 18 eine Draufsicht, eine Vorderansicht und eine Seitenansicht der auf Fig. 14 angedeuteten Klemmbacken;

Fig. 19 eine Vorderansicht des Riegels der Steuerhebel;

Fig. 20, 21, 22 den beweglichen Klemmbackenträger in ähnlichen Ansichten wie in Fig. 12, 13, 14;

Fig. 23 den Steuerhebel und den Riegel in Vorderansicht;

Fig. 24 eine Seitenansicht der Fig. 23, die auf der linken Seite die verriegelte Lage und auf der rechten Seite die befreite Lage zeigt;

Fig. 25 und 26 Teilansichten in vergrößertem Maßstab des vorderen Teiles der Zugseilklemme und deren Klemmkraftprüfvorrichtung, bzw. am Beginn und am Ende der Prüfung bei ungenügender Klemmkraft;

Fig. 27 und 28 Teilansichten in vergrößertem Maßstab der Verriegelungsvorrichtung der Fig. 4 in aktiver und inaktiver Lage.

Das Fahrwerk 1 eines Seilbahnwagens einer Doppelseil-Umlaufbergseilbahn besteht aus einem plattenförmigen Fahrwerkchassis 2 mit einem oberen Tragbalken 3, der zwei Wippen 4, 4&min; mit Seitenflanschen 5, 5&min; trägt. Jede Wippe 4, 4&min; ist mittels einer Gabel 6, 6&min; mit einem Schwenkzapfen 10, 10&min; drehbar auf der Platte 2 um eine waagerechte Achse 11, 11&min; gelagert, und jede Gabel 6, 6&min; trägt einen eine lotrechte Achse bildenden Bolzen 9, 9&min;, der die beiden Gabelfinger und ein dazwischen liegende Querstrebe 7, 7&min; durchquert. Die Achsen 8, 8&min; und 11, 11&min; bilden ein Kreuzgelenklager, das ein Ausschwenken in alle Richtungen der Wippen 4, 4&min; ermöglicht.

Tragrollen 12, 13; 12&min;, 13&min; mit einer Kehle sind an den Wippen 4, 4&min; drehbar gelagert und rollen auf einem Tragseil 28 und auf Tragschienen (nicht abgebildet) in den Stationen. Frei drehbare Gegenrollen 14, 14&min; vom selben Durchmesser wie die Tragrollen 12, 13; 12&min;, 13&min; sind beiderseits dieser und auf der selben Achse drehbar gelagert. Die Gegenrollen 14, 14&min; laufen gegen Schienen (nicht abgebildet), die auf den Bahnstrecken, wo die Gefahr eines Abhebens des Fahrwerkes 1 von dem Tragseil 28besteht, über diesem Fahrwerk angeordnet sind. Die obere Kante des Fahrwerkchassis 2 bildet eine Fläche 16, die sich parallel zum Tragseil 28 erstreckt und in bekannter Weise unter Synchronisierungsrädern mit Luftreifen (nicht abgebildet) beim Ankuppeln des Fahrwerkes 1 an einem Zugseil 30 läuft.

An dem unteren Teil des Fahrwerkchassis 2 ist einerseits auf einem Zapfen 18 ein Träger 20 einer Zugseilklemme 21, und andererseits ein Gabelgelenk 22 mit einer Tragachse 24 eines Pendelarmes 26 der Kabine drehbar gelagert.

Das dauernd umlaufende Zugseil 30 zieht längs des Tragseiles das Fahrwerk 1 mit der Kabine, und die Tragrollen 12, 13; 12&min;, 13&min; rollen frei auf dem Tragseil 28. Am Eingang einer Station öffnet sich die Zugseilkleme 21 und das entkuppelte Fahrwerk 1 läuft weiter auf Hängebahngleis zu einem Ladeplatz, wo sie anhalten oder langsam durchfahren zum Ein- und Aussteigen der Personen. Das Hängebahngleis bildet eine Schleife, die das Fahrwerk auf der anderen Bahnseite führt, wo es wieder an das Zugseil angekuppelt wird und auf dem anderen Tragseil weiterfährt. Das Kreuzgelenklager der Wippen 4, 4&min; ermöglicht das Umlaufen des Fahrwerkes 1 auf den Schleifen der Stationen.

Auf den Fig. 6 bis 24 sieht man die Zugseilklemme 21 und deren Träger 20 mit einer Nabe 32 und zwei Seitenflanschen 34, 36, wovon einer, 36, durch Schrauben 38 lösbar an der Nabe 32 befestigt ist. Der Flansch 36 ist nach oben verlängert mit einer U-förmigen Gabel 40, die zur hiernach näher beschriebenen Verriegelung des Trägers 20 dient.

Zwischen den Flanschen 34, 36 sind beiderseits der Nabe 32 je ein Klemmbackenpaar 62, 64; 62&min;, 64&min; angeordnet. Ein Klemmbackenpaar 62&min;, 64&min; ist in der Tragseilrichtung beschränkt verschiebbar und zu diesem Zweck tragen die Flanschen 34, 36 je gegenüberliegende Rollen 41, deren Achsen 42 in der Seilrichtung liegen. Das andere Klemmbackenpaar 62, 64 wird durch Schrauben 54, die durch Löcher 53 der Flanschen 34, 36 laufen, an diesen steif befestigt. Vor der Beschreibung der Klemmbacken wird noch eine an dem Flansch 34 befestigte Hülse 43 erwähnt (Fig. 10, 11), in welcher ein das Verschieben des Klemmbackenpaares 62&min;, 64&min; steuernder Hebel 52 drehbar gelagert ist. Eine Querstrebe 44 ist an einem Ende an den Flansch 34 geschweißt, und an dem anderen Ende an dem Flansch 36 durch eine Schraube 45 befestigt. Eine Stange 48 mit einem Gewinde ist in ein Loch 46 der Querstrebe 44 geschraubt und auf der Stange 48 ist eine Druckfeder 50 aufgefädelt (Fig. 25, 26).

Das Klemmbackenpaar 62, 64 (Fig. 12 bis 18) ist mittels eines Rahmens, bestehend aus zwei getrennten Platten 55, 58, von denen eine, 55, mit einer Nase 56 versehen ist, mit den Flanschen 34, 36 fest verbunden. Die Platten 55, 58 sind zwischen die Flanschen 34, 36 eingefügt und durch Schrauben 54 an diese angeschraubt. Auf den Platten 55, 58 längs zwei parallelen Achsen 63, 65 sind durch Kugellager 61 und Lager 59 die Klemmbacken 62, 64 drehbar gelagert. Eine Verzahnung 70 gewährleistet eine symmetrische Drehung der Backen 62, 64 auf den Achsen 63, 65 zum Schließen oder Öffnen der Klemmbacken, die je mit einer halbzylindrischen das Zugseil 30 aufnehmenden Kehle 68versehen sind (Fig. 18). Eine Steuerstange 82, hiernach näher beschrieben, dringt in eine axiale Bohrung 66 mit hexagonalem Querschnitt der Backen 62, 64. Die Nase 56 erstreckt sich in der Richtung des Zugseiles 30 in Verlängerung der Backenkehle 68 und ist auf ihrer oberen Fläche 76 gerillt, um das Zugseil aufzunehmen. Die Nase 56 trägt zwei Arme 60, die gegenüber den Kugellagern 75 der Platte 55 auf den Achsen 63, 65 Kugellager 77 tragen. Ein Riegel 74 (Fig. 19) ist an einem Bügel 72 der Platte 55 drehbar gelagert.

Die Klemmbacken 62&min;, 64&min; sind von derselben Ausführung wie die Klemmbacken 62, 64 und auf den Fig. 20 bis 22, die den Fig. 12 bis 14 entsprechen, werden dieselben Bezugszeichen mit einem Indiz zum Bezeichnen der selben Teile benützt. Die Platten 55&min;, 58&min; sind aber nicht direkt an den Flanschen 34, 36 des Trägers 20 befestigt, sondern an zwei Platten 78, 79, deren Außenseiten parallel zu den Flanschen 34, 36 laufen und Führungsschlitze 80 für die Rollen 41 aufweisen. Die Klemmbacken 62&min;, 64&min; und ihre Tragteile können so auf dem Träger 20 in Zugseilrichtung verschoben werden auf einer der Länge der Schlitze 80 entsprechenden Strecke.

Ein auf den Achsen 63, 65; 63&min;, 65&min; drehbar gelagerter Steuerhebel 87, 88; 87&min;, 88&min; steuert den entsprechenden Backen 62, 64; 62&min;, 64&min; (Fig. 14 bis 22). Nur die Steuerung des Backens 64 mit dem Hebel 88 wird an Hand der Fig. 23, 24 näher beschrieben, da die anderen identisch sind. Die beiden Enden der Steuerstange 82 haben einen hexagonalen Querschnitt, von denen ein Ende in die entsprechende Bohrung 66 des Backens 64 eindringt und das andere Ende in eine Hülse 86, auf welcher der Hebel 88 durch eine gespaltete Hülse 89 und eine Klemmschraube 90 starr befestigt ist. Die Stange 82 erstreckt sich längs der Achse 65 und die Hülse 86 kommt in die Kugellager 75, 77 zu liegen (Fig. 15). Man versteht, daß der Steuerhebel 88 in einer zum Zugseil 30 senkrechten Ebene frei schwenkbar ist, und daß bei dieser Bewegung der Backen 64 sich dem Zugseil 30 nähert oder sich davon entfernt. Die Stange 82 ist ein Drehstab und bei einer Weiterdrehung der Stange 82 nach Anliegen des Backens 64 auf dem Zugseil 30 verdreht sich der Drehstab 82 elastisch und liefert den Klemmendruck. Die Steuerhebel 87, 88 werden durch Aufrollen von Rollen 97, 97&min; auf Steuerschienen in den Stationen nach der Schließlage verdreht, und in der Klemmstellung wird der Hebel 88 durch den Riegel 79, der sich zwischen die Hebel 87, 88 einschiebt, verriegelt. Zu diesem Zweck kommt ein Zahn 94 des Riegels 74 zwischen Schrägflächen 95 der Hebel 87, 88 zu liegen, so daß der durch die Schrägflächen 95 auf den Zahn 94 ausgeübte Druck diesen in der verriegelten Lage hält. Eine Steuerrolle 92 des Riegels 74 führt diesen in die verriegelte Lage zwischen die Hebel 87, 88, welche zuvor durch entsprechende Steuerschienen gespreizt wurden beim Durchfahren des Fahrwerkes auf dem Kuppelabschnitt am Ausgang der Station. Die symmetrische Anordnung der Steuerhebel 87, 88; 87&min;, 88&min; ermöglicht eine Steuerung der Seilklemme 21 ohne einen Gegendruck auf das Fahrwerk auszuüben.

Eine Klemmkraftprüfvorrichtung der Zugseilklemme 21 des Fahrwerkes 1 wird an Hand der Fig. 6, 7, 25, 26 näher beschrieben. Der auf der Hülse 43 gelagerte Hebel 52 trägt an einem Ende eine Steuerrolle 96, die beim Durchfahren des Fahrwerkes 1 auf einer Prüfstrecke gegen eine Wippe 100 aufläuft. Bei Schwenkung des Hebels 52 in der senkrechten Ebene wird eine gegen die Platte 58&min; des beweglichen Trägers 55&min;, 58&min; des Backenpaares 62&min;, 64&min; anliegende Nase 98 mitverdreht. Eine auf der Stange 48 aufgefädelte Druckfeder 50 drückt den beweglichen Träger 55&min;, 58&min; gegen die Nase 98 in der Richtung des festen Trägers 55, 58 (Fig. 25), und beim Schwenken der Nase 98 im trigonometrischen Sinn wird der bewegliche Träger 55&min;, 58&min; entgegen der Feder 50 in den Schlitzen 80 verschoben und von dem festen Träger 55, 58 entfernt (Fig. 26).

Die Wirkung einer solchen Prüfvorrichtung ist gut bekannt, und es wird nur daran erinnert, daß bei normaler Klemmkraft der Backenpaare 62, 64; 62&min;, 64&min; die durch die Wippe 100 auf die Rolle 96 ausgeübte Kraft beim Durchfahren des Fahrwerkes 1 zum Verschieben eines Backenpaares 62, 64; 62&min;, 64&min; nicht genügt, und daß die Klemme 21 die Wippe 100 entgegen der Federkraft 102 hebt. Bei ungenügender Klemmkraft, z. B. des Backenpaares 62&min;, 64&min;, bewirkt dagegen die Prüfkraft eine Verschiebung dieses Backenpaares 62&min;, 64&min; und die Schwenkung des Hebels 52 zeigt den Fehler an.

Der Träger 20 dreht frei auf der Achse 18 und stellt sich automatisch auf die Richtung des Zugseiles 30 ein. In den Stationen muß der Träger 20 das von dem Zugseil 30 entkuppelten Fahrwerkes 1 in einer Lage parallel zum Tragseil 28 oder dem Hängegleis gehalten werden (Fig. 27, 28). Die Verriegelungsvorrichtung des Trägers 20 besteht aus einem, auf einer Achse 106des Fahrwerkchassis 2 gelagerten Schwenkhebel 104. Ein Arm des Schwenkhebels 104 dringt durch eine Öffnung des Fahrwerkchassis 2 und trägt eine Rolle 110, die in aktiver niedriger Lage in die U-förmige Gabel 40 eindringt, um den Träger 20 zu verriegeln. Der andere Arm des Schwenkhebels 104 trägt eine Rolle 108, die in den Steuerzonen gegen eine Verriegelungsschiene 126 oder gegen eine Entriegelungsschiene 128 läuft. Beide Endlagen des Schwenkhebels 104 werden durch eine Raste 112, auf die eine Rolle 114 drückt, festgestellt. Die die Rolle 114 tragende Stange 116 wird durch eine Feder 122 nach unten gedrückt und gleitet in Führungen 118, 120, und ein in einem Langloch 125 gleitender Finger 124 verhindert jede Drehung der Stange 116.

Das Kippen des Trägers 20 wird durch zwei Anschläge 130 beschränkt. Die Wirkung braucht nicht näher beschrieben zu werden, da es selbstverständlich ist, daß der Träger 20 vor Entkuppeln des Fahrwerkes 1 vom Zugseil verriegelt werden muß und erst nach dem Wiederkuppeln wieder befreit wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Umlaufseilbahn mit kontinuierlich umlaufenden Seilbahnwagen, die jeweils
    1. - ein auf festen Tragseilen (28) oder -schienen laufendes Fahrwerk (1) mit an einem Fahrwerkchassis (2) gelagerten Rollen (12, 13, 12&min;, 13&min;) und
    2. - eine lös- und schließbare, am Fahrwerkchassis (2) montierte Zugseilklemme (21) zum Ab- bzw. Ankuppeln der Seilbahnwagen vom bzw. an das kontinuierlich umlaufende Zugseil (30),
  2. aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß die mit zwei in Zugseilrichtung hintereinander liegenden Backenpaaren (62, 64; 62&min;, 64&min;) versehene Zugseilklemme (21) in einer das Zugseil (30) enthaltenden Vertikalebene frei schwenkbar am Fahrwerkchassis (2) montiert ist und
    2. - daß die Zugseilklemme (21), die Backenpaare (62, 64, 62&min;, 64&min;) und die Steuervorrichtungen (87, 88, 87&min;, 88&min;) dafür symmetrisch zu der genannten Vertikalebene angeordnet sind.
  3. 2. Seilbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mittels einer Verriegelungsvorrichtung (Schwenkhebel 104, Rolle 110, Gabel 40) die Zugseilklemme (21) in den Stationen vor dem Abkuppeln des Seilbahnwagens vom Zugseil (30) gegenüber dem Fahrwerkchassis (2) verriegelbar bzw. nach dem Ankuppeln des Seilbahnwagens an das Zugseil (30) entriegelbar ist.
  4. 3. Seilbahn nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß die Backen (62, 64, 62&min;, 64&min;) jeden Backenpaares in an sich bekannter Weise auf parallelen, zur genannten Vertikalebene symmetrischen Achsen (63, 65, 63&min;, 65&min;) schwenkbar gelagert und mechanisch gekoppelt sind, so daß die Verstellung in die geschlossene oder offene Lage bezüglich der lotrechten Ebene symmetrisch erfolgt und
    2. - daß jeder Backen (62, 64, 62&min;, 64&min;) mittels eines Drehstabes (82) mit einem eine von Steuerschienen in den Stationen in Öffnungs- und Schließrichtung beaufschlagbare Steuerrolle (97, 97&min;) tragenden Drehhebel (87, 88; 87&min;, 88&min;) verbunden ist, wobei
      1. -- in Offenstellung der Zugseilklemme (21) jeweils die Backen (62, 64, 62&min;, 64&min;) geöffnet und die Drehstäbe (82) entlastet sind und
      2. -- in Schließstellung der Zugseilklemme (21) die Backen (62, 64, 62&min;, 64&min;) das Zugseil (30) mittels Beaufschlagung von den durch die Drehhebel (87, 88; 87&min;, 88&min;) verdrehten und damit eine Torsionskraft in Schließrichtung der Backen (62, 64, 62&min;, 64&min;) aufbauenden Drehstäbe (82) kraftschlüssig umgreifen.
  5. 4. Seilbahn nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Drehzahl (87, 88, 87&min;, 88&min;) in ihrer Schließlage verriegelnder Riegel (74) als selbstverriegelnder Riegel ausgebildet ist, der bei geschlossener Zugseilklemme (21) durch die Torsionskraft der Drehstäbe (82) in verriegelnder Lage gehalten ist.






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