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Dokumentenidentifikation DE3044168C2 23.02.1989
Titel System zur Installation von in Reihe angeordneten elektrischen Geräten
Anmelder Grabowski, Walter, 5960 Olpe, DE
Erfinder Grabowski, Walter, 5960 Olpe, DE
Vertreter Henfling, F., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 4600 Dortmund
DE-Anmeldedatum 24.11.1980
DE-Aktenzeichen 3044168
Offenlegungstag 24.06.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.02.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.02.1989
IPC-Hauptklasse H02G 5/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein System zur Installation von in Reihe anzuordnenden elektrischen Geräten entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 1. Ein solches System ist den Unterlagen zum DE-GM 18 06 579 entnehmbar.

Bei der vorbekannten Lösung werden die isolierten Leiter, an die die elektrischen Geräte angeschlossen werden, durch im Mantel der Dosen vorgesehene Durchgänge in die das Installationssytem bildenden Dosen eingeführt, wobei die folgenden Dosen individuell mit sich durch die vorgelagerten Dosen erstreckenden Leitungen belegt werden. Ein solches System ist nur begrenzt erweiterbar, da die durch die vorgelagerten Dosen hindurchzuführenden isolierten Zuleitungen für die Folgedosen den Einbaubereich der vorgelagerten Dose für das in sie einzufügende elektrische Gerät in einer Weise beeinträchtigen, daß der Einbau des elektrischen Geräts erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht wird.

Nach einem nicht vorveröffentlichten eigenen Vorschlag ist vorgesehen, die aufeinanderfolgenden Installationsdosen und die in den Boden der Dosen eingebetteten Leitern durch Zwischenstecker zu verbinden, die sich in dafür vorgesehene Rücksprünge im Dosenboden einfügen.

Hierbei stehen die das Installationssystem bildenden Dosen für den Einbau elektrischer Geräte uneingeschränkt zur Verfügung. Aus der GB-PS 5 45 417 ist auch schon ein Leitungssystem bekannt, das Leitungsabschnitte verwendet, die von in ein Kunststoffgehäuse eingebetteten Leitern gebildet werden, wobei die Leitungsabschnitte zum Zwecke der Kupplung an den Stirnseiten einerseits nach Art von Steckdosen und andererseits nach Art von Steckern ausgebildet sind. Im Kunststoffgehäuse können dann auch den Zugang zu den Leitern eröffnende Durchgänge vorgesehen sein. Aufnahmen für elektrische Geräte weist dieses Leitungssystem nicht auf.

Ausgehend vom im vorausgehenden umrissenen Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, das Installationssystem der eingangs umrissenen Gattung unter Beschränkung auf ein Minimum an Bauteilen so auszugestalten, daß die damit verbundenen Nachteile vermieden werden.

Die Aufgabe wird bei einem solchen Installationssystem erfindungsgemäß durch eine Ausgestaltung der Bestandteil des Systems bildenden Installationsdosen entsprechend dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 gelöst.

Unter Belassung des uneingeschränkten Einbaubereiches für in die Installationsdosen einzufügende elektrische Geräte wird es nach der Erfindung mit ein und derselben Installationsdose ohne Zuhilfenahme zusätzlicher Verbindungsmittel möglich, Installationssysteme für elektrische Geräte, wie Schalter und Steckdosen, individuell auszulegen.

Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis 9. Dieses Installationssystem ist mit angepaßten, Bestandteil dieses Systems bildende Installationsdosen sowohl für die Unterputzinstallation als auch für die Aufputzinstallation und dann auch für ein feuchtigkeitsgeschütztes System verwendbar.

In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles weitergehend erläutert. Es zeigt

Fig. 1 zwei zusammengefügte, erfindungsgemäß ausgestaltete Installationsdosen im Vertikalschnitt,

Fig. 2 einen Horizontalschnitt nach Linie II-II durch die Dosen in Fig. 1,

Fig. 3 die Buchsenseite einer Dose (Pfeil III in Fig. 1),

Fig. 4 die Steckerseite einer Dose (Pfeil IV in Fig. 1).

In den Boden der Dosen 11, 11&min; bzw. in einen an den Boden angeformten Ansatz 111 sind Leiter 12 bis 12VI gegeneinander isoliert eingebettet, die auf der einen Seite (III) der Dose in Anschlußbuchsen bzw. -klemmen 121 und auf der anderen Seite (IV) in Anschlußstecker bzw. -federn 122 auslaufen sowie im Innern der Dose mit einem Abgriff 123 - vorzugsweise in Gestalt einer Anschlußbuchse bzw. -klemme - versehen sind.

Sämtliche Anschlüsse bzw. Abgriffe 121, 122, 123 sind berührungsgeschützt, im speziellen Fall in der Weise, daß die Anschlußklemmen 121 von einer an den Dosenboden 111 angeformten Isolierung 112 umgeben sind, die von einer an den Dosenboden angeformten Steckerhaube 113 formschlüssig übergriffen wird, in der sich die sich in die Klemmen 121 einfügenden Anschlußfedern 122 befinden, und die Abgriffe 123 im Doseninnern im Boden 111 versenkt angeordnet sind. Die Leiter sind in den Dosenboden 111 bzw. den an den Dosenboden angeformten Ansatz eingebettete Stanzteile.

Im Sinne einer optimalen Bereitstellung von Installationsmöglichkeiten werden Dosen 11, 11&min; . . . zusammengefügt, die Speiseleitungen und/oder die geschalteten Leitungen an der einen und/oder an der anderen Seite des Systems (der Dosenfolge) angeschlossen und das Installationssystem eingeputzt.

Je nach dem individuellen Bedarf erfolgen nach dem Einputzen in den einzelnen Dosen auf den speziellen Fall abgestellte Abgriffe.

Das System ist, was die Anzahl der Installationsmöglichkeiten betrifft, praktisch unbegrenzt ausbaufähig.

In Ausgestaltung der Erfindung kann jeder Installationsdose nach der Erfindung ein Adapter 21 zugeordnet sein, der einerseits mit mit den Abgriffen 123 . . . in der Installationsdose 11 . . . korrespondierenden Kontakten 211 versehen ist und an den andererseits von dem anzuschließenden, in die Installationsdosen 11 . . . einzufügenden Geräten 31 ausgehend Anschlußleitungen 311 anklemmbar sind (212). Der Adapter kann so ausgelegt sein, daß er sämtliche im Boden der Installationsdosen 11 . . . vorgesehenen Abgriffe 123 . . . abdeckt oder aber so, daß nur ein Teil der Abgriffe beaufschlagt wird.

Die Zu- bzw. Ableitungen (Speiseleitungen bzw. geschalteten Leitungen) können bei dem eingeputzten System auch durch die zu diesem Zweck in an sich bekannter Weise mit ausbrechbaren Leitungseingängen 114 versehene Wandung der anschlußseitigen Installationsdose 11 geführt (Pfeil A) und an die Abgriffe 123 . . . dieser Dose gelegt werden, so daß diese Anschlüsse auch im eingeputzten Zustand des Systems zugänglich bleiben. Die Anschlußklemmen 121 dieser Dose werden dann etwa durch eine Kunststoffkappe 13 abgedeckt. Gleichermaßen werden die Anschlußfedern 122 der letzten Installationsdose (z. B. 11&min;) des Systems etwa durch einen Stopfen 14 abgedeckt, soweit sie nicht benötigt werden.

Das System ist bei entsprechender Ausgestaltung selbstverständlich auch auf Putz verlegbar, dann im Bedarfsfall auch in feuchtigkeitsgeschützter Ausführung.

Die Anschlüsse können natürlich auch als Kontaktgabeln einerseits und Kontaktmesser andererseits ausgebildet sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Einen Boden und einen Mantel aufweisende, aneinanderreihbare Installationsdosen zur Aufnahme von elektrischen Geräten, insbesondere von Schaltern und Steckdosen, verwendendes System zur Installation solcher in Reihe angeordneter elektrischer Geräte, dadurch gekennzeichnet, daß im Boden (111) jeder Installationsdose (11, 11&min; . . . ) im Abstand voneinander eine Mehrzahl von vom Doseninnern her abgreifbaren Leitern (12-12VI) eingebettet ist, die in einem ersten Bereich des Dosenumfangs in Steckerstifte aufnehmende Buchsen (121) und in einem dem ersten Bereich des Dosenumfangs gegenüberliegenden zweiten Bereich in in solche Buchsen (121) einfügbare Steckerstifte (122) auslaufen.
  2. 2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Installationsdosen (11 . . . ) im Buchsenbereich nach Art einer Steckdose mit berührungsgeschützten Buchsen (121) ausgebildet sind (112).
  3. 3. System nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Installationsdosen (11 . . .) im Bereich der Steckerstifte (122) nach Art eines Steckers ausgebildet sind.
  4. 4. System nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckerstifte (122) mit einem die Steckdose übergreifenden Berührungsschutz (113) versehen sind.
  5. 5. System nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Berührungsschutz an die Installationsdose (11 . . .) angeformt ist.
  6. 6. System nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Doseninnern her zugänglichen Leiterabgriffe im Dosenboden (111) liegende Buchsen (123) sind.
  7. 7. System nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Dosenboden eingebetteten Leiter (12 . . .) Stanzteile sind.
  8. 8. System nach den Ansprüchen 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen zumindest einen Teil der in den Dosenboden (111) eingebetteten Leiter (12 . . .) abgreifenden, auf die Leiter (12 . . .) bzw. deren Abgriffe aufsteckbaren Adapter (21), der auf der vom Leiterabgriff (123) abgekehrten Seite mit Anschlüssen (212) für Verbindungsleitungen (311) zu den in die Dosen (11 . . .) einzufügenden elektrischen Geräten (31) versehen ist.
  9. 9. System nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der Wandung der Installationsdosen (11 . . .) in an sich bekannter Weise ausbrechbare Leitungseingänge (114) vorgesehen sind.






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