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Dokumentenidentifikation DE3126335C2 23.02.1989
Titel Filmtransporteinrichtung in einer Kamera
Anmelder Canon K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Date, Nobuaki, Kawasaki, Kanagawa, JP;
Sakurada, Nobuaki, Yokohama, Kanagawa, JP;
Shimizu, Masami, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Tiedtke, H., Dipl.-Ing.; Bühling, G., Dipl.-Chem.; Kinne, R., Dipl.-Ing.; Grupe, P., Dipl.-Ing.; Pellmann, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 03.07.1981
DE-Aktenzeichen 3126335
Offenlegungstag 06.05.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.02.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.02.1989
IPC-Hauptklasse G03B 1/00
IPC-Nebenklasse G03B 1/12   
Zusammenfassung Eine Kamera mit Motorantrieb weist eine Antriebseinrichtung und eine Energiequelle für die Einrichtung auf, und an ihr kann eine abnehmbare zusätzliche Energiequelle angebracht werden, um die Antriebseinrichtung mit weiterer elektrischer Energie zu versorgen, um die Filmtransportgeschwindigkeit zu erhöhen. Die Antriebseinrichtung weist auch einen Zeitgeber auf, dessen Betrieb gleichzeitig mit dem Beginn der Energiezufuhr an die Antriebseinrichtung begonnen wird und welcher die Energiezufuhr an den Motor nach Verstreichen einer vorbestimmten Zeit stoppt. Die Betriebszeit des Zeitgebers kann zum Umschalten verwendet werden, um zu verhindern, daß der Film beschädigt wird, wenn die zusätzliche Energiequelle an der Kamera angebracht ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Filmtransporteinrichtung in einer Kamera, mit einem elektrisch betriebenen Filmtransportmotor, welcher von einer ersten Energiequelle und bei erhöhtem Energiebedarf des Filmtransportmotors zusätzlich auch von einer zweiten, wahlweise an den Filmtransportmotor anschließbaren Energiequelle gespeist wird.

Bei batteriebetriebenen Kameras mit eingebautem Motorantrieb ist prinzipiell ein Kompromiß zwischen der angestrebten Filmtransportgeschwindigkeit und der hierfür in Betracht zu ziehenden Batterieleistung erforderlich, da bei hoher Batterieleistung zwar ein sehr schneller Filmtransport möglich ist, die Kamera aufgrund der hierfür erforderlichen hohen Anzahl von Batteriezellen jedoch schwer und unhandlich wird, während bei Verwendung nur weniger kleiner Batteriezellen die Kamera zwar kompakt ausführbar, allerdings nur eine begrenzte Filmtransportgeschwindigkeit erzielbar ist.

Aus der US-PS 40 91 400 ist es daher bereits bekannt, Kamerafunktionen, die nur eine geringe Batterieleistung erfordern, mit Hilfe einer ersten, relativ schwachen Batterie, den stromintensiven Filmtransport jedoch unter Verwendung einer zweiten, stärkeren Batterie durchzuführen.

Darüberhinaus ist in diesem Zusammenhang die Verwendung einer zusätzlichen Energiequelle vorgeschlagen worden, die bei erwünschter Steigerung der Filmtransportgeschwindigkeit wahlweise an den Filmtransportmotor angeschlossen werden kann.

Obwohl die Filmtransporteinrichtung bei motorbetriebenen Kameras z. B. in der aus der DE-OS 26 41 035 bekannten Weise häufig mit einem Zeitgeber ausgestattet ist, der zur Vermeidung von Filmbeschädigungen eine Zeitmessung zu Beginn eines jeden Bildvorschubs startet und die Stromzufuhr zum Filmtransportmotor unterbricht, wenn die Zeitdauer dieses Bildvorschubs eine vom Zeitgeber vorgegebene Zeitspanne überschreitet, ist bei der vorstehend beschriebenen Steigerung der Filmtransportgeschwindigkeit durch Verwendung einer zusätzlichen Energiequelle dennoch die Gefahr gegeben, daß aufgrund der hierbei eintretenden Verkürzung der Filmtransportzeit und der im Hinblick auf Filmtransportzeiten für Kameras ohne zusätzliche Energiequelle bemessenen Zeitspanne des Zeitgebers Filmbeschädigungen etwa an den Perforationen durch übermäßig langes Einwirken der Zugkraft des Filmtransportmotors z. B. bei Erreichen des Filmendes auftreten.

Darüberhinaus ist nachteilig, daß aufgrund erhöhter Rückspulgeschwindigkeit des Films durch Verwendung einer zusätzlichen Energiequelle elektrostatische Aufladungserscheinungen und Funkenüberschläge zwischen dem transportierten Film und der Andruckplatte bzw. Filmpatrone auftreten können, durch die die Bildqualität unnötigerweise beeinträchtigt wird, da im Gegensatz zur Filmtransportgeschwindigkeit keine sehr hohe Rückspulgeschwindigkeit erforderlich ist.

Dem Anmeldungsgegenstand liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einer Filmtransporteinrichtung der gattungsgemäßen Art den Filmtransportvorgang sicherer zu gestalten.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Filmtransporteinrichtung einen Zeitgeber aufweist, welcher zu Beginn eines jeden Bildvorschubs eine Zeitmessung startet und die Stromzuführung zum Filmtransportmotor unterbricht, wenn die Zeitdauer dieses Bildvorschubs eine durch den Zeitgeber vorgegebene Zeitspanne überschreitet, wobei die durch den Zeitgeber vorgegebene Zeitspanne beim Anschließen der zusätzlichen Energiequelle mittels einer Umschalteinrichtung um eine fest vorgegebene Zeitdauer vermindert wird.

Auf diese Weise ist bei Verwendung der zusätzlichen Energiequelle durch Verringerung der vom Zeitgeber vorgegebenen Zeitspanne gewährleistet, daß keine Filmbeschädigungen aufgrund veränderter Filmtransportgeschwindigkeit auftreten.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird beim Rückspulen des Films der Filmtransportmotor unabhängig davon, ob die zusätzliche Energiequelle angeschlossen ist oder nicht, mit derselben Drehzahl angetrieben. In diesem Zusammenhang kann in Betracht gezogen werden, beim Rückspulen des Films die Energiezufuhr der zusätzlichen Energiequelle zum Filmtransportmotor zu unterbrechen.

Auf diese Weise kann der Rückspulvorgang stets mit der in der Kamera angeordneten Energiequelle durchgeführt und aufgrund der dadurch gegebenen geringen Rückspulgeschwindigkeit zuverlässig verhindert werden, daß bei Verwendung der zusätzlichen Energiequelle bedingt durch hohe Rückspulgeschwindigkeiten statische Aufladungserscheinungen und Funkenüberschläge zwischen dem rücktransportierten Film und bestimmten Kamerateilen auftreten.

Darüberhinaus kann die zusätzliche Energiequelle abnehmbar an der Außenseite der Kamera angebracht werden, so daß nur im Falle einer gewünschten Steigerung der Filmtransportgeschwindigkeit die zusätzliche Energiequelle Verwendung findet und die Kamera selbst kompakt und handlich ausgestaltet werden kann.

Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der Filmtransporteinrichtung in einer Kamera in perspektivischer Darstellung, wobei die dargestellte zusätzliche Energiequelle nicht an der Kamera angebracht ist,

Fig. 2 die Filmtransporteinrichtung gemäß Fig. 1 nach Anbringung der zusätzlichen Energiequelle an der Außenseite der Kamera,

Fig. 3 wesentliche Elemente der Filmtransporteinrichtung gemäß den Fig. 1 und 2 in vergrößerter Darstellung und

Fig. 4 eine Steuerschaltung der Filmtransporteinrichtung in einer Kamera.

Gemäß Fig. 1 ist an einem Filmtransportmotor M ein in Gegenuhrzeigerrichtung gedrehtes Ritzel 1 vorgesehen, wobei die Drehbewegung des Ritzels 1 über Untersetzungszahnräder 2 und 3 auf ein Zwischenzahnrad 4 übertragen wird, das an einem Umschaltrahmen 6 vorgesehen ist, der um die Drehachsenmitte des Untersetzungszahnrads 3 drehbar ist.

Das Zwischenzahnrad 4 kämmt mit einem Filmtransportzahnrad 5, das einen nicht dargestellten Mechanismus während des Filmtransports betätigt, und steht beim Filmrückspulen mittels eines nachstehend noch näher beschriebenen Mechanismus mit einem Übertragungszahnrad 7a in Eingriff, das am oberen Ende einer ersten Übertragungswelle 7 angebracht ist. Am unteren Ende der Übertragungswelle 7 ist ein weiteres Übertragungszahnrad 7b angebracht, dessen Drehbewegung über einen Zahnriemen 8 auf ein am unteren Ende einer zweiten Übertragungswelle 9 angebrachtes Zahnrad 9a übertragen wird, um ein Rückspulzahnrad 10 zu drehen, das mit einem am oberen Ende der zweiten Übertragungswelle 9 angebrachten Zahnrad 9b kämmt, sowie um eine Rückspulgabel 10b zum Rückspulen des Films zu betätigen. Am Ende des Umschaltrahmens 6 ist ein Stift 6a vorgesehen, der am Ende einer Feder 12 anliegt, welche gemäß Fig. 2 um einen Punkt 11a gedreht wird und mit ihrem anderen Ende an einem Umschalthebel 11 befestigt ist, der während des Filmrückspulens gegen die Kraft der Feder 12 um den Punkt 11a in Pfeilrichtung gedreht wird. Am Umschalthebel 11 ist ein Stift 11b vorgesehen, welcher am Endteil 13b eines Umschaltelements 13 anliegt, das um einen Punkt 13c drehbar ist, so daß bei Drehung des Umschalthebels 11 in Pfeilrichtung der Kontakt eines Rückspul-Umschalters SW3 gemäß Fig. 2 mittels des Endteils 13b geschlossen wird, während das vordere Ende einer Feder 15 zur Verhinderung einer Umschaltung eines Schalters SW6 verschoben wird.

Ferner ist eine zusätzliche Energiequelle 16 vorgesehen, die abnehmbar an der Außenseite der Kamera angebracht werden kann. An der Oberseite der zusätzlichen Energiequelle 16 sind Zapfen 16a und 16b vorgesehen, wobei das vordere Ende des Zapfens 16a konisch ausgebildet ist. Wenn die zusätzliche Energiequelle 16 am Kameragehäuse in der in Fig. 2 dargestellten Weise angebracht ist, wird ein Energiequellen-Umschalthebel 14 gegen die Kraft einer Feder 22 vom konischen Ende des Zapfens 16a um einen Punkt 14a gemäß Fig. 1 derart gedreht, daß der Kontakt einer Umschalteinrichtung in Form eines Schalters SW4 vom Ende des Energiequellen-Umschalthebels 14 umgeschaltet wird, wobei eine Umschaltung des Schalters SW6 über das vordere Ende der zusammen mit dem Energiequellen-Umschalthebel 14 gedrehten Feder 15 erfolgt. Hierbei können die Zapfen 16a und 16b der zusätzlichen Energiequelle 16 gleichzeitig auch als Energiequellen-Anschlüsse ausgebildet sein.

Gemäß Fig. 3 ist eine Filmtransport-Zahnwalze 17 derart ausgebildet und angeordnet, daß bei Bewegung eines einem hinteren Verschlußvorhang des Kameraverschlusses zugeordneten Signalhebels 19 in Pfeilrichtung und Drehung eines etwa T-förmigen Hebels 20 um einen Punkt 20a in Gegenuhrzeigerrichtung nach Beendigung der Verschlußbetätigung das etwa halbkreisförmige vordere Ende des Hebels 20 außer Eingriff mit einer am unteren Ende der Filmtransport- Zahnwalze 17 ausgebildeten Nut gerät, wodurch der Filmtransport freigegeben und hierbei ein die Drehbewegung der Filmtransport-Zahnwalze 17 ermittelnder Schalter SW2 mittels eines am oberen Ende der Filmtransport-Zahnwalze 17ausgebildeten Nockens 17a bei jeder Umdrehung der Filmtransport-Zahnwalze 17 kurzzeitig betätigt wird.

Ferner ist am anderen Ende des Hebels 20 ein Stift 20b angeordnet, über den ein zur Ermittlung des Filmtransportabschlusses vorgesehener Schalter SW5 entsprechend der Betätigung des Hebels 20 geschlossen gehalten wird. Außerdem ist ein Einstellknopf 18 für die Bildanzahl vorgesehen, bei dessen Betätigung ein Schalter SW1 zur Einstellung der Bildanzahl eines eingelegten Films geschlossen wird.

In Fig. 4 ist eine Steuerschaltung der Filmtransporteinrichtung veranschaulicht.

Gemäß Fig. 4 ist ein Zähler 101 zur Einstellung der Bildanzahl des eingelegten Films vorgesehen, der jeweils beim Schließen des Schalters SW1 bei der Verstellung des Einstellknopfs 18 ein Signal mit dem Pegel L zählt. Ein Zweirichtungszähler 102 dient zum Zählen der Anzahl der transportierten Filmbilder, indem die von dem bei jeder Drehbewegung der Filmtransport-Zahnwalze 17 betätigten Schalter SW2 abgegebenen Signale des Pegels L gezählt werden. Ausgänge A, B, C und D des Zählers 101 sind jeweils mit einem zugehörigen ersten Eingang A1, A2, A3 bzw. A4 eines Vergleichers 103 verbunden, während Ausgänge A, B, C und D des Zweirichtungszählers 102 jeweils mit einem zugehörigen zweiten Eingang B1, B2, B3 bzw. B4 des Vergleichers 103 verbunden sind, so daß bei Koinzidenz der Bildanzahl des eingelegten Films mit der Anzahl der transportierten Filmbilder der Vergleicher 103 ein Signal des Pegels L über einen Inverter 110 einem UND-Glied 105 zuführt. Wenn somit der Vergleicher 103 keine Koinzidenz ermittelt (wobei der Inverter 110 dann ein Ausgangssignal des Pegels H abgibt), wird ein Verschlußauslösevorgang durchgeführt und sodann durch die Verschlußbewegung der Hebel 20 gedreht, woraufhin der Filmtransport einsetzt. Bei der Drehbewegung des Hebels 20 wird der Schalter SW5 geschlossen, so daß dem UND-Glied 105 über einen Inverter 108 ein Signal des Pegels H zugeführt wird. Hierbei wird das Ausgangssignal eines Zeitgebers 112 in Form eines RC- Gliedes während einer bestimmten, festgesetzten Zeitdauer nach der Umschaltung des Schalters SW5 über einen Inverter 111 ebenfalls auf dem Pegel H gehalten. Diese Zeitdauer ist ein wenig länger als die für den Weitertransport eines Filmbildes erforderliche Zeitdauer vorgegeben.

Somit wird vom UND-Glied 105 und damit auch von einem nachgeschalteten ODER-Glied 106 ein Signal mit dem Pegel H abgegeben, durch das ein Transistor Tr durchgeschaltet wird, was zur Folge hat, daß sich der Filmtransportmotor M zu drehen beginnt. Auf diese Weise setzt der Filmtransport über die Filmtransport-Zahnwalze 17 ein, wobei der Schalter SW2 während der Drehbewegung der Filmtransport-Zahnwalze 17 entsprechend betätigt wird und der Zweirichtungszähler 102 die Anzahl der belichteten und transportierten Filmbilder zählt. Wenn sodann der Hebel 20 wieder mit der Nut der Filmtransport-Zahnwalze 17 in Eingriff tritt, wird der Schalter SW5 wieder geöffnet, so daß der Inverter 108 ein Signal des Pegels L erzeugt und die Drehbewegung des Filmtransportmotors M zum Stillstand kommt. Entspricht hierbei die eingestellte Bildanzahl des eingelegten Films der Anzahl der transportierten Filmbilder, führt der Vergleicher 103 dem UND-Glied 105 über den Inverter 110 ein Signal des Pegels L zu, wodurch die Drehbewegung des Filmtransportmotors M zum Stillstand gebracht wird.

Wenn dagegen die Bildanzahl des eingelegten Films irrtümlich fehlerhaft eingestellt ist, kann der vorstehend beschriebene automatische Stoppvorgang nicht eintreten. Da in diesem Falle der Schalter SW5 geschlossen ist, bis der Zeitgeber 112 zu arbeiten beginnt, wird dem UND-Glied 105 nach Ablauf einer etwas länger vorgegebenen Zeitdauer als die zum Transport eines Filmbildes erforderliche Zeitdauer über den Inverter 111 ein Signal des Pegels L zugeführt und auf diese Weise die Drehbewegung des Filmtransportmotors M zur Verhinderung von Beschädigungen der Filmperforation zum Stillstand gebracht. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, daß bei Betreiben des Filmtransportmotors M mit der in der Kamera angeordneten Energiequelle P gemäß Fig. 4 und mit der zusätzlichen Energiequelle P&min; gemäß Fig. 4 unterschiedliche Filmtransportgeschwindigkeiten erhalten werden, da in diesen beiden Fällen unterschiedliche Motordrehzahlen auftreten, so daß die Zeitvorgabe des Zeitgebers 112 geändert werden muß.

Bei Anbringung der zusätzlichen Energiequelle 16 am Kameragehäuse wird somit der Schalter SW4 über den Energiequellen-Umschalthebel 14 umgeschaltet, der gemäß Fig. 2 vom Zapfen 16a gedreht wird, wodurch eine Umschaltung zwischen Widerständen 112a und 112b erfolgt, um die Zeitkonstante des den Zeitgeber 112 bildenden RC-Gliedes auf einen Wert umzuschalten, der der bei Verwendung der zusätzlichen Energiequelle 16 erhaltenen Filmtransportgeschwindigkeit entspricht. Außerdem wird hierbei der Umschalter SW6 vom vorderen Ende der bei der Drehbewegung des Energiequellen-Umschalthebels 14 mitgenommenen Feder 15 auf den Kontakt der zusätzlichen Energiequelle P&min; gemäß Fig. 4 umgeschaltet.

Nachstehend wird näher auf den Rückspulvorgang eingegangen.

Wenn der Umschalthebel 11 aus der Stellung gemäß Fig. 1 in die Stellung gemäß Fig. 2 versetzt wird, wird der Rückspul-Umschalter SW3 vom Endteil 13b des Umschaltelements 13 geschlossen, während die am oberen Ende betätigte Feder 15 in Uhrzeigerrichtung gedreht wird. Somit wird der Schalter SW6 auf Masseanschluß umgeschaltet, auch wenn die zusätzliche Energiequelle P&min; gemäß Fig. 4 am Kameragehäuse angebracht ist. Wenn sodann der Rückspul-Umschalter SW3 geschlossen wird, wird dem UND-Glied 104 über den Inverter 109 ein Signal des Pegels H zugeführt, während das mit sämtlichen Ausgängen des Zweirichtungszählers 102 verbundene ODER-Glied 107 ein Signal des Pegels H erzeugt, da der Inhalt des Zweirichtungszählers 102 den Wert "0" aufweist. Dies hat zur Folge, daß das UND-Glied 104 über das ODER-Glied 106 ein Signal des Pegels H abgibt, wodurch der Transistor Tr durchgeschaltet und der Filmtransportmotor M angesteuert wird. Bei dem sodann einsetzenden Rückspulvorgang des Films wird das Ausgangssignal des von der Drehbewegung der Filmtransport-Zahnwalze 17 betätigten Schalters SW2 vom Zweirichtungszähler 102 rückwärts gezählt. Wenn der Inhalt des Zweirichtungszählers 102 bei diesem Rückwärtszählvorgang den Wert "0" annimmt, gibt das ODER-Glied 107 ein Signal des Pegels L ab, wodurch der Filmtransportmotor M zum Stillstand gebracht wird. Wenn auf diese Weise der Umschalthebel 11 umgeschaltet wird, tritt das Zwischenzahnrad 4 außer Eingriff mit dem Filmtransportzahnrad 5 und in Eingriff mit dem Übertragungszahnrad 7a, wobei dieser Vorgang mit Hilfe der mit dem Umschalthebel 11 in Wirkverbindung stehenden Feder 12 ruckfrei durchgeführt wird.

Bei Anbringung der zusätzlichen Energiequelle 16 an der Kamera wird somit die Zeitkonstante des den Zeitgeber 112 bildenden RC-Gliedes entsprechend der Filmtransportgeschwindigkeit automatisch umgeschaltet, so daß durch die bei Verwendung der zusätzlichen Energiequelle 16 eintretende Änderung der Filmtransportgeschwindigkeit Beschädigungen der Filmperforationen am Filmende zuverlässig vermieden werden können.

Obwohl bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel der Filmtransporteinrichtung die Zeitkonstante des Zeitgebers 112 über den die Anbringung der zusätzlichen Energiequelle 16 am Kameragehäuse ermittelnden und über den an der zusätzlichen Energiequelle 16 vorgesehenen konischen Zapfen 16a betätigten Schalter SW4 umgeschaltet wird, kann anstelle dieser Maßnahme die Zeitkonstante des Zeitgebers 112 auch dadurch geändert werden, daß die bei Anbringung der zusätzlichen Energiequelle 16 am Filmtransportmotor M anliegende Spannung festgestellt wird.

Ferner wird gemäß vorstehender Beschreibung der Zeitgeber 112 gleichzeitig mit dem Filmtransportmotor M mit Strom beaufschlagt, jedoch kann die Stromversorgung auch in anderer Weise vorgenommen werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Filmtransporteinrichtung in einer Kamera, mit einem elektrisch betriebenen Filmtransportmotor, welcher von einer ersten Energiequelle und bei erhöhtem Energiebedarf des Filmtransportmotors zusätzlich auch von einer zweiten, wahlweise an den Filmtransportmotor anschließbaren Energiequelle gespeist wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Filmtransporteinrichtung einen Zeitgeber (112) aufweist, welcher zu Beginn eines jeden Bildvorschubs eine Zeitmessung startet und die Stromzuführung zum Filmtransportmotor (M) unterbricht, wenn die Zeitdauer dieses Bildvorschubs eine durch den Zeitgeber (112) vorgegebene Zeitspanne überschreitet, wobei die durch den Zeitgeber (112) vorgegebene Zeitspanne beim Anschließen der zusätzlichen Energiequelle (16) mittels einer Umschalteinrichtung (SW4) um eine fest vorgegebene Zeitdauer vermindert wird.
  2. 2. Filmtransporteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Rückspulen des Films der Filmtransportmotor (M) unabhängig davon, ob die zusätzliche Energiequelle (16) angeschlossen ist oder nicht, mit derselben Drehzahl angetrieben wird.
  3. 3. Filmtransporteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Rückspulen des Films die Energiezufuhr der zusätzlichen Energiequelle (16) zum Filmtransportmotor (M) unterbrochen wird.
  4. 4. Filmtransporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Energiequelle (16) abnehmbar an der Außenseite der Kamera angebracht ist.






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