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Dokumentenidentifikation DE3231474C2 23.02.1989
Titel Schaulochstopfen
Anmelder Plibrico Co GmbH, 4000 Düsseldorf, DE
Erfinder Gedack, Günter, 5671 Witzhelden, DE
DE-Anmeldedatum 25.08.1982
DE-Aktenzeichen 3231474
Offenlegungstag 01.03.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.02.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.02.1989
IPC-Hauptklasse F27D 1/00
IPC-Nebenklasse C10B 45/00   
Zusammenfassung Zur Bildung einer Schaulochöffnung mit einem abnehmbaren Verschluß in einer Industrieofendecke wird ein keramischer Schaulochdeckenstein mit einer kegelförmigen Öffnung in die Ofendecke eingefügt. In die Schaulochöffnung ist ein angepaßter keramischer feuerfester Schaulochstopfen eingelassen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schaulochstopfen zum Verschließen von Schaulochöffnungen in einer Industrieofendecke, insbesondere in einer Heizzugdecke eines Kokskammerofens.

In Industrieöfen sind die in den Decken vorgesehenen Schaulochöffnungen mit von Hand abnehmbaren Gußdeckeln verschlossen. Das Abheben der gußeisernen Deckel erfolgt mit Hilfe einer Hakenstange. Insbesondere Koksofendecken müssen ständig begangen werden. Hierbei sind die gußeisernen Verschlußdeckel der Schaulochöffnungen eine Unfallgefahr.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Unfallgefahr zu beseitigen und gleichzeitig die Wärmeabstrahlung aus den Schaulochöffnungen zu vermindern.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Schaulochstopfen aus einem umgekehrten Kegelstumpf gebildet ist und aus einer hochwertigen keramischen Feuerfestmasse besteht, und daß dem Schaulochstopfen ein Schaulochdeckenstein mit einer dem Schaulochstopfen angepaßten Öffnung zugeordnet ist, wobei der Schaulochdeckenstein in die Ofendecke eingeschlossen ist.

Mit den keramischen Schaulochstopfen innerhalb eines keramischen Schaulochdeckensteines wird die durch die bekannten gußeisernen Verschlußdeckeln bedingte metallische Wärmebrücke verhindert und zum anderen werden Wärmeverluste drastisch reduziert.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Schaulochstopfens wird darin gesehen, daß der Kegelstumpf im oberen Teil mit einem kegelförmigen Kragen mit gegenüber dem Kegelstumpf größerer Neigung versehen ist. Der Kragen übernimmt nicht nur eine tragende Funktion für den Schaulochstopfen, sondern verbessert gleichzeitig die Abdichtung und vermindert damit die Wärmeabstrahlung nochmals um einen wesentlichen Betrag.

Im Bereich der Kopffläche des Schaulochstopfens kann eine kalottenförmige Einsenkung vorgesehen sein, in deren Fußbereich eine metallische Öse in den Schaulochstopfen eingegossen ist. Zweckmäßigerweise besteht die Öse aus einem U-förmig gebogenen Rundstahl, der mit seinen mit Arretierhaken versehenen Schenkeln in die Masse des Schaulochstopfens eingegossen ist. Damit ist eine Vorteilhafte Einrichtung zum Einlegen und Abnehmen des Stopfens geschaffen, ohne daß hierdurch eine Wärmebrücke gebildet wird.

Zur Stabilisierung der Temperaturwechselbeständigkeit und der Stoßfestigkeit ist der keramischen Feuerfestmasse des Schaulochstopfens ein bestimmter Betrag an hochlegierten Stahlnadeln beigemischt. Dieser Betrag, bezogen auf die Gesamtmasse des Schaulochstopfens kann etwa 2,0% betragen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im nachfolgenden näher beschrieben. Es zeigt

Fig. 1 einen Schnitt durch die Ofendecke und

Fig. 2 eine Draufsicht auf die Schaulochöffnung mit dem Schaulochstopfen.

In einer aus Deckensteine 2 gebildeten Ofendecke 1 sind an einer oder mehreren Stellen Schaulochdeckensteine 3 eingefügt, die Schaulochöffnungen 4 aufweisen. Die Öffnung 4 besteht aus einem flacher geneigten Trichter 5 und einem darüber angeordneten stärker geneigten Trichter 6. In diese Öffnung 4 ist ein dieser Öffnung angepaßter Schaulochstopfen 7 eingelassen. Dieser besteht aus einem umgekehrten Kegelstumpf 8 und einem darüber angeordneten Kragen 9, wobei der Kegelstumpf 8 dem Trichter 5 und der Kragen 9 dem Trichter 6 angepaßt sind. Fernerhin ist im Bereich der Kopffläche 15 des Schaulochstopfens 7 eine kalottenförmige Einsenkung 10vorgesehen, in deren Fußbereich eine metallische Öse 11 mit dem Schaulochstopfen 7 verbunden ist. Die Öse 11 besteht aus einem U-förmig gebogenen Rundstahl 12, dessen Schenkeln mit Arretierhaken 13 und 14 versehen sind. Die Schenkeln der Öse 11 sind soweit in den Schaulochstopfen 7 eingegossen, daß die Öse 11 nicht die Kopffläche 15 überragt und zum anderen einen derartigen Abstand zum Fuß der Einsenkung 10 aufweist, daß nicht dargestellte Hakenstangen den freien Teil der Öse 11 zum Abnehmen oder Einführen des Stopfens umfassen können.

Bezugszeichenliste

1 Ofendecke

2 Deckensteine

3 Schaulochdeckenstein

4 Schaulochöffnung

5 unterer Trichter

6 oberer Trichter

7 Schaulochstopfen

8 unterer Kegelstumpf

9 oberer Kragen

10 kalottenförmige Einsenkung

11 metallische Öse

12 U-förmig gebogener Rundstahl

13 Arretierhaken

14 Arretierhaken

15 Kopffläche des Schaulochstopfens


Anspruch[de]
  1. 1. Schaulochstopfen zum Verschließen von Schaulochöffnungen in einer Industrieofendecke, insbesondere in einer Heizzugdecke eines Kokskammerofens, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaulochstopfen (7) aus einem umgekehrten Kegelstumpf (8) gebildet ist und aus einer hochwertigen keramischen Feuerfestmasse besteht, und daß dem Schaulochstopfen (7) ein Schaulochdeckenstein (2) mit einer dem Schaulochstopfen (7) angepaßten Öffnung (4) zugeordnet ist, wobei der Schauchlochdeckenstein (3) in die Ofendecke (1) eingeschlossen ist.
  2. 2. Schaulochstopfen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kegelstumpf (8) des Schaulochstopfens (7) im oberen Teil mit einem kegelförmigen Kragen (9) mit gegenüber dem Kegelstumpf (8) größerer Neigung versehen ist.
  3. 3. Schaulochstopfen nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Kopffläche (15) des Schaulochstopfens (7) eine kalottenförmige Einsenkung (10) vorgesehen ist, in deren Bereich eine metallische Öse (11) in den Schaulochstopfen (7) eingegossen ist.
  4. 4. Schaulochstopfen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Öse (11) aus einem U-förmig gebogenen Rundstahl (12) besteht, der mit seinen mit Arretierhaken (13, 14) versehenen Schenkeln in den Schaulochstopfen (7) eingegossen ist.
  5. 5. Schaulochstopfen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der keramischen Feuerfestmasse des Schaulochstopfens (7) hochlegierte Stahlnadeln beigemischt ist.
  6. 6. Schaulochstopfen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge der Stahlnadeln bezogen auf die Gesamtmasse des Schaulochstopfens (7) etwa 2,0% beträgt.






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