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Dokumentenidentifikation DE3330614C2 23.02.1989
Titel Vorrichtung zum Prüfen des Durchströmungswiderstandes von Filtern
Anmelder Drägerwerk AG, 2400 Lübeck, DE
Erfinder Waschmann, Michael, Dr.;
Dechert, Klaus, 2400 Lübeck, DE
DE-Anmeldedatum 25.08.1983
DE-Aktenzeichen 3330614
Offenlegungstag 07.03.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.02.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.02.1989
IPC-Hauptklasse B01D 35/14
IPC-Nebenklasse A62B 23/02   A61M 16/00   
Zusammenfassung Filter zum Reinigen der Luft finden Verwendung in den Atemschutzgeräten und medizinischen Beatmungsgeräten, um vor Verstaubung und bakterieller Kontamination zu schützen. Ihr Durchströmungswiderstand wird mit fortschreitender Beladung höher; das Filter muß ausgetauscht oder gereinigt werden. Eine Vorrichtung zur Überwachung des Durchflußwiderstandes muß, leicht hantierbar, zur Verfügung stehen. Sie besteht aus einer Druckleitung, die an eine Prüfgasversorgung anschließbar ist und an die das zu prüfende Filter angesetzt wird. In Form eines T-Stückes ist an diese Druckleitung ein Flowmesser mit einem Schwebekörper und Abfluß der Strömungsluft nach außen angeschlossen. Eine Drossel in der Druckleitung zwischen Zuluftanschluß und Flowmesser bestimmt die Prüfgasmenge. Eine Durchflußeinstellschraube vor dem Filteranschluß teilt den Prüfgasstrom in Teilströme durch das Filter und den Flowmesser auf. Nach der Einstellung des geringsten Flowmesserteilstromes wird das zu prüfende Filter angeschlossen. Der sich durch den zusätzlichen Filterwiderstand einstellende Flowmesserteilstrom ist erhöht. Sein Differenzmaß, ablesbar am Schwebekörper, ist der erhöhte Filterwiderstand.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Prüfen des Durchströmungswiderstandes von Filtern mit einer Druckleitung, in die zwischen Anschlüssen für ein Prüfgas und dem zu prüfenden Filter in der Reihenfolge der Durchströmung eine Drossel eingebaut und ein Druckmesser angeschlossen sind.

Filter zum Reinigen der Luft finden Verwendung in den Atemschutzgeräten zum Schutze der Gerätebenutzer in einer kontaminierten Umgebung und auch in medizinischen Beatmungsgeräten, wie z. B. in Narkosebeatmungsgeräten, um den Patienten oder das Gerät vor bakterieller Kontamination zu schützen. Diese Filter werden im allgemeinen mit fortschreitender Beladung dichter; dieses macht sich in einem erhöhten Durchströmungswiderstand bemerkbar. Bei unzumutbar hohem Widerstand muß das Filter ausgewechselt oder gereinigt werden; die Einhaltung des maximal zulässigen Widerstandes muß daher überwacht werden.

Bei einem durch die DE-PS 8 49 802 bekannten Meßgerät, insbesondere zum Messen des Atemwiderstandes von Atemschutzfiltern, ist die Druckseite eines Luftförderers über ein Umschaltventil und einen Luftmengenmesser mit einem Anschluß für das Atemschutzfilter verbunden. Zwischen dem Luftmengenmesser und dem Anschluß für das Atemschutzfilter ist mit einem Abzweig ein Druckmesser als Widerstandsmesser angeschlossen. Im Betrieb wird mit dem Umschaltventil ein einstellbarer Teil des vom Luftförderer geförderten Luftstromes über den Luftmengenmesser und das zu prüfende Filter in die Umgebung geführt, während der restliche Luftstrom am Umschaltventil unmittelbar in die Umgebung entweicht. Bei dem nach dem Luftmengenmesser eingestellten Luftdurchsatz kann dann am Widerstandsmesser der Widerstand des Atemschutzfilters abgelesen werden.

Durch die Verwendung zweier Meßgeräte wie des Luftmengenmessers und des Widerstandsmessers ergibt sich ein hoher Aufwand, der Widerstandsmesser für die geringen Drücke ist störempfindlich, die Bedienung mit Ventileinstellung und Ablesung zweier Anzeigen ist kompliziert.

Eine weitere durch die DE-PS 7 10 041 bekannte Vorrichtung zum Prüfen des Atemwiderstandes von Atemschutzfiltern besitzt ein Druckluftzuführungsrohr, an dessen Ende das zu prüfende Filter angeschlossen wird. Stromaufwärts des Filters ist in dem Rohr eine Drosselscheibe eingebaut. Zur Bestimmung der Meßluftmenge ist an den Raum stromaufwärts der Drosselscheibe eine akustische Druckanzeigevorrichtung angeschlossen, die ein Schallsignal abgibt, wenn der richtige Betriebsdruck der Vorrichtung vorhanden ist. In diesem Zustand fließt der gewünschte Luftstrom durch die Drosselscheibe und damit anschließend dann auch durch das zu prüfende Filter.

An dem Raum zwischen Drosselscheibe und Filter ist ein Druckmesser angeschlossen. Die bei der Messung auftretende Druckanzeige ist der Durchströmungswiderstand des Filters.

Mechanische Druckmesser für die festzustellenden geringen Drücke sind teure und empfindliche Geräte, Druckmesser mit Flüssigkeitssäulen sind störempfindlich und umständlich in der Handhabung. Die Messung verlangt ebenfalls die Beobachtung zweier Meßwerte, des Druckes und des akustischen Zeichens.

Die Prüfvorrichtung gemäß der DE-PS 6 78 348 hat diesen Nachteil zwar nicht. Das abzulesende Meßgerät benötigt aber eine Zu- und eine Ableitung, was zu einer aufwendigen Bauweise führt.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum Prüfen des Durchströmungswiderstandes von Filtern in einfacher Bauweise bei leichter und sicherer Handhabung zu schaffen. Sie muß an Ort und Stelle zur Verfügung stehen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Druckmesser als ein Durchflußmesser mit einem Schwebekörper und einem Abfluß nach außen ausgebildet ist und die Druckleitung vor dem Filteranschluß eine Durchflußeinstellschraube enthält. In weiterer Ausbildung enthält der Durchlußmesser entsprechend dem Weg des Schwebekörpers Farbbereiche A-B-C.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß nach der Einstellung des Durchflusses am Durchflußmesser zur Prüfung des Filterwiderstandes nur noch der Schwebekörper beobachtet werden muß.

Seine Schwebehöhe zeigt in direktem Schluß den Filterwiderstand und damit dessen Verwendungszustand. Die Farbbereiche des Flowmessers lassen diesen direkt ablesen. Während der Messung genügt nur die Anzeige des Durchflußmessers. Fehler, die sich aus Schlüssen aus einer Strömungsmengen- und dann Widerstandsanzeige ergeben, sind bei der Vorrichtung nach der Erfindung nicht möglich.

In weiterer einfacher Ausbildung, die die grundsätzlich vorteilhafte einfache Gestaltung unterstreicht, kann der Drossel ein Sieb nachgeschaltet und der Anschluß zum Prüfgas als Stecker ausgebildet sein.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden beschrieben.

Es handelt sich hier um eine Vorrichtung zum Prüfen des Durchströmungswiderstandes von Bakterienfiltern, wie sie in dem inspiratorischen und/oder exspiratorischen Zweig von Narkosebeatmungsgeräten eingebaut sind. Die Versorgung mit Prüfgas erfolgt aus der Luft- oder O2-Entnahmesteckdose einer zentralen Versorgungsanlage (ZV).

Das Gehäuse 1 ist in T-Form eine Druckleitung 2 mit einem als Stecker 3 ausgebildeten Anschluß für den Zufluß des Prüfgases und dessen Abfluß über den Filteranschluß 4. An diese Druckleitung 2 ist ein Druckmesser in der Form eines Durchflußmessers 5 mit einem Schwebekörper 6 und einem Abfluß nach außen angeschlossen. Durch diesen fließt das ihm zugeleitete Prüfgas nach außen in die Umgebung ab. Eine Drossel 7 vor dem Anschluß des Durchflußmessers 5 bestimmt den Volumenstrom des Prüfgases. Zur Strömungsberuhigung hinter der Drossel 7 dient ein Sieb 8. Eine Durchflußeinstellschraube 9 vor dem Filter 4 teilt die durchfließende Prüfgasmenge in Teilströme durch den Filteranschluß 4 und den Durchflußmesser 5 auf. Sie wird derart eingestellt, daß der Durchflußmesser 5 eine minimale Menge durchströmen läßt. Zur Messung wird dann das zu prüfende Filter auf den Filteranschluß 4 aufgesteckt. Sein Durchströmungswiderstand verändert die Teilströme im Gerät. Der höhere Druck in der Druckleitung 2 führt zu einem größeren Abfluß von Prüfgas durch den Durchflußmesser 5 und damit zum Anheben des Schwebekörpers 6.

Die Bereiche A grün = gut B gelb = noch verwendbar C rot = nicht verwendbar


am Durchflußmesser 5 zeigen den Zustand des zu prüfenden Filters. Die transparente Kappe 10 dient zur Abdeckung des Durchflußmessers 5 und als oberer Anschlag für den Schwebekörper 6.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Prüfen des Durchströmungswiderstandes von Filtern mit einer Druckleitung, in die zwischen Anschlüssen für ein Prüfgas und dem zu prüfenden Filter in der Reihenfolge der Durchströmung eine Drossel eingebaut und ein Druckmesser angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckmesser als ein Durchflußmesser (5) mit einem Schwebekörper (6) und einem Abfluß nach außen ausgebildet ist, und daß die Druckleitung (2) vor dem Filteranschluß (4) eine Durchflußeinstellschraube (9) enthält.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchflußmesser (5) entsprechend dem Weg des Schwebekörpers (6) Farbbereiche (A; B; C;) enthält.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sieb (8) der Drossel (7) nachgeschaltet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß zum Prüfgas als Stecker (3) ausgebildet ist.






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