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Dokumentenidentifikation DE3808554C1 23.02.1989
Titel Vorrichtung zum Zeichnen von Kreisabschnitten mit unterschiedlichen Radien
Anmelder Morbach, Wolfgang, 5550 Graach, DE
Erfinder Morbach, Wolfgang, 5550 Graach, DE
Vertreter Schönherr, W., Dipl.-Forstwirt; Serwe, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 5500 Trier
DE-Anmeldedatum 15.03.1988
DE-Aktenzeichen 3808554
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.02.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.02.1989
IPC-Hauptklasse B43L 9/00
IPC-Nebenklasse B43L 11/04   
Zusammenfassung Vorrichtung zum Zeichnen von Kreisabschnitten mit unterschiedlichen Radien. Bei einem bekannten Stangenzirkel ist die Schreibschablone an einem Schlitten gehalten, der auf dem Arm des Stangenzirkels verschiebbar geführt ist, wobei der Arm um eine Zirkelspitze schwenkbar ist. Die neue Vorrichtung soll es ermöglichen, eine Vorrichtung zum Zeichnen von Kreisabschnitten mit unterschiedlichen Radien einfach herzustellen, sicher zu handhaben und vielseitig einsetzen zu können. Bei der Vorrichtung zum Zeichnen von Kreisabschnitten mit unterschiedlichen Radien sind zwei stangenförmige Arme (1, 2) jeweils an einem ihrer Enden schwenkbar miteinander verbunden, wobei eine Zirkelspitze (3) in Verlängerung der Schwenkachse angeordnet ist, eine weitere Zirkelspitze (8) an einem auf dem einen Arm (1) längs verschiebbaren Schlitten gehalten ist und eine Schreibschablone (12) an einem auf dem anderen Arm (2) verschiebbaren Schlitten gehalten ist. Die Vorrichtung ermöglicht, Kreisabschnitte mit unterschiedlichen Radien schnell und sicher zu zeichnen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zeichnen von Kreisabschnitten mit unterschiedlichen Radien.

Es ist bekannt, zum Aufreißen ovaler Flächen oder ovaler Rahmen einen Ellipsenzirkel zu verwenden, der aus einem Achsenkreuz mit zwei Schlitten und einer Führungsschiene besteht. Die beiden Schlitten laufen in Nuten des Achsenkreuzes, wobei die Führungsschiene mit Flügelschrauben auf den zugeordneten Schlitten festgehalten ist.

Eine solche Vorrichtung, wie sie in Holzbearbeitungsbetrieben benutzt wird, hat jedoch den Nachteil, daß die Größe des Achsenkreuzes die Verwendungsmöglichkeit beschränkt und daß keine genaue Strichführung gewährleistet ist, wenn ein Klemmen des Gerätes ausgeschlossen werden soll.

Es ist ferner ein Stangenzirkel bekannt (De-GM 77 27 266), bei dem die Schreibschablone, die ein Loch zum Durchstecken eines Schreibstiftes aufweist, an einem Schlitten gehalten ist, der auf dem Arm des Stangenzirkels verschiebbar geführt ist, während der Arm um eine Zirkelspitze schwenkbar ist. Auch ist es bei Stangenzirkeln allgemein bekannt, daß der Schlitten für die Zirkelspitze bzw. den Schreibstift auf dem Arm arretiert werden kann.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum Zeichnen von Kreisabschnitten mit unterschiedlichen Radien zu schaffen, die einfach in der Herstellung, sicher in der Handhabung und vielseitig einsetzbar ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Vorrichtung durch zwei stangenförmige Arme gekennzeichnet, die jeweils an einem ihrer Enden schwenkbar miteinander verbunden sind, wobei eine Zirkelspitze in Verlängerung der Schwenkachse angeordnet ist, durch eine weitere Zirkelspitze, die an einem auf dem einen Arm längs verschiebbaren Schlitten gehalten ist, und durch eine Schreibschablone, die an einem auf dem anderen Arm verschiebbaren Schlitten gehalten ist.

Vorteilhaft sind der Schlitten für die Zirkelspitze und der Schlitten für die Schreibschablone auf den zugeordneten Armen arretierbar angeordnet. Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist die Schreibschablone abnehmbar an dem zugeordneten Schlitten angeordnet und weist mehrere Löcher zum wahlweisen Durchstecken eines Schreibstiftes auf.

Das Verbindungsgelenk der beiden Arme weist vorteilhaft eine Rastvorrichtung auf, die die Arme unter Federdruck in gleichliniger Stellung hält.

Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielhaft dargestellt. Es zeigt

Fig. 1 eine Vorrichtung zum Zeichnen von Kreisabschnitten mit unterschiedlichen Radien in Seitenansicht,

Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 in Draufsicht,

Fig. 3 einen Schlitten mit Schreibschablone im Querschnitt,

Fig. 4 die Vorrichtung mit in Verlängerung der Schwenkachse angeordneter Zirkelspitze im Schnitt,

Fig. 5 einen längsverschiebbaren Schlitten mit Zirkelspitze im Schnitt,

Fig. 6 eine ellipsenartige Linienführung mit den Einstichpunkten der Vorrichtung nach den Fig. 1 und 2.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus zwei stangenförmigen Armen (1 und 2), die an einem ihrer Enden derart gelenkig miteinander verbunden sind, daß sie in eine Winkelstellung geschwenkt werden können.

In Verlängerung der Schwenkachse ist eine Zirkelspitze (3) angeordnet, die die beiden Enden (4 und 5) der Arme (1 und 2) durchragt. Die Zirkelspitze (3) hat einen Haltekopf (6).

Auf dem Arm (1) ist ein Schlitten (7) längsverschiebbar angeordnet. Im Schlitten (7) ist eine Zirkelspitze (8) befestigt. Ferner ist im Schlitten (7) eine Arretierschraube (9) angeordnet, die, wie besonders Fig. 5 erkennen läßt, ein Feststellen des Schlittens (7) auf dem Arm (1) ermöglicht.

Auf dem Arm (2) ist ein Schlitten (10) ebenfalls längsverschiebbar angeordnet, der durch eine Arretierschraube (11) feststellbar ist. Der Schlitten (10) hält eine Schreibschablone (12), die mittels zweier Schrauben (13 und 14) am Schlitten (10) lösbar angeordnet ist. In der Schreibschablone (12) sind ein oder mehrere Löcher (15) zum wahlweisen Durchstecken eines Schreibstiftes angeordnet.

Das gelenkig verbundene Ende des Armes (1) sitzt in einer Halterung (16). In dieser Halterung (16) befindet sich ferner eine unter Druck einer Feder (17) stehende Kugel (18), die bei geradliniger Stellung der beiden Arme (1 und 2) in eine entsprechende Ausnehmung (19) am Ende der Halterung (20) für den Arm (2) eingreift.

Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in Fig. 6 beispielsweise zu erkennen.

Soll mit der Vorrichtung eine Linienführung gezeichnet werden, die aus einem Bogenabschnitt mit einem Radius R1, anschließend einem Bogenabschnitt mit dem Radius R2 und daran folgend wieder einem Bogenabschnitt mit dem Radius R1 besteht, so wird die Vorrichtung zunächst derart eingestellt, daß der Schlitten (7) mit der Zirkelspitze (8) von der Schwenkachse eine solche Entfernung hat, wie sie dem Abstand M-M1 entspricht.

Dann wird der Schlitten (10) mit der Schreibschablone (12) derart verschoben, daß der Abstand zwischen der Schwenkachse und dem Schreibloch (15) der Strecke M1-A entspricht. Wird nun die Vorrichtung derart aufgesetzt, daß die Zirkelspitze (3) in M1 eingesetzt wird, läßt sich der Arm (2) von A nach B mit dem Radius R1 schwenken. Sobald die Arme (1 und 2) geradlinig verlaufen, also der Punkt B erreicht ist, wird die Zirkelspitze (3) angehoben, so daß nunmehr durch Schwenken der gesamten Vorrichtung ein Kreisbogen mit dem Durchmesser R2 gezogen werden kann, wobei dieser Kreisbogen um die bei M eingesetzte Zirkelspitze (8) geschlagen wird. Sobald C erreicht ist, übernimmt wiederum die Zirkelspitze (3), die bei M2 eingesetzt wird, die Haltefunktion und der Kreisbogen mit dem Radius R1 läßt sich durch Schwenken des Armes (2) bis D erreichen.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Zeichnen von Kreisabschnitten mit unterschiedlichen Radien, gekennzeichnet durch zwei stangenförmige Arme (1, 2), die jeweils an einem ihrer Enden schwenkbar miteinander verbunden sind, wobei eine Zirkelspitze (3) in Verlängerung der Schwenkachse angeordnet ist, durch eine weitere Zirkelspitze (8), die an einem auf dem einen Arm (1) längsverschiebbaren Schlitten (7) gehalten ist, und durch eine Schreibschablone (12), die an einem auf dem anderen Arm (2) verschiebbaren Schlitten (10) gehalten ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (7) für die Zirkelspitze (8) und der Schlitten (10) für die Schreibschablone (12) auf den zugeordneten Armen (1 bzw. 2) arretierbar angeordnet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schreibschablone (12) abnehmbar an dem zugeordneten Schlitten (10) angeordnet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schreibschablone (12) mehrere Löcher (15) zum wahlweisen Durchstecken eines Schreibstiftes aufweist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsgelenk der beiden Arme (1, 2) eine Rastvorrichtung (17, 18, 19) aufweist, die die Arme unter Federdruck in gleichliniger Stellung hält.






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