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Dokumentenidentifikation DE3727895A1 02.03.1989
Titel Lineal, insbesondere Parallellineal mit höhenverstellbarem Fahrwerk
Anmelder Kellermann, Bernhard Clemens, 4500 Osnabrück, DE
Erfinder Kellermann, Bernhard Clemens, 4500 Osnabrück, DE
DE-Anmeldedatum 21.08.1987
DE-Aktenzeichen 3727895
Offenlegungstag 02.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.03.1989
IPC-Hauptklasse B43L 7/04
IPC additional class // B43L 13/02  
Zusammenfassung ie Erfindung betrifft ein Fahrwerk für ein Parallellineal mit einem Parallelsteuerungssystem, welches eine Schnur aufweist, die über vier Punkte verläuft und sich selbst im Mittelbereich des Lineals diagonal kreuzt. Das erfindungsgemäße Lineal besteht aus drei Teilen, einem Linealkörper, einer Griff- und Aussteifungsleiste, und einem Fahrwerk. Das Fahrwerk ist durch eine Schraubverbindung höhenverstellbar, seitenverschiebbar und drehbar auf dem Linealstab befestigt und nimmt die Seilführungsrollen und die Laufräder in einer Metallkonstruktion auf. Die Zeichenschiene wird durch diese Art des Fahrwerks besonders leichtläufig und bleibt durch die Drehbarkeit und Seitenverschiebbarkeit in jeder Stellung immer 100%ig parallel. Darüber hinaus ist das Fahrwerk auf eine beliebige Pfeilhöhe einstellbar, womit das Hängenbleiben an der Zeichnung vermieden wird. Durch die beliebige Länge und durch den einstellbaren Abstand zur Zeichenunterlage wird eine erfindungsgemäße Zeichenschiene zum idealen Instrument bei graphischen Arbeiten (Architekturzeichnungen etc.).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein höhenverstellbares Fahrwerk für ein Lineal, insbesondere Parallellineal mit einem Parallelsteuerungssystem, welches eine Schnur aufweist, die über vier Punkte verläuft, sich selbst im Mittelbereich des Lineals diagonal kreuzt und in den beiden Enden des Lineals in Seilrollen geführt wird, die ihrerseits in das Fahrwerk integriert sind.

Fundstellen: Patentoffenlegungsschrift 19 03 847 Int. Cl B43 L 7/00, DGBM 73 41 811 Int. Cl B43 L 7/02, Patentoffenlegungsschrift DE 32 04 224 A1 B43 L 7/00, US-Patent 34 25 128.

Die bekannten Reißschienen bestehen aus einem flachen Linealstab aus Holz, Metall, Kunststoff oder Kunstglas mit parallelen Längskanten, die als Zeichenkanten dienen. Diese Ausführungsvarianten beinhalten immer den Nachteil, daß das Lineal auf dem Zeichentisch aufliegt. Dies führt sowohl zu einem gewissen Reibungs- und Saugwiderstand, als auch zu einem möglichen Hängenbleiben oder Beschädigen des Zeichenpapiers. Mit diesen Problemen beschäftigen sich die beiden Erfindungen: DE 32 04 224 A1 US-PS 34 25 128.

Bei diesen Lösungen liegen die jeweiligen Enden des Lineals auf dem Tisch auf, während nur der mittlere Teil durch eine Art Vorspannung, die auf dem Lineal montiert ist, angehoben wird. Für beide Systeme werden aufwendige Plexiglasformen benötigt, um eine beliebige Pfeilhöhe einstellen zu können, ohne daß diese auf der gesamten Länge des Lineals zum Tragen kommen kann. Eine andere Lösung schlägt vor, eine bestimmte Anzahl von kleinen Kugeln auf der Unterseite des Lineals anzubringen, wobei die technische Ausführung nicht höhenverstellbar werden kann. Ein Verstellen des Lineals in einen zur Zeichentischvorderkante spitzen Winkel führt, bedingt durch unterschiedlich verkürzten Abstand der Seilumlenkpunkte am Tisch und auf dem Lineal, zu einem gewissen Drehmoment auf der der Tischkante nähergelegenen Seite, und somit auch zu einer geringen Ungenauigkeit während des Zeichnens.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Lineal, insbesondere ein Parallellineal mit Schnursteuerung, so auszubilden, daß es auf einfache Weise auf eine dem jeweiligen Zeicheninstrument angepaßte Pfeilhöhe gebracht werden kann. Desweiteren soll das Lineal mit einem Fahrwerk ausgestattet sein, daß alle beweglichen Teile aufnimmt, um die unten im Text beschriebenen Vorteile zu erzielen. Die Lösung dieser Aufgabe sollte auf alle einfachen Reißschienen nachrüstbar sein.

Zur Lösung dieser Aufgabe wurde ein erfindungsgemäßes Lineal so ausgeführt, daß eine Trennung zwischen dem Linealstab (6) und den Seilführungsrollen (2) mittels eines Metallkörpers (7, 8) gewählt wurde, der gleichzeitig auch die Laufräder (1) aufnimmt und in der Mittelquerachse (3) des Lineals (6) auf beiden Seiten durch eine Schraubverbindung (9) sowohl drehbar (4) und seitenverschiebbar (18), als auch höhenverstellbar (12) befestigt ist. Das Lineal wird außerdem durch zwei Aluminiumschienen (5) verstärkt, die einerseits ein Durchhängen in Längsrichtung verhindern und andererseits einer besseren Handhabung dienen. Die Einzelteile bestehen einerseits aus industriellen Normteilen, um eine preiswerte Herstellung zu gewährleisten, andererseits lassen sie ein unkompliziertes Nachrüsten auf prinzipiell alle einfachen Reißschienen, wie sie in der Patentoffenlegungsschrift 19 03 847 beschrieben werden, zu. Erzielbare Vorteile 1) Fahrwerk drehbar (4) und seitenverschiebbar (18):

Eine zweckgerechte Spannung des Seiles (10) bewirkt eine senkrechte (gradliniger Seilverlauf) Ausrichtung des Fahrwerks zur Tischkante (17), wodurch auch bei Schrägstellung des Lineals in einen beliebigen Winkel ein Schrägwandern verhindert wird. Die Seitenverschiebbarkeit (18) sorgt dafür, daß kein unterschiedlicher Achsabstand in den Seilführungspunkten zu einem Drehmoment führen kann, und gewährleistet somit eine 100%ige Parallelität in jeder Stellung. (Fig. 4, 6)

2) Fahrwerk höhenverstellbar (12):

In Verbindung mit den über das ganze Lineal (6) verlaufenden Metall- oder Kunststoffprofilen (5) (zweckmäßigerweise ein geschraubtes Aluminium U-Profil) ist es möglich, das Lineal auf der gesamten Länge durch die Schraubverbindung (9), auf eine beliebige und direkt einstellbare Pfeilhöhe (12) zu bringen. (Fig. 2)

3) Laufräder (1):

Durch die Laufräder (1) (z. B. Gummi) wird im angehobenen Zustand eine besonders leichtläufige Zeichenschiene ohne Gegengewichte erzeugt. (Fig. 2)

4) Automatisches Absenken (13):

Durch das Handgewicht kann die Reißschiene (6) auf der gesamten Länge zum präzisen Zeichnen auf das Papier heruntergedrückt werden, wobei eine innerhalb des Fahrwerks angeordnete Feder (13) zusammengedrückt wird, die nach dem Zeichenvorgang die Reißschiene wieder anhebt. Hierdurch wird ein Beschädigen oder Verschmutzen der Zeichnung und vor allem das besonders lästige Hängenbleiben an Klebestreifen verhindert. (Fig. 3)

5) Handhabung

Die zur Versteifung notwendigen Profile (5) lassen sich für weitere Zeichengeräte als Anschlag nutzen und führen zu einer bequemeren Handhabung, da zum Verschieben des Lineals nicht nur die Fingerspitzen benutzt werden können. (Fig. 5)

6) Haltbarkeit

Eine erfindungsgemäße Ausführung eines Parallellineals beinhaltet die Vorteile, daß durch die Verwendung von Metallteilen eine hohe Haltbarkeit und Bruchsicherheit erreicht wird. Der Regelabstand von 2 mm zwischen Plexiglasunterkante und Tischoberkante (16) verhindert ein vorzeitiges Mattwerden. (Fig. 2)

7) Montage

Die Reißschiene läßt sich durch die einfache Abnehmbarkeit des gesamten Fahrwerks besonders schnell demontieren. (Fig. 6)

8) Feststellung

Zur Feststellung der Reißschiene befindet sich auf einer Seite eine Zangenkonstruktion (14), die das Seil (10) bei Bedarf festhält. Unterhalb der Reißschiene können Gummistreifen (15) angebracht werden, die im abgesenkten Zustand des Lineals ein Verschieben verhindern. (Fig. 1)

9) Bei der erfindungsgemäßen Ausführung kann auf kugelgelagerte Seilrollen (2) verzichtet werden, da die Reibwiderstände insgesamt schon sehr klein geworden sind. Hierdurch wird es möglich die gleichen Herstellungskosten zu erreichen, wie bei anderen Reißschienenvarianten. (Fig. 1)

10) Durch die Ausführungsvariante (Fig. 9, 10) ist es möglich, beliebig lange Reißschienen herzustellen, ohne daß die Saug- und Reibwiderstände zu groß werden.

Dazu vier Blatt Zeichnungen:

Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf das Fahrwerk an einem Ende des Linealsystems, sowie die Metallschienen, die das Durchhängen verhindern.

Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch das Fahrwerk in Querrichtung.

Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch das Fahrwerk in Längsrichtung.

Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf das Lineal ohne Fahrwerk.

Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch die Linealmitte.

Fig. 6 zeigt eine Draufsicht (im verkleinerten Maßstab) auf das auf den Tisch montierte Lineal.

Fig. 7 zeigt eine Draufsicht (im verkleinerten Maßstab) auf ein Lineal mit beidseitiger Ausfräsung am Ende des Linealstabs (6) für die Laufräder. (Variante nach Anspruch 3)

Fig. 8 zeigt eine Draufsicht (im verkleinerten Maßstab) auf ein Lineal (6) mit einer zusätzlichen Metallkonstruktion (8). (Variante nach Anspruch 4)

Fig. 9 zeigt eine Draufsicht (im verkleinerten Maßstab) auf ein Lineal (6), bei dem die Laufräder in zusätzlichen Bohrlöchern laufen. (Variante nach Anspruch 5)

Fig. 10 zeigt eine Draufsicht (im verkleinerten Maßstab) auf die Linealmitte, bei dem ein zusätzliches Fahrwerk ohne Seilrollen (2) montiert ist. (Variante nach Anspruch 7)

Fig. 11 zeigt eine Draufsicht (im verkleinerten Maßstab) auf eine einseitig geführte Magnetwinkelreißschiene, die mit einem zusätzlichen Fahrwerk (ohne Seilrollen) und zusätzlichen Griffleisten nachgerüstet ist.

Fig. 12 zeigt eine Isometrie eines Linealendes mit der Fahrwerksvariante nach Anspruch 5 (Fig. 9).

Fig. 13 zeigt eine Isometrie eines Linealendes mit der Fahrwerksvariante nach Anspruch 1 (Fig. 1-6). Dient als Zeichnung für Zusammenfassung.

Nummerverzeichnis

1 Laufräder

2 Seilführungsrollen

3 Mittelquerachse

4 Drehpunkt

5 Griffleiste

6 Linealstab

7 U-Profil Alu.

8 Flachleiste Mess.

9 Schraubverbindung

10 Seil

11 Vernietung

12 Pfeilhöhe

13 Feder

14 Zangenkonstruktion

15 Gummistreifen

16 Tisch Oberkante

17 Tisch Vorderkante

18 Langloch

19 Befestigung Seilrollen

20 Messingachse Seilrollen

21 Messinghülse Mittelachse

22 Zeichenkanten

23 Führungsschiene

24 Winkelreißschiene


Anspruch[de]
  1. 1. Lineal, insbesondere Parallellineal, mit einem Parallelsteuerungssystem, welches eine Schnur (10) ausweist, die über vier Punkte A,B,C,D verläuft und sich selbst im Mittelbereich des Lineals diagonal kreuzt, dadurch gekennzeichnet, daß das Lineal aus 3 Teilen, einem Linealkörper (6), einer Versteifungs- und Griffleiste (5) und einem Fahrwerkskörper (7, 8), dadurch gekennzeichnet, daß es die Seilführungsrollen (2), die Laufrollen (1), die Absenkvorrichtung (3, 9, 13) und die Richtungskorrektur (4, 18) aufnimmt, besteht. (Fig. 1-6)
  2. 2. Lineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrwerkskörper (7, 8) genau so lang ist, daß die Laufräder (1) vor und hinter der Zeichenschiene (6) auf dem Tisch laufen können, und bei Schrägstellung des Fahrwerks noch nicht die Zeichenkanten (22) des Lineals (6) berühren. (Fig. 1-6)
  3. 3. Lineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrwerkskörper (7, 8) in einer kürzeren Ausführungsvariante mittels einer beidseitigen Ausfräsung der Zeichenkanten (22) im Linealstab (6) für die Laufräder (1) innerhalb der Linealbreite läuft.
  4. 4. Lineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrwerkskörper (7, 8) in einer kürzeren Ausführungsvariante mittels einer zusätzlichen Metallkonstruktion über das Ende des Lineals (6) hinausragt und das Lineal somit in der gesamten Länge zum Zeichnen zur Verfügung steht. (Fig. 8)
  5. 5. Lineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrwerkskörper (7, 8) in einer kürzeren Ausführungsvariante nicht über die Zeichenkanten (22) des Linealkörpers (6) hinausragt, wobei die Laufräder (1) mittels Bohrlöchern innerhalb des Linealkörpers (6) laufen. (Fig. 9)
  6. 6. Lineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seilumlenkrollen (2) übereinander angeordnet sind, und die gemeinsame Achse sich in der Absenkvorrichtung (3, 9) befindet. (Fig. 9)
  7. 7. Lineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zusätzliches Fahrwerk ohne Seilrollen in einer kürzeren Ausführungsvariante mittels Bohrlöchern in der Linealmitte angebracht wird und die Zeichenkanten nicht für die Laufräder unterbrochen werden müssen. (für Längen über 1,50 m) (Fig. 10)






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