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Dokumentenidentifikation DE3733306C1 02.03.1989
Titel Rückspülfilter
Anmelder Judo Wasseraufbereitung GmbH, 7057 Winnenden, DE
Erfinder Schuler, Hansjörg, Dipl.-Ing., 7150 Backnang, DE
Vertreter Kohler, R., Dipl.-Phys.; Schwindling, H., Dipl.-Phys.; Rüdel, D., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., Pat.-Anwälte, 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 02.10.1987
DE-Aktenzeichen 3733306
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.03.1989
IPC-Hauptklasse B01D 35/14
IPC-Nebenklasse B01D 35/22   
Zusammenfassung Bei einem Rückspülfilter ist in einem Gehäuse, das ein zylindrisches Schauglas (2) aufweist, ein Filtereinsatz drehbar gelagert, an dessen Außenseite eine sich parallel zu seiner Achse erstreckende Rückspülrinne (17) angrenzt. Die Oberfläche des Filtereinsatzes läßt sich durch Drehen des Filtereinsatzes mittels eines Handrades (10) an der Rückspülrinne (17) vorbeiführen. Das Schauglas (2) soll es ermöglichen, den Zustand des Filtereinsatzes zu beobachten. Es zeigt sich jedoch, daß ein solches Schauglas durch Beschlagen oder Bewachsen sehr schnell undurchsichtig wird. Nach der Erfindung ist an dem drehbaren Filtereinsatz ein Scheibenwischer (21) befestigt, der beim Rückspülen durch Drehen des Filtereinsatzes über das zylindrische Schauglas (2) hinweggeführt wird und dadurch bei jedem Rückspülen ein Reinigen des Schauglases (2) bewirkt. Durch eine Aussparung (22) neben dem Scheibenwischer (21) in einem die den Scheibenwischer enthaltende Kammer (28) begrenzenden Flansch (14) kann beim Rückspülen eine Verbindung zu dem Rückspülkanal (20) hergestellt werden, der ein Ausspülen auch der mittels des Scheibenwischers (21) von dem Schauglas (2) entfernten Fremdkörpern ermöglicht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Rückspülfilter mit einem Gehäuse, das ein zylindrisches Schauglas aufweist, mit einem im Gehäuse konzentrisch zum Schauglas angeordneten Filtereinsatz, der das Gehäuse in zwei Kammern unterteilt, von denen die äußere mit einem Einlaß und die innere mit einem Auslaß verbunden ist, mit einer an die Außenseite des Filtereinsatzes angrenzenden, sich parallel zu dessen Achse erstreckenden Rückspülrinne, die an einem Ende mit einem durch ein Ventil absperrbaren Rückspülkanal verbunden ist, mit einem sich ebenfalls parallel zur Achse des Filtereinsatzes erstreckenden, an der Innenseite des Schauglases anliegenden Scheibenwischer und mit einer ein außerhalb des Gehäuses angeordneten Handrad umfassenden Antriebseinrichtung, die es gestattet, dem Scheibenwischer gegenüber dem Schauglas und der Rückspülrinne und dem Filtereinsatz gegeneinander Drehbewegungen um die Achse des Filtereinsatzes zu erteilen.

Ein solches Rückspülfilter ist aus der DE-PS 34 09 473 bekannt. Seine Antriebseinrichtung umfaßt einen im Gehäuse drehbar gelagerten und an der Außenseite des Gehäuses mit dem Handrad versehenen Schwenkarm, an dessen innerhalb des Gehäuses liegenden Ende die Absaugdüse und der Scheibenwischer Rücken an Rücken derart befestigt sind, daß durch Drehen am Handrad die Absaugdüse über die Oberfläche des Filtereinsatzes und gleichzeitig der Scheibenwischer über die Oberfläche des Schauglases hinwegführbar ist. Diese Anordnung ist relativ aufwendig.

Weiterhin ist aus der DE-PS 27 25 330 ein Rückspülfilter mit einem sehr einfachen Aufbau bekannt, das für kleine Anlagen besonders gut geeignet und bestimmt ist, beispielsweise für Anlagen zur Haushalts-Wasserversorgung. Bei diesem Rückspülfilter ist der Filtereinsatz selbst drehbar gelagert und mit einem Handrad versehen, während eine Rückspülrinne im Gehäuse ortsfest angeordnet ist. Das Reinigen des Filters erfolgt bei Bedarf durch einfaches Drehen des Filtereinsatzes mittels des außerhalb des Gehäuses angeordneten Handrades. Diese Reinigung kann ohne weiteres häufig im Vorbeigehen vorgenommen werden. Allerdings weist dieses Rückspülfilter keinen Scheibenwischer auf und es besteht die Gefahr, daß das zur Beobachtung des Rückspülvorganges dienende Schauglas durch Algenbewuchs sowie die Bildung eines Eisen- und/oder Manganbelages schon nach relativ kurzer Zeit undurchsichtig wird und dann eine Beobachtung des Filtersiebes nicht mehr zuläßt. Ein Rückspülfilter mit dem aus der DE-PS 34 09 473 bekannten Aufbau wäre jedoch für kleinere Anlagen zu aufwendig und daher zu kostspielig.

Demgemäß liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Rückspülfilter mit der eingangs beschriebenen Ausbildung derart zu vereinfachen, daß es auch bei kleinen Anlagen einsetzbar ist, und daß trotz eines sehr einfachen Aufbaus ein einwandfreies Abführen der abgewischten Fremdkörper gewährleistet ist.

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Rückspülrinne im Gehäuse ortsfest angeordnet ist, der Filtereinsatz um seine Achse drehbar gelagert und mit dem Handrad verbunden ist, der Scheibenwischer an der Außenseite des Filtereinsatzes fest angebracht ist und der Filtereinsatz an seinem dem Rückspülkanal benachbarten Ende einen die äußere Kammer abschließenden Flansch aufweist, der neben dem Scheibenwischer eine Aussparung aufweist, die eine Verbindung zu dem Rückspülkanal herstellt, wenn sich der Scheibenwischer unmittelbar neben der Rückspülrinne befindet.

Demnach wird bei dem erfindungsgemäßen Rückspülfilter ein besonderer Arm zum Bewegen der Rückspülrinne und des Scheibenwischers nicht mehr benötigt. Vielmehr wird der drehbare Filtereinsatz unmittelbar selbst als beweglicher Träger für den Scheibenwischer benutzt. Dadurch wird trotz der Anordnung eines Scheibenwischers ein sehr einfacher Aufbau des Rückspülfilters erzielt und auch dessen einfache Handhabung erhalten, weil bei jedem Rückspülvorgang automatisch eine Reinigung des Schauglases bewirkt wird. Dabei wird die Tatsache ausgenutzt, daß das Filtersieb zwar ein sehr empfindliches Organ darstellt, das keinerlei tragende Funktionen übernehmen kann, daß jedoch das Filtersieb selbst an einem Träger befestigt ist, der bei entsprechender Ausbildung auch zur Befestigung eines Scheibenwischers geeignet ist.

Darüber hinaus hat das erfindungsgemäße Rückspülfilter den Vorteil, daß es auf sehr einfache Weise das Problem löst, das die Stoffe darstellen, die mit Hilfe des Scheibenwischers von dem Schauglas entfernt werden und sich dann in der Einlaßkammer des Rückspülfilters befinden. Diese Verunreinigungen werden gewöhnlich nicht mit dem zulaufenden Wasser der Oberfläche des Filtereinsatzes zugeführt und dann beim nächsten Rückspülvorgang entfernt, sondern setzen sich am Boden des Rückspülfilters ab, wo sich dann im Laufe der Zeit eine Schlammschicht bilden kann. Das Entstehen einer solchen Schlammschicht ist selbstverständlich in einem Rückspülfilter, das in Anlagen zur Trinkwasserversorgung Anwendung finden soll, höchst unerwünscht. Durch die bei dem erfindungsgemäßen Rückspülfilter vorgesehene Aussparung in dem die äußere Kammer abschließenden Flansch wird der von dem Flansch gebildete Boden der Einlaßkammer des Filters in bestimmten Stellungen mit der Rückspülrinne verbunden, so daß die sich am Boden des Flansches insbesondere neben dem Scheibenwischer ansammelnden Fremdkörper durch den Rückspülkanal abgeführt werden, wenn die Aussparung im Flansch die Verbindung zum Rückspülkanal herstellt. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Aussparung zu beiden Seiten des Scheibenwischers angeordnet ist, also unabhängig von der Bewegungsrichtung des Scheibenwischers wirksam wird, wenn der Scheibenwischer eine beliebige der beiden dem Rückspülrinne benachbarten Endstellungen erreicht hat.

Wie bereits eingangs erwähnt, soll es sich bei dem erfindungsgemäßen Rückspülfilter um ein Gerät mit sehr einfachem Aufbau und trotzdem hoher Betriebssicherheit handeln, das auch bei unsachgemäßer Behandlung keinen Schaden erleidet. Dabei ist es besonders wichtig, daß der drehbare Filtereinsatz mit dem Scheibenwischer auch einer relativ groben Behandlung standhält. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung genügt diesen Ansprüchen und ist dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse ein Anschlußstück und einen am Anschlußstück befestigten Filtertopf aufweist und der Filtereinsatz mit einem Ende in einer zylindrischen Aussparung des Anschlußstückes und am anderen Ende mit einem Zapfen im Boden des Filtertopfes drehbar gelagert ist. Dabei liegt einerseits der die äußere Kammer abschließende Flansch an einer Stirnfläche des Anschlußstückes an, während andererseits der Zapfen den Boden des Filtertopfes durchdringt und an seinem sich außerhalb des Filtertopfes befindenden Ende mit dem Handrad versehen ist. Auf diese Weise wird eine sehr großflächige und robuste Lagerung des drehbaren Filtereinsatzes erzielt, der unmittelbar mit dem Flansch versehen ist, der zusammen mit der Stirnfläche des Anschlußstückes eine Art Drehschieber bildet, der die Kammer des Filters nur dann mit dem Rückspülkanal in Verbindung bringt, wenn eine Aussparung im Flansch mit einer entsprechenden Aussparung in der Stirnfläche des Anschlußstückes zur Deckung gebracht wird.

Weiterhin ist es von Vorteil, wenn der Filtereinsatz einen rohrförmigen Tragkörper aufweist, der mit Abstand von einem am Tragkörper abgestützten Siebzylinder umgeben ist, so daß zwischen dem Tragkörper und dem Siebzylinder ein Ringraum entsteht, der an einem Ende des Tragkörpers durch eine am Tragkörper angebrachte ringförmige Endwand verschlossen sein kann, wogegen der Innenraum des Tragkörpers über einen zwischen Gehäuse und Endwand belassenen Zwischenraum mit der äußeren Kammer in Verbindung steht. Dabei kann dann die Anordnung so getroffen sein, daß am anderen Ende der Tragkörper in eine zylindrische Bohrung des Anschlußstückes eingreift, die mit dem Einlaß des Rückspülfilters in Verbindung steht, und der die äußere Kammer abschließende Flansch an einem in Verlängerung des Siebzylinders angeordneten Ring angebracht ist, der in eine die Bohrung des Anschlußstückes konzentrisch umgebende Aussparung eingreift, die mit dem Auslaß des Anschlußstückes in Verbindung steht.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung können darin bestehen, daß der Filtertopf aus einem durchsichtigen Werkstoff einteilig hergestellt ist und an seiner Innenseite die Rückspülrinne bildende Rippen angeformt sind. Weiterhin kann der im Anschlußstück angeordnete Rückspülkanal neben dem Flansch des Filtereinsatzes in der Stirnfläche des Anschlußstückes münden. Dabei ist es vorteilhaft, wenn der Filtertopf im Bereich seiner am Filtereinsatz anliegenden Fläche eine die Mündung des Rückspülkanals mit der Rückspülrinne verbindende Aussparung aufweist.

Weitere Einzelheiten und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles. Die der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmenden Merkmale können bei anderen Ausführungsformen der Erfindung einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination Anwendung finden. Es zeigen

Fig. 1 eine Längsschnitt durch einen Rückspülfilter nach der Erfindung,

Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II durch den Rückspülfilter nach Fig. 1,

Fig. 3 eine weiteren Längsschnitt durch den in Fig. 1 dargestellten Rückspülfilter jedoch mit veränderter Stellung des drehbaren Filtereinsatzes und

Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV durch den Rückspülfilter nach Fig. 3.

Der in der Zeichnung dargestellte Rückspülfilter weist ein Gehäuse auf, das aus einem Anschlußstück 1 und einem Filtertopf 2 besteht, der an dem Anschlußstück 1 mittels eines Flansches 31 befestigt ist. Innerhalb dieses Gehäuses befindet sich ein zum Filtertopf 2 konzentrischer Filtereinsatz, der eine rohrförmigen Tragkörper 3 mit radial nach außen abstehenden, sich parallel zur Achse des Tragkörpers 3 erstreckenden Rippen 4 aufweist. An den Enden der Rippen 4 stützt sich ein Siebzylinder 5 ab, so daß zwischen dem Trägkörper 3 und dem Siebzylinder 5 ein durch die Rippen 4 unterteilter Ringraum entsteht. Dieser Ringraum ist an einem Ende des Tragkörpers 3 durch eine am Tragkörper angebrachte Endwand 6 verschlossen. An dieser Endwand 6 ist mittels Streben 7 ein Zapfen 8 befestigt, der den Boden 9 des Filtertopfes 2 durchdringt und an seinem sich außerhalb des Filtertopfes 2 befindenden Ende mit einem Handrad 10 versehen ist. Der auf diese Weise mittels des Zapfens im Boden 9 des Filtertopfes 2 drehbar gelagerte Filtereinsatz ist an seinem anderen Ende in einer zentralen, zylindrischen Bohrung 11 des Anschlußstückes 1 gelagert, in die der Filtereinsatz mit dem Ende seines zentralen Tragkörpers 3 unmittelbar eingreift. Außerdem weist der Filtereinsatz ein seinem der Endwand 6 entgegengesetzten Ende einen in Verlängerung des Siebzylinders 5 angeordneten Ring 12 auf, der in eine die zentrale Bohrung 11 des Anschlußstückes 1 konzentrisch umgebende Aussparung 13 eingreift. Der Ring 12 ist an seinem dem Siebzylinder 5 benachbarten Ende mit einem nach außen ragenden Flansch 14 versehen, dessen dem Siebzylinder 5 zugewandte Fläche 15 sich in der gleichen Ebene befindet wie die Anschlagfläche 16 des Anschlußstückes 1, auf dem das Ende des Filtertopfes 2 aufsitzt. Weiterhin befinden sich an der Innenseite des Filtertopfes 2 zwei zur Achse des Filtertopfes parallele Rippen 16, die bis zum Umfang des Siebzylinders 5 reichen und eine Rückspülrinne 17 begrenzen, die an ihrem vom Anschlußstück 1 entfernten Ende durch eine Querwand 18 abgeschlossen ist und an ihrem dem Anschlußstück 1 benachbarten Ende über eine in der Wandung des Filtertopfes 2 angebrachte Aussparung 19 mit einem im Anschlußstück 1 angeordneten Rückspülkanal 20 verbunden ist.

An der Außenseite des Filtereinsatzes befindet sich ein elastischer Steg 21, der in Verlängerung einer der Rippen 4 angebracht ist und bis zur Innenseite des Filtertopfes 2 reicht. Dieser elastische Steg 21 bildet einen Scheibenwischer für das Schauglas, das von dem aus einem durchsichtigen Material bestehenden Filtertopf 2 gebildet wird. Symmetrisch zu dem Scheibenwischer 21 befindet sich in dem am Anschlußstück 1 anliegenden Flansch 14 eine Aussparung 22.

Wie aus der Zeichnung ersichtlich, gehen in dem Anschlußstück 1des dargestellten Rückspülfilters die zentrale Bohrung 11 und die die zentrale Bohrung ringförmig umgebende Aussparung 13 in zwei koaxial zueinander angeordnete, entgegengesetzt gerichtete Anschlußstutzen 23, 24 über, von denen der mit der zentralen Bohrung 11 in Verbindung stehende Rohrstutzen 23 den Zulauf und der mit der ringförmigen Aussparung 13 in Verbindung stehende Anschlußstutzen 24 den Ablauf des Rückspülfilters bildet. Weiterhin schließt sich an den Rückspülkanal 20 im Anschlußstück 1 eine nur schematisch dargestellte Rohrleitung 25 mit einem Absperrventil 26 an. Dabei kann das Anschlußstück 1 in einer zur Achse der Bohrung 11 und der dazu konzentrischen Aussparung 13 senkrechten Ebene 27 geteilt sein, die durch eine strichpunktierte Linie angedeutet ist, so daß die Möglichkeit besteht, die in der Ebene 27 getrennten beiden Teile des Anschlußstückes 1 gegeneinander zu verdrehen und dadurch die Ausrichtung des Rückspülkanals 20 gegenüber der Ausrichtung der Rohrstutzen 23, 24 zu verändern.

Beim normalen Betrieb läuft das zu filtrierende Wasser über den Anschlußstutzen 23 und die zentrale Bohrung 11 in das Filter ein, gelangt durch den rohrförmigen Tragkörper 3 zu dem dem Anschlußstück 1 entgegengesetzten Ende des Filtertopfes, wo es zwischen die den Zapfen 8 haltenden Streben 7 an der Endwand 6 des Filtereinsatzes vorbei in den Ringraum 28 zwischen den Filtertopf 2 und den Siebzylinder 5 gelangt. Nach Durchströmen des Siebzylinders 5 gelangt das dann gefilterte Wasser in den Ringraum zwischen Siebzylinder 5 und Tragkörper 3 und strömt dann über die ringförmige Aussparung 13 zum Anschlußstutzen 24 ab.

Zum Rückspülen wird, vorzugsweise bei gesperrter Abschlußleitung, das Ventil 26 geöffnet, das sich in der an den Rückspülkanal 20 anschließenden Leitung 25 befindet. Es kann dann das in dem Ringraum zwischen Tragkörper 3 und Siebzylinder 5 befindliche Wasser im Bereich der von den Rippen 16 begrenzten Rückspülrinne 17 in der zur normalen Strömungsrichtung umgekehrten Richtung, nämlich von innen nach außen, durch den Siebzylinder hindurchtreten und über den Rückspülkanal 20 abfließen. Dabei wird der jeweils sich im Bereich der Rückspülrinne 17 befindende Abschnitt des Siebzylinder 5 gereinigt und es kann durch Drehen des Siebzylinders 5 mittels des Handrades 10 die gesamte Oberfläche des Siebzylinders 5 an der Rückspülrinne 17 vorbeigeführt und damit durch Rückspülen gereinigt werden.

Beim Drehen des Siebzylinders 5 wird der von der elastischen Leiste 21 gebildete Scheibenwischer über die Innenseite des als Schauglas ausgebildeten Filtertopfes 2 hinweggeführt. Demgemäß hat jedes Drehen des Filtereinsatzes beim Rückspülen zugleich ein Reinigen des vom Filtertopf gebildeten Schauglases zur Folge, so daß stets eine einwandfreie Sicht in das Innere des Rückspülfilters und damit auf das Filtersieb gewährleitstet ist. Die von dem Scheibenwischer 21 von der Innenseite des Filtertopfes 2 abgestreiften Feststoffe haben die Tendenz, zu sinken und sich daher am Boden des den Siebzylinder 5 umgebenden Raumes abzusetzen. Dieser Boden wird von dem Flansch 14 und im Bereich der zum Scheibenwischer 21 symmetrischen Aussparung 22 von der am Anschlußstück 1 vorhandenen Anlagefläche 29 für diesen Flansch gebildet. Beim Drehen des Filtereinsatzes wird der Flansch 14 mit den sich darauf angesammelten Ablagerungen an einer der die Rückspülrinne 17 begrenzenden Rippen 16 vorbeigeführt, welche diese Ablagerungen von dem Flansch 14 abstreift, so daß sie sich zunächst neben der jeweiligen Rippe ansammeln, bis der Scheibenwischer 21 diese Rippe 16 erreicht und damit die zum Scheibenwischer symmetrische Aussparung 22an der Rippe vorbei in den Bereich des Rückspülkanals 20 gelangt. Bei senkrechter Anordnung des Filtertopfes können die abgestreiften Feststoffteilchen in die Aussparung 22 hineinfallen und von dort aus in den Rückspülkanal 20 gelangen, wie es die Fig. 3 und 4 deutlich zeigen, so daß dann die Rückstände über den Rückspülkanal 20 in der gleichen Weise abgeführt werden können wie die beim Rückspülen aus dem Siebzylinder gelösten Teilchen. Wird dagegen das Rückspülfilter mit waagerecht angeordnetem Filtertopf 2 montiert, ergeben sich ähnlich vorteilhafte Bedingungen, wenn sich die Rückspülrinne 17 an der tiefsten Stelle des Filtertopfes befindet. Die von dem Scheibenwischer 21 abgestreiften Feststoffteilchen sammeln sich dann neben der Rückspülrinne 17 an der Wandung des Filtertopfes in einer Art Nebenrinne, die von dem Scheibenwischer 21 und der benachbarten Rippe 16 der Rückspülrinne begrenzt wird und aus der die abgestreiften Feststoffteilchen einwandfrei ausgespült werden.

Das dargestellte Rückspülfilter zeichnet sich durch einen äußerst einfachen Aufbau, eine hohe Stabilität und Zuverlässigkeit und auch durch seine Bedienungsfreundlichkeit aus. Es ist zu beachten, daß es im wesentlichen aus nur drei Teilen besteht, nämlich dem Anschlußstück 1, dem Filtertopf 2 und dem Filtereinsatz. Diese Teile sind einfach ineinandergesteckt und mittels eines Flansches miteinander verbunden. Die Teile sind unempfindlich und halten auch einer groben Behandlung stand. Trotzdem erlaubt das Filter nicht nur ein einwandfreies Rückspülen, sondern auch ein gleichzeitiges Reinigen des Schauglases und hat dabei den besonderen Vorteil, daß es nicht nur die Abfuhr der beim Rückspülen gelösten, sondern auch der vom Sichtfenster entfernten Verunreinigungen gewährleistet.

Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt ist, sondern dem Fachmann viele Möglichkeiten zur Verfügung stehen, die durch die Ansprüche definierte Erfindung auf unterschiedliche Weise zu verwirklichen. Allerdings wird das dargestellte Ausführungsbeispiel im Hinblick auf seine vorstehend beschriebenen Eigenschaften als besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung angesehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Rückspülfilter mit einem Gehäuse, das ein zylindrisches Schauglas aufweist, mit einem im Gehäuse konzentrisch zum Schauglas angeordneten Filtereinsatz, der das Gehäuse in zwei Kammern unterteilt, von denen die äußere mit einem Einlaß und die innere mit einem Auslaß verbunden ist, mit einer an die Außenseite des Filtereinsatzes angrenzenden, sich parallel zu dessen Achse erstreckenden Rückspülrinne, die an einem Ende mit einem durch ein Ventil absperrbaren Rückspülkanal verbunden ist, mit einem sich ebenfalls parallel zur Achse des Filtereinsatzes erstreckenden, an der Innenseite des Schauglases anliegenden Scheibenwischer und mit einer ein außerhalb des Gehäuses angeordnetes Handrad umfassenden Antriebseinrichtung, die es gestattet, dem Scheibenwischer gegenüber dem Schauglas und der Rückspülrinne und dem Filtereinsatz gegeneinander Drehbewegungen um die Achse des Filtereinsatzes zu erteilen, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückspülrinne (17) im Gehäuse (2) ortsfest angeordnet ist, der Filtereinsatz um seine Achse drehbar gelagert und mit dem Handrad (10) verbunden ist, der Scheibenwischer (21) an der Außenseite des Filtereinsatzes fest angebracht ist und der Filtereinsatz an seinem dem Rückspülkanal (20) benachbarten Ende einen die äußere Kammer (28) abschließenden Flansch (14) aufweist, der neben dem Scheibenwischer (21) eine Aussparung (22) aufweist, die eine Verbindung zu dem Rückspülkanal (20) herstellt, wenn sich der Scheibenwischer (21) unmittelbar neben der Rückspülrinne (17) befindet.
  2. 2. Rückspülfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung (22) zu beiden Seiten des Scheibenwischers (21) angeordnet ist.
  3. 3. Rückspülfilter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse ein Anschlußstück (1) und einen am Anschlußstück (1) befestigten, zugleich das Schauglas bildenden Filtertopf (2) aufweist und der Filtereinsatz mit einem Ende in einer zylindrischen Aussparung (13) des Anschlußstückes (1) und am anderen Ende mit einem Zapfen (8) im Boden (9) drehbar gelagert ist und einerseits der die äußere Kammer (28) abschließende Flansch (14) an einer Stirnfläche (29) des Anschlußstückes (1) anliegt und andererseits der Zapfen (8) den Boden (9) des Filtertopfes (2) durchdringt und an seinem sich außerhalb des Filtertopfes (2) befindenden Ende mit dem Handrad (10) versehen ist.
  4. 4. Rückspülfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Filtereinsatz einen rohrförmigen Tragkörper (3) aufweist, der mit Abstand von einem am Tragkörper (3) abgestürzten Siebzylinder (5) umgeben ist, so daß zwischen dem Tragkörper (3) und dem Siebzylinder (5) ein Ringraum entsteht, der an einem Ende des Tragkörpers (3) durch eine am Tragkörper (3) angebrachte ringförmige Endwand (6) verschlossen ist, wogegen der Innenraum des Tragkörpers (3) über einen zwischen Gehäuse (2) und Endwand (6) belassenen Zwischenraum mit der äußeren Kammer (28) in Verbindung steht, daß am anderen Ende der Tragkörper (3) in eine zylindrische Bohrung (11) des Anschlußstückes (1) eingreift, die mit dem Einlaß (23) des Rückspülfilters in Verbindung steht, und daß der die äußere Kammer (28) abschließende Flansch (14) an einem in Verlängerung des Siebzylinders (5) angeordneten Ring (12) angebracht ist, der in eine die Bohrung (11) des Anschlußstückes (1) konzentrisch umgebende Aussparung (13) eingreift, die mit dem Auslaß (24) des Anschlußstückes (1) in Verbindung steht.
  5. 5. Rückspülfilter nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Filtertopf (2) aus einem durchsichtigen Werkstoff einteilig hergestellt ist und an seiner Innenseite die Rückspülrinne (17) bildende, angeformte Rippen (16) aufweist.
  6. 6. Rückspülfilter nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der im Anschlußstück (1) angeordnete Rückspülkanal (20) neben dem Flansch (14) des Filtereinsatzes in der Stirnfläche (16) des Anschlußstückes (1) mündet.
  7. 7. Rückspülfilter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Filtertopf (2) im Bereich seiner am Anschlußstück (1) anliegenden Fläche eine den Rückspülkanal (20) mit der Rückspülrinne (17) verbindende Aussparung (19) aufweist.






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