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Dokumentenidentifikation DE3729629A1 16.03.1989
Titel Schreib- oder Zeichenplatte
Anmelder Walter Hebel GmbH & Co, 5242 Kirchen, DE
Erfinder Schirmuly, Berthold;
Stühn, Karl-Hermann;
Müller, Norbert, 5242 Kirchen, DE
DE-Anmeldedatum 04.09.1987
DE-Aktenzeichen 3729629
Offenlegungstag 16.03.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.03.1989
IPC-Hauptklasse B43L 13/04
Zusammenfassung Schreib- und/oder Zeichenplatte mit in den Plattenkörper (1, 1') eingearbeiteten Führungsstegen (4, 4', 7) oder Führungsnuten für eine Zeichenschiene (14, 14') und einer Klemmeinrichtung (2, 2') für den Zeichenträger, bei der eine Rasteinrichtung, welche aus Rastnocken (16, 21) und zugehörigen Vertiefungen (3, 3', 5, 6) besteht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schreib- und/oder Zeichenplatte mit in den Plattenkörper eingearbeiteten Führungsstegen oder Führungsnuten für eine Zeichenschiene und einer Klemmeinrichtung für den Zeichenträger sowie in Randnähe vorgesehener Maßeinteilung.

Bei der Herstellung von Formularen ist es wünschenswert, daß die einzelnen Zeilen in schreibmaschinengerechten Abständen angeordnet sind. Hierfür sind verschiedene Lösungen bekannt.

So wird z. B. in der DE OS 14 61 707 ein Zeichengerät mit einem Schrittschaltwerk beschrieben, bei dem die kontinuierliche Einstellung beliebiger Schrittweiten möglich ist. Die Vorschubbewegung erfolgt durch wechselseitiges Lösen und Festklemmen von Führungs- und Verriegelungsschlitten. Durch einen kontinuierlich einstellbaren Anschlag, der den Vorschubweg und damit die Schrittweite festlegt, lassen sich Schritte von beliebiger Größe einstellen.

Die Erfahrung hat gezeigt, daß eine stufenlose Einstellung gewisse Vorteile hat - eben weil die Schrittweite stufenlos eingestellt werden kann - aber andererseits ist von besonderem Nachteil, daß dieses Gerät technisch sehr aufwendig und somit sehr teuer ist.

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Schreib- und/oder Zeichenplatte zu schaffen, die mit einer einfachen Einrichtung zum Einstellen verschiedener in sich feststehender Schrittweiten ausgerüstet ist.

Dieses Ziel wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß im Plattenkörper außerhalb der Zeichenfläche wenigstens eine Reihe von Vertiefungen mit gleichem Abstand zueinander vorgesehen und an der Zeichenschiene eine in die Vertiefungen eingreifende Rasteinrichtung angeordnet ist.

Bei dieser erfindungsgemäßen Lösung wird die Zeichenschiene mit der linken Hand bewegt, und bei dieser Bewegung greift bei "eingeschalteter" Rasteinrichtung der Rastnocken in die entsprechende Vertiefung der Schreib- bzw. Schreibplatte ein.

Bei der einen beschriebenen Lösung kann zwischen wenigstens zwei unterschiedlichen Abständen gewählt werden, indem das Schieberastelement mit dem daran befindlichen Rastnocken über der entsprechenden Reihe von Vertiefungen plaziert wird.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung werden auf der Schreib- bzw. Zeichenplatte Vertiefungen an vorzugsweise zwei rechtwinklig zueinander stehenden Kanten vorgesehen. Das hat den Vorteil, daß nicht nur Hochformate in dem bestimmten Raster bezeichnet werden können, sondern auch Querformate, ohne den Zeichenträger umspannen zu müssen.

Damit nun beim Zeichnen von Rastern bzw. Linien gleichen Abstandes das Schieberastelement nicht von der Zeichenschiene abfällt, wird der Querschnitt der Führungsnut durch den bogenförmig gestalteten Begrenzungssteg eingeengt. Das eingeformte Langloch führt dazu, daß der Begrenzungssteg federnd nachgeben kann und so für eine gute Klemmung auf dem Steg der Zeichenschiene sorgt.

Weitere die Erfindung ausführlicher beschreibende Merkmale sind aus den Unteransprüchen zu ersehen.

Die Erfindung wird nun anhand von Zeichnungen im folgenden mit weiteren Einzelheiten näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 - eine Gesamtansicht einer Schreib- bzw. Zeichenplatte mit aufgelegter Zeichenschiene,

Fig. 2 - eine Ansicht von unten auf das Schieberastelement,

Fig. 3 - eine Seitenansicht des Schieberastelementes,

Fig. 4 - eine Draufsicht auf das Schieberastelement,

Fig. 5 - eine Ansicht in Richtung V auf das Schieberastelement,

Fig. 6 - eine Draufsicht auf eine andere Ausführungsform einer Schreib- bzw. Zeichenplatte,

Fig. 7 - eine Schnittdarstellung entsprechend der Linie VII-VII,

Fig. 8 - eine Schnittdarstellung entsprechend der Linie VIII-VIII.

Fig. 1 zeigt die Draufsicht auf eine Schreib- und/oder Zeichenplatte, in deren Plattenkörper (1) vertieft eine Klemmeinrichtung (2) für einen Zeichnungsträger (4 nicht dargestellt) angeordnet ist. Außerdem sind Führungselemente (4, 7), insbesondere Führungsstege zur einwandfreien Parallelführung der Zeichenschiene (2) vorgesehen.

Um eine gute Führung auf den Stegen (4, 7) zu gewährleisten, wurden den einen Führungsschenkel der Zeichenschiene aufnehmende Vertiefungen (8, 9) in den Plattenkörper (1) eingeformt.

Der Plattenkörper (1) ist ferner so gestaltet, daß verschiedene Zubehörteile, wie Radiergummi, Zirkel, Bleistift etc. problemlos untergebracht werden können. Hierfür sind horizontale Vertiefungen (10, 10&min;) und vertikal angeordnete Vertiefungen (10&min;&min;, 11) vorgesehen.

Auf der Zeichenschiene (14) ist eine Handhabe in Form eines die Klemmechanik aufnehmenden Griffstückes (22) angeordnet. Aus diesem Griffstück (22) ragt die Freilauftaste (13) hervor. Ein Druck auf diese Taste verlangt den Bremshebel (24), hierdurch wird die Bremse gelöst, und die Zeichenschiene (14) kann unbehintert auf dem Führungssteg (4, 7) verschoben werden.

Außerdem sind auf der Oberseite der Zeichenschiene (14) zwei Führungsstege (25, 25&min;), welche parallel zu den Zeichenkanten (26, 26&min;) der Zeichenschiene (14) angeordnet sind, vorgesehen. Auf dem der Zeichenkante (26) nahegelegenen Führungssteg (25) ist das Schieberastelement (12) aufgesetzt, welches in den Fig. 2 bis 5 ausführlich dargestellt wird.

Die in Fig. 8 im Teilschnitt abgebildete Schreib- bzw. Zeichenplatte ist mit einer sogenannten Magnetklemmeinrichtung (23) ausgestattet, die so gestaltet ist, daß nach dem Öffnen der Klemmschiene (2) der schräg zur Plattenebene angeordnete Magnetstreifen die aufgeklappte Klemmschiene hält und somit verhindert, daß sich die Klemmschiene (2) selbsttätig wieder schließt.

Die Fig. 2 bis 5 zeigen das Schieberastelement (12) in verschiedenen Ansichten.

Durch die Einbringung eines Langlochs (18), welches einseitig mit einer leichten Einschnürung versehen ist, kann der Begrenzungssteg (19) der Führung federnd nachgeben, wenn das Schieberastelement (12) auf den Steg (25) der Zeichenschiene (14) ausgesetzt wird.

Wie die Fig. 2 und 4 zeigen, ist die lichte Weite der Nut im Mittenbereich etwas geringer als die Breite des Führungssteges (25), aber, bedingt durch die kurvenförmige Gestaltung des Begrenzungssteges (19) am Ausgang der Nut, ist diese hier entsprechend etwas breiter als der Führungssteg (25). An der Unterseite des Schieberastelementes (12) ist der Rastnocken (16) angeformt, dessen Durchmesser und Form der Gestaltung der Rastvertiefungen (3, 5, 6) der Zeichenplatte (1) entsprechen.

An der Oberseite des Schieberastelements (12) ist ein als Handhabe (17) dienender Vorsprung vorgesehen, der das Verschieben des Schieberastelementes (12) auf der Zeichenschiene (14) erleichtert.

Fig. 4 zeigt eine andere Art von Schreib- und/oder Zeichenplatte. Auf dem Plattenkörper (1&min;) wird auf einem erhabenen Führungssteg (4&min;) die Zeichenschiene (2&min;) geführt. Um diese Zeichenschiene sicher führen zu können, ist ein Griffstück angeformt oder angeschraubt. In die Oberfläche des Führungssteges (4&min;) sind die für den Rastvorgang erforderlichen Vertiefungen (3&min;) eingebracht.

Damit der Zeichenträger sicher gehalten werden kann, ist an der oberen Schmalseite des Plattenkörpers die sogenannte Papierklemmeinrichtung (2&min;) vorgesehen.

In diesem Ausführungsbeispiel wird die Zeichenschiene (14&min;) zum Zeichnen von senkrechten, parallelen Linien nicht umgesetzt, sondern der Schreibstift wird durch entsprechende Durchbrüche der Zeichenschiene gesteckt und anschließend zusammen mit der Zeichenschiene über den Zeichenträger geführt. In der Figur sind nur zwei Reihen von Durchbrüchen gleichen Abstands dargestellt, es sind jedoch auch mehrere Reihen mit Durchbrüchen unterschiedlicher Abstände möglich.

Wie aus Fig. 7 zu ersehen ist, sind in der Zeichenschiene (14&min;) zwei Führungsnuten (20) zum Führen der Schiene (14&min;) auf dem Führungssteg (4&min;) vorgesehen. In der dargestellten Position greift der Rastnocken (21) in eine Vertiefung (3&min;) des Führungssteges (4&min;) ein. Um jetzt eine im Rastmaß befindliche parallele Linie zeichnen zu können, muß man die Zeichenschiene (14&min;) leicht aus der Vertiefung (3&min;) herausheben und dann entsprechend dem gewünschten Maß verschieben.

Beim normalen freien Zeichnen wird die Zeichenschiene (14&min;) mit ihrer Nut (20) auf den Führungssteg (4&min;) gesetzt, so kann die Rasteinrichtung ausgeschaltet werden und die Zeichenschiene problemlos verschoben werden.

Bezugszeichenliste

1, 1&min; Plattenkörper

2, 2&min; Klemmschiene

3, 3&min; Rastvertiefungen

4, 4&min; Führungssteg

5 Rastvertiefungen

6 Rastvertiefungen

7 Führungssteg

8 Vertiefung

9 Vertiefung

10, 10&min;, 10&min;&min; Ausnehmungen zur Aufnahme von Schreibgeräten

11 Ausnehmungen zur Aufnahme von Schreibgeräten

12 Schieberastelement

13 Taste

14 Zeichenschiene

15 Nut

16 Rastnocken

17 Handhabe

18 Langloch

19 Klemmsteg

20 Führungsnut

21 Rastnocken

22 Griffstück

23 Magnetbänder

24 Bremshebel

25, 25&min; Führungssteg

26, 26&min; Zeichenkante


Anspruch[de]
  1. 1. Schreib- und/oder Zeichenplatte mit in den Plattenkörper (1, 1&min;) eingearbeiteten Führungsstegen (4, 4&min;, 7) oder Führungsnuten für eine Zeichenschiene (14, 14&min;) und einer Klemmeinrichtung (2, 2&min;) für den Zeichenträger sowie in Randnähe vorgesehener Maßeinteilung, dadurch gekennzeichnet, daß im Plattenkörper (1, 1&min;) außerhalb der Zeichenfläche wenigstens eine Reihe von Vertiefungen (3, 3&min;, 5, 6) mit gleichem Abstand zueinander vorgesehen und an der Zeichenschiene (14, 14&min;) eine in die Vertiefungen (3, 3&min;, 5, 6) eingreifende Rasteinrichtung (12, 21) angeordnet ist.
  2. 2. Schreib- und/oder Zeichenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (3, 3&min;, 5, 6) an wenigstens einer Längskante, vorzugsweise an zwei rechtwinklig zueinander stehenden Kanten, vorgesehen sind.
  3. 3. Schreib- und/oder Zeichenplatte nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasteinrichtung aus einem an der Zeichenschiene (14&min;) befindlichen Rastnocken (21) im Zusammenwirken mit den Vertiefungen (3&min;) besteht.
  4. 4. Schreib- und/oder Zeichenplatte nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rastnocken (16) an einem auf der Zeichenschiene von einer Rast in eine Freilaufstellung und umgekehrt verschiebbaren Schieberastelement (12) angeordnet ist und daß die federnde Klemmung des Schieberastelementes (12) durch eine Einschnürung im Bereich des Langloches (18) bewirkt wird.
  5. 5. Schreib- und/oder Zeichenplatte nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeichenschiene (14&min;) von einer Rast in eine Freilaufstellung umgesetzt werden kann.
  6. 6. Schreib- und/oder Zeichenplatte nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (3, 3&min;, 5, 6) innerhalb einer Reihe gleiche und von Reihe zu Reihe unterschiedliche Abstände aufweisen.
  7. 7. Schreib- und/oder Zeichenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Plattenkörper (1) Vertiefungen (10, 10&min;, 10&min;&min;, 11) zur Aufnahme von Schreibgeräten und Zubehör vorgesehen sind.
  8. 8. Schreib- und/oder Zeichenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmschiene (2) für den Zeichenträger in den Plattenkörper (1) vertieft eingelassen ist.
  9. 9. Schreib- und/oder Zeichenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmschiene (2, 2&min;) für den Zeichenträger auf dem Plattenkörper (1, 1&min;) befestigt ist.






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