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Dokumentenidentifikation DE3731392A1 06.04.1989
Titel Schreibeinheit für einen Trommel- oder einen Flachbettplotter
Anmelder Franz Kuhlmann Präzisionsmechanik und Maschinenbau GmbH & Co KG, 2940 Wilhelmshaven, DE
Erfinder Henning, Volker;
Krüger, Tilman, 2948 Schortens, DE
Vertreter Eisenführ, G., Dipl.-Ing.; Speiser, D., Dipl.-Ing.; Rabus, W., Dr.-Ing.; Maiwald, W., Dipl.-Chem. Dr.; Brügge, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 2800 Bremen
DE-Anmeldedatum 18.09.1987
DE-Aktenzeichen 3731392
Offenlegungstag 06.04.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.04.1989
IPC-Hauptklasse B43L 13/00
Zusammenfassung Eine Schreibeinheit für einen Trommel- oder einen Flachbettplotter besitzt eine an das Laufwagensystem des Plotters befestigbare Grundplatte mit einer Stiftöffnung. Auf der Grundplatte sitzt ein Stiftwechsler mit mehreren in Stifthaltern gehaltenen Schreibstiften, der einen jeweils ausgewählten Schreibstift positioniert, absenkt und gegen den Zeichnungsträger andrückt und außerdem Abdichtmittel zum Abdichten der nichtaktiven Schreibstifte enthält. Um einen präzisen und schnellen Stiftwechsel zu ermöglichen, enthält der Stiftwechsler eine auf der Grundplatte drehbar gelagerte Trommel, in welcher die Stifthalter in vorgegebenem Umfangsabstand parallel zur Trommelachse verschiebbar gelagert sind. Ein Motor dreht die Trommel in eine Position, in welcher der jeweils ausgewählte Schreibstift in Register mit der Stiftöffnung der Grundplatte liegt. Vorgesehen ist ferner ein in Richtung der Trommelachse verschiebbarer Bügel, der den in Registerposition befindlichen Schreibstift in die Schreibposition absenkt bzw. aus der Schreibposition in die Rotationsposition zurückhebt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schreibeinheit für einen Trommel- oder einen Flachbettplotter, mit einer an das Laufwagensystem des Plotters befestigbaren Grundplatte, einer Stiftöffnung in der Grundplatte, mehreren von Stifthaltern gehaltenen Schreibstiften, einem Stiftwechsel auf der Grundplatte zum Positionieren sowie zum Absenken und Andrücken eines ausgewählten Schreibstiftes gegen den Zeichnungsträger, und mit Abdichtmitteln zum Abdichten der nichtaktiven Schreibstifte.

Eine derartige Schreibeinheit ist aus der DE-PS 31 10 623 bekannt, bei der mehrere Schreibstifte in einem separaten, stationären Magazin aufbewahrt werden, wobei beim Stiftwechsel jeweils ein Schreibstift vom Stiftwechsler aus dem Magazin entnommen und am Laufwagen des Plotters gehalten und betrieben wird. Bei einem erneuten Stiftwechsel fährt der Laufwagen wieder zu dem Magazin zurück, und der Stiftwechsler gibt den nicht mehr benötigten Stift in das Magazin und holt sich anschliessend einen neuen Stift.

Ausserdem ist eine Schreibeinheit für einen Plotter bekannt, bei der mehrere Stifte an einem gemeinsamen Laufwagen angeordnet sind und jeweils einen eigenen Antrieb zu ihrem eigenen Absenken oder Anheben besitzen. Die Vielzahl der Antriebe hat einen relativ grossen Platzbedarf zur Folge, so dass relativ viel Zeit benötigt wird, um einen neuen Stift aus einer Ruheposition in die Zeichnungsposition zu verfahren. Der Stiftwechsel ist daher relativ zeitaufwendig. Um den Platzbedarf der Antriebe zu beschränken wird ausserdem auf eine ausreichend genaue Regelung der Stiftpositionierung und Stiftabsenkung verzichtet.

Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine Schreibeinheit der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass der Wechsel von einem zu einem anderen Stift rasch und präzise erfolgt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Stiftwechsler enthält: Eine auf der Grundplatte drehbar gelagerte Trommel, in welcher die Stifthalter in vorgegebenem Umfangsabstand parallel zur Trommelachse verschiebbar gelagert sind, einen Motor zum Drehen der Trommel bis in eine Position, in welcher der jeweils ausgewählte Schreibstift in Register mit der Stiftöffnung der Grundplatte liegt, einen in Richtung der Trommelachse verschiebbaren Bügel auf der Grundplatte, der den in Registerposition befindlichen Schreibstift in die Schreibposition absenkt bzw. aus der Schreibposition in eine Wechselposition zurückhebt.

Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, dass alle Schreibstifte am Umfang einer drehbaren Trommel angeordnet sind, die den jeweils ausgewählten Schreibstift mittels einer Drehbewegung in Register mit der exakten Zeichenposition bringt, in welcher der zuvor benutzte Schreibstift von dem Zeichnungsträger abgehoben wurde. Im Anschluss an die Drehbewegung wird dann - mittels eines zentralen Antriebes - der Schreibstift in die Schreibposition abgesenkt, während alle anderen Schreibstifte abgedichtet werden. Dadurch, dass nur ein Antrieb für die Wechselbewegung, und nur ein weiterer Antrieb für die Absenk- bzw. Hubbewegung notwendig ist, lässt sich die Schreibeinheit platzsparend auslegen. Die für einen Stiftwechsel zurückzulegenden Versatzstrecken sind damit relativ klein, der Zeitaufwand für einen Stiftwechsel ist gering. Da die Stiftpositionierung nur durch eine Drehbewegung erfolgt, sind die sich bei einem Stiftwechsel einstellenden Lageabweichungen vernachlässigbar klein. Da nur ein Antrieb zum Absenken oder Anheben des ausgewählten Schreibstiftes vorhanden sind, lässt sich dieser mit dem erforderlichen Regelungsaufwand betreiben, um ein kontrolliertes Aufsetzverhalten und eine einstellbare Schreibkraft zu verwirklichen.

Besonders bevorzugt ist als zentraler Antrieb zum Absenken und Andrücken des ausgewählten Schreibstiftes bzw. zum Anheben dieses Schreibstiftes ist eine Tauchspule vorgesehen, die an dem absenkbaren bzw. anhebbaren Bügel befestigt ist und in einen Permanentmagneten eintaucht, der auf der Grundplatte sitzt. Das Eintauchverhalten, und damit die Bewegungscharakteristik des Bügels, der den Schreibstift absenkt bzw. anhebt, lässt sich in einfacher Weise durch den Strom regeln, welcher der Tauchspule eingespeist wird. Ausserdem ist ein derartiger Tauchspulen-Antrieb robust, präzise und mit geringem Platzbedarf im Zentrum der Trommel anbringbar.

Besonders bevorzugt enthält der Stiftwechsler einen zur Trommel konzentrischen, jedoch drehfesten Stützring, auf dem die Stifthalter mit einem radialen Stützansatz während einer Drehbewegung der Trommel lagern. Der Stützring besitzt in Register mit der Stiftöffnung der Grundplatte eine Ausnehmung, die den Stützansatz eines in Registerposition befindlichen Stifthalters zur Durchführung einer Absenkbewegung freigibt. Der Stützring ist unterhalb der Trommel, radial einwärts von den Schreibstiften angeordnet und der Bügel befindet sich bevorzugt unterhalb des Stützringes und weist in Register mit der Ausnehmung des Stützringes einen aufwärtsgerichteten Hubansatz auf, der eine mit der Lauffläche des Stützringes flächenbündige Position einnimmt, wenn der Bügel in eine entsprechende Koppelposition läuft. Die Stifthalter besitzen bevorzugt einen radialen Koppelansatz, der in einen entsprechenden Koppelansatz oder eine Koppelausnehmung des Bügels greift, wenn der Bügel seine Koppelposition relativ zum Stützring einnimmt und die Trommel den ausgewählten Schreibstift in die Registerposition bewegt. Der in die Registerposition bewegte Schreibstift wird auf diese Weise an den Bügel angekoppelt, so dass der Bügel anschliessend bei einer Absenkbewegung den betreffenden Schreibstift gegen den Zeichnungsträger bewegen kann, bis die Spitze des Schreibstiftes durch die Stiftöffnung der Grundplatte hindurchragt und auf den Zeichnungsträger aufsetzt.

Bevorzugt sind die Abdichtmittel als Abdichtkissen in der Grundplatte eingearbeitet, und die Spitzen der Schreibstifte sollen gegen die Abdichtkissen anliegen, während der aktivierte Schreibstift vom Bügel gegen den Zeichnungsträger gedrückt wird. Um dies zu verwirklichen, ist der Stützring - wie der Bügel - gegen den Zeichnungsträger hin bzw. von diesem weg verschiebbar gelagert und besitzt eine untere Ringstellung, in welcher die Schreibstifte mit ihren Spitzen auf den Abdichtkissen - unter ihrem Eigengewicht und unter leichtem Federdruck - aufsitzen. Beim Anheben des Stützringes in eine obere Ringstellung werden alle auf dem Stützring abgestützten Schreibstifte angehoben, so daß ihre Spitzen die Abdichtkissen verlassen. In dieser oberen Ringstellung kann dann die Drehbewegung der Trommel aktiviert werden, um einen Stiftwechsel durchzuführen.

Erfindungsgemäss ist für die Vertikalbewegung des Stützringes kein eigener Antrieb vorgesehen. Vielmehr ist der absenkbare und anhebbare Bügel so gelagert, dass er bei einer Aufwärtsbewegung mit dem Erreichen seiner Koppelposition, wenn also sein Hubansatz flächenbündig mit der Laufebene des Stützringes fluchtet, gegen den in seiner unteren Ringstellung befindlichen Stützring anläuft und anschliessend seine Aufwärtsbewegung fortsetzt und dabei den Stützring mitnimmt, bis dieser seine obere Ringstellung erreicht, in welcher die Schreibstifte von den Abdichtkissen abgehoben sind. In dieser Lage lässt sich dann die gewünschte Drehbewegung der Trommel ausführen, bis der ausgewählte Schreibstift in der Registerposition ist. Da sich während des gesamten Drehvorganges der Bügel in seiner - relativ zum Stützring definierten - Koppelposition befindet, koppelt der betreffende Stifthalter sich beim Erreichen der Registerposition an den Bügel an. Bei einem anschliessenden Absenken des Bügels fällt der Stützring in seine untere Ringstellung, bei der die übrigen Schreibstifte wieder auf die Abdichtkissen aufsetzen. Bei der weiteren Absenkbewegung des Bügels wird der ausgewählte Schreibstift in die Schreibposition verfahren.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine die vertikale Position des Bügels abtastende Sensoreinrichtung vorgesehen. Vorhanden ist ferner eine Regeleinheit, welche die Senkgeschwindigkeit des Bügels in Abhängigkeit von der abgetasteten aktuellen Bügelposition entsprechend einer vorgegebenen Sollwertkurve einregelt. Die Sollwertkurve setzt bei Beginn der Absenkbewegung mit einer grossen Geschwindigkeit ein, die mit wachsender Annäherung an den Zeichnungsträger allmählich in eine relativ kleine, schliesslich konstante Absenkgeschwindigkeit übergeht, damit der Schreibstift relativ prellfrei auf dem Zeichnungsträger aufsetzt, woraufhin dann die Senkbewegung beendet wird.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale der Unteransprüche gekennzeichnet.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Aufsicht auf eine Schreibeinheit;

Fig. 2 einen Querschnitt längs der Linie II-II der Fig. 1 kurz vor dem Aufsetzen des Schreibstiftes auf den Zeichnungsträger;

Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden Querschnitt bei angehobenem Bügel und Stützring; und

Fig. 4 einen Querschnitt längs der Linie IV-IV der Fig. 2.

Die in den Figuren dargestellte Schreibeinheit besitzt eine Grundplatte 2, die an den frei verfahrbaren Laufwagen eines Plotters ansetzbar ist. Die Grundplatte 2 besitzt eine Stiftöffnung 4 und in vorgegebenem Umfangsabstand mehrere Abdichtkissen 10, die mittels einer Fassung 8 in entsprechende Bohrungen 6 der Grundplatte eingelassen sind und alle auf einem Kreis mit dem Radius R um die Achse 26 liegen. Auf der Grundplatte 2 ist ein Stiftwechsler 20 angeordnet, der mehrere Schreibstifte 1 in Stifthaltern 40 hält. Die Stifthalter 40 und damit die Schreibstifte 1 befinden sich in Bohrungen 24 einer Trommel 22, die auf der Grundplatte 2 um die Trommelachse 26 drehbar gelagert ist. Die Trommel 22 wird von einem Motor 28 in eine gesteuerte Drehbewegung versetzt, um jeweils den ausgewählten Schreibstift 1 in Register mit der Stiftöffnung 4 der Grundplatte zu bringen.

Wie insbesondere der Fig. 4 entnehmbar ist, besitzen die Stifthalter 40 eine Hülse 42 mit zylindrischem Innenraum zur Aufnahme der Schreibstifte 1. An der Aussenfläche der Hülse 42 sind quer abstehende Laufrollen 54 angeordnet, die gegen Führungszapfen 56 anliegen und ein Lager bilden, welches eine Verschiebung der Stifthalter 40 längs der Führungszapfen 56 zulässt. Die Führungszapfen 56 sind auf der Trommel 22 befestigt und verlaufen parallel zur Trommelachse 26, so dass die Stifthalter 40 parallel zur Trommelachse aufwärts oder abwärts verschiebbar sind. Eines der beiden quer abstehenden Laufrollenpaare 54ist mechanisch von der Hülse 42 getrennt und wird mittels einer Feder 58 gegen den Führungszapfen 56 vorgespannt. Die mechanische Trennung eines Laufrollenpaares von der Hülse 42 bewirkt eine spielfreie leichtgängige Verschiebung des Stifthalters 40 längs der Führungszapfen 56 auch dann, wenn durch die unvermeidlichen Temperaturschwankungen Materialausdehnungen sich auswirken.

Auf der Grundplatte 2 sind zwei Führungsstifte 12 parallel zur Trommelachse 26 befestigt. An den Führungsstiften 12 ist ein Bügel 62 mittels geeigneter radialer Lauflager 65 verschiebbar gelagert. Der Bügel 62 besitzt auf seiner der Grundplatte zugewandten Seite eine Tauchspule 63, die in einen Permanentmagneten 64 eintaucht, welcher zentral auf der Grundplatte 2 angeordnet ist. Tauchspule 62 und Permanentmagnet 64 bilden einen Antrieb zum Verschieben des Bügels 62 längs der Führungsstifte 12. Nach dem in die Tauchspule 63 eingespeisten Spulenstrom senkt sich die Einheit aus Tauchspule 63 und Bügel 62 stärker ab bzw. hebt sich stärker an.

Der Bügel 62 besitzt von der Trommelachse 26 eine so grosse radiale Ausdehnung, dass die Stifthalter 40 bei einer Drehbewegung der Trommel 22 sich in vorgegebenem geringem Abstand an dem Bügel 62 vorbeibewegen. Wird der jeweils ausgewählte Schreibstift mittels der Trommel 22 in Register mit der Stiftöffnung 4 der Grundplatte 2 bewegt, so greifen radiale Koppelansätze 50, 68 des Stifthalters 40 und des Bügels 62 ineinander, so dass dann der Stifthalter 40 an den Bügel 62 angekoppelt ist und aus einer oberen Rotationsposition in eine untere Treibposition absinkt bzw. aus der Treibposition in die Rotationsposition anhebt.

Über dem Bügel 62, jedoch unterhalb der Trommel 22 ist ein Stützring konzentrisch zur Trommel 22 drehfest angeordnet und ragt radial bis in die Nähe der Stifthalter 40, die mit einem radialen Stützansatz 46 auf dem Stützring 32 aufliegen und lagern. Der Stützring 32 besitzt in Register mit der Stiftöffnung 4 der Grundplatte 2 eine Ausnehmung 34, die den radialen Stützansatz 46 eines in Registerposition befindlichen Stifthalters 40 zur Vertikalverschiebung mit dem Bügel 62 freigibt. Der Stützansatz 46 des Stifthalters 40 besitzt eine Laufrolle 48, die eine reibungsfreie Bewegung der Stifthalter 40 auf der Lauffläche des Stützringes 32 ermöglicht, wenn sich die Trommel bei einem Stiftwechsel dreht.

Um eine einfache und zuverlässige Ankopplung des Stifthalters an den Bügel 62 zu ermöglichen, ist der Bügel 62 unterhalb des Stützringes 32 angeordnet und besitzt in Register mit der Ausnehmung 34 des Stützringes 32 einen aufwärtsgerichteten Hubansatz 66, der eine mit der Lauffläche des Stützringes 32 flächenbündige Position einnimmt, wenn der Bügel 62 in eine entsprechende Koppelposition nach oben geschoben wird. Der Stifthalter 40 besitzt ferner einen radial einwärtsgerichteten Koppelansatz 50, der in einen entsprechenden Koppelansatz 68 des Bügels 62 greift, wenn der Bügel 62 relativ zum Stützring 32 seine Koppelposition einnimmt und die Trommel den ausgewählten Schreibstift 1 in die Registerposition bewegt. Der in die Registerposition gedrehte Schreibstift 1 ist dann mit dem Bügel 62 gekoppelt und lässt sich - durch die Ausnehmung 34 des Stützringes 32 hindurch - vom Bügel 62 dann durch die Stiftöffnung 4 hindurch gegen den Zeichnungsträger absenken bzw. wieder in die Rotationsposition anheben.

Um einerseits die Abdichtmittel, nämlich die Abdichtkissen 10 wirksam in den Bewegungsablauf beim Stiftwechsel zu integrieren und um andererseits eine möglichst ungestörte und reibungsfreie Drehbewegung beim Stiftwechsel zu verwirklichen, werden die Schreibstifte einerseits mit ihrer Spitze unter vorgegebenem Andruck oder ihrem Eigengewicht auf die Abdichtkissen 10 aufgesetzt, wenn die Schreibstifte in ihrer Ruheposition sind. Andererseits sollen die Schreibstifte 1 beim Einleiten eines Stiftwechsels von den Abdichtkissen 10 aufwärts in eine obere Rotations- oder Wechselposition angehoben werden, in welcher die Trommel 22 samt den Stiften 1 sich dann frei drehen kann. Wenn dann der ausgewählte Schreibstift 1 in Register mit der Stiftöffnung 4 gedreht ist und somit die Drehbewegung der Trommel 22 endet, werden alle Schreibstifte 1 wieder abgesenkt, und die nichtaktivierten Schreibstifte 1 setzen wieder auf ein unter ihrer Spitze befindliches Abdichtkissen 10 auf. Der aktivierte Schreibstift 1 wird dagegen vom Bügel 62 noch weiter abwärts durch die Stiftöffnung 4 hindurch gegen den Zeichnungsträger 1 in die Schreibposition abgesenkt.

Um diesen Bewegungsablauf in besonders einfacher Weise zu verwirklichen, ist der Stützring 32 ebenfalls in Richtung der Trommelachse 26 verschiebbar gelagert. Zu diesem Zweck besitzt der Stützring 32 zwei Radiallager 34, welche die Führungsstifte 12umgreifen und eine Verschiebung des Stützringes 32 längs der Führungsstifte 12 aus einer unteren Ringstellung in eine obere Ringstellung ermöglichen. Da die Schreibstifte 1 mittels ihres Stützansatzes 46 alle - bis auf einen aktivierten, in Schreibposition befindlichen Schreibstift - sich auf dem Stützring 32 abstützen, machen diese Schreibstifte 1 die Vertikalbewegung des Stützringes 32 mit. Die untere Ringstellung, in welcher der Stützring 32 gegen einen unteren Anschlag läuft, ist dabei so bemessen, dass die Schreibstifte 1 mit ihrer Spitze 1a auf darunter liegenden Abdichtkissen 10 aufsitzen. Die untere Ringstellung, in welcher der Stützring 32 gegen einen oberen Anschlag läuft, ist so bemessen, dass die Schreibstifte 1 eine ausreichende Strecke von den Abdichtkissen 10 abheben und ihre Rotationsposition einnehmen und frei mit der Trommel 22 drehen können.

Der Hub des Bügels 62, der zwischen der Grundplatte 2 und dem Stützring 32 ebenfalls längs der Führungsstifte 12 verschiebbar ist und den Stützring 32 radial untergreift, ist so bemessen, dass der Bügel 62 bei einer Aufwärtsbewegung seine obere Koppelstellung, in welcher der Hubansatz 66 flächenbündig mit der Lauffläche des Stützringes 32 abschliesst, erreicht und dabei gegen den in seiner unteren Ringstellung befindlichen Stützring 32 anläuft. Bei einer weiteren Aufwärtsbewegung des Bügels 62 nimmt dieser den Stützring 32 aus seiner unteren Ringstellung in die obere Ringstellung mit. Dabei werden die Schreibstifte 1 von den Abdichtkissen 10 abgehoben und in ihre Rotationsposition gebracht. Beim Absenken des Bügels 62 folgt der Stützring 32 und die Schreibstifte 1 unter ihrem Eigengewicht und unter Federdruck dem Bügel 62, bis der Stützring 32 auf seinem unteren Anschlag - in der unteren Ringstellung - liegen bleibt, in welcher die Schreibstifte 1 sich auf die Abdichtkissen 10 absenken. Bei einer weiteren Abwärtsbewegung nimmt der Bügel 62 dann nur noch den in Registerposition befindlichen Schreibstift 1 mit nach unten in die Schreibposition, während der Stützring 32 und die anderen Schreibstifte 1 in ihrer Ruheposition oder Abdichtposition verharren.

Für einen Stiftwechsel führt der Stiftwechsler 20 folgende Schritte durch:

In einem ersten Schritt wird der Bügel 62 samt angekoppeltem, aktiviertem Schreibstift 1 vom Tauchspulen-Antrieb 62, 64 aus der Schreibposition angehoben, bis der Bügel 62 gegen den Stützring 32 anläuft und dabei seine Koppelposition erreicht. Anschliessend wird der Bügel 62 samt Stützring 32 und allen Schreibstiften 1 weiter aufwärts verfahren, bis der Stützring 32 seine obere Ringstellung erreicht. Anschliessend wird die Trommel 22 mit allen Schreibstiften 1 mittels des Motors 28 in eine solche Position gedreht, dass der ausgewählte neue Schreibstift 1 in Register mit der Stiftöffnung 4 gelangt. Anschliessend wird der Bügel 62 zusammen mit dem angekoppelten Schreibstift 1 wieder in die Schreibposition abgesenkt und der Stützring 32 erreicht bei dieser Senkbewegung seinen unteren Anschlag und beendet damit in der unteren Ringstellung seine Abwärtsbewegung. Die nichtaktiven Schreibstifte 1 stützen sich dann auf den Abdichtkissen 10 ab.

Am Bügel ist ein vertikaler Ansatz 70 mit einer nach oben spitz zulaufenden Keilfläche 71 befestigt. Die Keilfläche 71 bewegt sich durch eine Lichtschranke 72 und ändert je nach der aktuellen Position des Bügels 62 den Strahl der Lichtschranke 72. Ansatz 70, Keilfläche 71 und Lichtschranke 72 stellen eine Sensoreinheit dar, welche die jeweils aktuelle Position des Bügels 62 abtastet. Mittels einer Regeleinheit (nicht dargestellt) wird dann der Strom in der Tauchspule 63 so geregelt, dass der Bügel 62 bei seiner Vertikalbewegung eine vorgegebene Weg/Zeit- Charakteristik verwirklicht.

Die Dimensionierung des Magnetsystems 63, 64 ist so gestaltet, daß einerseits - beim Aushub der Trommel 22 - hohe Kräfte bei langsamer Bewegung und andererseits - beim Heben und Senken eines Stifthalters 40 - dynamisch schnelle Bewegungen möglich sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Schreibeinheit für einen Trommel- oder einen Flachbettplotter,

    mit einer an das Laufwagensystem des Plotters befestigbaren Grundplatte,

    einer Stiftöffnung in der Grundplatte,

    mehreren von Stifthaltern gehaltenen Schreibstiften,

    einem Stiftwechsler auf der Grundplatte zum Positionieren sowie zum Absenken und Andrücken eines ausgewählten Schreibstiftes gegen den Zeichnungsträger, und mit Abdichtmitteln zum Abdichten der nichtaktiven Schreibstifte, dadurch gekennzeichnet, dass der Stiftwechsler (20) enthält:

    eine auf der Grundplatte (2) drehbar gelagerte Trommel (22), in welcher die Stifthalter (40) in vorgegebenem Umfangsabstand parallel zur Trommelachse (26) verschiebbar gelagert sind,

    einen Motor (28) zum Drehen der Trommel (22) bis in eine Position, in welcher der jeweils ausgewählte Schreibstift (1) in Register mit der Stiftöffnung (4) der Grundplatte (2) liegt,

    einen in Richtung der Trommelachse (26) verschiebbaren Bügel (62) auf der Grundplatte (2), der den in Registerposition befindlichen Schreibstift (1) in die Schreibposition absenkt bzw. aus der Schreibposition in eine Wechselposition zurückhebt.
  2. 2. Schreibeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Bügel (62) eine Tauchspule (63) befestigt ist, die entsprechend ihrem Spulenstrom in einen Permanentmagneten (64) auf der Grundplatte (2) eintaucht und den Bügel (62) relativ zur Grundplatte (2) verschiebt.
  3. 3. Schreibeinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stiftwechsler (20) einen zur Trommel (22) konzentrischen, drehfesten Stützring (32) enthält, auf dem die Stifthalter (40) mit einem radialen Stützansatz (46) lagern, und dass der Stützring (32) in Register mit der Stiftöffnung (4) der Grundplatte (2) eine Ausnehmung (34) besitzt, die den Stützansatz (46) eines in Registerposition befindlichen Stifthalters (40) zum Absenken gegen den Zeichnungsträger freigibt.
  4. 4. Schreibeinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifthalter (40) am Aussenumfang des Stützringes (32) angeordnet sind und radial einwärtsgerichtete Stützansätze (46) mit je einer Laufrolle (48) aufweisen, die bei Drehbewegung der Trommel (22) auf der Läuffläche des Stützringes (32) abrollen.
  5. 5. Schreibeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (62) unterhalb des Stützringes (32) angeordnet ist und in Register mit der Ausnehmung (34) des Stützringes (32) einen aufwärtsgerichteten Hubansatz (66) aufweist, der eine mit der Lauffläche des Stützringes (32) flächenbündige Position einnimmt, wenn der Bügel in eine entsprechende Koppelposition läuft.
  6. 6. Schreibeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifthalter (40) einen radialen Koppelansatz (50) besitzen, der einen radialen Koppelansatz (68) des Bügels (62) untergreift, wenn der Bügel (62) die Koppelposition relativ zum Stützring (32) einnimmt, und die Trommel (22) den ausgewählten Schreibstift (1) in die Registerposition bewegt.
  7. 7. Schreibeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Grundplatte (2) Abdichtkissen (10) angeordnet sind, dass der Stützring (32) vertikal verschiebbar gelagert ist, dass die Spitzen der Schreibstifte (1) gegen die Abdichtkissen (10) anliegen, wenn der Stützring (32) sich in der unteren Ringstellung befindet, und dass die Schreibstifte (1) von den Abdichtkissen (10) abheben, wenn der Stützring (32) in die obere Ringstellung angehoben wird.
  8. 8. Schreibeinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (62) bei einer Aufwärtsbewegung bei Erreichen seiner oberen Koppelposition gegen den in unterer Ringstellung befindlichen Stützring (32) anläuft, und bei Fortsetzung der Aufwärtsbewegung den Stützring (32) aus der unteren Ringstellung in die obere Ringstellung mitnimmt.
  9. 9. Schreibeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützring (32) und der Bügel (62) an Führungsstiften (12) verschiebbar gelagert sind, die auf der Grundplatte (2) befestigt sind.
  10. 10. Schreibeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stiftwechsler (20) zur Durchführung eines Stiftwechsels den Stützring (32) mittels des Bügels (62) in die obere Ringstellung anhebt, anschliessend eine Drehbewegung der Trommel (22) aktiviert, bis der gewählte Schreibstift (1) die Registerposition mit der Stiftöffnung (4) der Grundplatte (2) erreicht und dabei an den Bügel (62) ankoppelt, dass anschliessend der Bügel (62) den Schreibstift (1) in die Schreibposition absenkt, während der Stützring (32) gegen die untere Ringstellung läuft und die nichtaktivierten Schreibstifte auf den Abdichtkissen (10) aufsetzen.
  11. 11. Schreibeinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (62) zum Desaktivieren einen in Schreibposition befindlichen Schreibstift (1) anhebt, gegen den Stützring (32) läuft und diesen aus seiner unteren Ringstellung in die obere Ringstellung mitnimmt, dass anschliessend die Trommel einen vorgegebenen Drehwinkel eine Drehbewegung ausführt, bis die Schreibstifte (1) in Register mit den Abdichtkissen (10) liegen, und dass schliesslich der Bügel (62) den Stützring (32) in die untere Ringstellung und die auf dem Stützring lagernden Schreibstifte (1) gegen die Abdichtkissen absenkt.
  12. 12. Schreibeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Position des Bügels (62) abtastende Sensoreinrichtung (70, 72) vorgesehen ist, und dass eine Regeleinheit die Senkgeschwindigkeit des Bügels (62) in Abhängigkeit von der abgetasteten aktuellen Bügelposition steuert.






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