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Dokumentenidentifikation DE3732608A1 06.04.1989
Titel Spinnmaschinen-Streckwerk
Anmelder Zinser Textilmaschinen GmbH, 7333 Ebersbach, DE
Erfinder Nickolay, Helmut, Dipl.-Ing., 7336 Uhingen, DE
Vertreter Eder, E., Dipl.-Ing.; Schieschke, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 28.09.1987
DE-Aktenzeichen 3732608
Offenlegungstag 06.04.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.04.1989
IPC-Hauptklasse D01H 13/14
IPC-Nebenklasse D01H 5/46   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein Spinnmaschinen-Streckwerk, mit Eingangsunterwalze 1 und davon bei Garnbruch abhebbarer Eingangsoberwalze 2, an welche mindestens ein schwenkbares Eingriffselement 3 zum Abheben der Eingangsoberwalze 2 ansetzbar ist. Erfindungsgemäß ist das Eingriffselement 3 über mindestens ein Wälzlager 4 auf der Eingangsunterwalze 1 gelagert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Spinnmaschinen-Streckwerk, mit Eingangsunterwalze und davon bei Garnbruch abhebbarer Eingangsoberwalze, an welche mindestens ein schwenkbares Eingriffselement zum Abheben der Eingangsoberwalze ansetzbar ist.

Als Stand der Technik ist bereits ein derartiges Spinnereimaschinen-Streckwerk bekannt, bei welchem das Eingriffselement als Hubschalenteil mit einer die Oberwalze untergreifenden Kufe ausgebildet ist (DE-OS 34 04 291). Dieses Hubschalenteil umklammert die Unterwalze und wird infolge dieser Umklammerung von der Unterwalze getragen. Nachteilig ist hierbei die relativ hohe Belastung der Unterwalze durch Reibmomente des Hubschalenteils. Dieser Fall tritt besonders dann ein, wenn sehr viele oder durch Bedienfehler sogar alle Hubschalenteile in Sperrstellung geschaltet werden. Hierbei kann es ungünstigsten Falles sogar zum Bruch der betreffenden Unterwalze kommen.

Zum Stand der Technik zählt weiterhin bei einem Spinnmaschinen-Streckwerk eine Hubeinrichtung mit einem Eingriffselement, welches die Achse der Eingangsoberwalze untergreift und in einer Lagerstelle unterhalb der Unterwalze drehbar gelagert ist (DE-OS 29 52 533). Bei dieser Konstruktion ergibt sich der Nachteil des relativ hohen Bau- und Raumaufwandes, da für das Eingriffselement unterhalb der Eingangsunterwalze eine extra Lagerstelle vorhanden sein muß.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spinnmaschinen-Streckwerk der eingangs genannten Art so auszubilden, daß bei raumsparender Konstruktion eine Belastung der Unterwalze durch die Funktion des Eingriffselements einwandfrei vermieden wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Eingriffselement über mindestens ein Wälzlager auf der Eingangsunterwalze gelagert ist. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß während der Funktion des Eingriffselements die Unterwalze keinen unerwünschten Reibmomenten ausgesetzt ist, so daß eine weitgehende Belastungsfreiheit besteht.

Die Wälzlager können beispielsweise als Kugel- oder Nadellager ausgebildet sein. Hierbei besteht die Möglichkeit, daß das Wälzlager auf dem zwei benachbarte Eingangsunterwalzen verbindenden Bereich angeordnet ist und zwei Eingriffselemente zum Abheben benachbarter Eingangsoberwalzen lagert. Damit kann für zwei Eingriffselemente vorteilhafterweise lediglich ein Wälzlager eingesetzt werden, so daß sich eine kostensparende Anordnung ergibt.

Alternativ besteht auch die Möglichkeit, daß auf dem zwei benachbarte Eingangsunterwalzen verbindenden Bereich zwei jeweils ein Eingriffselement zum Abheben benachbarter Eingangsoberwalzen tragende Wälzlager angeordnet sind. Damit ergeben sich geteilte Lager, wobei jedem Eingriffselement ein individuelles Wälzlager zugeordnet ist.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 eine schematische Vorderansicht eines Eingangswalzenpaares;

Fig. 2 eine Seitenansicht des Walzenpaars nach Fig. 1 im Schnitt;

Fig. 3 eine andere Ausführungsform eines Eingangswalzenpaares in Vorderansicht;

Fig. 4 eine Seitenansicht des Walzenpaares nach Fig. 3, im Schnitt.

Nach Fig. 1 besteht das Eingangswalzenpaar eines an sich bekannten Spinnmaschinen-Streckwerks aus einer Eingangsunterwalze 1 sowie einer dieser zugeordneten Eingangsoberwalze 2. Die Eingangsoberwalze 2 ist hierbei bei Garnbruch von der Eingangsunterwalze 1 abhebbar, und zwar mit Hilfe eines schwenkbaren Eingriffselements 3, welches an die Eingangsoberwalze 2 ansetzbar ist.

Dieses Eingriffselement 3 ist über mindestens ein Wälzlager 4 auf einem Bereich 5 der Eingangsunterwalze 1 angeordnet. Hierbei kann das Wälzlager 4 als Kugel- oder Nadellager ausgebildet sein.

Das Wälzlager 4 ist hierbei auf dem die Arbeitsbereiche zweier benachbarter Eingangsunterwalzen verbindenden zylindrischen Bereich angeordnet, wobei die Möglichkeit besteht, daß zwei Eingriffselemente 3 zum Abheben benachbarter Eingangsoberwalzen 2 auf diesem Wälzlager gelagert sind.

Alternativ ist auch die Möglichkeit gegeben, daß auf dem die Arbeitsbereiche zweier Eingangsunterwalzen 1 verbindenden Bereich 5 zwei, jeweils ein Eingriffselement 3 tragende Wälzlager 4 angeordnet sind, so daß jedem Eingriffselement ein Wälzlager zugeordnet ist.

Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 ist das wälzgelagerte Eingriffselement 3 als Hubschalenteil 8 ausgebildet und weist eine die Oberwalze 2 untergreifende Kufe 9 auf. Hierbei umklammert das Hubschalenteil 8 einen Teil der Eingangsunterwalze, und zwar in deren zylindrischem Bereich 5. Damit werden unerwünschte Reibmomente des Hubschalenteils 8 beim Lauf der Eingangsunterwalze, insbesondere in der Eingriffsstellung des Eingriffselements 3, vermieden, wobei sich hierbei die Kufe 9 unter den Umfang der Oberwalze 2 schiebt und infolge der Keilform ein Abheben der Eingangsoberwalze 2 von der Unterwalze 1 bewirkt. Die Betätigung erfolgt hierbei mittels einer Betätigungsstange 10, welche im unteren Bereich an das Eingriffselement 3 angreift und durch ein nicht dargestelltes Arbeitselement in Laufrichtung verschoben wird.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 ist wiederum das Eingriffselement 3 über ein Wälzlager 4 auf einem zylindrischen Bereich 5 der Eingangsunterwalze 1 gelagert. Der zylindrische Bereich 5 verbindet hierbei zwei benachbarte Arbeitsbereiche der Eingangsunterwalze 1. Auch bei dieser Ausführungsform umklammert das Eingriffselement einen Teil des zylindrischen Bereichs 5 der Eingangsunterwalze 1. Hierbei ist das Eingriffselement 3 als Hubelement 6 ausgebildet, welches mit seiner Oberfläche unter eine Achse 7 der Eingangsoberwalze 2 zu greifen vermag und damit die Abhebung der Eingangsoberwalze 2 von der Eingangsunterwalze 1 bewirkt. Die Betätigung des Eingriffselements 3 erfolgt wiederum über eine Betätigungsstange 10.

Dadurch, daß das Eingriffselement auf einem Bereich der Eingangsunterwalze 1 über mindestens ein Wälzlager 4 gelagert ist, ergibt sich eine Entlastung der Unterwalze, insbesondere in der Wirkstellung des Eingriffselements in der die Belastungskraft der Eingangsoberwalze 2 auf dem Eingriffselement 3 liegt und über dieses auf die Eingangsunterwalze 1 übertragen wird. Das Wälzlager 4 vermindert hierbei die Reibung zwischen der umlaufenden Eingangsunterwalze 1 und dem stillstehenden Eingriffselement 3 ganz erheblich, so daß unerwünscht hohe, bremsend auf die Eingangsunterwalze 1 wirkende Reibmomente der Eingriffselemente einwandfrei vermieden werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Spinnmaschinen-Streckwerk, mit Eingangsunterwalze und davon bei Garnbruch abhebbarer Eingangsoberwalze, an welche mindestens ein schwenkbares Eingriffselement zum Abheben der Eingangsoberwalze ansetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Eingriffselement (3) über mindestens ein Wälzlager (4) auf der Eingangsunterwalze (1) gelagert ist.
  2. 2. Spinnmaschinen-Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wälzlager (4) auf einem zwei benachbarte Arbeitsbereiche einer Eingangsunterwalze verbindenden Bereich (5) angeordnet ist.
  3. 3. Spinnmaschinen-Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wälzlager (4) zwei Eingriffselemente zum Abheben benachbarter Eingriffsoberwalzen lagert.
  4. 4. Spinnmaschinen-Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem zwei benachbarte Arbeitsbereiche einer Eingangsunterwalzen verbindenden Bereich (5) zwei jeweils ein Eingriffselement (3) zum Abheben benachbarter Eingangsoberwalzen tragende Wälzlager angeordnet sind.
  5. 5. Spinnmaschinen-Streckwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das wälzgelagerte Eingriffselement (3) als die Achse (7) der Eingangsoberwalze (2) untergreifendes Hubelement (6) ausgebildet ist.
  6. 6. Spinnmaschinen-Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das wälzgelagerte Eingriffselement (3) als den Walzenkörper einer Eingangsoberwalze (2) mit mindestens einer Kufe (9) untergreifendes Hubschalenteil (8) ausgebildet ist.






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