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Dokumentenidentifikation DE3728945A1 11.05.1989
Titel Änderungen im Grundaufbau von Plottern, hier vornehmlich Flachplotter
Anmelder Heinemann, Theo, 6080 Groß-Gerau, DE
Erfinder Heinemann, Theo, 6080 Groß-Gerau, DE
DE-Anmeldedatum 29.08.1987
DE-Aktenzeichen 3728945
Offenlegungstag 11.05.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.05.1989
IPC-Hauptklasse B43L 13/00
IPC-Nebenklasse G06K 15/22   
Zusammenfassung Grundaufbau von Plottern, vornehmlich Flachbett-Plottern. Der erfindungsgemäße Grundaufbau ermöglicht es, das Zeichenpapier in beiden Achsrichtungen relativ zur Zeichenebene zu bewegen. Dabei wird das während der einzelnen, intermittierenden Plotvorgänge nicht benutzte Papier normalerweise in zwei Kammern gehalten. Der Papierschub erfolgt paßgenau zwischen mehreren Plotvorgängen von Teilbereichen der Gesamtzeichnung, so daß Gesamtzeichnungen von einer Größe, die nur durch die Größe des Papiers selbst beschränkt ist, auch auf Plottern mit kleinerer Achsbewegung erstellt werden können. Bisher bekannt ist nur das Versetzen eines Plotrahmens über das auf einer vom Plotter getrennten Ebene aufgespannte Papier sowie das Wickeln eines Papiervorrats, wodurch mehrere, in sich abgeschlossene Zeichnungen nacheinander geplottet werden können. Der erfindungsgemäße Grundaufbau ermöglicht die relative Bewegung des Papiers, eben des leichteren Mediums, nicht nur in Wickelrichtung, sondern auch quer zu dieser. Auch bei nur einer Kammer wird die Bewegung quer zur Wickelrichtung verwirklicht. Allerdings ist dann ein Umkehren des Papiers und eine Spiegelung der danach zu plottenden Teilbereiche nötig. Außerdem läßt sich damit nur eine Verdoppelung der Achslänge des Plotters in Wickelrichtung erreichen.

Beschreibung[de]

Gegenstand der Anmeldung sind Änderungen im Grundaufbau von Plottern - hier vornehmlich Flachplotter -, die eine intermittierende Bewegung des Zeichenpapiers unter der eigentlichen, hierdurch im wesentlichen unbeeinflußten Mechanik des Plotters ermöglichen, so daß große elektronisch erfaßte Zeichnungen in aneinander anschließende Teilbereiche, deren Kantenlängen innerhalb der Achswege des Plotters liegen ("Plotarea"), aufgeteilt und nacheinander auf einen Zeichenpapier ausgeplottet werden können; dadurch ergibt sich wieder die zusammenpassende Gesamtzeichnung.

Bisher bekannt ist ein Plotter der als Rahmen - ohne die sonst übliche Zeichenplatte - ausgebildet ist. Dieser Plotter zeichnet Teilbereiche auf eine genügend große, mit Zeichenpapier bespannte, ebene Platte. Er muß nach dem Plotten eines Zeichnungsausschnitts als ganzes Gerät auf den genauen Platz über dem Papier eingerichtet werden, der den nächsten Plotausschnitt aufnehmen soll. Bei dieser Relativbewegung zwischen Plotter und Papier wird die größere und unhandliche Masse bewegt, was die genaue Justage behindert.

Das Neuartige an den nachfolgend beschriebenen Vorkehrungen ergibt den Vorteil, die Relativbewegung zwischen Plotter und Papier durch Bewegen der kleineren Masse - eben des Papiers - zu erreichen. Die Justage wird einfacher und genauer; die Handhabung ist auch für eine einzelne Person möglich.

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: in der ersten nachfolgenden Variante ist die angesprochene Relativbewegung in beiden Achsrichtungen nur durch die Größe des Zeichenpapiers beschränkt, theoretisch ist sie unendlich; bei der zweiten Variante ist nur eine Achsrichtung unbeschränkt, bei der anderen Achse ist die für die Zeichnung nutzbare Arbeitsbreite des Plotters doppelt so groß wie der Achsweg.

Variante 1)

Gegenstand des Anspruchs ist eine alleinstehende Zeichenebene für Plotter dergestalt, daß die bisher bei Tischplottern bekannte Grundplatte, die die Zeichenebene ebenso wie die X-Achsenführung und die Laufschiene für den Y-Arm auf nahezu gleicher Höhe trug, diese drei Elemente mit geeigneten technischen Mitteln so hoch stellt, daß darunter Kammern für den Papiervorrat untergebracht werden können.

  • Skizze I: die eigentliche Zeichenebene (2) und die Mechanik für die Achsenführungen (3+4) sind getrennt und höhergestellt, so daß Kammern für den Papiervorrat (1) Raum finden, ohne die Konstruktion der Achsführungen wesentlich zu verändern.


Der Anspruch richtet sich auf diese Kammern, die es ermöglichen, Papierrollen frei in der Längsrichtung der Kammern zu verschieben oder von einer in die andere Kammer zu wickeln.

Dadurch wird es möglich, das Zeichenpapier (in Rollen oder großen Formaten) in beiden Achsrichtungen auf der Zeichenebene zu bewegen. Durch Unterteilung der elektrisch erfaßten Gesamtzeichnung in Abschnitte, deren Kantenlängen den Achswegen des jeweiligen Plotters ("Plotarea") entsprechen, lassen sich sukzessiv Zeichnungen jeder Größe ausplotten, indem man das Papier nach dem Plotten des 1. Abschnitts so verschiebt, daß der 2. (und alle folgenden) Abschnitte sich nahtlos anschließen; die Verschiebung erfolgt je nach Zusammensetzungsfolge der Abschnitte in Richtung der X- und/oder Y-Achse.

  • Skizze I und II: Skizze I zeigt als gepunktete Linie den Verlauf des Papiers zwischen den Kammern (1) und über die Zeichenebene (2), Skizze II gibt dazu eine stilisiert perspektivische Übersicht und zeigt außerdem, daß alle sonstigen Einrichtungen des Plotters wie Bedienfeld oder Stiftwechsler als freitragender Arm (5) oder als Brücke zwischen Teil 3 und 4 ausgebildet sind, um das freie Verschieben des Papiers zu ermöglichen.


Der Anspruch zielt auf die praktische Handhabung beim Plotten größerer Zeichenformate. Eingeschlossen ist daher die Verlängerung der Zeichenebene und der Kammern - in geeigneter Form - in Richtung der integrierten Kammern nach beiden Seiten. Diese Verlängerungen können festangebaut, angeklappt, beigestellt oder in irgend einer anderen Form zur Unterstützung des Papierschubs ausgebildet sein.

  • Skizze III zeigt diese Verlängerungen gestrichelt.


Der Anspruch ist auch erfüllt, wenn nur eine Kammer (1) integriert ist und statt der zweiten Kammer der Y-Arm das Verschieben des Papiers unter der Abstützung des Arms (4) erlaubt, z. B. bei Schrägtisch-Plottern.

  • Skizze IV (unten) zeigt einen beispielhaften Schnitt.


Technisch möglich - aber umständlich - wäre es, die Kammern für den Papiervorrat AUF der Zeichenebene anzubringen und die Elemente der Achsenführung so zu verlängern, daß sie diese Kammern übergreifen. Jedoch wird auch diese Variante in den Anspruch eingeschlossen, da auch damit die unbeschränkte Bewegung des Zeichenpapiers unter den Hardware-Elementen des eigentlichen Plotters hindurch ermöglicht wird.

Variante 2)

Die üblichen Flachplotter begrenzen das Zeichenfeld durchweg durch den festen Anbau der längeren Achsführung sowie eine der kürzeren Seiten durch direkten Aufbau des Bedienfeldes und der Stiftwechsel-Einheit; außerdem ist meist die Führungsschiene für den Zeichenarm als Anschlag für das Zeichenpapier - also hochstehend - auf der 2. Längsseite der Flachplotterbasis angebracht. Alle diese Einrichtungen behindern das freie Verschieben des Papiers bei der Justage der Anschlußpunkte für einen weiteren Teil der Zeichnung.

  • Skizze II: feste Einrichtungen auf einer Schmalseite werden daher anspruchsgemäß als freitragender Arm (Teil 5) ausgebildet. Die zweite Längsseite wird für den Papierschub intermittierend mit geeigneten Mitteln durch Anheben oder einfaches Entfernen während des Papierschubs freigehalten (siehe Skizze V, entfernte Teile können z. B. durch magnetische Halterung leicht wieder über dem Zeichenpapier fixiert werden). Der freie Schub des Papiers kann anspruchsgemäß auch dadurch erfüllt werden, daß technische Vorkehrung den leichten Papierschub ermöglichen; in Skizze VI ist dazu beispielhaft eine Rollkugel als Auflager skizziert.


Funktionsweise bei Variante 2): durch die Freistellung der Papierebene von Hindernissen können in X-Richtung beliebig viele Zeichnungsausschnitte wie zu Variante 1) beschrieben aneinander angeschlossen werden. Nach Drehen des Papiers um die Hochachse 180 Winkelgrad kann eine zweite Reihe von Ausschnitten parallel dazu geplottet werden, was eine doppelte Nutzung des Y-Achswegs bedeutet. Mittels im Prinzip bekannter Software wird die Drehung des Papiers bei der Plotausgabe berücksichtigt. Das Prinzip funktioniert auch - und wird in den Anspruch eingeschlossen -, wenn man die X-Achse mit geeigneten Mitteln freistellt; das ergibt dann beliebig viele Ausschnitte in Y-Richtung und eine doppelte Nutzung des X-Achsenweges.


Anspruch[de]
  1. 1. Oberbegriff

    Grundaufbau von Plottern, vornehmlich von Flachbett-Plottern, dadurch gekennzeichnet, daß die Mechanik der Stiftführung und die eigentliche Zeichenplatte so hochgestellt werden, daß darunter Raum für Kammern entsteht, in denen sich das Zeichenpapier befindet und von einer in die andere Kammer gewickelt sowie quer zur Wickelrichtung verschoben werden kann; große, nur durch das Papierformat begrenzte Zeichnungen lassen sich dadurch auch auf Plottern mit kürzeren Achsbewegungen erstellen, wenn zwischen dem Plotten von Teilbereichen (Plotarea) der Gesamtzeichnung das Papier paßgenau relativ zum Plotter verschoben wird.
  2. 2.Unteransprüche

    Erfüllt wird der Anspruch auch, wenn durch Hochsetzen der Plotmechanik Wickelkammern oberhalb der Zeichenfläche entstehen oder nur eine Kammer vorgesehen ist, sofern sie eine Bewegung des Papiers in Richtung der Rollenachse, also quer zum Wickelvorschub, über die Zeichenebene des Plotters ermöglichen.
  3. 3. Feste, anklapp- oder ausziehbare und beigestellte Papieraufnahmen und -stützen, die das leichte Bewegen des Papiers quer zur Wickelrichtung an einem Plotter nach Anspruch 1 oder 2 unterstützen.






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