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Dokumentenidentifikation DE3836646A1 11.05.1989
Titel Faserkräuselvorrichtung
Anmelder Kabushiki Kaisha Takehara Kikai Kenkyusho, Nagaokakyo, Kyoto, JP
Vertreter Manitz, G., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Finsterwald, M., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., 8000 München; Rotermund, H., Dipl.-Phys., 7000 Stuttgart; Heyn, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 27.10.1988
DE-Aktenzeichen 3836646
Offenlegungstag 11.05.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.05.1989
IPC-Hauptklasse D02G 1/14
Zusammenfassung Es wird eine Kräuselvorrichtung vorgestellt, bei der die zu kräuselnden Faserbündel (m) zwischen einer Ringwalze (1) und einer Innenwalze (8) abgeflacht werden, wobei die Innenwalze die Ringwalze von innen berührt und über einen Fluiddruckzylinder (9) angedrückt wird; die beiden Walzen werden gleich schnell in gleicher Richtung gedreht. Hinter dem Klemmspalt zwischen den beiden Walzen entsteht ein Materialraum (12), dessen Rückseite ein ebenfalls durch einen Fluiddruckzylinder (11) betätigter Kräuselschuh (10) abschließt. Einstückig entweder an der Ringwalze oder an der Innenwalze angebrachte Ringe (1'; 1'') verschließen den Materialraum seitlich, so daß das zu kräuselnde Garn nicht durch Reibungswärme infolge unterschiedlicher Geschwindigkeit geschädigt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Kräuselung von Fasern, um aus einem geradlinigen Garn aus chemisch erzeugten Fasern ein welliges Garn herzustellen.

Bei dieser Art von Faserkräuselvorrichtungen ist es allgemein bekannt, das Kräuseln mit einem Walzensystem durchzuführen, bei dem zwei Walzen mit zueinander parallelen Achsen liegen und mit der gleichen Drehzahl gedreht werden, und zu kräuselnde Faserbündel zwischen den beiden Walzen hindurchgeschickt werden, um dann in einen in Drehrichtung der Walzen gesehen an der Rückseite ausgebildeten Materialkasten eingeleitet zu werden. Derartige Vorrichtungen sind zum Beispiel in den US-Patentschriften 30 96 558, 31 37 055 und 32 48 770 beschrieben.

Bei diesen bekannten Kräuselvorrichtungen, bei denen die Faserbündel zum Kräuseln zwischen zwei Walzen eingeführt werden, neigen die Fasern dazu, sich in der Drehrichtung jeder Walze zu zerstreuen, wenn sie an der Berührungsstelle der Walzen vorbeigekommen sind und in den Materialraum eintreten. Um ein solches Zerstreuen der Fasern zu verhindern, war es notwendig, an jeder Walze einen Kratzer anzubringen und die Fasern genau in den Materialkasten einzuleiten. Es werden jedoch die Fasern durch den Kratzerspalt mit so hoher Geschwindigkeit ausgedrückt, daß eine sehr empfindliche Bearbeitungs- und Führungseinstellung erforderlich ist, um dabei keine Schäden durch Reibung entstehen zu lassen. Da der Materialkasten in Drehrichtung an der Rückseite der Walzen von feststehenden Seitenwänden umgeben ist, ergeben sich Fehler, daß die Fasern durch einen Spalt zwischen den Seitenwänden und den Walzen seitlich entweichen, oder daß wegen unterschiedlicher Geschwindigkeit Reibungswärme entsteht, wenn sich die mit hoher Geschwindigkeit in den Materialkasten eingedrückten Faserbündel an den festen Seitenwänden reiben, so daß die Fasern beschädigt werden. Aus diesem Grund ergibt sich die Notwendigkeit, eine derartige Kräuselvorrichtung so zu verbessern, daß keine Fasern austreten oder Fasern in einem Kräusel-Walzensystem beschädigt werden können, ohne die Ablaufgeschwindigkeit des Kräuselverfahrens zu verringern.

Dieses Ziel wird erreicht mit einer Faserkräuselvorrichtung, die sich dadurch auszeichnet, daß der Materialkasten durch eine Ringwalze von vergleichsweise großem Durchmesser umgeben ist, die sich in einer Richtung dreht, und eine Innenwalze vorgesehen ist, die innen an der Ringwalze anliegt und sich mit gleicher Oberflächengeschwindigkeit in gleicher Richtung wie die Ringwalze bewegt, während Faserbündel zwischen ihr und der Ringwalze gehalten werden, und daß Seitenringe vorgesehen sind, die zu beiden Seiten der Berührungsstelle der beiden Walzen angebracht sind und sich ebenfalls in gleicher Richtung und mit gleicher Geschwindigkeit wie die Walzen bewegen.

Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung drehen sich die beiden Walzen, welche die zu kräuselnden Faserbündel halten, in der gleichen Richtung mit der gleichen Geschwindigkeit, und so wird die Oberseite und die Rückseite der Faserbündel durch den Druck der beiden Walzen abgeflacht, und die Fasern werden durch die beiden äußeren und inneren Drehflächen in den Materialkasten eingeleitet. Damit ist es möglich, die Faserbündel geordnet in den Materialkasten einzuleiten, dabei das Austreten oder Verstreuen von Fasern wie bei den bekannten Kräuselvorrichtungen zu verhindern, bei denen die beiden Walzenflächen als Außenwalzenflächen aneinander ablaufen. Weiter werden die beiden Seiten des Materialkastens durch Seitenringe gebildet, die sich in der gleichen Richtung und mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Walzenflächen drehen, so daß kein Entweichen oder Zerstreuen der Fasern zu befürchten ist.

Da sich die Umgebung des Materialkastens in Laufrichtung der Fasern bewegt, treten nur geringe Geschwindigkeitsunterschiede auf, und es wird keine Reibungshitze erzeugt, so daß eine Beschädigung der Fasern vermieden wird.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert; in dieser zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,

Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung aus Fig. 1,

Fig. 3 eine teilweise geschnittene Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1,

Fig. 4 eine Ausschnittsdarstellung in Seitenansicht bei Lösen der Anlage der Innenwalze an der Außenwalze während des Einführens der Faserbündel bei der Vorrichtung nach Fig. 1,

Fig. 5 eine Teil-Seitenansicht des Kräuselvorganges in der Vorrichtung nach Fig. 1,

Fig. 6 eine Seitenansicht bei mit erheblichen Mengen beschickter Vorrichtung nach Fig. 1, bei der gekräuselte Faserbündel nacheinander aus der Vorrichtung entlassen werden,

Fig. 7 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kräuselvorrichtung,

Fig. 8 eine teilweise aufgeschnittene Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 7,

Fig. 9 eine teilweise aufgeschnittene Teil-Seitenansicht wesentlicher Teile der Vorrichtung aus Fig. 7,

Fig. 10 eine teilweise geschnittene Draufsicht auf den in Fig. 9 dargestellten Teil der Vorrichtung aus Fig. 7,

Fig. 11 einen Vertikalschnitt mit der Darstellung des einen durch die Nabe der Ringwalzen gebildeten Seitenringteiles, wobei der andere Seitenring einstückig auf die Ringwalze aufgesetzt ist,

Fig. 12 einen Vertikalschnitt mit zu beiden Seiten der Innenwalze jeweils einstückig ausgeführten Seitenringen, und

Fig. 13 einen Vertikalschnitt, bei dem ein Seitenring an einer Seite der Innenwalze ausgeführt ist, während die Nabe der Ringwalze den anderen Seitenring ergibt.

Es wird zunächst ein erstes Ausführungsbeispiel anhand der Fig. 1 bis 6 dargestellt. Es ist hier eine Ringwalze 1 mit L-förmigem Querschnitt ausgebildet, wobei die Außenfläche einer auf eine Drehwelle 2 aufgezogenen Nabe 1&min;&min; die eine Seitenbegrenzung der Ringwalze bildet. Dabei ist die Drehwelle 2 vorkragend an einem Rahmen F der Vorrichtung angebracht. An der offenen Seite des Querschnittes der Ringwalze ist ein getrennt ausgebildeter Seitenring 1&min; zum teilweisen Verschließen der Öffnung angebracht, und die gesamte Ringwalze wird durch eine Antriebseinrichtung 3 in Drehung versetzt. An einer Seitenstütze S des zum Gesamtrahmen der Maschine gehörenden Seitenrahmens F&min; ist eine Hilfsdrehwelle 4 angebracht, die parallel zur Drehwelle 2 verläuft. Schwenkarme 5 sind bewegbar so auf diese Hilfsdrehwelle 4 aufgesetzt, daß sie eine freie Schwenkbewegung um diese ausführen können. Im Innenteil des Endes der Schwenkarme ist ein Schwenklager festgehalten. Ein C-förmiger Schwenkrahmen 5&min; ist vorgesehen, bei dem die beiden Schenkelenden drehbar auf eine Drehwelle 7 aufgesetzt sind, die in den Lagern 6 der Schwenkarme 5 drehbar gehalten ist. Der Schwenkrahmen 5&min; kann so frei um die Drehwelle 7 schwenken. An einem Ende ist auf die Drehwelle 7 ein Zahnrad b aufgezogen, welches mit einem Zahnrad a am äußeren Ende der Hilfsdrehwelle 4 kämmt, und am anderen Ende sitzt eine Innenwalze 8, die mit ihrem Außenumfang den Innenumfang der Ringwalze 1 berührt. Ein Fluiddruckzylinder 9 steht mit seiner Kolbenstange mit dem Lager 6 in Berührung, so daß die Innenwalze 8 mit diesem Zylinder 9 an die Ringwalze 1 angedrückt oder von ihr gelöst werden kann. Ein Kräuselschuh 10 ist an einer Seite am oberen Ende des Schwenkrahmens 5&min; abgestützt, sein unteres Ende sitzt benachbart zur Berührungsstelle der Ringwalze 1 mit der Innenwalze 8 und dieser Schuh kann sich frei und elastisch bewegen. Ein zweiter fluiddruckbetätigter Zylinder 11 ist an dem oberen Ende seiner Kolbenstange mit dem oberen Ende des Schwenkrahmens 5&min; verbunden, und stützt den Kräuselschuh 10 elastisch ab. In Drehrichtung hinter der Berührungsstelle der Ringwalze 1 mit der Innenwalze 8 befindet sich ein Materialraum oder -kasten 12. Der Materialraum 12 wird im Ausführungsbeispiel I von der Innenfläche der Ringwalze 1, der Außenfläche der Innenwalze 8, der Innenwand des auf eine Seite der Ringwalze 1 aufgezogenen Seitenringes 1&min; und der Innenwand der als weiterer Seitenring wirkenden Ringnabe 1&min;&min; umgeben. An seiner Rückseite, in Laufrichtung gesehen, befindet sich der Kräuselschuh 10. Ein Faserzuführfach 13 ist in Drehrichtung vor der Berührungsstelle der Ringwalze 1 mit der Innenwalze 8 ausgebildet, und es ist in den Fig. 5 und 6 ein Faserbündel m dargestellt, das vom Zuführfach 13 aus zwischen die Ringwalze 1 und die Innenwalze 8 an deren Berührungsstelle gerät und infolge des Anpreßdruckes der beiden Walzen dort abgeflacht und in den Materialraum 12 eingeführt wird. Eine Führung 17 für das Faserbündel m ist vor dem Zuführfach 13 vorgesehen.

Die Drehwelle 7 der Innenwalze 8 wird über eine Hauptantriebswelle 16 angetrieben, die im unteren Teil des Maschinenrahmens F, F&min; angeordnet und gelagert ist, und zwar über eine Antriebswelle 14 mit einem Zahnrad c, welches wiederum mit dem Zahnrad b in Eingriff ist und einer weiteren Antriebseinrichtung 15 für die Antriebswelle 14, und der Antrieb geschieht in der Weise, daß die Umfangsgeschwindigkeit der Außenfläche der Innenwalze 8 der Umfangsgeschwindigkeit der Innenfläche der Ringwalze 1 entspricht, die durch die Antriebseinrichtung 3 angetrieben ist.

Beim Ausführungsbeispiel I mit dem so beschriebenen Aufbau werden die Faserbündel m zwischen der Ringwalze 1 und der Innenwalze 8, welche sich in gleicher Richtung mit gleicher Geschwindigkeit bewegen, flachgedrückt und gelangen von dort in den Materialraum 12. Beim Verlassen der Berührungsstelle der beiden Walzen 1 und 8 werden den Faserbündeln m Bewegungen in gleicher Richtung mit gleicher Geschwindigkeit an den beiden Seiten der Bündel verliehen. Die so abgeflachten Faserbündel kommen nun mit dem Kräuselschuh 10 in Berührung, und es wird dort die gleiche Kräuselwirkung verursacht, wie sie bei den üblichen Kräuselvorrichtungen mit dem Walzensystem erreicht wird. Wenn die in dem Materialraum befindlichen, übereinander gekräuselten Faserbündel zunehmen, geht der Kräuselschuh 10 gegen die Druckkraft des zweiten Fluiddruckzylinders 11 nach unten und bewegt sich längs der Innenfläche der Ringwalze 1 elastisch zusammen mit der Oberseite des Schwenkrahmens 5&min;, der um die andere Drehwelle 7 schwenkt. Dadurch wird eine Seite des Materialraums 12 geöffnet und die gekräuselten Faserbündel m werden nacheinander durch den Spalt zwischen der Ringwalze 1 und der Innenwalze 8 ausgetragen, die an der Rückseite des Materialraumes 12 zunehmend Abstand voneinander haben. Wenn der Druck der gekräuselten Faserbündel nachläßt, drückt der zweite fluiddruckbetätigte Zylinder 11 den Kräuselschuh 10 wieder gegen den Materialraum vorwärts, so daß wiederum ein größerer Widerstand gegen die Faserbündel geleistet wird, der mit weiterer Zufuhr von Faserbündeln m ansteigt. Auch der andere fluiddruckbetätigte Zylinder 9 wird betätigt und hält die Faserbündel m zwischen den Walzen 1 und 8 so, daß bei ansteigendem Druck die Innenwalze 8 sich von der Berührungsstelle mit der Ringwalze 1 abhebt und die dazwischenliegenden Faserbündel m beaufschlagt.

Es wird nun das Ausführungsbeispiel II anhand der Fig. 7 bis 10 erläutert. Das Ausführungsbeispiel II unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel I insofern, als der Seitenring 1&min; an beiden Seiten der Innenwalze 8 angeformt ist und zwei Kräuselschuhe 10a, 10b an beiden Seiten der Rückseite des Materialraumes so vorgesehen sind, daß der Abstand zwischen den einander gegenüberliegenden Innenseiten der Kräuselschuhe 10a und 10b einen Hemmraum 18 bildet mit einem breiten Eintritt und einem schmalen Ausgang, um das Kräuseln der Faserbündel m zu bewirken.

Im Ausführungsbeispiel II sind die beiden Seiten der Berührungsstelle der Ringwalze 1 mit der Innenwalze 8 durch die Seitenringe 1&min; abgeschlossen, die jeweils zu beiden Seiten der Innenwalze 8 einstückig aufgezogen sind und sich zusammen mit ihr drehen, die Faserbündel m werden zu dem zwischen den beiden Kräuselschuhen 10a und 10b an der Rückseite des Materialraumes 12 ausgebildeten Hemmraum 18 geführt und dann werden die gekräuselten Faserbündel m nacheinander seitlich durch den Spalt zwischen der Ringwalze 1 und der Innenwalze 8 ausgelassen, die an der Rückseite der beiden Kräuselschuhe 10a, 10b zunehmenden Abstand voneinander besitzen.

Die Ringwalze 1 wird im Ausführungsbeispiel II ebenso wie im Ausführungsbeispiel I dadurch gedreht, daß die Nabe 1&min;&min; auf die an einer Seite des Maschinenrahmens F vorkragende Drehwelle 2 aufgesetzt ist. Weiter ist die Innenwalze 8 wie im Ausführungsbeispiel I auf eine Drehwelle 7 aufgesetzt, die durch den Schwenkarm 5 hindurchtritt. Dieser Schwenkarm 5 wird durch den fluiddruckbetätigten Zylinder 9 um die Hilfsdrehwelle 4 und das Lager 6 am Ende des Schwenkarmes 5 geschwenkt. Das am Außenende der Drehwelle 7 angeordnete Zahnrad b ist mit dem Zahnrad a am Außenende der Hilfsdrehwelle 4 in Eingriff. Die Drehwelle 7 ist über eine Antriebswelle 14 mit einem Zahnrad c in Verbindung mit der Hauptwelle 16, wobei das Zahnrad c mit dem Zahnrad a und der Antriebseinrichtung 15 in Eingriff ist. Die Innenwalze wird so gedreht, daß sie an der Berührungsstelle mit der Ringwalze 1 die gleiche Oberflächengeschwindigkeit wie diese besitzt, während die Ringwalze 1 durch eine andere Antriebseinrichtung 3 von der Hauptwelle 16 angetrieben wird.

Der eine Kräuselschuh 10a ist mit seinem Grundabschnitt an die Außenseite des Schwenkarmes 5 angepaßt und nähert sich der Ringwalze 1 bzw. entfernt sich von ihr zusammen mit der Innenwalze 8 unter Einwirkung des fluiddruckbetätigten Zylinders 9. Der andere Kräuselschuh 10b ist mit seinem Grundteil an dem Schwenkarm 5&min; angebracht, der am Ende eines Stützhebels 19 sitzt, welcher vom Maschinenrahmen F&min; so absteht, daß er frei schwenken kann, und wird in einer festgelegten Stellung an der Rückseite des Materialraumes durch einen anderen fluiddruckbetätigten Zylinder 11 abgestützt, dessen Oberseite mit dem Schwenkarm 5&min; verbunden ist, und in der Mitte durch den fluiddruckbetätigten Zylinder 9 abgestützt, der den Eingriff mit und das Lösen von den Faserbündeln m vor bzw. nach dem Kräuselvorgang herbeiführt und die festgelegte Stellung nachstellt. Ein Faser-Zuführfach 13 ist in Drehrichtung vor der Berührungsstelle der Ringwalze 1 mit der Innenwalze 8 ausgebildet, und es ist ebenfalls eine Führung 17 für die zu kräuselnden Faserbündel m zum Zuführfach 13 vorhanden.

Beim Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann je nach dem zu bearbeitenden Material oder der verlangten Arbeitsgeschwindigkeit der Kräuselschuh 10 (bzw. die Kräuselschuhe 10a und 10b) frei bewegbar oder festgelegt eingesetzt werden. Es kann auch wahlweise der Kräuselschuh 10 längs der Außenfläche der Innenwalze 8 oder aber längs der Innenfläche der Ringwalze 1 zusammen mit der Außenfläche der Innenwalze 8 versetzt werden. Auch die Form und die sonstige Auslegung der Kräuselschuhe können frei gewählt werden. Weiter ist es nicht unbedingt nötig, in der beschriebenen Weise vorzugehen, sondern es kann auch ein Seitenring 1&min; an einer Seite der Innenwalze 8 vorgesehen werden, und die Nabe 1&min;&min; der Ringwalze 1 als der weitere Seitenring 1&min;&min; auch bei der Ausführungsform II wirken.

Es ergibt sich so eine erfindungsgemäße Kräuselvorrichtung, bei der die zu kräuselnden Faserbündel m zwischen der Ringwalze 1 und der Innenwalze 8 gehalten werden, wobei die Innenwalze 8 die Ringwalze von innen berührt und an sie angedrückt wird, und die beiden Walzen in gleicher Richtung gleich schnell gedreht werden. Die vier Seitenwände des Materialraumes sind dadurch gebildet, daß an beiden Seiten der Berührungsstelle der beiden Walzen 1 und 8 Seitenringe 1&min; und/oder 1&min;&min; vorgesehen sind, die sich ebenfalls mit der gleichen Geschwindigkeit in gleicher Richtung bewegen. Die an den Walzen anliegenden Seiten der Fasern werden durch den Walzendruck abgeflacht, während sich die Walzen in gleicher Richtung mit gleicher Geschwindigkeit bewegen und die Faserbündel an der Berührungsstelle vorbeilaufen, und die beiden Seiten der Faserbündel legen sich höchstens an die Innenflächen der Seitenringe an, die sich ja ebenfalls in gleicher Richtung mit gleicher Geschwindigkeit drehen. Damit werden die Faserbündel geordnet in den Materialraum eingeführt, ohne daß ihre flache Riemenform gestört wird, und es werden auch keine Fasern aus dem Materialraum ausgeschleudert.

So sind erfindungsgemäß die vier Seiten des Materialraumes in gleicher Richtung in Bewegung wie die Fasern, so daß keine Unordnung der Faserbündel zur Erzeugung von Reibungswärme führt wie bei den bekannten Einrichtungen. Damit bewirkt die vorliegende Erfindung eine bemerkenswerte Erhöhung der Verarbeitungsgeschwindigkeit der Kräuselvorrichtung, und es kann dadurch eine bessere Verarbeitung in bezug auf Materialdurchsatz pro Zeit erzielt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Faserkräuselvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß eine Ringwalze (1) mit vergleichsweise großem Durchmesser vorgesehen ist, die sich in einer Richtung dreht, und eine an der Innenfläche der Ringwalze (1) anliegende Innenwalze (8), die sich in gleicher Richtung mit gleicher Geschwindigkeit wie die Ringwalze dreht, wobei zu kräuselnde Faserbündel (m) zwischen den beiden Walzen gehalten sind, und daß Seitenringe (1&min;, 1&min;&min;) an beiden Seiten der Berührungsstelle der beiden Walzen (1, 8) vorgesehen sind, die sich in der gleichen Richtung mit gleicher Geschwindigkeit wie die Walzen selbst bewegen, und daß der Materialraum (12) für die sich kräuselnden Faserbündel von den Walzen (1, 8) und den Ringen (1&min;, 1&min;&min;) umgeben ist.
  2. 2. Faserkräuselvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Seitenring (1&min;&min;) durch die Nabe der Ringwalze (1) gebildet ist, und daß der andere Seitenring (1&min;) auf die andere Seite der Ringwalze (1) einstückig aufgezogen ist.
  3. 3. Faserkräuselvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenringe (1&min;&min;) einstückig an beiden Seiten der Innenwalze (8) vorgesehen sind.
  4. 4. Faserkräuselvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Seitenring durch die Nabe der Ringwalze (1) gebildet ist, und daß der andere Seitenring einstückig an einer Seite der Innenwalze (8) ausgebildet ist.
  5. 5. Faserkräuselvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Widerstand leistender Kräuselschuh (10; 10a, 10b) vorgesehen ist, dessen Vorderseite auf die Berührungsstelle der Ringwalze (1) mit der Innenwalze (8) gerichtet ist, und zwar in Ablaufrichtung der beiden Walzen an der Rückseite des Materialraumes (12).
  6. 6. Faserkräuselvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kräuselschuh (10) oder die Kräuselschuhe (10a, 10b) elastisch bewegbar (9; 11) gegen die Durchlaufrichtung der Faserbündel (m) andrückbar ist.
  7. 7. Faserkräuselvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kräuselschuh als Kräuselschuhpaar (10a, 10b) ausgebildet ist, wobei die einzelnen Kräuselschuhe (10a, 10b) an den Außenseiten der Rückseite des Materialraumes (12) längs der Durchlaufrichtung der Faserbündel (m) angeordnet sind, und daß der Abstand zwischen den einander zugewendeten Innenflächen der Kräuselschuhe (10a, 10b) in Ablaufrichtung der zu kräuselnden Faserbündel (m) verengt ist.






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