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Dokumentenidentifikation DE3606846C2 18.05.1989
Titel Schaltungsanordnung für das Auslösen von Verbindungen in zentral gesteuerten Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen
Anmelder Telenorma Telefonbau und Normalzeit GmbH, 6000 Frankfurt, DE
Erfinder Breitbach-Hitzel, Gabriele, Dipl.-Math., 6074 Rödermark, DE;
Schnabel, Harald, Dipl.-Ing., 6236 Eschborn, DE
DE-Anmeldedatum 03.03.1986
DE-Aktenzeichen 3606846
Offenlegungstag 15.10.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.05.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.05.1989
IPC-Hauptklasse H04Q 3/48
Zusammenfassung Bei einer zentral gesteuerten Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlage mit mehreren Koppelstufen und mehreren neben der zentralen Steuerung vorhandenen dezentralen Gruppensteuerungen ist vorgesehen, daß den Gruppensteuerungen Pufferspeicher zugeordnet sind, in die jeweils von den Gruppensteuerungen an die zentrale Steuerung aufgrund von Auslösevorgängen abzugebende Auslösemeldungen und -daten eingespeichert werden. Dabei werden keine einzelnen Auslösemeldungen an die zentrale Steuerung weitergegeben sondern nur die im Pufferspeicher gespeicherten Auslösemeldungen und -daten gesammelt an die zentrale Steuerung abgegeben, wenn ein Abgabekriterium vorliegt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für das Auslösen von Verbindungen in zentralgesteuerten Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Bei der im Hauptpatent beschriebenen Schaltungsanordnung ist eine zentral angeordnete Auslösesteuerung vorgesehen, die alle über einen zentralen Datenkanal von den Gruppensteuerungen kommenden Auslösemeldungen aufnimmt und in einem gemeinsamen Pufferspeicher ablegt. Bei jedem einzelnen Auslösevorgang sind über den zentralen Datenkanal die Auslösemeldungen und -daten zu übertragen, wozu eine zusätzliche Adresse erforderlich ist. Außerdem stellt die besagte Auslösesteuerung eine zusätzliche speziell nur für diesen Zweck ausgelegte Einrichtung dar, wofür besondere Steuerprozeduren vorgesehen werden müssen. Dies bedeutet zusätzlichen Material- und Entwicklungsaufwand.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Schaltungsanordnung anzugeben, wofür keine besondere Auslösesteuerung zusätzlich erforderlich ist, und wobei der zentrale Datenkanal bei einzelnen Auslösevorgängen weitgehend entlastet wird.

Diese Aufgabe wird durch eine Merkmalskombination gelöst, wie sie im Patentanspruch 1 angegeben ist. Damit wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß die Systemstruktur und die Steuerprozeduren in einer Vermittlungsanlage nicht geändert werden müssen und keine zusätzliche Auslösesteuerung notwendig ist. Außerdem wird der zentrale Datenkanal bei der Auslösung einer gruppeninternen Verbindung überhaupt nicht und beim Auslösen einer Verbindung über mehr als eine Gruppe nur kurzzeitig belegt, so daß eine wesentliche Entlastung gegeben ist, wodurch die zentrale Steuereinrichtung mehr Zugriffsmöglichkeiten erhalten kann.

In den Unteransprüchen ist angegeben, auf welche Weise Kriterien für die Weitergabe der gesammelten Auslösemeldungen und -daten gewonnen werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 das Blockschaltbild einer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlage mit einem mehrstufigen Koppelfeld,

Fig. 2 ein mögliches Speicherschema eines Pufferspeichers.

In der Fig. 1 ist dargestellt, wie Teilnehmeranschlüsse T1 bis Tn in Gruppen zusammengefaßt an Gruppenkoppelstufen GK1 bis GKn angeschlossen sind. Die Teilnehmeranschlüsse T1 bis Tn können entweder mit einem Endgerät beschaltet sein oder, wie dies beispielsweise bei zwei Teilnehmeranschlüssen T2.n und Tn. 1 angedeutet ist, mit Externleitungen EL beschaltet sein, die zu anderen Vermittlungseinrichtungen führen. Die Gruppenkoppelstufen GK1 bis GKn sind so ausgebildet, daß eine vollkommene Erreichbarkeit gegeben ist, wobei sowohl eine räumliche als auch eine zeitliche Durchschaltung vorgesehen sein kann. Bei dem hier gezeigten Beispiel sei angenommen, daß die Gruppenkoppelstufen GK1 bis GKn nach dem Zeitmultiplexprinzip durchschalten. Für die Zuordnung der einzelnen Zeitlagen zu den aufzubauenden Verbindungen sind jeweils Gruppensteuerungen GST1 bis GSTn vorgesehen, die über einen Datenkanal DK untereinander und mit einer zentralen Steuerung ZST in Verbindung treten können.

Die von den Gruppenkoppelstufen GK1 bis GKn kommenden und zu ihnen führenden Leitungen sind an ein übergeordnetes Koppelfeld BK angeschlossen, womit Verbindungen sowohl innerhalb einer Gruppe als auch Verbindungen verschiedener Gruppen miteinander durchgeschaltet werden können. Für die Durchschaltung der matrixförmig angeordneten Koppelpunkte innerhalb des übergeordneten Koppelfeldes BK ist die zentrale Steuerung ZST zuständig. Wenn man davon ausgeht, daß die Gruppenkoppelstufen GK nach dem Zeitmultiplexprinzip durchschalten, so entsteht eine Konfiguration, die als Zeit-Raum-Zeit-Durchschalteprinzip bezeichnet werden kann. Obwohl es denkbar ist, daß gruppeninterne Verbindungen ohne Inanspruchnahme eines Koppelpunktes im übergeordneten Koppelfeld BK durchgeschaltet werden können, werden für alle übrigen Verbindungen, an denen verschiedene Gruppenkoppelstufen beteiligt sind, Verbindungswege im übergeordneten Koppelfeld BK benötigt. Diese Koppelpunkte müssen nach Beendigung einer Verbindung ebenso wieder freigeschaltet werden wie die Koppelpunkte in den Gruppenkoppelstufen, damit neue Verbindungen aufgebaut werden können. Die Kriterien darüber, wann eine Verbindung wieder ausgelöst werden muß, werden von den Gruppensteuerungen GST1 bis GSTn erkannt und den beteiligten anderen Gruppensteuerungen GST über den Datenkanal DK mitgeteilt, wenn es sich nicht um eine gruppeninterne Verbindung handelt. Innerhalb der Gruppenkoppelstufe GK werden beim Auslösen einer Verbindung die belegten Zeitlagen freigeschaltet und die Teilnehmeranschlüsse T1.1 bis Tn.n freigegeben, so daß eine Verbindung vollständig getrennt wird, wenn ein Auslösekriterium von einem Teilnehmeranschluß T erkannt wird. Wenn bei einem Auslösevorgang festgestellt wird, daß eine andere Gruppenkoppelstufe GK1 bis GKn an der Verbindung beteiligt ist, so wird nur die beteiligte Gruppensteuerung GST, nicht aber die zentrale Steuerung ZST adressiert, um die Auslösemeldung nicht dorthin weiterzugeben. Die zentrale Steuerung ZST erhält also keine Auslösemeldung, so daß die an einer auszulösenden Verbindung beteiligten Koppelpunkte im übergeordneten Koppelfeld BK nicht unmittelbar nach dem Beenden einer Verbindung ausgelöst werden. Parallel zu diesem Vorgang wird die betreffende Auslösemeldung zusammen mit den Auslösedaten, d. h. Angaben über die durchgeschaltet gewesene Verbindung, in den zur Gruppensteuerung GST gehörenden Pufferspeicher PSP eingetragen.

Auf diese Weise werden alle Auslösemeldungen im Pufferspeicher PSP der auslösenden Gruppensteuerung GST gesammelt. Erst wenn ein Abgabekriterium vorliegt, werden alle Auslösemeldungen zusammen mit den jeweiligen Auslösedaten gemeinsam über den Datenkanal DK an die zentrale Steuerung ZST abgegeben. Dieses Abgabekriterium kann von dem Pufferspeicher PSP selbst erzeugt werden, wenn die Gruppensteuerung GST erkennt, daß dieser einen bestimmten Füllgrad erreicht hat. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, daß in der Gruppensteuerung GST eine Zeitüberwachung vorgesehen ist, nach deren Ablauf die Gruppensteuerung GST das Abgeben aller Auslösemeldungen aus dem Pufferspeicher PSP zur zentralen Steuerung ZST veranlaßt. Unabhängig von diesen Maßnahmen ist es außerdem zweckmäßig, wenn von der zentralen Steuerung ZST aus ein Abrufsignal an die Gruppensteuerungen GST1 bis GSTn abgegeben werden kann, um alle Auslösemeldungen aus den Pufferspeichern PSP zu übernehmen. Dieses Abrufsignal wird dann gegeben, wenn bei Steuerungsprozeduren für den Aufbau neuer Verbindungen festgestellt wird, daß wegen noch nicht ausgelöster Verbindungswegteile oder Zeitlagen das Herstellen von neuen Verbindungen erschwert oder unmöglich wird. Damit diesbezüglich keine Schwierigkeiten auftreten, kann die Vorgabe des Füllgrades eines Pufferspeichers PSP zum selbsttätigen Abgeben der Auslösemeldungen und -daten an die zentrale Steuerung ZST in Abhängigkeit vom Ausbau und/oder Verkehrsaufkommen der betreffenden Gruppe erfolgen, damit die Auslösemeldungen rechtzeitig abgegeben werden können.

In der Fig. 2 ist dargestellt, welche Informationen in einen Pufferspeicher PSP eingetragen sein können. In der ersten Speicherzeile ist beispielsweise angegeben, daß zwischen einer ersten Koppelgruppe (GKa) und einer dritten Koppelgruppe (GKb) eine Verbindung bestanden hat. Dafür war für die eine Richtung (ZLg) die erste Zeitlage und für die andere Richtung (ZLk) die zweite Zeitlage belegt. Dementsprechend ergibt sich, daß der Informationsgehalt der zweiten Speicherzeile des Pufferspeichers PSP aussagt, daß eine weitere Verbindung zwischen den Koppelgruppen 2 und 5 bestanden hat, wofür die Zeitlagen 3 und 4 in Anspruch genommen waren. Auf diese Weise werden im Pufferspeicher PSP alle auszulösenden Koppelbeziehungen festgehalten. Mit diesen Informationen ist dann die zentrale Steuerung ZST in der Lage, die beteiligten Koppelpunkte gezielt abzuschalten.

Mit Hilfe des Pufferspeichers PSP besteht außerdem die Möglichkeit, bestimmte Verbindungsbeziehungen als Standverbindungen zu reservieren. Es wird dann bei der betreffenden Verbindungsbeziehung im Pufferspeicher PSP ein Reservierungskennzeichen RK eingetragen, so daß die betreffende Verbindung bei der Abgabe von Auslösemeldungen übergangen werden kann. Dies kann zweckmäßig sein, wenn bei einer bestimmten Verbindungsbeziehung der Bedarf eines erhöhten Informationsaustausches besteht, wobei die Verbindung über einen längeren Zeitraum zwischen zwei Teilnehmeranschlüssen T auch dann durchgeschaltet bleiben soll, wenn diese vorübergehend in ihren Ruhezustand übergehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Schaltungsanordnung für das Auslösen von Verbindungen in zentral gesteuerten Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, mit mehreren Koppelstufen und mehreren neben der zentralen Steuerung vorhandenen dezentralen Gruppensteuerungen, wobei in einem übergeordneten Koppelfeld die Verbindungen der Gruppenkoppelstufen untereinander hergestellt werden, wofür die zentrale Steuerung zuständig ist, nach Patent 35 34 680, dadurch gekennzeichnet,

    daß bei Auslösevorgängen auftretende einzelne Auslösemeldungen ggf. lediglich an andere Gruppensteuerungen (GST1 bis GSTn), aber nicht an die zentrale Steuerung (ZST) abgesendet werden,

    daß die von den Gruppensteuerungen (GST1 bis GSTn) an die zentrale Steuerung (ZST) aufgrund von Auslösevorgängen abzugebenden Auslösemeldungen und -daten in den Gruppensteuerungen (GST1 bis GSTn) zugeordneten Pufferspeichern (PSP) gespeichert werden, und daß die in den Pufferspeichern (PSP) gespeicherten Auslösemeldungen und -daten jeweils dann zusammen an die zentrale Steuereinrichtung (ZST) abgegeben werden, wenn ein Abgabekriterium vorliegt.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abgabekriterium vom Pufferspeicher (PSP) selbst erzeugt wird, wenn dieser einen vorgegebenen Füllstand erreicht hat.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Gruppensteuerungen (GST1 bis GSTn) eine Zeitüberwachung vorgesehen ist, womit unabhängig vom Füllgrad des Pufferspeichers (PSP) ein Abgabekriterium zur Weitergabe der Auslösemeldungen und -daten an die zentrale Steuerung (ZST) erzeugt wird, wenn eine vorbestimmte Zeit vergangen ist.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von der zentralen Steuerung (ZST) aus ein Abrufsignal an die Gruppensteuerungen (GST1 bis GSTn) gegeben wird, um Auslösemeldungen und -daten aus den Pufferspeichern (PSP) zu übernehmen, wenn aufgrund von nicht ausgelösten Verbindungswegteilen oder Zeitlagen das Herstellen von neuen Verbindungen erschwert oder unmöglich wird.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorgabe des Füllgrades eines Pufferspeichers (PSP) in Abhängigkeit vom Ausbau und/oder Verkehrsaufkommen der betreffenden Gruppe erfolgt.






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