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Dokumentenidentifikation EP0189904 18.05.1989
EP-Veröffentlichungsnummer 0189904
Titel Zeichenbrett mit Plotter.
Anmelder Lindemann, Hans, 4800 Bielefeld, DE
Erfinder Lindemann, Hans;
Lindemann, Dr.-Ing. Dipl.-Phys., Wolfgang, D-4800 Bielefeld 1, DE
DE-Aktenzeichen 3662765
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument De
EP-Anmeldetag 28.01.1986
EP-Aktenzeichen 861011203
EP-Offenlegungsdatum 06.08.1986
EP date of grant 12.04.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.05.1989
IPC-Hauptklasse B43L 13/02
IPC-Nebenklasse B43L 13/00   B43L 5/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Zeichenbrett mit einem Plotter, d.h. einem steuerbar bewegbar angeordneten Zeichenstift, wobei der Plotter über das Zeichenbrett bewegbar ist.

Zum Erstellen und Ändern von Konstruktionszeichnungen werden neben herkömmlichen Zeichenbrettern auch Computer mit Plottern eingesetzt.

Auf Zeichenbrettern, auf denen in der Regel Zeichnungen bis zur Formatgröße DIN A 0 erstellt werden können, zeichnet der Konstrukteur von Hand mit Hilfe von über das Zeichenbrett verschiebbaren Linealen, Zirkeln und Schablonen. Diese solcherart erstellten Zeichnungen können dann digitalisiert und in einen Computer, der ein spezielles Programm, ein sogenanntes CAD-Programm, besitzt, eingegeben werden.

Im Computer abgespeicherte und mittels eines Bildschirms überarbeitete, respektive geänderte Zeichnungen können mit einem Plotter ausgedruckt werden. Dafür stehen Plotter mit verschiedenen Formaten zur Verfügung. Je nach Größe des Papierformates der Zeichnung und damit des Formates des Plotters sind die Kosten eines Plotters verschieden groß. Ein Plotter für das Zeichenformat DIN A 0 kostet derzeit mindestens DM 40.000,00. Zu diesen Plotterkosten kommen noch die Kosten des Computers selbst mit seiner Software, der Speichereinrichtungen, sowie gegebenenfalls die Kosten eines sogenannten Graphik- oder Digitalisierungstabletts. Damit muß mit Systemkosten von mindestens DM 55.000,00 gerechnet werden. Mit einem solchen System erhält man lediglich den Arbeitsplatz für einen einzelnen Zeichner, wenngleich der eigentliche Computer bei größeren Computern und größeren Speichereinrichtungen - bei höheren Kosten derselben - auch für mehrere Arbeitsplätze benutzt werden kann. Kleinere Unternehmen können sich deshalb in der Regel solche Systeme für DIN A 0 Formate nicht leisten.

Es gibt nun auch Zeichensysteme bestehend aus einem Computer mit Eingabetastatur und Speichereinrichtungen, Graphiktablett und Plotter für DIN A 3 Blattformat, deren Preise bei mindestens DM 30.000,00 liegen. Mit diesen Systemen können aber keine DIN A 0 Blattformate bearbeitet werden, auch kann in der Regel in den Plotter nur ein Blatt des Formates DIN A 3 eingelegt werden.

Es gibt nun Plotter, die zwar auch nur einen Zeichenbereich von DIN A 3 aufweisen, die aber auf ein größeres Zeichenblatt aufgelegt werden können und dort verschoben werden können. Diese Plotter weisen eine Eingabetastatur auf, mit der der Zeichenstift bewegt werden kann. Diese Plotter sind relativ preiswert und sie können mit entsprechender Anwender-Software auch mittels sogenannter Micro- oder Personal-Computer, die schon in vielen Schreib- und Zeichen-Büros vorhanden sind, betrieben werden. Mittels dieser Plotter können verschiedene Einzelzeichnungen des maximalen Formates DIN A 3 auf einem größeren Blatt gezeichnet werden. Der Plotter wird auf diesem größerem Zeichenblatt von Hand verschoben und ausgerichtet. Es ist aber bei dieser Arbeitsweise nicht möglich, eine Figur zu zeichnen, die größer ist, als das vom Plotter zu verarbeitende DIN A 3 Format.

Ein solcher bekannter Plotter wird z.B. von der Firma Rotring Technik GmbH unter der Bezeichnung "NC-plotscriber" vertrieben. Dazu gibt es verschiedene Steuereinheiten und auch ein CAD-System (Bildschirm-Zeichnungserstellungssystem). Auch dieses System ist sehr teuer.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Zeichenbrett zu schaffen, mit dem Zeichnungen des Formates DIN A 0 preiswerter erstellt werden können.

Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruches 1 gelöst. Die Gesamtfläche des Zeichenbrettes wird in mehrere Felder eingeteilt, die einander mindestens berühren oder sogar geringfügig überschneiden und denen der Plotter fest zuordnenbar ist.

Ein wesentliches Element der Erfindung ist ein Plotter, der sich gegenüber einem Zeichenbrett in verschiedenen, exakt bestimmbaren Stellungen festlegen läßt.

Dieser Plotter besitzt keine eigene Auflagefläche für das Papier, sondern er wird auf ein Zeichenblatt aufgelegt, welches flächenmäßig viel größer ist, als der Plotter. Der Plotter darf also im Bereich seines Zeichenbereiches keinen Boden aufweisen, d.h. er besitzt einen nach unten offenen Rahmen. Eine solcher Plotter besteht im wesentlichen aus einem rechteckigen Rahmen, in dem in der einen zu einem Paar von Seitenkanten parallelen Richtung eine Führungsschiene verschiebbar angeordnet ist, deren Längserstreckung quer zu diesen Seitenkanten liegt. An dieser Führungsschiene entlang ist / sind ein oder mehrere Zeichenstift(e) verfahrbar und senkrecht zur Erstreckungsebene des Rahmens heb- und senkbar gelagert. Ein Plotter mit einem nach unten offenen Rahmen ist als solches bekannt (vgl. "NC-plotscriber" der Fa. Rotring Technik GmbH).

Der nun hier verwendete Plotter muß jedoch noch Mittel zum festen Zuordnen zu einem bestimmten und bestimmbaren Feld das Zeichenbrettes aufweisen, d.h. der Plotter darf nicht, wie der bekannte Plotter, über dem Zeichenbrett völlig frei verschiebbar sein. Diese Mittel gestatten es, den Plotter gegenüber den einzelnen Feldern exakt auszurichten und zu halten. Solche Mittel können am Zeichenbrett festgelegte Stifte sein, die in Bohrungen eingreifen können, die entweder unmittelbar am Plotter oder an einem mit dem Plotter fest verbundenen Bauteil vorgesehen sind. Es können aber auch sowohl am Zeichenbrett, als auch am Plotter Bohrungen vorgesehen sein, die zur Flucht gebracht werden und durch die zum Arretieren des Plotters gegenüber dem Zeichenbrett Stifte od.dgl. schiebbar sind.

Ein solcher Plotter besitzt vorzugsweise auch ein Tastenfeld, über das Steuerbefehle für den / die Zeichenstift(e) eingebbar sind.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüche und aus im Folgenden anhand der Zeichnung beschriebenen Ausführungsbeispielen.

Es zeigt:

  • Figur 1 eine Aufsicht auf ein Zeichenbrett für ein Blattformat DIN A 0, auf dem ein Plotter für das Zeichenformat DIN A 3 angeordnet ist;
  • Figur 2 eine Aufsicht auf ein Zeichenbrett für ein Blattformat DIN A 1, auf dem ein Plotter für das Zeichenformat DIN A 3 angeordnet ist;
  • Figur 3 eine Aufsicht auf ein Zeichenbrett mit einem Plotter gemäß einer dritten Ausführungsform, und
  • Figur 4 eine Aufsicht auf ein Zeichenbrett mit einem Plotter gemäß einer vierten Ausführungsform.

Ein Zeichenbrett 1, welches als solches bekannt ist und auch eine nicht dargestellte Zeichenmaschine aufweisen kann, die wegklappbar oder wegschwenkbar ist, besitzt hier mindestens an seiner oberen Längskante eine horizontal angeordnete Reihe von Stiften 2, die voneinander gleichmäßig beabstandet sind und deren Achsen sich senkrecht zur Erstreckungsebene des Zeichenbrettes 1 erstrecken.

Dieses Zeichenbrett 1 ist gemäß Figur 1 für maximale Blattformate DIN A 0 (1.189 mm x 841 mm) vorgesehen und weist eine Breite von 1,5 m und eine Höhe von 1 m auf. Auf diesem Zeichenbrett 1 ist hier ein Zeichenblatt 3 des Formates DIN A 0 angeordnet. Dieses Zeichenblatt 3 wird nun in dreimal drei Matrix-Felder 4 eingeteilt, was hier durch strichpunktierte Feld-Begrenzungslinien 5 angedeutet ist.

Gemäß Figur 2 ist das Zeichenbrett 1 für Zeichenformate DIN A 1 (841 mm x 594 mm) vorgesehen und entsprechend kleiner. Auf diesem Zeichenbrett ist entsprechend ein Zeichenblatt DIN A 1 angeordnet, welches analog zu Figur 1 in zweimal zwei Matrix-Felder 4 eingestellt ist.

Diese Einteilung in Matrix-Felder 4 braucht auf dem Zeichenblatt 3 nicht durch Linien vorgenommen zu werden, wenngleich solche Hilfslinien die übersicht erleichtern. Jedem dieser hier neun bzw. vier Matrix-Felder 4 kann ein und derselbe Plotter 6 zugeordnet werden, sodaß für diesen einen Plotter 6 neun bzw. vier verschiedene Anordnungen möglich sein müssen. Jedes Matrix-Feld 4 erhält zuordnungsmäßig eine - hier - zweiziffrige Feldnummer 7, z.B. 11, 12, 13, 21, 22, 23, 31, 32 und 33 bzw. 11, 12, 21 und 22, wobei die erste Ziffer z.B. die "Zeile" der Matrix angibt, während die zweite Ziffer die "Spalte" der Matrix bezeichnet. Die Felder 4 können aber auch durchgehend nummeriert werden.

Der Plotter 6 kann nur jeweils ein Matrix-Feld in der Größe DIN A 3 bearbeiten. Durch exakte Zuordnung des Plotters 6, auf die unten noch näher eingegangen wird, zu einem bestimmten Matrix-Feld 4, z.B. in Figur 1 zu dem Matrix-Feld 4 mit der Feldnummer "23" und in Figur 2 zu dem Matrix-Feld 4 mit der Feldnummer "22", kann der Computer intern ein ganzes Zeichenblatt der Größe DIN A 0 bzw. DIN A 1 verwalten und es kann durch nacheinander erfolgende Verschiebung des Plotters 6 auch über das gesamte Blattformat gezeichnet werden, wenn dem Computer jeweils auch die Feldnummer 7 des Matrix-Feldes 4 angegeben wird, dem der Plotter 6 jeweils zugeordnet wird. Dies ist durch ein Software-Programm möglich, welches aufgrund der Zuordnung des bestimmten Matrix-Feldes 4 aus dem virtuellen Gesamtbild des Speichers des Computers nur das jeweilige virtuelle Bild des bestimmten Matrix-Feldes 4 auswählt.

Die Zuordnung des Plotters 6 zu einem bestimmten Matrix-Feld 4 kann aufgrund zweier ähnlicher Ausbildungen des Zeichenbrettes erhalten werden, wobei die Ausführungsform gemäß Figur 2 nur möglich ist, wenn das Gesamtblatt in maximal zweimal zwei Felder 4 aufgeteilt wird, d.h., wenn z.B. bei Verwendung eines DIN A 3-Plotters nur eine Zeichnung im Format DIN A 1 auf einem entsprechend kleineren Zeichenbrett 1 erstellt werden soll.

Wie oben gesagt, zeigt Figur 1 die Verwendung eines DIN A 3-Plotters 6 für die Erstellung einer DIN A 0-Zeichnung, wobei eine Matrix mit neun Feldern 4 notwendig ist.

Da das Matrix-Feld 4 mit der Feldnummer "22" keine Seitenkante mit dem Zeichenformat des Blattes in Format DIN A 0 gemeinsam hat, der Plotter 6 also nicht - wie in Figur 2 - unmittelbar neben dem Zeichenblatt festgelegt werden kann, ist an einem solchen Plotter 6 eine Platte 8 befestigt, die möglichst durchsichtig sein sollte und hier aus einem Plexiglas besteht.

Diese Platte 8 ist hier etwas schmaler, als die größte Länge des Plotters 6, während die Länge der Platte 8 - in Figur 1 in der Vertikalen gesehen, also in Richtung der kürzeren Seitenkante des Matrix-Feldes 4 - geringfügig größer, als die doppelte Länge der kürzeren Seitenkante des Matrix-Feldes 4 ist.

Diese Platte 8 weist nun hier, d.h., für ein Zeichen-Format DIN A 0 und einen Plotter des Formates DIN A 3, drei vertikale Reihen von gleichmäßig voneinander beabstandeten Bohrungen 9 auf, wobei auch die drei Reihen gleichmäßig voneinander beabstandet sind. Der Abstand zwischen jeweils zwei Reihen von Bohrungen 9 ist maximal so groß, wie die kürzere Seitenkante eines Matrix-Feldes 4 lang ist. Entspricht die Größe des Matrix-Feldes 4 exakt dem Format DIN A 3, also 420 mm x 297 mm, so beträgt dieser Abstand z.B. 280 mm.

Der Abstand zwischen den Bohrungen 9 einer Reihe ist so festzulegen, daß ein Vielfaches davon maximal der Länge der längeren Seitenkante des Matrix-Feldes entspricht, bei DIN A 3 Format also z.B. der Abstand zwischen zwei Bohrungen 140 mm beträgt.

Gemäß der Ausführungsform nach Figur 1 ist nun an der oberen Seitenkante des Zeichenbrettes 1 eine Leiste 10 angebracht, in der die Stifte 2 in einer Reihe angeordnet sind, wobei diese Reihe parallel zu dieser Seitenkante des Brettes verläuft. Der Abstand zwischen zwei benachbarten Stiften 2 entspricht exakt dem Abstand benachbarter Bohrungen der Platte 8.

Gemäß Figur 1 greifen jeweils drei Stifte 2 der Leiste 10 in drei Bohrungen 9 einer Reihe ein. Dadurch erhält der Plotter 6 gegenüber einem auf dem Zeichenbrett angebrachten Zeichenblatt 3 eine exakt definierte Position, der gemäß Figur 1 die Feldnummer "23" zuzuordnen ist.

Löst man nun die Platte 8 von den Stiften 2 und verschiebt sie mitsamt dem Plotter 6 um hier drei Stifte nach links, so ist der Plotter 6 einer anderen exakt definierten Position, hier dem Matrix-Feld 4 mit der Feldnummer "22" zugeordnet. Dieses Matrix-Feld 4 hat nun Koordinaten, die im virtuellen Bild des Computers um den dreifachen Abstand benachbarter Stifte 2, also hier um 420 mm, in horizontaler X-Richtung kleiner sind, als die Koordinaten des Matrix-Feldes 4 mit der Feldnummer "23".

Entsprechend kann der Plotter 6 höher oder tiefer gehängt werden, wobei gemäß der Ausführungsform nach Figur 1 die vertikalen Y-Koordinaten jeweils um 280 mm verändert werden.

Beim Auflegen des Plotters 6 auf das Zeichenblatt 3 in eine bestimmte Position muß also dem Computer nur mitgeteilt werden, welchem Matrix-Feld 4 der Plotter 6 zugeordnet wurde.

Selbstverständlich können zwischen den einzelnen gezeichneten Reihen von Bohrungen 9 in der Platte 8 noch weitere dazu parallele Reihen von Bohrungen 9 vorgesehen sein. Wesentlich ist nur, daß dem Computer jeweils die exakte Lage des Plotters 6 durch Eingabe z.B. der Feldnummer 7 mitgeteilt wird.

Der Plotter 6 weist nun ein Tastenfeld 12 auf. Mit diesem Tastenfeld 12 können Steuerbefehle für den Zeichenstift dem Plotter 6 eingegeben werden. Je nach Befehl wird dieser Befehl auch unmittelbar dem Computer über die Leitung 13 mitgeteilt. Über das Tastenfeld 12 läßt sich z.B. eingeben, daß der Zeichenstift ausgehend von einem vorher festgelegten Punkt einen Strich in einer bestimmten Richtung und mit einer bestimmten Länge ziehen soll.

Der Konstrukteur, der dieses Zeichenbrett 1 mit Plotter bedient, zeichnet nun nicht mehr mit Bleistift und Lineal, sondern er gibt über das Tastenfeld z.B. den Winkel ein, den er bisher an seiner Zeichenmaschine einstellte, worauf er dann über die Tasten des Tastenfeldes 12 eingibt, wie lang die Linie sein soll, die der Zeichenstift zeichnen soll. Kennt er die exakte Länge dieser Linie nicht, so kann er sich, wie bisher mit seinem Bleistift, an deren Ende "herantasten", d.h., er gibt erst einen großen Zeichenschritt und dann immer kleinere Zeichenschritte über das Tastenfeld ein, bis die Linie dort endet, wo sie gemäß der Vorstellung des Konstrukteurs enden soll. Es ist somit nicht notwendig, vorher die exakten Endkoordinaten einer Konstruktionslinie zu kennen, was beim "Konstruieren" selten der Fall ist.

Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird dabei der Zeichenstift in verschieden großen, abgestuften Schritten bewegt. Solche Schritte sind z.B. jeweils 100 mm, 10 mm, 1 mm und 0,1 mm. Soll der Zeichenstift entlang einer Linie um z.B. insgesamt 243,1 mm bewegt werden, so wird der Zeichenstift mittels einer "100 mm-Taste" zweimal um 100 mm bewegt, dann mittels einer "10 mm-Taste" viermal 10 mm, dann mittels einer "1 mm-Taste" dreimal um 1 mm und schlußendlich mittels einer "0,1 mm-Taste" noch um 0,1 mm. Daraus wird ersichtlich, daß der Konstrukteur sich dann, wenn ihm die Gesamtlänge der zu ziehenden Linie nicht bekannt ist, schrittweise an das Linienende heran-"tasten" kann.

Bei der Ausführungsform gemäß Figur 2 mit einem Zeichenblatt 3 des Formates DIN A 1 und einem Plotter 6 des Formates DIN A 3, also einer Einteilung in zweimal zwei Matrix-Felder 4, liegt der Plotter 6 immer mit zwei seiner Seitenkanten außerhalb des Formates des Zeichenblattes 3. Hier sind deshalb die Stifte 2, die den Plotter 6 gegenüber dem Zeichenbrett 1 ausrichten, neben dem Zeichenblatt 3 um dieses herum an allen seinen Seitenkanten angeordnet, während der Plotter 6 entweder an seinem rechteckigen Rahmen selbst Bohrungen 9 aufweist, wie in Figur 2 gezeigt, oder um diesen Rahman noch eine umlaufende Leiste angebracht ist, in der die Bohrungen 9 angeordnet sind. Eine gesonderte Platte 8, wie bei der Ausführungsform gemäß Figur 1, ist hier also nicht erforderlich.

Die Abstände zwischen benachbarten Bohrungen 9 und Stiften 2 sind hier analog der Ausführungsform gemäß Figur 1 zu wählen.

Hier kann der Plotter 6 dann, wenn nur zweimal zwei Matrix-Felder 4 gewünscht sind, an jeweils zwei seiner Seitenkanten gegenüber dem Zeichenbrett 1 festgelegt werden.

Ist bei der Ausführungsform gemäß Figur 2 eine umlaufende Leiste um den Plotter 6 vorgesehen, so sollte diese Leiste auch aus einem durchsichtigen Material, z.B. aus einem Plexiglas bestehen.

Der Rand des Plotters 6 sollte möglichst schmal sein, da die Teile der Zeichnung, die sich jeweils unter diesem Rand befinden, von dem Konstrukteur nicht gesehen werden können. Je schmaler dieser Rand ausgebildet ist, desto besser ist der überblick über die Gesamtheit der Zeichnung.

Die Stifte 2, die an dem Zeichenbrett 1 direkt (Figur 2) oder indirekt (Figur 1) festgelegt sind, bestehen hier aus verschleißfesten Metall. Auch kann die Leiste 10 aus Metall sein, um eine ausreichende Stabilität derselben und bleibende Ausrichtung der Stifte 2 auch über lange Zeit zu gewährleisten.

Die oben beschriebenen "Bohrungen" 2 sind bei einer besseren Ausführungsform Bohrungen in einer Plexiglas-Platte 8 oder umlaufenden Plexiglas-Leiste, in die Metallbuchsen eingesetzt sind. Der Innendurchmesser dieser Metallbuchsen ist auf den Außendurchmesser der Stifte 2 so abgestimmt, daß ein Paßsitz vorliegt. Dadurch wird die exakte Positionierung des Plotters 6 gegenüber den Stiften 2 und somit gegenüber dem Zeichenbrett 1 gewährleistet. Ist nach längerem Gebrauch des Zeichenbrettes 1 mit dem Plotter 6 das Spiel zwischen den Bohrungen 9 und den Stiften 2 zu groß, so können die Metallbuchsen gegen neue Metallbuchsen ausgewechselt werden. Auch ist es möglich, die Stifte 2 austauschbar auszubilden, um bei Verschleiß der Stifte 2 auch brettseitig für exakten Sitz zu sorgen.

Gemäß einer nicht dargestellten, der in Figur 1 dargestellten ähnlichen Ausführungsform ist anstelle der Platte 8 ein Rahmen aus mehreren Leisten vorgesehen, die jeweils parallel zu den Seitenkanten des Plotters liegen. Horizontale Leisten weisen dabei jeweils eine Reihe von Bohrungen 9 auf, während die dazu senkrechten Leisten eine Verbindung der Bohrungen 9 aufweisenden Leisten mit dem Plotter 6 gewährleisten.

Die Einteilung der Matrix-Felder 4 kann auch anders erfolgen, als oben beschrieben, insbesondere können die Matrix-Felder 4 wesentlich kleiner sein, als oben beschrieben.

Ein oben anhand der Figur 1 beschriebenes Matrix-Feld 4, welches dort 420 mm x 280 mm aufweist, könnte nochmals in sechs Felder unterteilt sein, die quadratisch sind und eine Seitenlänge von 140 mm aufweisen. Entsprechend müßte dann die Anzahl der Feldnummern 7 von neun auf 42 vergrößert werden. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn der Konstrukteur eine Einzelheit der Zeichnung eigentlich dort zeichnen will, wo sich zwei Felder der "Neuner"-Einteilung berühren. Es ist dann möglich, den Plotter 6 exakt so auszurichten und zu halten, daß dem Konstrukteur wieder ein volles Arbeits-Feld 4 im Format DIN-A-3 zur Verfügung steht.

Das gesamte Zeichenblatt kann auch in Matrix-Felder 4 eingeteilt werden, die horizontal und / oder vertikal jeweils um exakt 100 mm voneinander verschoben sind, wenngleich dann Vielfache davon nicht mehr mit den DIN-Formaten übereinstimmen. Es ergibt sich dann aber für den Konstrukteur die Möglichkeit, sehr einfach die Koordinaten auch bei Verschiebung des Plotters nachzuvollziehen.

Der Plotter 6 kann aber auch anstelle der Zeichenlineale an einer bekannten Zeichenmaschine festgelegt sein, wobei z.B. an dieser Mittel, wie Bohrungen und Stifte, vorgesehen sind, um die Zeichenmaschine und damit den Plotter jeweils in einer bestimmten Stellung zu arretieren. Solche Zeichenmaschinen müssen allerdings stabiler ausgeführt sein, als allgemein üblich, da der Plotter 6 ein viel größeres Gewicht aufweist, als die sonst verwendeten Lineale. Bei einer sogenannten Parallelogramm-Zeichenmaschine sind dazu z.B. in je einer Strebe eines Paares von Parallelführungen Bohrungen vorgesehen, wobei für jedes gewünschte Matrix-Feld 4 jeweils eine Bohrung der einen Führungsstrebe mit einer Bohrung der anderen Führungsstrebe zur Deckung gebracht und mittels eines Stiftes od.dgl. gegeneinander gesichert werden.

Bekannt sind weiterhin Zeichenmaschinen mit Geradführung, bei denen der Zeichenkopf mit den Zeichenlinealen entlang einer vertikalen Schiene vertikal verschiebbar ist, wobei diese vertikale Schiene selbst wieder an einer oder zwei horizontalen Schiene(n) horizontal verschiebbar ist. In diesen Schienen können bei dieser bekannten Zeichenmaschine noch Meßwertgeber zur Ermittlung der Lage der Zeichenlineale vorgesehen sein.

Anstelle des Zeichenkopfes wird nun ein Plotter an der vertikalen Schiene der Zeichenmaschine insbesondere drehfest festgelegt. Durch die Meßwertgeber läßt sich nun jeweils die Lage des Plotters auf dem Zeichenbrett bestimmen und die dabei erhaltenen Werte werden unmittelbar dem Computer übermittelt.

Insbesondere hierbei kann der Plotter z.B. mit Schrittschaltmotoren motorisch über das Zeichenbrett bewegt werden. Auch hierbei empfiehlt es sich, das Zeichenbrett in bestimmte Felder einzuteilen, wobei z.B. der Plotter entlang der vertikalen Schiene und die vertikale Schiene entlang der horizontalen Schiene nur in 100 mm-Schritten bewegt wird. Dazu sind z.B. eine Anzahl von Endschaltern sowohl in der vertikalen, als auch in der horizontalen Schiene vorgesehen. Dabei wird der Plotter durch Betätigen eines weiteren Schalters bewegt, bis er am Zeichenbrett einen bestimmten, dem gewünschten Matrix-Feld 4 zugeordneten Endschalter erreicht hat.

Andererseits kann durch die Meßwertgeber sehr einfach und exakt festgestellt werden, in welcher Lage sich der Plotter auf dem Zeichenbrett befindet, weshalb das Zeichenbrett in eine Vielzahl von beliebigen Feldern 4 eingeteilt werden könnte.

Bei ausreichend stabiler Ausbildung dieser Art von Zeichenmaschine sind keine weiteren Mittel zum Halten des Plotters mehr notwendig.

Figur 3 zeigt ein Zeichenbrett 1, an dessen vertikalen Seitenkanten Leisten 10 mit Bohrungen 2' angeordnet sind, gegenüber denen eine horizontale Leiste 14 mit Bohrungen 2 festlegbar ist. Diese Leisten 10 und 14 können die Schienen einer Zeichenmaschine sein. An dieser Leiste 14 ist gegenüber den Bohrungen 2 der Plotter 6 festlegbar. Hier weist auch der Plotter 6 Bohrungen auf. Durch entsprechende Bohrungen wird jeweils ein Stift 15 gesteckt, um den Plotter 6 gegenüber dem Zeichenbrett 1 zu halten. Es wurde hier ein Bohrungsabstand von jeweils 200 mm gewählt sodaß sich hier insgesamt 20 sich überschneidende Matrix-Felder 4 ergeben.

Die Ausführungsform gemäß Figur 4 benutzt einen rechteckigen Rahmen 16, der gegenüber dem Zeichenbrett 1 in der Horizontalen verschieb- und festlegbar ist, während der Plotter 6 in diesem Rahmen 16 vertikal verschieb- und festlegbar ist. Hier beträgt der Lochabstand in der Horizontalen 200 mm, während der Lochabstand in der Vertikalen 100 mm beträgt. Dabei wird dem Format des Plotters 6 Rechnung getragen, der in der Horizontalen größer ist, als in der Vertikalen.


Anspruch[de]
  • 1. Zeichenbrett mit einem Plotter, d.h., mit einer Vorrichtung mit mindestens einem steuerbar bewegbar angeordneten Zeichenstift, wobei der Plotter über das Zeichenbrett bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Zeichenbrett (1) in mehrere Felder (4) eingeteilt ist, denen der Plotter (6) jeweils fest zuordnenbar ist und der Arbeitsbereich des Zeichenstiftes mindestens so groß ist, wie ein einzelnes Feld (4).
  • 2. Zeichenbrett nach Anpruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (2, 9) vorgesehen sind, die den Plotter (6) gegenüber den einzelnen Feldern (4) exakt ausrichten und halten.
  • 3. Zeichenbrett nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens an einer Längskante, vorzugsweise an der oberen Längskante, des Zeichenbrettes (1) voneinander gleichmäßig beabstandete Mittel (2, 9) zum Halten des Plotters (6) angeordnet sind.
  • 4. Zeichenbrett nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Plotter (6) eine ihn tragende Einrichtung (8) angeordnet ist, an der den an dem Zeichenbrett angeordneten Mitteln (2) zum Halten des Plotters (6) reziproke Mittel (9) vorgesehen sind.
  • 5. Zeichenbrett nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an allen Kanten des Zeichenbrettes (1) Mittel (2) zum Halten des Plotters (6) angeordnet sind.
  • 6. Zeichenbrett nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Halten des Plotters (6) senkrecht zur Erstreckungsebene des Zeichenbrettes (1) angeordnete Stifte (2), vorzugsweise Metallstifte, und am Plotter (6) oder an einem mit ihm festverbundenen Bauteil (8) angeordnete Bohrungen (9) sind.
  • 7. Zeichenbrett nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Plotter (6) an seinem Umfang Bohrungen (9) aufweist, in welche die Stifte (2) eingreifen.
  • 8. Zeichenbrett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Plotter (6) an einer Einrichtung (8) zum Tragen desselben angeordnet ist und diese Einrichtung (8) in mehreren zueinander parallelen Reihen voneinander beabstandete Bohrungen (9) aufweist, wobei die Stifte (2) des Zeichenbrettes (1) in eine Reihe von Bohrungen (9) eingreifen.
  • 9. Zeichenbrett nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Tragen des Plotters (6) eine vorzugsweise durchsichtige Platte (8) ist, an der der Plotter (8) festgelegt ist.
  • 10. Zeichenbrett nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Tragen des Plotters (6) ein aus mehreren Leisten bestehender Rahmen ist, der an dem Plotter festgelegt ist, und in den horizontalen Leisten des Rahmens die Reihen von Bohrungen (9) vorgesehen sind.
  • 11. Zeichenbrett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsbereich des Zeichenstiftes in dem Plotter (6) mindestens dem DIN A 3-Format entspricht.
  • 12. Verfahren zum Konstruieren und Zeichnen mit einem Zeichenbrett mit Plotter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere nach dem Zuordnen des Plotters zu einem bestimmten Feld des Zeichenbrettes der Zeichenstift mittels verschieden großen, abgestuften und festgelegten Schritten bewegt wird.
  • 13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeichenstift mittels 100 mm-, 10 mm-, 1 mm- und 0,1 mm-Schritten bewegt wird.






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