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Dokumentenidentifikation DE3724174C2 24.05.1989
Titel Messerreinigungsvorrichtung für eine Trommelschneidmaschine zur Zerkleinerung von Feldfrüchten
Anmelder H. Putsch GmbH & Co, 5800 Hagen, DE
Erfinder Hanses, Hans;
Heimes, Josef, 5800 Hagen, DE;
Brockhaus, Gerhard, 5885 Schalksmühle, DE
Vertreter Köchling, C., Dipl.-Ing.; Köchling, C., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 5800 Hagen
DE-Anmeldedatum 22.07.1987
DE-Aktenzeichen 3724174
Offenlegungstag 02.02.1989
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.05.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.1989
IPC-Hauptklasse C13C 1/06
IPC-Nebenklasse B02C 18/14   B02C 18/16   B02C 23/00   A23N 15/00   A46B 7/06   A46B 13/02   A46B 17/06   B26D 7/00   
Zusammenfassung Um eine Trommelschneidmaschine zur Zerkleinerung von Zuckerrüben, mit einer im Rücklaufbereich der Trommel angeordneten Reinigungsvorrichtung für deren Messer zu schaffen, die den Ersatz und das Auswechseln während des Laufes der Trommelschneidmaschine ermöglicht, wird vorgeschlagen, daß die Reinigungsvorrichtung mit Antriebswelle (3), Rundbürste (4) und Antriebseinheit (5) auf einer an der Maschine (1) außenseitig gehalterten Führungsstange (6) längsverschieblich gelagert ist, wobei die Länge der Führungsstange (6) der Länge des Teiles von Antriebswelle (3) und Rundbürste (4) entspricht, die in der Betriebslage innerhalb des Maschinengehäuses (1) angeordnet ist, vermehrt um einen Verschiebeweg der der Länge des Rundbürstenkörpers entspricht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Messerreinigungsvorrichtung für eine Trommelschneidmaschine zur Zerkleinerung von Feldfrüchten, insbesondere Zuckerrüben, mit einer Vielzahl von auf einer antreibbaren Schneidtrommel angeordneten Messerkästen, wobei die Reinigungsvorrichtung, die aus einer parallel zur Trommelachse gerichteten Antriebswelle mit einem Rundbürstenkörper besteht, mittels derer den an den Messerkästen gehalterten Messern anhaftende Schneidrückstände entfernbar sind, im Rücklaufbereich der Trommel angeordnet und motorisch antreibbar ist, wobei ferner die Antriebswelle samt Rundbürste und Antriebseinheit an der Maschine außenseitig gelagert ist.

Aus der DE-PS 8 03 514 ist eine Rundbürste zur Innenreinigung eines Hohlzylinders bekannt, bei der die Antriebswelle samt Rundbürste und Antriebseinheit an der Maschine außenseitig gelagert ist.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Messerreinigungsvorrichtung gattungsgemäßer Art zu schaffen, die der einerseits der Ersatz der Rundbürste und das Auswechseln während des Laufens der Trommelschneidmaschine ermöglicht ist, wobei zudem die Rundbürste äußerst schnell in Eingriff oder außer Eingriff mit den Messern der Trommelschneidmaschine gebracht werden soll.

Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß als Lager eine Führungsstange an der Maschine gehaltert ist, wobei die Länge der Führungsstange der Länge des Teiles von Antriebswelle und Rundbürste entspricht, die in der Betriebslage innerhalb des Maschinengehäuses angeordnet ist, vermehrt um einen Verschiebeweg, der der Länge des Rundbürstenkörpers entspricht, daß an der Führungsstange eine Platte verschiebbar gehaltert ist, die die Lager der Antriebswelle sowie einen Antriebsmotor trägt, und daß die Platte um die Führungsstange verschwenkbar ist, wobei in der einen Schwenkstellung die Rundbürste mit den Messern der Maschine Berührungskontakt hat und in der anderen Schwenkstellung die Rundbürste frei von solchem Berührungskontakt ist.

Selbstverständlich ist zu dieser Anordnung notwendig, daß das Maschinengehäuse an der Entnahmeseite der Rundbürste eine Öffnung aufweist, durch welche die Antriebswelle samt Rundbürste herausgezogen bzw. eingeschoben werden kann. Durch die Lagerung der Rundbürstenantriebswelle und der Antriebseinheit auf einer außenseitig der Maschine gehalterten Führungsstange ist es möglich, die Rundbürste durch Axialverschiebung auf der Führungsstange aus dem Maschinengehäuse herauszuziehen und die Rundbürste zu wechseln, ohne daß dazu die Trommelschneidmaschine angehalten werden müßte. Dabei ist natürlich die Länge der Führungsstange so zu bemessen, daß nicht nur die Rundbürste aus dem Maschinengehäuse herausgezogen werden kann, sondern daß darüber hinaus ein Freiweg zur Demontage der Rundbürste von der Antriebsstange geschaffen wird, der der Länge der Rundbürste entspricht. Dadurch, daß die Antriebswelle mit Bürste relativ zur Führungsstange verschwenkbar angeordnet ist, ist es möglich die Bürste außer Eingriff mit den Messern der Trommelschneidmaschine zu bringen, sofern eine Reinigung momentan unerwünscht ist oder sofern das Entnehmen der Rundbürste aus der Trommelschneidmaschine erfolgen soll. Es ist dabei auch vorgesehen, daß die Antriebsdrehzahl der Antriebswelle der Rundbürste im Falle des Nicht-Eingriffs auf die halbe Arbeitsdrehzahl herabgesetzt wird. Beim Verschwenken in die Arbeitslage sind die Borsten der Rundbürste mit den Messern der Trommelschneidmaschine in Eingriff, so daß diese Messer gereinigt werden können, wobei die Bürste mit der relativ hohen Arbeitsdrehzahl umläuft.

Um die Baulänge der Führungsstange zu vermindern und den Ersatzbedarf der Rundbürste auf geringere Einzelelemente zu vermindern, wird vorgeschlagen, daß der Rundbürstenkörper in mehrere Rundbürstenkörpersegmente aufgeteilt ist und der zusätzliche Verschiebeweg auf der Führungsstange der Länge der Einzelsegmente der Rundbürste entspricht.

Diese Ausbildung ist an sich durch die DE-AS 12 90 919 bekannt.

Durch diese Ausbildung ist es möglich, die gesamte Baulänge der Führungsstange zu vermindern, da die Baulänge nun nur so bemessen sein muß, daß die Rundbürste komplett aus der Maschine herausgezogen werden kann und mindestens ein Segment von der maschinennahen Seite der Antriebswelle abgezogen werden kann. Desweiteren ermöglicht die segmenthafte Ausbildung der Rundbürste die Auswechslung von einzelnen Bürstensegmenten, die beispielsweise höherem und schnellerem Verschleiß unterworfen sind. Dies betrifft insbesondere die an den Kopfstücken der Messerkästen befindlichen Bürstensegmente. Darüber hinaus können auch Bürstensegmente mit unterschiedlich steifen Borsten eingesetzt werden.

Es ist auch möglich die Borstenreihen gegeneinander versetzt anzuordnen, sofern dies im Einzelfall zweckmäßig ist. Desweiteren ist es möglich, die Einzelsegmente mittels Stirnverzahnung miteinander in Eingriff zu bringen, was aber ebenfalls aus dem Stand der Technik an sich bekannt ist.

Als vorteilhafte Weiterbildung wird angesehen, daß als Verschwenkantrieb für die Platte ein Hydraulikzylinder gestellfest gehaltert ist, dessen Stößel mit dem Plattenteil lösbar verbunden ist.

Die lösbare Befestigung des Stößels an der Platte, die die Antriebswelle der Rundbürste hält, ist deswegen erforderlich und vorteilhaft, weil ansonsten das gestellfeste Lager des Hydraulikzylinders mit verschoben werden müßte, was konstruktiv aufwendig ist. Zur Entnahme der Bürste aus der Trommelschneidmaschine wird der Stößel von der Platte gelöst und anschließend die Platte um das gewünschte Maß verschoben, um die Entnahme der Bürste zu ermöglichen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung gezeigt und im folgenden näher beschrieben.

Es zeigt

Fig. 1 Eine Trommelschneidmaschine schematisch in Ansicht;

Fig. 2 die erfindungswesentliche Reinigungsvorrichtung im Schnitt II-II der Fig. 1 gesehen;

Fig. 3 die Vorrichtung gemäß Fig. 2 im Schnitt IIl-III dieser Zeichnungsfigur.

Die Trommelschneidmaschine 1 zur Zerkleinerung von Feldfrüchten weist eine Vielzahl von auf einer antreibbaren Schneidtrommel angeordneten Messerkästen 2 auf. Im Rücklaufbereich der Trommel ist eine motorisch antreibbare Reinigungsvorrichtung vorgesehen, die aus einer parallel zur Trommelachse gerichteten Antriebswelle 3 mit darauf befestigter Rundbürste 4 besteht. Mittels der Rundbürste werden Schneidrückstände entfernt, die an den in den Messerkästen 2 gehalterten Messern haften. Erfindungsgemäß ist die Antriebswelle 3 samt Rundbürste 4 und Antriebseinheit 5 auf einer an der Maschine 1 außenseitig gehalterten Führungsstange 6 längsverschieblich gelagert. Die Länge der Führungsstange 6 entspricht der Länge des Teiles der Antriebswelle 3 und der Rundbürste 4, die in der Betriebslage innerhalb des Maschinengehäuses angeordnet ist, vermehrt um einen Verschiebeweg, der der Länge des Rundbürstenkörpers 4 entspricht. Zum Auswechseln der Rundbürste 4 wird diese auf der Führungsstange 6 zunächst so weit verschoben, daß sie außerhalb des Gehäuses 1 der Trommelschneidmaschine angeordnet ist. Dann wird die gesamte Einheit auf der Führungsstange 6 so weit (in der Zeichnungsfigur 2 nach rechts) weiter verschoben, daß die Rundbürste 4 von der Antriebswelle 3 außerhalb des Maschinengehäuses 1 abgezogen werden kann.

Um die Länge der Führungsstange vermindern zu können, ist der Rundbürstenkörper der Rundbürste 4vorzugsweise in Segmente aufgeteilt, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist. Hierdurch ist der zur Entnahme und Demontage der Rundbürste 4 erforderliche Verschiebeweg auf der Führungsstange 6 auf das Maß beschränkt, was der Einbaulänge der Rundbürste 4 und Antriebswelle 3 vermehrt um die Länge eines Segmentes der Rundbürste 4 entspricht.

An der Führungsstange ist eine Platte, bestehend aus den Teilen 7 und 8 verschiebbar gelagert, welche die Lager 9 der Antriebswelle 3 sowie einen Antriebsmotor 10 trägt. Die Platte ist um die Führungsstange 6 verschwenkbar gelagert und zwar mittels eines Hydraulikzylinders 11, der gestellfest angeordnet ist. Der Stößel 12 des Hydraulikzylinders 11 dient dazu, die Antriebswelle 3 samt Rundbürste 4 nach dem Einschieben in das Gehäuse der Trommelschneidmaschine je nach gewünschter Betriebsart entweder in die Betriebslage zu verschwenken, bei der die Borsten der Rundbürste 4 mit den Messern der Trommelschneidmaschine in Eingriff sind, oder aber aus dieser Betriebslage in die Ruhestellung zu überführen, die gleichzeitig Entnahmeposition ist, bei der die Borsten der Rundbürste 4frei von Kontakten mit den Messern der Trommelschneidmaschine sind. Verbunden mit dieser Verschwenkbewegung ist noch eine Drehzahlminderung der Antriebswelle 3, deren Drehzahl in der Betriebslage doppelt so hoch wie in der Ruhelage ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Messerreinigungsvorrichtung für eine Trommelschneidmaschine zur Zerkleinerung von Feldfrüchten, insbesondere Zuckerrüben, mit einer Vielzahl von auf einer antreibbaren Schneidtrommel angeordneten Messerkästen, wobei die Reinigungsvorrichtung, die aus einer parallel zur Trommelachse gerichteten Antriebswelle mit einem Rundbürstenkörper besteht, mittels derer den an den Messerkästen gehalterten Messern anhaftende Schneidrückstände entfernbar sind, im Rücklaufbereich der Trommel angeordnet und motorisch antreibbar ist, wobei ferner die Antriebswelle samt Rundbürste und Antriebseinheit an der Maschine außenseitig gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß als Lager eine Führungsstange (6) an der Maschine (1) gehaltert ist, wobei die Länge der Führungsstange (6) der Länge des Teiles von Antriebswelle (3) und Rundbürste (4) entspricht, die in der Betriebslage innerhalb des Maschinengehäuses (1) angeordnet ist, vermehrt um einen Verschiebeweg, der der Länge des Rundbürstenkörpers entspricht, daß an der Führungsstange (6) eine Platte (7, 8) verschiebbar gehaltert ist, die die Lager (9) der Antriebswelle (3) sowie einen Antriebsmotor (10) trägt, und daß die Platte (7, 8) um die Führungsstange (6) verschwenkbar ist, wobei in der einen Schwenkstellung die Rundbürste (4) mit den Messern der Maschine (1) Berührungskontakt hat und in der anderen Schwenkstellung die Rundbürste (4) frei von solchem Berührungskontakt ist.
  2. 2. Trommelschneidmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rundbürstenkörper in mehrere Rundbürstenkörpersegmente aufgeteilt ist und der zusätzliche Verschiebeweg auf der Führungsstange (6) der Länge der Einzelsegmente der Rundbürste (4) entspricht.
  3. 3. Trommelschneidmaschinen nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Verschwenkantrieb für die Platte (7, 8) ein Hydraulikzylinder (11) gestellfest gehaltert ist, dessen Stößel (12) mit dem Plattenteil (8) lösbar verbunden ist.






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