PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3838473C1 01.06.1989
Titel Feineinstellzirkel
Anmelder Intertech Zeichengeräte Günther Partes KG, 8535 Emskirchen, DE
Erfinder Partes, Stefan, 8535 Emskirchen, DE
Vertreter Kessel, E., Dipl.-Ing.; Böhme, V., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 15.03.1988
DE-Aktenzeichen 3838473
File number of basic patent 38085119
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.06.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.1989
IPC-Hauptklasse B43L 9/16
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Feineinstellzirkel mit Geradeführung, dessen Zirkelkopf aus einem mit Griffstück versehenen Federbügel besteht, dessen Enden am oberen Ende der Zirkelschenkel gehalten sind und diese gegen eine zwischen den Schenkelenden gelagerte Schwenkachse andrücken. Die Erfindung will einen Feineinstellzirkel mit einem Zirkelkopf versehen, der bei mindestens gleichen Federeigenschaften wie die herkömmlichen Zirkelköpfe aus Federstahl in der Herstellung billiger und nicht korrosionsanfällig ist. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Federbügel aus einem federelastischen Kunststoff besteht und als Spritzgußteil ausgebildet ist, wobei jedes der beiden Enden des Federbügels mit dem oberen Ende des zugehörigen Zirkelschenkels zwangsgekuppelt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Feineinstellzirkel mit Geradeführung, dessen Zirkelkopf aus einem mit Griffstück versehenen Federbügel besteht, dessen Enden am oberen Ende der Zirkelschenkel gehalten sind und diese gegen eine zwischen den Schenkelenden gelagerte Schwenkachse andrücken.

Bei den bekannten Feineinstellzirkeln dieser Gattung (DE-PS 22 64 990) besteht der Federbügel aus hochwertigem Federstahl mit einwärts gerichteter Federkraft der Bügelenden, von denen jedes in einer Ausnehmung des oberen Schenkelendes eingerastet ist. Ein solcher Federstahl ist jedoch teuer und darüber hinaus auch korrosionsanfällig.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen derartigen Feineinstellzirkel mit einem Zirkelkopf zu versehen, der bei mindestens gleichen Federeigenschaften in der Herstellung billiger und nicht korrosionsanfällig ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Federbügel aus einem federelastischen Kunststoff besteht und als Spritzgußteil ausgebildet ist, wobei jedes der beiden Enden des Federbügels mit dem oberen Ende des zugehörigen Zirkelschenkels zwangsgekuppelt ist.

Die Verwendung eines Kunststoffs und die dadurch gegebene Möglichkeit, den Federbügel im Spritzgußverfahren herzustellen, verbilligt die Gestehungskosten erheblich. Da ein federelastischer Kunststoff zum Einsatz kommt, sind auch die Federeigenschaften gut; selbst wenn diese jedoch nachlassen sollten, ist durch die Zwangskupplung zwischen Federbügel und Zirkelschenkeln sichergestellt, daß der Zirkelkopf mit den Zirkelschenkeln im dauerhaften Eingriff bleibt.

Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Enden des Federbügels als Gabel ausgebildet sind, deren Arme das obere Ende des zugehörigen Zirkelschenkels umgreifen, wobei zweckmäßigerweise die Arme der Gabel und das obere Ende des Zirkelschenkels eine in der Einbaustellung miteinander fluchtende Bohrung aufweisen, in welcher ein Bolzen fixiert ist. Diese Art der Zwangskupplung sichert auf konstruktiv einfache Weise die stets gleichbleibende Zuordnung des Zirkelkopfs zu den Zirkelschenkeln. Selbstverständlich kann auch das obere Ende der Zirkelschenkel als Gabel ausgebildet sein, deren Arme dann das zugehörige Ende des Federbügels umgreifen.

In weiterer besonders zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Federbügel mehrwandig ausgebildet ist und zwischen seinen Wänden mindestens einen quer zur Zirkelebene durchgehenden, an den Enden des Federbügels geschlossenen Ringraum aufweist, in welchen mindestens ein bügelartig gebogener Federstahldraht einlegbar ist. Die Mehrwandigkeit des Federbügels verstärkt dessen Federkraft und schafft Raum zur Unterbringung von diese Federkraft sichernden und/oder unterstützenden Elementen.

In der Zeichnung ist die Erfindung beispielhaft dargestellt. Es zeigt

Fig. 1 einen Feineinstellzirkel mit einem zwangsgekuppelten Federbügel,

Fig. 2 eine um 90° gedrehte Ansicht des Zirkels der Fig. 1 in Explosionsdarstellung und

Fig. 3 einen Schnitt durch einen mehrwandigen Federbügel der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform.

Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Feineinstellzirkel besteht im wesentlichen aus zwei - teilweise weggebrochenen - Zirkelschenkeln 1 und 2, die um eine zwischen ihren oberen Enden gehaltene Schwenkachse 3 verstellbar sind. Die Zirkelschenkel 1 und 2 sind über eine Spindel 4 miteinander verbunden, deren Drehung ihre Verstellung bewirkt. Auf der Spindel 4 sitzt mittig eine Triebscheibe 5 in Form eines Rändelrads; die Spindel 4 ist auf der einen Seite der Triebscheibe 5 mit Rechtsgewinde und auf der anderen Seite der Triebscheibe 5 mit Linksgewinde versehen. In den Zirkelschenkeln 1 und 2 greift die Spindel 4 in eine dort schwenkbeweglich gelagerte, zweigeteilte Mutter ein.

Der Zirkelkopf besteht aus einem Federbügel 6 und einem Griffstück 7. Die Enden des Federbügels 6 sind am oberen Ende der Zirkelschenkel 1 und 2 gehalten.

Zwischen dem Federbügel 6 und den Zirkelschenkeln 1 und 2 besteht eine Zwangskupplung. Die Enden des Federbügels 6 bilden eine Gabel 8, deren Arme 8a und 8b eine koaxiale Bohrung 9 aufweisen, während das obere Ende der Zirkelschenkel 1 und 2 mit einer Bohrung 10 versehen ist; wird der Zirkelschenkel 1 bzw. 2 in die Gabel 8 eingeschoben, fluchten die Bohrungen 9 und 10 miteinander, so daß der Zirkelschenkel 1 bzw. 2 mittels eines in die Bohrungen 9 und 10 eingeführten Bolzens 11 mit dem Federbügel 6 gekuppelt werden kann.

Fig. 3 zeigt einen mehrwandigen Federbügel 6. Dieser Federbügel 6 läßt eine Außenwand 6a, eine Innenwand 6b und eine Zwischenwand 6c erkennen, zwischen denen sich Ringräume 6x und 6y befinden, die von der Vorder- bis zur Rückseite des Federbügels 6 durchgängig sind. An den beiden Enden des Federbügels 6 sind die Ringräume 6x und 6y geschlossen; dort befinden sich die Bohrungen 9 zur Zwangskupplung des Federbügels 6 mit den Zirkelschenkeln 1 bzw. 2. In die Ringräume 6x und/oder 6y können Federelemente zur Unterstützung der Federkraft des Federbügels 6 eingesetzt werden.

Der Federbügel 6 und das Griffstück 7 bilden ein einstückiges Spritzgußteil aus einem federelastischen Kunststoff.


Anspruch[de]
  1. 1. Feineinstellzirkel mit Geradeführung, dessen Zirkelkopf aus einem mit Griffstück versehenen Federbügel besteht, dessen Enden am oberen Ende der Zirkelschenkel gehalten sind und diese gegen eine zwischen den Schenkelenden gelagerte Schwenkachse andrücken, dadurch gekennzeichnet, daß der Federbügel (6) aus einem federelastischen Kunststoff besteht und als Spritzgußteil ausgebildet ist, wobei jedes der beiden Enden des Federbügels (6) mit dem oberen Ende des zugehörigen Zirkelschenkels (1 bzw. 2) zwangsgekuppelt ist.
  2. 2. Feineinstellzirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden des Federbügels (6) als Gabel (8) ausgebildet sind, deren Arme (8a, 8b) das obere Ende des zugehörigen Zirkelschenkels (1 bzw. 2) umgreifen.
  3. 3. Feineinstellzirkel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme (8a, 8b) der Gabel (8) und das obere Ende des Zirkelschenkels (1 bzw. 2) eine in der Einbaustellung miteinander fluchtende Bohrung (9 und 10) aufweisen, in welcher ein Bolzen (11) fixiert ist.
  4. 4. Feineinstellzirkel nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnt, daß der Federbügel (6) mehrwandig ausgebildet ist und zwischen seinen Wänden (6a, 6b) mindestens einen quer zur Zirkelebene durchgehenden, an den Enden des Federbügels (6) geschlossenen Ringraum (6x) aufweist, in welchen mindestens ein bügelartig gebogener Federstahldraht (12) einlegbar ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com