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Dokumentenidentifikation DE3628295C2 08.06.1989
Titel Parallelzirkel
Anmelder Christian Siebenhaar & Co Inh. Luise Siebenhaar, 8531 Wilhelmsdorf, DE
Erfinder Siebenhaar, Bernd, 8531 Wilhelmsdorf, DE
Vertreter Czowalla, E., Dipl.-Ing. Dipl.-Landw.; Matschkur, P., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 20.08.1986
DE-Aktenzeichen 3628295
Offenlegungstag 26.02.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.06.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.06.1989
IPC-Hauptklasse B43L 9/18
Zusammenfassung Parallelzirkel mit geteilten, querschnittlich teilweise U-förmigen Schenkeln, deren obere Schenkelabschnitte mit teilweise in die Nuten einragenden Führungslenkern unter Bildung eines Parallelogrammgestänges an den unteren Schenkelabschnitten angelenkt sind, wobei die Schenkelabschnitte und die Führungslenker durchgehend gerade ausgebildet sind und die die Schenkel teilenden Gelenkschnitte so gelegt sind, daß die Innenkante der oberen Schenkelabschnitte nach unten verlängert sind und daß die Führungslenker verdeckt in den nach außen offenen Nuten der Schenkelabschnitte verlaufen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Parallelzirkel mit zwei geteilten Zirkelschenkeln, deren obere im Querschnitt U-förmige Schenkelabschnitte mit den Führungslenkern, die in den durch die U-Form gebildeten Nuten verdeckt verlaufen, unter Bildung eines Parallelogrammgestänges an den unteren Schenkelabschnitten angelenkt sind.

Bei einem bekannten auf dem Mark befindlichen Parallelzirkel der vorstehend beschriebenen Art sind sowohl die Schenkelabschnitte als auch die Führungslenker nach außen abgewinkelt bzw. unmittelbar L-förmig abgekröpft. Dies hat zur Folge, daß in geschlossenem Zustand der Zirkel eine erhebliche Dickenverbreiterung durch die nach außen gerichteten Knie aufweist. Dies ist optisch und im Hinblick auf die platzsparende Unterbringung in einem Kasten störend, wobei noch hinzukommt, daß die Abkröpfungen und die daraus resultierende Gelenklagerung einen erheblichen technischen Aufwand erfordern, so daß derartige Zirkel sehr teuer in der Herstellung sind. Des weiteren hat diese Bauform zur Folge, daß die Führungslenker bei aufgespreiztem Schenkel aus den Nuten der oberen Schenkelabschnitte heraustreten und parallel in Abstand zu diesen verlaufen, was die Handhabung stört und den Zirkel sehr wuchtig erscheinen läßt.

Bei einem weiteren in der Deutschen Patentschrift 1 59 997 beschriebenen Parallelzirkel der eingangs genannten Art ist die getriebliche Verbindung der Parallelogrammgestänge über spezielle Winkelhebel außerordentlich kompliziert ausgestaltet, was nicht nur die Konstruktion aufwendig und störanfällig macht, sondern darüber hinaus auch einen erheblichen Raumbedarf mit sich bringt. Aus diesem Grund fällt ein solcher Parallelzirkel sehr klobig aus, während das Bestreben dahingehen sollte, auch einen solchen Parallelzirkel in der gleichen schlanken Gebrauchsform zu gestalten, wie die übrigen "normalen" Zirkel.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Parallelzirkel der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß er bei einfachem Aufbau sowohl in der zusammengefalteten als auch in der auseinandergespreizten Stellung im wesentlichen wie ein normaler Zirkel mit geraden Zirkelschenkeln aussieht.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß beide Schenkelabschnitte und die Führungslenker durchgehend gerade ausgebildet sind, daß die die Führungslenker aufnehmenden Nuten der oberen Schenkelabschnitte nach außen offen sind und daß die die Schenkel teilenden Gelenkschnitte so gelegt sind, daß die Innenkanten der oberen Schenkelabschnitte nach unten verlängert sind.

Durch die erfindungsgemäße umgekehrte Neigung des Gelenkschnitts - bezogen auf übliche Zirkel mit geteilten Schenkeln - ergibt sich die Möglichkeit, die U-förmige Nut der oberen Schenkelabschnitte sich nach außen öffnen zu lassen und mithin die Führungslenker an der Außenseite der oberen Schenkelabschnitte anzuordnen, während gleichwohl die Möglichkeit gegeben ist, sowohl den oberen Schenkelabschnitt als auch den Führungslenker ohne irgendwelche Ausbiegungen und Abkürzungen unmittelbar am oberen Ende des unteren Schenkelabschnitts anzulenken. Dies hat zur Folge, daß der so ausgebildete Parallelzirkel in seiner Schließstellung wie ein völlig normaler Zirkel aussieht und daß auch in der aufgespreizten Stellung die Führungslenker nahezu in der gleichen, zumindest zum größten Teil verdeckten, Position innerhalb der Nuten der oberen Schenkelabschnitte verbleiben, so daß dieser optisch gefällige Eindruck auch in allen Betriebsstellungen beibehalten bleibt.

Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung erläutert. Dabei zeigen:

Fig. 1 eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Zirkels in der Schließstellung,

Fig. 2 eine teilweise geschnittene Ansicht durch die oberen Schenkelabschnitte und

Fig. 3 eine Ansicht des Zirkels in zwei unterschiedlichen Aufspreizstellungen.

Der dargestellte Parallelzirkel umfaßt ein Kopfstück 1, in welchem geteilte Schenkel 2 und 3 angelenkt sind, die über Zähnungsabschnitte 4 miteinander gekoppelt sind. Die oberen Schenkelabschnitte 2a und 3a sind querschnittlich U-förmig ausgebildet, wobei die Nuten 5a nach außen offen sind. In diesen Nuten liegen verdeckt Führungslenker 6, die am oberen Ende bei 7 im Kopfstück 1 angelenkt sind, während das untere Ende bei 8 über ein Drehgelenk mit den unteren Zirkelabschnitten 2b und 3b verbunden ist. Versetzt dazu - entsprechend der Versetzung der Gelenkstellen 7 und 9 der Führungslenker 6 und der oberen Schenkelabschnitte 2a und 3a - sind auch die unteren Enden der oberen Schenkelabschnitte 2a und 3a mit den unteren Schenkelabschnitten 2b und 3b verbunden, so daß die Führungslenker und die oberen Schenkelabschnitte gemeinsam ein Parallelogrammgestänge bilden. Beim Aufspreizen des Schenkels hat dies zur Folge, daß die unteren Schenkelabschnitte 2b und 3b stets parallel zueinander verlaufen, so daß immer ein senkrechter Einstich der Zirkelspitze 10 bzw. der Bleimine 11 auf der Unterlage stattfindet.

Um dies zu erreichen ist jeweils der die Schenkel 2 und 3 teilende Gelenkschnitt 12 so gelegt, daß die Innenkante Ki der oberen Schenkelabschnitte 2a, 3a gegenüber der Außenkante Ka nach unten verlängert ist. Durch diese gegenüber der Anordnung des Gelenkschnitts bei normalen geteilten Zirkelschenkeln umgekehrte Neigung der Gelenkschnitte ist es möglich, daß die oberen Schenkelabschnitte 2a, 3a und die Führungslenker 6 ebenso wie die unteren Schenkelabschnitte 2b und 3b durchgehend gerade ausgebildet sind und unmittelbar in der angedeuteten Weise aneinander angelenkt sein können, so daß weder in der geschlossenen Zirkelstellung (Fig. 1) noch in der aufgespreizten Zirkelstellung (Fig. 3) die Führungslenker störend auffallen.

Zur Aufnahme der verschmälerten Endabschnitte 13 der oberen Schenkelabschnitte 2a, 3a ist das obere Ende der unteren Schenkelabschnitte 2b, 3b geschlitzt, wobei diese Schlitzung dann auch die Aufnahmenut 5b für den Führungslenker 6 mit bildet.


Anspruch[de]
  1. Parallelzirkel mit zwei geteilten Zirkelschenkeln, deren obere im Querschnitt U-förmige Schenkelabschnitte mit den Führungslenkern, die in den durch die U-Form gebildeten Nuten verdeckt verlaufen, unter Bildung eines Parallelogrammgestänges an den unteren Schenkelabschnitte angelenkt sind, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schenkelabschnitte (2a, 3a; 2b, 3b) und die Führungslenker (6) durchgehend gerade ausgebildet sind, daß die die Führungslenker (6) aufnehmenden Nuten (5a) der oberen Schenkelabschnitte (2a, 3a) nach außen offen sind und daß die die Schenkel (2, 3) teilenden Gelenkschnitte (12) so gelegt sind, daß die Innenkanten (Ki) der oberen Schenkelabschnitte (2a, 3a) nach unten verlängert sind.






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