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Dokumentenidentifikation DE3218251C2 15.06.1989
Titel Vorrichtung zum Überführen von stabförmigen Werkstücken
Anmelder Makor S.r.l., Pieve di Sinalunga, Siena, IT
Erfinder Ceccuzzi, Mario, Abbadia di Montepulciano, Siena, IT
Vertreter Glawe, R., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., 8000 München; Delfs, K., Dipl.-Ing., 2000 Hamburg; Moll, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., 8000 München; Mengdehl, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Niebuhr, H., Dipl.-Phys. Dr.phil.habil., Pat.-Anwälte, 2000 Hamburg
DE-Anmeldedatum 14.05.1982
DE-Aktenzeichen 3218251
Offenlegungstag 02.12.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.06.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.06.1989
IPC-Hauptklasse B65G 17/48
IPC-Nebenklasse B65G 57/18   
Zusammenfassung Vorrichtung zum automatischen Bewegen von stabförmigen Gegenständen mit einer Mehrzahl von Fördermitteln in Form starrer Stege (9), die von endlosen Ketten (2) getragen sind, derart, daß die Fördermittel (9) längs geradliniger Abschnitte der von den Ketten (2) bestimmten Bewegungsbahn parallel zu sich selbst verschoben werden. Längs einer aufwärtsführenden Bewegungsbahn können die Stege (9) sich zwischen die Rollen (R) eines longitudinalen Fördersystems für die stabförmigen Gegenstände (S1) einfädeln, um letztere aufzunehmen und anzuheben und sie sodann im Verlauf der abwärtsgerichteten Bewegungsbahn zwischen Verschiebeeinrichtungen (12) zu verbringen und auf letzteren abzusetzen, derart, daß die stabförmigen Gegenstände durch die Verschiebeeinrichtungen aus dem Bereich der Stege (9) herausführbar und anschließend in Fächern einer Trocknungsvorrichtung ablegbar sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Überführen von stabförmigen Werkstücken, insbesondere Latten- oder Rahmenleisten von einer Zuförderstation zu einer Absetz- und Speicherstation, mit einem Kettenförderer mit mindestens zwei Ketten, die in Abständen voneinander in parallelen, lotrechten Umlaufebenen umlaufen, einer Vielzahl von an den Ketten befestigten, von ihnen seitlich in der entsprechenden Umlaufebene der Kette austragenden Tragarmen, die im aufsteigenden Bahnabschnitt der Umlaufbahn die Werkstücke von der Zuförderstation aufnehmen und sie im absteigenden Bahnabschnitt an der Absetz- und Speicherstation absetzen, wobei die Anzahl der jeweils ein Werkstück tragenden Tragarme der Anzahl der Ketten entspricht, sowie einer im Bereich der oberen Umlenkabschnitte der Umlaufbahnen angeordneten Umsetzvorrichtung zum Umsetzen der Werkstücke von einer Tragarmreihe des aufsteigenden Bandabschnitts auf eine Tragarmreihe des absteigenden Bahnabschnitts des Kettenförderers, wobei die Umsetzvorrichtung an den Werkstücken von unten her zwischen den Ketten angreifende Umsetzelemente und eine die Umsetzelemente kontinuierlich auf einer von der Umlaufbahn des Kettenförderers abweichenden Umlaufbahn bewegende Umlaufführung aufweist.

Durch die GB-PS 10 28 103 ist eine derartige Vorrichtung bekannt. Bei dieser Vorrichtung erfolgt das erforderliche Umsetzen der Werkstücke im oberen Umlenkabschnitt des Kettenförderers dadurch, daß die Werkstücke auf eine stationäre Verweilrampe geschoben und von dieser durch die Mitnehmernase des nächstfolgenden Tragarmes des Kettenförderers wieder abgenommen werden. Dabei werden die Werkstücke abgebremst und dann stoßartig wieder beschleunigt und insbesondere bei sehr schlanken und federnden Werkstücken kann dies zu unkontrollierten Bewegungen, wie Schwingungen und dgl., der Werkstücke führen. Da ein Anschlagen der Mitnehmernasen nicht zu vermeiden ist, ist eine derartige Vorrichtung für Werkstücke mit empfindlicher Oberfläche wie beispielsweise frisch lackierte Bilderrahmenleisten, nicht geeignet.

Durch die DE-OS 30 43 956 ist eine andere Vorrichtung bekannt, bei der die Werkstücke beim Umsetzen von einem Tragarm auf den anderen auch umgewendet werden, so daß die frühere Oberseite nach dem Umsetzen nach unten zeigt. Es gibt jedoch Anwendungsfälle, beispielsweise bei frisch lackierten Bilderrahmenleisten, wo dies auf keinen Fall geschehen darf, an durch ein Umwenden die frisch lackierte Oberfläche beschädigt würde.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Überführen von stabförmigen Werkstücken zu schaffen, bei der das Umsetzen der Werkstücke schonend und ohne Wenden durchgeführt werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art gelöst, die durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gekennzeichnet ist.

Weitere Ausbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Überführen von stabförmigen Werkstücken sind den Unteransprüchen 2 bis 7 zu entnehmen.

Im folgenden sei die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung gemäß der Erfindung.

Fig. 2 zeigt eine schematische Draufsicht der Vorrichtung.

Fig. 3 und 4 zeigen in perspektivischer Explosionsdarstellung einige Teile der Vorrichtung.

Fig. 5 zeigt eine schematische Ansicht eines modifizierten Ausführungsbeispiels.

Fig. 6 zeigt in perspektivischer Explosionsdarstellung die einzelnen Teile des Gelenksystems und

Fig. 7 zeigt eine schematische Draufsicht.

Die in Fig. 1 bis 4 dargestellte Vorrichtung bestitzt ein mit 1, 1A bezeichnetes Hauptgestell, daß einen Kettenförderer 2 trägt. Dieser wird von einem Getriebemotor 3 über eine Welle 4 angetrieben, auf welche Kettenräder 5 für eine Kettentransmission 5, 6 aufgebracht sind. Die mit Zähnen versehenen Räder 6 sind auf die gleiche Nabe aufgekeilt, auf der auch Zahnkettenräder 7 befestigt sind, die ihrerseits die Bewegung zu Kettenzahnrädern 8 übertragen, welche zur Umlenkung von Ketten 2 dienen. Die Ketten 2 sind so montiert, daß sie lediglich auf den geometrischen Achsen der Räder 7 und 8 umgelenkt werden.

Jede Kette 2 des Förderers besitzt eine Vielzahl von Fördermitteln 9 in Form von Tragarmen, die jeweils in Punkten 10 an den Ketten 2 befestigt sind, wie im einzelnen aus Fig. 3 erkennbar ist, die die Teile in Explosionsdarstellung zeigt. Die Befestigung der Tragarme ist derart, daß sie senkrecht zu dem Kettenabschnitt stehen, an dem sie verankert sind.

Die Tragarme 9 dienen zur Aufnahe einer Leiste S1, die in Richtung des Pfeiles f1 (Fig. 2) auf Rollen R herangeführt und vorübergehend angehalten wird. Die Tragarme 9, die von den Ketten 2 zumindest über einen Abschnitt der Laufbahn des Kettenförderers parallel zu sich selbst verschoben werden, nehmen die Leisten auf und transportieren sie in orthogonaler Richtung. Um die Leisten S1 von den Rollen R aufnehmen zu können, befinden sich die Tragarme 9 mit ihrer Tragseite in einer Ebene, die unter der von den Rollen R bestimmten Ebene liegt, die ihrerseits untereinander coplanar angeordnet sind und die Beladeebene darstellen. Die Rollen R unterstützen und verschieben die Leiste S1, die in Richtung des Pfeiles f1 von anderen den Bearbeitungszyklus angehörenden Geräten herangeführt wird. Die Leisten gelangen von dem Förderzustand in eine Endstellung S1, die von einem System zur Überwachung des Wegendes oder einem optoelektrischen Detektor bestimmt wird, der ein vorübergehendes Anhalten der Leiste im Bereich der Fördermittel 9 bewirkt, wenn die Leiste sich über letzteren befindet. Die Leiste S1 wird sodann von den Tragarmen 9 aufgenomnen, die sich in Richtung des Pfeiles f2C bewegen, die Leiste aufnehmen und um eine Schrittlänge des Kettenförderers 2 vorbewegen.

Die Bewegung des Kettenförderers 2 erfolgt schrittweise nach einem von einem Steuersystem, beispielsweise einem photoelektrischen System, gesteuerten Programm derart, daß die Leisten aufgenommen und in Richtung des Pfeiles f2C mit intermittierender Bewegung gefördert werden. An einem vorbestimmten Punkt der durch die Kettenzahnräder 7 und 8 bestimmten Aufwärtsbewegung, welcher Punkt in dem dargestellten Ausführungsbeispiel am oberen Ende des ansteigenden vertikalen Abschnitts vor dem Bogen der oberen Zahnkettenräder 8 zur Umlenkung der Ketten 2 liegt, werden die Leisten S1 von einer Umlaufführung in Form eines Gelenkparallelogramms aufgenommen, die jeweils aus zwei Kurbelarmen 11 und einem Umsetzelement 11A bestehen, der die aktive Auflagefläche für die Leisten S1 bildet. Die beiden Kurbelarme 11 das Umsetzelement 11A bilden ein kinematisches Gelenkparallelogrammsystem (dessen Teile im einzelnen in Fig. 4 in Explosionsdarstellung gezeigt sind). Die Umlaufführung ermöglicht die Übertragung der Leisten auf der mit S1 bezeichneten Lage in die mit S2 bezeichnete Lage, indem sie dieselben von den mit 9X bezeichneten Steg abnehmen und auf der entgegengesetzten Seite des Rades 8 in den Kettenförderer 2 auf den benachbarten mit 9Y bezeichneten Steg ablegen, der sich in einer symmetrischen Position relativ zur Mitte des oberen Umlenkzahnrades 8 des Kettenförderers 2 befindet. Die Leiste beschreibt dabei eine Bewegungsbahn, die durch die Pfeile f1S angedeutet ist. Jedes Bauteil der genannten Umlaufführung 11-11A führt eine vollständige Umdrehung aus, um die Leiste aus der Stellung S1 in die Stellung S2 zu überführen. Zur Bewegung der Umlaufführung 11-11A dienen Übertragungseinrichtungen und Positionierungssysteme, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind. Die Umlaufführung 11-11A wird nach der Überführung der Leiste aus der Stellung S1 in die Stellung S2 - bei jedem Schaltschritt des Endlosförderers und unter Verfolgung der Rotationsbewegung entsprechend dem Pfeil f1S - in einer Ebene positioniert, die ein wenig unter der Ebene liegt, welche die Stege in der höchsten Position 9X einnehmen. Die Bewegung der Umlaufführung 11-11A erfolgt synchron mit der Fortbewegung des Kettenförderers um einen Schritt.

Nach der Überführung von den in der Position 9X befindlichen Stegen auf die Stege in der Position 9Y befinden sich die Leisten (außerhalb der Bewegungsbahn der Ketten 2) in den mit S2, S2&min; bezeichneten Positionen zur Rechten der Ketten (wenn man die Darstellung gemäß Fig. 1 zugrunde legt).

Von dort wandern die Leisten in Richtung des Pfeiles f2S nach unten und können auf Verschiebemittel 12 abgelegt werden, mittels derer sie auf Ablagen PS einer zu diesem Zweck bereitgestellten Vorrichtung P gestapelt werden.

Nach Erreichen der Position S2 folgt die Leiste der durch die Pfeile f2S angedeuteten Bahn und senkt sich (auf der der Beladeseite gegenüberliegenden Seite der Fördereinrichtung 2) ab, bis sie auf die genannten als Riemen-Kettenförderer o. dergl. ausgebildeten Verschiebemittel 12 auftrifft, die ihrerseits vertikal verschiebbar sind. Diese Verschiebemittel 12 besitzen Riemen o. dergl., die mit einer intermittierenden Translationsbewegung in Richtung des Pfeils f3S beaufschlagbar sind. Die Verschiebemittel 12 sind außerdem mittels einer Kettentransmission 13 schrittweise in Richtung des Pfeiles f4S nach unten absenkbar (bzw. in Gegenrichtung anhebbar). Diese Bewegung wird durch einen optoelektronischen Detektor oder einen ähnlichen Sensor gesteuert. Sobald die gewünschte Anzahl von Leisten sich in den Positionen S2A, S2B und S2C auf den Verschiebemitteln 12 befindet, veranlaßt der genannte Sensor, daß letztere sich in Richtung der Pfeile f4S absenken, derart, daß die Leisten auf die entsprechenden Fachböden PS abgelegt werden. Der die Verschiebemittel 12 beinhaltende Förderkomplex wird schrittweise vertikal verschoben und befindet sich nun mit seinem oberen Trum in einer Ebene, die etwas über der Ebene liegt, welche die coplanar zueinander angeordneten und die Stapelebenen bildenden Fachbodenteile PS bestimmen. Wenn die Leisten S2A, S2B und S2C die für jede Stapelebene vorgesehene Anzahl erreicht haben, senken sich die Verschiebemittel 12 nach unten und legen die Leisten auf den entsprechenden Fachboden PS ab. Danach stehen sie für die Aufnahme weiterer Leisten bereit, die anschließend auf dem darunterliegenden Fachboden der Stapeleinrichtung P abgelegt werden.

Für die genannten Transmission 13, wie auch für die Transmission des Kettenförderers 2 sind Spann- und Einstellmittel sowie Mittel zur Phaseneinstellung der Ketten selbst vorgesehen, um eine sichere und gleichförmige Translationsbewegung sowie eine optimale Bewegungssynchronisierung sicherzustellen. Diese Mittel sind in der Zeichnung nicht dargestellt.

Ebenfalls in der Zeichnung nicht dargestellt sind Steuereinrichtungen zur Positionssteuerung der Kurbelarme 11 relativ zu den Förderstegen 9, die eine einwandfreie Überführung der Leisten S1 von den Stegen 9X zu den Stegen 9Y ermöglichen.

In Fig. 5, 6 und 7 ist ein Teil des Maschinengerüsts mit 51 bezeichnet. An diesem sind obere Umlenkzahnräder 52 gelagert, die Teil eines mit Ketten 53 arbeitenden Förderers bilden. Jede Kette wird über nur zwei Zahnräder umgelenkt, die auf zwei gemeinsamen geometrischen Achsen montiert sind. In der Zeichnung ist nur das obere Zahnrad 52 dargestellt. Die Anzahl der Ketten hängt ab von der Länge der zu transportierenden Leisten oder Stäbe, wobei sämtliche Kettenzahnräder auf zwei gemeinsamen Achsen montiert sind.

Jede Kette des Förderers umfaßt eine Vielzahl von Fördermitteln in Form von Tragarmen 54, die verteilt angeordnet sind und einen gegenseitigen Abstand besitzen, der gleich ist dem vierten Teil der dem Durchmesser der Umlenkzahnräder 52 entsprechenden Abwicklungslänge. Jeder Tragarm 43 ist in den Punkten 55 an der Kette 53 verankert, wie m einzelnen aus Fig. 6 erkennbar ist, derart, daß er senkrecht zu dem Kettenabschnitt steht, an welchem er verankert ist. Da es aufgrund des auf dem Tragarmen 54 lastenden Gewichts der Leisten in der Praxis unmöglich ist, daß die Tragarme 54 in den vertikalen Abschnitten des Verlaufs der Kette 53 in einer im wesentlichen horizontalen Lage halten, ist ein Führungssystem für die Kette 53 vorgesehen, das es ermöglicht, daß die Tragarme in den aufsteigenden und absteigenden Bahnabschnitten stets horizontal gehalten werden. Es ist ein Einsatzstück 56 aus einem Material mit niedrigem Reibungskoeffizienten vorgesehen, das mittels derselben Schrauben, die die Tragarme 54 in den Punkten 55 an den Ketten 53 verankern, mit letzteren verbunden ist und das in einer beispielsweise durch ein C- förmiges Profilstück realisierten Führungsbahn 57 läuft. Die Führungsbahn 57 ist auf die vertikalen Kettenabschnitte beschränkt und reicht etwa bis zu dem horizontalen Durchmesser der Zahnräder 52, mit denen die Ketten 53 im Eingriff stehen.

Die genannten Fördermittel in Form der Stege 54 dienen zur Aufnahme einer Leiste, die auf einem im allgemeinen als Rollenförderer und horizontal verlaufenden Längsfördersytem herangeführt wurde. Sie transportieren diese Leiste in orthogonaler Richtung, wenn die Tragarme 54 von den Ketten 53 in den vertikalen Bahnabschnitten des Kettenförderers parallel zu sich selbst verschoben werden. Der Kettenförderer 53, 54 bewegt sich schrittweise intermittierend oder auch kontinuierlich auf dem aufsteigenden Bahnabschnitt in Richtung fc und auf dem absteigenden Bahnabschnitt in Richtung fs. In einem bestimmten Punkt des aufsteigenden Bahnabschnittes der Ketten 53 - im dargestellten Ausführungsbeispiel befindet sich dieser Punkt am Anfang des von der Kette 53 umschlungenen Bogens der oberen Kettenzahnräder 52 - werden die Leisten S11 von Abhebe- und Verschiebemitteln aufgenommen, d. h. abgehoben, die als Gelenkparallelogramme ausgebildet sind und aus Kurbeln 58A, 58B und Auflegeelementen 59 bestehen, die in den Punkten 59A und 59B an den beweglichen Enden der Kurbeln 58A bzw. 58B angelenkt sind. Es sind drei derartige Kurbeln 58A vorgesehen. Sie sind fest an einer gemeinsamen zentralen Nabe 110A im Winkelabstand von 120° angebracht. Die Kurbeln 58B sind in gleicher Anzahl vorgesehen und an einer zentralen Nabe 110B befestigt. Die Nabe 110A besitzt ein Lager für einen zentralen Bolzen 111A, der mittels eines Bügels 112A an dem oberen Teil des Gerätegestells 51 verankert ist und der infolge der gelenkigen Verbindungen 59A, 59B durch die Bewegung der Nabe 110B in Rotation versetzt wird. Die Nabe 110B besitzt ein Lager für einen zentralen Bolzen 111B, der mittels eines Bügels 112B an einem Teil des Gestells 51 verankert ist und von dem Zahnrad 52 in Rotation versetzt wird, dessen Nabe 52M als Befestigung für ein Zahnrad 113 dient. Dieses Zahnrad 113 überträgt die Bewegung über eine Ketten-Riemen- oder ähnliche Transmission 114 zu einem mit der Nabe 110B verbundenen Zahnrad 115. Die genannte Transmission kann auch durch ein Paar von Zahnrädern realisiert sein, von denen das eine an der Nabe 52M und das andere an der Nabe 110B befestigt ist, wobei zur Beibehaltung einer gleichsinnigen Drehrichtung der beiden Naben 110A und 52M ein freilaufendes Zahnrad zwischengefügt ist. Gemäß Fig. 6 befindet sich der Bügel 112B im Bereich der Nabe 52M eine Ausnehmung, um eine Kollision mit dieser Nabe 52M zu vermeiden, da der zwischen dem Zahnrad 52 und der die drei Kurbeln 58B tragenden Nabe 110B realisierbare Achsabstand, der aus der gegenseitigen Position der Tragarme 54 und der Auflageflächen 59 resultiert und eine determinierte Lage der Kurbeln 58 sichert, vergleichsweise gering ist.

Es sei noch einmal Bezug auf Fig. 5 genommen:

Mit der oben beschriebenen Bewegungsübertragung zwischen den Tragarmen 54 und den Auflageflächen 59 von Beginn der links auf dem horizontalen Durchmesser des oberen Zahnrades 52 gezeigten Position wandert die von einer Auflagefläche 59 übernommene Leiste - mit kontinuierlicher oder schrittweiser Bewegung - aus der Stellung S11 in die Überführungsstellung S22, um anschließend in die Stellung S33 überzugehen, in welcher sie die Auflageflächen 59 wieder verläßt und gleichzeitig einen Tragarm 54vorfindet, der gegenüber demjenigen, den sie in der Position S11 verlassen hat, umgewendet ist. Falls keine Unterbrechung der Zufuhr der in Richtung des Pfeiles fc herangeführten Leisten stattfindet, befindet sich nunmehr eine andere Leiste in der Position S11, die von den Auflageflächen 59 aufgenommen wird. Jede Leiste, die die Position S33 erreicht hat, bewegt sich nun in einer absteigenden Bahn weiter, die außerhalb der Bewegungsbahn der Kette 53 und (im Hinblick auf Fig. 5) rechts von dieser liegt, bis sie auf Abhebe- und Verschiebemitteln der anhand von Fig. 1 bis 4 beschriebenen Art abgelegt wird. Der absteigende Bahnabschnitt der Leisten ist in Fig. 5 durch den Pfeil fs angedeutet.

Gemäß Fig. 5 sind die Achsen 111A und 111B relativ zu der horizontalen Durchmesserlinie des Rades 52, auf welcher die Leisten in der Position S11 von einer Auflagefläche 59 zwischen genommen und in der Position S33 abgegeben werden, nach oben versetzt. Daher ist die bogenförmige Bahn der Kurbeln 58A und 58B der betrachteten Auflagefläche 59 zwischen den durch S11 und S33 definierten Positionen größer als die 180°-Bahn des betreffenden Tragarmes 54. Dies wird durch das Übertragungsverhältnis der Transmission 113, 114, 115 ermöglicht.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Überführen von stabförmigen Werkstücken, insbesondere Latten- oder Rahmenleisten, von einer Zuförderstation zu einer Absetz- und Speicherstation, mit einem Kettenförderer mit mindestens zwei Ketten, die in Abständen voneinander in parallelen lotrechten Umlaufebenen umlaufen, einer Vielzahl von an den Ketten befestigten, von ihnen seitlich in der entsprechenden Umlaufebene der Kette auskragenden Tragarmen, die im aufsteigenden Bahnabschnitt der Umlaufbahn die Werkstücke von der Zuförderstation aufnehmen und sie im absteigenden Bahnabschnitt an der Absetz- und Speicherstation absetzen, wobei die Anzahl der jeweils ein Werkstück tragenden Tragarme der Anzahl der Ketten entspricht, sowie einer im Bereich der oberen Umlenkabschnitte der Umlaufbahnen angeordneten Umsetzvorrichtung zum Umsetzen der Werkstücke von einer Tragarmreihe des aufsteigenden Bahnabschnitts auf eine Tragarmreihe des absteigenden Bahnabschnitts des Kettenförderers, wobei die Umsetzvorrichtung an den Werkstücken von unten her zwischen den Ketten angreifende Umsetzelemente und eine die Umsetzelemente kontinuierlich auf einer von der Umlaufbahn des Kettenförderers abweichenden Umlaufbahn bewegende Umlaufführung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlaufführung von zwei parallelen, gleichlangen Kurbelarmen (11) gebildet ist, die an einem Ende - bei Blick auf die Umlaufebenen der Ketten (2, 53) - um horizontal versetzte Achsen (Bolzen 111A, 111B) umlaufen und an ihrem anderen Ende das im Abstand der horizontal versetzten Achsen (Bolzen 111A, 111B) schwenkbar gelagerte Umsetzelemente (11a) tragen, so daß ein Gelenkparallelogramm gebildet ist, dessen die Auflagefläche für die Werkstücke im Umsetzbereich bildendes Umsetzelement (11a) auf der Umlaufbahn stets horizontal ausgerichtet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlaufführung aus einer Mehrzahl von Gelenkparallelelogrammen mit Kurbeln (58A, 58B) und horizontalen Auflageelementen (59) bestehen, wobei jedes Gelenkparallelogramm so angeordnet ist, daß es eine obere Überführungsbahn beschreibt, die von den in der Endposition der Aufwärtsbewegung befindlichen Tragarmen (54) ausgeht und zu den in der Anfangsposition der Abwärtsbewegung befindlichen Tragarmen (54) führt, sowie eine daran anschließende untere Bewegungsbahn beschreibt, die derart ist, daß die Auflageelemente (59) bei Durchgang zwischen den Tragarmen (54) die stabförmigen Werkstücke aufnehmen bzw. freigeben.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsbahn der Auflageelemente (59) oberhalb der Bewegungsbahn der Tragarme (54) verläuft, die längs des Umlenkbogens von dem oberen Kennrand (52) geführt sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkparallelogramme (58A, 58B, 59) über eine mechanische Transmission (113, 114, 115) von dem selben oberen Umlenkzahnrad (52) antreibbar sind, das auch Bestandteil des Kettenförderers ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die festen Achsen (111A, 111B) der Gelenkparallelogramme (58A, 58B, 59, 110A, 110B) oberhalb der Achse der oberen Umlenkkettenräder (52) liegen.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Transmission (113, 114, 115) eine Übersetzung beinhaltet, derart, daß die Kurbeln (58A, 58B) der Gelenkparallelogramme gleichsinnig aber etwas schneller rotieren als die oberen Kettenumlenkräder (52) des Kettenförderers.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß drei Gelenkparallelogramme vorgesehen sind, wobei jeweils eine der Kurbeln (58B) jedes Gelenkparallelogrammes Teil eines dreiarmigen Sternes ist, der mit einer Antriebsnabe (110B) fest verbunden ist, während die anderen drei Arme (58A) von einem derartigen dreiarmigen Stern mit freilaufender Nabe (110A) getragen sind.






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