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Verfahren zur Wiedergewinnung von Uran aus einem mit Uran kontaminierten Abwasser - Dokument DE3241293C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3241293C2 29.06.1989
Titel Verfahren zur Wiedergewinnung von Uran aus einem mit Uran kontaminierten Abwasser
Anmelder Mitsubishi Kinzoku K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Hasegawa, Shinichi, Naka, Ibaraki, JP;
Sugamura, Kunio, Ohmiya, Saitama, JP;
Kojima, Hiroshi, Hasuda, Saitama, JP;
Tanaka, Hiroshi, Ohmiya, Saitama, JP
Vertreter Walter, H., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 16.04.1982
DE-Aktenzeichen 3241293
WO-Anmeldetag 16.04.1982
PCT-Aktenzeichen JP8200123
WO-Veröffentlichungsnummer 8203722
WO-Veröffentlichungsdatum 28.10.1982
Date of publication of WO application in German translation 30.06.1983
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.06.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.06.1989
IPC-Hauptklasse G21F 9/10
IPC-Nebenklasse G21F 9/06   C01G 43/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wiedergewinnung von Uran aus einem mit Uran kontaminierten Abwasser mit den Merkmalen 1.2, 1.24 und 1.3 bis 1.8 des Anspruches 1 als Oberbegriff, wie er durch die JP-PS 53-27 800 druckschriftlich belegt ist.

In Fabriken für die Herstellung nuklearen Brennstoffes fällt Abfall in konstanter Menge an, der Uran und andere Verunreinigungen enthält. Das Uran wird von den anderen Verunreinigungen getrennt, um erneut als Nuklearbrennstoff verwendet zu werden.

Im japanischen Patent Kokai Nr. 56-1 09 825 (Japanische Patentanmeldung) mit der Serien-Nr. 55-11 191 sind einfache Verfahren für die Wiedergewinnung von Uran und/oder Thorium aus dem radioaktiven Brennstoffabfall erläutert. Während eines Schrittes dieses Verfahrens wird der Abfall in Salpetersäure gelöst, um den Abfall als Flüssigkeit vorliegen zu haben, zu der Wasserstoffperoxid hinzugegeben wird, um Uran und/oder Thorium zu eluieren und in einem weiteren Verfahrensschritt Uran und/oder Thorium von der Flüssigkeit zu trennen. Ist das Reinigungsverfahren durchgeführt, so enthält die vom Uran und/oder Thorium befreite Flüssigkeit Wasserstoffperoxid (H&sub2;O&sub2;) üblicherweise in einem Anteil von 0,2 bis 0,3 Gew.-%, während der Urananteil zwischen etwa 300 bis 1000 mg/l lag.

In den japanischen Patentveröffentlichungen Nr. 48-38 320 (1973) und Nr. 57-5 319 (1982) sind Verfahren für die Wiedergewinnung von Uran aus uranhaltigen Flüssigkeiten beschrieben. Das Verfahren mit Wasserglasausfällung schließt als Verfahrensschritt die Hinzufügung von Wasserglas (wäßrige Silikatlösung) zu der Abfallflüssigkeit ein, um eine Wasserglas-Uran- Ausfällung zu erhalten, wobei weiter das Lösen des Niederschlages in Salpetersäure zum Eluieren von Uran in Salpetersäure und Wiedergewinnung des Urans aus eluiertem Uran vorgesehen ist. Beim Verfahren mit dem Ausfällen durch Wasserglas bildet das zugegebene Wasserglas amorphes Siliziumoxid als wirksames Adsorbens. Das amorphe Siliziumoxid hat einen großen Oberflächenbereich und eine hohe Aktivität bei der Adsorption in der Lösung und bildet einen Niederschlag mit sehr guter Filtriereigenschaft. Zu dieser Zeit nimmt der amorphe Siliziumoxidniederschlag durch Adsorption Uran auf, das in der Lösung enthalten ist, um das Uran wiedergewinnen zu können. Weiteres Uran, das in den amorphen Siliziumoxidniederschlag übergegangen ist, kann durch Säurebehandlung eluiert werden, worauf Uran als Säurelösung wiedergewonnen werden kann. Wenn der radioaktive, Uran enthaltende flüssige Abfall mit dem Verfahren unter Verwendung einer Wasserglasausfällung in Anwesenheit von H&sub2;O&sub2; behandelt wird, zeigt es sich, daß die Abfallflüssigkeit immer noch in einer Menge von 10 bis 100 mg/l Uran enthält. Dieser Urangehalt ist mehr, als im Hinblick auf die Abfall-Lagerung unter Berücksichtigung der Umgebungsbelastung vertretbar ist.

Weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung sind an sich ebenfalls bekannt, ohne daß damit etwas über die Gesamtheit der Erfindung ausgesagt wäre. So ist z. B. das Merkmal 1.22 des Anspruches 1 aus der DE-OS 27 14 202 bekannt, indem dort ein Verfahren für die Behandlung radioaktiver Abfallflüssigkeit, die Uran enthält, beschrieben ist, das der Wiedergewinnung von Ruthenium unter Erzeugung eines Niederschlages dient, und bei dem der uranenthaltenden Abfallflüssigkeit ein Additiv zugegeben wird, das Hydrazin oder ein Eisensalz (Nickelferrocyanid) ist. Zur Behandlung ist auch eine radioaktive Abfallflüssigkeit bekannt, die zusammen mit Uran Wasserstoffperoxid (H&sub2;O&sub2;) enthält, um unter Erzeugung eines Niederschlages Uran wiederzugewinnen (DE-OS 23 55 093). Die Behandlung radioaktiver Abfallflüssigkeit, die zusammen mit Wasserstoffperoxid Uran enthält, unter Erzeugung eines Wasserglasniederschlages und zur Wiedergewinnung des Urans ist auch bei Hinzufügung von Hydrazin (DE-Z "Kerntechnik", 18. Jahrgang, 1976, No. 10, Seiten 426 bis 430) oder - in ähnlichem Zusammenhang - eines Eisensalzes (GB-PS 12 11 816) bekannt.

Allen bekannten Verfahren ist gemeinsam, daß Uran aus der Abfallflüssigkeit nicht in dem Maße wiedergewonnen werden kann, wie es aus heutiger Sicht aus ökonomischen und Gründen des Schutzes der Umwelt wünschenswert ist. Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, uranhaltige Abfallflüssigkeit in höherem als heute üblichem Maße zu dekontaminieren, d. h. Uran aus der Abfallflüssigkeit zu entfernen, um dieses wiederverwenden und die Abfallflüssigkeit weitgehend gereinigt zur Verwertung zur Verfügung stellen zu können.

Der Lösung dieser Aufgabe dient die Gesamtheit der Merkmale des Anspruches 1, und die Merkmale der Unteransprüche gestalten das erfindungsgemäße Verfahren noch weiter aus. Es hat sich gezeigt, daß dann aus der kontaminierten Abfallflüssigkeit in sehr hohem Maße Uran entfernt werden kann, wenn in Verbindung mit den weiteren Verfahrensmerkmalen ein Additiv oder mehrere Additive zum Entmischen von H&sub2;O&sub2; hinzugegeben werden, das in der Abfallflüssigkeit in einem Anteil von 0,2 bis 0,3 Gew.-% vorhanden ist, ehe der Verfahrensschritt einer Wasserglasausfällung durchgeführt wird. Als Ergebnis dieses Verfahrens wurde festgestellt, daß der Urangehalt in der Abfallflüssigkeit auf einen Wert von etwa 0,1 mg/l gesunken war und die Werte niedriger als Standardwerte liegen, wie sie bei der Entlassung von Nuklearbrennstoffmaterial durch mit diesem Material umgehende Fabriken in die Umgebung auftreten. Selbst wenn die Abfallflüssigkeit H&sub2;O&sub2; enthält, führt das erfindungsgemäße Verfahren zu einer deutlichen Verringerung des Gehaltes an Uran in der Abfallflüssigkeit. In einem Verfahren für die Wiedergewinnung von Uran aus einer Uran enthaltenden Abfallflüssigkeit, ist es notwendig, zuerst H&sub2;O&sub2; zu entmischen, ehe in die Stufe des Wasserglasniederschlagverfahrens eingetreten wird.

Es ist an sich bekannt, eine Lösung zu kochen, um H&sub2;O&sub2; in Lösung zu entmischen. Dieses Verfahren benötigt jedoch nicht nur eine Heizvorrichtung, sondern für die Entmischung auch mehr Zeit, es ist also nicht besonders ökonomisch. Bei anderen bekannten Verfahren zum Entmischen von H&sub2;O&sub2; in Lösung wird Natriumsulfit zugegeben. Es hat sich jedoch bestätigt, daß Natriumsulfit für die Wiedergewinnung von Uran als Hemmstoff wirkt und demzufolge die Wiedergewinnung von Uran verhindert wird.

Aufgabe der Erfindung ist es, Additive für das Entmischen von H&sub2;O&sub2; aufzuzeigen, die das Wasserglasniederschlagsverfahren bei der Wiedergewinnung von Uran aus einer Abfüllflüssigkeit in Anwesenheit von H&sub2;O&sub2; nicht behindern. Demzufolge befaßt sich die Erfindung mit einem Verfahren der Wiedergewinnung von Uran mit hoher Ausbeute aus einer radioaktiven Abfallflüssigkeit.

Bei einem Verfahren für die Wiedergewinnung von Uran aus radioaktiver Abfallflüssigkeit mit H&sub2;O&sub2;, zu der Wasserglas zugefügt ist, um einen Uran-Wasserglas- Niederschlag zu erhalten, enthält die Erfindung den Verfahrensschritt, daß der radioaktiven Abfallflüssigkeit ein Stoff aus folgender Gruppe hinzugefügt wird: Alkalisulfit, Hydrazin, Mangansalz, Eisensalz, Kaliumhydroxid (Ätzkali); ehe Wasserglas zum Entmischen von H&sub2;O&sub2; zugegeben wird.

Des weiteren enthält die Erfindung den Schritt, daß der Abfallflüssigkeit mit H&sub2;O&sub2; ein Stoff aus folgender Gruppe hinzugefügt wird: Alkalisulfit, Hydrazin, Mangansalz, Eisensalz, Kaliumhydroxid (Ätzkali); worauf die Flüssigkeit umgerührt wird, worauf sie zum Ermöglichen des Absetzens stehengelassen wird, worauf der pH-Wert (Wasserstoffionenexponent) der Abfüllflüssigkeit eingeregelt wird, worauf die Verunreinigungen abgefiltert werden und worauf schließlich zu der so vorbereiteten Flüssigkeit Wasserglas zugegeben wird, um einen Uranwasserglasniederschlag zu bilden, der abfiltriert wird.

Gemäß der Erfindung sollte vorhandenes H&sub2;O&sub2; entfernt werden, um durch Additive entmischt zu werden. Diese Additive wirken nicht als Verzögerer bei der Wiedergewinnung von Uran beim Wasserglasniederschlagverfahren. Mit der Erfindung werden die Additive sowohl ihrer Art als auch in ihrer Menge ausgewählt, um ein optimales Ergebnis zu bringen. Die brauchbaren Zusätze sind Alkalisulfit, Hydrazin, Mangansalz, Eisensalz, Kaliumhydroxid (Ätzkali). Als Alkalisulfit kann Natriumsulfit oder Kaliumsulfit verwendet werden. Alkalisulfit und Hydrazin wirken als Reduktionsmittel von H&sub2;O&sub2;. Beispielsweise wirken Mangannitrat und Eisenchlorid als Katalysator beim Entmischen von H&sub2;O&sub2;. Ätzalkali, wie Natriumhydroxid und Kaliumhydroxid, wirkt als ein Additiv für H&sub2;O&sub2;. Diese Zusatzmittel sind beim Entmischen von H&sub2;O&sub2; wirksam, wenn sie in ausreichender Menge zugegeben werden; dagegen wirken sie nicht als Verzögerer bei der Wiedergewinnung von Uran mittels des Wasserglasniederschlagsverfahrens. Die Menge der Zusatzstoffe hat innerhalb eines kleineren Bereiches zu liegen, wie er sich aus den Beispielen ergibt. Wird als Additiv Alkalisulfit verwendet, so ist die am zweckmäßigsten zu verwendende Menge dem Bereich zwischen dem 0,0- bis 1,1fachen des theoretischen chemischen Äquivalenzwertes von Alkalisulfit für das Entmischen von H&sub2;O&sub2; zu entnehmen. Die Wirksamkeit von Alkalisulfit wird bei abweichenden Mengen verringert. Der beste Wert für Hydrazin ist gleich oder höher als das 1,1fache des theoretischen chemischen Äquivalenzwertes von Hydrazin für die Reduktion von H&sub2;O&sub2;. Bezüglich der Menge von Mangansalz gilt, daß die Nettomanganmenge, die benötigt wird, gleich oder größer als das 0,15fache des Gewichtes des H&sub2;O&sub2; sein soll.

Im Hinblick auf die Menge an Eisensalz ist festzuhalten, daß die benötigte Nettoeisenmenge gleich oder mehr als das 0,25fache des H&sub2;O&sub2;-Gewichtes betragen soll.

Gemäß der vorliegenden Erfindung für die Wiedergewinnung von Uran mittels des Wasserglasniederschlagverfahrens ist der Exponent des Wasserstoffiones (pH- Wert) der Abfallflüssigkeit wünschenswerterweise gleich oder über pH=8 gehalten.

Für alle Beispiele wird der pH-Wert der Uran enthaltenden radioaktiven Abfallflüssigkeit durch Hinzufügen von wäßriger Ammoniaklösung oder Ätzkali zu Kalilösung gesteuert. Die Verunreinigungen des Uranabfalles wie Aluminium, Eisen, Magnesium oder Blei werden durch Hinzufügen von wäßrigem Ammoniak oder Ätzalkali beseitigt, um von jedem das entsprechende Hydroxid zu bilden und danach das jeweilige Hydroxid niederzuschlagen und durch Abfiltern zu entfernen.

Die Behandlung der Uran enthaltenden radioaktiven Abfallflüssigkeit in Anwesenheit von H&sub2;O&sub2; kann auch nach dem Mischen mehrerer radioaktiver Abfallflüssigkeiten miteinander erfolgen.

Wasserglas hat eine Zusammensetzung aus Na&sub2;O und nSiO in wäßriger Lösung. Im Fall n=2 enthält es etwa 30 Gew.-% SiO&sub2;, etwa 10 Gew.-% Na&sub2;O und Restwasser. Die wünschenswerterweise hinzuzufügende Wasserglasmenge beträgt etwa 3 g/l. Bei der vorliegenden Erfindung wird zunächst ein Additiv zu der Abfallflüssigkeit zugegeben, um ein Entmischen von H&sub2;O&sub2; zu bewirken, worauf die Abfallflüssigkeit durch Hinzufügen von Kalilauge eingestellt wird, um Hydroxide der Verunreinigungen zu bilden, die dann abgefiltert werden. In das erhaltene Filtrat wird dann Wasserglas zugegeben, um einen Uran-Wasserglas- Niederschlag zu erhalten, in dem Uran niedergeschlagen ist, zusammen mit Verbindungen, die Uransilikat, Ammoniakuranat und Siliziumoxid enthalten. Der Uran-Wasserglas-Niederschlag hat eine große Ausbildungsrate und ausgezeichnete Filtrierfähigkeit. Der Niederschlag ist ein im wesentlichen reiner Uran- Wasserglas-Niederschlag.

Nachfolgend sollen Ausführungsbeispiele der Erfindung im einzelnen beschrieben werden. Mit den Ausführungsbeispielen der Erfindung sollte die Erfindung besser verstanden werden. Die Beispiele sollen aber lediglich der Erläuterung, nicht der Begrenzung der Erfindung dienen.

Beispiel 1

11 g Natriumsulfit wurden zu 1000 ml radioaktiver Abfallflüssigkeit hinzugegeben, in der 0,3 Gew.-% H&sub2;O&sub2; und 670 mg/l Uran vorhanden waren, um H&sub2;O&sub2; zu entmischen, worauf die Substanz 10 Minuten lang gerührt wurde. Daraufhin erfolgte die Einstellung durch Hinzufügen von wäßrigem Ammoniak auf den pH- Wert 9. In das demgemäß erhaltene Filtrat wurden 3 g Wasserglas zugegeben und 10 Minuten lang umgerührt, worauf der Uran-Wasserglas-Niederschlag abfiltriert und mit Salpetersäure behandelt wurde, um das wäßrige Urannitrat zu lösen. Durch diese Behandlung wurde der Urangehalt in der Abfallflüssigkeit auf 0,1 mg/l gesenkt. In ähnlicher Weise wurde ein Verfahren durchgeführt, bei dem an der Stelle von Natriumsulfit Kaliumsulfit verwendet wurde (Beispiel 2).

Beispiel 2

In 1000 ml radioaktive Abfallflüssigkeit, in der der Anteil H&sub2;O&sub2; 0,2 Gew.-% betrug und die 630 mg/l Uran enthielt, wurden 8 Gew.-% Hydrazin in wäßriger Lösung eingegeben und die Mischung 5 Minuten lang umgerührt, um das H&sub2;O&sub2; zu entmischen. Daraufhin wurde durch Hinzufügen von wäßrigem Ammoniak der pH-Wert auf 9 eingestellt. Das erhaltene Hydroxid und die Verunreinigungen wurden abgefiltert. In das dabei erhaltene Filtrat wurden 3 g Wasserglas zugegeben, um den Uran-Wasserglas-Niederschlag zu erhalten, und dann wurde 10 Minuten lang umgerührt und danach der Niederschlag abgefiltert. Der erhaltene Uran-Wasserglas-Niederschlag wurde mit Salpetersäure gelöst, um wäßriges Urannitrat zu ergeben. Der Urangehalt in der Abfallflüssigkeit war so auf 0,09 mg/l gesenkt worden.

Beispiel 3

Mangannitrat mit 0,4 g Mn wurde zum Entmischen von H&sub2;O&sub2; in 1000 ml radioaktive Abfallflüssigkeit eingegeben, die 0,2 Gew.-% H&sub2;O&sub2; und 630 mg/l Uran enthielt, anschließend wurde 20 Minuten lang umgerührt, dann wurde durch Zugabe von wäßrigem Ammoniak der pH-Wert auf 9 eingestellt und schließlich abgefiltert. In das so erhaltene Filtrat wurden 3 g Wasserglas zugegeben, um den Uran-Wasserglasniederschlag zu erhalten, der abgefiltert wurde und mit Salpetersäure gelöst wurde, um wäßriges Urannitrat zu erhalten, worauf 10 Minuten umgerührt wurde, danach wurde abgefiltert. Der Urangehalt in der Abfallflüssigkeit wurde so auf 0,04 mg/l gesenkt.

Beispiel 4

Eisenchlorid mit 1 g Eisengehalt wurde in 1000 ml radioaktive Abfallflüssigkeit eingegeben, in der 0,3 Gew.-% H&sub2;O&sub2; und 300 mg/l Uran enthalten waren. Es sollte wieder das H&sub2;O&sub2; entmischt werden. Anschließend wurde 15 Minuten lang umgerührt. Dann wurde durch Zugabe von wäßrigem Ammoniak der pH-Wert auf 9 eingestellt und anschließend gefiltert. In das so erhaltene Filtrat wurden 3 g Wasserglas hinzugegeben, um einen Uran-Wasserglas-Niederschlag zu erhalten. Danach wurde 10 Minuten lang umgerührt und dann der Niederschlag abgefiltert. Der Uran-Wasserglas-Niederschlag wurde mit Salpetersäure gelöst, um wäßriges Urannitrat zu erhalten. Der Urangehalt in der Abfallflüssigkeit wurde bei dem Verfahren gemäß diesem Beispiel auf 0,05 mg/l gesenkt.

Beispiel 5

Ein wäßriges Natriumhydroxid als Additiv von H&sub2;O&sub2; wurde zu 1000 ml Abfallflüssigkeit mit 0,2 Gew.-% H&sub2;O&sub2; und 630 mg/l Uran zugegeben. Danach wurde umgerührt und der pH-Wert mit Abfallflüssigkeit auf 9 eingestellt. Ein sich dabei ergebender Niederschlag wurde gefiltert, es wurde 3 g Wasserglas zu dem so erhaltenen Filtrat hinzugegeben und 10 Minuten lang umgerührt. Der erhaltene Uran-Wasserglas-Niederschlag wurde abgefiltert. Der Niederschlag wurde mit Salpetersäure gelöst, um wäßriges Urannitrat zu erhalten. Der Urangehalt in der Abfallflüssigkeit wurde so auf 0,1 mg/l gesenkt. An der Stelle von Natriumhydroxid kann bei sonst im wesentlichen gleichen Bedingungen Kaliumhydroxid verwendet werden.

Vergleichsbeispiel

Wäßriges Ammoniak wurde zu 1000 ml radioaktiver Abfallflüssigkeit mit 0,3 Gew.-% H&sub2;O&sub2; und 740 mg/l Uran hinzugegeben, ohne daß jedoch eines der Additive hinzugegeben und der pH-Wert auf 9 eingestellt wurde. Der erzeugte Niederschlag wurde durch Filtration getrennt, und zu dem getrennten Niederschlag wurden 3 g Wasserglas zugegeben. Dann wurde 10 Minuten lang umgerührt, und der sich danach einstellende Uran-Wasserglas-Niederschlag wurde abgefiltert.

Der Niederschlag wurde mit Salpetersäure gelöst, um wäßriges Urannitrat zu erhalten. Der Urangehalt betrug danach 90 mg Uran in einem Liter Abfallflüssigkeit.

Für das Verfahren der Wiedergewinnung von Uran aus einer radioaktiven Abfallflüssigkeit gemäß der vorliegenden Erfindung sind in der nachfolgenden Tabelle die Ergebnisse der Beispiele 1 bis 5 und des Vergleichsbeispieles aufgetragen. Tabelle



In der Tabelle ist der Urangehalt der Abfallflüssigkeit dargestellt. Die Additive wurden bei den Versuchen, die der Tabelle zugrunde liegen, 1000 ml Abfallflüssigkeit zugegeben, um ein Entmischen von H&sub2;O&sub2; zu bewirken, wobei die Additive selbst und die jeweils angewendete Menge der Additive verändert wurden, ehe der Wasserglasniederschlag behandelt wurde. Bei den Beispielen 1 bis 5 lag der Urangehalt in der Abfallflüssigkeit im Bereich zwischen 0,04 und 0,10 mg/l, während im Vergleichsbeispiel 90 mg Uran je l Abfallflüssigkeit vorgesehen waren. Die Uranrückgewinnungsrate betrug in den Beispielen 1 bis 5 99,99, 99,99, 99,99, 99,98 und 99,98%. Im Vergleichsbeispiel betrug sie nur 87,84%. Zusammenfassend betrug die Uranrückgewinnungsrate bei der Erfindung entsprechend den Beispielen 1 bis 5 99,99 bzw. mindestens 99,98%, während sie beim Vergleichsbeispiel lediglich bei 87,84% lag. Es zeigt sich, daß die Rückgewinnungsrate durch die Erfindung deutlich angehoben werden kann.

Die Erfindung zeigt somit ein Verfahren für die Behandlung einer radioaktiven Abfallflüssigkeit, bei dem Uran aus einer H&sub2;O&sub2; enthaltenden radioaktiven Abfallflüssigkeit wiedergewonnen werden kann. Das Uran wird aus der Abfallflüssigkeit bei hoher Ausbeute zurückgewonnen. Das Verfahren für die Wiedergewinnung von Uran gemäß der Erfindung ist sehr wirtschaftlich durchführbar, es ist ohne besonderen technischen Aufwand in die Praxis umzusetzen, die an seinem Ende vorliegende Abfallflüssigkeit hat einen Urananteil von weniger als 0,1 mg/l und stellt deswegen keine Belastung der Umwelt dar.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Wiedergewinnung von Uran aus einem mit Uran kontaminierten Abwasser,
    1. 1.1 bei dem das Abwasser zusätzlich Wasserstoffsuperoxid (H&sub2;O&sub2;) enthält,
    2. 1.2 bei dem man ein Additiv zugibt, das
      1. 1.21 entweder aus Kaliumsulfit (K&sub2;SO&sub3;) oder Natriumsulfit (Na&sub2;SO&sub3;) in einer Menge, die im Bereich von 0,9 bis zum 1,1fachen des stöchiometrischen Wertes des Wasserstoffsuperoxids liegt,
      2. 1.22 oder aus Hydrazin (NH&sub2;-NH&sub2;) besteht, in einer Menge, die größer als das 1,1fache des dem Wasserstoffsuperoxid entsprechenden stöchiometrischen Wertes ist,
      3. 1.23 oder aus Mangannitrat besteht, in einer Menge, die dem Wert des 0,15fachen des Wasserstoffsuperoxidgewichtes entspricht,
      4. 1.24 oder aus Eisenchlorid besteht, in einer Menge im Wert des 0,25fachen des Wasserstoffsuperoxidgewichtes als Eisen,
    3. 1.3 daß danach durch Zufügen von Ammoniumhydroxid (NH&sub4;OH) oder Kaliumhydroxid (KOH) der pH-Wert des Abwassers auf einen Wert von mehr als 8 eingestellt wird,
    4. 1.4 daß anschließend das Abwasser mindestens solange gerührt wird, bis sich das Wasserstoffsuperoxid zersetzt hat,
    5. 1.5 daß dann der in den vorangegangenen Verfahrensschritten erhaltene Niederschlag abgefiltert wird,
    6. 1.6 daß danach durch Zugabe von Wasserglas zu der gefilterten Flüssigkeit ein Wasserglas-Uran-Niederschlag gebildet wird, der
    7. 1.7 abgefiltert wird und
    8. 1.8 daß schließlich Wasserglas und Uran getrennt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Abwasser mit mehr als 0,2 Gew.-% Wasserstoffperoxid.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert des Abwassers auf 9 eingestellt wird.






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