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Dokumentenidentifikation DE3606717C2 27.07.1989
Titel Verlängerung für Zirkel-Einsätze
Anmelder J. S. Staedtler GmbH & Co, 8500 Nürnberg, DE
Erfinder Grötsch, Gerald, 8510 Fürth, DE
DE-Anmeldedatum 01.03.1986
DE-Aktenzeichen 3606717
Offenlegungstag 03.09.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.07.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.07.1989
IPC-Hauptklasse B43L 9/24
IPC-Nebenklasse B43K 23/00   B43K 21/02   
Zusammenfassung Ein Mineneinsatz für Zirkel, der mindestens eine in einem Gehäuse angeordnete Spannvorrichtung für Minen, ein Betätigungsteil für den Minenvorschub und Befestigungsmittel zum lösbaren Befestigen an einem Zirkel aufweist, soll mit einer leicht lösbar mit dem Gehäuseschaft, mit einem Befestigungsmittel oder mit einem Befestigungsabschnitt des Betätigungsteils verbundenen Schaftverlängerung, versehen sein, die Durchbrechungen, Stößel oder Schieber enthält, um die Einwirkung auf das Betätigungsteil der Spannvorrichtung für die Mine zu ermöglichen, sofern sie nicht direkt mit dem Betätigungsteil in Wirkverbindung steht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Verlängerung für Zirkel- Einsätze, insbesondere für Mineneinsätze für Zirkel.

Bei den bekannten Mineneinsätzen, wie sie beispielsweise in DE-OS 33 42 371 beschrieben und gezeigt werden, wird es vielfach als Mangel empfunden, daß diese Einsätze lediglich für die vorbestimmte Verwendung in Verbindung mit Zirkeln in zweckmäßiger Weise benützt werden können. Obwohl derartige Mineneinsätze i. d. R. qualitativ hochwertige Spannvorrichtungen für die Minen aufweisen und demzufolge relativ teuer sind, sind sie für eine umfassende Nutzung - besonders als "normale" Schreib- und Zeichenstifte - nicht geeignet, da sie, bedingt durch die für die Verwendung in Zirkeln erforderliche kleine Bauweise, nicht "handgerecht" bzw. nicht ausreichend groß sind, um gut in normaler Schreibhaltung gefaßt werden zu können.

Um mit ein und demselben Stift sowohl schreiben und zeichnen, als auch in Verbindung mit Zirkeln arbeiten zu können, wird in DE-GM 74 35 866 vorgeschlagen, die bei Zirkeln üblichen Aufnahmen für Tuschezeichner u. ä. mit einem besonderen Einsatz bzw. mit einer Hülse zu versehen, die geeignet ist, u. a. bekannte "Feinschreiber", d. h., mechanische Minenstifte, wie sogenannte Füllbleistifte oder auch "Fallbleistifte", sicher in den bekannten Zirkel-Ansatzstücken zu halten.

Da jedoch die handelsüblichen mechanischen Schreibstifte mit einem relativ langen Schaft versehen sind - damit man sie gut in der Hand halten kann - eignen sie sich nur in sehr begrenztem Umfang für die Benutzung in Zirkeln. Universell in jeder Art von Zirkeln und in vielen Arbeitspositionen ist ihre Verwendung nicht möglich. Die weiterhin allgemein bekannten Verlängerungen, die den handelsüblichen Zirkeleinsätzen beiliegen und die zur Benutzung üblicher Zirkel-Einsätze, insbesondere sogenannter Reißfedern, von Hand dienen sollen, eignen sich nicht für die Kombination mit Mineneinsätzen, die eine mechanisch wirkende Spann- und/ oder Vorschub-Vorrichtung für Minen aufweisen, da durch sie keine Betätigung der i. d. R. am rückwärtigen Ende der Mineneinsätze angeordneten Betätigungsteile für die Spannvorrichtung möglich ist.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verlängerung für Zirkel-Einsätze, insbesondere für Mineneinsätze für Zirkel zu schaffen, wodurch die geschilderten Nachteile beseitigt werden und womit einerseits die Benützung des Mineneinsatzes sowohl in Zirkel-Ansatzstücken, als auch als handlicher "normaler" Schreib- oder Zeichenstift, unabhängig vom Zirkel, ohne Beeinträchtigung der Funktion benutzt werden kann.

Diese Aufgabe wird mit den im Hauptanspruch umfaßten Merkmalen einer Verlängerung für Zirkel-Einsätze auf besonders einfache Weise gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen erfindungsgemäßer Verlängerungen sind in den weiteren Ansprüchen dargestellt.

Anhand einiger Ausführungsbeispiele wird die Erfindung nachfolgend in Verbindung mit den Abbildungen näher erläutert. Hierbei zeigt

Fig. 1 einen bekannten Mineneinsatz,

Fig. 2 eine erste erfindungsgemäß verwendbare Schaftverlängerung,

Fig. 3 und Fig. 4 eine erste erfindungsgemäße Ausführung eines Mineneinsatzes mit einer Schaftverlängerung gemäß Fig. 2,

Fig. 5 und Fig. 6 weitere erfindungsgemäße Ausführungen von Schaftverlängerungen.

Der an sich bekannte Mineneinsatz 1 gemäß Fig. 1 weist einen Gehäuseschaft 11, eine Griffzone 12, ein erstes 13 und ein zweites Befestigungsmittel 14, eine Schaftspitze 15 mit einem die Feinmine 41 schützenden Führungsröhrchen 16 sowie ein Betätigungsteil 22 auf. Die hier nicht sichtbare innenliegende Spannvorrichtung kann eine Drehmechanik oder ein Druck-Klemmsystem zum Festhalten und/oder zum Transportieren der Mine 41 aufweisen. Demgemäß kann das Betätigungsteil 22 dreh- oder drückbar gegenüber dem Gehäuseschaft 11 zu betätigen sein. Die Montage am Zirkelansatzstück erfolgt bekanntermaßen je nach Zirkel-Konstruktion am - hier als Gewinde gestalteten - ersten Befestigungsmittel 13 oder am ebenfalls als Gewinde ausgebildeten zweiten Befestigungsmittel 14.

Erfindungsgemäß zuzuordnende Schaftverlängerungen können, je nach Konstruktion, am zweiten Befestigungsmittel 14 durch passendes Gewinde, am Gehäuseschaft 11, durch Haftsitz oder am Betätigungsteil 22 bzw. an dessen Befestigungsabschnitt 23 befestigt werden, wenn der Mineneinsatz nicht (oder durch das erste Befestigungsmittel 13) mit dem Zirkel bzw. mit dessen Ansatzstück verbunden ist.

Bei gleich gestalteten Befestigungsmitteln 13 und 14 des Mineneinsatzes 1 und komplementären Befestigungselementen an der Schaftverlängerung kann diese auch auf dem ersten Befestigungsmittel 13 angebracht werden und so bei nicht (oder bei über das zweite Befestigungsmittel 14) erfolgter Verbindung mit dem Zirkel, zum Schutz der u. U. empfindlichen Mine 41 dienen.

Nach Fig. 2 ist eine erfindungsgemäße Schaftverlängerung 3&min; mit einer Durchbrechung 31 und mit einem Gewinde 36 zur Befestigung an einem gleichgestalteten Befestigungsmittel 13, 14 eines Mineneinsatzes 1 versehen. Durch die Durchbrechung 31 hindurch kann die Betätigung der Spannvorrichtung erfolgen.

Die aus Fig. 3 ersichtliche Montage-Darstellung der Schaftverlängerung 3&min; läßt ein teilweise in die Durchbrechung 31 ragendes Betätigungsteil 22 des Mineneinsatzes 1 erkennen. Die Schaftverlängerung 3&min; ist hierbei mittels einer Paßbohrung 37 auf dem Gehäuseschaft 11 reibschlüssig befestigt und reicht axial bis zur Griffzone 12 des im übrigen mit einem ersten Befestigungsmittel 13, einer Schaftspitze 15, einem Führungsröhrchen 16 und mindestens einer Feinmine 41 versehenen Mineneinsatzes 1.

In Fig. 4 ist die ähnlich gestaltete Schaftverlängerung 3&min; gemäß Fig. 2 in montierter Position gezeigt, wobei hier die Verbindung mit dem Mineneinsatz 1 durch das als Gewinde gestaltete zweite Befestigungsmittel 14 erfolgt. Der Gehäuseschaft 11 ist lose im Inneren der Schaftverlängerung 3&min; angeordnet und das Betätigungsteil 22 wird ebenfalls durch die Durchbrechung 31 hindurch mit einem Finger, z. B. in axialer Richtung, betätigt.

Bei der Schaftverlängerung 3&min;&min; nach Fig. 5 ist ein axial von außen betätigbarer Schieber 35 vorgesehen, der im Inneren mit einem entsprechenden, ggf. federbeaufschlagten, Betätigungsteil 22 der Minen-Spannvorrichtung des Mineneinsatzes 1 in Wirkverbindung steht.

Aus Fig. 6 ist eine weitere Alternative ersichtlich, bei der die Schaftverlängerung 3&min;&min; mit dem Mineneinsatz 1 mittels dem zweiten Befestigungsmittel 14 verschraubt ist und das den Gehäuseschaft 11 axial nach hinten überragende Betätigungsteil 22 von einem Stößel 32 beaufschlagt wird, der zwischen einem Anschlag 33 und einer Anlegekante des Stößelkopfes 34 axial beweglich in der Schaftverlängerung 3&min;&min; angeordnet ist. An die Griffzone 12 schließt sich das erste Befestigungsmittel 13 und die Schaftspitze 21 der sonst nicht sichtbaren Spannvorrichtung festgehalten und kann durch axiale Betätigung des Stößelkopfes 34, über den Stößel 32 und das Betätigungsteil 22, ggf. gegen die Wirkung einer Schraubendruckfeder, wodurch sich die Spannzange 21 ebenfalls axial nach vorne bewegt und radial öffnet, gelöst und ggf. erneuert werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Verlängerung für Zirkel-Einsätze, insbesondere für Mineneinsätze, die mindestens eine in einem Gehäuse angeordnete Spannvorrichtung für Minen, ein Betätigungsteil für den Minenvorschub und ein Befestigungsmittel zum lösbaren Befestigen an einem Zirkel aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die als Verlängerung des Gehäuseschaftes (11) des Mineneinsatzes (1) ausgebildete und Mittel (36, 37) zur leicht lösbaren Verbindung mit dem Mineneinsatz aufweisende Verlängerung (3&min;, 3&min;&min;) derart ausgebildet ist, daß auch bei aufgesetzter Verlängerung (3&min;, 3&min;&min;) eine Einwirkung auf das Betätigungsteil (22) der Spannvorrichtung für die Mine (41, 42) möglich ist.
  2. 2. Verlängerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Durchbrechung (31) aufweist, durch welche hindurch das Betätigungsteil (22) bei aufgesetzter Verlängerung (3&min;) mit einem Finger berührt und in Funktionsrichtung bewegt werden kann.
  3. 3. Verlängerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie im Inneren einen von außen betätigbaren Stößel (32) oder Schieber (35) aufweist, die derart gestaltet und angeordnet sind, daß sie bei aufgesetzter Verlängerung (3&min;&min;) mit dem Betätigungsteil (22) der Spannvorrichtung in Wirkkontakt stehen.
  4. 4. Verlängerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine dem Befestigungsmittel (13, 14) des Mineneinsatzes (1) komplementäre Paßbohrung (37) oder ein hierzu passendes Gewinde (36) aufweist.






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