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Dokumentenidentifikation DE3801379A1 27.07.1989
Titel Mehrflügelige Tür mit einem ersten Flügel mit einer elektrisch betätigbaren Feststelleinrichtung
Anmelder Geze GmbH & Co, 7250 Leonberg, DE
Erfinder Mettenleiter, Karl, 7252 Weil der Stadt, DE;
Essig, Werner, 7253 Renningen, DE;
Storandt, Ralf, Dr., 7250 Leonberg, DE
DE-Anmeldedatum 19.01.1988
DE-Aktenzeichen 3801379
Offenlegungstag 27.07.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.07.1989
IPC-Hauptklasse E05C 17/56
IPC-Nebenklasse E05F 3/22   E05F 5/12   
Zusammenfassung Es handelt sich um eine zweiflügelige Tür mit einem Standflügel 2 und einem Gangflügel 3, die jeweils mit einem Türschließer 4 bzw. 6 mit elektrisch betätigbarer Feststelleinrichtung 24 bzw. 26 versehen sind und deren Schließfolge geregelt ist. Die Feststelleinrichtung 24 des Standflügels 2 ist über einen in Abhängigkeit von der Stellung des Gangflügels 3 betätigten Reedschalter 50 gesteuert, welcher die Feststellung des Standflügels 2 aufhebt, wenn der Gangflügel 3 geschlossen wird. Bekannte derartige Einrichtungen verwenden Feststelleinrichtungen mit einem Magnetventil in der Überströmleitung des Dämpfungssystems des Türschließers. Um auch beliebig aufgebaute andere Feststelleinrichtungen verwenden zu können, sieht die Erfindung einen im Abhängigkeit von der Stellung des Standflügels 2 gesteuerten Mikroschalter 60 vor, der den Reedschalter 50 außer Wirkung setzt, wenn der Standflügel 2 geschlossen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine mehrflügelige Tür mit einem ersten Flügel mit einer elektrisch betätigbaren Feststelleinrichtung und mit einem zweiten Flügel mit einem in Abhängigkeit von der Stellung des zweiten Flügels betätigten Stellglied zur Steuerung der Feststelleinrichtung des ersten Flügels.

Eine derartige Anordnung ist aus der DE-OS 34 06 433 bekannt. Die dort beschriebenen Ausführungen verwenden eine zweiflügelige Tür mit einem unterschlagenden Standflügel und einem überschlagenden Gangflügel, die jeweils mit einem oben liegenden Türschließer mit hydraulischer Feststellung versehen sind und deren Schließfolge mit einer Bowdenzugeinrichtung geregelt ist. Die Feststellung der Türflügel in ihrer Offenstellung erfolgt durch ein Elektromagnetventil in der Überströmleitung des Dämpfungssystems der Türschließer. Zur Steuerung der Feststellung des Standflügels ist als Stellglied ein Reedschalter im Gangflügelschließer integriert. Der Reedschalter schaltet beim Schließen des Gangflügels das Magnetventil des Standflügelschließers ab.

Der Reedschalter schaltet bei einer bestimmten Stellung des Gangflügels unabhängig davon, ob der Standflügel geöffnet oder geschlossen ist. Dies ist nachteilig, wenn eine Feststelleinrichtung eingesetzt werden soll, die anders aufgebaut ist als die in der DE-OS 34 06 433 verwendete Einrichtung mit Magnetventil. Zum Beispiel ist bei einer anderen Feststelleinrichtung, wie sie in der DE-OS 34 33 891 und DE-OS 36 11 164 beschrieben ist nach jedem Ausschalten der Feststellung ein erneutes Spannen durch Öffnen und Schließen des Flügels erforderlich.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine mehrflügelige Tür mit einer Steuerung zu versehen, die es ermöglicht, daß beliebig aufgebaute, elektrisch betätigte Feststelleinrichtungen verwendet werden können, ohne daß sich Bedienungsnachteile ergeben.

Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß sie bei einer mehrflügeligen Tür der eingangs genannten Art vorsieht, daß ein in Abhängigkeit von der Stellung des ersten Flügels gesteuerter Schalter vorgesehen ist, der mit dem Stellglied verbunden ist. Mit dem Schalter kann nun erreicht werden, daß das Stellglied jeweils bei einer bestimmten Stellung des ersten Flügels, z.B. Schließstellung das Stellglied außer Wirkung gesetzt wird. Dies bedeutet, daß nun das Stellglied die Feststelleinrichtung des ersten Flügels nur dann betätigt, wenn der zweite Flügel nicht geschlossen ist.

Funktionssichere Lösungen ergeben sich, wenn der Schalter ortsfest, z. B. am Rahmen oder am Boden angeordnet ist und mit einem mit dem ersten Flügel bewegungsverbundenen Teil zusammenwirkt oder alternativ, wenn der Schalter an einem mit dem ersten Flügel bewegungsverbundenen Teil angeordnet ist und mit einem ortsfesten Teil, z.B. am Rahmen oder am Boden zusammenwirkt.

Bei bevorzugten Ausführungen ist der erste Flügel mit einem Türschließer versehen. Der Schalter ist im Bereich des Türschließers angeordnet und wirkt zur Betätigung mit dem Türschließer zusammen. Bei diesen Ausführungen ist also die Feststelleinrichtung in Verbindung mit einem Türschließer eingesetzt, so daß nach dem Ausschalten der Feststelleinrichtung der Flügel selbsttätig schließt. In bevorzugter Weiterbildung ist vorgesehen, daß der Schalter an einem bewegten Teil des Türschließers angebracht ist und mit einem ortsfesten Gehäuseteil des Türschließers zusammenwirkt. Dies gewährleistet hohe Funktionssicherheit.

Eine besonders interessante Anwendung in der Praxis ergibt sich, wenn der erste Flügel als unterschlagender Standflügel und der zweite Flügel als überschlagender Gangflügel ausgebildet ist und der Gangflügel mit einem Türschließer zusammenwirkt und eine Schließfolgeregeleinrichtung vorgesehen ist mit einer auf den Gangflügel einwirkenden Blockiereinrichtung mit einer in Abhängigkeit von der Stellung des Standflügels betätigten Steuereinrichtung. Hierbei ergeben sich konstruktiv besonders einfache Lösungen, wenn die Steuereinrichtung mit dem Schalter zwecks Betätigung des Schalters verbunden ist. Dabei kann die Steuereinrichtung ein mit dem Standflügel zusammenwirkendes Steuerglied und ein Übertragungsglied aufweisen, welches das Steuerglied mit der Blockiereinrichtung verbindet. Eine besonders funktionssichere Ausführung wird erhalten, wenn das Übertragungsglied mit dem Schalter verbunden ist.

Bei derartigen Ausführungen kann der Türschließer des Standflügels ein Federdruckstück aufweisen, welches mit der Schließerwelle verbunden ist und mit einer Schließerfeder zusammenwirkt. An das Federdruckstück kann ein Steuerstab gekoppelt sein, der mit seinem Ende durch das Gehäuse des Türschließers hindurch ragt und an diesem Ende den Schalter aufweist, der mit dem Gehäuse des Türschließers zusammenwirkt.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert, in der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer zweiflügeligen Tür;

Fig. 2 einen Längsschnitt des Gangflügeltürschließers in Fig. 1, das Schließfolgeventil zeigend;

Fig. 3 einen Schnitt entlang Linie III-III in Fig. 2, die Federkammer zeigend;

Fig. 4 einen Schnitt entlang Linie IV-IV in Fig. 2, die Feststelleinrichtung zeigend;

Fig. 5 eine Detaildarstellung des aktiven Signalgebers in Fig. 3;

Fig. 6 einen Längsschnitt des Standflügeltürschließers in Fig. 1, die Federkammer zeigend;

Fig. 7 einen Schnitt entlang Linie VII-VII in Fig. 6, die Federkammer zeigend;

Fig. 8 einen Schnitt entlang Linie VIII-VIII in Fig. 6;

Fig. 9 einen Ausschnitt in Fig. 7, den Mikroschalter zeigend.

Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Erfindung in Verbindung mit einer zweiflügeligen Tür 1 realisiert. Die Tür 1 kann als Feuerschutztür ausgebildet sein. Sie weist einen rechten und einen linken Anschlagflügel 2 bzw. 3 auf.

Der rechte Flügel 2 ist als unterschlagender Standflügel, der linke Flügel 3 als überschlagender Gangflügel ausgebildet, wie es in der Detaildarstellung "Z" in Fig. 1 zu erkennen ist.

Der Standflügel 2 ist mit einem Bodentürschließer 4 über eine Schließerwelle 5 und der Gangflügel 3 ist ebenfalls mit einem Bodentürschließer 6 über eine Schließerwelle 7 verbunden.

Die Türschließer 4, 6 sind in herkömmlicher Weise jeweils in einem Zementkasten 8 bzw. 9 im Boden versenkt angeordnet. Es handelt sich um Schließer mit hydraulischer Dämpfung. Sie weisen ein mit Öl gefülltes Gehäuse 10 bzw. 11 auf. In dem Gehäuse 10, 11 ist die Schließerwelle 5 bzw. 7 drehbar gelagert. In zueinander parallelen Gehäusehohlkammern 12, 13 bzw. 14, 15 sind eine Schließfeder 18 bzw. 19 und ein Dämpfungskolben 20 bzw. 21 angeordnet. Die Schließfeder 18, 19 wirkt mit einem mit der Schließerwelle 5 bzw. 7 über ein Getriebe verbundenes Federdruckstück 16 bzw. 17 zusammen. Auch der Dämpfungskolben 20, 21 ist mit der Schließerwelle 5 bzw. 7 getriebemäßig verbunden.

Die beim Öffnen des Flügels 2 bzw. 3 aufzuwendende Energie wird in der Schließfeder 18 bzw. 19 gespeichert. Mit der in der Feder 18, 19 gespeicherten Energie kann sodann das Schließen der Tür 2 bzw. 3 selbsttätig erfolgen, wobei die Schließbewegung über den Dämpfungskolben 20 bzw. 21 hydraulisch gedämpft wird.

In jeden Türschließer 4, 6 ist eine elektrisch betätigbare Feststelleinrichtung 24 bzw. 26 eingebaut, so daß jeder Flügel 2 bzw. 3 in einer Offenlage festgestellt werden kann. Die Einrichtung 24, 26 wird nachfolgend noch im einzelnen erläutert.

Um zu gewährleisten, daß beim Schließen der Tür zuerst der unterschlagende Standflügel 2 und erst dann der überschlagende Gangflügel 3 in die Schließlage kommt, ist bei dem Ausführungsbeispiel eine Einrichtung 30 zur Regelung der Schließfolge eingesetzt. Diese Einrichtung 30 hat einen Aufbau, wie in der DE-OS 34 21 042 beschrieben.

Im Gangflügelschließer 6 ist ein Absperrventil 31 in der Überströmleitung 32 des Dämpfungssystems bzw. der Dämpfungskammer 15 angeordnet (Fig. 2), das Ventil 31 ist über einen Bowdenzug 33 mit einem Steuerglied verbunden, welches in Abhängigkeit von der Stellung des Standflügels 2 gesteuert wird. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wirkt ein mit dem Federdruckstück 16 des Standflügeltürschließers 4 verbundener Steuerstab 37 als Steuerglied (Fig. 6, Fig. 7).

Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, ist der Bowdenzug 33 in einem im Boden zwischen den Türschließern 4, 6 verlegten Rohr 34 geführt. Mit seinem gangflügelseitigen Ende 35 ist der Zug 33 mit dem Ventil 31 gekoppelt (Fig. 2), mit seinem standflügelseitigen Ende 36 ist der Zug 33 mit dem Federdruckstück 16 gekoppelt (Fig. 6, Fig. 7).

Zur Kopplung mit dem Federdruckstück 16 dient der in der Federkammer 12 angeordnete Steuerstab 37 (Fig. 6, 7). Er durchgreift die Federkammer 12 und die als Schraubendruckfeder ausgebildete Schließfeder 18 axial. Er ist mit seinem einen Ende am Druckstück 16 angeschlossen, indem ein Nippel eine Befestigungsmutter 16a im Druckstück 16 hintergreift (Fig. 7). Mit seinem anderen Ende ist der Steuerstab 37 durch den Gehäusedeckel 10a hindurchgeführt, wobei an dem aus dem Deckel 10a ragenden Ende der Bowdenzug 33 mit einem Klemmteil 39 befestigt ist.

Zur Führung innerhalb der Federkammer 12 verläuft der Stab 37 in einer Bohrung 140 in einer im Gehäusedeckel 10a eingesteckten Stellspindel 141, die auf ihrem Außengewinde einen die Schließfeder 18 abstützenden Federteller 142 trägt, welcher zur Einstellung der Federkraft durch Drehen der Spindel 141 axial verschiebbar ist.

Bei geöffnetem Standflügel 2 ist der über den Steuerstab 37 betätigte Bowdenzug 33 nicht gespannt. Der Körper 31a des Ventils 31 im Gangflügeltürschließer 6 ist unter Wirkung der Feder 31b in Fig. 2 nach links verschoben, so daß das Ventil 31 geschlossen ist (diese Schaltstellung ist in Fig. 2 nicht dargestellt). In der geschlossenen Stellung des Ventils 31 kann der Gangflügel 3 lediglich in einem Teilbereich bis zum Erreichen einer Warteposition schließen.

Bei geschlossenem Standflügel 2 wird der Steuerstab 37 so betätigt, daß der Bowdenzug 33 gespannt und damit das Ventil 31 geöffnet ist, indem der Ventilkörper 31a entgegen der Wirkung der Feder 31b in Fig. 2 nach rechts gezogen ist (diese Schaltstellung ist in Fig. 2 dargestellt). In der geöffneten Stellung des Ventils 31 kann der Gangflügel 3 unter Wirkung des Schließers 6 vollständig schließen.

Dies bedeutet, daß beim Schließen der Tür 1 der Gangflügel 3 immer erst dann vollständig schließen kann, wenn der Standflügel 2 in der Schließlage steht. Solange der Standflügel 2 nicht vollständig geschlossen ist, kann der Gangflügel 3 nur teilweise schließen und muß in der Warteposition warten.

Die in den beiden Türschließern 4, 6 integrierte Feststelleinrichtung 24 bzw. 26 ermöglicht eine Daueroffenstellung der Flügel 2 bzw. 3.

Bei der in dem Ausführungsbeispiel verwendeten Feststelleinrichtung 24, 26 handelt es sich um eine Einrichtung zur mechanischen Feststellung mit elektromagnetischer Auslösung, wie in der DE-OS 34 33 891 beschrieben. Die beiden in den Schließern 4 und 6 eingesetzten Einrichtungen 24, 26 sind identisch aufgebaut.

Wie in Fig. 4 bzw. Fig. 8 zu erkennen ist, ist die Einrichtung 24 bzw. 26 in einem Dämpfungsraum 13, 15 angeordnet. Sie weist als Riegelelemente Kugeln 40 auf, die über einen mit einer Feder 41 belasteten Konus 42 in eine Sperrlage gedrängt werden, in der sie mit einem im Gehäuse 10, 11 eingeschraubten Anschlagorgan 43 zusammenwirken und den Dämpfungskolben 20, 21 mechanisch feststellen. In Fig. 4 bzw. Fig. 8 ist die Einrichtung 24, 26 nicht in dieser Sperrstellung, sondern in der Freigabestellung gezeigt.

Zum Ausschalten der Feststellung wirkt ein Stößel 44 mit dem Konus 42 zusammen, indem der Konus 42 entgegen der Wirkung der Feder 41 in der Darstellung in den Figuren nach links verschoben wird, so daß die Kugeln 40 aus ihrer Sperrlage radial nach innen verschoben werden und der Dämpfungskolben 20, 21 nach rechts laufen und dabei den Türflügel 2 bzw. 3 schließen kann.

Der Stößel 44 ist über eine elektromagnetische Steuereinheit 45 steuerbar, die in der Dämpfungskammer 13, 15 verschiebbar angeordnet ist. Unter Wirkung einer nicht dargestellten Vorspannfeder wird die gesamte Steuereinheit 45 zum Stößel 44 hin beaufschlagt. Beim Schließen des Flügels 2 bzw. 3 wird die Einheit 45 unter Wirkung des Arbeitsdrucks in der Dämpfungskammer 15 entgegen der Kraft der Vorspannfeder nach rechts verschoben. Bei eingeschalteten Elektromagneten der Steuereinheit 45 wird die gesamte Einheit 45 in ihrer rechten Endstellung gehalten.

In dieser Stellung kann sie den Stößel 44 nicht beaufschlagen, so daß beim Öffnen des Flügels 2 bzw. 3 die Kugeln 40 in der Sperrlage verrasten und somit der Dämpfungskolben 20, 21 bzw. der Türflügel 2, 3 festgestellt wird.

Die Feststellung kann durch einen nicht dargestellten Taster ein- und ausgeschaltet werden. Ferner ist ein in den Figuren nicht dargestellter Rauchmelder vorhanden, der im Brandfall die Feststellung ebenfalls elektrisch ausschaltet. Die Feststellung kann außerdem auch noch von Hand gelöst werden, indem der Flügel 2 bzw. 3 von Hand gegen die Feder 41 überdrückt wird.

Zur Kopplung der Feststelleinrichtung 24, 26 mit der zuvor beschriebenen Schließfolgeregeleinrichtung 30 ist eine Steuerung der Feststellung des Standflügels 2 in Abhängigkeit von der Stellung des Gangflügels 3 vorgesehen, und zwar in entsprechender Weise, wie beschrieben in der DE-OS 34 06 433, dort für eine andere Anwendung an einer zweiflügeligen Tür, nämlich mit obenliegenden Türschließern und hydraulischer Feststellung. Im vorliegenden Fall ist zur Steuerung in der Federkammer 14 im Gangflügeltürschließer 6 (Fig. 3) ein Reedschalter 50 eingebaut, der die elektromagnetische Steuereinheit 45 der Feststelleinrichtung 24 des Standflügelschließers 4 steuert (Fig. 8). Ein entsprechend funktionierender Reedschalter ist in der DE-OS 34 06 410 beschrieben.

Wie in Fig. 3 gezeigt ist, weist der Reedschalter 50 ein Auslöseelement 51 mit einem Permanentmagneten 52 und einen aktiven Signalgeber 53 auf. Sie sind koaxial zu der als Schraubenfeder ausgebildeten Schließfeder 19 angeordnet.

Das Auslöseelement 51 ist an dem Federdruckstück 17 im Gangflügeltürschließer 6 befestigt. Das Element 51 besteht aus einer Hülse, die an ihrer Innenseite den Permanentmagneten 52 trägt. Der Signalgeber 53 ist als ein Signalstab ausgebildet, der mit seinem einen Ende in einer Bohrung 140 in einer mit der Feder 19 zusammenwirkenden Stellspindel 141 eingesteckt ist und mit seinem freien Ende 54 in die Hülse 51 zentral hineinragt.

Bei Bewegung des Federdruckstücks 17 bewegt sich die Auslösehülse 51 relativ zum Steuerstab 53. Bei einer bestimmten Relativstellung taucht der Schaltpunkt des Signalstabs 53 in die Hülse in den Bereich des Elektromagneten 52 ein. In dieser Stellung schaltet der Reedschalter 50 über eine elektrische Verbindung die Feststelleinrichtung 24 im Standflügeltürschließer 4 durch Ausschalten der Elektromagneteinheit 45 ab.

Dies gewährleistet, daß ausgehend vom in Offenstellung festgestelltem Standflügel 2 und Gangflügel 3 die Feststellung des Standflügels 2 aufgehoben wird, sobald der Gangflügel 3 geschlossen wird.

Eine Besonderheit der verwendeten Feststelleinrichtung 24, 26 besteht darin, daß beim Abschalten der elektromagnetischen Steuereinheit 45 die gesamte Einheit 45 in der Dämpfungskammer 13, 15 unter Wirkung der Vorspannfeder in ihre Freigabestellung in Fig. 4 bzw. 8 nach links zur Beaufschlagung des Stößels 44 verschoben wird. Zum erneuten Einschalten der Feststellung ist es daher erforderlich, daß nach dem Einschalten des Stroms die Steuereinheit 45 in den Dämpfungskolben 13, 15 erst wieder nach rechts in die Sperrlage verschoben wird. Dieses sogenannte Spannen der Feststellung erfolgt durch Öffnen und nachfolgendem Schließen des Flügels 2, 3.

Um zu Erreichen, daß der Reedschalter 50 die Steuereinheit 45 der Standflügel-Feststelleinrichtung 24 nur in dem Fall abschaltet, wenn der Standflügel 2 geöffnet ist, so daß also bei geschlossenem Standflügel 2 der Gangflügel 3 geöffnet und geschlossen werden kann, ohne daß dabei der Reedschalter 50 die Einheit 45 ausschaltet, ist ein Mikroschalter 60 im Standflügeltürschließer 4 vorgesehen, der (60) in Abhängigkeit von der Stellung des Standflügels 2 ein-/ausgeschaltet wird (Fig. 6, 7 und insbesondere Fig. 9).

Der Mikroschalter 60 ist im Standflügelschließer 4, und zwar am Steuerstab 37 der Schließfolgeregeleinrichtung 30 im Bereich der Bowdenzuganschlußstelle 39 angeordnet (Fig. 6, 7 und 9).

Wie in der Detaildarstellung in Fig. 9 am besten zu erkennen ist, ist der Mikroschalter 60 an dem aus dem Gehäuse 10 bzw. aus der Spindel 141 herausragenden Ende des Steuerstabs 37 angebracht. Er weist einen axialen federgelagerten Schaltstift 61 auf, der mit einem auf der Spindel 141 fixierten Schaltteller 143 zusammenwirkt, indem er bei nach links verschobenem Steuerstab 37, das heißt bei geschlossenem Standflügel 2 auf dem Schaltteller 143 aufliegt. In dieser Anschlagstellung setzt der Mikroschalter 60 den Reedschalter 50 außer Wirkung.

In der anderen, nicht dargestellten Stellung des Schalters, wenn der Standflügel 2 geöffnet ist, ist der Steuerstab 37 aufgrund der Stellung des Federdruckstücks 16 nach rechts verschoben. In dieser Stellung steht der Stift 61 nicht im Anschlag. Der Mikroschalter 60 ist ausgeschaltet, das heißt er setzt die Wirkung des Reedschalters 60 nicht außer Wirkung. Dies bedeutet, daß in dieser Schaltstellung die Feststellung des Standflügels 2 beim Schließen des Gangflügels 3 über den Reedschalter 50 nicht aufgehoben wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Mehrflügelige Tür mit einem ersten Flügel mit einer elektrisch betätigbaren Feststelleinrichtung und mit einem zweiten Flügel mit einem in Abhängigkeit von der Stellung des zweiten Flügels betätigten Stellglied zur Steuerung der Feststelleinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß ein in Abhängigkeit von der Stellung des ersten Flügels (2) gesteuerten Schalter (60) vorgesehen ist, der mit dem Stellglied (50) verbunden ist.
  2. 2. Mehrflügelige Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter ortsfest angeordnet ist und mit einem mit dem ersten Flügel (2) verbundenen Teil zusammenwirkt oder daß der Schalter (60) an einem mit dem ersten Flügel (2) bewegungsverbundenen Teil (33, 37) angeordnet ist und mit einem ortsfesten Teil (10, 10a) zusammenwirkt.
  3. 3. Mehrflügelige Tür nach Anspruch 2, wobei der erste Flügel mit einem ersten Türschließer zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (60, 61) im Bereich des ersten Türschließers (4) angeordnet ist und zur Betätigung mit dem ersten Türschließer (4) zusammenwirkt.
  4. 4. Mehrflügelige Tür nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (60, 61) an einem bewegten Teil (16, 37) des 1. Türschließers (4) angebracht ist und mit einem ortsfesten Gehäuseteil des ersten Türschließers (4) zusammenwirkt.
  5. 5. Mehrflügelige Tür nach einem der Ansprüche 1-4, wobei der erste Flügel als unterschlagender Standflügel und der zweite Flügel als überschlagender Gangflügel ausgebildet ist und der Gangflügel mit einem zweiten Türschließer zusammenwirkt und eine Schließfolgeregeleinrichtung vorgesehen ist mit einer auf den Gangflügel einwirkenden Blockiereinrichtung mit einer in Abhängigkeit von der Stellung des Standflügels betätigten Steuereinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (33) mit dem Schalter (60) zwecks Betätigung des Schalters (60) verbunden ist.
  6. 6. Mehrflügelige Tür nach Anspruch 5, wobei die Steuereinrichtung ein mit dem Standflügel zusammenwirkendes Steuerglied und ein Übertragungsglied aufweist, welches das Steuerglied mit der Blockiereinrichtung verbindet, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungsglied (33) mit dem Schalter (60) verbunden ist.
  7. 7. Mehrflügelige Tür nach Anspruch 6, wobei der Türschließer des Standflügels ein Federdruckstück aufweist, welches mit der Schließerwelle verbunden ist und mit einer Schließfeder zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungsglied (33, 37) einen mit dem Federdruckstück (16, 16a) gekoppelten Steuerstab (37) aufweist, der mit seinem Ende durch das Gehäuse (10, 10a) des Standflügelschließers (4) hindurchragt und an dem herausragenden Ende den Schalter (60) aufweist, der mit einem gehäusefesten Teil (143) des Standflügelschließers (4) zusammenwirkt.
  8. 8. Mehrflügelige Tür nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das den Schalter steuernde Stellglied in einem mit dem zweiten Flügel zusammenwirkenden Türschließer angeordnet ist, wobei der Türschließer ein Federdruckstück aufweist, welches mit der Schließerwelle verbunden ist und mit einer in einer Federkammer angeordneten Schließfeder zusammenwirkt, wobei vorzugsweise auch der zweite Flügel mit einer Feststelleinrichtung zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied (50) in der Federkammer (14) angeordnet ist und ein mit dem Federdruckstück (17) verbundenes Teil (51) und ein mit dem Schließergehäuse (11, 11a) verbundenes Teil (53) aufweist, wobei das eine Teil eine Hülse (51) und das andere Teil einen in der Hülse verschiebbar aufnehmbaren Stab (53) aufweist.






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