PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3801385A1 27.07.1989
Titel Foto-Zeichenkopfanordnung
Anmelder Aristo Graphic Systeme GmbH & Co KG, 2000 Hamburg, DE
Erfinder Cordes, Werner, 2000 Hamburg, DE
Vertreter Uexküll, J., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Stolberg-Wernigerode, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Suchantke, J., Dipl.-Ing.; Huber, A., Dipl.-Ing.; Kameke, A., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 2000 Hamburg
DE-Anmeldedatum 19.01.1988
DE-Aktenzeichen 3801385
Offenlegungstag 27.07.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.07.1989
IPC-Hauptklasse B43L 13/00
IPC-Nebenklasse G02B 6/00   
Zusammenfassung Eine Foto-Zeichenkopfanordnung zur Belichtung einer lichtempfindlichen Zeichenunterlage (15) hat eine Lichtleiteinrichtung aus einem gekrümmten Stabelement (9) aus einem lichtdurchlässigen Vollmaterial, das zur Erzielung einer Totalreflexion aus einem optisch dichteren Medium als die Umgebung besteht. Die Krümmung des Stabelementes (9) ist so gewählt, daß kein unreflektierter Lichtstrahl vom Eintrittsende zum Austrittsende des Stabelementes (9) gelangt. Das Eintrittsende des Stabelementes (9) kann zur Beeinflussung des durchtretenden Lichtstroms in einstellbarer Weise nur teilweise beleuchtet werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Foto-Zeichenkopfanordnung zur Belichtung einer lichtempfindlichen Zeichenunterlage, mit einer länglichen Lichtleiteinrichtung, deren Eintrittsende zur Beeinflussung des durch die Lichteinrichtung hindurchtretenden Lichtstroms in einstellbarer Weise nur teilweise beleuchtbar ist.

Bei einer bekannten Foto-Zeichenkopfanordnung dieser Art (CH-PS 4 86 043) enthält die längliche Lichtleiteinrichtung eine große Anzahl von Lichtleitfasern, deren eines Ende sich jeweils im Bereich des Eintrittsendes der Lichtleiteinrichtung und deren anderes Ende sich im Bereich des Austrittsendes der Lichtleiteinrichtung befindet. Während die Enden der Lichtleitfasern unverlagerbar im Bereich von Eintrittsende und Austrittsende der Lichtleiteinrichtung gehaltert sind, sind die Lichtleitfasern innerhalb der Lichtleiteinrichtung willkürlich angeordnet, so daß die Enden einer Lichtleitfaser sich im Bereich des Eintrittsendes an einer anderen Stelle als im Bereich des Austrittsendes befinden. Dadurch soll erreicht werden, daß bei einer Verringerung des durch die Lichtleiteinrichtung geführten Lichtstroms durch Beleuchten nur eines Teilbereichs des Eintrittsendes der Lichtleiteinrichtung am Austrittsende eine gleichmäßige Helligkeitsverteilung über den Querschnitt auftritt, wobei die Helligkeit davon abhängt, wie groß der abgedeckte und daher nicht beleuchtete Bereich des Eintrittsendes ist.

Dieser bekannte Aufbau hat den Nachteil, daß er nicht nur aufwendig herzustellen ist, sondern daß darüber hinaus keine gleichförmige Helligkeitsverteilung und insbesondere keine kontinuierliche Veränderung der Helligkeit erreicht werden kann, weil die Helligkeitsänderung nur in Stufen vorgenommen wird, wobei die kleinste Stufe im Beleuchten oder Nichtbeleuchten einer Lichtleitfaser besteht.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Foto-Zeichenkopfanordnung dahingehend zu verbessern, daß sich bei einfachem Aufbau eine kontinuierliche Regelung der Helligkeit am Austrittsende der Lichtleiteinrichtung erreichen läßt.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Foto-Zeichenkopfanordnung der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß derart ausgestaltet, daß die Lichtleiteinrichtung ein gekrümmtes Stabelement aus einem lichtdurchlässigen Vollmaterial ist, das zur Erzielung einer Totalreflexion aus einem optisch dichteren Medium als die Umgebung besteht, wobei die Krümmung des Stabelementes so gewählt ist, daß kein unreflektierter Lichtstrahl vom Eintrittsende zum Austrittsende des Stabelementes gelangt.

Gemäß der Erfindung wird somit anstelle einer eine große Anzahl einzelner Lichtleitfasern enthaltenden Lichtleiteinrichtung ein gekrümmtes Stabelement aus Vollmaterial verwendet, das so ausgebildet ist, daß sich einerseits Totalreflexion für das am Eintrittsende eintretende Licht ergibt und andererseits kein unreflektierter Lichtstrahl vom Eintrittsende zum Austrittsende des Stabelementes gelangen kann. Dadurch wird nicht nur das Licht vom Eintrittsende zum Austrittsende geleitet, sondern darüber hinaus kann durch teilweise Abdeckung des Eintrittsendes des Stabelementes gegen Beleuchtung die Helligkeit am Austrittsende des Stabelementes kontinuierlich verändert werden, wobei infolge der Reflexionen der Lichtstrahlen innerhalb des Stabelementes auch erreicht wird, daß das Austrittsende über seinen Querschnitt gleichmäßig beleuchtet wird.

Die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung des Austrittsendes kann noch dadurch verbessert werden, daß die Länge des Stabelementes so gewählt wird, daß jeder vom Eintrittsende zum Austrittsende geleitete Lichtstrahl mindestens zweimal reflektiert wird.

Vorzugsweise hat das Stabelement einen kreisförmigen Querschnitt, doch ist es auch möglich, den Querschnitt beispielsweise elliptisch auszubilden.

Als Material für das Stabelement eignet sich u.a. Acrylglas oder Glas, wobei letzteres auch beispielsweise von einem anderen Glas geringerer optischer Dichte umgeben sein kann.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der schematisch eine Lichtleiteinrichtung und einige zugehörige Bauelemente zeigenden Figur näher erläutert.

Es sei erwähnt, daß die dargestellte Anordnung im wesentlichen derjenigen aus der CH-PS 4 86 043 entspricht und sich lediglich durch die andere Ausbildung der Lichtleiteinrichtung von dieser unterscheidet. Zur Verdeutlichung wurden auch für die entsprechenden Bauelemente die gleichen Bezugszeichen wie in der CH-PS 4 86 043 verwendet, und bezüglich der Gesamtfunktion wird auf die Beschreibung in dieser verwiesen.

Das Licht einer Lichtquelle 3 wird durch eine Sammellinse 4 und ein Objektiv 6 der am Eintrittsende vorhandenen Endfläche 18 eines gekrümmten Stabelementes 9 zugeführt, das aus lichtdurchlässigem Vollmaterial besteht, dessen optische Dichte im Zusammenwirken mit der Form bewirkt, daß vom Ende her in das Stabelement 9 eintretendes Licht in diesem, wie durch Pfeile angedeutet, total reflektiert wird, also nicht durch die Umfangswand des Stabelementes 9 in die Umgebung austritt. Das durch die Endfläche 18 eintretende Licht wird somit mehrere Male im Stabelement 9 reflektiert, wobei die Anzahl der Reflexionen für jeden Lichtstrahl deutlich über zwei liegt. Dadurch wird das Licht im Querschnitt des Stabelementes 9 gleichmäßig verteilt, und es ergibt sich auch eine gleichmäßige Beleuchtung der am Austrittsende vorhandenen Endfläche 19. Von dieser gelangt das Licht durch Linsen 10, 12, 14 auf eine lichtempfindliche Zeichenunterlage 15.

Wie in der CH-PS 4 86 043 beschrieben, kann ein Teil der Eingangsfläche 18 durch Betätigung oder Verlagerung einer Blende 7 mit Hilfe eines Betätigungsorgans 8 abgedeckt werden, so daß dieser Teil nicht mit Licht von der Lichtquelle 3 beaufschlagt wird. Auf diese Weise tritt entsprechend weniger Licht durch die Endfläche 18 in das Stabelement 9 ein. Da jedoch das eintretende Licht im Stabelement 9 mehrfach total reflektiert wird, verteilt sich das nur durch einen Teilbereich der Endfläche 18 eingetretene Licht wieder gleichmäßig über den Querschnitt des Stabelementes 9. Dadurch ergibt sich auch über die gesamte Endfläche 19 eine gleichförmige, wenn auch gegenüber dem Betrieb mit nicht teilweiser abgedeckter Endfläche 18 verringerte Helligkeit und somit auch eine gleichmäßige Beaufschlagung der Zeichenunterlage 15 mit Licht.


Anspruch[de]
  1. 1. Foto-Zeichenkopfanordnung zur Belichtung einer lichtempfindlichen Zeichenunterlage (15), mit einer länglichen Lichtleiteinrichtung (9), deren Eintrittsende zur Beeinflussung des durch die Lichtleiteinrichtung (9) hindurchtretenden Lichtstroms in einstellbarer Weise nur teilweise beleuchtbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtleiteinrichtung ein gekrümmtes Stabelement (9) aus einem lichtdurchlässigen Vollmaterial ist, das zur Erzielung einer Totalreflexion aus einem optisch dichteren Medium als die Umgebung besteht, wobei die Krümmung des Stabelementes (9) so gewählt ist, daß kein unreflektierter Lichtstrahl vom Eintrittsende zum Austrittsende des Stabelementes (9) gelangt.
  2. 2. Foto-Zeichenkopfanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Stabelementes (9) so gewählt ist, daß jeder vom Eintrittsende zum Austrittsende geleitete Lichtstrahl mindestens zweimal reflektiert wird.
  3. 3. Foto-Zeichenkopfanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Stabelement (9) kreisförmigen Querschnitt hat.
  4. 4. Foto-Zeichenkopfanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Stabelement (9) aus Acrylglas besteht.
  5. 5. Foto-Zeichenkopfanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Stabelement (9) aus Glas besteht.
  6. 6. Foto-Zeichenkopfanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Glas des Stabelementes von Glas geringerer optischer Dichte umgeben ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com