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Dokumentenidentifikation DE3743239C1 03.08.1989
Titel Vorrichtung zum Lösen von flözartig anstehenden mineralischen Rohstoffen sowie zum Transport dieser mineralischen Rohstoffe in Streblängsrichtung
Anmelder Bochumer Eisenhütte Heintzmann GmbH & Co KG, 4630 Bochum, DE
Erfinder Blumenthal, Günter, Ing.(grad.), 4352 Westerholt, DE;
Kunzer, Heinz;
Plaga, Kurt, Ing.(grad.), 4690 Herne, DE
Vertreter Andrejewski, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Honke, M., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Masch, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 4300 Essen
DE-Anmeldedatum 19.12.1987
DE-Aktenzeichen 3743239
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.08.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.08.1989
IPC-Hauptklasse E21C 25/56
Zusammenfassung Die Vorrichtung 1 umfaßt ein Gewinnungstrum 2 und ein Fördertrum 3 sowie ein in diesen umlaufendes endloses Kettenband 6 mit Lösewerkzeugen 4 und Mitnehmern 5. Gewinnungstrum 2 und Fördertrum 3 sind schußweise zusammengesetzt. Jeder Schuß des Fördertrums 3 besteht aus einer Förderwanne aus zwei spiegelbildlichen Führungsprofilen 10 mit einem Bodenblech 9 sowie aus zwei identischen Winkelblechen 15, wobei die Führungsprofile 10 in trogartige Halterungen 14 an den Winkelblechen 15 eingreifen und durch Klemmplatten 17-20 oberseitig der Winkelbleche 15 mit diesen verspannt sind. Das Gewinnungstrum 2 weist ein mit den Führungsprofilen 10 des Fördertrums 3 identisches Führungsprofil 10' auf. Ein Muldenblech 39 des Gewinnungstrums 2 ist über eine angeschweißte Rundleiste 38 abbaustoßseitig des Fördertrums 3 drehbeweglich gelagert. Unterhalb der Winkelbleche 15 sind die Kupplungsmittel 49, 50 für die Schüsse des Fördertrums 3 angeordnet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf eine Vorrichtung zum Lösen von flözartig anstehenden mineralischen Rohstoffen sowie zum Transport dieser mineralischen Rohstoffe in Streblängsrichtung gemäß den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruches 1.

Eine derartige Vorrichtung zählt z. B. durch die DE-PS 35 45 302 zum Stand der Technik. Sie weist im Fördertrum und im Gewinnungstrum Schüsse auf, die aus abgekanteten Blechen gebildet und speziell einerseits der Förderfunktion und andererseits der Löse- und Ladefunktion angepaßt sind. Ihr haftet folglich die Eigenart an, daß bei einem Austausch der auf Verschleiß beanspruchten Schüsse diese stets komplett einschließlich der Kupplungen zwischen den Schüssen ausgewechselt werden müssen. Das Transportvolumen solcher Schüsse ist mithin beachtlich und führt zu nicht unerheblichen Schwierigkeiten auf den verschiedenen untertätigen Transportwegen, wie Schacht, Strecke und Streb.

Mit dem Austausch kompletter Schüsse ist auch ein erheblicher Arbeitsaufwand mit hohem Zeitbedarf verbunden. Die Gewinnung von Mineral, insbesondere Kohle, muß für die Zeit der Demontage unbrauchbar gewordener Schüsse und für die Eingliederung neuer Schüsse unterbrochen werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die im Oberbegriff des Anspruchs 1 beschriebene Vorrichtung so zu verbessern, daß nicht nur das Material- und das dadurch bedingte Transportvolumen der verschleiß- oder beanspruchungsbedingt auszuwechselnden Teile gesenkt, sondern auch der mit dem Austausch zwangsläufig verbundene Zeitaufwand vermindert sowie die Arbeitsbedingungen der Bergleute während der Demontage und Wiedermontage erleichtert werden.

Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmalen.

Ein wesentlicher Gesichtspunkt ist hierbei der Sachverhalt, daß aufgrund der Zusammensteckbarkeit, insbesondere der Schüsse des Fördertrums, nur noch jeweils die Bauteile ausgetauscht werden müssen, die einsatzbedingt unbrauchbar geworden sind. So ist es beispielsweise bei den Förderbetrieb beeinträchtigenden Verschleißerscheinungen im Bereich der Führungsprofile sowie des diese verbindenden Bodenblechs nur noch erforderlich, diesen wannenartigen Bereich zu ersetzen. Dazu brauchen lediglich die von oben gut zugänglichen Klemmplatten von den Winkelblechen gelöst zu werden, um die Förderwanne aus den trogartigen Halterungen heraus und zwischen den nach oben leicht divergierenden unteren Schenkeln der Winkelbleche hindurch nach oben herauszuheben. Die unterhalb der Winkelbleche liegenden Rinnenkupplungen und Anschläge für z. B. Rückzylinder bzw. zur Kopplung mit Ausbaugestellen bleiben hiervon unbeeinflußt.

Desweiteren kann auch jeder Gewinnungstrumschuß vergleichsweise unproblematisch aus dem Gewinnungstrum entfernt und bei Bedarf durch einen neuen ersetzt werden. Hierzu ist es nur notwendig, die die rückseitig eines Gewinnungstrumschusses befindliche Rundleiste drehbeweglich einspannende Klemmplatte von dem abbaustoßseitigen Winkelblech zu lösen. Evtl. an den Gewinnungstrumschuß noch angelenkte Stellorgane, beispielsweise zum Verschwenken des Gewinnungstrumschusses zwecks Einstellung der Lösewerkzeuge auf den Abbaustoß, sind nach geringfügigem Verschwenken des Gewinnungstrumschusses in Richtung auf den Abbaustoß gut zugänglich, so daß die Schwenkverbindungen ohne weiteres gelöst und nach Eingliederung eines neuen Schusses anschließend wieder montiert werden können.

Sollten an den Kupplungen zwischen zwei Schüssen Verschleiß oder Beschädigungen auftreten, so brauchen nur die Winkelbleche mit ausgetauscht zu werden und nicht die Führungsprofile mit dem Bodenblech.

Neben den Montageerleichterungen führt die Erfindung außerdem zu einer Herstellungsvereinfachung. Jeder Fördertrumschuß ist zu beiden Seiten der vertikalen Mittellängsebene bezüglich der Führungsprofile, der Winkelbleche nebst trogartiger Halterungen sowie der unterhalb der Winkelbleche angeordneten Kupplungen und Querstege symmetrisch ausgebildet. Dies erleichtert aber nicht nur die Fertigung, weil abbaustoßseitig und versatzseitig übereinstimmende Bauteile zur Verwendung gelangen, sondern vermeidet auch, daß der Bergmann unter den besonders schwierigen Bedingungen im Streb Einbaufehler machen kann.

Die beidseitig des Bodenblechs des Fördertrumschusses angeschweißten Führungsprofile werden auch liegendseitig jedes Gewinnungstrumschusses verwendet. Dies trägt ebenfalls zur weiteren Vereinfachung der erfindungsgemäßen Vorrichtung bei. Die Führungsprofile haben in diesem Zusammenhang verschiedene Funktionen. Neben der Führungsfunktion für die Lösewerkzeuge und Mitnehmer übernehmen die Klemmleisten im Bereich des Fördertrumschusses auch eine Arretierfunktion - im Zusammenwirken mit den Klemmplatten und den Winkelblechen -, während die beim Gewinnungstrumschuß eine Stütz- und Schwenkfunktion wahrnehmen. Die Zentrierleisten dienen bei den im Fördertrumschuß eingesetzten Führungsprofilen zur Lagefixierung der Förderwanne in den trogartigen Halterungen und übernehmen bei den in den Gewinnungstrumschuß integrierten Führungsprofilen eine Anschlagfunktion für z. B. Schwenkorgane und/oderr Spaltüberbrückungen.

Die Festlegung der Klemmplatten auf den teils zum Versatz, teils zum Abbaustoß geneigten oberen Schenkeln der Winkelbleche erfolgt durch Schraubmittel. Hierbei werden Lagerausnehmungen in den Querstegen im Bereich der abbaustoßseitigen Winkelbleche dazu genutzt, die Köpfe von Hammerkopfschrauben einwandfrei lagezuorientieren. Um eine Verdrehsicherung für die Klemmplatten zu schaffen, werden die Verschraubungen jeweils zueinander versetzt, z. B. dreieckförmig vorgesehen. Dabei kann eine Schraube an einem Quersteg lageorientiert werden, wohingegen die beiden anderen Schrauben bezüglich ihrer Köpfe zwischen der Unterseite des Winkelblechs und einem Riegel lageorientiert werden, der quer durch eine Lagerausnehmung des Querstegs getrieben wird.

Auf der Versatzseite des Fördertrums ist es nicht notwendig, zur Verbindung der Klemmplatten mit den Winkelblechen Hammerkopfschrauben zu verwenden, da dort sowohl die Ober- als auch die Unterseiten der Winkelbleche gut zugänglich sind. Hier können handelsübliche Befestigungsschrauben mit Muttern verwendet werden.

Ein weiteres wesentliches Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Rinnenkupplungen nunmehr unabhängig von der Förderwanne und auch von dem Gewinnungstrum sind. Diese letztgenannten Bauteile sind daher keinen Zug- und Druckbeanspruchungen mehr unterworfen. Darüberhinaus sind die Kupplungsbereiche nunmehr vergleichsweise problemlos zugänglich, nachdem die Klemmplatten abgeschraubt sind.

Nach Anspruch 2 besteht eine Ausführungsform der Erfindung darin, daß zur Festlegung der Förderwanne und zur schwenkbaren Arretierung der Gewinnungstrummulde mehrere Klemmplatten vorgesehen sind. Neben der hierdurch erzielbaren Gelenkigkeit besteht der weitere Vorteil darin, daß im Bereich von zwei aneinanderstoßenden Fördertrum- bzw. Gewinnungstrumschüssen lediglich eine dieser kurzen Klemmplatten entfernt werden muß, um an den Kupplungsbereich der Schüsse zu gelangen. Auch können diese Klemmplatten als Gußteile gestaltet werden, so daß sowohl die Überlappungen als auch die die Klemmleisten bzw. den Führungswulst rückseitig der Gewinnungstrummulde übergreifenden Längskantenbereiche entsprechend genau und reproduzierbar angepaßt werden können.

Gemäß Anspruch 3 kann die versatzseitige Klemmplatte nahezu über die gesamte Länge eines Fördertrumschusses durchgehend ausgebildet sein. Auch eine Überlappung der Kupplungsbereiche ist denkbar. Der an der abbaustoßseitigen Längskante vorgesehene Klemmwulst besteht z. B. aus einem angeschweißten Rundstab, der nach unten über die, insbesondere aus einem Blech gebildete, Klemmplatte vorsteht und beim Anziehen der Klemmplatte gegen das Winkelblech die Klemmleiste am versatzseitigen Führungsprofil gegen den abgerundeten Scheitel des Winkelblechs drückt.

Die Ausführungsform entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 4 sieht ein an die versatzseitige Klemmplatte geschweißtes vertikales Längsstegblech vor. Dieses Längsstegblech hat einerseits die Aufgabe, und zwar in Verbindung mit dem abbaustoßseitigen Klemmwulst, die Förderwanne einwandfrei an das Winkelblech ziehen zu können und dient andererseits zum lösbaren Festlegen von Aufsatzblechen bzw. anderen Anbauteilen, wie Kabelkanäle oder dergleichen.

Das Distanzblech gemäß Anspruch 5, welches zumindest im Bereich der Klemmplattenverschraubungen vorgesehen ist, erlaubt es, die Köpfe der Befestigungsschrauben voll in das Material der Klemmplatten zu versenken, so daß keine vorstehenden Teile vorhanden sind. Dennoch ist zwischen der Oberseite des oberen Schenkels des Winkelblechs und dem Distanzblech ein Spalt vorhanden, welches es sicherstellt, daß das versatzseitige Führungsprofil einwandfrei an das Winkelblech herangezogen werden kann. Das Distanzblech kann sich aber auch über die gesamte Länge der Klemmplatte erstrecken.

Die Kupplungsmittel für die Fördertrumschüsse bestehen gemäß den Merkmalen des Anspruchs 6 aus endseitig unter die Winkelbleche geschweißten Kupplungsgehäusen sowie aus stegartigen Verbindungselementen mit endseitigen hammerkopfartigen Verdickungen. Die Kupplungsgehäuse sind so an die Winkelbleche geschweißt, daß ihre Stirnseiten in der Stoßebene zweier Fördertrumschüsse liegen. Entsprechend kürzer sind die Winkelbleche bemessen. Die Kupplungsgehäuse besitzen jeweils eine im horizontalen Querschnitt etwa T-förmige Tasche, die nach oben offen und nach unten geschlossen ist. Nach dem Ausrichten zweier Fördertrumschüsse brauchen dann lediglich die Verbindungselemente von oben in die Taschen eingeschoben zu werden, um die zug- und druckfeste Kupplung der Schüsse herbeizuführen. Das Spiel der Verbindungselemente in den Kupplungstaschen ist so bemessen, daß die Fördertrumschüsse die betriebsbedingt notwendigen relativen horizontalen und vertikalen Abwinklungen zueinander durchführen können.

Die Merkmale des Anspruchs 7 erlauben eine weitgehend flächige Abstützung der Kupplungsgehäuse in allen abgewinkelten Relativpositionen in der vertikalen Ebene.

Mit Hilfe der ober- und unterseitigen Vorsprünge entsprechend Anspruch 8 kann die Höhe der Stirnflächen der Kupplungsgehäuse vergrößert werden, so daß die Abwinkelbarkeit zweier aufeinanderfolgender Förderrinnenschüsse gezielt begrenzbar ist.

Die Nasen und Ausnehmungen gemäß der Ausführungsform des Anspruchs 9 dienen der Zentrierung beim Zusammenstellen eines Fördertrums. Sie sind bevorzugt auf den zwischen der Förderwanne und den Verbindungselementen liegenden Bereichen der Kupplungsgehäuse vorgesehen.

Die Abdeckbleche entsprechend Anspruch 10 gewährleisten einerseits einen problemlosen Zugang zu den versatzseitigen Kupplungsbereichen und andererseits eine einwandfreie Abwinkelbarkeit der Klemmplatten auf der Versatzseite des Fördertrums. Die Abdeckbleche können mit den benachbarten Klemmplatten starr oder begrenzt gelenkig verbunden sein. Bevorzugt findet eine Verschraubung Anwendung. Die Länge der Klemmplatten endet hierbei vor den Kupplungsbereichen.

Die Überlappungen nach Anspruch 11 haben zunächst die Aufgabe, die Spalte zwischen zwei aufeinanderfolgenden Gewinnungstrumschüssen abzudecken. Ferner übernehmen sie im unteren Höhenbereich die Zentrierung der benachbarten Gewinnungstrumschüsse, während im oberen Bereich diese Zentrierung durch die Kemmplatten in Verbindung mit den Rundleisten erfolgt.

Die Überlappungen können aus verschiedenen Materialien gebildet sein. Gemäß Anspruch 12 ist es vorstellbar, daß sie aus Blechen bestehen.

Die Ausführungsform gemäß Anspruch 13 sieht in bevorzugter Ausgestaltung eine Überlappung aus einem zumindest begrenzt elastischen Material, wie z. B. Gummi oder Kunststoff vor, um auf diese Weise den Abwinklungen zweier benachbarter Gewinnungstrumschüsse während des betrieblichen Einsatzes ohne die Gefahr von schädlichen Verbiegungen und Verklemmungen einwandfrei folgen zu können.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 in der Draufsicht einen Längenabschnitt einer Vorrichtung zum Lösen von flözartig anstehenden mineralischen Rohstoffen sowie zum Transport dieser mineralischen Rohstoffe in Streblängsrichtung,

Fig. 2 einen vertikalen Querschnitt durch die Darstellung der Fig. 1 entlang der Linie II-II,

Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Darstellung der Fig. 2 entlang der Linie III-III,

Fig. 4 einen vertikalen Querschnitt durch die Darstellung der Fig. 1 entlang der Linie IV-IV,

Fig. 5 eine Draufsicht auf einen abbaustoßseitigen Längenabschnitt der Darstellung der Fig. 2 gemäß dem Pfeil V,

Fig. 6 einen Längsschnitt durch die Fig. 5 entlang der Linie VI-VI,

Fig. 7 eine Stirnansicht auf die Darstellung der Fig. 5 gemäß dem Pfeil VII,

Fig. 8 eine Ansicht auf die Darstellung der Fig. 2 gemäß dem Pfeil VIII, teilweise im Schnitt, und

Fig. 9 einen horizontalen Längsschnitt durch die Darstellung der Fig. 8 entlang der Linie IX-IX.

Mit 1 ist in den Fig. 1, 2 und 4 eine Vorrichtung zum Lösen von flözartig anstehenden mineralischen Rohstoffen, insbesondere Kohle, sowie zum Transport der gelösten Kohle in Streblängsrichtung bezeichnet. Die Vorrichtung 1 umfaßt ein Gewinnungstrum 2 sowie ein Fördertrum 3 mit in diesen Trumen 2, 3 zwangsgeführten Lösewerkzeugen 4 und Mitnehmern 5. Die in Fig. 1 nicht näher veranschaulichten Lösewerkzeuge 4 und Mitnehmer 5 sind an einen Rundgliederkettenstrang 6 angeschlagen, welcher über endseitig der Vorrichtung 1 angeordnete, in den Zeichnungen nicht näher dargestellte Antriebs- und Umlenkkettenräder verläuft. Die Lösewerkzeuge 4 und die Mitnehmer 5 durchlaufen beide Trume 2, 3, wobei es denkbar ist, daß die Lösewerkzeuge 4 im Fördertrum 3 Förderaufgaben bzw. die Mitnehmer 5 im Gewinnungstrum 2 Löseaufgaben mitwahrnehmen können. Auch sind die Lösewerkzeuge 4 bzw. Mitnehmer 5 so gestaltet, daß sie die aus dem nicht näher dargestellten Abbaustoß gelöste Kohle in das Fördertrum 3 überführen können.

Sowohl das Fördertrum 3 als auch das Gewinnungstrum 3 setzen sich aus begrenzt gelenkig aneinander gekuppelten Schüssen zusammen. Die Länge der Schüsse ist so aufeinander abgestimmt, daß sich die Stoßspalte 7, 8 etwa in derselben Querebene Q-Q befinden (Fig. 1).

Jeder Schuß des Fördertrums 3 weist zwei spiegelbildlich einander zugeordnete und über ein Bodenblech 9 zueinander distanzierte kanalisierte Führungsprofile 10 auf (Fig. 1, 2 und 4). Das Bodenblech 9 ist zwischen die Führungsprofile 10 geschweißt. Der Spalt 8 im Stoßbereich zweier Bodenbleche 9 ist durch ein Spaltblech 11 abgedeckt, welches unter das Ende eines Bodenbleches 9 geschweißt ist und das benachbarte Bodenblech 9 untergreift. Siehe hierzu den Ausschnitt A in Fig. 1.

Die im Querschnitt etwa trapezförmig gestalteten Kanäle 12 in den Führungsprofilen 10 dienen der Zwangsführung der Lösewerkzeuge 4 und Mitnehmer 5.

Die Führungsprofile 10 besitzen liegendseitig Zentrierleisten 13 (Fig. 2 und 4), welche in über die Länge eines Fördertrumschusses verteilt angeordnete kurze trogartige Halterungen 14 greifen (siehe auch Fig. 1). Diese im Querschnitt etwa L-förmigen Halterungen 14 bilden Bestandteil von sich außenseitig der Führungsprofile 10 erstreckenden zweischenkeligen Winkelblechen 15. Sie sind auf die nach oben divergierenden Innenseiten der unteren Schenkel der Winkelbleche 15 geschweißt (Fig. 2). Die Fig. 1 läßt erkennen, daß beispielsweise auf jeder Seite eines Fördertrumschusses drei Halterungen 14 angeordnet sind.

Hangendseitig besitzen die Führungsprofile 10 einerseits zum Abbaustoß und andererseits zum ebenfalls nicht näher dargestellten Versatz gerichtete Klemmleisten 16. Diese Klemmleisten 16 liegen im gerundeten Scheitelbereich der Winkelbleche 15 an. Sie werden sowohl abbaustoßseitig als auch versatzseitig durch Klemmplatten 17-20 mit den Winkelblechen 16 verspannt (Fig. 1 bis 7).

Auf der Versatzseite des Fördertrums 3 ist nur eine durchgehende Klemmplatte 20 angeordnet. Sie besteht aus einem Blech. An der abbaustoßseitigen Längskante der Klemmplatte 20 ist ein runder Klemmwulst 21 in Form eines Rundstabs angeschweißt. Der Klemmwulst 21 steht geringfügig über die Unterseite der Klemmplatte 20 vor (Fig. 2 und 4).

An der versatzseitigen Längskante der Klemmplatte 20 ist ein sich mit seiner unteren Längskante auf dem oberen Schenkel des Winkelblechs 15 abstützendes vertikales Längsstegblech 22 geschweißt. Das Längsstegblech 22 steht gegenüber der Unterseite der Klemmplatte 20 zum Winkelblech 15 vor. Es dient zum Festlegen beispielsweise von Aufsatzblechen 23, Kabelkanälen etc. (Fig. 1, 2 und 4).

Unterhalb der Klemmplatte 20 ist ein Distanzblech 24 angeschweißt, welches jedoch im Abstand zu der Oberseite des Winkelblechs 15 liegt. Aufgrund dieses Distanzblechs 24 können die Köpfe 25 von Befestigungsschrauben 26 (Fig. 1 und 2) vollständig in Ausnehmungen 27 in der Klemmplatte 20 eingebettet werden. Mit Hilfe von Muttern 28 sind die dreieckförmig oder trapezförmig zueinander versetzten Schrauben 26 und damit auch die Klemmplatte 20 gegen das Winkelblech 15 anziehbar, so daß das versatzseitige Führungsprofil 10 einwandfrei verspannt werden kann.

Abbaustoßseitig des Fördertrums 3 sind, wie bereits erwähnt, drei Klemmplatten 17, 18, 19 pro Schußlänge vorgesehen (Fig. 1 bis 7). Wie hierbei insbesondere die Fig. 5 bis 7 erkennen lassen, überlappen sich die Klemmplatten 17-19 endseitig und stützen sich nur im jeweils mittleren Längenabschnitt an den Oberseiten der oberen Schenkel der abbaustoßseitigen Winkelbleche 15 ab. Auf der dem Fördertrum 3 zugewandten Längsseite besitzen die Klemmplatten 17-19 Klemmnasen 29, welche die Klemmleiste 16 an den gedruckten Scheitelbereich des Winkelblechs 15 drücken.

Zur Festlegung der Klemmplatten 17-19 an dem Winkelblech 15 dienen Hammerkopfschrauben 30. Diese sind im Dreieck zueinander versetzt vorgesehen. Dabei liegt der Kopf der jeweils abbaustoßseitigen Hammerkopfschraube 30 in einer Lagerausnehmung 32 eines unterhalb des Winkelblechs 15 angeschweißten Querstegs 31 (Fig. 2). Die Köpfe der beiden anderen mehr zum Versatz liegenden Hammerkopfschrauben 30 liegen zwischen der Unterseite des Winkelblechs 15 und einem Riegel 33, der in eine entsprechend ausgestaltete Lagerausnehmung 34 des Querstegs 31 eingetrieben ist (Fig. 3). Die auf die Hammerkopfschrauben 30 drehbaren Muttern 35 liegen in Ausnehmungen 36 der Klemmplatten 17-19.

Die Querstege 31 sind abbaustoßseitig und versatzseitig identisch ausgebildet. Es sind jeweils drei in Längsrichtung eines Fördertrumschusses zueinander versetzte Querstege 31 vorgesehen, von denen die mittleren Querstege 31 zusätzlich eine Lagerausnehmung 37 zum Anschlagen eines Rückzylinders oder eines anderen Verbindungsmittels, beispielsweise zur Kopplung mit einem Ausbaugestell, aufweisen.

Die abbaustoßseitigen Klemmplatten 17-90 dienen ferner der drehbeweglichen Lageorientierung einer Rundleiste 38, welche im Scheitelbereich eines ungleichschenkligen Muldenblechs 39 angeschweißt ist, das zusammen mit einem hangendseitigen Führungswulst 40 und einem liegendseitigen mit den Führungsprofilen 10 des Födertrums 3 identischen Führungsprofil 10&min; eine gemuldete Führungsschiene für Lösewerkzeuge 4 und Mitnehmer 5 bilden. Dazu fassen die Lösewerkzeuge 4 und Mitnehmer 5 mit einem Endabschnitt in den Kanal 12&min; des Führungsprofils 10&min; ein und umgreifen mit einer Ausnehmung 41 im anderen Endabschnitt den Führungswulst 40 an der oberen Längskante des Muldenblechs 39. Zur Schwenklagerung der Rundleiste 38 sind die Klemmplatten 17-19 abbaustoßseitig gemuldet.

Während sich jeder Schuß des Gewinnungstrums 2 etwa bis zum Stoßspalt 7 zum benachbarten Schuß erstreckt, ist die Rundleiste 38, wie aus den Fig. 1 und 6 bis 8 erkennbar ist, kürzer ausgebildet. Desweiteren zeigen die Fig. 1 und 8, daß der Führungswulst 40 jedes Gewinnungstrumschusses endseitig konisch ausgebildet ist.

Auf der Rückseite des Muldenblechs 39 des Gewinnungstrumschusses sind im Abstand voneinander (siehe Fig. 1, 2 und 4) jeweils zwei Laschenpaare 42 angeschweißt, an welche aus den Fig. 2 und 4 erkennbare Schwenkgestänge 43 gelenkig befestigt sind. Die Schwenkgestänge 43 sind in nicht näher veranschaulichter Weise versatzseitig des Fördertrums 3 verstellbar.

Der Spalt 7 zwischen zwei aufeinanderfolgenden Gewinnungstrumschüssen wird durch eine insbesondere elastische Überlappung 44 abgedeckt (Fig. 4, 8 und 9). Die Überlappung 44 liegt in Taschen 45, welche durch L-förmige Halterungen 46 gebildet sind, die versatzseitig auf die Muldenbleche 39 geschweißt sind. Sie stützen sich nach unten an der Zentrierleiste 13&min; des Führungsprofils 10&min; ab und greifen mit ihren oberen Enden zwischen die Stirnseiten 47 der aufeinanderfolgenden Rundleisten 38 in die Mulden 48 der Klemmplatten 17-19 ein, welche im Stoßbereich zweier Schüsse einander überlappen (Fig. 4, 8 und 9).

Die Fig. 1, 4 und 8 lassen erkennen, daß an den Enden eines Fördertrumschusses unterhalb der Winkelbleche 15 Kupplungsgehäuse 49 für von oben einlegbare stegartige Verbindungselemente 50 mit endseitigen hammerkopfartigen Verdickungen 51 befestigt sind. Das Befestigen erfolgt durch Schweißen, wobei zapfenartige Verlängerungen 52 der Kupplungsgehäuse 49 die Länge der Schweißnähte vergrößern (Fig. 8).

Die Kupplungsgehäuse 49 besitzen taschenartige Ausnehmungen 53, die oberseitig offen und unterseitig geschlossen sind. Im horizontalen Querschnitt sind diese Taschen 53 T-förmig ausgebildet.

Die einander zugewandten Flächen 54 der Verdickungen 51 sind in der Vertikalebene konvex gekrümmt und an entsprechend ausgebildete konkave Ausnehmungen 55 in den Taschen 53 der Kupplungsgehäuse 49 angepaßt.

Desweiteren in den Fig. 1, 4 und 8 entnehmbar, daß stirnseitig der an einem Ende eines Fördertrumschusses befestigten Kupplungsgehäuse 49 in der Vertikalebene konvex gekrümmte Nasen 56 vorgesehen sind, während die am anderen Ende befindlichen Kupplungsgehäuse 49 in ihre Stirnflächen eingearbeitete, an die Nasen 56 angepaßte konkave Ausnehmungen 57 aufweisen. Die Nasen 56 und Ausnehmungen 57 liegen zwischen den Führungsprofilen 10 des Fördertrums 3 und den Verbindungselementen 50.

Ober- und unterseitig sind an den Kupplungsgehäusen 49 Vorsprünge 58 vorgesehen (Fig. 4 und 8), welche die Höhe der Stirnflächen der Kupplungsgehäuse 49 vergrößern und dadurch die Abwinkelbarkeit zweier aneinander grenzender Schüsse verringern.

Wie die Fig. 1 noch erkennen läßt, sind zwischen den versatzseitigen Klemmplatten 20 von zwei aufeinanderfolgenden Fördertrumschüssen die dort liegenden Kupplungsbereiche übergreifende Abdeckbleche 59 vorgesehen. Diese Abdeckbleche 59 sind bevorzugt mit einer der benachbarten Klemmplatten 20 verschraubt, so daß Abwinklungen möglich sind. Sie weisen wie die Klemmplatten 20 an ihren abbaustoßseitigen Längskanten Klemmwulste 21 auf.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Lösen von flözartig anstehenden mineralischen Rohstoffen sowie zum Transport dieser mineralischen Rohstoffe in Streblängsrichtung, welche ein schußweise zusammengesetztes wannenartiges Fördertrum, ein am abbaustoßseitigen oberen Rand des Fördertrums vertikal schwenkbar angelegtes, hinsichtlich der Länge seiner Schüsse an die Länge eines Fördertrumschusses angeglichenes gemuldetes Gewinnungstrum und ein im Fördertrum sowie im Gewinnungstrum unter Eingliederung von Lösewerkzeugen und Mitnehmern zwangsgeführtes Kettenband umfaßt, wobei ein in die beiden Trume aufgeteiltes Führungsgestell mit antreibenden Umkehren für das umlaufende Kettenband sowie ein Führungswulst für die Lösungswerkzeuge an der oberen Längskante des Gewinnungstrums vorgesehen sind und wobei die Vorrichtung als Ganzes an den Abbaustoß andrückbar ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
    1. a) jeder Schuß des Fördertrums (3) besteht aus zwei spiegelbildlich einander zugeordneten und über ein Bodenblech (9) miteinander verbundenen kanalisierten Führungsprofilen (10), welche mit liegendseitigen Zentrierleisten (13) in über die Länge eines Fördertrumschusses verteilt angeordnete kurze trogartige Halterungen (14) als Bestandteil von sich außenseitig der Führungsprofile (10) erstreckenden zweischenkeligen Winkelblechen (15) formschlüssig eingreifen und mit hangendseitigen Klemmleisten (16) zwischen den Winkelblechen (15) und mit diesen verschraubbaren Klemmplatten (17-20) lösbar eingespannt sind;
    2. b) jeder Schuß des Gewinnungstrums (3) setzt sich aus einem ungleichschenklig abgewinkelten Muldenbereich (39), dem an der oberen Längskante des Muldenblechs (39) vorgesehenen Führungswulst (40) und einem an der unteren Längskante befestigten, mit den Führungsprofilen (10) des Fördertrums (3) identischen Führungsprofil (10&min;) zusammen;
    3. c) im Scheitelpunkt der beiden Schenkel des Muldenblechs (39) ist eine Rundleiste (38) befestigt, die zwischen dem abbaustoßseitigen Winkelblech (15) und der auf dieses schraubbaren Klemmplatte (17-19) drehbeweglich eingespannt ist;
    4. d) unterhalb der Winkelbleche (15) sind die Rinnenkupplungen (49, 50) sowie im Bereich der Klemmplattenverschraubungen (25, 16; 30) Querstege (31) mit Lagerausnehmungen (32, 34, 37) festgelegt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf das abbaustoßseitige Winkelblech (15) mehrere endseitig sich überlappende und sich nur im jeweils mittleren Längenabschnitt auf dem Winkelblech (15) abstützende Klemmplatten (17-19) schraubbar sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die versatzseitige Klemmplatte (20) etwa die Länge eines Fördertrumschusses aufweist und an der abbaustoßseitigen Längskante mit einem runden Klemmwulst (21) versehen ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der versatzseitigen Längskante der versatzseitigen Klemmplatte (20) ein sich mit seiner unteren Längskante auf dem versatzseitigen Winkelblech (15) abstützendes vertikales Längsstegblech (22) befestigt ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der versatzseitigen Klemmplatte (20) wenigstens ein Distanzblech (24) befestigt ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den Enden eines Fördertrumschusses unterhalb der Winkelbleche (15) Kupplungsgehäuse (49) für von oben einlegbare stegartige Verbindungselemente (50) mit endseitigen hammerkopfartigen Verdickungen (51) befestigt sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die einander zugewandten Flächen (54) der hammerkopfartigen Verdickungen (51) in der Vertikalebene konvex gekrümmt und an entsprechend ausgebildete konkave Ausnehmungen (55) in den Kupplungsgehäusen (49) angepaßt sind.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsgehäuse (49) mit ober- und unterseitigen Vorsprüngen (58) ausgerüstet sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß stirnseitig der an einem Ende eines Fördertrumschusses befestigten Kupplungsgehäuse (49) in der Vertikalebene konvex gekrümmte Nasen (56) vorgesehen sind, während die am anderen Ende befindlichen Kupplungsgehäuse (49) in ihre Stirnflächen eingearbeitete, an die Nasen (56) angepaßte konkave Ausnehmungen (57) aufweisen.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der versatzseitigen Kupplungsgehäuse (49) mit wenigstens einer jeweils angrenzenden Klemmplatte (20) verbundene Abdeckbleche (59) vorgesehen sind.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt (7) zwischen zwei einander benachbarten Muldenblechen (39) des Gewinnungstrums (2) durch eine Überlappung (44) abgedeckt ist, welche in durch versatzseitig auf den Muldenblechen (39) befestigte L-förmige Halterungen (46) gebildete Taschen (45) einliegt, mit ihrer oberen Längskante in eine an die Rundleiste (38) angepaßte Mulde (48) der abbaustoßseitigen Klemmplatten (17-19) eingreift und sich mit ihrer unteren Längskante an der Zentrierleiste (13&min;) des Führungsprofils (10&min;) abstützt.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlappung (44) durch ein Blech gebildet ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlappung (44) aus einem zumindest begrenzt elastischen Material, wie z. B. Gummi oder Kunststoff besteht.






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