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Dokumentenidentifikation DE3802308A1 10.08.1989
Titel Ellipsenzeichengerät
Anmelder Sayin, Aykut, 2210 Itzehoe, DE
Erfinder Sayin, Aykut, 2210 Itzehoe, DE
DE-Anmeldedatum 27.01.1988
DE-Aktenzeichen 3802308
Offenlegungstag 10.08.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.08.1989
IPC-Hauptklasse B43L 11/04
Zusammenfassung Das erfindungsgemäße Ellipsenzeichengerät soll ein exaktes Zeichnen von Ellipsen, Kreisen, Kurven und anderen geometrischen Figuren ermöglichen, wobei der Zeichenvorgang ohne Unterbrechung stattfindet und ein Zeichnen verschiedener Figuren mit zueinander verschobenen Achsen um einen Mittelpunkt ermöglicht wird. Diese Aufgabe wird gelöst, indem der Zeichenarm (2), an dem der Haltekörper (4) und der Zirkelansatz (19) für das Zeichengerät befestigt ist, mittels zweier Führungsstangen (3) parallel zum Grundkörper bewegt wird. Der Zeichenarm sitzt frei verschiebbar in einem Führungsteil (1), welches verbunden ist mit zwei auf den Führungsstangen verschiebbaren Gegenstücken (11) zu zwei Kopfteilen mit Aussparungen der Wellen (6), die vertikal im Grundkörper (13) gelagert sind, wobei diese Wellen durch Zahnräder von einer horizontal auf der Längsachse durch den Grundkörper verlaufenden Welle angetrieben werden. Diese Welle wird von einem außen an der Stirnfläche des Grundkörpers sitzenden Stirnrad (10), auf dem der Grundkörper lastet, angetrieben. Das Ellipsenzeichengerät wird beim Zeichenvorgang mittels eines Führungsstiftes (15) um die Zirkelnadel (9), deren Abstand sich verändern läßt, gedreht. Diese Zusammenfassung nimmt Bezug auf die Zeichnung Fig. 2.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Zeichnen von Ellipsen, Kreisen, Kurven und anderen geometrischen Figuren und bezieht sich auf das technische Gebiet des Zeichenmaterials.

Es gibt bereits eine Vielzahl sogenannter Ellipsographen, die das Zeichnen von Ellipsen unterschiedlicher Größen ermöglichen sollen. Beispiele für derartige Geräte sind in den US-Patentanschriften 37 19 996, 26 90 013 und 24 98 789 beschrieben. Ferner sind Beispiele aus den Offenlegungsschriften des Deutschen Patentamtes zu den Aktenzeichen P 24 01 847.1, P 28 07 157.0, P 25 54 487.0, P 20 13 099.8, P 23 49 367.6, P 23 33 114.8-27, P 18 07 081.0, P 31 26 326.7 und P 23 55 260.5 bekannt. Alle bekannten Geräte weisen jedoch aus mehreren Gründen keine zufriedenstellende Arbeitsweise auf. Ein Schwerwiegender Nachteil der bekannten Geräte ist es, daß diese Geräte verhältnismäßig wenig Stabilität aufweisen, d. h. die gezeichneten Figuren werden ungenau und erhalten nicht die geometrisch vorgegebene Form, weil z. B. Druck auf die Zeichenspitze ausgeübt wird. Ein weiterer häufiger Nachteil sog. Ellipsographen ist es, daß sich die Ellipsenkurve nicht vollständig durchziehen läßt, weil die Zeichenspitze ein Ausführungsteil des Gerätes kreuzen muß.

Ferner gibt es Ellipsenschablonen, bei denen der Zeichner mit einem Schreibgerät am Rande der Schablone entlang fährt. Der Nachteil beim Zeichnen von Ellipsen mittels Schablonen liegt darin, daß zum Zeichnen von Ellipsen verschiedener Größe mehrere Schablonen bereitgehalten werden müssen, wobei bei einer noch so großen Zahl von Schablonen das Zeichen von Ellipsen in beliebigen Größen nicht möglich ist.

Keines der bekannen Ellipsenzeichengeräte gewährleistet einen horizontalen Lauf und eine vertikale Bewegung des Tuschefüllers zu der zu zeichnenden Fläche, ferner hängen die Leistungen bei allen Geräten sehr von ihrer Herstellungsgröße ab und sind kaum erweiterungsfähig.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Ellipsenzeichengerät herzustellen, welches bei einfacher Handhabung ein exaktes Zeichnen von Ellipsen, Kreisen, Kurven und anderen geometrischen Figuren ermöglicht und dabei stufenlos verstellbar und exakt im Verhältnis zur Größe des Gerätes sehr kleine aber auch extrem große Ellipsen, Kreise und Kurven und geometrischen Figuren zeichnet und ferner durch wenige Handgriffe erweiterungsfähig ist.

Das erfindungsgemäße Ellipsenzeichengerät ist vorzugsweise von technischen Zeichnerinnen, Zeichnern, Graphikern, aber auch zu Schulungszwecken einsetzbar.

Die sich mit dem erfindungsgemäßen Ellipsenzeichengerät erzielbaren Vorteile lassen sich wie folgt beschreiben: Durch eine parallele Bewegung des Zeichenarmes zu der Längsachse des Grundkörpers des Gerätes findet der Zeichenvorgang entweder vor der Zirkelnadel oder, nach dem Umdrehen des Zeichenarmes, vor der der Zirkelnadel gegenüberliegenden anderen Stirnseite des Gerätes statt, es kommt zu keinen Kreuzungen des Zeichenarmes mit anderen Teilen des Gerätes, die eine Unterbrechung der Zeichenkurve herbeiführen. Das erfindungsgemäße Ellipsenzeichengerät ist ferner durch einfaches Verstellen des Stirnradabstandes zur Zirkelnadel - durch Veränderung der verschiebbaren Stange - in der Lage, neben Kreisen und Ellipsen auch Zykloiden, Epizykloiden oder Hypozykloiden zu zeichnen, ferner können alle zu zeichnenden Figuren in verschiedenen Größen und mit zueinander verschobenen Achsen um einen Mittelpunkt gezeichnet werden, ohne daß die Zirkelnadel umgesteckt oder neu eingesteckt werden muß.

Die vertikale Beweglichkeit des Tuschefüllers oder sonstigen Zeichengerätes und ein horizontaler, ruhiger Lauf des Gerätes zur Zeichenfläche ermöglichen das Zeichnen sogar auf geneigten Flächen, wie Zeichentischen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird erfindungsgemäß gelöst durch einen hohlen Grundkörper, mit dem seitlich eine am oder im Grundkörper verschiebbare Stange verbunden ist, an deren herausragenden Ende die Zirkelnadel in einem solchen Abstand befestigt ist, daß diese auf der (gedachten) verlängerten Längsachse des Grundkörpers sitzt. Durch den Grundkörper verläuft eine Welle, die an einer der Stirnflächen durch das Gehäuse des Grundkörpers nach außen hindurchragt, wobei diese Welle im Grundkörper an zwei Stellen gelagert ist.

Am Ende mit der Welle verbunden vor der Stirnseite außerhalb des Grundkörpers oder auf der Welle im Grundkörper befindet sich das Stirnrad, das auf der Zeichenfläche, auf der die geometrische Figur entstehen soll, entlangläuft. Auf der gegenüberliegenden Stirnseite des Grundkörpers befinden sich außen zwei Rollenlager als Räder zur Ermöglichung einer kreisförmigen Bewegung des Grundkörpers um die Zirkelnadel herum. Auf der Welle im Grundkörper befinden sich zwei Zahnräder, in die wiederum jeweils ein weiteres Zahnrad eingreift, welches jeweils auf einer vertikalen zur Oberfläche des Grundkörpers im Grundkörper gelagerten Welle sitzt und an den Kopfteilen dieser Wellen wiederum jeweils eine Führungsstange befestigt ist und sich auf diesen Führungsstangen die Gegenstücke der Kopfteile, ebenfalls mit Aussparung, verschiebbar auf den Führungsstangen sitzend, befinden. Mit diesen verschiebbaren Gegenstücken verbunden ist das Führungsteil für den Zeichenarm, wobei sich in diesem Führungsteil an den Enden jeweils ein Kugellager befindet und die Mittelpunkte dieser Kugellager in einem Abstand angebracht sind, der dem Abstand der im Grundkörper sitzenden Wellen entspricht, wobei in dem zu einer Seite hin offenem, Führungsteil beweglich, verschiebbar und herausnehmbar und arrettierbar der Zeichenarm sitzt, an dessen einem Ende ein zweiseitig aufsteckbarer Haltekörper befestigt ist, der wiederum eine mittlere Längsbohrung aufweist, in der sich ein nach oben und unten bewegbares, die Bohrung ausfüllendes Innenteil befindet und am unteren und aus dem Haltekörper herausragenden Teil dieses Innenteiles sich ein Halteteil zur Aufnahme eines Tuschefüllers oder eines sonstigen Zeichengerätes befindet. Der Haltekörper ist mit zwei längs angebrachten Schlitzen versehen, in die ein mit dem Innenteil verbundener Dorn hineinragt. Die Zirkelnadel ist in einer am Rand angebrachten Bohrung einer Lupe eingesteckt, wobei diese Lupe von einem Ring gehalten wird und die Lupe in diesem Ring zur Justierung der Zirkelnadel so drehbar ist, daß die Zirkelnadel sich auf der (gedachten) verlängerten Längsachse des Grundkörpers befindet.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den einzelnen Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung.

In der Zeichnung zeigt

Fig. 1: eine Zeichnung des geometrischen Prinzips, auf dem die Arbeitsweise des Ellipsenzeichengerätes beruht.

Fig. 2: Querschnitt des erfindungsgemäßen Ellipsenzeichengerätes in Längsrichtung

Fig. 3: obere Ansicht auf das Ellipsenzeichengerät gemäß Fig. 2

Zur Darstellung der Funktionsweise des Ellipsenzeichengerätes ist es erforderlich, die zugrundeliegende geometrische Theorie, die sich das Arbeitsprinzip des erfindungsgemäßen Gerätes zunutze macht, darzustellen. Die nachfolgende theoretische Erörterung bezieht sich zunächst auf die Zeichnung Fig. 1.

Lösung

Um den Schnittpunkt O der x- und y-Achse werden die Kreise K&sub0; mit dem Radius = a und K&sub1; mit dem Radius = b gezeichnet (a = Großhalbachse, b = Kleinhalbachse der zu zeichnenden Ellipse).

Auf dem Kreis K&sub0; ist ein beliebig angenommener Punkt P&sub0; mit dem Mittelpunkt O zu verbinden. Die Linie OP&sub0; schneidet den Kreis K&sub1; in Punkt P&sub1;. Die vertikale durch P&sub0; schneidet die Horizontale durch P&sub1; in einem Punkt P. Der Punkt P beschreibt eine Ellipse.

Zwischen den Kreisen K und K&sub1; wird der Kreis K&sub2; mit dem Durchmesser | P&sub0;P&sub1; | = a -b gezeichnet.

Der Mittelpunkt M von K&sub2; liegt auf dem Kreis K&sub3; mit dem Radius =



Die Linie P&sub0;O bildet mit der y-Achse den Winkel α. Der Winkel

OMP = 180°-2 (90°-α) = 2α.

Entfernt sich der Radiusvektor OM von einer beliebigen x- oder y- Halbachse ausgehend, mit dem Winkel α der von O bis 360° durchläuft und der Radiusvektor MP sich vom Radiusvektor OM um das Doppelte dieses Winkel (2α), so zeichnet der Punkt P eine Ellipse.

Die verlängerte Linie MO schneidet die Kreise K&sub4; und K&sub5;, deren Radien frei gewählt worden sind, in Punkt M&sub1; und M&sub2;. Die Parallelen M&sub1;P&sub2; und M&sub2;P&sub3; zu MP schneiden die Parallele zur Linie MM&sub2;, die durch Punkt P verläuft in Punkt P&sub2; und P&sub3;.

Sind



(| OM&sub1; | = frei gewählter Radius), so beschreibt der Punkt P die gewünschte Ellipse.

Sind



feststeht, | P&sub3;P&sub4; | einstellbar ist, und



so beschreibt P&sub4; die gewünschte Ellipse.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand des in den Zeichnungen Fig. 1 und Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.

Nach Fig. 2 und 3 ist ein vorzugsweise rechteckiger Grundkörper (13) bestehend aus Metall oder einem anderen geeigneten harten Werkstoff so konstruiert, daß horizontal zur Zeichenoberfläche mit einem geringen Abstand zu dieser auf einem an der einen Stirnseite angebrachten Stirnrad (10) und auf zwei an der gegenüberliegenden Stirnseite angebrachten vorzugsweise kleinen Rädern (12), die aus Kugellagern bestehen können, steht und mittels dieser Räder beweglich und drehbar ist. Das Stirnrad (10) auf der einen Stirnseite des Grundkörpers ist dabei mit einer durch den Grundkörper längs verlaufenden Welle fest verbunden.

Diese Welle ist im Grundkörper mindestens an zwei Stellen kugelgelagert, im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 unmittelbar hinter dem Rad (10) und vor den Zahnrädern (14), die fest an der Welle sitzen. Diese auf der Welle sitzenden Zahnräder, vorzugsweise Kegelräder, greifen in zwei weitere Zahnräder, die mit jeweils auf einer vertikal verlaufenden und im Grundkörper kugelgelagerte Welle verbunden sind. Die vertikal verlaufenden Wellen werden ohne ein Übersetzungsverhältnis so angetrieben, daß sie die gleiche Umdrehungszahl aufweisen wie die horizontal verlaufende Welle.

Am oberen Ende der Welle oberhalb des Grundkörpers, zwei zylinderförmig gestaltete Kopfteile (6), die sich bei bestimmungsgemäßer Bewegung des Gerätes gleichförmig, recht- oder linksherum drehen. Verbunden mit diesen Kopfteilen, nach dem Ausführungsbeispiel mittels einer in einer Bohrung mit Gewinde sitzenden Schraube, ist jeweils eine Führungsstange (3), auf der jeweils beweglich verschiebbar das Gegenstück (11) zu dem auf der Welle sitzenden Kopfteil aufgesteckt ist. Die Gegenstücke lassen sich dabei mittels einer Klemmschraube auf den Führungsstangen arretieren zur Durchführung eines vorbestimmten Zeichenvorganges. Die Gegenstücke sind mit genau entgegengesetzten Aussparungen wie die Kopfteile versehen und lassen sich durch Verschieben so mit dem Kopfteilen zusammenführen, daß sich eine zylindrige Form ergibt.

Auf den Führungsstangen befindet sich eine Skala mit Maßeinheiten, auf der mittels Verschiebung der Gegenstücke der sich aus der Berechnung ergebene Wert eingestellt wird, wobei a die Großhalbachse und b die Kleinhalbachse der Ellipse darstellt. Werden die Gegenstücke und die Klopfteile so zusammengeschoben, da kein Abstand mehr zwischen ihnen besteht, zeichnet das Gerät bestimmungsgemäß einen Kreis, weil Null ergibt.

Verbunden mit den Gegenstücken ist jeweils ein Kugellager, wobei die Innenringe der Kugellager mit den Oberflächen der Gegenstücke fest verbunden sind. Verbunden mit den Außenringen der Kugellager ist ein Führungsteil (1), welches eine derartige Länge aufweist, daß die Mittelpunkte der Kugellager exakt den gleichen Abstand zueinander haben, wie die Mittelpunkte der vertikal verlaufenden Wellen (6).

Das Führungsteil (1), vorzugsweise bestehend aus Metall, denkbarerweise Aluminium, ist nun so beschaffen, daß es nach einer bevorzugten Ausgestaltungsform an den Enden eine einseitig offene Aussparung bildet, in die der Zeichenarm (2) hineingeschoben wird. Der Zeichenarm, der auf dem Führungsteil ruht, findet durch Einschieben in die Aussparung des Führungsteils Halt und kann im Führungsteil beliebig entsprechend der Länge des Zeichenarms hin- und hergeschoben werden. Um den Zeichenarm zum Zeichenvorgang zu arretieren, ist dieser, nach einer bevorzugten Ausgestaltungsart mittels zweier Schrauben (21), die in den Oberteilen der Endstücke des Führungsteiles mittels Gewinde stecken, festgeklemmt. Der Zeichenarm weist wiederum eine Skala mit Meßeinteilungen auf, auf der für die zu zeichnende Ellipse der Wert eingestellt wird, wieder vorausgesetzt, daß a die Großhalbachse und b die Kleinhalbachse der Ellipse bildet.

Auf den Zeichenarm aufschiebbar und zur Durchführung des Zeichenvorganges mit dem Zeichenarm verbunden findet sich ein Haltekörper (4), der stets vertikal zur Zeichenfläche weist. Dieser Haltekörper ist im oberen Teil in horizontaler Richtung durchgängig, wobei dieser Hohlraum den Querschnitt des Zeichenarmes aufweist. Der Haltekörper kann in zwei Richtungen auf dem Zeichenarm aufgesteckt werden, wodurch sich dann, wenn der Haltekörper so aufgesteckt wird, daß der Zirkelansatz (19) zur Nadel (9) weist, die Möglichkeit ergibt, extrem kleine Ellipsen oder Figuren zu zeichnen.

Vorzugsweise mittels einer Schraube, die in ein Gewinde im Oberteil des Haltekörpers eingedreht ist, wird der Haltekörper auf dem Zeichenarm arretiert.

Der Haltekörper ist hohl und nach unten offen, in den Hohlraum ist beweglich eingesteckt ein Innenteil (5), welches nach unten zur Zeichenfläche hin aus dem Haltekörper herausragt. Zur eigenen Führung weist dieses Innenteil zwei Stifte auf, die in zwei gegenüberliegende Schlitze des Haltekörpers hineinragen. Durch die Beweglichkeit und Führung des Innenteils wird ein ruhiger und vertikaler Lauf der Schreibspitze und ein Ausgleichen von Unebenheiten auf der Zeichenfläche erreicht.

Der untere Teil des aus dem Haltekörper herausragenden Innenteiles ist verbunden mit einem Zirkelansatz (19) für ein Zeichengerät, wobei in diesen Zirkelansatz ein Tuschefüller, aber auch jedes andere geeignete Zeichengerät hineingeschraubt oder hineingesteckt werden kann.

Mit dem Grundkörper verbunden ist eine seitlich am Grundkörper verschiebbare Stange (7), wobei die Stange nach dem Ausführungsbeispiel in einer dem Querschnitt der Stange entsprechenden Aussparung in Längsrichtung des Grundkörpers, beweglich hin- und her verschiebbar und arretierbar, eingesteckt ist. Der Führungsschlitz für die Stange ist dabei im Grundkörper in einer solchen Höhe angebracht, daß sich keine Berührung der Stange mit dem möglichst weit außen sitzenden Rädern (12) ergibt.

Die Stange weist wiederum eine Skala mit Maßeinteilung auf, die es ermöglicht, bei Verschieben der Stange aus der für das Zeichnen von Ellipsen vorgesehenen Stellung heraus das Umdrehungsverhältnis zwischen dem Grundkörper und den Wellen im Grundkörper so zu ändern, daß andere geometrische Figuren, wie Zykloiden, Epizykloiden und Hypozykloiden gezeichnet werden können. In der Grundstellung zum Zeichnen von Ellipsen ist der Abstand so eingestellt, daß der Radius des Stirnrades (10) halb so groß ist wie der Abstand zwischen Zirkelnadel und Stirnrad. Die verschiebbar im Grundkörper angebrachte Stange ist an dem zum Stirnrad weisenden Ende nach einer bevorzugten Ausführungsart mit einem Ring (20) verbunden, der als Haltering für eine im Ring drehbare Lupe (8) aus Plexiglas, Glas oder einem anderen geeigneten Material dient. Die Lupe weist im Randbereich eine Bohrung auf, in der die Zeichennadel (9) eingelassen ist. Die Drehung der Lupe und damit der Zirkelnadel im Ring ermöglicht eine exakte Justierung der Zirkelnadel auf die (gedachte) verlängerte Längsachse des erfindungsgemäßen Gerätes. Für den Zeichenvorgang wird die Zirkelnadel, um die sich das Gerät, nicht aber die Zeichenspitze dreht, auf den gewünschten Punkt der Zeichenoberfläche aufgesetzt. Die Lupe ermöglicht dabei das exakte Einstechen der Nadel auf den gewünschten Mittelpunkt.

Die Drehung des erfindungsgemäßen Gerätes ermöglicht eine am Grundkörper befestigte Führungsstange (15), an dem das Geräte zur Durchführung der Drehbewegung geführt wird. Auf die Führungsstange ist ein Gewicht (16) zur Erhöhung der Stabilität, etwa bei einem weit ausgefahrenen Zeichenarm, aufsteckbar.

Auf die - von der Zirkelnadel aus gesehen - hintere Führungsstange ist, je nach Bedarf, beweglich verschiebbar ein Stellring (17) aufsteckbar, der über die Trennstelle beider Führungsstangen geschoben werden kann zur Blockierung des Betriebes im Grundkörper. Damit kann ebenfalls die Zeichnung eines Kreises ermöglicht werden.

Das erfindungsgemäße Gerät macht sich das Prinzip der Parallelverschiebung nach der aufgezeichneten geometrischen Lösung zunutze. Der Zeichenarm bewegt sich niemals über das Gerät hinweg, sondern stets parallel zum Gerät. Der Zeichenvorgang findet entweder vor der Zeichennadel oder dann, wenn der Zeichenarm umgedreht wird, vor der gegenüberliegenden Stirnseite des Gerätes statt. Durch einfaches Umdrehen des Zeichenarmes ist es möglich, Ellipsen und andere Figuren mit einer - im Verhältnis zur Größe des Gerätes - extremen Größe zu zeichnen. Extrem kleine Ellipsen oder Figuren können gezeichnet werden, indem der Haltekörper auf dem Zeichenarm umgedreht wird. Ein absolut paralleler, ruhiger Lauf des Gerätes und eine vertikale und freie Bewegung des Zeichengerätes zur Zeichenoberfläche ermöglichen ein exaktes Zeichnen.

Aufgrund des leichten Gewichtes des Innenteiles (5) und des Zeichenansatzes (19) wird nur sehr geringer Gewichtsdruck auf die Zeichenspitze ausgeübt.

Ohne daß schwierige Berechnungen angestellt werden, können die gewünschten Werte der Ellipse auf den Skalen an dem Gerät eingestellt werden. Anhand der Werte a für die Großhalbachse und b für die Kleinhalbachse kann der Wert auf den Führungsstangen und der Wert auf dem Zeichenarm eingestellt werden.

Wie die vorstehende Beschreibung zeigt, ermöglicht die vorliegende Erfindung die Herstellung einer Vorrichtung zum einfachen, exakten und dabei sehr vielseitigen Zeichnen von Ellipsen, Kreisen und anderen geometrischen Figuren. Voraussetzung zum Zeichnen von Ellipsen ist lediglich, daß die Länge der Groß- und der Kleinachse bekannt ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Ellipsenzeichengerät zum Zeichnen von Ellipsen, Kreisen, Kurven und anderen geometrischen Figuren, gekennzeichnet durch einen an einer Drehstange (15) beweglichen, hohlen Grundkörper (13), mit dem eine seitlich am oder im Grundkörper verschiebbare Stange (7) verbunden ist, an deren einem herausragenden Ende die Zirkelnadel (9) so befestigt ist, daß diese auf der (gedachten) verlängerten Längsachse des Grundkörpers sitzt und der Grundkörper in der Mitte einer seiner zwei Stirnflächen oder im Grundkörper ein gelagertes Stirnrad (10) aufweist, auf dem der Grundkörper steht und bewegt wird und der Grundkörper auf zwei an der dem Stirnrad gegenüberliegenden Stirnfläche angebrachten Rädern (12) läuft, wobei das Stirnrad mit einer durch den Grundkörper verlaufenden Welle (18), auf der zwei Zahnräder (14) befestigt sind, verbunden ist und diese Zahnräder in jeweils ein weiteres im 90°-Winkel dazu stehendes Zahnrad (14a) eingreifen, wobei diese weiteren Zahnräder mit jeweils einer gelagerten, vertikal im Grundkörper sitzenden Welle (6) verbunden sind und diese Wellen jeweils ein Kopfteil mit Aussparung aufweisen, wobei in jedem dieser beiden Kopfteile jeweils eine Führungsstange (3) mit Maßeinteilung befestigt ist und sich diese Führungsstangen parallel um die Mittelpunkte der Wellen (6) bewegen und auf diesen Führungsstangen beweglich verschiebbar jeweils das Gegenstück (11) zu den Kopfteilen mit Aussparung der Wellen (6) sitzt und auf der oberen Fläche beider Gegenstücke ein Führungsteil (1), das sich parallel zu der Achse des Grundkörpers bewegt, sitzt und in diesem Führungsteil an beiden Enden jeweils ein Lager oder Kugellager befestigt ist, wobei der Achsabstand der Mittelpunkte dieser Lager dem Achsabstand der im Grundkörper sitzenden Wellen (6) entspricht und in dem Führungsteil (1) beweglich, verschiebbar und arretierbar der Zeichenarm (2) sitzt, an dessen Ende ein zweiseitig aufsteckbarer Haltekörper (4) sitzt, wobei der Haltekörper eine mittlere Bohrung aufweist, in der sich ein nach oben und unten bewegliches, die Bohrung ausfüllendes Innenteil (5) befindet und am unteren und aus dem Haltekörper herausragenden Teil dieses Innenteils sich ein Zirkelansatz (19) zur Aufnahme eines Tuschefüllers oder eines sonstigen Zeichengerätes befindet.
  2. 2. Ellipsenzeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltekörper (4) zwei gegenüberliegende Schlitze aufweist, in denen das die Bohrung ausfüllende Innenteil mit jeweils einem Stift hineinragt.
  3. 3. Ellipsenzeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zirkelnadel in einer am Rand angebrachten Bohrung einer Lupe (8) eingesteckt ist, wobei die Lupe von einem Ring (20) gehalten wird und die Lupe in diesem Ring zur Justierung der Zirkelnadel auf de (gedachte) verlängerte Längsachse des Grundkörpers drehbar ist.
  4. 4. Ellipsengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die am Grundkörper verschiebbare Stange (7) eine Skala aufweist zur Einstellung verschiedener Umdrehungsverhältnisse zwischen dem Grundkörper (13) und den Wellen (6).
  5. 5. Ellipsenzeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines über die Trennstelle beider Führungsstangen zu schiebenden Stellringes (17) die Zahnräder im Grundkörper blockiert werden können.
  6. 6. Ellipsenzeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Drehstange (15) ein Gewicht (16) zur Erhöhung der Stabilität aufgesteckt werden kann.
  7. 7. Ellipsenzeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung der Drehungsbewegung der mit dem Stirnrad verbundenen Welle (18) auf die vertikal im Grundkörper sitzenden Wellen (6) auch mittels eines Schneckengetriebes erfolgen kann.






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