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Dokumentenidentifikation DE3902819A1 10.08.1989
Titel Schablone zur Markierung oder zum Schneiden einer geformten Ecke auf einem Werkstück
Anmelder Pullen, Adrian C., Toronto, Ontario, CA
Erfinder Pullen, Adrian C., Toronto, Ontario, CA
Vertreter Kador, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 31.01.1989
DE-Aktenzeichen 3902819
Offenlegungstag 10.08.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.08.1989
IPC-Hauptklasse B43L 13/00
IPC-Nebenklasse B05C 17/06   B26D 7/27   B23C 9/00   B23D 33/00   
Zusammenfassung Schablone zur Markierung oder zum Schneiden einer geformten Ecke auf einem Werkstück, die ein im wesentlichen ebenes plattenähnliches Grundteil (10) mit einer ersten Seitenkante (18), die mit einer ersten Befestigungseinrichtung (20) versehen ist und eine Reihe getrennter und unterschiedlicher Eckteile (12) aufweist. Jedes Eckteil (12) weist eine zweite Seitenkante (34) auf, die an die erste Seitenkante (18) des Grundkörperteils (10) angefügt werden kann, und mit einer zweiten Befestigungseinrichtung (20) versehen ist, die mit der ersten Befestigungseinrichtung (20) in lösbarer Wechselwirkung steht, um ein ausgewähltes Eckteil (12) lösbar an das Grundkörperteil (10) zu befestigen, wobei die ersten und zweiten Seitenkanten (18, 34) aneinanderstoßen. Jedes Eckteil (12) weist eine weitere Seitenkante (52) von gewünschter Form auf, die, wenn das Eckteil (12) an das Grundkörperteil (10) befestigt ist, als Führung zur Markierung oder zum Schneiden der Ecke mit der gewünschten Form auf dem Werkstück dient.

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich auf Schablonen, um eine geformte Ecke auf einem Werkstück zu markieren oder zu schneiden.

Herkömmliche Schablonen dieser Art sind mit einer oder mehreren einstückig geformten Ecken ausgebildet, das Ergebnis ist, daß nur eine begrenzte Anzahl unterschiedlich geformter Ecken mit einer einzelnen Schablone gebildet werden kann, wodurch die Bereitstellung einer Reihe unterschiedlicher Schablonen erforderlich ist, wenn eine größere Vielzahl unterschiedlich geformter Ecken gefordert ist.

Es ist folglich Aufgabe dieser Erfindung, eine Schablone zu schaffen, die eine größere Vielfalt unterschiedlich geformter Ecken ermöglicht.

Nach dieser Erfindung ist diese Schablone gekennzeichnet durch: einen im wesentlichen ebenen plattenähnlichen Grundkörper mit einer ersten Seitenkante, die mit einer ersten Befestigungseinrichtung versehen ist, und eine Reihe getrennter und unterschiedlicher Eckteile, wobei jedes Eckteil eine zweite Seitenkante aufweist, die an die erste Seitenkante des Grundkörperteils angefügt werden kann und mit einer zweiten Befestigungseinrichtung versehen ist, die mit der ersten Befestigungseinrichtung in lösbarer Wechselwirkung steht, um ein ausgewähltes Eckteil lösbar an das Grundkörperteil zu befestigen, wobei die erste und zweite Seitenkante aneinanderstoßen, jedes Eckteil eine weitere Seitenkante mit gewünschter Form aufweist.

Die weiteren Seitenkanten von zumindest einigen dieser Eckteile können gekrümmte Ecken mit gewünschten Durchmessern bilden.

Das Grundkörperteil kann ein Paar weiterer Seitenkanten aufweisen, die sich von entgegengesetzten Enden der ersten Seitenkante erstrecken, wobei diese weiteren Seitenkanten der Eckteile auf lineare Weise glatt mit den weiteren Seitenkanten des Grundkörperteils zusammenlaufen, wenn das Eckteil an das Grundkörperteil befestigt ist. Die Schablone kann ebenfalls ein Paar linearer Führungsteile und eine Einrichtung umfassen, um die linearen Führungsteile lösbar an die weiteren Seitenkanten des Grundkörperteils in derartigen Positionen zu befestigen, in denen sich die Führungsteile jeweils entlang der entsprechenden weiteren Seitenkante erstrecken und über das Grundkörperteil vorstehen, um ein Werkstück entsprechend daran anzuordnen. Die Schablone kann ebenfalls weitere Einrichtungen zur lösbaren Befestigung der Führungsteile an weitere Kanten von zumindest einigen dieser Eckteile umfassen. Die Einrichtung zur lösbaren Befestigung der Führungsteile kann einstellbar sein, um eine Veränderung des Betrages, um den sich die Führungsteile über das Eckteil hinaus erstrecken, zu ermöglichen.

Das Grundkörperteil kann ein Paar Rückseitenkanten aufweisen, die sich von den Enden der weiteren Seitenkanten erstrecken, die von der ersten Seitenkante entfernt sind, wobei diese Rückseitenkanten untereinander senkrecht sind und sich in einer rechtwinkligen Ecke schneiden.

Das Grundkörperteil kann ebenfalls eine Reihe unterschiedlich geformter Öffnungen aufweisen, die sich durch das Grundkörperteil hindurch erstrecken, so daß sie als Führungen bei der Markierung oder beim Schneiden einer gewünschten Form auf dem Werkstück wirken.

Die beigefügten Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht der erfindungsgemäßen Schablone;

Fig. 2 eine Seitenansicht und

Fig. 3 einen Querschnitt entlang der Linie 3-3 der Fig. 1.

Die Schablone umfaßt ein festes, im wesentlichen ebenes plattenähnliches Grundkörperteil 10, eine Reihe unterschiedlich geformter fester Eckteile 12 (von denen in den Zeichnungen nur eines gezeigt ist) mit gleicher Dicke wie das Grundkörperteil 10, und ein Paar fester linearer Führungsteile 14. Das Grundkörperteil 10 weist eine erste gerade Seitenkante 18 auf, die mit einem Paar räumlich getrennter Befestigungseinrichtungen 20 versehen ist.

Jede Befestigungseinrichtung 20 umfaßt ein oberes und ein unteres Plattenteil 22, 24 (siehe Fig. 3), die über die Hälfte ihrer Länge in Vertiefungen 26, 28 in der oberen bzw. unteren Oberfläche 48, 50 des Grundkörperteils 10 sitzen, die an die erste Seitenkante 18 angrenzen, so daß sich die andere Hälfte der Länge der Plattenteile 22, 24 senkrecht von der ersten Seitenkante 18 erstreckt. Die Plattenteile 22, 24 sind durch einen Bolzen 30 befestigt, der sich durch eine Öffnung im oberen Plattenteil 22 und durch eine Bohrung 32 im Grundkörperteil 10 in eine mit Gewinde versehene Öffnung im unteren Plattenteil 24 erstreckt.

Jedes Eckteil 12 weist eine zweite gerade Seitenkante 34, die an die gerade erste Seitenkante 18 des Grundkörperteils 10 anstoßen kann, und räumlich getrennte Paare oberer und unterer Vertiefungen 36, 38 auf, die an die erste Seitenkante 34 angrenzen. Eine Bohrung 40 erstreckt sich von der oberen Vertiefung 36 zur unteren Vertiefung 38 durch das Eckteil 12 hindurch. Wie aus Fig. 3 leicht ersichtlich ist, kann jedes Eckteil 12 an das Grundkörperteil 10 befestigt werden, wobei die erste und zweite Seitenkante 18, 34 aneinanderstoßen, indem die Abschnitte der oberen und unteren Teile 22, 24, die von der ersten Seitenkante 18 des Grundkörperteiles 10 vorstehen, in die Vertiefungen 36, 38 des Eckteiles 12 eingesetzt werden, und danach wird ein Bolzen 42 durch die Öffnung in jedem oberen Plattenteil 22 und durch die Bohrung 40 in die mit Gewinde versehene Öffnung in der unteren Platte 24 eingesetzt.

Da die Eckteile 12 von gleicher Dicke wie das Grundkörperteil 10 sind, sind die obere und untere Oberfläche 44, 46 mit der oberen und unteren Oberfläche 48, 50 des Grundkörperteils 10 koplanar, wenn das Eckteil 12 daran befestigt ist.

Jedes Eckteil 12 weist eine weitere Seitenkante mit gewünschter Form auf. Das in der Zeichnung gezeigte bestimmte Eckteil 12 weist eine weitere Seitenkante 52, die eine gekrümmte Ecke 54 mit gewünschtem Radius bildet, und untereinander senkrechte, gerade Abschnitte 56 auf, die sich von dieser Ecke 54 zur zweiten Seitenkante 34 erstrecken. Das Grundkörperteil 10 weist ein Paar weiterer untereinander senkrechter gerader Seitenkanten 58 auf, die sich von entgegengesetzten Enden der ersten Seitenkante 18 erstrecken, und der gerade Abschnitt 56 der weiteren Seitenkante 52 des Eckteils 12 läuft damit auf lineare Weise glatt zusammen. Das Grundkörperteil 10 weist ein Paar untereinander senkrechter Rückseitenkanten 60 auf, die sich von den Enden der weiteren Seitenkanten 58 erstrecken, die von der ersten Seitenkante 18 entfernt sind, wobei sich diese Rückseitenkanten 60 in einer rechtwinkligen Ecke 62 schneiden.

Jedes Führungsteil 14 weist drei räumlich getrennte Vertiefungen 64 auf, die sich von seiner Unterkante nach oben erstrecken. Zwei Bolzen 66 sind durch die beiden hintersten Vertiefungen 64 in die entsprechende Seitenkante 58 des Grundkörperteils 10 eingeschraubt, und eine weitere Schraube 66 geht durch die vorderste Vertiefung 64 in die mit Gewinde versehenen Platten 65 und steht mit der entsprechenden Seitenkante 56 des Eckteiles 12 in Eingriff. Jedes Führungsteil 14 steht etwas über die oberen Oberflächen 44, 48 des Eckteils 12 und des Grundkörperteils 10 vor, wobei die tatsächliche Vorsprungslänge durch Lösen der Schraube 66 und Bewegen der Führungsteile 14 nach oben oder unten einstellbar ist, wobei diese Bewegung durch die Vertiefungen 64 gestattet wird.

Die Führungsteile 14 werden in der dargestellten Weise nur mit dem Eckteil 12 verwendet, das eine gekrümmte Ecke 54 mit relativ kleinem Radius aufweist, z. B . bis zu etwa 3 inches (76,2 mm). Bei Eckteilen 12 mit gekrümmten Ecken 54 mit größerem Radius werden die Führungsteile 14 so angeordnet, daß sie das Eckteil 12 nicht überlappen, jedoch vom Grundkörperteil 10 nach hinten vorstehen, wobei es nur an den Bolzen 66 befestigt ist, die mit dem Grundkörperteil verschraubt sind.

Das Grundkörperteil 10 weist ebenfalls eine Reihe unterschiedlich geformter Öffnungen 68 auf, die sich durch dieses Teil hindurch erstrecken, so daß sie als Führungen bei der Markierung oder beim Schneiden einer gewünschten Form des Werkstückes (wie mit einem Rauter bzw. Plattenfräsapparat) z. B. für Türscharniere, Schlösser oder Griffe dienen. Eine weitere Reihe unterschiedlich geformter kreisförmiger Öffnungen 70 ist vorgesehen, um die Bestimmung der Größe von Bolzen und Schrauben zu ermöglichen. Die Seitenkanten 60 sind mit einer Skala 72 versehen, so daß sie einzeln als Meßvorrichtung oder in Kombination als Winkelrahmen verwendet werden können.

Der Fachmann wird die Vorteile der obenbeschriebenen Ausführungsform der Schablone leicht erkennen. Diese Schablone kann mit einem Plattenfräsapparat oder einem anderen Schnittwerkzeug verwendet werden oder kann zur gewünschten Markierung eines Werkstückes verwendet werden. Wie bereits beschrieben, sind die Eckteile 12 leicht austauschbar, um gekrümmte Ecken 54 mit unterschiedlichen Radien (oder natürlich mit irgendeiner anderen gewünschten Form) zu schaffen.


Anspruch[de]
  1. 1. Schablone zur Markierung oder zum Schneiden einer geformten Ecke auf einem Werkstück, gekennzeichnet durch ein im wesentlichen ebenes, plattenähnliches Grundkörperteil (10) mit einer ersten Seitenkante (18), die mit einer ersten Befestigungseinrichtung (20) versehen ist, und eine Reihe getrennter und unterschiedlicher Eckteile (12), wobei jedes Eckteil (12) eine zweite Seitenkante (34) aufweist, die an die erste Seitenkante (18) des Grundkörperteils (10) angepaßt ist, und mit einer zweiten Befestigungseinrichtung versehen ist, die mit der ersten Befestigungseinrichtung (20) in lösbarer Wechselwirkung steht, so daß ein ausgewähltes Eckteil (12) an das Grundkörperteil (10) befestigt werden kann, wobei die erste und zweite Seitenkante (18, 34) aneinanderstoßen, und jedes Eckteil (12) eine weitere Seitenkante (52) mit gewünschter Form aufweist.
  2. 2. Schablone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Seitenkanten (52) von zumindest einigen dieser Eckteile (12) gekrümmte Ecken (54) mit gewünschten Radien aufweisen.
  3. 3. Schablone nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Grundkörperteil (10) ein Paar weiterer Seitenkanten (58) aufweist, die sich von den entgegengesetzten Enden der ersten Seitenkante (18) erstrecken, und die weiteren Seitenkanten (56) der Eckteile (12) auf lineare Weise glatt mit diesen zusammenlaufen, wenn das Eckteil (12) an das Grundkörperteil (10) befestigt ist.
  4. 4. Schablone nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Paar linearer Führungsteile (14) und eine Einrichtung aufweist, um die linearen Führungsteile (14) an die weiteren Seitenkanten (58) des Grundkörperteils (10) lösbar in Positionen zu befestigen, in denen sich die Führungsteile (14) jeweils entlang der entsprechenden weiteren Seitenkante (58) erstrecken und über das Grundkörperteil (10) vorstehen.
  5. 5. Schablone nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur lösbaren Befestigung der linearen Führungsteile (14) einstellbar ist.
  6. 6. Schablone nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine weitere Einrichtung zur lösbaren Befestigung der Führungsteile (14) an die weiteren Kanten zumindest einiger dieser Eckteile (12) umfaßt.
  7. 7. Schablone nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diese Einrichtung zur lösbaren Befestigung der linearen Führungsteile einstellbar ist.
  8. 8. Schablone nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Grundkörperteil (10) ein Paar Rückseitenkanten (60) aufweist, die sich von den Enden der weiteren Seitenkanten (58) erstrecken, die von der ersten Seitenkante (18) entfernt sind, wobei diese Rückseitenkanten untereinander senkrecht sind und sich in einer rechtwinkligen Ecke (62) schneiden.
  9. 9. Schablone nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Grundkörperteil (10) eine Reihe unterschiedlich geformter Öffnungen (68) aufweist.






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