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Dokumentenidentifikation DE3903829A1 24.08.1989
Titel Einrichtung für die Betätigung des Schwellerapparates in einer Orgel
Anmelder Tarnai, Endre, Budapest, HU
Erfinder Tarnai, Endre, Budapest, HU
Vertreter Weickmann, H., Dipl.-Ing.; Fincke, K., Dipl.-Phys. Dr.; Weickmann, F., Dipl.-Ing.; Huber, B., Dipl.-Chem.; Liska, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Prechtel, J., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 09.02.1989
DE-Aktenzeichen 3903829
Offenlegungstag 24.08.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.1989
IPC-Hauptklasse G10B 3/16
IPC-Nebenklasse G10B 3/10   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung für die Betätigung des Schwellerapparates in einer Orgel, die mit einer an ein Stellelement des Schwellerapparates angeschlossenen und zwischen zwei Endlagen in beiden Richtungen bewegbaren Betätigungsstange versehen ist, die in einem Druckkasten angeordnet und über Steuerventile mit an eine Druckleitung angeschlossenen Druckkammern in Verbindung ist. Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung ist der Druckkasten (1) durch in Membranrahmen (8) befestigte und zwischen zwei Endlagen bewegbare Membranen (9) in Druckkammern unterteilt; die Betätigungsstange (2) durch die Membranen (9) verschiebbar hindurchgeleitet sowie die Betätigungsstange (2) innerhalb des Druckkastens (1) mit Anschlag (4) versehen ist, wobei der Mittenabstand zwischen zwei benachbarten Membranrahmen (8) größer als der Mittenabstand zwischen den Mittenbereichen (6) der entsprechenden Membranen (9) in aneinander gedrücktem Zustand ist, und die einzlnen, von den Membranen (9) begrenzten Druckkammern sind über die Steuerventile abwechselnd entweder mit der Druckluftleitung oder mit der äußeren Atmosphäre verbunden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung für die Betätigung des Schwellerapparates in einer Orgel, die mit einer an ein Stellelement des Schwellerapparates angeschlossenen und zwischen zwei Endlagen in beiden Richtungen bewegbaren Betätigungsstange versehen ist, die in einem Druckkasten angeordnet und über Steuerventile mit an eine Druckleitung angeschlossenen Druckkammern in Verbindung ist. Die erfindungsgemäße Einrichtung ist bei einem Überdruck in einer Größenordnung von 10 kpascal, wie es bei Orgeln üblich ist, einsetzbar.

In der Industrie werden elektropneumatische Betätigungseinrichtungen häufig eingesetzt. Diese elektropneumatischen Betätigungseinrichtungen enthalten meistens pneumatische Arbeitszylinder, die über Steuerventile an eine Druckleitung angeschlossen sind. Ihre Zuverlässigkeit ist sehr gut, sie weisen aber eine hohe Reibung auf, und haben deshalb bei einem in Orgeln üblichen Überdruck von 10 kpascal einen zu niedrigen Wirkungsgrad. Folglich müßten große Arbeitszylinder benützt werden, die im Orgelbau nicht akzeptiert werden können, besonders wenn man beachtet, daß bei der Verstellung des Schwellerapparates zwischen den beiden Endlagen auch die Einstellung mehrerer Zwischenlagen möglich sein muß. Dies könnte gemäß dem Stand der Technik nur mit mehreren hintereinander geschalteten Arbeitszylindern realisiert werden.

Zielsetzung der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer elektropneumatischen Betätigungseinrichtung für die Verstellung des Schwellerapparates von Orgeln, die bestens den Anforderungen an den Orgelbau genügt, also auch in einem Überdruckbereich von 10 kpascal funktionsfähig ist, und in ihren Abmessungen an die im Orgelbau gebräuchlichen Dimensionen nahe kommt.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrude, daß der an das Stellelement des Schwellerapparates angeschlossenen Betätigungsstange im Druckkasten angeordnete Membranen zugeordnet werden können, die sich als ineinander gebettete Arbeitszylinder verhalten.

Zur Erreichung des Zieles der Erfindung wurde eine Einrichtung für die Betätigung der Schwellerapparate von Orgeln geschaffen, die mit einer an das Stellelement des Schwellerapparates angeschlossenen und zwischen zwei Endlagen in beiden Richtungen bewegbaren Betätigungsstange versehen ist, die in einem Druckkasten angeordnet und über Steuerventile mit an die Druckleitung angeschlossenen Druckkammern in Verbindung ist. Erfindungsgemäß ist der Druckkasten durch in Membranrahmen befestigte und zwischen zwei Endlagen bewegbare Membranen in Druckkammern unterteilt. Die Betätigungsstange ist durch die Membranen hindurch verschiebbar durchgeleitet und ist innerhalb des Druckkastens mit Anschlag versehen. Der Mittenabstand zwischen den die Druckkammer abgrenzenden benachbarten Membranrahmen ist größer, als der Mittenabstand zwischen den Mittenbereichen der Membranen, wenn die zwei benachbarten Mittenbereiche aneinander gedrückt sind. Die einzelnen, von den Membranen begrenzten Druckkammern sind über Steuerventile abwechselnd entweder mit der Druckluftleitung oder mit der äußeren Atmosphäre verbunden.

Durch die Druckbelastung der einzelnen Druckkammern in bestimmten Kombinationen kann die Betätigungsstange in die Endlagen, bzw. in bestimmte vorgeschriebene Zwischenlagen gebracht werden.

Die erfindungsgemäße Einrichtung kann mit Hilfe von im Orgelbau üblichen Technologien gefertigt werden. Mit der gewöhnlichen Lederungstechnik können zuverlässige Membranen geformt werden. Hiernach können die Mittenbereiche der Membranen durch gegeneinander gepreßte, die Membranen einspannende Versteifungsplatten versehen werden, in deren Mitte eine auf der Betätigungsstange verschiebbare Buchse angeordnet werden kann. Wegen der einfachen Demontage kann der Anschlag zweiteilig ausgebildet und auf der Betätigungsstange befestigt sein.

Die Betätigungsstange der erfindungsgemäßen Einrichtung kann in die eine Richtung zum Beispiel mittels einer Feder bewegt werden. Genausogut ist aber auch ein symmetrischer Aufbau möglich, wobei die Betätigungsstange in beide Richtungen pneumatisch bewegt wird. In diesem Falle sind die Membranen in der Mittenstellung der Betätigungsstange symmetrisch, und der Anschlag ist zwischen den beiden mittleren Membranen angeordnet. Als Anschlag kann auch eine auf der Betätigungsstange verschiebungsfrei befestigte Membrane verwendet werden. Bei einer solchen Ausführung weist die erfindungsgemäße Betätigungseinrichtung die kürzeste Baulänge auf.

Der Mittenabstand zweier benachbarten, aneinander gedrückten Membranen kann mit Hilfe eines zwischengelegten Abstandstückes einfach verändert werden. Durch geeignete Wahl der Abstandstücke kann die Verschiebungslänge zwischen zwei benachbarten Zwischenlagen auf den gewünschten Wert eingestellt werden.

Die in die Membranrahmen eingespannten Membranen können zwischen zwei Endlagen bewegt werden. Diese Endlagen können selbstverständlich nicht ganz starr angesehen werden, da der Membranstoff im allgemeinen elastisch ist und vor Erreichen der Endlage der Membranstoff elastisch gedehnt wird. Die elastische Dehnung kann bei entsprechenden Druckkombinationen in den Druckkammern zwischen den einzelnen Membranen zur Einstellung weiterer Zwischenlagen verwendet werden. Dies kann durch ein federndes Element ergänzt oder ersetzt werden, das zwischen den Membranen und/oder zwischen den Membranen und dem Anschlag angeordnet ist.

Die weiteren Einzelheiten und Eigenschaften der Erfindung werden anhand von in der Zeichnung beispielsweise dargestellten Ausführungen ausführlicher erläutert, wobei

Fig. 1 den pneumatischen Teil der erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung im Schnitt entlang der Mittellinie,

Fig. 2 die Anordnung der Membranen der erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung im Schnitt und

Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung in den Lagen a-e zeigt.

Die erfindungsgemäße elektropneumatische Betätigungseinrichtung weist als wesentlichen Bestandteil einen pneumatischen Teil auf, der als ein mögliches Ausführungsbeispiel in Fig. 1 gezeigt ist. In einem Druckkasten 1 ist eine Betätigungsstange 2 mit Hilfe von Buchsen 11 in Längsrichtung bewegbar geführt. Der Druckkasten 1 weist einen quadratischen oder viereckigen Querschnitt auf und ist seitlich durch Wände 10 begrenzt. In Nuten der Wände 10 sind Membranrahmen B eingelegt, und in die Membranrahmen 8 sind Membranen 9 eingespannt. Die Mittenbereiche 6 der Membranen 9 sind versteift und für die Betätigungsstange 2 mit Öffnungen versehen. Bei dem Ausführungsbeispiel wie es in Fig. 1 dargestellt ist, sind im Druckkasten 1 vierzehn Membranen 9 symmetrisch angeordnet, und auf der Betätigungsstange 2 ist zwischen den beiden mittleren Membranen ein Anschlag 4 mittels eines Verriegelungselementes 5 lösbar befestigt. Der Anschlag 4 ist hülsen- oder scheibenförmig und hat im wesentlichen die Funktion, die Membranen 9 gegen Verschiebung auf der Betätigungsstange 2 einseitig zu begrenzen. Auf der Betätigungsstange 2 sind zwischen den Mittenbereichen 6 Filzscheiben 7 angeordnet.

Ein wichtiger Aspekt bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist, daß die Abmessungen der Buchsen 11 und der Öffnungen der Mittenbereiche 6 so dimensioniert sind, daß eine Verschiebung der Betätigungsstange 2 ermöglicht, jedoch das Ausströmen der Luft weitgehend verhindert ist.

In Fig. 2 ist der pneumatische Teil der erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung in einem Querschnitt und vergrößert dargestellt, so daß die einzelnen Konstruktionsteile besser sichtbar sind.

In die Nuten in der Wand 10 des Druckkastens 1 sind Membranrahmen 8 mit Dichtungen 17 hineingeschoben. Der Membranrahmen 8 ist aus Rahmenteilen 15 und 16 zusammengesetzt, und zwischen diesen ist die Membrane 9 aus elastischem Stoff eingespannt. Die Rahmenteile 15 und 16 können zum Beispiel mittels in der Zeichnung nicht dargestellter Schrauben zusammengehalten werden. Die Membranen haben einen versteiften Mittenbereich 6 mit einer Buchse 12 in der Mitte. Der Mittenbereich 6 ist mit Hilfe von Versteifungsplatten 13 und 14 versteift, zwischen diese ist die Membran 9 eingespannt und die Versteifungsplatten 13, 14 sind mittels in der Zeichnung nicht dargestellter Schrauben zusammengehalten.

Wie aus der Zeichnung ersichtlich, begrenzen zwei benachbarte Membranen 9 im Druckkasten 1 jeweils eine Druckkammer, die über eine Öffnung 18 in der Wand 10 des Druckkastens 1 mit den in der Zeichnung nicht dargestellten Steuerventilen in Verbindung ist.

In Fig. 2 sind die Membranen in ihrer Mittelstellung dargestellt, die während der Funktion nur selten eingestellt wird. In dieser Stellung sind die Membranen 9 zwischen dem Mittenbereich 6 und dem Rahmen 8 gewölbt. Bei einer Verschiebung in die linke oder rechte Seitenlage werden die Membranen 9 kontinuierlich angespannt. Vor Erreichen der seitlichen Endlage werden die Membranen 9 immer mehr gespannt, wobei die jeweilige Endlage von der Druckdifferenz zwischen den Druckwerten, die sich in zwei benachbarten Druckkammern einstellen, bestimmt wird. Der Druck in der Druckluftleitung von Orgeln wird im allgemeinen auf einem genauen Wert gehalten, so daß die Endlage unter konkreten Umständen eine definierte Lage bedeutet. Der Abstand zwischen den zwei Endlagen ist mindestens so groß zu wählen, daß dieser den Abstand zwischen den Endstellungen der erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung erreicht.

Fig. 3 zeigt eine einfachste Ausführung des pneumatischen Teils der erfindungsgemäßen elektropneumatischen Betätigungseinrichtung in verkleinertem Maßstab. Diese Abbildung ist geeignet, die Funktion der erfindungsgemäßen elektropneumatischen Betätigungseinrichtung verfolgen zu können. Im Druckkasten 1 sind in Ebenen k, l, m und n vier Membranen 9 angeordnet. Durch die versteiften Mittenbereiche 6 der Membranen 9 ist die Betätigungsstange 2 durchgeführt. Auf die Betätigungsstange 2 sind zwischen den Membranen 9 in den Ebenen k und l sowie in den Ebenen m und njeweils ein Abstandstück 21 aufgeschoben. In der Druckkammer zwischen den Membranen 9 in den Ebenen l und m ist auf der Betätigungsstange 2 mittels eines Verriegelungselementes 5 ein Anschlag 4 lösbar befestigt. Das Verriegelungselement 5 kann zum Beispiel ein Splintbolzen sein. Am linken Ende der Betätigungsstange 2 ist ein Verbindungselement 20 vorgesehen, mit dessen Hilfe die erfindungsgemäße Betätigungseinrichtung an das Stellelement des Schwellerapparates der Orgel angeschlossen werden kann.

Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen elektropneumatischen Betätigungseinrichtung kann am besten anhand Fig. 3 verstanden werden. Die Funktionsbeschreibung anhand Fig. 3 kann genausogut auch auf die in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiele bezogen werden. In der Zeichnung sind die über die entsprechenden Öffnungen 18 in der Wand 10 des Druckkastens 1 der erfindungsgemäßen Betätigungseirichtung angeschlossenen elektromagnetischen Steuerventile nicht dargestellt. Für die Erfindung können Steuerventile in beliebiger Ausführung verwendet werden. Wichtig ist nur, daß diese die von den Membranen 9 begrenzten Druckkammern abwechselnd mit der Druckluftleitung der Orgel oder mit der äußeren Atmosphäre verbinden. Falls eine Druckkammer mit der Druckluftleitung in Verbindung ist, stimmt der innere Druck mit dem der Druckluftleitung, und im entgegengesetzten Fall mit dem der äußeren Atmosphäre überein. In Fig. 3 wurde die Verbindung mit der Druckluftleitung durh einen nach innen gerichteten, die Verbindung mit der äußeren Atmosphäre durch einen nach außen gerichteten Pfeil gekennzeichnet. In der Stellung wie in Fig. 3 oben dargestellt ist, befindet sich die Betätigungsstange 2 in der rechten Endstellung, was auch durch die Verschiebung der Mittellinie des Verbindungselementes 20bezogen auf die Mittelstellung 0 gezeigt ist. In dieser Stellung sind die Druckkammern links von den Membranen 9 in der Ebene k und l mit der Druckluftleitung, und die Druckkammern rechts von den Membranen 9 in der Ebene m und n mit der äußeren Atmosphäre verbunden. Die Kammer zwischen den Membranen 9 in der Ebene l und m ist stets mit der äußeren Atmosphäre verbunden. In dieser Stellung sind die Membranen 9 sowohl in der Ebene k als auch in der Ebene l angespannt, und bis zur Endstellung nach rechts ausgelenkt. Der Mittenbereich 6 der Membrane 9 in der Ebene l wird gegen den Anschlag 4 gedrückt und schiebt die Betätigungsstange 2 in ihre rechte Seitenlage. Der Abstand zwischen den Mittenbereichen 6 der Membranen 9 in den Ebenen k und l stimmt mit dem Abstand zwischen den Ebenen k und l überein. Das Abstandstück 21 in der eingeschlossenen Druckkammer kann dabei zwischen den beiden Mittenbereichen verschoben werden. In dieser Stellung nimmt die Membrane 9 in der Ebene m annähernd ihre rechte Seitenlage ein und ist einigermassen gespannt. Diese Spannung ist aber nicht durch den aufgebrachten Druck, sondern durch die vom Anschlag übertragene Verschiebungskraft hervorgerufen. Die Membrane 9 in der Ebene n ist jetzt vollkommen entspannt.

Wenn jetzt in Ergänzung zum vorangehenden Fall die Druckkammer rechts von der Ebene n mit Hilfe des entsprechenden Steuerventils an die Druckluftleitung angeschlossen wird, strebt die Membrane 9 in der Ebene n nach links. Gegen diese Auslenkung wirkt die nach rechts gerichtete Kraft der Membrane 9 in der Ebene l. Jetzt versuchen die Membranen 9 in den Ebenen l und n wegen ihrer Elastizität eine Mittelstellung einzunehmen, die von den Reibkräften und den Federkräften der federnden Elemente des Systems bestimmt wird. Das ist in Fig. 3 Stellung b dargestellt.

Hiernach wird die Druckkammer zwischen den Membranen 9 in den Ebenen k und l in drucklosen Zustand gebracht, d.h. mit der äußeren Atmosphäre verbunden. Die Membrane 9 in der Ebene n nimmt dabei ihre linke Seitenstellung ein, und das Abstandstück 21 zwischen den Membranen 9 in den Ebenen m und n schiebt den Anschlag 4 nach links. In dieser Stellung von Fig. 3c befinden sich die Membranen 9 der Ebenen k und n im angespannten und die Membranen 9 der Ebenen l und m im spannungslosen Zustand. Die Stellung c ist gleichzeitig die Mittelstellung der erfindungsgemäßen Einrichtung.

Die Stellung c kann in die Stellug d überführt werden, indem man die Druckkammer zwischen den Membranen 9 der Ebenen m und n über das entsprechende Steuerventil mit der Druckluftleitung verbindet. Die Stellung d ist somit ein Spiegelbild von Stellung b.

Die Stellung e unterscheidet sich von der Stellung d dadurch, daß die Druckkammer links von der Membrane in der Ebene k über das entsprechende Steuerventil mit der äußeren Atmosphäre verbunden ist. Die Stellung e ist somit ein Spiegelbild der Stellung a.

In Fig. 3 ist eindeutig sichtbar, daß die Verschiebung zwischen den Stellungen a und c mit der Differenz zwischen dem Abstand der Ebenen k und l, sowie m und n und der gemeinsamen Dicke von den Mittenbereichen 6 und den Abstandstücken 21 übereinstimmt. Der Mittenabstand der Membranen 9 in den Ebenen k und l, sowie in den Ebenen m und n im zusammengedrückten Zustand wird von der gemeinsamen Dicke des Mittenbereiches 6 und des Abstandstückes 21 bestimmt. Die Stellungen a, c und e werden vorwiegend durch die Endstellungen der Membranen 9 bestimmt, und wenn die einzelnen Membranen 9 nur über eine geringe Elastizität verfügen (z. B. Membranen aus gewebeverstärktem Gummi), so sind die einzelnen Zwischenstellungen der erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung von den geommetrischen Abmessungen bestimmt, und diese werden vom Verbrauch, Verschleiß, Reibung der Bauteile oder vom Druck in der Druckluftleitung nicht beeinflußt.

Die Stellungen b und d werden hingegen von mehreren Faktoren beenflußt. Unter diesen Faktoren sind außer der Elastizität der Membranen 9 noch die Reibungskräfte der einzelnen Bauteile, wie z.B. des Schwellerapparates, zu erwähnen.

Aufgrund der oben aufgeführten Überlegungen können die Stellungen von Fig. 3 wie folgt aufgeteilt werden:

die Stellungen a und e: die beiden Endstellungen,

die Stellung c: die einzige Zwischenstellung der einfachsten Ausführung,

die Stellung b und d: Übergangsstellungen, deren Lage relativ unsicher ist.

Es ist jetzt einfach erkennbar, daß das Ausführungsbeispiel in Fig. 1 zwei Endstellungen, sechs Zwischenstellungen und sieben Übergangsstellungen hat. Es kann allgemein festgestellt werden, daß die Anzahl der Übergangsstellungen um eins größer ist, als die Anzahl der Zwischenstellungen. Es sei jedoch bemerkt, daß bei einer Erhöhung der Anzahl der Membranen 9 die Übergangsstellungen immer unsicherer werden. Diese Unsicherheit wird unter anderem auch dadurch hervorgerufen, daß gegen das Klopfen der erfindungsgemäßen Einrichtung während der Funktion Schalldämpfer, z.B. wie in Fig. 1 Filzscheiben vorzusehen sind, deren Zusammendrücken nicht vollständig elastisch anzusehen ist.

Besonders vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Einrichtung ist deren platzsparende Konstruktion. Das wurde dadurch erreicht, daß die einzelnen Membranen 9 im angespannten Zustand über die Ebene der benachbarten Membrane 9 hinausragen (siehe Fig. 1 die linke Membrane 9) können. Während der Funktion kann dadurch eine Druckkammer zweifach, dreifach oder gegebenenfalls sogar vierfach ausgenutzt werden.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung ergibt sich aus der einfachen Montage und Säuberung. Nach Entfernung der einen Seitenwand des Druckkastens 1 und des Verriegelungselementes 5 kann die Betätigungsstange 2 aus dem Druckkasten 1 einfach herausgezogen werden. Hiernach können die einzelnen Membranrahmen B aus den Nuten der Wand 10 herausgezogen und bei Bedarf mit neuen ersetzt werden. Beim Zusammenbau wird die Betätigungsstange 2 langsam in den Druckkasten 1, dabei durch alle Mittenbereiche 6, durch den Anschlag und schließlich durch die Buchse 11 auf der Ausführungsseite des Druckkastens 1 geführt, wobei die Filzscheiben 7 einzeln aufgeschoben werden. Hiernach kann der Anschlag 4 mittels des Verriegelungselementes 5 auf der Betätigungsstange 2 befestigt werden und die erfindungsgemäße Einrichtung ist wieder voll funktionsfähig.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung für die Betätigung des Schwellerapparates in einer Orgel, die mit einer an ein Stellelement des Schwellerapparates angeschlossenen und zwischen zwei Endlagen in beiden Richtungen bewegbaren Betätigungsstange versehen ist, die in einem Druckkasten angeordnet und über Steuerventile mit an die Druckleitung angeschlossenen Druckkammern in Verbindung ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkasten (1) durch in Membranrahmen (B) befestigte und zwischen zwei Endlagen bewegbare Membranen (9) in Druckkammern unterteilt; die Betätigungsstange (2) durch die Membranen (9) verschiebbar hindurchgeleitet, sowie die Betätigungsstange (2) innerhalb des Druckkastens (1) mit Anschlag (4) versehen ist, wobei der Mittenabstand zwischen zwei benachbarten Membranrahmen (8) größer als der Mittenabstand zwischen den Mittenbereichen (6) der entsprechenden Membranen (9) in aneinander gedrücktem Zustand ist, und die einzelnen, von den Membranen (9) begrenzten Druckkammern sind über die Steuerventile abwechselnd entweder mit der Druckluftleitung oder mit der äußeren Atmosphäre verbunden.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittenbereiche (6) der Membranen (9) durch gegeneinander gepreßte, die Membranen (9) einspannende Versteifungsplatten (13) versehen sind, wobei in der Mitte der Versteifungsplatten (13) eine auf der Betätigungsstange (2) verschiebbare Buchse (12) angeordnet, sowie der Anschlag (4) zweiteilig ausgebildet und auf der Betätigungsstange (2) lösbar befestigt ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Membranen (9) in der Mittenstellung der Betätigungsstange (2) symmetrisch und der Anschlag (4) zwischen den beiden mittleren Membranen (9) angeordnet sind.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (4) als eine auf der Betätigungsstange (2) mit deren Mittenbereich (6) befestigte Membrane (9) ausgebildet ist.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Mittenbereichen zweier benachbarten Membranen (9) ein Abstandsück (21) angeordnet ist.
  6. 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Membranen (9) aus einem unter dem Druck der Druckluftleitung elastisch dehnbarem Stoff ausgebildet sind.
  7. 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Membranen (9) und/oder zwischen den Membranen (9) und dem Anschlag (4) ein federndes Element angeordnet ist.






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