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Dokumentenidentifikation DE3119708C2 07.09.1989
Titel Vertikale Plattengefriervorrichtung
Anmelder Broedrene Gram A/S, Vojens, DK
Erfinder Gram, Hans, Vojens, DK
Vertreter Assmann, E., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Klingseisen, F., Dipl.-Ing.; Zumstein, F., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 18.05.1981
DE-Aktenzeichen 3119708
Offenlegungstag 04.03.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.09.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.1989
IPC-Hauptklasse F25D 13/06
Zusammenfassung An jedem Ende einer Reihe von Gefrierplatten (2) einer Plattengefriervorrichtung ist ein Zylinder (10) mit einer Kolbenstange (16) angeordnet. Die beiden Kolbenstangen (16) sind über einen sich unterhalb der Gefrierplattenreihe erstreckenden Träger (17) miteinander verbunden, die in den Zwischenräumen zwischen den Gefrierplatten (2) angeordnet sind. Das in den Zwischenräumen gefrorene Gefriergut (18) wird zwecks Herausnahme nach Lostauen mittels der an den Enden angeordneten Zylinder (10) nach oben bewegt, wobei freie Zugänglichkeit zu den Zwischenräumen zwischen den Gefrierplatten (2) von beiden Seiten der Gefrierplattenreihe her erzielt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine vertikale Plattengefriervorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der US-PS 26 32 312 ist eine Plattengefriervorrichtung dieser Art bekannt, wobei unter jedem der vertikal bewegbaren Böden eine Hubvorrichtung aus Hubzylinder und Kolbenstange angeordnet ist. Durch diese Anordnung der Hubvorrichtung unter den einzelnen Böden ergibt sich ein insgesamt aufwendiger und sehr hoher Aufbau der Plattengefriervorrichtung.

Bei einer anderen bekannten Plattengefriervorrichtung besteht die Hubvorrichtung aus einem senkrechten sich längs der einen Seite der Gefrierplattenreihe erstreckenden Gestell, welches in Richtung nach oben die Gefrierplatten um einen erheblichen Betrag überragt. Das Gestell ist mit abstehenden Tragarmen versehen, die die verschiebbaren Böden tragen, und sämtliche Arme sind mit einem in Höhenrichtung verschiebbaren Rahmen gekuppelt, der mit seinen beiden Enden in senkrechten Führungen an den Enden der Plattengefriervorrichtung geführt wird. Da das Gestell zur Führung der Arme über die oberen Kanten der Gefrierplatten hinausragt, ist die Gefrierplattenvorrichtung schwer zugänglich von der einen Längsseite. Dadurch wird die Wahlfreiheit in bezug auf die Installation der Plattengefriervorrichtung verringert, weil stets darauf zu achten ist, daß die hubgestellfreie Seite der Plattengefriervorrichtung in der für das Füllen zweckmäßigsten Richtung zu liegen kommt. Außerdem soll bei dieser Bauweise das Einfüllen des Materials in die Zwischenräume zwischen den Gefrierplatten möglichst von derselben Seite her erfolgen, von der das gefrorene Material herausgenommen wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Plattengefriervorrichtung der eingangs angegebenen Art so auszubilden, daß sich ein gedrungener Aufbau ergibt und dennoch eine gute Zugänglichkeit der Plattengefriervorrichtung von beiden Seiten vorhanden ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst. Durch die Traversenanordnung unterhalb der Reihe von Gefrierplatten und deren Verbindung mit der Hubvorrichtung ergibt sich ein in der Höhe gedrungener Aufbau der gesamten Vorrichtung, wobei die Plattengefriervorrichtung von beiden Seiten der Gefrierplattenreihe bedient werden kann.

Durch die Ausgestaltung nach dem Anspruch 2 wird eine selbsttätige Verlängerung der Teleskopstange an jedem Boden erzielt wird, wenn die Traversenanordnung angehoben wird. Auf diese Weise können einfache Verbindungsstangen zwischen Traversenanordnung und vertikal bewegbaren Böden vermieden werden, die eine solche Länge haben müßten, daß sie bei vertikaler Bewegung der Traversenanordnung die Böden in den Zwischenräumen zwischen den Gefrierplatten um einen solchen Betrag hochschieben können, daß das in dieser Weise hochgeschobene Gefriergut entfernt werden kann. Damit ergibt sich zusätzlich ein in der Höhe gedrungener Aufbau der Vorrichtung.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Anspruch 3 angegeben.

Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine Stirnansicht einer Ausführungsform der Plattengefriervorrichtung,

Fig. 2A und 2B in Verlängerung voneinander gelegt eine schematische Seitenansicht der in Fig. 1 dargestellten Plattengefriervorrichtung,

Fig. 3 schematisch einen Teil eines Querschnittes durch die Plattengefriervorrichtung zur Veranschaulichung einer Teleskopeinrichtung in eingefahrerem Zustand,

Fig. 4 eine Darstellung entsprechend der Fig. 3 jedoch mit der Teleskopeinrichtung in ihrem verlängerten Zustand, und

Fig. 5 die in Fig. 4 dargestellte Einrichtung gesehen von der linken Seite.

In der Zeichnung bezeichnet 1 das Gestell der dargestellten Plattengefriervorrichtung. Im Gestell sind zwei Reihen von Gefrierplatten 2 bzw. 3 vorgesehen, und die Gefrierplatten jeder Reihe sind mit Abstand voneinander angeordnet, so daß Zwischenräume entstehen, die zur Aufnahme des Gefriergutes dienen. Die Plattengefriervorrichtung ist mit an sich bekannten Mitteln versehen, um ein Kältemittel in die Gefrierplatten zu führen, und um nach dem Gefriervorgang ein Taumittel in die Gefrierplatten zu führen. Ferner ist am Ende jeder Gefrierplattenreihe eine ebenfalls an sich bekannte Anpreßvorrichtung 4 vorgesehen, die zwischen dem Gestell 1 und der äußersten Platte jeder Reihe angeordnet ist. Diese Vorrichtung dient dazu, die Platten während des Einbringens des Gefriergutes in die Zwischenräume zwischen diesen und während des beginnenden Gefrierens des Gefriergutes zusammenzuhalten und gestatten, daß die Platten sich beim fortschreitenden Gefriervorgang und daraus folgendem Ausdehnen des Gefriergutes etwas voneinander entfernen können. Die Vorrichtung 4 dient ferner wie ebenfalls an sich bekannt dazu, die Gefrierplatten fort voneinander zu ziehen, wenn das gefrorene Material aus den Zwischenräumen herausgenommen werden soll.

In jedem Zwischenraum zwischen den Platten 2 bzw. 3 der beiden Gefrierplatten ist ein vertikal bewegbarer Boden 6, Fig. 3, angeordnet, der in der Einfüllstellung der Plattengefriervorrichtung den Zwischenraum nach unten verschließt. Der Zwischenraum ist wie in Fig. 3 und 4 angedeutet an den Seiten in an sich bekannter Weise durch Wände 7 und 8 verschlossen. Wenn das Material nach dem Einfüllen und Gefrieren wieder von den Gefrierplatten losgetaut worden ist, werden die Böden 6 in die in Fig. 4 gezeigte Stellung, die Entlehrungsstellung, bewegt.

Für diese auf- und abwärtsgehende Bewegung der Böden 6 jeder Gefrierplattenreihe ist für jede Reihe von Gefrierplatten 2 bzw. 3 eine aus zwei jeweils als ein Zylindermechanismus ausgebildeten Hubeinrichtungen bestehende Hubvorrichtung vorgesehen. In Fig. 2A und 2B sind die beiden Hubzylinder der in diesen Figuren dem Beobachter zugewandten Gefrierplattenreihe mit den Bezugszeichen 10 und 11 versehen. Diese beiden Zylindermechanismen 10 und 11 gehören zu der durch die Gefrierplatten 2 gebildeten Gefrierplattenreihe. Die durch die Gefrierplatten 3 gebildete Gefrierplattenreihe ist ebenfalls an jedem Ende mit einem Zylindermechanismus versehen, von denen der eine in Fig. 1 sichtbar und mit dem Bezugszeichen 12 versehen ist.

Da die Hubvorrichtungen der beiden Reihen von Gefrierplatten 2 bzw. 3 in der dargestellten Ausführungsform von gleicher Ausbildung sind, wird der Übersichtlichkeit halber im folgenden nur die aus den beiden Zylindermechanismen 10 und 11 bestehende Hubvorrichtung der Reihe von Gefrierplatten 2 erläutert werden. Diese Zylindermechanismen sind jeweils am einen Ende 15 mit dem Gestell 1 an dessen oberer Kante verbunden, und die Kolbenstangen 16, 16 dieser Zylindermechanismen sind mit einer Traversenanordnung 17 verbunden, die in der dargestellten Ausführungsform als ein Träger ausgebildet ist, und sich unterhalb der betreffenden Gefrierplattenreihe 2 erstreckt. In Fig. 2A und 2B sowie in Fig. 4 ist dieser Träger in der angehobenen Stellung gezeigt entsprechend dem Zustand der Vorrichtung, bei dem fertiggefrorenes Gefriergut 18 in der Form von Platten fast vollständig aus den Zwischenräumen zwischen den Gefrierplatten 2 herausgeschoben worden ist.

Durch die Anordnung eines Zylindermechanismus 10, 11 an jedem Ende der Plattengefriervorrichtung werden hochragende Hubeinrichtungsteile längs einer der Seiten der betreffenden Gefrierplattenreihe vermieden, und die Gefrierplattenvorrichtung wird deshalb leichter zugänglich, was insbesondere im dargestellten Fall mit zwei Gefrierplattenreihen von Bedeutung ist, aber auch im Falle einer Vorrichtung mit nur einer Gefrierplattenreihe von großer Bedeutung ist, nachdem es bequem ist, das Einfüllen des Gefriergutes von der einen Seite der Vorrichtung her und das Entfernen des gefrorenen Materials von der anderen Seite vornehmen zu können.

Die Träger 17 könnten jeweils über einfache Verbindungsstangen mit der zugehörigen Reihe von Böden 6 verbunden sein. In diesem Falle müßten aber die unteren Kanten der Gefrierplatten in einer solchen Höhe über dem Boden des Aufstellortes der Vorrichtung liegen, daß der Träger 17 eine etwa der Höhe der Gefrierplatten entsprechenden Hubbewegung ausführen könnte. Dies kann bei hohen Gefrierplatten unbequem sein, und in der dargestellten Ausführungsform der Plattengefriervorrichtung ist deshalb eine besondere Ausführung der Verbindung zwischen jedem Boden 6 und dem zugehörigen Träger gezeigt. Diese Verbindung besteht aus einer Teleskopstange bestehend aus einem mit der Unterseite des Bodens 6 verbundenen Rohr 20 und einer im Rohr verschiebbaren Stange 21, die mit dem Träger 17 verbunden ist. Ein Hebel 23 ist mit seinem einen Ende über eine Gelenkverbindung 22 am Rohr 20 befestigt, und ein Verbindungsglied 25 ist an seinem einen Ende über eine Gelenkverbindung 24 mit dem Hebel 23 an einer Stelle zwischen dessen beiden Enden verbunden und ist ferner durch eine Gelenkverbindung 26 mit dem Träger 17, d. h. mit der Stange 21 verbunden.

Die Wirkungsweise dieser besonderen Verbindung geht deutlich aus einem Vergleich der Fig. 3 und 4 hervor. Wenn der Träger 17 aus der in Fig. 3 dargestellten Stellung, in die in Fig. 4 dargestellte Stellung, angehoben wird, stößt der Hebel 23 gegen ein im vorliegenden Fall durch einen längslaufenden sich unterhalb der unteren Kante der Gefrierplatten erstreckenden Träger gebildetes ortsfestes Teil 28 der Plattengefriervorrichtung und wird durch dieses gesteuert. Bei der weiteren Hubbewegung der Träger 17 wird der Hebel 23 aus der in Fig. 3 dargestellten Stellung in die in Fig. 4 dargestellte Stellung geschwenkt, und es ist somit ohne weiteres ersichtlich, daß der Hebel 23 wegen seiner Verbindung mit dem Rohr 20 und seiner Gelenkverbindung 25 mit dem Träger 17 das Teleskoprohr 20 auf der Teleskopstange 21 nach oben verschieben wird. Dadurch wird die Hubstrecke des betreffenden Bodens 6 wesentlich vergrößert im Vergleich zur Hubbewegung des Trägers 17 und damit im Vergleich zum Hub der Zylindermechanismen 10 und 11.

Gleichzeitig wird erzielt, daß die obere Kante des Gestells 1 der Plattengefriervorrichtung in geringer Höhe angeordnet werden kann, und dadurch wird das Füllen und das Entleeren der Gefrierzwischenräume erleichtert. Zur Erzielung einer noch niedrigeren Bauhöhe sind in Bodentraversen 29, die Bestandteile des Gestells 1 der Plattengefriervorrichtung sind, Aussparungen zur Aufnahme der Traversenträger 17 vorgesehen.

Die in der Zeichnung dargestellte doppelte Ausführung der Plattengefriervorrichtung bietet den praktischen Vorteil, daß Tau-, Entleerungs- und Einfüllarbeiten an der einen Gefrierplattenreihe 2 vorgenommen werden können, während der Gefriervorgang in der anderen Gefrierplattenreihe 3 durchgeführt wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Vertikale Plattengefriervorrichtung, die aus einer Anzahl von senkrechten, unter Bildung von Zwischenräumen in Reihe aufeinanderfolgend angeordneten Gefrierplatten (2) besteht, wobei die Zwischenräume zur Aufnahme des Gefriergutes dienen und in den Zwischenräumen vertikal bewegbare Böden (6) angeordnet sind, die mit einer hydraulischen, aus einem Hubzylinder (10, 11) und einer Kolbenstange (16) bestehenden Hubvorrichtung verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß an den beiden oberen stirnseitigen Kanten (15) des Gestells (1) das freie Ende der Hubvorrichtung (10, 11, 16) befestigt ist, deren anderes Ende mit einer sich unterhalb der Breite von Gefrierplatten (2) erstreckenden Traversenanordnung (17) verbunden ist, wobei die Traversenanordnung (17) mit jedem der zwischen den Gefrierplatten (2) angeordneten, bewegbaren Böden (6) verbunden ist.
  2. 2. Vertikale Plattengefriervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen der Traversenanordnung (17) und den Böden (6) durch je eine aus einer Teleskopstange (21), einem Teleskoprohr (20) und einem Hebelsystem bestehenden Teleskopvorrichtung gebildet ist, wobei die Teleskopstangen (21) mit ihren unteren Enden an der Traversenanordnung (17) und die Teleskoprohre (20) mit ihren oberen Enden an den Böden (6) befestigt sind und daß das Hebelsystem einen Hebel (23) aufweist, der mit seinem einen Ende an dem Teleskoprohr (20) gelenkig befestigt ist und dessen anderes Ende durch ein ortsfestes Teil (28) der Plattengefriervorrichtung betätigbar ist und daß an dem Hebel (23) zwischen seinen beiden Enden das eine Ende eines Verbindungsgliedes (25) gelenkig befestigt ist, während dessen anderes Ende mit der Teleskopstange (21) gelenkig verbunden ist.
  3. 3. Vertikale Plattengefriervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattengefriervorrichtung zwei oder mehrere Reihen von Gefrierplatten (2, 3) aufweist, und daß an den Enden jeder Gefrierplattenreihe je ein Hubzylinder (10, 11) mit einer Kolbenstange (16) vorgesehen ist.






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