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Dokumentenidentifikation DE3806614A1 07.09.1989
Titel Unstetig-Förderer, insbesondere stationäre Vertikalförderer wie z. B. Aufzüge in Fabrikgebäuden
Anmelder Sander, Kurt, 3062 Bückeburg, DE
Erfinder Sander, Kurt, 3062 Bückeburg, DE
Vertreter Lange, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 4950 Minden
DE-Anmeldedatum 27.02.1988
DE-Aktenzeichen 3806614
Offenlegungstag 07.09.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.1989
IPC-Hauptklasse B66B 9/00
IPC-Nebenklasse B65G 17/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Unstetig-Förderer, insbesondere einen stationären Vertikalförderer wie z. B. Aufzüge in Fabrikgebäuden. Es ist die Aufgabe gestellt, einen solchen Förderer problemlos auch bei größerer Tiefe seiner Ladeplattform und trotz begrenzter Tragfähigkeit gut beladen und entladen zu können, wobei die Belade- und Entladestation keinen sperrigen Platzbedarf erfordern soll. Diese Aufgabe wird durch einen sogenannten Flachschieber gelöst, der die Ladeplattform des Förderers abdeckt und auf die Stationsplattform einer Belade- und Entladestation aufschiebbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Unstetig-Förderer, insbesondere einen stationären Vertikalförderer wie z.B. Aufzüge in Fabrikgebäuden zum Fördern großvolumiger Stückgüter, der mindestens eine Ladeplattform besitzt, die in einer Belade- und Entladestation des Förderers im wesentlichen niveaugleich mit einer ortsfesten Stationsplattform angeordnet ist.

Das Beladen und Entladen von Förderern dieses Typs, die großvolumige und oftmals sehr schwere Stückgüter transportieren müssen, ist häufig ein Problem. In vielen Fällen wird versucht, die Förderer mittels Flurfördermitteln, z.B. Gabelstaplern zu beschicken, was jedoch nur bis zu einer bestimmten Tiefe der Ladeplattform des Förderers möglich ist, so daß bei größeren Ladeplattformtiefen die auf der Ladeplattform abgesetzten Stückgüter doch wieder von Hand verrückt werden müssen.

Deshalb wird oftmals gefordert, daß die Ladeplattform des Förderers mittels Gabelstapler o. dgl. befahrbar sein soll. Bei einer begrenzten Tragkraft der Ladeplattform des Förderers ist dies aber nicht immer möglich. Zudem ist das Befahren der Ladeplattform mittels Flurfördermitteln sowie auch oftmals das Betreten der Ladeplattform durch Bedienungspersonen aus Sicherheitsgründen untersagt. Dies gilt insbesondere für Vertikalförderer, wie z.B. Aufzüge in Fabrikgebäuden, die in weiträumigen Aufzugsschächten angeordnet sind, so daß eine Absturzgefahr in den Schacht besteht, sofern die Ladeplattformen der Förderer nicht allseitig in geeigneter Weise gegen Absturzgefahren gesichert sind oder aus konstruktiven Gründen nicht gesichert werden können.

Ein weiterer Nachteil bekannter Unstetig- Förderer ist durch den sperrigen Platzbedarf der benötigten Belade- und Entladestationen gegeben. Diese haben bei dem hier angesprochenen Typ des Förderers eine ortsfeste Stationsplattform, die im wesentlichen niveaugleich mit der Ladeplattform des Förderers angeordnet ist. Dementsprechend stehen derartige Stationen bzw. Stationsplattformen mehr oder weniger sperrig im Raum und sind insbesondere bei engen Platzverhältnissen in Fabrikgebäuden unerwünscht.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Förderer des eingangs definierten Typs zu schaffen, der problemlos auch bei größerer Tiefe seiner Ladeplattform und trotz begrenzter Tragfähigkeit derselben gut beladen und entladen werden kann, wobei die Belade- und Entladestation des Förderers möglichst keinen sperrigen Platzbedarf erfordern soll.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß auf der Ladeplattform des Förderers ein Flachschieber mit einer Ladefläche angeordnet ist, die in ihrer flächenmäßigen Erstreckung im wesentlichen die Ladeplattform des Förderers abdeckt, und daß der Flachschieber in der Belade- und Entladestation quer zur Förderrichtung des Förderers von der Ladeplattform des Förderers abschiebbar und auf die Stationsplattform aufschiebbar ist.

Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung sieht dabei vor, daß der Flachschieber als Dünnblechschieber ausgebildet ist und die ortsfeste Stationsplattform unmittelbar durch die Bodenfläche des Fabrikgebäudes gegeben sein kann.

Nach der Lehre der Erfindung ist der sogenannte Flachschieber ein Flächengebilde in etwa in der Größe der bei dem Förderer vorhandenen Ladeplattform, wobei jedoch nun die zu fördernden Stückgüter nicht mehr direkt auf der Ladeplattform stehen, wie dies bisher üblich war, sondern stets auf dem sogenannten Flachschieber. Der Flachschieber selbst muß in sich nicht tragfähig sein, denn er stützt sich entweder auf der Ladeplattform des Förderers ab (= eingezogener Zustand) oder auf der niveaugleichen Stationsplattform der Beladeund Entladestation ab (= ausgeschobener Zustand).

Diese Möglichkeit, den sogenannten Flachschieber auch statisch nicht tragend auszuführen, gestattet es, den Flachschieber als Dünnblechschieber, z.B. aus einem einfachen 3 mm-Zuschnittsblech herzustellen.

Ein derartiger Dünnblechschieber kann dann problemlos in der jeweiligen Belade- und Entladestation des Förderers direkt auf die Bodenfläche des Fabrikgebäudes o. dgl. aufgeschoben werden, ohne daß es besonders sperrigen Anpassungsarbeiten o. dgl. bedarf, so daß die genannte Bodenfläche des Fabrikgebäudes in den Zeiten, in denen sie nicht zum Beladen oder Entladen des Förderers benötigt wird, auch weiterhin für andere Zwecke genutzt werden kann, z.B. als normale Fahrstraße für Flurfördermittel o. dgl.

Im ausgeschobenen Zustand des Flachschiebers kann diese aber nicht nur von drei Seiten unbehindert befahren oder überfahren werden, sondern er gewährleistet die idealen Voraussetzungen, um den Flachschieber mit Stückgütern zu beladen oder zu entladen. Dabei können auch schwergewichtige Flurfördermittel eingesetzt werden, ohne auf die oftmals begrenzte Tragkraft der Ladeplattform des Förderers Rücksicht nehmen zu müssen. Von drei wichtigen Hauptseiten kann der Flachschieber mit Flurfördermitteln angefahren und befahren werden und ebenso leicht ist es für das Bedienungspersonal möglich , den Flachschieber mit Stückgütern von Hand zu beladen oder zu entladen.

Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß der Flachschieber eine rückwärtige Bordwand besitzt, die im ausgeschobenen Zustand des Flachschiebers den Zugang auf den Förderer sperrt. Dies ist insbesondere bei vertikalen Schachtförderern erwünscht, bei denen die rückwärtige Bordwand im ausgeschobenen Zustand des Flachschiebers die gesamte Schachtöffnung verschließen kann, so daß überhaupt keine Absturzgefahr mehr besteht.

Der Flachschieber wird nach dem Beladen und/oder Entladen auf die Ladeplattform des Förderers gezogen, wobei Rollenschienen, Gleitschienen oder sonstige Verschiebehilfsmittel zweckdienlich sein können, die entweder konstruktiv in den Flachschieber integriert und/oder in die Flächen der Ladeplattformen oder der Stationsplattformen eingebaut sind. Die dann vorher von dem Flachschieber abgedeckte Fläche der Stationsplattform, in unserem Beispiel der Bodenfläche eines Fabrikgebäudes, sind dann wieder voll für andere Zwecke, z.B. durch Befahren oder Begehen nutzbar.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 in perspektivischer Darstellung einen erfindungsgemäßen Vertikalförderer,

Fig. 2 im Querschnitt und in der Teilansicht den Vertikalförderer nach Fig. 1 eingebaut in ein Fabrikgebäude.

Der in Fig. 1 dargestellte Vertikalförderer besitzt eine Ladeplattform 3, die in bekannter Weise zwischen den Vertikalstützen 4 darstellungsgemäß nach oben oder nach unten verfahren werden kann. Die mechanischen Verfahrantriebe solcher Ladeplattformen sind bekannt und deshalb in der Zeichnung nicht näher dargestellt.

Erfindungsgemäß ist auf der Ladeplattform 3 ein Flachschieber 5 angeordnet, dessen Ladefläche in ihrer flächenmäßigen Erstreckung im wesentlichen der Fläche der Ladeplattform 3 entspricht. In Fig. 1 ist dieser Flachschieber 5 mit voll ausgezogenen Linien in seinem voll ausgeschobenen Zustand dargestellt und in gestrichelten Linien in seinem eingezogenen Zustand, in dem er im wesentlichen die Ladeplattform 3 des Förderers abdeckt.

Der mechanische Antrieb zum Ausschieben und Einziehen des Flachschiebers 5 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch einen Elektromotor 6 gegeben, der über ein Getriebe 7 und die Welle 8 gleichsinnig und gleichlaufend die außenliegenden Ketten 9, Zugbänder o.dgl. bewegt, vermittels der der Flachschieber 5 eingezogen und ausgeschoben wird.

Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung besitzt der in Fig. 1 dargestellte Flachschieber eine rückwärtige Bordwand 10, die im ausgeschobenen Zustand des Flachschiebers zwischen den beiden vorderen, d.h. darstellungsgemäßen rechten Vertikalstützen 4 gegebenen Zugang auf den Förderer bzw. die Ladeplattform 3 sperrt.

Dies wird besonders in Fig. 2 deutlich, die den Vertikalförderer nach Fig. 1 in seinem möglichen Einbauzustand in ein Fabrikgebäude zeigt. Erkennbar ist die vordere Vertikalstütze 4, die obere Tragfläche 11 der Ladeplattform 3 sowie der Kettentrieb 9 zum Ausschieben und Einziehen des Flachschiebers 5.

Wie Fig. 2 zeigt, kann der Flachschieber direkt auf die Bodenfläche 12 einer Geschoßdecke 13 eines Fabrikgebäudes aufgeschoben werden, wobei letztlich kleine keilförmige Anpassungsleisten 14 völlig ausreichend sind, um den ausgeschobenen Flachschieber 5 völlig problemlos und ansatzlos mit Flurfördermitteln zu befahren oder zu begehen.

Es ist vorstellbar und aus Fig. 2 ohne weiteres erkennbar, daß die Bodenfläche 12 auch dann weiter zum Befahren und zum Begehen nutzbar bleibt, wenn der Flachschieber 5 in die eingezogene Position zurückgefahren ist, die in Fig. 2 gestrichelt dargestellt ist.

Ebenfalls ist aus Fig. 2 leicht erkennbar, in welch vorteilhafter Weise die rückwärtige Bordband 10 des Flachschiebers den Zugang auf den Förderer sperrt und dabei zugleich einen eventuellen offenen Gebäudeschacht, in dem der dargestellte Vertikalförderer angeordnet sein kann, gegen die Gefahr des Absturzes von Personen, Fahrzeugen oder Stückgütern sichert.


Anspruch[de]
  1. Unstetig-Förderer,
    1. - insbesondere ein stationärer Vertikalförderer wie z.B. Aufzüge in Fabrikgebäuden zum Fördern großvolumiger Stückgüter,
    2. - der mindestens eine Ladeplattform besitzt, die in einer Belade- und Entladestation des Förderers im wesentlichen niveaugleich mit einer ortsfesten Stationsplattform angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
    3. - daß auf der Ladeplattform (3) des Förderers ein Flachschieber (5) mit einer Ladefläche angeordnet ist, die in ihrer flächenmäßigen Erstreckung im wesentlichen die Ladeplattform des Förderers abdeckt,
    4. - daß der Flachschieber (5) in der Beladeund Entladestation quer zur Förderrichtung des Förderers von der Ladeplattform (3) des Förderers abschiebbar und auf die Stationsplattform aufschiebbar ist.
  2. 2. Förderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Flachschieber (5) eine rückwärtige Bordwand (10) besitzt, die im ausgeschobenen Zustand des Flachschiebers den Zugang auf den Förderer sperrt.
  3. 3. Förderer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Flachschieber als Dünnblechschieber (5) ausgebildet ist.
  4. 4. Förderer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die ortsfeste Stationsplattform durch die Bodenfläche (12) eines Fabrikgebäudes gegeben ist.






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