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Dokumentenidentifikation DE3809039C1 14.09.1989
Titel Vorrichtung zur Herstellung von in Hochkantlage angeordneten Münzenstapeln
Anmelder F. Zimmermann & Co, 1000 Berlin, DE
Erfinder Schmechel, Werner, 1000 Berlin, DE
Vertreter Lüke, D., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 1000 Berlin
DE-Anmeldedatum 15.03.1988
DE-Aktenzeichen 3809039
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.09.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.09.1989
Free division/divided out on the grounds of lack of unity 38445190
IPC-Hauptklasse G07D 9/06
IPC-Nebenklasse B65B 11/04   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung von in Hochkantlage angeordneten Münzenstapeln, mit einer Zuführungsbahn 9 für flachliegende Münzen 7 und mit einer Kippstation 15 zur Überführung der flachliegenden Münzen 7 in die Hochkantlage. Zur Erhöhung der Zahl der pro Zeiteinheit zu Münzenstapeln 14 zusammenzustellenden Münzen 7 und zur Verringerung der Baugröße der Vorrichtung sieht die Erfindung vor, daß die Kippstation 15 aus zwei parallelen Schienen 17 und aus mindestens einem Münzen-Rückhalter 32 gebildet ist, wobei sich die Schienen 17 in Längsrichtung an die Zuführungsbahn 9 anschließen und deren Abstand etwas kleiner ist als der Durchmesser der Münzen 7 und wobei der Münzenrückhalter 32 mit einer schräg zur Förderrichtung der Münzen 7 gerichteten Anstellfläche 35 für die Münzen 7 versehen und gegen eine Rückstellkraft entgegen der Förderrichtung der Münzen 7 kippbar gelagert ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung von in Hochkantlage angeordneten Münzenstapeln gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der DE-OS 19 46 278 vorbekannt. Bei dieser werden die flachliegenden Münzen über eine Münzenrutsche mehreren Kanälen zugeführt, welche in Kippzonen enden. In diesen wird den Münzen einseitig der Kanalboden entzogen, so daß die Münzen nach einer Seite abkippen und in eine Hochkantlage geraten. Hierbei befinden sich die Münzen in Förderbahnen, in denen sie hochkant stehend bis zu einer Sammelstation weitergefördert werden, in der die Münzen zu einem Münzenstapel zusammengefaßt werden. Dieser Münzenstapel wird anschließend in der Wickelstation zur Münzenrolle in eine Folie eingewickelt. Die bekannte Vorrichtung hat den Nachteil, daß die Münzen nur mit relativ geringer Geschwindigkeit zugeführt und zu Münzenstapeln zwecks Verpackung in Münzrollen zusammengestellt werden können. Darüber hinaus benötigt die bekannte Vorrichtung eine erhebliche Baulänge, so daß diese Vorrichtung nicht als Tischgerät eingesetzt werden kann.

Der Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der gattungsgemäßen Art dahingehend zu verbessern, daß bei geringer Baulänge und bei hoher Arbeitsgeschwindigkeit eine große Stückzahl an Münzen pro Zeiteinheit zu Münzenstapeln zusammengestellt werden kann.

Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1. In die Vorrichtung laufen die Münzen unmittelbar von der Förderbahn einer bekannten, mit einem horizontalen Drehteller arbeitenden Münzzähl- und Münzsortiervorrichtung mit hoher Stückzahl von bis zu 3000 Münzen pro Minute ein und gelangen in schneller Folge auf die beiden parallelen Schienen der Kippstation. Hier wird die zuerst ankommende Münze unter Wirkung der schräg gegen die Förderrichtung der Münzen gerichteten Anstellfläche des ersten Münzen-Rückhalters unter einem Winkel von etwa 45 bis 60° schräg gestellt, wobei die erste Münze quer zur Förderrichtung und damit quer zu den Schienen steht. Die nächste und jede folgende Münze stößt gegen den unteren Flächenbereich der entsprechend schräg gestellten Münzen, so daß die mit hoher Geschwindigkeit ankommenden Münzen nacheinander schuppenförmig aufgereiht werden. Somit ergibt sich innerhalb kürzester Zeit ein geschuppter Münzenstapel auf den parallelen Schienen der Kippstation. Der Münzenstapel wird anschließend in die in der gleichen Ebene gelegene Wickelstation weitergefördert und dort in eine Folie zu einer Münzenrolle verpackt. Die Vorrichtung benötigt nur ein kleines Bauvolumen, da die Vorrichtung nicht wesentlich länger ist als die doppelte Länge des längsten zu bildenden Münzenstapels. Durch die Schuppung der Münzen auf den parallelen Schienen der Kippstation erfolgt die Bildung des Münzenstapels mit hoher Arbeitsgeschwindigkeit von bis zu 3000 Münzen pro Minute.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. So ist der Abstand der Schienen symmetrisch zur Längsachse eines Förderbandes für die Münzen einstellbar, so daß die Vorrichtung auf unterschiedliche Durchmesser von Münzen einstellbar ist. Ferner ist ein Transportschieber in Verbindung mit einem vorderen Münzenroller-Gegenhalter vorgesehen, wobei diesem ein hinterer Münzenroller-Gegenhalter zugeordnet ist, der die Haltefunktion des Transportschiebers innerhalb einer Wickelstation zum Einrollen des Münzenstapels in eine Folie zwecks Bildung einer Münzenrolle übernimmt.

Es ist zwar aus der DE-OS 12 91 153 bereits bekannt, einen Münzenstapel auf zwei parallelen Aufreihstangen zu bilden und den so gebildeten Münzenstapel dann mittels Greifern auf zwei unter den Aufreihstangen befindliche Einrollwalzen zu überführen, auf welchen der Münzenstapel zwecks Bildung der Münzenrolle in ein Papierblatt eingewickelt wird. Hierbei werden die Münzen jedoch über einen Fallschacht einzeln und hochkantstehend den Aufreihstangen zugefördert, so daß diese bekannte Vorrichtung nur mit relativ geringer Geschwindigkeit arbeiten kann. Durch die übereinanderliegende Anordnung von Aufreihstangen und Einrollwalzen ergibt sich darüber hinaus ein großes Bauvolumen, so daß diese bekannte Vorrichtung ebenfalls nicht als Tischgerät verwendbar ist.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles der Vorrichtung zur Herstellung von Münzenrollen näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine Draufsicht auf die Vorrrichtung,

Fig. 2 einen Längsschnitt gemäß der Linie II-II in Fig. 1 durch die Kippstation der Vorrichtung mit einer Münze,

Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden Längsschnitt durch die Kippstation der Vorrichtung mit bereits elf zu einem Münzenstapel zusammengestellten Münzen,

Fig. 4 einen der Fig. 2 entsprechenden Längsschnitt durch die Kippstation der Vorrichtung mit einem fertigen, zur in gleicher Ebene gelegenen Wickelstation überführt werdenden Münzenstapel,

Fig. 5 einen der Fig. 2 entsprechenden Längsschnitt durch die Kipp- und Wickelstation der Vorrichtung mit einem in der Wickelstation befindlichen Münzenstapel,

Fig. 6 eine vergrößert dargestellte Seitenansicht eines in zwei Arbeitsstellungen gezeigten Transportschiebers,

Fig. 7 einen Querschnitt gemäß der Linie VII-VII in Fig. 2 durch die Kippstation,

Fig. 8 eine Detaildarstellung einer brückenartigen Wippe zwischen Zuführungsbahn und Kippstation,

Fig. 9 eine Draufsicht auf die Wippe und

Fig. 10 eine der Fig. 8 entsprechende Darstellung bei hochgeschwenkter Wippe.

Die Vorrichtung 1 zur Herstellung von Münzenrollen ist im Ausführungsbeispiel Bestandteil einer Münzzähl- und Münzsortiervorrichtung 2. Diese umfaßt innerhalb eines Gehäuses 3 einen horizontalen Drehteller 4, der um seine vertikale Drehachse 5 motorisch in der Drehrichtung 6 drehangetrieben ist. Die auf den Drehteller 4 über eine nicht näher dargestellte Rutsche aufgegebenen Münzen 7 werden mittels eines Transportbandes 8 tangential vom Drehteller 4 in die Zuführungsbahn 9 gefördert, über welche die Münzen 7 die Vorrichtung 1 zur Herstellung von Münzenstapel erreichen. In der Zuführungsbahn 9 sind nicht näher dargestellte Einrichtungen zur Zählung und Sortierung der Münzen angeordnet. Am Ende der Zuführungsbahn 9 ist unterhalb des vorderen Umlenkrades 10 für das Transportband 8, das in Pfeilrichtung 11 umläuft, eine Wippe 12 angeordnet, die bei einem Zähl- und Sortiervorgang ohne Benutzung der Vorrichtung 1 zur Herstellung von Münzenstapeln alle Münzen 7 in einen nicht näher dargestellten Sammelschacht ableitet. Hierzu ist die Wippe 12 hochgeschwenkt. In der Normallage befindet sich die Oberseite der Wippe 12 in der Ebene der Zuführungsbahn 9, so daß alle Münzen 7 in die Vorrichtung 1 zur Herstellung von Münzenstapeln eingeleitet werden. Die Wippe 12 wird später noch näher beschrieben werden.

Die Vorrichtung 1 zur Herstellung von Münzenstapeln umfaßt eine Kippstation 15 zur Überführung der auf der Zuführungsbahn 9 flach liegend zugeführten Münzen 7 in eine Hochkantlage und eine Wickelstation 16 zur Bildung einer Münzenrolle 13 aus den zu einem Münzenstapel 14 zusammengefaßten, hochkant stehenden Münzen 7.

Die Kippstation 15 umfaßt zwei parallele Schienen 17, die sich in Längsrichtung an die Zuführungsbahn 9 anschließen und deren Abstand voneinander symmetrisch zur Längsmittelachse des Transportbandes 8 einstellbar ist. Hierzu sind die Schienen 17 an Schienenträgern 18 befestigt, die sich über die Gesamtlänge von Kipp- und Wickelstation 15, 16 erstrecken. An beiden Enden sind rechtwinklig an die Schienenträger 18 Zahnstangen 19 angesetzt, deren Zähne gegeneinander gerichtet sind und die jeweils paarweise in Ritzel 20 eingreifen, die mit ihren Achsen senkrecht zur Deckplatte 21 der Münzzähl- und Münzsortiervorrichtung 2 gelagert sind. Mit den Ritzeln 20 kämmt eine lange Zahnstange 22, die sich parallel zur Zuführungsbahn 9 und zur Kipp- und Wickelstation 15, 16 erstreckt und von einem weiteren Ritzel 23 betätigt wird. Über das Ritzel 33 wird mittels eines an diesem angebrachten, nicht dargestellten Stellknopf der Abstand der Schienen 17 eingestellt, der immer etwas kleiner als der Durchmesser der Münzen 7 ist. Ferner wird mittels des Ritzels 23 ein Schieber 111 zur Einstellung der Weite einer Ausfallöffnung 112 betätigt, welche den Durchmesser der über die Förderbahn 9 zu fördernden Münzen 7 bestimmt.

Oberhalb der Schienen 18 ist jeweils ein Münzen-Niederhalter 24 angeordnet und mit den Schienenträgern 18 über je zwei Parallellenker 25 verbunden. Die Münzen-Niederhalter 24 sind aus Flachprofilstücken gebildet, deren vertikale Höhe bzw. Dicke an ihren zur Zuführungsbahn 9 hin gerichteten Enden kurvenförmig geringer wird. Die beiden Münzen-Niederhalter 24 werden von einem Drücker 26 niedergedrückt, der an einer Schwinge 27 um eine Achse 28 schwenkbar und mittels einer Feder 29 in Uhrzeigerrichtung gegen die Münzen-Niederhalter 24 gedrückt ist. Der Drücker 26 befindet sich mittig zwischen den Münzen-Niederhaltern 24 und weist an seinem freien Ende zwei Drückerbolzen 30 auf, die unmittelbar auf den Oberseiten der Münzen-Niederhalter 24 aufliegen.

Die Schwinge 27 erstreckt sich über die gesamte Länge von Kipp- und Wickelstation 15, 16 und ist mit ihrer Schwenkachse 31 fest mit der Deckplatte 21 der Münzzähl- und Münzsortiervorrichtung 2 verbunden. Im Bereich der Kippstation 15 trägt die Schwinge 2 vier zwischen die Schienen 17 greifende, S-förmig ausgebildete Münzen-Rückhalter 32, die mittels Achsen 33 in der Schwinge 27 gelagert sind und unter der Wirkung von Zugfedern 34 stehen, die an dem oberen kurzen Ende der Münzenrückhalter 32 angreifen. Die Zugfeder 34 des in Transportrichtung ersten Münzen- Rückhalters 32 ist mit größerer Federkraft ausgestattet als die Federn 34 der nachfolgenden Münzen-Rückhalter 32. Die Schwinge 27 ist aus einem U-Profil gebildet, in das die Achsen 33 der Münzenrückhalter 32 derart eingesetzt sind, daß deren, von den Zugfedern 34 beaufschlagte obere kurze Enden in der Ruhelage gegen die obenliegende Basis der U-förmigen Schwinge 27 zur Anlage kommen. Die S-förmigen Münzenrückhalter 32 sind mit schräg zur Transportrichtung der Münzen 7 gerichteten Anstellflächen 35 versehen, die aus den der Achsen 33 entgegengesetzten kurzen Enden der S-förmigen Münzenrückhalter 32 gebildet sind. Der Anstellwinkel α der Anstellflächen 35 für die Münzen 7 beträgt in der Ruhelage etwa 60°.

Die bisher beschriebene Kippstation 15 der Vorrichtung 1 zur Herstellung von Münzenstapeln 14 arbeitet wie folgt:

Bei in ihrer Normallage befindlichen Wippe 12 werden die Münzen 7 vom Drehteller 4 über die Führungsbahn 9 mit hoher Geschwindigkeit in die Kippstation 15 geführt. Zwischen der Wippe 12 und dem Transportband 8 im Bereich des vorderen Umlenkrades 10 hindurch gelangt die erste Münze 7 in den Bereich der Schienen 17, deren Abstand voneinander etwas geringer ist als der Durchmesser der Münzen 7. Gleichzeitig gelangt die erste Münze 7 gegen die Anstellfläche 35 des ersten Münzen-Rückhalters 32, wie es in Fig. 2 dargestellt ist. Die Münze 7 kippt mit dem unteren Teil ihrer Fläche zwischen die Schienen 17 ab, ohne jedoch durch diese hindurchzufallen, da die Münze 7 mit ihrer Fläche quer zur Anstellfläche 35 des Münzen-Rückhalters 32 zur Anlage kommt. Gleichzeitig kommt die schräg aufgerichtete Münze 7 in Berührungskontakt mit den Unterkanten der beiden Münzen- Niederhalter 24. Somit ist die erste Münze 7 in ihrer Schräglage fixiert. In schneller Folge kommen nun weitere Münzen 7 an, die sich, wie es in Fig. 3 dargestellt ist, gegen die erste Münze 7 legen und in gleicher Weise wie diese aufgerichtet werden. Das Aufrichten erfolgt in Form einer Schuppung. Jede nachfolgende Münze 7 drückt die bereits in der Kippstation 15 befindliche Münze 7 weiter, so daß der in Bildung befindliche Münzenstapel 14 vom ersten Münzenrückhalter 32 an den zweiten Münzenrückhalter 32 übergeben wird, wie es in Fig. 3 dargestellt ist. Die Anstellfläche 35 des ersten Münzenrückhalters 32 kommt dabei auf der Oberseite der Münzen 7 des in Bildung befindlichen Münzenstapels 14 zur Anlage. Dieser Vorgang setzt sich, je nach Länge des gewünschten Münzenstapels 14, fort, bis die gewünschte Anzahl von Münzen 7 im Münzenstapel 14 erreicht ist. Der nun fertige Münzenstapel 14 wird an eine Transporteinrichtung 36 übergeben, die den Münzenstapel 14 in die Wickelstation 16 überführt.

Die Transporteinrichtung 36 besteht aus einem unterhalb der Schwinge 27 sowie oberhalb der Schienen 17 bzw. der Schienenträger 18 bewegbar angeordneten vorderen Münzenrollen- Gegenhalter 37 und zwei unterhalb der Schienen 17 angeordneten und zwischen diese schwenkbaren Schieberarmen 39 eines Transportschiebers 38. Dieser ist mit seinem Schieberkörper 40 auf zwei parallelen Führungsstangen 41 geführt, die unterhalb der Deckplatte 21 der Münzzähl- und Münzsortiervorrichtung 2 festangebracht sind. Der Schieberkörper 40 wird über eine Kette 42 von einem nicht näher dargestellten Antrieb entlang der Führungsstangen 41 hin- und herbewegt. Der Transportschieber 38 umfaßt ein Paar von Schieberarmen 39, die über ein Distanzstück 114 am Schieberkörper 40 angelenkt und in einem kleinen Abstand voneinander parallel zueinander angeordnet sind. Die Schieberarme 39 werden bei einer Transportbewegung des Schieberkörpers 40 entlang der Führungsstangen 41 automatisch aus der in der Fig. 6 rechts dargestellten flachliegenden Position in die in Fig. 6 links dargestellte aufgerichtete Position verschwenkt. Hierzu sind Lenker 43, 44 vorgesehen, die über eine Steuerstange 45 betätigbar sind. In der in Fig. 6 links dargestellten aufgerichteten Stellung der Schieberarme 39 sind diese mittels der Lenker 43, 44 starr arretiert. Wie es die Fig. 4 zeigt, greifen die Schieberarme 39 in dieser arretierten Stellung gegen die letzte Münze des auf den Schienen 17 in die Wickelstation zu schiebenden Münzenstapels 14.

Der vordere Münzenrollen-Gegenhalter 37 ist unterhalb der Schwinge 27 in Führungen 46 gelagert und von Federn 47 beaufschlagt, die den vorderen Münzenrollen-Gegenhalter 37 ständig in Richtung auf die Kippstation 15 drücken. Am unteren Ende trägt der vordere Münzenrollen-Gegenhalter 37 einen Stößel 48, dessen Schaft an einem Schwenk-Schiebestück 50 befestigt ist, das beim Eingriff einer Achse 49 in eine Nut 113 gegen die Wirkung einer Feder 51 um die Achse 49 schwenkbar und bei rein axialer Beaufschlagung axial arretiert ist, wie es in Fig. 5, links, dargestellt ist.

Bei der Überführung eines in der Kippstation 15 gebildeten Münzenstapels 14 in die Wickelstation 16 werden die Schieberarme 39 des Transportschiebers 38 hochgeschwenkt und in ihre in Fig. 6 links dargestellte hochgeschwenkte, arretierte Lage verbracht. Die Schieberarme 39 greifen nun hinter die letzte Münze 7 des gebildeten Münzenstapels 14 und schieben über diese den gesamten Münzenstapel 14 in Richtung auf die Wickelstation 16, wobei die vordere Münze 7 am Stößel 48 des vorderen Münzenroller-Gegenhalters 37 zur Anlage kommt. Alle Münzen 7 werden hierbei in die Vertikale aufgerichtet und als Münzenstapel 14 über die Schienen 17 der Wickelstation 16 zugeführt. Die Schieberarme 39 des Transportschiebers 38 drücken dabei über den Münzenstapel 14 und den Stößel 48 gegen die Federn 47, die den vorderen Münzenrollen-Gegenhalter beaufschlagen. Der Stößel 48 des vorderen Münzenrollen-Gegenhalters 37 ist hierbei selbsttätig arretiert.

Die Wickelstation 16 umfaßt zwei im Abstand voneinander befindliche Gummiwalzen 52, die zur Aufnahme des Münzenstapels 14 und zur Bildung der Münzenrolle 13 dienen und die an den Schienenträgern 18 gelagert sind. Der Abstand der Gummiwalzen 52 wird somit in gleicher Weise wie der Abstand der Schienen 17 über die Verstellung der Schienenträger 18 eingestellt.

Wie es die Fig. 4 zeigt, befindet sich bei der Überführung des Münzenstapels 14 von der Kippstation 15 in die Wickelstation 16 am Ende der Führungsstangen 41 für den Transportschieber 38 ein hinterer Münzenroller-Gegenhalter 53, der vom Münzenstapel 14 beim Passieren niedergedrückt wird. Nach dem Passieren des Münzenstapels 14 schwenkt der hintere Münzenrollen-Gegenhalter 53 hoch, wie es in Fig. 5 dargestellt ist. Der hintere Münzenrollen-Gegenhalter 53 paßt genau zwischen die beiden Schieberarme 39 des Transportschiebers 38 und greift mit seinem Stößel 54 mittig gegen die hinterste Münze 7. Hierzu ist der Schaft 55 des Stößels 55 ähnlich wie der Schaft 49 des Stößels 48 am vorderen Münzenroller-Gegenhalter 37 um eine horizontale Achse 56 gegen eine Federkraft schwenkbar und arretierbar. Der hintere Münzenroller-Gegenhalter 53 ist aus einem den Stößel 54 mit seinem Schaft 55 tragenden Gegenhalterarm 57 und zwei diesen tragenden Parallellenkern 58 gebildet, die an einem Gegenhalterträger 60 angelenkt sind, der gehäusefest angebracht ist. Eine Zugfeder 59 drückt den Gegenhalterarm 57 in Richtung auf den in der Wickelstation 16 befindlichen Münzenstapel 14. Nach der Übernahme des Münzenstapels 14 durch den hinteren Münzenroller-Gegenhalter 53 schwenken die Schieberarme 39 des Transportschiebers 38 zurück und werden in die in Fig. 2 dargestellte Ausgangslage zurückgefahren, bei welcher die Schieberarme 39 in ihrer Ruhelage unterhalb der Schwinge 12 befindlich sind.

Die in den Fig. 8 bis 10 näher dargestellte Wippe 12 umfaßt ein brückförmiges Führungsbahnteil 61, das in der Normallage der Wippe 12 mit seiner Oberfläche bündig mit der Oberfläche der Zuführungsbahn 9 abschließt. Das brückenförmige Führungsbahnteil 61 ist aus zwei im Abstand voneinander befindlichen plattenförmigen Bauteilen gebildet, deren Abstand geringer ist als der Durchmesser der kleinsten Münze 7. Unterhalb des vorderen Umlenkrades 10 für das Transportband 8 ist in das brückenartige Führungsbahnteil 61 ein Kugellager 62 eingesetzt, das etwas (ca. 0,2 mm) über die Oberseite des Führungsbahnteiles 61 ragt und das der leichteren Überführung der Münzen 7 zur Kippstation 15 dient. Am vorderen Ende ist ein Schwenkstück 63 in das Führungsbahnteil 61 eingesetzt, das einerseits der Überführung der Münzen 7 in die Kippstation 15 und andererseits dem Hochschwenken der Schieberarme 39 des Transportschiebers 38 dient. Das Führungsbahnteil 61 ist mit einer Schwenkachse 64 an einem Tragarm 65 gelagert, der wiederum an einer gehäusefesten Achse 66 gelagert ist. Am Tragarm 65 ist ein Stift 67 senkrecht zum Tragarm 65 angesetzt, der von einer gehäusefest abgestützten Zugfeder 68 beaufschlagt ist. Die aus dem Führungsbahnteil 61 und dem Tragarm 65 bestehende Schwinge 12 kann somit gegen die Wirkung der Zugfeder 68 um die gehäusefeste Achse 66 geschwenkt werden, so daß der Abstand zwischen dem Transportband 8 unterhalb des vorderen Umlenkrades 10 und der Schwinge 12 zur Anpassung an unterschiedlich dicke Münzen selbsttätig einstellbar ist. Die Schwenkachse 64 des Führungsbahnteiles 61 wird durch eine Stange 69 gebildet, um welche herum eine Torsionsfeder 70 gelegt ist. Diese stützt sich am Tragarm 65 ab und bewirkt, daß das Führungsbahnteil 61 in Richtung auf seine Normallage gedrückt wird, in der das Führungsbahnteil 61 in der Ebene der Zuführungsbahn 9 liegt (Fig. 8). An die Stange 69 ist eine Platte 71 angesetzt, die einem Elektromagneten 72 gegenüberliegt. Bei dessen Betätigung wird die Platte 71 angezogen, so daß das Führungsbahnteil 61 gegen die Wirkung der Torsionsfeder 70 verschwenkt wird, um die Zuführungsbahn 9 zu unterbrechen, d. h. die Schwinge 12 wird hochgestellt (Fig. 10), so daß die über die Zuführungsbahn 9 zugeführten Münzen aussortiert werden. Die Wippe 12 hat somit eine Doppelfunktion. Einerseits dient die Wippe 12 zum Ausgleich der Dickenunterschiede verschiedener Münzensorten. Andererseits dient die Wippe 12 zum Ableiten von Münzen, die nicht der Vorrichtung 1 zur Herstellung von Münzenstapeln zugeführt werden sollen.

Alle Funktionen der beschriebenen Vorrichtung zur Herstellung von Münzenstapeln 14 werden ohne großen Kraft- bzw. Energieaufwand ausgeführt. So gleiten die Münzen 7 auf den Schienen 17 einerseits und auf den Gummiwalzen 52 andererseits, ohne daß die Münzen 7 gewichtsmäßig den Antrieb der Vorrichtung belasten. Das Verschieben der in der Kippstation 15 gebildeten Münzenstapel 14 in die Wickelstation 15 erfolgt nur durch den Antrieb der Transporteinrichtung 38, wobei der Münzenstapel 14 zwischen deren Transportarmen 39 und dem vorderen Münzenrollen- Gegenhalter 37 und anschließend zwischen diesem und dem hinteren Münzenrollen-Gegenhalter 53 gehalten ist, deren Stößel 48, 54 die Münzen 7 halten. Nach Fertigstellung der Münzenrolle 13 und nach dem Wegschwenken der Gummiwalzen 52 kippen die Stößel 48, 54 nach unten, nachdem deren axiale Arretierung aufgehoben ist (Fig. 5).


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Herstellung von in Hochkantlage angeordneten Münzenstapeln, mit einer Zuführungsbahn für flachliegende Münzen und mit einer Kippstation zur Überführung der flachliegenden Münzen in die Hochkantlage, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippstation (15) aus zwei parallelen, unterhalb der Ebene der Zuführungsbahn (9) angeordneten Schienen (17), die sich in Längsrichtung an die Zuführungsbahn (9) anschließen und deren Abstand etwas kleiner ist als der Durchmesser der Münzen (7), und aus mindestens einem Münzen-Rückhalter (32) gebildet ist, der mit einer schräg zur Förderrichtung der Münzen (7) gerichteten Anstellfläche (35) für die Münzen (7) versehen und gegen eine Rückstellkraft entgegen der Förderrichtung der Münzen (7) kippbar gelagert ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Schienen (17) symmetrisch zur Längsachse eines Transportbandes (8), welches die Zuführungsbahn (9) für die Münzen (7) bildet, für unterschiedliche Münzen (7) einstellbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Münzen-Rückhalter (32) in Abständen voneinander an einer oberhalb der Schienen (17) gelagerten Schwinge (27) angeordnet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Münzen-Rückhalter (32) eine S-förmige Ausbildung aufweisen.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Schienen (17) ein Paar von Münzen-Niederhaltern (24) angeordnet und mit den Schienen (17) über Parallellenker (25) verbunden ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Münzen-Niederhalter (24) von einem an der Schwinge (27) gelenkig gelagerten, unter Federwirkung stehenden Drücker (26) beaufschlagt sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Schienen (17) ein zwischen diese schwenkbarer Transportschieber (38) und unterhalb der Schwinge (27) sowie oberhalb der Schienen (17) ein vorderer Münzenrollen- Gegenhalter (37) gelagert sind, wobei der Transportschieber (38) und der vordere Münzenrollen-Gegenhalter (37) nach dem Einspannen eines auf den Schienen (17) gebildeten Münzenstapels (14) gemeinsam mit diesem in Förderrichtung der Münzen (7) zu einer dahinter angeordneten Wickelstation (16) für die Münzenstapel (14) verfahrbar sind.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der schwenkbare Transportschieber (38) aus einem Paar von Schieberarmen (39) gebildet ist und daß am Ende der Transportstrecke des Transportschiebers (38) ein hinterer Münzenrollen-Gegenhalter (53) zur Übernahme des Münzenstapels (14) durch Eingriff zwischen das Paar von Schieberarmen (39) angeordnet ist.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere und der hintere Münzenrollen- Gegenhalter (37, 53) zur Aufnahme des Münzenstapels (14) mit Stößeln (48, 54) versehen sind, deren Schäfte (50, 55) gegen Federwirkung um horizontale Achsen schwenkbar und arretierbar sind.






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