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Verfahren zur Erhöhung der Sicherheit des transportbandgebundenen Personentransportes in bergbaulichen Untertagebetrieben - Dokument DE3819087C1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3819087C1 21.09.1989
Titel Verfahren zur Erhöhung der Sicherheit des transportbandgebundenen Personentransportes in bergbaulichen Untertagebetrieben
Anmelder Bochumer Eisenhütte Heintzmann GmbH & Co KG, 4630 Bochum, DE
Erfinder Linsingen-Heintzmann, Peter von, Dipl.-Ing., 4630 Bochum, DE
Vertreter Andrejewski, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Honke, M., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Masch, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 4300 Essen
DE-Anmeldedatum 04.06.1988
DE-Aktenzeichen 3819087
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.09.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.09.1989
IPC-Hauptklasse E21F 13/00
Zusammenfassung Verfahren zur Erhöhung der Sicherheit des transportbandgebundenen Personentransportes in bergbaulichen Untertagebetrieben, wobei die zu transportierenden Personen an einer Aufsprungstelle auf das unbeladene oder mit Schüttgut beladene Transportband aufspringen und vor einer Gefahrenstelle an einer Absprungstelle von dem Transportband abspringen und wobei mit Hilfe einer berührungslosen elektronischen Meßvorrichtung, die einen Rechner aufweist, z. B. mit Hilfe eines sogenannten Scanners, das Beladungsprofil des Transportbandes überwacht sowie bei Annäherung einer auf dem Transportband befindlichen Person an die Gefahrenstelle das Transportband von der elektronischen Meßeinrichtung abgeschaltet wird. Es wird an einer ersten Meßstelle in Transportrichtung des Transportbandes vor der Aufsprungstelle sowie an einer zweiten Meßstelle hinter der Absprungstelle jeweils eine elektronische Meßvorrichtung angeordnet, mit der das Beladungsprofil, zumindest bereichsweise, gemessen wird. Die ermittelten elektronischen Meßwerte werden mit Hilfe des Rechners verglichen. Die Abschaltung des Transportbandes wird vorgenommen, wenn die Meßwerte sich störend unterscheiden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung der Sicherheit des transportbandgebundenen Personentransportes in bergbaulichen Untertagebetrieben, wobei die zu transportierenden Personen an einer Aufsprungstelle auf das unbeladene oder mit Schüttgut beladene Transportband aufspringen und vor einer Gefahrenstelle an einer Absprungstelle von dem Transportband abspringen und wobei mit Hilfe einer berührungslosen elektronischen Meßvorrichtung, die einen Rechner aufweist, z. B. mit Hilfe eines sogenannten Scanners, das Beladungsprofil des Transportbandes überwacht sowie bei Annäherung einer auf dem Transportband befindlichen Person an die Gefahrenstelle das Transportband von der elektronischen Meßeinrichtung abgeschaltet wird.

Der Ausdruck Transportband steht als pars pro toto für die gesamte Vorrichtung mit Transportbandgestell, Fördergut sowie Laufwalzen oder Laufrollen und Antrieb, Antriebswalze sowie Umlenkwalze. Schüttgut meint insbesondere die in einem Untertagebetrieb hereingewonnene Kohle, aber auch z. B. beim Streckenvortrieb hereingewonnenes Gestein. Das Transportband mag in einer Förderstrecke angeordnet sein. Eine Gefahrenstelle ist z. B. eine Übergabestelle, an der das Schüttgut in einen Bunker, an einen Förderwagen oder an ein anderes Transportmittel übergeben wird. Es kann sich aber bei der Gefahrenstelle auch um eine Profilbeschränkung handeln. Die Absprungstelle ist in ausreichendem Abstand von der Gefahrenstelle angeordnet. Annäherung an die Gefahrenstelle meint, daß eine Person, die auf das Transportband aufgesprungen ist, aus welchem Grunde auch immer, die Absprungstelle passiert und sich bei arbeitendem Transportband im Bereich zwischen Absprungstelle und Gefahrenstelle befindet. Beladungsprofil meint die Kontur des Schüttgutes, aber auch die Kontur von Personen, die sich auf dem unbeladenen oder mit Schüttgut beladenen Transportband befinden.

Bei den aus der Praxis bekannten Maßnahmen, von denen die Erfindung ausgeht, ist lediglich eine Meßstelle vorgesehen, und zwar im Bereich zwischen Absprungstelle und Gefahrenstelle. Da die Schüttguthöhe auf dem Transportband statistisch schwankt, ist das gemessene Beladungsprofil mit einer erheblichen Ungenauigkeit behaftet. Ist der Unterschied des gemessenen Beladungsprofils, bei dem die Abschaltung des Transportbandes erfolgt, von einer im Rechner festgelegten Bezugsgröße zu groß gewählt, so besteht die Gefahr, daß z. B. eine auf dem Transportband liegende Person die Meßstelle passiert, ohne daß ein Abschalten erfolgt, so daß die Person in Gefahr gerät. Ist der Unterschied zu klein gewählt, so erfolgen Abschaltungen, weil beispielsweise Gesteinsbrocken die Meßstelle passieren und die Abschaltung bewirken. Solche Fehlabschaltungen stören erheblich den betrieblichen Ablauf in einem Untertagebetrieb. Im einzelnen ist zum Stand der Technik folgendes zu bemerken:

Es ist konkret ein Verfahren zur Beladungskontrolle von Transportbändern bekannt, bei welchem durch berührungslos messende Geräte mit hoher Taktfrequenz die Oberflächenkontur des Beladungsgutes gleichsam als Schnittbild taktweise gemessen wird. In diesen Zusammenhang gehören die schon erwähnten Scanner. In Verbindung mit der Laufgeschwindigkeit des Transportbandes und in Kenntnis seiner Geometrie im unbeladenen Zustand läßt sich somit von dem Beladungsprofil auf das Beladungsvolumen schließen. Da im allgemeinen das Schüttgut relativ kleinstückig ist, lassen sich durch rechnerseitige Vorgabe in der Steuerung der Meßeinrichtung bestimmte Mindestmaße und Formen von großstückig zusammenhängenden Körpern erkennen. Das vor der Gefahrenstelle angeordnete Meßgerät schützt durch automatisches Abschalten des Transportbandes und akusto-optische Signale die nachgeschalteten Anlagen und Maschinen vor Störungen und Beschädigungen durch zu große Brocken im Schüttgut. Insbesondere dienen diese Maßnahmen jedoch dem Personenschutz, wenn ein transportbandgebundener Personentransport erfolgt. Aufgrund der relativ langen Förderstrecken in Untertagebetrieben und den damit verbundenen langen Beförderungszeiten von der Aufsprungstelle zur Absprungstelle besteht, insbesondere nach einer verfahrenen Schicht, die Möglichkeit, daß eine auf dem Transportband befindliche Person unaufmerksam wird und die Absprungstelle verpaßt, woraus erhebliche Gefahren für Leib und Leben dieser Person resultieren.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs beschriebenen Maßnahmen so zu führen, daß wesentlich sicherer erfaßt wird, ob sich auf dem Transportband eine Person befindet, die sich der Gefahrenstelle nähert, so daß rechtzeitig eine Abschaltung durchgeführt werden kann, - während andererseits die vorstehend beschriebenen Fehlabschaltungen vermieden werden.

Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß an einer ersten Meßstelle in Transportrichtung des Transportbandes vor der Aufsprungstelle sowie an einer zweiten Meßstelle hinter der Absprungstelle jeweils eine elektronische Meßvorrichtung angeordnet wird, mit der das Beladungsprofil, zumindest bereichsweise, gemessen wird, daß die ermittelten elektronischen Meßwerte mit Hilfe des Rechners verglichen werden, und daß die Abschaltung des Transportbandes vorgenommen wird, wenn die Meßwerte sich störend unterscheiden. Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung werden die ermittelten elektronischen Meßwerte mit Hilfe des Rechners voneinander subtrahiert, so daß gleichsam der schüttgutbedingte Beladungszustand eliminiert wird, seine Ungenauigkeiten nicht mehr stören und nur die Kontur einer auf dem Transportband befindlichen Person oder eines entsprechend großen Gesteinsbrockens od. dgl. ermittelt wird. Durch besonders hohe Sicherheit ausgezeichnet ist eine Verfahrensweise, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Messungen taktweise durchgeführt werden und daß die erste Meßstelle sowie die zweite Meßstelle phasenverschoben so betrieben werden, daß die Beladungsprofile an der gleichen Stelle des Transportbandes gemessen werden.

Im folgenden werden die Erfindung und die durch die Erfindung erreichten Vorteile anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert.

Die einzige Figur zeigt das Schema einer Anlage, die für das erfindungsgemäße Verfahren eingerichtet ist.

In der Figur erkennt man oben die schematische Darstellung eines Transportbandes 1 mit zumindest einer Umkehrwalze 2 und einer Antriebswalze 3. Dieses Transportband 1 dient in der eingangs beschriebenen Weise zum Transport von Schüttgut, aber auch zum Personentransport. Die zu transportierenden Personen springen an einer Aufsprungstelle 4 auf das mit Schüttgut beladene oder nicht mit Schüttgut beladene Transportband 1 auf und an einer Absprungstelle 5 vor einer Gefahrenstelle 6, z. B. vor einer Übergabestelle, von dem Transportband 1 ab. Mit Hilfe einer berührungslosen elektronischen Meßeinrichtung, die einen Rechner aufweist, wird das Beladungsprofil B des Transportbandes 1 überwacht sowie bei Annäherung einer auf dem Transportband 1 befindlichen Person an die Gefahrenstelle 6 das Transportband 1 von der elektronischen Meßeinrichtung abgeschaltet.

Man erkennt in der Figur oben, daß eine erste Meßstelle 7 in Transportrichtung des Transportbandes 1 vor der Aufsprungstelle 4 und eine zweite Meßstelle 8 hinter der Absprungstelle 5 angeordnet wird, und zwar mit jeweils einer elektronischen Meßeinrichtung. Mit diesen elektronischen Meßeinrichtungen wird das Beladungsprofil B, zumindest bereichsweise, gemessen. Die ermittelten elektronischen Meßwerte werden mit Hilfe des Rechners verglichen. Die Abschaltung des Transportbandes 1 wird vorgenommen, wenn sich diese Meßwerte störend unterscheiden. Störend meint, daß der Unterschied größer ist, als einem vorgegebenen Schwellwert entspricht. Im Ausführungsbeispiel und nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung werden die ermittelten elektronischen Meßwerte mit Hilfe des Rechners voneinander subtrahiert. Im übrigen ist im Ausführungsbeispiel die Anordnung so getroffen, daß die erste Meßstelle 7 und die zweite Meßstelle 8 phasenverschoben so betrieben werden, daß die Beladungsprofile B an der gleichen Stelle des arbeitenden Transportbandes 1 gemessen werden.

Im mittleren Teil der Figur erkennt man die Beladungsprofile B, die einerseits an der ersten Meßstelle 7 und andererseits an der zweiten Meßstelle 8 gemessen werden. Diese beiden Meßwerte B sind rechts im Mittelteil der Figur dargestellt. Links im Mittelteil der Figur erkennt man die Differenz, nämlich praktisch das Profil mit fehlender Beladung. Im unteren Teil der Figur erkennt man rechts das Beladungsprofil B an der Meßstelle 7. An der Aufsprungstelle 6 mag eine Person aufgesprungen sein, die das Beladungsprofil B verändert, wie es rechts bei dem Pfeil 9 dargestellt ist. Bildet man hier die Differenz, so erhält man Meßverhältnisse, wie sie im unteren Teil der Figur links angedeutet sind. Es bleibt gleichsam das Profil 10 der Person. Damit wird unmittelbar deutlich, daß auf diese Weise eine sichere Erfassung einer auf dem Transportband befindlichen Person möglich ist, die sich der Gefahrenstelle nähert.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Erhöhung der Sicherheit des transportbandgebundenen Personentransportes in bergbaulichen Untertagebetrieben, wobei die zu transportierenden Personen an einer Aufsprungstelle auf das unbeladene oder mit Schüttgut beladene Transportband aufspringen und vor einer Gefahrenstelle an einer Absprungstelle von dem Transportband abspringen und wobei mit Hilfe einer berührungslosen elektronischen Meßvorrichtung, die einen Rechner aufweist, z. B. mit Hilfe eines sogenannten Scanners, das Beladungsprofil des Transportbandes überwacht sowie bei Annäherung einer auf dem Transportband befindlichen Person an die Gefahrenstelle das Transportband von der elektronischen Meßeinrichtung abgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, daß an einer ersten Meßstelle in Transportrichtung des Transportbandes vor der Aufsprungstelle sowie an einer zweiten Meßstelle hinter der Absprungsstelle jeweils eine elektronische Meßvorrichtung angeordnet wird, mit der das Beladungsprofil, zumindest bereichsweise, gemessen wird, daß die ermittelten elektronischen Meßwerte mit Hilfe des Rechners verglichen werden, und daß die Abschaltung des Transportbandes vorgenommen wird, wenn die Meßwerte sich störend unterscheiden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ermittelten elektronischen Meßwerte mit Hilfe des Rechners voneinander subtrahiert werden.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Messungen taktweise durchgeführt werden und daß die erste Meßstelle sowie die zweite Meßstelle phasenverschoben so betrieben werden, daß die Beladungsprofile an der gleichen Stelle des Transportbandes gemessen werden.






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