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Verbrennungsluftführung bei einem Heißgasmotor - Dokument DE3844554A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3844554A1 21.09.1989
Titel Verbrennungsluftführung bei einem Heißgasmotor
Anmelder MAN Technologie AG, 8000 München, DE
Erfinder Erber, Anton, 8901 Affing, DE;
Hoff, Heinz, Dipl.-Ing. (FH), 8901 Königsbrunn, DE;
Reuchlein, Günter, Dipl.-Ing., 8900 Augsburg, DE;
Schaaf, Hanno, Dipl.-Ing., 8904 Friedberg, DE;
Schießl, Gerhard, 8900 Augsburg, DE
DE-Anmeldedatum 26.02.1988
DE-Aktenzeichen 3844554
File number of basic patent 38061147
Offenlegungstag 21.09.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.09.1989
IPC-Hauptklasse F02G 1/055
IPC-Nebenklasse F28F 21/04   F28F 21/08   
Zusammenfassung Bei einem Heißgasmotor wird vorgeschlagen, die Verbrennungsluftführung (6) zwischen einem Luftvorwärmer (1/9) und einem Brenner (1/8) durch eine größere Anzahl von in wenigstens einer Reihe nebeneinander angeordneten Rohren (6/1) zu bilden. Diese Rohre sichern gleichbleibend günstige Strömungsverhältnisse und sind wesentlich stabiler als bisherige Blechschachtluftführungen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft gattungsgemäß einen Heißgasmotor mit einem Erhitzersystem, in dessen durch eine mit einer thermisch isolierenden Auskleidung versehenen Außenwand begrenzten Gehäuse eine Einrichtung zur Verbrennungsluftführung angeordnet ist, die sich zwischen wenigstens einem von Luft und von Rauchgas durchströmten Luftvorwärmer und wenigstens einem, besagte Rauchgase erzeugenden Brenner erstreckt.

Die Verbrennungsluftführung erfolgt bei einem aus der DE-A-22 17 072 bekannten Heißgasmotor durch einen kegelringförmigen Wärmetauscher und anschließende, durch Blechwände begrenzte Ringkanäle hindurch zu einem Brenner. Diese Lösung erweist sich als sehr platzaufwendig und ist nur bei einem Einzylindermotor oder Motoren mit im Kreis angeordneten Zylindern anwendbar. Auch ist der Wärmetauscher relativ schwierig herstellbar und damit vergleichsweise teuer. Bei anderen bekannten Heißgasmotoren (siehe beispielsweise US-PS 38 98 841, US-PS 38 11 272, GB-PS 13 94 033) erfolgt die Verbrennungsluftführung über einen einzigen, durchgehenden Kanal zwischen Luftvorwärmer und Brenner. Dabei wurden diese Kanäle durch gerade Blechschächte mit ebenen Wänden oder - bei kleineren Motoren mit nur einem Brenner und runder Anordnung der Erhitzerrohre und Luftvorwärmer - durch konzentrisch ineinander angeordnete, kegelförmige Blechmäntel gebildet. Bei Heißgasmotoren mit Erhitzerräumen größerer Ausdehnung und besonders bei Motoren mit mehreren in Reihe angeordneten Erhitzerräumen führt die hohe thermische Belastung zum Ausbeulen und Knicken dieser ebenen bzw. schwach gewölbten Wände der Verbrennungsluftschächte. Dadurch entstehen wiederum schlechte Strömungsverhältnisse an der luftseitigen Blechoberfläche, was zu verminderter Kühlung durch die vorgewärmte Verbrennungsluft und schließlich zu Überhitzungen, schlimmstenfalls gar zum Durchbrennen der Blechwände führt. Bei erhöhten Luftdurchsätzen müssen diese Blechschächte wegen des höheren Druckunterschiedes außerdem durch Rippen oder Stege versteift werden, was sehr kostspielig sein kann.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, für den gattungsgemäßen Heißgasmotor eine Einrichtung zur Verbrennungsluftführung zu schaffen, die aus einfachen und formstabilen Organen besteht, welche gleichbleibend günstige Strömungsverhältnisse garantieren und immer hinreichend wirksam durch die durchströmende Verbrennungsluft kühlbar sind.

Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist im Anspruch 1 angegeben. Vorteilhafte Ausgestaltungen dieser Lösung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Erfindungsgemäß ist die Einrichtung zur Verbrennungsluftführung durch eine größere Anzahl von zwischen einem Luftvorwärmer und einem Brenner in wenigstens einer Reihe nebeneinander zu einer Rohrwand angeordneten Rohren gebildet.

Diese Rohre sind vergleichsweise billig, außerdem leicht mit dem Luftvorwärmer und Brenner zu verbinden und garantieren wegen ihrer Formbeständigkeit immer gleichbleibend günstige Strömungsverhältnisse zwischen Luftvorwärmer und Brenner sowie eine hinreichende innere Kühlung.

Nachstehend ist die erfindungsgemäße Lösung anhand mehrerer in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Heißgasmotor mit in Reihe angeordneten Zylindern,

Fig. 2 einen Querschnitt durch einen Heißgasmotor mit V-förmig angeordneten Zylindern,

Fig. 3 einen Querschnitt durch einen hinsichtlich der Verbrennungsluftführung von jenem nach Fig. 2 verschiedenen Heißgasmotor mit V-förmig angeordneten Zylindern,

Fig. 4 einen Schnitt durch ein Erhitzersystem eines Heißgasmotor quer zur Rauchgasströmungsrichtung, und

Fig. 5 Details einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verbrennungsluftführung.

In den Figuren sind gleiche bzw. einander entsprechende Bauteile oder Teile derselben mit gleichem Bezugszeichen angezogen.

Die in den Fig. 1 bis 3 weitgehend schematisiert dargestellten Heißgasmotoren 1, bei denen es sich auch um Stirlingmotoren handeln kann, haben hinsichtlich Ausbildung und Anordnung des Triebwerks 1/1, des Maschinengehäuses 1/2, der Zylinder 1/3 mit darin arbeitenden Kolben, der Kolbenstangendichtungen 1/4, der Regenerator-Kühler-Einheiten 1/5 und der arbeitsgasführenden Leitungswege eine übliche Konstruktion. Für das Verständnis der erfindungsgemäßen Lösung ist nur der Bereich des Erhitzersystems 1/6 notwendig, das praktisch den Kopf eines Motors 1 bildet.

Das Erhitzersystem 1/6 hat ein Gehäuse mit einer Außenwand 1/7, die innenseitig durch eine Auskleidung thermisch isoliert ist. Außerdem umfaßt das Erhitzersystem 1/6 wenigstens einen Brenner 1/8 zur Rauchgaserzeugung sowie wenigstens einen, beispielsweise durch einen ein- oder mehrstufigen Kreuzstromplattenwärmetauscher gebildeten Luftvorwärmer 1/9 und eine Einrichtung 6 zur kanalisierten Verbrennungsluftführung. Der Luftvorwärmer 1/9 wird sowohl von vom Brenner 1/8 erzeugten Rauchgasen (in Richtung des Pfeiles 1/10) als auch von mittels eines nicht dargestellten Gebläses geförderter Luft (in Richtung des Pfeiles 1/11) durchströmt, die dabei erwärmt wird.

Der Brenner 1/8 ist als für Stirling- bzw. Heißgasmotoren 1 übliches Gesamtaggregat mit Luftverwirbelungseinrichtung, Einspritzvorrichtung, Zündeinrichtung, Brennkammer, Rezirkulationseinrichtungen und dergleichen zu verstehen.

Der mit vorgewärmter Luft und Brennstoff, z.B. Öl oder Gas, versorgte Brenner 1/8 erzeugt Rauchgas mit einer Temperatur in der Größenordnung von 2000°C, das zunächst im räumlich begrenzten Erhitzerraum 2 Wärme an Erhitzerrohre 3 zur Erwärmung des diese durchströmenden Arbeitsgases (z.B. Helium) auf Arbeitsprozeßtemperatur abgibt, dann im Luftvorwärmer 1/9 noch Wärme abgibt und schließlich außerhalb des Erhitzersystems 1/6 mittels eines Abgasrohres abgeführt wird.

Die Erhitzerrohre 3 sind in an sich bekannter Weise an nicht dargestellten Sammelkanälen angeschlossen und führen - wie aus Fig. 4 ersichtlich - in einer unteren, durch eine strichpunktierte Linie 4 markierten Ebene mit Teilabschnitten 3/1 parallel verlaufend in den Erhitzer-Raum 2 hinein und sind dort mit U-förmig gebogenen, beabstandet parallel nebeneinander verlaufenden Abschnitten 3/2 angeordnet, die eine quer zur Rauchgasströmungsrichtung ausgerichtete Erhitzerrohrwand bilden. Im Fall von Fig. 2 und 3 sind wegen der V-förmigen Anordnung der Zylinder 1/3 und zugeordneten Regenerator- Kühler-Einheiten 1/5 zwei solcher Erhitzerrohrwände im Erhitzer-Raum 2 vorhanden.

Der von den Rauchgasen durchströmte Erhitzer-Raum 2 ist zur Bildung eines Rauchgaskanals allseitig begrenzt, und zwar unten durch eine im einzelnen nicht näher erläuterte thermisch isolierende Wärmedämmschicht 5, oben durch die Einrichtung 6 zur Verbrennungsluftführung und eine außen davor angrenzende oder geringfügig beabstandete Wärmedämmschicht 7, sowie links und rechts durch eine isolierende Auskleidung 8.

Jede Auskleidung 8 besteht aus einer im Gehäuse des Erhitzersystems 1/6 von der Außenwand 1/7 beabstandet angeordneten inneren Dämmwand 9 aus einzeln nebeneinander angeordnet austauschbar fixierten Isolationselementen aus Keramikmaterial, und der, gegebenenfalls durch eine Zwischenlage aus Keramikpapier 10 begrenzte Zwischenraum zwischen Außenwand 1/7 und Dämmwand 9 ist durch keramisches Faser- oder Schüttgut-Dämmaterial 11 ausgefüllt.

Die innere Dämmwand 9 erstreckt sich zwischen zwei Randleisten 12, 13 aus hitzebeständigem Metall, die außerhalb des rauchgasdurchströmten Erhitzer-Raumes 2 innen an der Außenwand 1/7 befestigt, z.B. angeschweißt oder angeschraubt sind und sowohl als Tragleisten für die Dämmwand 9 als auch als obere und untere Begrenzungswand für den mit Dämmaterial 11 ausgefüllten Zwischenraum dienen.

Die innere Dämmwand 9 der Auskleidung 8 kann, wie aus Fig. 4 ersichtlich, durch eine Vielzahl von rechteckigen Keramikplatten 14 gebildet sein, die beispielsweise an ihren Längsseiten Nuten mit etwa halbrundem Querschnitt aufweisen und über diese Nuten, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer Keramikpapierlage, von Keramikrohren 19 getragen werden. Diese Keramikrohre 19 erstrecken sich zwischen den beiden Randleisten 12, 13 und sind endseitig jeweils an einer derselben lösbar fixiert. Mit besonderem Vorteil ist jedes der Keramikrohre 19 mit einer durchgehenden Keramikschnur bzw. einem durchgehenden Keramikzopf 20 ausgefüllt, der verhindert, daß bei einem etwaigen Bruch eines Rohres 19 dessen Bruchstücke und in deren Bereich angeordnete Keramikplatten 14 in den Erhitzer-Raum 2 fallen können. Die Befestigung der Keramikrohre 19 erfolgt durch Stahl- oder Keramik-Nägel 21, die durch abstandsmäßig exakt auf die Rohrlagen abgestimmt in den Randleisten 12, 13 vorhandene Löcher 22 hindurch stirnseitig in den Rohrinnenraum, dort insbesondere in die Füllung 20, eingetrieben werden. Die Keramikplatten 14 haben eine Dicke von beispielsweise 30 mm; die zugehörigen Keramikrohre 19 haben einen Außendurchmesser von etwa 18 mm.

Die erfindungsgemäße Einrichtung zur Verbrennungsluftführung 6 besteht aus einer größeren Anzahl von in wenigstens einer Reihe (siehe Fig. 4) dicht nebeneinander verlaufend angeordneten Rohren 6/1 aus geeignetem, hochtemperaturbeständigem Metall- und/oder Keramikmaterial. Diese Rohre 6/1 bilden eine durchgehende Rohrwand und sind einerseits an einem Luftvorwärmer 1/9, andererseits an einem Brenner 1/8 angeschlossen. Durch diese Rohre 6/1 wird die im Luftvorwärmer 1/9 auf etwa 800-950°C vorgewärmte Luft zum Brenner 1/8 hindurchgeleitet.

Dabei sind äußerst günstige, gleichmäßige Strömungsverhältnisse und eine hinreichend gleichmäßige innere Kühlung aller außen von etwa 2000°C heißem Rauchgas beaufschlagten Rohre 6/1 erzielbar, denn letztere halten aufgrund ihrer Form (Kreisringquerschnitt) einem hohen Innendruck stand und beulen nicht aus.

Die verbrennungsluftführenden Rohre 6/1 können direkt aneinander anliegend oder mit geringem Abstand nebeneinander angeordent sein. Diese so erhaltene Rohrwand kann im Gehäuse des Erhitzersystems 1/6 unmittelbar angrenzend (siehe Fig. 1 und 2) oder geringfügig vor der thermisch isolierenden Wärmedämmschicht 7 (siehe Fig. 3 und 4) angeordnet sein und bildet so nach oben hin eine zusätzliche thermische Abschirmung.

Die verbrennungsluftführenden Rohre 6/1 bestehen in jedem Fall aus hochtemperaturbeständigem Material, entweder metallischem Werkstoff, insbesondere geeignetem Stahl, oder Keramik, wie Siliziumkarbid (SiSiC) oder dergleichen, oder Metallkeramik. Keramik- bzw. Metallkeramik-Rohre 6/1 können auch metallische Endbereiche aufweisen.

Die verbrennungsluftführenden Rohre 6/1 können durch Schweißen, Kleben oder Löten mit jeweils hochtemperaturbeständigen Mitteln luftdicht und fest einerseits mit dem Luftvorwärmer 1/9, andererseits mit dem Brenner 1/8 verbunden sein, siehe Fig. 2. Damit sind sie als Rohrwand ausreichend steif, um beispielsweise den Brenner 1/8 freitragend zu halten. Dieser stoffschlüssig verschweißte Verbund eignet sich hauptsächlich für thermisch relativ gleichmäßig beanspruchte Rohre 6/1, also solche, die alle von Rauchgas mit örtlich im wesentlichen gleich hoher Temperatur von außen beaufschlagt werden.

Bei thermisch höher beanspruchten Verbrennungsluftführungen, hervorgerufen durch Brennerflammen mit kurzer Ausbrennlänge, würden örtlich unterschiedliche Temperaturen im Erhitzer- Raum 2 zu ungleicher Längenänderung der Rohre 6/1 führen. Insbesondere könnte sich dabei die Position des von den Rohren 6/1 gehaltenen Brenners 1/8, der gemäß Fig. 2 zentrisch im Gehäuse des Erhitzersystems 1/6 ausgerichtet ist, nach relativ kurzer Betriebsdauer unzulässig verändern, d.h., der Brenner 1/8 könnte sich schief stellen und dadurch eine unerwünschte örtliche Überhitzung im Erhitzersystem 1/6 bewirken. Um dem vorzubeugen, sind in solchem Fall, wie Fig. 1 und 3 zeigen, die luftführenden Rohre 6/1, der/die Luftvorwärmer 1/9 und der/die Brenner 1/8 in Modulbauweise lösbar miteinander als lose Bauteile aneinandergesteckt sowie gegenseitig aneinander abgestützt verbunden. Dabei sind die verbrennungsluftführenden Rohre 6/1, wie aus Fig. 5 ersichtlich, jeweils endseitig auf Anschlußrohrstutzen 30 am Brennereinlaß 31, bzw. 32 am Luftvorwärmerauslaß 33 aufgesteckt. Außerdem sind diese Verbindungen durch stirnseitig zwischengelegte Dichtungen 34, 35 aus hochtemperaturbeständigem Material, z.B. Keramikpapier, abgedichtet. Vorzugsweise sind die Dichtungen 34 bzw. 35 für mehrere nebeneinanderliegende Rohranschlüsse in einer zusammenhängenden Dichtungsplatte zusammengefaßt. Außerdem sind, wie ebenfalls aus Fig. 5 ersichtlich, die Anschlußrohrstutzen 30, 32 ballig ausgebildet und deren Außendurchmesser im balligen Bereich, um eine ausreichende Winkelabweichung der Mittelachsen von Anschlußrohrstutzen 30, 32 und Rohren 6/1 ohne Klemmen und Verkanten zu ermöglichen, so auf den Innendurchmesser der aufzusteckenden Rohre 6/1 abgestimmt, daß sich ein gegebener Spalt bis zum Erreichen der Betriebstemperatur zumindest weitestgehend schließt. Um dies zu erreichen, ist der Werkstoff der Anschlußrohrstutzen 30, 32 entsprechend in Bezug auf den Werkstoff der Rohre 6/1 und deren Wärmeausdehungsfaktoren abgestimmt und so gewählt, daß die Anschlußrohrstutzen 30, 32 bei Erwärmung eine größere Ausdehnung als die Rohre 6/1 erfahren und sich dabei ein fertigungsseitig genau hierauf abgestimmter Spalt zwischen Anschlußrohrstutzen 30, 32 und Rohr 6/1 bis zum Erreichen der Betriebstemperatur zumindest weitestgehend schließt.

Der bzw. die Luftvorwärmer 1/9 können mittelbar und starr mit dem Gehäuse des Erhitzersystems 1/6 oder dem Maschinengehäuse 1/2 des Motors 1 verbunden sein. In diesem Fall ist/sind der/die Brenner 1/8, wie aus Fig. 1 ersichtlich, um Lager 36 schwenkbar, bzw. wie aus Fig. 3 ersichtlich, axial verschiebbar im Gehäuse des Erhitzersystems 1/6 gelagert; außerdem sind in diesem Fall Luftvorwärmer 1/9, Brenner 1/8, Rohre 6/1 und Dichtungen 34, 35 mittels im kälteren Bereich des Erhitzersystems 1/6 angeordneter Druckfedern 37 über Druckstücke 38 so zusammengepreßt, daß die Verbindungen luftdicht abgeschlossen sind. Es ist demgegenüber aber auch der umgekehrte Fall möglich, nämlich den/die Brenner 1/8 mittelbar fest im Gehäuse des Erhitzersystems 1/6 zu verankern, den/die Luftvorwärmer 1/9 dagegen schwenkbar bzw. verschiebbar im Gehäuse des Erhitzersystems 1/6 bzw. am Maschinengehäuse 1/2 zu lagern und über besagte Druckfedern 37 und Druckstücke 38 die nötige Dichtheit der Verbindungen herzustellen.

Somit ist letztendlich eine Einrichtung zur Verbrennungsluftführung geschaffen, die den hohen thermischen Belastungen bestens standhält und außerdem sehr wartungsfreundlich ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Heißgasmotor mit einem Erhitzersystem (1/6), in dessen durch eine mit einer thermisch isolierenden Auskleidung (8) versehenen Außenwand (1/7) begrenztem Gehäuse eine Einrichtung zur Verbrennungsluftführung (6) angeordnet ist, die sich zwischen wenigstens einem von Luft (1/11) und von Rauchgas (1/10) durchströmten Luftvorwärmer (1/9) und wenigstens einem, besagte Rauchgase (1/10) erzeugenden Brenner (1/8) erstreckt und durch eine größere Anzahl von zwischen einem Luftvorwärmer (1/9) und einem Brenner (1/8) in wenigstens einer Reihe nebeneinander zu einer Rohrwand angeordneten Rohren (6/1) gebildet ist.
  2. 2. Heißgasmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verbrennungsluftführenden Rohre (6/1) aneinander anliegend bzw. mit geringem Abstand voneinander angeordnet und innerhalb des Gehäuses des Erhitzersystems (1/6) eine zusätzliche thermische Abschirmung bildend unmittelbar angrenzend an oder geringfügig vor einem thermisch isolierten oberen Wandabschnitt (7) verlegt sind.
  3. 3. Heißgasmotor nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verbrennungsluftführenden Rohre (6/1) aus hochtemperaturbeständigem Metall-Werkstoff, insbesondere geeignetem Stahl, bestehen.
  4. 4. Heißgasmotor nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verbrennungsluftführenden Rohre (6/1) aus Keramik, wie Siliziumkarbid (SiSiC) oder dergleichen, bestehen.
  5. 5. Heißgasmotor nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verbrennungsluftführenden Rohre (6/1) aus Metallkeramik-Werkstoff bestehen.
  6. 6. Heißgasmotor nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die verbrennungsluftführenden Rohre (6/1) jeweils metallische Endbereiche aufweisen.
  7. 7. Heißgasmotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die verbrennungsluftführenden Rohre (6/1) durch Schweißen luftdicht und fest einerseits mit dem Luftvorwärmer (1/9), andererseits mit dem Brenner (1/8) verbunden sind.
  8. 8. Heißgasmotor nach den Ansprüchen 3, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die verbrennungsluftführenden Rohre (6/1) durch Kleben mittels eines hochtemperaturbeständigen Klebers luftdicht und fest einerseits mit dem Luftvorwärmer (1/9), andererseits dem Brenner (1/8) verbunden sind.
  9. 9. Heißgasmotor nach den Ansprüchen 3, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die verbrennungsluftführenden Rohre (6/1) durch Löten mittels hochtemperaturbeständigem Lotmaterial luftdicht und fest einerseits mit dem Luftvorwärmer (1/9), andererseits mit dem Brenner (1/8) verbunden sind.
  10. 10. Heißgasmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die verbrennungsluftführenden Rohre (6/1), der Luftvorwärmer (1/9) und der Brenner (1/8) in Modulbauweise lösbar miteinander verbunden und als lose Bauteile aneinandergesteckt sowie gegenseitig aneinander abgestützt sind.
  11. 11. Heißgasmotor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die verbrennungsluftführenden Rohre (6/1) jeweils endseitig auf einem Anschlußrohrstutzen (30) am Brenner- Einlaß (31) bzw. (32) am Luftvorwärmer-Auslaß (33) aufgesteckt und diese Verbindungen durch stirnseitige Dichtungen (34, 35) aus hochtemperaturbeständigem Material abgedichtet sind.
  12. 12. Heißgasmotor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungen (34, 35) für mehrere nebeneinanderliegende Rohranschlüsse in einer zusammenhängenden Dichtungsplatte zusammengefaßt sind.
  13. 13. Heißgasmotor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußrohrstutzen (30, 32) ballig ausgebildet und deren Außendurchmesser im balligen Bereich, um eine ausreichende Winkelabweichung der Mittelachsen von Anschlußrohrstutzen und Rohren ohne Klammern und Verkanten zu ermöglichen, so auf den Innendurchmesser der aufzusteckenden Rohre (6/1) abgestimmt sind, daß sich ein gegebener Spalt bis zum Erreichen der Betriebstemperatur zumindest weitestgehend schließt.
  14. 14. Heißgasmotor nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoff der Anschlußrohrstutzen (30, 32) in Bezug auf den Werkstoff der Rohre (6/1) und deren Wärmeausdehnungsfaktoren so gewählt sind, daß die Anschlußrohrstutzen (30, 32) bei Erwärmung eine größere Ausdehnung als die Rohre (6/1) erfahren und sich dabei ein fertigungsseitig genau hierauf abgestimmter Spalt zwischen einem Anschlußrohrstutzen (30 bzw. 32) und einem Rohr (6/1) bis zum Erreichen der Betriebstemperatur zumindest weitestgehend schließt.
  15. 15. Heißgasmotor nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Luftvorwärmer (1/9) mittelbar und starr mit dem Gehäuse des Erhitzersystems (1/6) oder Maschinengehäuse (1/2) des Motors verbunden und der bzw. die Brenner (1/8) schwenkbar im Gehäuse des Erhitzersystems (1/6) gelagert ist bzw. sind, und daß Luftvorwärmer (1/9), Brenner (1/8), verbrennungsluftführende Rohre (6/1) und Dichtungen (34, 35) mittels im kälteren Bereich des Erhitzersystems (1/6) angeordneter Druckfedern (37) über Druckstücke (38) zusammengepreßt und dadurch luftdichte Verbindungen erzeugt sind.
  16. 16. Heißgasmotor nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Brenner (1/8) (mittelbar und fest im Gehäuse des Erhitzersystems (1/6) verankert ist bzw. sind, während der bzw. die Luftvorwärmer (1/9) schwenkbar im Gehäuse des Erhitzersystems (1/6) oder am Maschinengehäuse (1/2) des Motors (1) gelagert ist bzw. sind, und daß Luftvorwärmer (1/9), Brenner (1/8), verbrennungsluftführende Rohre (6/1) und Dichtungen (34, 35) mittels im kälteren Bereich des Erhitzersystems (1/6) angeordneter Druckfedern (37) über Druckstücke (38) zusammengepreßt und dadurch luftdichte Verbindungen erzeugt sind.






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