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Dokumentenidentifikation EP0259517 21.09.1989
EP-Veröffentlichungsnummer 0259517
Titel Arbeitsspindel mit einer Werkzeugaufnahme für Dreh-, Fräs- und dgl. Werkzeuge im Schieber einer Werkzeugmaschine.
Anmelder Schiess AG, 4000 Düsseldorf, DE
Erfinder Noa, Fritz, D-4052 Korschenbroich 4, DE
Vertreter Allgeier, K., 7888 Rheinfelden; Vetter, E., Dipl.-Ing. (FH), Pat.-Anwälte, 8900 Augsburg
DE-Aktenzeichen 3665033
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI, SE
Sprache des Dokument De
EP-Anmeldetag 10.09.1986
EP-Aktenzeichen 861128940
EP-Offenlegungsdatum 16.03.1988
EP date of grant 16.08.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.09.1989
IPC-Hauptklasse B23Q 1/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Arbeitsspindel mit einer Werkzeugaufnahme für Dreh-, Fräs oder dgl. Werkzeuge im Schieber einer Werkzeugmaschine, mittels welcher die Arbeitsweisen Drehen oder Bohren/Fräsen betriebsmäßig in rascher Wechselfolge mit entsprechend unterschiedlichen Werkzeugen, jedoch gleichen Werkzeugträgern mit nur einem Werkzeugaufnahme und -Spannsystem ausgeführt werden können, und bei dem eine rotierende Arbeitsspindel in Wälzlagern im Inneren einer mittels eines druckmittelbeaufschlagbaren Kolbens axialverschieblichen Hülse gelagert ist, durch welche die Arbeitsspindel in der einen wahlweisen Verschiebeposition für den Werkzeugträger Drehen drehfest mit dem Schieber in Verbindung steht, während in der anderen Verschiebeposition diese Verbindung gelöst und die Arbeitsspindel mittels des Rotationsantriebs drehbar ist.

Das Hauptanwendungsgebiet der Erfindung sind Werkzeugmaschinen, auf denen an Werkstücken in einer Aufspannung sowohl Dreharbeiten wie auch Bohr- oder Fräs- oder dgl. Operationen durchgeführt werden.

Drehmaschinen arbeiten mit einem rotierenden Werkstück und einem lediglich von einer Vorschubeinrichtung gegen das Werkstück bewegten Werkzeug (Drehstahl). Viele Bearbeitungsvorgänge verlangen darüber hinaus ein rotierendes Werkzeug, wie etwa einen Fräskopf oder ein Bohrwerkzeug. Bei der Bearbeitung der Nabe einer Kaplanturbine sind zunächst die Lagerbohrung und die Kopffläche zu drehen und dann am Umfang die Flächen für die Befestigung der Kaplanschaufeln zu fräsen. Dieser Vorgang kann nach Umspannen des Werkstücks von einer Karussell-Drehmaschine auf eine Fräsmaschine erfolgen. Neuerdings bekanntgewordenen Werkzeugmaschinen verfügen über einen Werkzeugspannkopf mit einer Werkzeugaufnahme für Drehstähle und über eine weitere Werkzeugaufnahme für rotierende Werkzeuge, wie Fräsköpfe oder Bohrstangen. Der Werkzeugspannkopf wird beim Werkzeugwechsel um 180° gedreht und das im Einsatz befindliche Werkzeug vom Werkstück weg geschwenkt. Da der Werkzeugspannkopf zwei getrennte Aufnahmen für starre und rotierende Werkzeuge besitzt, muß bei jeder Bewegung des Werkzeugkopfes, als z.B. beim Werkzeugwechsel aber auch bei Längs- oder Planbewegungen zu einer Bearbeitungsposition, darauf geachtet werden, daß es nicht zu Kollisionen mit Teilen der Maschine oder des Werkstücks kommt. Derartige Vorrichtungen wurden durch die DE-AS 22 30 143 und durch die AT-PS 379 766 bekannt.

Um deren Nachteile zu vermeiden, hat man versucht, in Abkehr von den bekannten revolverartigen Schwenkköpfen sowohl den Drehantrieb für die Werkzeugaufnahme- und Spannvorrichtung für rotierende Werkzeuge, Fräser, Bohrer u. dgl. wie auch die feststehende Drehmeißelaufnahme einachsig durch geeignete Austauschvorrichtungen am Werkzeugschieber zu bewerkstelligen.

Bei Werkzeugmaschinen auf denen betriebsmäßig in rascher Wechselfolge die Arbeitsverfahren Drehen und Bohren/Fräsen auszuführend sind, müssen bisher trotzdem zwei ganz unterschiedliche Werkzeugaufnahme und -Spannsysteme und damit unterschiedliche Werkzeugträger eingesetzt werden, wobei der Werkzeugträger-Drehen fest am Werkzeugschieber gespannt wird, während der Werkzeugträger-Bohren/Fräsen in einem Vorbaukopf aufgenommen werden muß, der eine umlaufende Arbeitsspindel aufweist. Diese Ausführung bedingt wegen der unterschiedlichen Werkzeug-Befestigungs-Systeme und dem Zeitaufwand für das Anbringen eines kostenaufwendigen Bohr/Fräskopfes auch den Einsatz unterschiedlicher Werkzeugmagazine mit entsprechend unterschiedlicher Magazin-Aufnahmeplätzen.

Andere Lösungen lassen die direkte Aufnahme eines Werkzeugträgers-Bohren/Fräsen in der Arbeitsspindel innerhalb des Werkzeugschiebers zu, aber dann müssen zum Anbringen des Werkzeugträgers-Drehen ein entsprechender Adapter en der Unterseite des Meißelschiebers befestigt werden. Eine derartige Lösung ist bekannt aus der DE-PS 27 00 286 sowie aus der Firmen-Druckschrift Komatsu BTM-complex-312-8306010 M Seite 1 und 3.

Es ist im Laufe der weiteren Entwicklung verschiedentlich versucht worden mittels eines Werkzeugaufnahme- und Spannsystems für die unterschiedlichen Werkzeuge, die die Arbeitsverfahren Drehen wie auch Bohren/Fräsen erfordern, eine einzige Spindelaufnahme zu schaffen.

Dabei steht die Schwierigkeit im Wege, daß die Wälzlagerung der Arbeitsspindel bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art, dem Schnittdruck und den Vibrationen ausgesetzt sind, welche beim Arbeitsgang Drehen unvermeidlich auftreten. Diese werden ungedämpft und voll auf die Wälzlager übertragen, die für solche Lastbedingungen konstruktiv nicht ausgebildet sind.

Da die Wälzlager der Arbeitsspindel für den Bohr/Fräs-Betrieb von diesen beim Drehen auftretenden Kräften nicht entlastet sind, treten selbst bei geringeren Schnittkräften sehr bald Lagerschäden auf. Bei Schnittkräften wie sie bei mittleren und großen Werkzeugmaschinen auftreten, und insbesondere bei unterbrochenem Schnitt verbietet sich diese Lösung grundsätzlich. Auch der Verstärkung der Lager durch größere Dimensionierung sind durch das Erfordernis eines kleinen Eintauchdurchmessers des Werkzeugschiebers enge Grenzen gesetzt.

Eine weiterführende Lösung ist durch die EP 0148679 A1 bekannt geworden. Hier wird zwar durch das Verschieben des Systems Hülse-Spindel dieLagerung der für den Arbeitsvorgang Bohren/Fräsen rotierenden Spindel beim Arbeitsvorgang Drehen entlastet, aber es sind zwei gänzlich unterschiedliche Werkzeugträger- Systeme erforderlich und damit auch für jedes System unterschiedliche Werkzeugmagazine, Magazingreifer u.s.w.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Arbeitsspindel der eingangs genannten Gattung so weiterzubilden, daß mittels ein und desselben Werkzeugaufnahme- und Spannsystems ohne Anbringen von speziellen Vorsatz-Köpfen oder Adaptervorrichtungen sowohl ein Werkzeugträger-Drehen als auch ein Werkzeugträger-Bohren/Fräsen in schneller Wechselfolge aufgenommen werden können. Es soll ein einheitliches Werkzeug-Befestigungs-System geschaffen werden, damit die Werkzeuge für die verschiedensten Arbeitsgänge außer Drehen, also Bohren, Fräsen, Senken, Reiben, Gewindeschneiden in einem einheitlichen Magazin abgelegt werden können, und bei der außerdem vorgesehen ist, daß die Schnittkräfte und Vibrationen, wie sie beim Drehen an mittleren und großen Werkzeugmaschinen, insbesondere bei unterbrochenem Schnitt auftreten, von den Wälzlagern der Lagerung für die rotierende Bewegung ferngehalten werden.

Zur Lösung dieser Aufgabe führt, daß bei der gattungsgemäßen Arbeitsspindel in der einen Verschiebeposition der axialverschieblichen Hülse zum Einsatz eines Werkzeugträgers-Drehen mittels der axialverschieblichen Hülse die Wälzlager-Innenringe aus ihrer Funktionsposition gegenüber ihren Außenringen um einen zulässig großen Betrag axialverschoben sind. Durch diese Maßnahme sind die Wälzlager von dem Schnittdruck und den Stößen infolge des Dreh-Vorganges entlastet. Ein weiteres wesentliches Merkmal der Erfindung besteht darin, daß in der anderen Verschiebeposition der axialverschieblichen Hülse zum Einsatz eines Werkzeugträgers-Bohren/Fräsen die Wälzlager-Innenringe in ihrer Funktionsposition gegenüber ihren Außenringen mittels der unter einer Druckspannung stehenden axialverschieblichen Hülse gehalten sind. Dadurch sind die Lagerringe in ihrer Normallage festgehalten.

Ein weiteres bedeutendes Erfindungsmerkmal ist ferner darin zu sehen, daß die Druckspannung auf die Wälzlager-Ringe in der Funktionsposition durch Variieren der Druckbeaufschlagung der betreffenden Kolbenfläche der axialverschieblichen Hülse an die eingestellte Spindeldrehzahl anpaßbar ist.

Weitere bedeutsame Merkmale, Besonderheiten und Vorteile gehen aus den Patentansprüchen sowie aus dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel hervor, welches im folgenden beschrieben und näher erläutert ist:

Der Werkzeugschieber 1 einer Werkzeugmaschine hat in seinem Inneren eine Bohrung 2, die eine axialverschiebbar Hülse 3 aufnimmt. Letztere ist mit einem beidseitig druckmittelbeaufschlagbaren Ringkolben 3a versehen, dessen Kolbenflächen 4 und 5 über die Leitungen 6 und 7 druckmittelbeaufschlagbar sind.

Beim Arbeitsverfahren Drehen Fig.1 wird die Kolbenfläche 4 über die Leitung 6 mit Druck beaufschlagt und die Hülse 3 verschiebt sich axial um den Betrag h&sub1; in Richtung zum unteren (bzw. vorderen) Ende des Werkzeugschiebers 1. Dabei wird zunächst das hintere Wälzlagerpaar 8 durch Verschieben des Außenringes entlastet und die Hülse 3 legt sich dann mit ihrem konischen Sitz 9a am konischen Sitz 9b der Zwischenhülse 10 an und übt dort eine Klemmwirkung aus.

Die Zwischenhülse 10 liegt mit dem zur WerkzeugschieberUnterseite(bzw.Vorderseite) weisenden Ende am Innenring der vorderen Lagereinheit 11 an,der wiederum am Bund 12 der Arbeitsspindel 13 anliegt und über diesen Bund wird die Arbeitsspindel 13 in der Weise nach unten (bzw. vorne)geschoben, daß darauf die vordere Wälzlagereinheit 11 durch Verschieden des Innenringes entlastet wird und die Arbeitsspindel 13 dann mit ihrem konisch ausgebildeten Sitz 14a an den ebenfalls konischen Sitz 14b des Lagerflansches 15 eine Klemmwirkung ausübt, wobei der Lagerflansch 15 an der Unterseite (bzw. Vorderseite) des Werkzeugschiebers 1 angeordnet ist.

Bei weiterem Druckaufbau vor der Kolbenfläche 4 wird nun die Arbeitsspindel 13 über die beiden konischen Sitze 9a-9b zwischen Hülse 3 und Zwischenhülse 10 und 14a-14b zwischen Arbeitsspindel 13 und Lagerflansch 15 festgeklemmt und die beim Drehen auftretenden Schnitt- und Vorschubkräfte und insbesondere die bei unterbrochenem Schnitt auftretenden Stöße werden direkt über die konischen Sitze 14a-14b und 9a-9b in den Werkzeugschieber 1 geleitet. Die Wälzlagereinheiten 8 und 11 der Arbeitsspindel 13 sind damit vollkommen entlastet und die für das Arbeitsverfahren Bohren/Fräsen erforderliche hohe Genauigkeit dieser Lagerung bleibt dadurch erhalten, daß eine Beschädigung vermieden wird.

Der Werkzeugträger-Drehen 18 wird mit seinem Steilkegel 17a in der Steilkegelbohrung 17b der Arbeitsspindel 13 aufgenommen und in bekannter Weise über den Anzugsbolzen 18 und die Spannzange 19 die über das Tellerfederpaket 20 geschlossen wird geklemmt. Der Werkzeugträger-Drehen stützt sich zusätzlich mit einem sogenannten Mitnehmerstein 21 in einer Nut 22 des Lagerflansches 15 ab, um das auf den Werkzeugträger-Drehen wirkende Drehmoment aufzunehmen.

Das Lösen des Werkzeugträgers-Drehen erfolgt mittels der druckmittelbetätigten Lösestange 23, die das Tellerfederpaket 20 über die Führungsstange 24 zusammendrückt, damit die Spannzange 19 öffnet und der Werkzeugträger-Drehen 16 wird über ein nicht dargestelltes Greifersystem aus dem Werkzeugschieber 1 entnommen.

Beim Arbeitsverfahren Bohren/Fräsen Fig.2 wird die Kolbenfläche 5 des Kolbens 3 a über die Leitung 7 mit Druck beaufschlagt. Dadurch verschiebt sich die Hülse 3 um den Betrag h&sub2; in Richtung zur Oberseite (bzw. Innenseite) des Werkzeugschiebers 1, legt sich mit ihrer Schulter 25 an den Außenring der Wälzlagereinheit 8 an und bringt diese in ihre Funktionsstellung. Darauf wird der konische Klemmsitz 9a-9b zwischen der Hülse 3 und der Zwischenhülse 10 gelöst.

Bei weiterem Druckaufbau vor der Kolbenfläche 5 wirkt die aufgebrachte Druckkraft über die Wälzlagereinheit 8 auf einen Gewindering 26 der über das Gewinde 27 mit der Arbeitsspindel 13 verbunden ist und verschiebt diese weiter nach oben (innen). Dabei löst sich der konische Klemmsitz 14a-14b zwischen der Arbeitsspindel 13 und dem Lagerflansch 15, und darauf wird über die Schulter 12 der Arbeitsspindel 13 die vordere Wälzlagereinheit 11 in ihrer Funktionsstellung festgelegt und zum Tragen gebracht. Dabei wird diese Funktionsstellung der vorderen Wälzlagereinheit 11 durch den Druck auf die Kolbenfläche 5 dadurch dauernd aufrechterhalten, daß die unter Druckspannung stehende Hülse 3 über die unter gleich hoher Druckspannung stehende Wälzlagereinheit 8 und über die mit der ersteren durch die Verschraubung 26, 27 verbundene Arbeitsspindel 13 diese Funktionsdruckkraft auf den anliegenden Wälzlager-Innenring überträgt. Durch Variieren der auf die Kolbenfläche 5 wirkenden Druckmittelspannung kann die betriebsmäßige Verspannung zwischen den Wälzlager-Innen- und Außenringen in den zulässigen Grenzen derart an die Arbeitsweise und die dazu eingestellte Spindeldrehzahl stufenlos angepaßt werden, daß bei niedrigen Drehzahlen eine hohe Verspannung und bei hohen Drehzahlen eine wesentlich geringere Verspannung eingestellt werden kann, um der Lagerwärmung entgegenzuwirken.

In der Zeichnung Fig. 2 ist die Stellung dargestellt, in welcher die Arbeitsspindel 13 für den Arbeitsvorgang Bohren/Fräsen einsatzbereit ist. Der Rotationsantrieb der Arbeitsspindel 13 erfolgt über eine Hohlwelle 28, die in der Rotationsachse im Zentrum des Werkzeugschiebers 1 angeordnet ist.

Das Spannen und Lösen der Werkzeugträger-Fräsen 29 erfolgt in der gleichen Weise wie beim Arbeitsvorgang-Drehen.

Durch das Verschieben der Lagerringe der Wälzlager gegeneinander bei der Arbeitsweise Drehen werden die Wälzlager vom Schnittdruck und den Stößen bei den Drehvorgängen vollständig entlastet. Die axial und radial gerichteten Kräfte beim Drehen werden vom Werkzeugträger unmittelbar auf den Werkzeugschieber übertragen und von diesem aufgenommen, ohne daß die vom Werkzeugträger gelöste Spindel mit ihren Wälzlagern mit dem Werkzeugträ ger bzw. dessen Spannelementen in einer körperlichen Berührung steht. Dadurch sind Beschädigungen der Wälzlager durch Kräfteeinwirkungen beim Drehen ausgeschlossen, so daß deren Lebensdauer nicht beeinträchtigt wird.

Ebenso wesentlich ist die Möglichkeit, die Verspannung der Wälzlagerringe gegeneinander der Spindeldrehzahl anzupassen, was dadurch ermöglicht wird, daß in der Verschiebeposition Drehen der axialverschiebbaren Hülse die Lagerringe dauernd unter dem variablen Anpreßdruck infolge der steuerbaren Druckmittelbeaufschlagung der hier wirksamen Kolbenseite stehen.


Anspruch[de]
  • 1. Arbeitsspindel mit einer Werkzeugaufnahme für Dreh-, Fräs- und dgl. Werkzeuge im Schieber einer Werkzeugmaschine, mittels welcher die Arbeitsweisen Drehen oder Bohren/Fräsen betriebsmäßig in rascher Wechselfolge mit entsprechend unterschiedlichen Werkzeugen, jedoch gleichen Werkzeugträgern mit nur einem Werkzeugaufnahme-und-spannsystem ausgeführt werden können, und bei dem eine rotierende Arbeitsspindel in Wälzlagern im Inneren einer mittels eines druckmittelbeaufschlagbaren Kolbens axialverschieblichen Hülse gelagert ist, durch welche die Arbeitsspindel in der einen wahlweisen Verschiebeposition für den Werkzeugträger-Drehen drehfest mit dem Schieber in Verbindung steht, während in der anderen Verschiebeposition diese Verbindung gelöst und die Arbeitsspindel mittels des Rotationsantriebs drehbar ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß in der einen Verschiebeposition der axialverschieblichen Hülse (3) zum Einsatz eines Werkzeugträgers-Drehen mittels der axialverschieblichen Hülse (3) die Wälzlager-Innenringe gegenüber ihren Außenringen aus ihrer Funktionsposition um einen zulässig großen Betrag axialverschoben sind.
  • 2. Arbeitsspindel nach Anspruch 1

    dadurch gekennzeichnet,

    daß in der anderen Verschiebeposition der axialverschieblichen Hülse (3) zum Einsatz eines Werkzeugträgers Bohren/Fräsen die Wälzlager-Innenringe gegenüber ihren Außenringen in ihrer Funktionsposition mittels der unter einer Druckspannung stehenden axialverschieblichen Hülse (3) gehalten sind.
  • 3. Arbeitsspindel nach Anspruch 2

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Druckspannung auf die Wälzlager-Ringe in der Funktionsposition durch Variieren der Druckbeaufschlagung der betreffenden Kolbenfläche (5) der axialverschieblichen Hülse (3) an die eingestellte Spindeldrehzahl anpaßbar ist.
  • 4. Arbeitsspindel nach den Ansprüchen 1 bis 3

    dadurch gekennzeichnet,

    daß sie mittels der druckmittelbetätigbar axialverschieblichen Hülse (3) ebenfalls axialverschieblich ist.
  • 5. Arbeitsspindel nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die axialverschiebbare Hülse (3) mit dem Kolben (3a) einen sich in Richtung entgegen der Richtung zum Lagerflansch (15) verjüngenden Innen-Konus (9a) aufweist, der in der Verschiebeposition für den Werkzeugträger-Drehen an einen Außen-Gegenkonus (9b) einer auf der Arbeitspindel (13) sitzenden und mit dieser umlaufenden Zwischenhülse (10) angepreßt und dadurch die Arbeitsspindel (13) axialverschoben und mit ihrem sich nach unten (vorne) verjüngenden Konus (14a) an den Innenkonus (14b) des Lagerflansches (15) des Schiebers (1) angepreßt ist.
  • 6. Arbeitsspindel nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Innenringe der Wälzlagereinheiten (8,11) mittels der Zwischenhülse (10) gegen einen Bund der Arbeitsspindel (13) axial verspannt sind.
  • 7. Arbeitsspindel nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6

    dadurch gekennzeichnet,

    daß der (die) Innenring(e) der unteren (vorderen) Wälzlagereinheit (11) mittels einer Spannhülse gegen den Bund (12) der Arbeitsspindel (13) und der (die) Außen ring(e) der oberen (hinteren) Wälzlagereinheit (8) gegen einen Bund der axialverschieblichen Hülse (3) verspannt sind.






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