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Dokumentenidentifikation DE2266044C2 12.10.1989
Titel Vorrichtung zum Herstellen eines Muffenrohres, vorzugsweise aus Beton
Anmelder Forsheda Ideutveckling AB, Värnamo, SE
Erfinder Catoni, Jan, Forsheda, SE;
Malmström, Sven-Erik, Reftele, SE;
Nordin, Karl-Olof, Värnamo, SE;
Sporre, Sten, Forsheda, SE
Vertreter Glawe, R., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., 8000 München; Delfs, K., Dipl.-Ing., 2000 Hamburg; Moll, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., 8000 München; Mengdehl, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Niebuhr, H., Dipl.-Phys. Dr.phil.habil., Pat.-Anwälte, 2000 Hamburg
DE-Anmeldedatum 24.10.1972
DE-Aktenzeichen 2266044
File number of basic patent 22520894
Offenlegungstag 03.05.1973
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.1989
IPC-Hauptklasse B28B 23/00
IPC-Nebenklasse B28B 21/82   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Herstellen eines Muffenrohres, vorzugsweise aus Beton, mit einem Muffenende, dessen Innenfläche mit einem in das Rohrmaterial teilweise eingeformten Dichtungsring versehen ist und - von der Muffenöffnung her gesehen - vor und hinter dem radial nach innen vorstehenden Dichtungsring eine vordere bzw. eine hintere Ringfläche aufweist, mit einem inneren Formring, der eine vordere Formfläche zum Formen der vorderen Ringfläche des Muffenendes, dahinter einen Abschnitt mit geringerem Durchmesser zur Aufnahme des Dichtungsrings und dahinter einen Abschnitt zur Aufnahme eines Gummiformrings zum Formen der hinteren Ringfläche des Muffenendes aufweist, wobei der vordere Teil des Dichtungrings am Formring und sein hinterer Teil am Gummiformring anliegt.

Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (US-PS 29 55 322) hat die vordere Ringfläche der Muffeninnenfläche einen deutlich größeren Durchmesser als die sich an den Dichtungsring anschließende hintere Ringfläche. Dies hängt damit zusammen, daß ein kompakt ausgebildeter Dichtungsring verwendet wird, dessen Wirkung nur dann gewährleistet ist, wenn er auch nach dem Einschieben des Spitzendes in die Muffe seine vorbestimmte Montagestellung beibehält. Dies wird dadurch gewährleistet, daß er auf seiner Rückseite gegenüber den beim Einschieben des Spitzendes auftretenden Kräfte abgestützt wird durch eine ausgedehnte Stirnfläche der Muffe. Auf die vordere Ringfläche kommt es in diesem Zusammenhang nicht an, weil der kompakte und gut abgestützte Dichtungsring selbst hinreichende Führungskräfte auf das Spitzende ausüben kann.

Zur Verankerung des Dichtrings wird dieser in das Muffenmaterial teilweise eingeformt. Dazu wird eine Form mit einem inneren Formring verwendet, die vor einem zur Aufnahme des Dichtrings dienenden Abschnitt eine Formfläche größeren Durchmessers zur Formung der vorderen Ringfläche aufweist. Zur Formung der hinteren Ringfläche dient ein Gummiformring, der auf einen hinteren Abschnitt des inneren Formrings aufgezogen wird und im aufgezogenen Zustand die Gestalt hat, die man für die hintere Ringfläche anstrebt. Nach dem Anformen und Erhärten des Muffenmaterials wird zunächst der innere Formring herausgezogen. Danach liegt der Gummiformring nach innen frei und kann unter entsprechender Verformung herausgenommen werden. Dies ist trotz seiner beträchtlichen Steifigkeit, die im Hinblick auf eine zuverlässige Formgebung notwendig ist, deshalb möglich, weil seine radiale Dicke gering ist beziehungsweise in seinen dickeren Bereichen Schrägflächen vorhanden sind, die die Entfernung erleichtern.

Wenn eine Muffe mit einem Rollring als Dichtungsring ausgerüstet wird, muß die hintere Ringfläche ein im Verhältnis zum Dichtring größeren Durchmesser haben, um die Rollbewegung des Dichtrings zu ermöglichen. Hingegen soll die vordere Ringfläche einen geringeren Durchmesser aufweisen, um als Führungsfläche dienen zu können, weil der Rollring selbst keine Führungsaufgaben übernehmen soll und in seiner Montageanfangsstellung zuverlässig gesichert werden soll. Der Rollring wird durch nachträgliche Montage in die fertige Muffe eingesetzt, was nicht leicht ist, weil sein verdickter Verbindungsteil in eine hinterschnittene Haltenut eingebracht werden muß (DE-GM 71 13 241). Würde man ihn mittels der zuvor erläuterten Vorrichtung in die Muffe einformen wollen, so würde man beim Entformen mit Schwierigkeiten rechnen müssen, weil der Gummiformring im Hinblick auf die Durchmesserunterschiede der vorderen und der hinteren Ringfläche eine wesentlich größere radiale Dicke aufweisen würde und daher nur schwer aus der geformten Muffe entfernt werden könnte.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die für die Herstellung solcher Muffenröhre geeignet ist, bei denen die vordere Ringfläche der Muffe einen geringeren Durchmesser als die hintere aufweist.

Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß die Außenfläche des Gummiformrings in dem auf den innere Formring montierten Zustand in ihrer Gesamtheit einen größeren Durchmesser als die vordere Formfläche des inneren Formrings aufweist und daß der auf dem inneren Formring montierte Gummiformring unter einer größeren Spannung steht als der montierte Dichtungsring.

Aufgrund seiner größeren Spannung zieht sich der Gummiformring nach dem Entfernen des inneren Formrings zusammen, so daß nicht nur die Adhäsion zum Muffenmaterial gelöst, sondern auch der äußere Durchmesser des Gummiformrings gegenüber demjenigen des Dichtungsrings und der vorderen Ringfläche derart verringert wird, daß er sich leicht aus der Muffe entfernen läßt.

Es ist nicht erforderlich, daß die Formfläche zum Formen der vorderen Ringfläche direkt von dem inneren Formring gebildet ist. Sie kann vielmehr auch - ebenso wie der Abschnitt zur Aufnahme des Dichtungsrings - indirekt von dem inneren Formring gebildet sein, indem dieser beispielsweise einen zu bildenden Gummiring abstützt, der mit dem Gummiformring zum Formen der hinteren Ringfläche einstückig verbunden sein kann.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Die Zeichnung zeigt einen Querschnitt durch eine Vorrichtung zum Formen einer Rohrmuffe, die einen Dichtungsring enthält.

Das mit einer Muffe versehene Rohr wird stehend unter Verwendung eines Form- oder Grundringes geformt. Der Formring 30 hat einen Ring 32 zur Ausbildung der freien Stirnfläche der Muffe und einen im wesentlichen zylindrischen Ring 34. Ein Gummiring 36 ist über den oberen Teil des Ringes 34 gestreckt, wobei ersterer in seinem unteren Bereich dieselbe Form hat wie der dem Ring 34 gegenüberstehende Dichtungsring 4. Hierauf wird der Dichtungsring über die an dem Ring 34 und dem Gummiring 36 vorgesehene Fläche gezogen, wobei er weniger gedehnt wird als der Gummiring 36. Die übrigen Formflächen der Gußform sind durch gebrochene Linien dargestellt. Zum Abschluß wird Beton in die Form eingefüllt. Der vorstehende Verbindungsteil 6, der einen verdickten Bereich 10 aufweist, wird in fester Lage in den Beton eingeformt, während der Dichtungsteil 8 teilweise an den Beton angeformt wird. Wenn der Formring 30 nach dem Aushärten des Betons entfernt wird, zieht sich der Gummiring 36 infolge seiner Eigenspannung zusammen, so daß er ohne Schwierigkeiten aus dem Raum oberhalb des Dichtungsringes 4 entfernt werden kann. Nach dem Entfernen des Gummiringes 36 hat die Muffe die Form gemäß Fig. 1, nämlich mit dem Verbindungsteil 6 in die Muffe eingeformt und dem Dichtungsteil 8 lösbar aufgrund der teilweise angeformten Lage mit der Muffe verbunden.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Herstellen eines Muffenrohres, vorzugsweise aus Beton, mit einem Muffenende, dessen Innenfläche mit einem in das Rohrmaterial teilweise eingeformten Dichtungsring versehen ist und - von der Muffenöffnung her gesehen - vor und hinter dem radial nach innen vorstehenden Dichtungsring eine vordere bzw. eine hintere Ringfläche aufweist, mit einem inneren Formring, der eine vordere Formfläche zum Formen der vorderen Ringfläche des Muffenendes, dahinter einen Abschnitt mit geringerem Durchmesser zur Aufnahme des Dichtungsrings und dahinter einen Abschnitt zur Aufnahme eines Gummiformrings zum Formen der hinteren Ringfläche des Muffenendes aufweist, wobei der vordere Teil des Dichtungsrings am Formring und sein hinterer Teil am Gummiformring anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenfläche des Gummiformrings (36) in dem auf dem inneren Formring (30) montierten Zustand in ihrer Gesamtheit einen größeren Durchmesser als die vordere Formfläche des inneren Formrings (30) aufweist und daß der auf dem inneren Formring (30) montierte Gummiformring (36) unter einer größeren Spannung steht als der montierte Dichtungsring (4).






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