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Dokumentenidentifikation DE2817318C3 12.10.1989
Titel Bandkassette
Anmelder TDK Corporation, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Shiba, Haruo, Tokyo, JP
Vertreter Wächtershäuser, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 20.04.1978
DE-Aktenzeichen 2817318
Offenlegungstag 30.11.1978
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.10.1982
Date of publication of amended patent 12.10.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.1989
IPC-Hauptklasse G11B 23/04

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bandkassette gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs. Eine solche Bandkassette ist bekannt aus der JA-PS 40 32 209. Eine ähnliche Bandkassette ist bekannt aus der US-PS 37 51 043. In beiden Fällen ist die Drehfestigkeit dadurch gegeben, daß die Bandführungshülse einen Längsspalt aufweist, in den ein entsprechender Vorsprung am Stift eingreift.

Durch die DE-OS 24 31 969 ist eine Führung für ein Kassettentonband bekannt, die aus einem auf einer Gehäusewand feststehenden Befestigungsstift und aus einer an diesem Stift befestigten Hülse mit niedrigem Reibungskoeffizienten besteht. Die Hülse weist eine konkave Seitenwandung auf und ist entweder aus Kunststoff oder aus Metall als geschlossener Ring geformt.

Weiterhin ist eine Bandkassette bekannt (DE-OS 25 01 866), bei der ein mit einer Ausnehmung ausgebildetes Führungsglied auf einem ortsfesten Stift an der Bodenplatte der Kassette aufgesteckt ist, wobei die Ausnehmung des Führungsgliedes einen Vorsprung an dem Stift umgreift. Dieses bekannte Führungsglied ist aus Kunststoff geformt und ebenfalls aufwendig gestaltet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach und billig herstellbare Bandführung in einer Bandkassette zu schaffen, an der das Band nicht beschädigt werden kann.

Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Patentanspruchs gelöst.

Diese Bandführungshülse kann einfach und billig aus einer Blechplatte hergestellt werden, die zu einer zylindrischen Gestalt gebogen wird, wobei die Naht, d. h. der Längsschlitz in einer Position angeordnet ist, in der keine Berührung mit dem Band erfolgt.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Videobandkassette ohne obere Kassettenhälfte;

Fig. 2 eine schematische Ansicht einer Bandführung in einer herkömmlichen Bandkassette;

Fig. 3 einen Schnitt durch die am Gehäuse befestigte Bandführung;

Fig. 4 eine schematische Ansicht einer Bandführung der Bandkassette gemäß der Erfindung;

Fig. 5-7 Schnitte durch weitere Ausführungsformen von in die Bandkassette eingesetzten Bandführungen;

Fig. 8 eine schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer zylindrischen Bandführung für eine Bandkassette;

Fig. 9 und 10 einen Schnitt und eine schematische Ansicht einer auf einem Stift der unteren Kassettenhälfte befestigten zylindrischen Bandführung;

Fig. 11 eine Abwicklung der zylindrischen Bandführung gemäß Fig. 8 und

Fig. 12 eine schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer zylindrischen Bandführung.

Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht einer Videobandkassette. Mit 1 ist eine untere Kassettenhälfte bezeichnet, in der ein Band 4 einerseits auf einen abwicklungsseitigen Wickelkern 2 und andererseits auf einen aufwicklungsseitigen Wickelkern 3 gewickelt ist. Das Band 4 erstreckt sich vom abwicklungsseitigen Wickelkern 2 über eine Führung 5 und eine Rolle 6 in den Außenbereich und kehrt schließlich über eine Rolle 6&min; und eine Bandführung 5&min; wieder zum aufwicklungsseitigen Wickelkern zurück. Das Band läuft dabei aus der Videobandkassette heraus und die Reibung zwischen dem Band und der Bandführung sollte auf einem Minimum gehalten werden. Bei einem Computer o. dgl. läuft das Band mit äußerst hohen Geschwindigkeiten, so daß die Herabsetzung der Reibung von großer Wichtigkeit ist.

Gewöhnlich verwendet man als Bandführung eine polierte glatte Stange. Zur Herstellung der runden Stange hat man eine Vielzahl komplizierter Verfahren zum Schleifen und Polieren entwickelt, wodurch erhebliche Kosten verursacht werden. Die herkömmlichen Führungen 5, 5&min; werden hergestellt durch Schleifen und Polieren einer runden Stange und Ausbildung der Ausnehmungen 8 zum Festschrauben in der Mitte der oberen und unteren Stirnfläche gemäß Fig. 2.

Die Bandführungen sind in der unteren Kassettenhälfte 1 und an der oberen Kassettenhälfte 9 mit Schrauben 11 und 12 befestigt.

Fig. 4 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer einfach und billig herzustellenden Bandführung für eine Bandkassette. Die Bandführung 13 wird hergestellt durch Biegen einer Metallplatte zu einer zylindrischen Gestalt, wobei ein Schlitz 14 verbleibt. Zur Einsetzung der zylindrischen Bandführung 13 in die Bandkassette wird die Bandführung zwischen der oberen Kassettenhälfte und der unteren Kassettenhälfte von beiden Seiten her mit Schrauben befestigt. Da die Bandführung 13 durch Biegen eines Bleches zu einer zylindrischen Gestalt hergestellt wird, kann die Dicke der Bandführung 13 gering sein. Daher kann gemäß Fig. 5 die Bandführung 13 um einen Stift 17 gebogen sein, welcher einstückig mit der unteren Kassettenhälfte 1 oder mit der oberen Kassettenhälfte 9 verbunden ist. An der anderen Kassettenhälfte (in Fig. 5 an der oberen Kassettenhälfte 9) ist der Stift mit einer Schraube 18 befestigt. Wie Fig. 6 zeigt, kann an der oberen Kassettenhälfte 9 auch ein Vorsprung 23 vorgesehen sein, welcher in eine Ausnehmung des Stiftes 17 eingreift und somit anstelle einer Schraube zur Befestigung des Stiftes 17 verwendet wird.

Fig. 7 zeigt eine zylindrische Bandführung 13, welche in den Innenraum eines hohlzylindrischen Halterungselementes 19 an einer Kassettenhälfte (in Fig. 7 an der unteren Kassettenhälfte 1) eingreift und auf diese Weise festgelegt wird.

In allen Fällen wird die Befestigung noch dadurch verbessert, daß man sich den federnden oder elastischen Effekt der zylindrischen Bandführung 13 mit dem Schlitz 14 zu Nutze macht.

Da die zylindrische Bandführung einen Schlitz aufweist, ist es notwendig, den Schlitz derart anzuordnen, daß ein Kontakt desselben mit dem Band verhindert wird.

Dazu ist an einem Ende der zylindrischen Bandführung 13 eine Nut oder Ausnehmung 15 gemäß Fig. 8 ausgebildet. Andererseits ist ein Vorsprung 16 an dem Stift 17 gemäß den Fig. 9 und 10 ausgebildet, derart, daß der Vorsprung 16 in die Ausnehmung oder Nut 15 eingreift, wenn man die zylindrische Bandführung 13 auf den Stift 17 aufsetzt. Auf diese Weise wird die Position der zylindrischen Bandführung 13 präzise fixiert, so daß Schwierigkeiten einer Verschiebung oder Verdrehung des Schlitzes 14 in eine Position, in der er mit dem Band in Berührung kommen kann, verhindert wird.

Die Nut 15 kann in jedem geeigneten Bereich am Ende der zylindrischen Bandführung 13 ausgebildet sein. Wenn gemäß Fig. 8 die Nut oder Ausnehmung 15 im Bereich des Schlitzes 14 vorgesehen wird, so kann die Ausnehmung 15 gemäß Fig. 11 aus Ausnehmungen oder Kerben 15, 15&min; (keine Nut) an beiden Enden einer Platte 13&min; für die Herstellung der zylindrischen Bandführung 13 gebildet werden, wenn man eine Blechplatte zur Herstellung der zylindrischen Bandführung 13 gemäß Fig. 11 verwendet. Auf diese Weise gelingt die Herstellung der zylindrischen Bandführung, welche eine Nut oder Ausnehmung aufweist, äußerst einfach und billig.

Es ist ferner möglich, an beiden Enden der zylindrischen Bandführung 13 gemäß Fig. 12 je eine Nut oder Ausnehmung 15 vorzusehen.

Die Bandführung in der Bandkassette ist eine zylindrische Bandführung mit einem Schlitz, welche durch Biegen eines Bleches hergestellt wird. Daher sind die Kosten äußerst gering und die Eigenschaften der Bandführung sind denjenigen einer herkömmlichen teuren Bandführung nicht unterlegen. Somit wird eine äußerst wirtschaftliche Bandführung geschaffen, welche keinerlei Störungen hinsichtlich einer Reibung zwischen dem Band und dem (verdrehten oder verschobenen) Schlitz zeigt.


Anspruch[de]
  1. Bandkassette mit einer auf einen in der Kassette befestigten Stift drehfest aufgesteckten Bandführungshülse mit einer glatten Außenfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandführungshülse (13) aus einer gebogenen Platte (13&min;) besteht und eine zylindrische Gestalt mit einem Längsschlitz aufweist, der an beiden Enden in einer mit einem Vorsprung (16) am Stift (17) zusammenwirkenden den Schlitz verbreiternden Ausnehmung (15) endet.






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