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Dokumentenidentifikation DE3030937C2 12.10.1989
Titel Lager von Schienen für Schienenfahrzeuge
Anmelder Clouth Gummiwerke AG, 5000 Köln, DE
Erfinder Ortwein, Hermann, 5000 Köln, DE
Vertreter Happe, O., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 5000 Köln
DE-Anmeldedatum 16.08.1980
DE-Aktenzeichen 3030937
Offenlegungstag 25.03.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.1989
IPC-Hauptklasse E01B 9/38
IPC-Nebenklasse E01B 9/62   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Lager von Schienen für Schienenfahrzeuge, bei der die Schienen auf Lagerplatten befestigt sind, die sich über elastische Zwischenlagen abstützen, wobei die elastischen Zwischenlagen mit einer gedachten senkrechten Linie einen Winkel bilden.

Bei den bekannten Lagern der vorgenannten Art bilden alle Bereiche der elastischen Zwischenlagen mit der gedachten senkrechten Linie einen gleich großen Winkel (DE-OS 28 50 039). Da dieser Winkel einen entscheidenden Einfluß auf die Einfederung hat, ist die Einfederung in einer Richtung, beispielsweise quer zu den Schienen, abhängig von der Einfederung in anderer Richtung, beispielsweise in Richtung der Schienen, d. h. je größer die Einfederung in Richtung der Schienen gewählt wird, um so größer wird auch die Einfederung quer zu den Schienen. Es ist daher notwendig, zwischen den gewünschten Einfederungen in den beiden vorgenannten Richtungen einen Kompromiß zu finden, der häufig dazu führt, daß die Einfederung in der einen Richtung zu klein und in der anderen Richtung zu groß ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Lager von Schienen für Schienenfahrzeuge zu schaffen, bei dem die Einfederung in jeder beliebigen Richtung frei gewählt werden kann, ohne die Einfederung in einer anderen Richtung zu beeinflussen.

Die Lösung der gestellten Aufgabe besteht bei einem Lager der eingangs genannten Art darin, daß die elastischen Zwischenlagen in einem Lagerrahmen angeordnet sind und daß die quer zu den Schienen verlaufenden Teilstücke der elastischen Zwischenlagen in der Draufsicht einen spitzen Winkel miteinander bilden.

Durch die erfindungsgemäße Gestaltung des Lagers ergeben sich unterschiedliche Einfederungen in Richtung quer zu den Schienen, je nachdem von welcher Seite die Beanspruchung erfolgt.

Eine sehr genaue Bestimmung der Einfederung, auch in Richtungen, die weder quer zu den Schienen noch in Richtung der Schienen verlaufen, wird dadurch ermöglicht, daß mindestens die in Richtung der Schienen verlaufenden Teilstücke der elastischen Zwischenlagen in der Draufsicht gewölbt ausgebildet sind.

In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 ein Lager von Schienen für Schienenfahrzeuge im Querschnitt,

Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Abschnitt der rechten Hälfte eines Lagers von Schienen für Schienenfahrzeuge, wobei die Schiene weggelassen ist,

Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2,

Fig. 4 eine Hälfte eines weiteren Lagers von Schienen für Schienenfahrzeuge im Querschnitt.

Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Einrichtung zum Lagern von Schienen für Schienenfahrzeuge besteht aus Lagerrahmen 1, Lagerplatten 2 und elastischen Zwischenlagen 3. Die Schienen 4 sind auf den Lagerplatten 2 in üblicher Weise befestigt; die Lagerplatten 2 stützen sich über die elastischen Zwischenlagen 3 gegen die Lagerrahmen 1 ab. Die Lagerrahmen 1 können eine Bodenplatte 5 aufweisen oder offen sein. Die elastischen Zwischenlagen 3 können als Gummi-Metall-Lager ausgebildet sein; sie weisen quer zu den Schienen 4 verlaufende Teilstücke 31 und in Richtung der Schienen verlaufende Teilstücke 32 auf. Die Teilstücke 31 und 32 können in der Draufsicht gerade oder gewölbt ausgebildet sein. Im vorliegenden Fall verlaufen die Teilstücke 31 gerade, während die Teilstücke 32 gewölbt ausgebildet sind. Die quer zu den Schienen 4 verlaufenden Teilstücke 31 bilden mit einer gedachten senkrechten Linie 6 einen Winkel a (Fig. 3); die in Richtung der Schienen 4 verlaufenden Teilstücke 32 bilden mit einer gedachten senkrechten Linie 7 einen Winkel b (Fig. 1).

Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel bilden die quer zu den (nicht dargestellten) Schienen verlaufenden Teilstücke 31 in der Draufsicht miteinander einen spitzen Winkel c.

In Fig. 4 ist eine Einrichtung zum Lagern von Schienen für Schienenfahrzeuge dargestellt, bei der die Seitenflächen 21 der Lagerplatte 2 abgewinkelt und der obere Teil der elastischen Zwischenlage 3 abgeknickt sind. Der Lagerrahmen besteht aus einem Unterteil 11 und einem Oberteil 12, deren Trennfuge 8 sich im Knickbereich der elastischen Zwischenlage 3 befindet.


Anspruch[de]
  1. Lager von Schienen (4) für Schienenfahrzeuge, bei der die Schienen (4) auf Lagerplatten (2) befestigt sind, die sich über elastische Zwischenlagen (3) abstützen, wobei die elastischen Zwischenlagen (3) mit einer gedachten senkrechten Linie (6, 7) einen Winkel (a, b) bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Zwischenlagen (3) in einem Lagerrahmen (1) angeordnet sind und daß die quer zu den Schienen (4) verlaufenden Teilstücke (31) der elastischen Zwischenlagen (3) in der Draufsicht einen spitzen Winkel (c) miteinander bilden.






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