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Dokumentenidentifikation DE3147035C2 12.10.1989
Titel Detektor zur Registrierung von Marken
Anmelder Ingenieurbüro Rudolf Weber KG, 6100 Darmstadt, DE
Erfinder Weber, Rudolf, 6100 Darmstadt, DE
Vertreter Nix, A., Dipl.-Ing. Dr.jur., Pat.-Anw., 6200 Wiesbaden
DE-Anmeldedatum 27.11.1981
DE-Aktenzeichen 3147035
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.05.1983
Date of publication of amended patent 12.10.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.1989
IPC-Hauptklasse G06K 7/12
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf einen Detektor zur Registrierung von Marken auf bewegten Erzeugnissen, wie er in der Verpackungsindustrie gebraucht wird, wo z.B. bedruckte Folien von einer Rolle abgezogen werden und an einer bestimmten Stelle zu schneiden oder nach dem Druckbild auszurichten und zu falzen sind. Die Erzeugnisse (5), z.B. die Folien oder die Tubenwerkstücke, sind mit einer Druckmarke (6) versehen und der Detektor hat eine Beleuchtungsvorrichtung (1, 2, 15, 3, 4), die zwei in Bewegungsrichtung nebeneinanderliegende Lichtflecke auf das Erzeugnis (5) wirft, sowie eine Optikvorrichtung (4, 8), die das von jedem der Lichtflecke reflektierte Licht auf jeweils eine Photozelle (9a, 9b) wirft, welche mit zwei Widerständen (16, 17) zu einer Brückenschaltung verbunden sind, deren eine diagonale Eckpunkte an einer Gleichspannungsquelle liegen. Das von den anderen diagonalen Eckpunkten abgenommene Signal gelangt über eine Gleichrichterbrücke (20) zu einem Differenzverstärker (18), dessen Ausgangssignale an einen Eingang (23) eines Komparators (22) unverändert angelegt werden sowie über eine Diode (25) einem Glättungskondensator (26) mit parallelgeschaltetem Widerstand zugeführt werden. Ein Teil der geglätteten Spannung wird dem anderen Eingang (24) des Komparators (22) zugeführt und wirkt als "mitlaufende Ansprechschwelle", deren Pegel vom jeweiligen Kontrast der Marken (6) abhängt, mit dem diese sich vom Farbuntergrund des Erzeugnisses (5) abheben. Auf diese Weise wird ....

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Detektor zur Registrierung von Farbmarken auf bewegten Erzeugnissen. Ein solcher Detektor wird in der Verpackungsindustrie gewöhnlich als Druckmarkensteuergerät bezeichnet, wo z. B. bedruckte Folien von einer Rolle abgezogen werden und an einer bestimmten Stelle zu schneiden sind. Ein anderes Beispiel sind Tuben, die nach dem Druckbild ausgerichtet und gefalzt werden müssen.

Dabei sind die Folien oder die Tubenwerkstücke mit einer Druckmarke versehen, die sich dunkel oder hell vom jeweiligen Hintergrund abhebt und die unter Verwendung wenigstens einer Photozelle registriert wird, woraus mittels geeigneter Verstärker ein Steuerimpuls erzeugt wird, der über Schaltgeräte geeignete Stellvorrichtungen in Tätigkeit setzt, welche den Folienschnitt oder die Tubenausrichtung bewirken.

Während die vorstehend angedeutete Erkennung von Marken in der Verpackungsindustrie das Hauptanwendungsgebiet der Erfindung ist, kann diese jedoch allgemein dort Anwendung finden, wo es während eines laufenden Fertigungs-, Verpackungs- oder Fördervorgangs darum geht, in Abhängigkeit von durch Helligkeitsunterschiede optisch erkennbaren Zeitpunkten irgendwelche Anzeige-, Aufzeichnungs- oder Steuersignale zu erzeugen. Es könnte z. B. das Durchlaufen des Randes eines Stückguts durch die Erfassungszone zu registrieren sein, so daß der Rand als die Marke anzusprechen wäre.

Auch braucht die Bewegung des Erzeugnisses gegenüber dem Detektor nur eine relative zu sein, d. h. es wäre denkbar, daß das Erzeugnis stillsteht und sich der Detektor diesem gegenüber bewegt.

Fig. 1 zeigt das Prinzip eines bekannten Detektors mit einer Lampe 1, deren Lichtstrom über eine Sammellinse 2 auf einen teildurchlässigen Spiegel 3 fällt und von hier über eine weitere Sammellinse 4 auf ein bewegtes Erzeugnis 5 fokussiert wird, auf dem in bestimmten Abständen Marken 6 aufgedruckt sind.

Das von dem Erzeugnis 5 reflektierte Licht gelangt über die Sammellinse 4 und durch den teildurchlässigen Spiegel 3 hindurch über eine Blende 7 und eine Sammellinse 8 auf eine lichtempfindliche Zelle 9. Deren elektrisches Signal gelangt über einen Hell-Dunkel- Schalter 10 zu einem Verstärker 11, an dessen Ausgang das Steuersignal U&sub1; abgenommen wird. Der Verlauf des Steuersignals, wenn also die Marke den Lichtfleck überquert, ist in Fig. 1a dargestellt.

Bei dieser bekannten Ausbildung muß der Schalter 10 in Abhängigkeit davon, ob es sich um helle Marken 6 auf dunklem Untergrund oder umgekehrt handelt, in die Stellung gebracht werden, daß der Spannungsimpuls des Steuersignals U&sub1; in positiver Richtung auftritt. Je nach der Helligkeit des Untergrundes muß die Blende 7 so weit geschlossen werden, daß der Grundpegel des Steuersignals U&sub1; zuverlässig unterhalb des Ansprechschwelle liegt, bei deren Erreichen die Steuerfunktion ausgelöst wird. Die Ansprechschwelle muß andererseits zuverlässig im Bereich der Vorderflanke des Spannungsimpulses von U&sub1;, d. h. innerhalb des Signalhubs liegen.

Nachteilig bei dieser Ausbildung ist zunächst die Notwendigkeit der Einstellung des Schalters 10 und der Blende 7. Insbesondere ist aber bei wenig kontrastreichen Marken, also bei Marken, deren Helligkeit sich nur wenig von der des Untergrundes unterscheidet und die demzufolge nur einen geringen Signalhub erzeugen, die Ansprechzuverlässigkeit gering. Dies gilt insbesondere dann, wenn, wie es in der Praxis unvermeidlich ist, die Helligkeit des Erzeugnisses 5 und die Helligkeit der Marken nicht konstant bleiben, sondern Schwankungen auftreten können z. B. wegen ungleichmäßigem Farbauftrag beim Drucken oder durch verschlissene, verblichene oder zerkratzte Farbaufträge. In diesen Fällen müßte die Blende 7 ständig entsprechend dem Grundpegel des Steuersignals U&sub1; nachgestellt werden, was praktisch nicht möglich ist.

Fig. 2 zeigt das Prinzip eines weiteren bekannten Detektors, bei dem die genannten Nachteile der oben betrachteten Ausbildung vermieden sind. Hier wird der Lichtstrom der Lampe 1 hinter der Sammellinse 2 durch ein Prisma 15 aufgespalten, so daß zwei Lichtflecke auf das laufende Erzeugnis 5 geworfen werden, und zwar in Bewegungsrichtung hintereinander, so daß jede Marke 6 kurz aufeinanderfolgend von einem Strahlengang und danach vom anderen Strahlengang getroffen wird.

Bei dieser Ausbildung sind zwei lichtempfindliche Zellen 9a und 9b vorhanden, deren jede von einem der von den beiden Lichtflecken reflektierten Lichtströme beaufschlagt wird, so daß beim Durchlaufen einer Marke zuerst die eine und kurz darauf die andere lichtempfindliche Zelle den Helligkeitssprung registriert.

Die lichtempfindliche Zellen 9a und 9b sind mit Widerständen 16 und 17 zu einer Brückenschaltung verbunden, deren eine diagonale Eckpunkte an eine mit + und - angedeutete Gleichspannungsquelle gelegt sind und deren andere diagonale Eckpunkte an einen Differenzverstärker 18 angeschlossen sind.

Im Ruhezustand, wenn keiner der beiden Lichtflecke auf eine Marke 6 auftrifft, werden die beiden lichtempfindlichen Zellen 9a und 9b von gleichstarken Lichtströmen beaufschlagt, so daß am Eingang des Differenzverstärkers 18 kein Signal anliegt. Auf diese Weise ist der Gleichspannungsanteil bzw. der Grundpegel des Steuersignals unterdrückt und die Blende 7 (Fig. 1) wird entbehrlich.

Weiterhin entstehen beim Durchlaufen einer Marke zwei Spannungsimpulse in verschiedenen Richtungen. In Fig. 2a ist der Verlauf des Steuersignals U&sub2; angedeutet. Der erste Spannungsimpuls entsteht, wenn die Marke den ersten Lichtfleck überquert, und der zweite, wenn die Marke den zweiten Lichtfleck überquert. Dadurch ist auch eine Umschaltung "helle Marke - dunkle Marke" entbehrlich, weil von den beiden Spannungsimpulsen einer immer positiv ist.

Da je nach dem, ob es sich um eine helle oder eine dunkle Marke handelt, die durch die ansteigende Vorderflanke des positiven Impules bewirkte Auslösung der Steuerfunktion entweder bei Erreichen des ersten oder bei Erreichen des zweiten Lichtflecks geschieht, kann es insoweit zu örtlichen Versetzungen der ausgelösten Steuerfunktion kommen, die dem Abstand der Lichtflecke entsprechen, der gewöhnlich zwischen 1 und 2 mm liegt. Die kann nachteilig sein.

Vor allem aber kann auch bei dieser Ausbildung die Ansprechzuverlässigkeit leiden, wenn die Kontrastwerte, mit denen sich die Marken vom Untergrund abheben, und demzufolge die Signalhübe schwanken. Wegen der fest eingestellten Ansprechschwelle, bei deren Erreichen die Steuerfunktion ausgelöst wird, kann es auch hier zu Fehlern kommen.

Da der Grundpegel, der bei der betrachteten Ausbildung um den Wert Null schwankt, und der Maximalwert der von den Marken bewirkten Spannungsimpulse eine gewisse Streubreite haben, kann es bei niedrig eingestellter Ansprechschwelle zu Fehlauslösungen und bei hoch eingestellter Ansprechschwelle zum Ausbleiben von an sich erforderlichen Auslösungen kommen.

Aus der DE-OS 26 36 906 ist ein Detektor zur Registrierung von Farbmarken auf bewegten Erzeugnissen bekannt, bei dem das Steuersignal von einem Komparator angestoßen wird, an dessen einen Eingang das von zwei Lichtempfängern kommende gleichgerichtete Meßsignal unverändert angelegt wird, während der andere Eingang beaufschlagt ist von einem Teil der Ausgangsspannung eines gesteuerten Maximalwertspeichers, dem ebenfalls das Meßsignal zugeführt wird. Mit dieser Ausbildung soll jedoch nur eine von Kontrastschwankungen unabhängige Lage des Schaltpunktortes erzielt werden; eine mitlaufende Anpassung der Empfindlichkeit des Detektors an veränderliche Kontrastwerte wird hier nicht verwirklicht.

Schließlich ist aus der DE-PS 21 53 910 ein optischer Abtaster bekannt, bei dem die einzelnen abzutastenden Objekte mit Abstand aufeinanderfolgen und eine Abschwächung eines auf ein Fotoelement fallenden Lichtstroms bewirken, wobei zwischen den Objekten ein maximaler Lichtstrom auftritt, der jedoch wegen Empfindlichkeitsschwankungen der Meßeinrichtung zu schwankenden Signalpegeln führen kann. Ein Verstärker erzeugt ein Steuersignal, wenn das auf einen seiner Eingänge gegebene Signal niedriger liegt, als ein Bezugssignal an seinem anderen Eingang. Um die schwankenden Signalpegel auszugleichen, wird an den Bezugssignaleingang eine laufend mitgeführte Ansprechschwelle gelegt, die dadurch erhalten wird, daß ein Teil der Spannung des Meßsignals nach Verstärkung einen sich langsam entladenen Kondensator beaufschlagt. Bei dieser Ausbildung geht es jedoch nicht um eine Registrierung von Farbmarken auf bewegten Erzeugnissen und auch nicht um eine Empfindlichkeitsanpassung an schwankende Kontrastwerte derselben.

Ausgehend von der vorstehend anhand der Fig. 2 beschriebenen bekannten Ausbildung liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Detektor der eingangs genannten Art mit erhöhter Ansprechzuverlässigkeit und -genauigkeit zu beschaffen, wobei der Einfluß von schwankenden Kontrastwerten der Marken auf die Auslösefunktion möglichst gering sein soll.

Zur Lösung dieser Aufgabe werden erfindungsgemäß die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 genannten Merkmale vorgeschlagen.

Durch eine solche Ausbildung wird eine vom jeweils aktuellen Kontrast der Marken abhängige "mitlaufende Ansprechschwelle" verwirklicht, wie in der folgenden Beispielsbeschreibung noch näher erläutert wird. Außerdem sind die beiden Spannungsimpulse des Steuersignals wegen der Gleichrichtung positiv, so daß unabhängig von der Helligkeitsabweichung der Marke gegenüber dem Untergrund (hell oder dunkel) der erste Impuls die Schaltauslösung bewirken wird.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Durch die Maßnahme nach Anspruch 2 wird der jeweils aktuelle Kontrast der Marken für die Bedienungsperson angezeigt.

Durch die Maßnahme nach Anspruch 6 kann die an sich automatisch mitlaufende Ansprechschwelle zusätzlich noch bezüglich ihres Niveaus von Hand beeinflußt werden, was dann von Vorteil sein kann, wenn die Streubreite, mit der der Grundpegel schwankt, sich wesentlich unterscheidet von der Streubreite, mit der der Wert des Signalmaximums schwankt. Wenn z. B. die letztere Streubreite besonders klein ist, wird man die Ansprechschwelle etwas nach oben, mehr zum Signalmaximum anheben wollen, selbstverständlich außerhalb von dessen Streubreite bleibend.

Die Erfindung wird nachfolgend durch die Bescheibung von Ausführungsbeispielen weiter erläutert. Es zeigt

Fig. 3 das Prinzip eines erfindungsgemäßen Detektors;

Fig. 4 einen Teil der Schaltung, bei dem die Gleichrichtung des von den anderen diagonalen Brückeneckpunkten abgenommenen Signals durch zwei antiparallel geschaltete Operationsverstärker erfolgt;

Fig. 5 einen Teil der Schaltung, bei dem die Höhenlage der mitlaufenden Ansprechschwelle auch noch von Hand beeinflußt werden kann.

Das in Fig. 3 gezeigte Prinzip eines erfindungsgemäßen Detektors entspricht bezüglich des optischen Teils der anhand von Fig. 2 erläuterten bekannten Ausbildung. Die von den diagonalen Eckpunkten der aus den lichtempfindlichen Zellen 9a und 9b sowie den Widerständen 16 und 17 bestehenden Brücke abgenommene Signalspannung wird nunmehr jedoch gleichgerichtet, wozu im betrachteten Beispiel eine Gleichrichterbrücke 20 dient, die vor den Differenzverstärker 18 geschaltet ist. Am Ausgang des Verstärkers 18 erscheinen somit gleichgerichtete Nutzsignale U&sub3;, deren Verlauf in Fig. 3a gezeigt ist. Bei jeder Überquerung der Lichtflecke durch eine Marke werden zwei positive Spannungsimpulse erzeugt, deren Amplitude von der Kontraststärke der Marke abhängt.

Die Nutzsignale gelangen über einen Schutzwiderstand 21 unverändert auf den einen Eingang 23 eines Komparators 22. Dieser erzeugt an seinem Ausgang ein Steuersignal U&sub4;, wenn der Spannungswert an seinem Eingang 23 über dem am anderen Eingang 24 liegenden Spannungswert liegt.

Auf diesen anderen Eingang 24 gelangen die gleichgerichteten Nutzsignale U&sub3; nach einer Verarbeitung, die die Wirkung hat, daß der maximale Wert von U&sub3; jeweils gespeichert wird und mit starker Dämpfung abfällt, wobei ein bestimmter Teil des gespeicherten Wertes den Eingang 24 beaufschlagt.

Hierzu gelangen die Nutzsignale zunächst über eine Diode 25 zu einem Glättungskondensator 26, dem ein Widerstand 27 parallelgeschaltet ist, über den die bei jedem Eintreffen eines Impulses gespeicherte Ladung stark gedämpft abfließen kann. Die Zeitkonstante dieses RC-Kreises ist bedeutend höher als die Impulsfolge, d. h. die Durchlauffrequenz der Marken, so daß die am Kondensator 26 anliegende, von diesem geglättete Spannung ständig in der Nähe des Maximalwerts der Nutzsignale U&sub3; liegt, jedoch einer beständigen Änderung von deren Maximalwert längerfristig folgt.

Die geglättete Spannung gelangt zum einen Ende eines aus den Widerständen 28 und 29 bestehenden Spannungsteilers, dessen anderes Ende an Masse liegen könnte, vorliegend aber an einem noch zu beschreibenden Transistorschalter liegt. Vom Verbindungspunkt der Widerstände 28 und 29 wird ein bestimmter Teil der geglätteten Spannung abgenommen, z. B. die Hälfte derselben, und dem anderen Eingang 24 des Komparators 22 zugeführt.

Dieser am Eingang 24 anliegende Teil der geglätteten Spannung stellt die Ansprechschwelle dar, da der Komparator 22 erst dann das Steuersignal an seinem Ausgang erzeugt, wenn der Spannungswert des unveränderten Nutzsignals U&sub3; an seinem Eingang 23 die Schwellwertspannung an seinem Eingang 24 überschreitet. Die erzeugten Steuersignale U&sub4; sind in Fig. 3b qualitativ dargestellt.

Es ist zu sehen, daß bei einer nicht nur einmaligen, sondern bleibenden Änderung des Kontrastes der Marken 6 auf dem Erzeugnis 5, die eine anhaltende Änderung der jeweiligen Maximalwerte der gleichgerichteten Nutzsignale hinter dem Verstärker 18 zur Folge hat, auch die geglättete Spannung am Kondensator 26 sich entsprechend ändern wird und die Ansprechschwelle am Eingang 24 entsprechend folgt. Bei einer Abnahme des Kontrastes sinkt die Ansprechschwelle und bei einer Erhöhung des Kontrastes steigt die Ansprechschwelle.

Zur Erhöhung der Schaltzuverlässigkeit ist beim betrachteten Ausführungsbeispiel das andere Ende des aus den Widerständen 28 und 29 bestehenden Spannungsteilers an eine als Schaltvorrichtung 30 wirkende Reihenschaltung aus einem npn-Transistor 31 und einem pnp-Transistor 32 gelegt, deren Kollektor- Emitter-Strecken unter Zwischenschaltung einer Diode 33 zwischen den Anschlüssen einer Gleichspannungsquelle in Reihe geschaltet sind und deren Basen vom gleichgerichteten Nutzsignal U&sub3; angesteuert sind. An den zwischen dem Emitter des npn-Transistors 31 und der Diode 33 liegenden Anschluß ist noch ein Verzögerungskondensator 34 angeschlossen.

Die Schaltvorrichtung 30 hat vor allem die Wirkung, daß beim Anstieg des Nutzsignals U&sub3; der npn-Transistor 31 leitend gesteuert wird, so daß der Verzögerungskondensator 34 sich aufzuladen beginnt. Damit steigt das Potential am anderen Ende des Spannungsteilers 28, 29 verzögert an und erreicht im Bereich des Maximums des Nutzsignals U&sub3;, also jedenfalls vor dessen Abfall, einen Wert, die die am anderen Eingang 24 des Komparators 22 anliegende Spannung so weit anhebt, daß der Komparator wieder sperrt. Wenn das Nutzsignal U&sub3; wieder verschwindet, sperrt der npn-Transistor 31 und der pnp-Transistor 32 wird leitend, so daß der Verzögerungskondensator 34 sich wieder entladen kann.

Würde also, wie oben gesagt, das andere Ende des Spannungsteilers 28, 29 an Masse liegen, so würde am anderen Eingang 24 des Komparators 22 eine ihre Größe während eines Schaltzyklus im wesentlichen nicht ändernde Schwellwertspannung anliegen, und das Steuersignal U&sub4; würde erst wieder verschwinden, wenn das Nutzsignal U&sub3; unter diese Schwellwertspannung gesunken ist. Durch die Schaltvorrichtung 30 wird demgegenüber das Steuersignal U&sub4; früher beendet.

Die betrachtete Schaltung hat noch einen Zweig, der dazu dient, die jeweiligen Kontrastwerte der Marken anzuzeigen, z. B. damit eine Bedienungsperson gegebenenfalls eingreifen kann. Hierzu werden die gleichgerichteten Nutzsignale am Ausgang des Verstärkers 18 über eine Diode 35 einem weiteren Glättungs- und Speicherkondensator 36 zugeführt, dessen Spannung auf einen Verstärker 37 wirkt, an dessen Ausgang eine Leuchtdiodenzeile 38 angeschlossen ist. Ähnlich wie die Spannung am Glättungskondensator 26 folgt die Spannung am Kondensator 36 den maximalen Werten der Nutzsignale und damit dem Kontrast der Marken. Je höher die Spannung am Ausgang des Verstärkers 37 ist, umso mehr Leuchtdioden leuchten, so daß die Größe des jeweils gegebenen Kontrastes der Marken an der Anzahl der leuchtenden Dioden der Leuchtdiodenzeile 38 abgelesen werden kann.

Es versteht sich, daß auch ein anderes Anzeigegerät Verwendung finden könnte, z. B. auch eine Spezialleuchtdiode, die mit der Höhe der Spannung ihre Farbe ändert. Ebenso versteht es sich, daß das Anzeigegerät auch am Glättungskondensator 26 angeschlossen sein könnte; der im Beispiel gezeigte besondere Anzeigezweig mit der Diode 35 und dem Kondensator 36 kann aber zweckmäßig sein, wenn zur Anzeige eine andere Zeitkonstante gewünscht ist, als sie vom Kondensator 26 verwirklicht wird.

Fig. 4 zeigt, wie die Gleichrichterbrücke 20 dadurch ersetzt werden kann, daß anstelle des Verstärkers 18 zwei antiparallelgeschaltete Operationsverstärker 18a und 18b verwendet werden. Hier wird das gleichgerichtete Nutzsignal von den durch Dioden 39 und 40 entkoppelten und dahinter zusammengeführten Ausgängen derselben abgenommen. Diese Ausbildung vermeidet die Nachteile von gewöhnlichen Gleichrichtern, die in der Nähe des Nullpunkts keine lineare Kennlinie aufweisen, insbesondere unterhalb einer Schwellwertspannung von etwa 0,7 V.

Fig. 5 zeigt schließlich, wie am anderen Ende des aus den Widerständen 28 und 29 bestehenden Spannungsteilers noch ein Potentiometer 41 angeschlossen ist, wobei dieses durch eine Entkopplungsdiode 42 von der Transistorschaltvorrichtung 30 entkoppelt ist. Durch das Potentiometer 41 kann am Fußpunkt des Spannungsteilers eine Vorspannung angelegt werden, die verhindert, daß das Potential hier unter einen bestimmten Wert sinkt. Dies hat die Wirkung, daß auch die Ansprechschwelle nicht unter einen bestimmten Wert absinken kann. Eine solche Maßnahme ist zweckmäßig, wenn z. B. der Grundstörpegel eine besonders hohe Amplitude hat und die hierdurch auftretende Gefahr des Fehlansprechens vermieden werden soll.


Anspruch[de]
  1. 1. Detektor zur Registrierung von Farbmarken auf bewegten Erzeugnissen und Erzeugung eines Steuersignals mit einer Beleuchtungsvorrichtung, die zwei in Bewegungsrichtung hintereinanderliegende Lichtflecke auf das Erzeugnis wirft, und mit einer Optikvorrichtung, die das von jedem der Lichtflecke reflektierte Licht auf jeweils eine Photozelle wirft, welche mit zwei Widerständen zu einer Brückenschaltung verbunden sind, deren eine diagonale Eckpunkte an einer Gleichspannungsquelle liegen und deren andere diagonale Eckpunkte mit einem Differenzverstärker verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß das von den anderen diagonalen Eckpunkten abgenommene Signal nach Gleichrichtung dem Differenzverstärker (18) zugeführt wird, dessen Ausgangssignal an den einen Eingang (23) eines Komparators (22) unverändert angelegt wird sowie über eine Diode (25) einem Glättungskondensator (26) mit parallelgeschaltetem Widerstand (27) zugeführt wird, wobei die geglättete Spannung mittels eines Spannungsteilers (28, 29) geteilt wird, die Teilspannung dem anderen Eingang (24) des Komparators (22) zugeführt wird, von dessen Ausgang das Steuersignal abgenommen wird, und das ausgangsseitige Ende des Spannungsteilers (28, 29) an eine aus der Reihenschaltung eines npn-Transistors (31) und eines pnp-Transistors (32), die mit ihrer Basis jeweils mit dem Ausgang des Differenzverstärkers (18) verbunden sind, aufgebaute Schaltvorrichtung (30) und einen Kondensator (34) angeschlossen ist.
  2. 2. Detektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die geglättete Spannung einer Anzeigevorrichtung zugeführt wird.
  3. 3. Detektor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtung eine Leuchtdiodenzeile (38) ist.
  4. 4. Detektor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtung eine ihre Farbe ändernde Leuchtdiode ist.
  5. 5. Detektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichrichtung des von den anderen diagonalen Eckpunkten abgenommenen Signals mittels zweier antiparallel geschalteter Operationsverstärker (18a,18b) erfolgt.
  6. 6. Detektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am ausgangsseitigen Ende des Spannungsteilers (28, 29) eine einstellbare Vorspannung angelegt wird.
  7. 7. Detektor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die einstellbare Vorspannung mittels eines Potentiometers (41) erzeugt wird.






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