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Dokumentenidentifikation DE3400358C2 12.10.1989
Titel Einlauf für einen Stromabnehmer in eine insbesondere mehrpolige Schleifleitung
Anmelder Paul Vahle GmbH & Co KG, 4708 Kamen, DE
Vertreter Henfling, F., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 4600 Dortmund
DE-Anmeldedatum 07.01.1984
DE-Aktenzeichen 3400358
Offenlegungstag 18.07.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.1989
IPC-Hauptklasse H02G 5/04
IPC-Nebenklasse B60M 1/30   
Zusammenfassung Als Einlaufhilfe für Schwenkarmstromabnehmer (21, 21'...) in eine insbesondere mehrpolige Schleifleitung (11) werden der Schleifleitung (11) seitlich im stirnseitigen Überstand (33) über die Schleifleitung (11) trichterförmig auseinander laufende Leitbleche (31, 31') zugeordnet, die den Stromabnehmerblock (22) so auf die Schleifleitung (11) ausrichten, daß die Stromabnehmer (21...) mit den Bestandteil der Schleifleitung (11) bildenden Stromschienen (12...) fluchten, außerdem wird der vor der Aufweitung (33) der Leitbleche (31, 31') endende Endbereich (z. B. 121) der Stromschienen (12...) auf ein Niveau (H) hochgebogen, das über dem Niveau (h) liegt, das die unbelasteten Stromabnehmer (21...) einnehmen, und die Überführung der Stromabnehmer (21...) bzw. der Bestandteil der Stromabnehmer (21...) bildenden Schleifkohlen (z. B. 213) auf das Niveau (N) der Schleifleitung (11) resultiert aus dem Entlanggleiten der Schleifkohlen (z. B. 213) der die hochgebogenen Endstücke (z. B. 121) der Stromschienen (12...) unterfahrenden Stromabnehmer (21...) an den Endstücken (z. B. 121).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Einlauf gemäß der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Gattung für einen Stromabnehmer in eine insbesondere mehrpolige Schleifleitung. Ein solcher Einlauf ist dem Vahle-Firmenkatalog Nr. 2/D 73 aus 1973 zu entnehmen.

Für den einwandfreien Einlauf von Stromabnehmern in Schleifleitungen etwa nach Durchlaufen eines Verzweigungs- bzw. Weichenbereichs, in dem die Schleifleitung zwangsläufig unterbrochen werden muß, sieht man einlaufseitig über die Schleifleitung vorspringende Einlauftrichter vor, die den bzw. die Stromabnehmer auf die Bestandteil der Schleifleitung bildenden Stromschienen orientieren. Die bislang verwendeten Einlauftrichter weisen hierfür zusätzlich zu den die Stromabnehmer in die Flucht der Stromschienen überführenden seitlichen Leitflächen dann auch eine gegen die Ebene der Stromschienen einfallende Leitfläche auf, mit der die Stromabnehmer soweit aus ihrer maximalen Anstellung gedrückt werden, daß sich die Schleifflächen der Schleifkohlen vor dem Auflaufen auf die Stromschienen in der Ebene der Schleifflächen der Stromschienen befinden. Die bekannten Einlauftrichter bestehen in der Regel aus Blech, wobei mindestens die gegen die Ebene der Stromschienen einfallende Leitfläche mit einer Isolierung versehen ist, die einen Kurzschluß zwischen benachbarten, gleichzeitig einlaufenden Stromabnehmern verhindern soll. Aufgrund an der Isolierung zwangsläufig auftretenden Abriebs stellt dieser Bereich des Einlauftrichters eine Gefahrenquelle dar, da es bei durchgeschliffener Isolierung dann noch zu Kurzschlüssen kommt. Gleichermaßen muß ein erhöhter Abrieb an Schleifkohle in Kauf genommen werden.

Ausgehend vom im Vorausgehenden umrissenen Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, das Problem der Ausrichtung von in Schleifleitungen einlaufenden Stromabnehmern unter Vermeidung der aufgezeigten Nachteile besser zu lösen.

Die Aufgabe wird mit einem Einlauf entsprechend den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 aufgeführten konstruktiven Merkmalen gelöst.

Dieser Einlauf verzichtet auf das bislang übliche, gegen die Ebene der Stromschienen einfallende Leitblech und die Funktion dieses in Fortfall gekommenen Leitblechs wird durch die aus der Ebene der Stromschienen weggebogenen Stromschienenenden selbst übernommen, gegen die die Stromabnehmer, das heißt die Schleifkohlen der Stromabnehmer, auflaufen, nachdem die Stromabnehmer zuvor durch die nach wie vor vorhandenen seitlichen Leitbleche in die Flucht der Stromschienen überführt worden sind.

Die Gefahr von Kurzschlüssen und daraus resultierenden Folgeerscheinungen im Einlaufbereich der Schleifleitung ist damit gebannt. Als weiterer Vorteil ergibt sich ein geringerer Verschleiß der Schleifkohle.

Die seitlichen Leitbleche des neuen Einlaufs sind zweckmäßigerweise über ohnehin vorhandene, eine Mehrzahl von Stromschienen zusammenfassende Stromschienenhalter mit der Schleifleitung verbunden. Zur Stabilisierung trägt bei, wenn die seitlichen Leitbleche zusätzlich außerhalb des Eingriffsbereichs der Stromabnehmer durch Querstege verbunden sind, die dann beispielsweise auch als Widerlager für einen Berührungsschutz dienen können.

In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines in schematischer Weise dargestellten Ausführungsbeispieles weitergehend erläutert. Es zeigt

Fig. 1 den neuen Einlauf in Draufsicht,

Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1.

In Fig. 1 ist eine abgehängte dreipolige Schleifleitung 11 mit den Stromschienen 12, 12&min; und 12&min;&min; dargestellt. Bei den Stromschienen handelt es sich - erläutert an der Stromschiene 12 in Fig. 2 - um einen Kupferleiter 122, der mit einem Berührungsschutz 123 versehen ist, der dann auch der Führung der Bestandteil des Stromabnehmers 21 bildenden Schleifkohle 213 dient.

Entsprechend der dreipoligen Schleifleitung sind drei Stromabnehmer 21, 21&min; und 21&min;&min; vorgesehen, die in einem Block 22 zusammengefaßt sind (Fig. 1), von dem die Schwenkarme, z. B. 211 ausgehen, die am freien Ende mit dem die Schleifkohle 213 enthaltenden Stromabnehmerkopf 212 versehen sind. Bei in Wirkeingriff mit der Stromschiene, z. B. 12, stehendem Stromabnehmer 21 erstreckt sich die Schleifkohle 213 durch den Berührungsschutz 123 der Stromschiene 12 und liegt gegen die Kupferschiene 122 an.

Einlaufseitig ist die Schleifleitung 11 zu beiden Seiten mit Leitblechen 31, 31&min; versehen, die über den Endbereich der Schleifleitung 11 vorspringen und im Abstand a von der Schleifleitung 11 trichterförmig divergieren (33). Im Einlaufbereich, das heißt im Bereich der Leitbleche 31 und 31&min; sind die Stromschienenenden, z. B. 121, in ein Niveau H hochgebogen, das oberhalb des Niveaus h liegt, in dem sich die unbelasteten Stromabnehmer 21, 21&min; . . . befinden (Fig. 2).

Befestigt sind die seitlichen Leitbleche 31 und 31&min; an ohnehin vorgesehenen Haltern 13 und 13&min; für die Stromschienen 12, 12&min; und 12&min;&min;. Zur Aussteifung können zusätzliche Querstege 32 und 32&min; vorgesehen sein, die sich zur Ablage eines Berührungsschutzes anbieten aber auch zur Aufhängung des Systems verwendet werden können.

Beim Einlaufen (Pfeil E in Fig. 1) durchläuft der Block 22, in dem die Stromschienen 21, 21&min; und 21&min;&min; zusammengefaßt sind und der auf die Breite der Schleifleitung 11 ausgelegt ist, zunächst den trichterförmig aufgeweiteten Teil 33 des Einlaufs 31, 31&min;. Dabei werden die Stromabnehmer 21, 21&min; und 21&min;&min; auf die Stromschienen 12, 12&min; und 12&min;&min; der Schleifleitung 11 ausgerichtet. Im auf die Stromschienen 12, 12&min; und 12&min;&min; ausgerichteten Zustand unterfahren die Stromabnehmer 21, 21&min; und 21&min;&min; mit ihren Schleifkohlen, z. B. 213, sodann die hochgebogenen Enden, z. B. 121, der entsprechenden Stromschienen 12, 12&min; und 12&min;&min;. An den hochgebogenen Endstücken, z. B. 121, der Stromschienen 12, 12&min; und 12&min;&min; entlang gleitend werden die Stromabnehmerköpfe, z. B. 212, mit der Schleifkohle 212 sodann auf das Niveau N der Schleifleitung 11 heruntergedrückt.


Anspruch[de]
  1. 1. Einlauf für einen in Wirkeingriff mit insbesondere einer Mehrzahl von nebeneinander angeordneten, in Abständen in Stromschienenhaltern zusammengefaßten, berührungsgeschützten Stromschienen kommenden, dementsprechend insbesondere mehrpoligen, mit Schleifkohlen versehenen Stromabnehmer, der derartig trichterförmig ausgebildet ist, daß er sowohl einen Höhenversatz als auch einen Seitenversatz des Stromabnehmers korrigiert, und beim Einlaufen des Stromabnehmers dessen Schleifkohlen vor der Kontaktgabe mit den Stromschienen bezüglich der Stromschienen ausrichtet, dadurch gekennzeichnet, daß die über die maximale Anstellung der Stromabnehmer (211) hinaus in Andruckrichtung des Stromabnehmers (211) aus der Ebene der Stromschienen (12, 12&min;. . . ) weggebogenen Stromschienenenden (121, 121&min;. . . ) seitlich von Leitblechen (31, 31&min;) eingefaßt sind, die in einem über die einlaufseitigen Stirnseite der Schleifleitung vorspringenden ersten Bereich einen der Breite des Stromabnehmerblocks (21, 21&min;. . . ) entsprechenden und den Stromabnehmerblock (21, 21&min;. . . ) auf die Schleifleitung und damit die Schleifkohlen (213) vor der Berührung mit den Stromschienen (12, 12&min;. . . ) in die Flucht der Stromschienen (12, 12&min;. . . ) überführenden Abstand aufweisen, an den sich zum Anfang des Einlaufs hin ein trichterförmig auseinanderlaufender zweiter Bereich (33) anschließt.
  2. 2. Einlauf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitbleche (31, 31&min;) über Stromschienenhalter (13, 13&min;) mit der Schleifleitung (11) verbunden sind.
  3. 3. Einlauf nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitbleche (31, 31&min;) über Kopf durch eine Mehrzahl von im Abstand voneinander angeordneten Stegen (32, 32&min;) miteinander verbunden sind.






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