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Dokumentenidentifikation DE3415796C2 12.10.1989
Titel Stichsägetisch und Frästisch
Anmelder Becher, Reinhard, 7000 Stuttgart, DE
Erfinder Becher, Reinhard, 7000 Stuttgart, DE
DE-Anmeldedatum 27.04.1984
DE-Aktenzeichen 3415796
Offenlegungstag 07.11.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.1989
IPC-Hauptklasse B23D 49/08
IPC-Nebenklasse B27B 19/02   
Zusammenfassung Der Stichsägetisch und Frästisch wird mittels einer Schraubzwinge (19) an einem Werktisch befestigt und dient zum stationären Einsatz einer Stichsäge unter Verwendung nur eines Anschlages (3), der sowohl als Parallel- als auch als Winkelanschlag benutzbar ist. Weiter kann er auch auf die Grundplatte eines Bohrständers montiert und als Frästisch verwendet werden. Der Stichsägetisch und Frästisch besteht aus einer ebenen quadratischen Tischplatte (1), die in ihrer Oberseite eine umlaufende Nut (2) aufweist, die an allen vier Seiten denselben Abstand zur Außenkante aufweist. Ein Anschlag (3) übergreift u-förmig die Tischplatte (1) und wird mittels zweier Zapfen (4) in der Plattennut (2) geführt. Parallel zu einer Außenkante sind mehrere rechteckige Durchbrüche (6) in der Tischplatte (1) angeordnet, mit Hilfe derer die Tischplatte (1) auf den Bohrständergrundplatten befestigt werden kann. Die Unterseite der Tischplatte (1) weist eine Vorrichtung (7) auf, mit deren Hilfe der Stutzen eines Staubsaugerschlauches (18) befestigt werden kann, damit der Staub unterhalb der Tischplatte abgesaugt werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Stichsägetisch und Frästisch, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Aus der DE 79 23 533 U1 ist eine ebene, quadratische Tischplatte bekannt, deren Rand rundum mit einer Schräge versehen ist, in welche entsprechend profilierte Klemmleisten eines Anschlages eingreifen und mittels eines Exzenterhebels festgesetzt werden. Der Anschlag kann dadurch sowohl längs als auch quer verwendet werden.

Diese Konstruktion der Festsetzung des Anschlages erfordert ein sehr stabiles und damit teures Material. Würde der Anschlag aus preisgünstigem Kunststoffmaterial gefertigt sein, dann würde bei Betätigung des Exzenterhebels die Kraft auf die Mitte des Anschlages übertragen und mindestens zum Verzug, eventuell sogar zum Bruch des Anschlages führen. Die Verwendung des Anschlages als Winkelanschlag ist nicht möglich, da durch die weit auseinanderliegenden Führungen zu beiden Seiten der Platte beim Schieben des Anschlages mit angelegtem Werkstück in Richtung Sägeblatt ein Verkanten des Anschlages unvermeidlich wäre.

Aus der DE 30 39 459 A1 ist ein Stichsägetisch bekannt, der einen Anschluß zur Staubabsaugung durch einen Staubsauger aufweist. Diese Staubabsaugung erfolgt oberhalb des Stichsägetisches.

Diese Staubabsaugung oberhalb des Stichsägetisches entfernt zwar den dort anfallenden Sägestaub, aber die nach unten austretenden Sägespäne können nicht erfaßt werden. Jedoch gerade diese Sägespäne sind für die Stichsäge besonders gefährlich, da diese in das Innere der Maschine gelangen und zu vorzeitigem Verschleiß führen können, besonders wenn Metallspäne eindringen.

Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, eine Tischplatte zu schaffen, die sowohl zum stationären Einsatz jeder Stichsäge als auch zum Aufmontieren auf alle Bohrständergrundplatten geeignet ist, die einen Anschlag aufweist, der an allen Plattenseiten führbar und als Parallelanschlag so festsetzbar ist, daß die Kraft nicht auf den Mittelschenkel, sondern auf die Kante des Anschlages wirkt und als Winkelanschlag genau und trotzdem leicht und nicht verkantend verschoben werden kann, und die durch einen Staubsaugeranschluß auf der Plattenunterseite die Staubabsaugung der beim Sägen nach unten austretenden Sägespäne ermöglicht.

Die durch die Erfindng erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß durch die Doppelfunktion als Stichsägetisch und Frästisch Kosten gespart werden, daß durch eine besonders günstige Kraftübertragung der Feststellschraube eine Herstellung des Anschlages auch aus preisgünstigem Kunststoffmaterial mäglich ist und durch die Anordnung der Führung an nur einer Plattenseite die Verwendung des Anschlages auch als verschiebbarer Winkelanschlag sicher möglich ist, und daß durch die Staubabsaugung unterhalb der Tischplatte die Stichsäge geschont wird.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 die Sicht von oben auf die Tischplatte mit eingesetztem Anschlag,

Fig. 2 die Sicht der Tischplatte von unten,

Fig. 3 die Tischplatte von der Seite mit eingesetztem Anschlag und der Vorrichtung zur Aufnahme des Staubsaugerschlauches in der Ausführung, bei welcher der Mantel der Durchbrechung geschlitzt ist,

Fig. 4 die Tischplatte von der Seite mit der Vorrichtung zur Aufnahme des Staubsaugerschlauches in der Ausführung, bei welcher der Mantel der Durchbrechung rundum geschlossen ist,

Fig. 5 die Tischplatte von der Seite mit der Vorrichtung zur Aufnahme des Staubsaugerschlauches in der Ausführung, bei welcher die Vorrichtung aus zwei Teilen besteht.

In den Figuren ist der Stichsägetisch und Frästisch dargestellt, welcher in seinem grundsätzlichen Aufbau aus einer quadratischen, an Ober- und Unterseite ebenen Tischplatte besteht, in deren Oberseite eine umlaufende Nut (2) eingelassen ist, deren Abstand zur Plattenaußenkante an allen vier Seiten gleich ist. Ein Anschlag (3) übegreift die Tischplatte (1) u-förmig und weist am Mittelschenkel zwei nach unten hervorstehende Zapfen (4) auf, die parallel zur Querkante des Anschlages (3) angeordnet sind und von der Innenquerkante (5) des Anschlages so weit entfernt sind wie die Nut (2) von der Plattenaußenkante.

Parallel zu einer Außenkante der Tischplatte (1) sind mehrere rechteckige Durchbrüche (6) angeordnet, die sich nach unten verjüngen. An der Tischplattenunterseite ist eine Vorrichtung (7) angeschraubt, die vertikal zur Tischplatte (1) verläuft und parallel zur Tischplatte (1) einen Durchbruch (8) aufweist, der konisch verläuft und dessen Mantel (9, 9A) entweder rundum geschlossen oder aufgeschlitzt ist.

Der Anschlag (3) wird durch die Zapfen (4) in der Nut (2) der Tischplatte (1) geführt. Infolge der durch das Festziehen der den Zapfen (4) am nächsten gelegenen Feststellschraube (20) auftretenden Kraft werden die Zapfen (4) gegen die Nutwand gedrückt. Eine Kraftübertragung auf die Mitte des Anschlages (3) wird vermieden. Die gegenüberliegende Feststellschraube (20) wird nur leicht angezogen und dient zur Sicherung des rechten Winkels, da durch unbeabsichtigtes Berühren der Winkel minimal verstellt werden könnte. Da die Nut (2) an allen Seiten denselben Abstand zur Außenkante aufweist, kann der Anschlag (3) an allen Tischplattenseiten geführt und so als Parallel- und Winkelanschlag verwendet werden. Da die Tischplatte (1) auch an der Unterseite eben ist, kann sie unter Verwendung der parallel zur Außenkante verlaufenden rechteckigen Durchbrüche (6) mit versenkten Zylinderschrauben an die Bohrständergrundplatte montiert werden. Da die Nuten der Bohrständergrundplatten verschieden ausgebildet sind, ist es oft notwendig, die Tischplatte (1) um 90° oder 180° gedreht zu montieren. Deshalb ist auch hier wichtig, daß der Anschlag (3) an allen vier Seiten der Tischplatte (1) geführt und festgeklemmt werden kann.

In die von der Tischplattenunterseite abstehende Vorrichtung (7) kann der Staubsaugerschlauch (18) eingesteckt oder eingeklemmt werden und den unten austretenden Staub absaugen.

Die Tischplattenunterseite weist ausgehend von einer Außenkante eine Aussparung (10) auf, von der mindestens eine Längskante parallel zu einer Plattenaußenkante verläuft. Hier wird die Stichsäge so eingesetzt, daß deren Grundplatte an der parallel zur Außenkante verlaufenden Kante anliegt. Dadurch wird gewährleistet, daß das Sägeblatt parallel zur Außenkante der Tischplatte (1) zu liegen kommt. Die Grundplatte der Stichsäge wird mittels Klammern (21) festgeklemmt.

Eine Längsseite des Mittelschenkels des Anschlages (3) weist in Höhe des Stichsägeblattes einen vertikal verlaufenden Schlitz (11) auf, damit der Anschlag (3) bei Verwendung als Winkelanschlag nicht angesägt werden kann. Der Anschlag (3) besitzt weiter eine Aussparung (12) an einer Längsseite des Mittelschenkels, die in Form eines Schlitzes über die ganze Höhe der Längsseite führen kann, oder an der Oberkante beginnen und über der Überkante enden kann. Diese Aussparung (12) dient zur Aufnahme eines Fräsers.

Ausgehend von dem Schlitz (11) kann an die Längsseite des Anschlages (3) ein Winkelstück (13) angesteckt werden das es ermöglicht, Werkstücke auch in einem anderen Winkel als 90° zu besägen. Dieses Winkelstück (13) kann einen vorbestimmten Winkel aufweisen oder so ausgebildet sein, daß der Schenkel (14) an dem das Werkstück angelegt wird, mittels eines Gelenkes an einem anderen Schenkel beweglich angebracht ist.

In die Plattenunterseite können parallel zu einer Außenkante zwei Zapfen (15) eingesteckt werden. Diese dienen als Anschlag am Werktisch.


Anspruch[de]
  1. 1. Stichsägetisch und Frästisch, bestehend aus einer ebenen, quadratischen Platte, welche an einer Tischplatte mittels einer Schraubzwinge oder an einer sonstigen Grundplatte befestigbar ist und mit einem Parallelanschlag sowie mit einer Vorrichtung zum Anschluß eines Staubsaugers versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß in die Oberseite der Tischplatte (1) eine umlaufende Nut (2) eingelassen ist, die an allen vier Seiten denselben Abstand zur Außenkante aufweist, daß diese Tischplatte (1) von einem Anschlag (3) u-förmig übergriffen wird, dessen Mittelschenkel zwei nach unten hervorstehende Zapfen (4) aufweist, die parallel zur Querkante des Anschlages (3) angeordnet sind und zur Innenquerkante (5) denselben Abstand aufweisen wie die Nut (2) zur Außenkante der Tischplatte (1), daß parallel zur einer Außenkante der Tischplatte (1) mehrere rechteckige Durchbrüche (6) angeordnet sind und daß eine Vorrichtung zum Anschluß eines Staubsaugers an der Unterseite der Tischplatte (1) angebracht ist.
  2. 2. Stichsägetisch und Frästisch nach Anspruch 1, bei dem die Tischplattenunterseite ausgehend von einer Außenkante eine Aussparung (10) aufweist, von der mindestens eine Längskante parallel zu einer Außenkante der Tischplatte (1) verläuft.
  3. 3. Stichsägetisch und Frästisch nach den Ansprüchen 1 und 2, bei dem der Anschlag (3) an einer Längsseite des Mittelschenkels einen vertikal verlaufenden Schlitz (11) aufweist.
  4. 4. Stichsägetisch und Frästisch nach den Ansprüchen 1 bis 3, bei dem der Anschlag (3) an einer Längsseite des Mittelschenkels eine Aussparung (12) aufweist, die an der Oberkante beginnt und über der Unterkante endet.
  5. 5. Stichsägetisch und Frästisch nach den Ansprüchen 1 bis 4, bei dem ausgehend von dem Schlitz (11) an die Längsseite des Anschlages (3) ein Winkelstück (13) angesteckt werden kann, das zum Anschlag (3) einen vorbestimmten Winkel aufweist.
  6. 6. Stichsägetisch und Frästisch nach den Ansprüchen 1 bis 5, bei dem ausgehend von dem Schlitz (11) an die Längsseite des Anschlages (3) ein Winkelstück (13) angesteckt werden kann, bei dem der Schenkel (14) an dem das Werkstück angelegt wird, mittels eines Gelenkes an einem anderen Schenkel beweglich angebracht und feststellbar ist.
  7. 7. Stichsägetisch und Frästisch nach den Ansprüchen 1 bis 6, bei dem in die Unterseite der Tischplatte (1) parallel zu einer Außenkante zwei nach unten hervorstehende Zapfen eingesteckt werden können.
  8. 8. Stichsägetisch und Frästisch nach den Ansprüchen 1 bis 7, bei dem die den Staubsaugerschlauch aufnehmende Vorrichtung (7) aus zwei Teilen besteht, wobei das eine Teil (16) an der Unterseite der Tischplatte (1) angeschraubt ist, das zweite Teil (17) an dem ersten Teil (16) angeschraubt und der Staubsaugerschlauch (18) dazwischen geklemmt wird.
  9. 9. Stichsägetisch und Frästisch nach den Ansprüchen 1 bis 8, bei dem die den Staubsaugerschlauch (18) aufnehmende Vorrichtung (7) so ausgebildet ist, daß der aufgeschlitzte Mantel (9) des Durchbruches (8) mittels einer Schraube zusammengeklemmt werden kann.






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