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Dokumentenidentifikation DE3530044C2 12.10.1989
Titel Transporteinrichtung für stangenförmiges Material
Anmelder Gustav Wagner Maschinenfabrik GmbH & Co KG, 7410 Reutlingen, DE
Vertreter Popp, E., Dipl.-Ing.Dipl.-Wirtsch.-Ing.Dr.rer.pol.; Sajda, W., Dipl.-Phys., 8000 München; Bolte, E., Dipl.-Ing., 2800 Bremen; Reinländer, C., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Bohnenberger, J., Dipl.-Ing.Dr.phil.nat., 8000 München; Möller, F., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 2800 Bremen
DE-Anmeldedatum 22.08.1985
DE-Aktenzeichen 3530044
Offenlegungstag 05.03.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.1989
IPC-Hauptklasse B65G 25/02
IPC-Nebenklasse B21D 43/08   
Zusammenfassung Rechenförmige Auflageschienen transportieren Stangen oberflächenschonend und geräuscharm in den Rollgang einer Bearbeitungsmaschine (Fig. 1).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Transporteinrichtung für stangenförmiges Material für die Zuführung zu einer Bearbeitungsmaschine, insbesondere einer Metallsäge, mit in Zuführrichtung sich erstreckenden rechteckförmigen Auflageschienen und mit einem am vorderen Ende der Auflageschienen querliegenden Rollgang, wobei jeweils zwei Auflageschienen nebeneinander liegen, von denen die eine fest und die andere längs einer geschlossenen Kurvenbahn bewegbar ist, derart, daß ihr vorderes Ende durch den Rollgang tritt und dessen Ablageebene in ihrer tiefsten Stellung unterfährt.

Eine derartige Transporteinrichtung ist aus der DE-AS 15 56 584 bekannt. Dort sind jedoch keine besonderen Maßnahmen für eine oberflächenschonende und geräuscharme Restmaterialabfuhr vorgesehen. Insbesondere weisen die beweglichen Auflageschienen jeweils stumpfe Vorderenden auf. Die Praxis hat gezeigt, daß bei einer derartigen Konstruktion ein sanftes und damit geräuscharmes Abschieben von Reststangen vom Rollgang auf eine Reststangen-Ablage nicht möglich ist. Ganz ähnlich verhält es sich bei der Konstruktion nach der DE-OS 29 33 260. Auch dort weisen die beweglichen Auflageschienen nur stumpfe Vorderenden bzw. Absätze auf. Im übrigen ist bei der Vorrichtung nach der DE-OS 29 33 360 eine zusätzliche Verfahrvorrichtung vorgesehen, die zwischen den Auflageschienen und dem Sägerollgang angeordnet ist. Des weiteren ist die bekannte Konstruktion nicht geeignet, gleichzeitig mit der Beschickung des Rollgangs eine auf diesem abgelegte Reststange auf eine Reststangen-Ablage abzuschieben. Vielmehr wird dort angestrebt, ein Profilpaket auf der erwähnten Verfahrvorrichtung zu bilden, bevor dieses dann an den Sägerollgang übergeben wird.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Transporteinrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der neben der Materialzufuhr zum Rollgang auch gleichzeitig eine oberflächenschonende und geräuscharme Restmaterialabfuhr von dort gewährleistet ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an den Oberseiten der Auflageschienen Ablagefächer bildende Auflageprismen ausgebildet sind, wobei das Verhältnis der Abmessungen der Seiten eines jeden Auflageprismas vom Rollgang gesehen 5 : 1 bis 6 : 1 beträgt, und daß an den vorderen Enden der bewegbaren Auflageschienen jeweils in Zuführrichtung nach unten geneigte Ausschiebewinkel angebracht sind, mittels denen eine auf dem Rollgang abgelegte Reststange beim Laden einer nächsten Materialstange auf eine dem Rollgang zugeordnete Reststangen-Ablage abschiebbar ist.

Der erfindungsgemäße Ausschiebewinkel an den vorderen Enden der bewegbaren Aufladeschienen dienen dem oberflächenschonenden und geräuscharmen Ausschieben einer Reststange, die nach dem Bearbeitungsvorgang mittels eines Greifers oder dgl. auf dem Rollgang abgelegt worden ist, wobei der Ausschiebevorgang eingeleitet wird, wenn die nächste Stange auf dem Rollgang abgelegt werden soll. Einer optimalen Anpassung des sanften Ausschiebevorgangs und des sanften Ablegevorgangs dient auch das erfindungsgemäße Seitenverhältnis der Auflageprismen des Rechens.

Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung können auch komplizierte Werkstückformen transportiert werden, die gegebenenfalls über zwei Ablagefächer gelegt werden, wobei es sich um Rund-, Vierkant- und Profilmaterial handeln kann.

Jede Auflageschiene kann beispielsweise 10 Ablagefächer enthalten. Je nach der Länge der zu bearbeitenden Stangen können auch bis zu 10 Auflageschienenpaare nebeneinander angeordnet sein.

Die Erfindung wird beispielhaft anhand der Zeichnung beschrieben, in der sind

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht der Einrichtung, und

Fig. 2 eine schematische Vorderansicht der Einrichtung.

Ein Grundgestell 1 besteht aus einem zusammengeschweißten Rahmen, auf dem erste rechenartige Material-Auflageschienen 2 aufgeschraubt sind, die Ablagefächer bildende Auflageprismen 5 aufweisen. Auf diesem Grundgestell 1 ist auch ein Stehlager 3 aufgeschraubt, in dem eine Antriebswelle 4 gelagert ist. Mittels eines (nicht dargestellten) Getriebemotors wird über (nicht dargestellte) Ketten und Kettenräder 8 eine Hubeinrichtung 9 angetrieben. Die Hubeinrichtung 9 besteht wie das Grundgestell 1 aus einem zusammengeschweißten Rahmen. Auf diesem Rahmen sind zweite rechenartige Material-Auflageschienen 10 aufgeschraubt, die Ablagefächer bildende Auflageprismen 6 aufweisen. Die zweiten Material-Auflageschienen 10 der Hubeinrichtung 9 haben vorne jeweils einen Reststangen-Ausschiebewinkel 11 angeschweißt, mit dem die zurücktransportierten Reststangen auf die Reststangen-Ablage 12 beim Laden der nächsten Materialstange abgeschoben werden. Die Hubeinrichtung 9 ist an Bolzen 13, die in den Kettenrädern 8 gelagert sind, eingehängt. Ein Rollgang 14 mit losen Transportrollen 15 wird auf das Grundgestell 1 aufgeschraubt und ist mit einer Anlagekante 18 versehen. Die Reststangen-Ablage 12 wurde mit einer Neigung von ca. 20° ausgeführt. Entsprechend der Beladeseite kann auf der Reststangen- Ablage 12 dieselbe Stückzahl abgelegt werden.

Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Transporteinrichtung ist wie folgt.

Die zu bearbeitende, insbesondere zu sägende Stange wird in die ersten Auflageprismen der Material-Auflageschienen 2 eingelegt. Die Hubeinrichtung 9 transportiert mittels ihrer zweiten Material-Auflageschienen 10 die aufgelegten Stangen um einen Takt weiter. Es wird grundsätzlich immer weitergetaktet, bis eine Stange 16 im Rollgang 14 liegt. Beim letzten Takt wird die auf dem vordersten Auflageprisma liegende Stange 16 über die Anlagekante 18 gehoben und dann auf die Rollen 15 abgesenkt, indem die bewegbaren Auflageschienen 10 jeweils zwischen zwei Rollen 15 treten. Beim Zurückbewegen der bewegbaren Auflageschienen ziehen diese die Stange gegen die Anlagekante 18 und unterfahren die Ablageebene der Rollen. Die unterste Stellung des vordersten Auflageprismas und des Ausschiebewinkels ist strichliniert gezeigt. Die im Rollgang 14 abgelegte Stange wird mit dem Werkstück-Greifer der Säge zugeführt.

Die nach dem Sägevorgang zurückgeführte Reststange 17 wird mittels der Schräge des Reststangen-Ausschiebewinkels 11 auf die Reststangen-Ablage 12 abgeschoben, während die nächste Stange über den Rollgang bewegt und auf diesen abgesenkt wird.


Anspruch[de]
  1. Transporteinrichtung für stangenförmiges Material für die Zuführung zu einer Bearbeitungsmaschine, insbesondere einer Metallsäge, mit in Zuführrichtung sich erstreckenden rechenförmigen Auflageschienen und mit einem am vorderen Ende der Auflageschienen quer liegenden Rollgang, wobei jeweils zwei Auflageschienen nebeneinander liegen, von denen die eine fest und die andere längs einer geschlossenen Kurvenbahn bewegbar ist, derart, daß ihr Ende durch den Rollgang tritt und dessen Ablageebene in ihrer tiefsten Stellung unterfährt, dadurch gekennzeichnet

    daß an den Oberseiten der Auflageschienen (2, 10) Ablagefächer bildende Auflageprismen (5, 6) ausgebildet sind, wobei das Verhältnis der Abmessungen der Seiten eines jeden Auflageprismas (5, 6) vom Rollgang (14, 15) gesehen 5 : 1 bis 6 : 1 beträgt, und

    daß an den vorderen Enden der bewegbaren Auflageschienen (10) jeweils in Zuführrichtung nach unten geneigte Ausschiebewinkel (11) angebracht sind, mittels denen eine auf dem Rollgang (14, 15) abgelegte Reststange (17) beim Laden einer nächsten Materialstange (16) auf eine dem Rollgang (14, 15) zugeordnete Reststangen-Ablage (12) abschiebbar ist.






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