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Dokumentenidentifikation DE3532906C2 12.10.1989
Titel Aufzeichnungs- und Wiedergabegerät mit einer Einrichtung zur Anzeige der Laufzeit der Restbandlänge
Anmelder Nokia Graetz GmbH, 7530 Pforzheim, DE
Erfinder Apitz, Siegfried, Dipl.-Ing.;
Schlegel, Werner, Dipl.-Ing., 7530 Pforzheim, DE
DE-Anmeldedatum 14.09.1985
DE-Aktenzeichen 3532906
Offenlegungstag 26.03.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.1989
IPC-Hauptklasse G11B 27/17
IPC-Nebenklasse G11B 15/16   
Zusammenfassung In einem Aufzeichnungs- oder Wiedergabegerät wird die Anzeige der Laufzeit der Restbandlänge eines bandförmigen Informationsträgers (2) einer Bandkassette (1) dadurch wesentlich genauer, daß die aus dem Bandvorrat der Bandwickel (5, 6) in einem ersten Rechengang einer Recheneinrichtung (21) berechnete Bandlänge (L2) des bandförmigen Informationsträgers in der Bandkassette mit der Nennbandlänge (LN) des Kassettentypes der Bandkassette (1) in einem zweiten Rechengang in Beziehung gesetzt wird. Die daraus ermittelte korrigierte Banddicke (dk) wird anstelle der Nennbanddicke in der Recheneinrichtung (23) zur Ermittlung der Restbandlänge (L2) verwendet. Die Genauigkeit dieser Zeitangabe entspricht nun der Genauigkeit der tatsächlichen Bandlänge des bandförmigen Informationsträgers der Bandkassette (1) bezüglich deren Nennbandlänge.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Aufzeichnungs- und Wiedergabegerät mit einer Einrichtung zur Anzeige der Laufzeit der Restbandlänge gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Beispielsweise für die Benutzer von Videorecordern wird es immer interessanter, die noch zur Verfügung stehende Laufzeit des Videobandes einer in den Videorecorder eingelegten Bandkassette zu kennen, um feststellen zu kennen, um feststellen zu können, ob eine noch in der Kassette zur Verfügung stehende Bandlänge ausreicht, eine in den Videorecorder vorprogrammierte Sendung aufzunehmen. Reicht der Bandvorrat der in das Videogerät eingelegten Kassette nicht für die gesamte Dauer einer aufzunehmenden Sendung aus, geht für den Benutzer des Videorecorders ein Teil der Sendung oft unwiederbringlich verloren, so daß für ihn unter Umständen die nur teilweise aufgenommenen Sendung nutzlos ist.

In derartigen Aufzeichnungs- und Wiedergabegeräten ist deshalb immer häufiger eine Einrichtung zur Anzeige der Laufzeit der augenblicklichen Restbandlänge der in das Gerät eingelegten Bandkassette angeordnet, die noch für eine Aufzeichnung zur Verfügung steht. Eine derartige Einrichtung ist beispielsweise aus der DE-PS 30 49 296 bekannt. In dem aus dieser Schrift bekannten Aufzeichnungsgerät wird die Umdrehungszeit der beiden Bandwickel der in das Gerät eingelegten Bandkassette gemessen und aus der Summe der beiden Umdrehungszeiten der Bandkassettentyp in einer Vergleicherschaltung bestimmt. Aus den von dieser Einrichtung zur Bestimmung des Bandkassettentyps erhaltenen und ausgegebenen Nenndaten des Bandkassettentyps und der gemessenen Umdrehungszeit der Abwickelrolle wird die restliche Bandlänge auf der Abwickelrolle in einer Recheneinrichtung berechnet und in Zeiteinheiten als restliche Aufnahmezeit angezeigt. Die kleinsten Zeiteinheiten sind dabei Zehnminutenschritte.

In die Berechnung dieser restlichen Aufnahmezeit geht direkt die Banddicke des bandförmigen Informationsträgers ein. Diese Banddicke kann jedoch um 10% oder mehr von der Nennbanddicke des bandförmigen Informationsträgers abweichen, so daß auch die in der Recheneinrichtung berechnete Restbandlänge einer dementsprechenden Unsicherheit des Längenwertes unterliegt. Das heißt jedoch, daß beispielsweise bei einem Kassettentyp mit einer Nennspiellänge von 180 Minuten eine Unsicherheit in der Restzeitangabe von wenigstens 20 Minuten besteht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Unsicherheit der Anzeige der noch zur Verfügung stehenden Restaufzeichnungszeit einer Bandkassette wesentlich zu verringern.

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung für ein im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenes Aufzeichnungs- und Wiedergabegerät durch die im kennzeichnenden Teil dieses Anspruches angegebenen Maßnahmen gelöst.

Die Erfindung geht dabei davon aus, daß die Bandlänge des bandförmigen Informationsträgers in einer Bandkassette eines bestimmten Kassettentyps nur wenig von der Nennbandlänge dieses Kassettentyps abweicht und demzufolge eine weit geringere Schwankungsbreite aufweist als die Banddicke des bandförmigen Informationsträgers bezüglich dessen Nennbanddicke. Durch die zwei zusätzlichen Rechengänge wird die Berechnung der Restbandlaufzeit nicht mehr auf die Nennbanddicke, sondern auf die Nennbandlänge des Kassettentyps der fraglichen Bandkassette bezogen. Dadurch wird die Unsicherheit der Angabe der Restbandlaufzeit in den Minutenbereich verlegt, so daß die gesamte für die Bandkassette angegebene Nennzeit für Aufzeichnungen ausgenutzt werden kann, insbesondere da die Bandkassetten im allgemeinen einen bestimmten Überschuß an Bandlänge aufweisen.

Die Unteransprüche kennzeichnen vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in einer Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. In der Zeichnung ist schematisch eine in ein Aufzeichnungs- oder Wiedergabegerät eingelegte Bandkassette 1 mit einem bandförmigen Aufzeichnungsträger 2 dargestellt. Der bandförmige Aufzeichnungsträger ist auf zwei Wickelkernen 3 und 4 zu je einem Bandwickel 5 und 6 aufgewickelt und ist durch Öffnungen 7 aus der Bandkassette 1 herausgeführt und außerhalb der Bandkassette von Führungsrollen 8 geführt. Außerhalb der Bandkassette 1 ist der bandförmige Aufzeichnungsträger von einer Andruckrolle 9 gegen eine Bandtransportrolle 10 gepreßt. Die Bandtransportrolle 10 wird von einem geregelten Capstanmotor 11 angetrieben und transportiert den bandförmigen Informationsträger mit einer vorgegebenen Bandgeschwindigkeit von dem abwickelnden Bandwickel 6 zu dem aufwickelnden Bandwickel 5. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird der aufwickelnde Bandwickel von einem Motor 12 angetrieben und der abwickelnde Bandwickel 6 von einem Motor 13 gebremst. Mit der Bandantriebsrolle 10 ist ein Impulsgeber 14 gekoppelt und mit den Bandwickeln 5 und 6 ist je ein Impulsgeber 15 und 16 gekoppelt. Die Ausgänge der Impulsgeber sind an Eingänge einer Meßschaltung 17 angeschlossen, die zusammen mit den Impulsgebern 14, 15 und 16 eine Meßeinrichtung 18 zur Messung des augenblicklichen Umfanges U&sub1;x des Bandwickels 5 und U&sub2;x des Bandwickels 6 bilden. Die den Bandwickeln 5 und 6 zugehörigen Impulsgeber 15 und 16 erzeugen wenigstens bei jeder Umdrehung des Bandwickels einen Ausgangsimpuls T&sub1;x und T&sub2;x, während der mit der Bandtransportrolle 10 gekoppelte Impulsgeber 14 nach jeweils einer kleinen, vorbestimmten Transportstrecke des bandförmigen Informationsträgers 2 einen Impuls TB erzeugt. Die Transportstrecken sind so bemessen, daß der Impulsgeber 14 für jede Umdrehung der Bandwickel 5 und 6 mehrere hundert Impulse TB erzeugt.

Die Meßeinrichtung 18 liefert an ihrem einen Ausgang 19 einen den augenblicklichen Umfang U&sub1;x des aufwickelnden Bandwickels 5 darstellenden Meßwert während ein zweiter Ausgang 20 der Meßeinrichtung 18 einen dem augenblicklichen Umfang U&sub2;x des abwickelnden Bandwickels 6 angebenden Meßwert ausgibt. Beide Meßwerte gelangen zu einer ersten Recheneinrichtung 21, die nach einem Auslösesignal Tx in einem ersten Rechengang die Summe des Quadrates des augenblicklichen Umfanges U&sub1;x und U&sub2;x der beiden Bandwickel 5 und 6 bildet und einem Vergleicher 22 zur Bestimmung des Kassettentyps zuleitet. Für den erkannten Kassettentyp liefert der Vergleicher 22 die Nennbanddicke dN des bandförmigen Informationsträgers 2 und Nenndaten der Wickelkerne 3 und 4, beispielsweise den Kernumfang UK der Wickelkerne des erkannten Kassettentypes der in das Aufzeichnungsgerät eingelegten Bandkassette 1 an die Recheneinrichtung 21. Aus diesen Daten und aus den Ausgabedaten des ersten Rechenganges ermittelt die Recheneinrichtung 21 in einem zweiten Recheneingang eine Bandlänge



des in der Bandkassette 1 befindlichen bandförmigen Informationsträgers 2. In einem dritten Rechengang verändert die Recheneinrichtung den Wert der Nennbanddicke dN in einen derartigen korrigierten Wert dk der Banddicke des bandförmigen Informationsträgers, daß der Wert der Bandlänge den Wert der von dem Vergleicher 22 gelieferten Nennbandlänge LN des ermittelten Kassettentyps annimmt. Bei diesem Rechengang wird davon ausgegangen, daß die Bandlänge des bandförmigen Informationsträgers 2 der in das Aufzeichnungsgerät eingelegten Kassette mit höchstens geringen Abweichungen die Nennbandlänge LN des ermittelten Kassettentypes ist und die berechnete abweichende Länge LBdes bandförmigen Informationsträgers von der Banddicke des bandförmigen Informationsträgers bzw. dem mittleren Abstand zweiter benachbarter Windungen dieses Informationsträgers auf dem Bandwickel herrührt. Die so aus



ermittelte korrigierte Banddicke dk wird einer Restzeitrecheneinrichtung 23 zugeführt, die aus dem augenblicklich gemessenen Umfang U&sub2;x, aus der korrigierten Banddicke dk und dem Umfang der Wickelkerne UK die Restbandlänge



ermittelt und nach Division mit der Transportgeschwindigkeit des bandförmigen Informationsträgers die Laufzeit für die Restbandlänge L&sub2; ermittelt und an eine Restzeitanzeige 24 des Aufzeichnungsgerätes zur Anzeige dieser Zeit ausgibt. Diese Zeitangabe ist nur noch mit der Zeitunsicherheit behaftet, die der möglichen Längenabweichung der Bandlänge des in der Bandkassette enthaltenen bandförmigen Informationsträgers 2 von den Nennbandlänge des Kasettentyps abweicht.

Die Ermittlung der korrigierten Banddicke dk kann vor jeder Ermittlung der Laufzeit der Restbandlänge L&sub2; durchgeführt werden. Dadurch wird eine weitere hohe Genauigkeit der Anzeige dieser Zeit erreicht.


Anspruch[de]
  1. 1. Gerät zur Aufzeichnung einer Information auf einen bandförmigen, in einer Kassette auf Bandwickeln angeordneten Informationsträger oder zur Wiedergabe einer Information von diesem Informationsträger
    1. - mit einer Meßeinrichtung zur Messung des augenblicklichen Bandvorrates der Bandwickel
    2. - und mit einer Recheneinrichtung zur Berechnung und Anzeige der Laufzeit der Restbandlänge des bandförmigen Informationsträgers nach einem vorgegebenen Rechenprogramm aus den gemessenen Bandvorratsdaten und den dem Typ der Kassette eigenen Nenndaten der Abmessungen des bandförmigen Informationsträgers,
  2. dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß die Recheneinrichtung (21) in einem ersten Recheneingang aus der Nennbanddicke (dN) und aus den von der Meßeinrichtung (18) ausgegebenen Daten (U&sub1;x, U&sub2;x) für den augenblicklichen Bandvorrat der beiden Bandwickel (5, 6) die Gesamtlänge (LB) des bandförmigen Informationsträgers (2) ermittelt,
    2. - daß die Recheneinrichtung in einem zweiten Rechengang eine korrigierte Banddicke (dk) ermittelt, die bei einer Berechnung nach dem ersten Rechengang eine Gesamtbandlänge des bandförmigen Informationsträgers ergibt, die gleich der Nennbandlänge (LN) des Kassentyps ist,
    3. - und daß die Recheneinrichtung die Laufzeit der Restbandlänge (L&sub2;) mit dem Wert der korrigierten Banddicke (dk) ermittelt.
  3. 2. Gerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (22) zur Erkennung des Types der in das Gerät eingelegten Kassette (1) und zur Ausgabe der Nennwerte der Abmessungen (LN, dN) des in der Kassette enthaltenden bandförmigen Informationsträgers (2).
  4. 3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung (18) zur Messung des Umfanges (U&sub1;x, U&sub2;x) der Bandwickel (5, 6) vorgesehen ist.






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