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Dokumentenidentifikation DE3607489C2 12.10.1989
Titel Installationsschalter mit zwei gegenläufigen Schaltstellungen
Anmelder Fa. Albrecht Jung, 5885 Schalksmühle, DE
Erfinder Sennstock, Gerd, 5880 Lüdenscheid, DE
DE-Anmeldedatum 07.03.1986
DE-Aktenzeichen 3607489
Offenlegungstag 10.09.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.1989
IPC-Hauptklasse H01H 23/16
Zusammenfassung Die Erfindung geht aus von einem elektrischen Wippenschalter für die Verwendung als Kreuzschalter oder dgl. mit zwei Kontaktwippen, die mit entsprechend zugeordneten Festkontakten Kontaktstellen bilden und mit einer an der Betätigungswippe des Schalters befestigten Schaltnockenanordnung, die jeweils am freien Ende mit einem federbelasteten Gleitstößel versehen sind. Die Betätigungswippe ist dabei an ihrer Unterseite mit zwei parallel angeordneten Schaltnocken versehen, wobei der eine starr und der andere gelenkig ausgebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen lnstallationsschalter gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Bei Wippschaltern herkömmlicher Bauart z. B. für eine Ausbildung als Kreuzschalter werden über eine Betätigungswippe zwei Kontaktwippen jeweils einem Festkontaktpaar zugeordnet. Da das Schließen der Kontakte jeweils nur in eine Richtung erfolgt, muß die Überkreuzung bei den Festkontakten vorgenommen werden. Naturgemäß sind solche Maßnahmen mit zusätzlichem Aufwand verbunden, so beispielsweise das Isolieren der Festkontakte gegeneinander.

Aus dem DE-CM 78 30 754 ist bereits ein Installationsschalter mit zwei parallelen Schaltnocken bekannt, die unterseitig an der Betätigungswippe längs ihrer Schwenkachse angeordnet sind.

Bei dieser bekannten Schalterausführung werden die im Sockel gelagerten Kontaktwippen bei einer Schwenkbewegung der Betätigungswippe zugleich mit umgeschaltet, da die Schaltnocken fest mit der Betätigungswippe verbunden sind.

Eine andere bekannte Schalterausführung (DE-CM 18 11 462) für die Verwendung als Kreuzschalter weist einen Kipphebel auf, der mit zwei Schaltnockenbahnen auf zwei vorgespannte Kontaktfedern wirkt. Dabei sind die Schaltnockenbahnen des Kippgliedes so angeordnet, daß die Kontaktfedern bei einer Schwenkbewegung des Kipphebels stets gegensinnig bewegt werden. Als nachteilig wird die relativ komplizierte Ausbildung des Kipphebels und seine Betätigung mit Hilfe von Walzen somit die Lagerung angesehen. Demzufolge bedarf auf das Einsetzen des Kippgliedes in seine Lagerstelle einer erhöhten Sorgfalt.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil des geschilderten bekannten Installationsschalters zu beseitigen und einen Schalter zu entwickeln, der eine Konstruktion aufweist, die in gleicher Weise für einen Kreuzschalter geeignet ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen konstruktiven Maßnahmen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Vorteile bei der vorliegenden Erfindung sind insbesondere darin zu sehen, daß eine in ihren Anforderungen sehr flexible Schaltungsvorrichtung geschaffen ist. So können z. B. die Festkontakte völlig gleichförmig ausgebildet sein. Die Erfindung stellt es auch frei, für verschiedene Schaltungen die Betätigungswippe mit nur einem Schaltnocken zu versehen. Die Erfindung bringt des weiteren eine einfache Bauweise und eine gewisse Material- und Zeitersparnis gegenüber den vergleichbaren Ausführungen.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das im folgenden näher beschrieben wird.

Es zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht, die eine gemäß der Erfindung konstruierte Betätigungswippe zeigt, an deren Unterseite ein Schaltnocken und eine gabelförmige Aufnahme für einen zweiten Schaltnocken befestigt ist,

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des zweiten Schaltnockens für den Einbau in die Aufnahme der Betätigungswippe,

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht auf das Gehäuseoberteil des Schalters in erfindungsgemäßer Ausführungsform,

Fig. 4 eine Seitenansicht der Betätigungswippe in Verbindung mit dem Gehäuseoberteil,

Fig. 5 eine perspektivische Ansicht auf das Gehäuseunterteil des Schalters mit zwei Kontaktwippen in gegenläufiger Darstellung,

Fig. 6 eine perspektivische Teilansicht der Kontaktwippen in Verbindung mit Festkontakten, wie in Fig. 5,

Fig. 7 die schematische Darstellung der Betätigungswippe mit den beiden Schaltnocken in der einen Schaltstellung,

Fig. 8 die schematische Darstellung der Betätigungswippe mit den beiden Schaltnocken in der gegenläufigen Schaltstellung.

In Fig. 1 ist die erfindungsgemäße Betätigungswippe 3 für einen Kreuzschalter oder dgl. dargestellt. An der Unterseite verfügt die Betätigungswippe 3 über einen starren Schaltnocken 1 und über eine gabelförmige Aufnahme 2&min;. ln dieser gabelförmigen Aufnahme 2&min; befindet sich eine Bohrung 5&min; zur gelenkigen Aufnahme eines zweiten Schaltnockens 2 entsprechend der Darstellung in Fig. 2. Der Schaltnocken 2 hat einen angeformten Ansatz, in dem sich eine Bohrung 5 befindet. Die gabelförmige Aufnahme 2&min; und der Schaltnocken 2 werden mit Hilfe einer Steckachse 6 miteinander gelenkig verbunden. Die Enden der beiden Schaltnocken 1 und 2 sind mit federbelasteten Gleitstößeln 18, 19 versehen.

Gemäß Fig. 3 besitzt das Gehäuseoberteil 7 des Schalters wie dort dargestellt an seinen gegenüberliegenden Längsseiten Lagerstellen 8. In diesen Lagerstellen wird die Betätigungswippe 3 mittels einer Schwenkachse 8&min; schwenkbar gelagert. Des weiteren hat das Gehäuseoberteil 7 Durchbrüche 9 durch die die Schaltnocken 1 und 2 geführt sind, so daß sie bei der Montage des Gehäuseoberteils 7 auf das Gehäuseunterteil 15 mit ihren Gleitstößeln 18, 19 in Berührung mit den Kontaktwippen 13, 14 kommen.

Ferner sind die Durchbrüche 9 jeweils an ihren gegenüberliegenden Längsseiten mit Gleitlagerstellen 10 versehen.

Aus Fig. 4 ist deutlich zu ersehen, wie die Betätigungswippe 3 mit ihren Schaltnocken 1 und 2 die Durchbrüche vertikal durchgreift und dabei der Schaltnocken 2 mit seinen Zapfen 4 zwischen den Gleitlagerstellen 10 geführt ist. Dabei ist leicht einzusehen, daß im Wege einer Schwenkbewegung der Betätigungswippe 3 der in der Aufnahme 2&min; gelenkig gelagerte Schaltnocken 2 im Verhältnis zum starren Schaltnocken 1 gegenläufig ausgelenkt wird und damit auch die Kontaktwippen 13, 14 aus ihrer bisherigen in die jeweils gegenläufige Kontaktstellung bringt. Dabei zeigt die perspektivische Teilansicht in Fig. 6 die Kontaktwippen 13, 14 auf ihren Lagerkontakten 11, 12 und mit den entsprechend zugeordneten Festkontakten 16, 17.

Die bei der Schwenkbewegung der Betätigungswippe 3 auf den Schaltnocken 2 ausgeübte Kraft bewirkt einerseits in der Lagerstelle 5, 5&min; dessen Auslenkung in die eine oder andere Richtung, andererseits erzeugt sie aber auch zwangsläufig eine, wenn auch geringe, Vertikalkomponente. Durch seitliche Zapfen 4 am Schaltnocken 2, die in Gleitlagerstellen 10 der Durchbrüche 9 gleiten, wird diese vertikale Komponente, oder anders ausgedrückt, der vertikale Bewegungsspielraum des Schaltnockens 2 erfaßt. In den Fig. 7 und 8 sind die einzelnen gegenläufigen Bewegungsabläufe schematisch dargestellt.

Bezugszeichenliste

1 starr ausgebildeter Nocken

2 gelenkig gelagerter Nocken

2&min; gabelförmige Aufnahme

3 Betätigungswippe

4 Zapfen an 2

5 Bohrung im Schaltnocken 2

5&min; Bohrung in Aufnahme 2&min;

6 Steckachse

7 Gehäuseoberteil

8 Bohrung in Lasche

8&min; Schwenkachse

9 Durchbrüche

10 Gleitlagerstellen

11 Lagerkontakte

12 Lagerkontakte

13 Kontaktwippe

14 Kontaktwippe

15 Gehäuseunterteil

16 Festkontakt

17 Festkontakt

18 federbelasteter Gleitstößel

19 federbelasteter Gleitstößel


Anspruch[de]
  1. 1. Elektrischer Wippenschalter für die Verwendung als Kreuzschalter oder dgl. mit zwei Kontaktwippen, die mit entsprechend zugeordneten Festkontakten Kontaktstellen bilden und mit einer an der Betätigungswippe des Schalters befestigten Schaltnockenanordnung, die jeweils am freien Ende mit einem federbelasteten Gleitstößel versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Schaltnocken (1) starr an der Wippe (3) befestigt ist und der andere Schaltnocken (2) an der Wippe (3) und am Gehäuseoberteil (7) jeweils gelenkig gelagert ist.
  2. 2. Elektrischer Wippenschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur gelenkigen Lagerung des Schaltnockens (2) eine von der Betätigungswippe (3) senkrecht nach unten gerichtete gabelförmige Aufnahme (2&min;) dient, die zwischen ihren Gabelenden den gelenkigen Schaltnocken (2) mittels einer Steckachse (6) lagert, die durch eine Bohrung (5) des Schaltnockens (2) und Bohrungen (5&min;) der Aufnahme (2&min;) geführt ist.
  3. 3. Elektrischer Wippenschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der gelenkige Schaltnocken (2) an zwei gegenüberliegenden Seiten mit waagerecht abstehenden Zapfen (4) versehen ist.
  4. 4. Elektrischer Wippenschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur schwenkbaren Lagerung der Betätigungswippe (3) zwei am Gehäuseoberteil (7) des Schalters gegenüberliegende senkrecht nach oben abgebogene Laschen mit Bohrungen (8) dienen, zwischen denen die Betätigungswippe (3) mittels ihrer Schwenkachse (8&min;) lagert.
  5. 5. Elektrischer Wippenschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuseoberteil (7) nebeneinanderliegend zwei Durchbrüche (9) mit Gleitlagerstellen (10) vorgesehen sind, durch die die Schaltnocken (1, 2) der Betätigungswippe (3) auf die Kontaktwippen (13, 14) im Gehäuseunterteil (15) geführt sind und an deren Gleitlagerstellen (10) der Schaltnocken (2) mittels seiner Zapfen (4) geführt ist.






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