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Dokumentenidentifikation DE3106176C2 26.10.1989
Titel Lineal zum Zeichnen und Messen
Anmelder J. Rumold KG Maßstab- und Zeichengerätefabrik, 7000 Stuttgart, DE
Erfinder Rumold, Wolfgang;
Hochreuther, Walter, 7000 Stuttgart, DE;
Baur, Ernst, 7300 Esslingen, DE
Vertreter Becker, M., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 19.02.1981
DE-Aktenzeichen 3106176
Offenlegungstag 09.09.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.10.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.1989
IPC-Hauptklasse B43L 7/00
IPC-Nebenklasse G01B 3/04   
Zusammenfassung Bei einem Lineal zum Ziehen von Linien und/oder Messen, Schneiden und Schablonenlegen bildet das eine Längsrandstück (12) seines stabförmigen Linealkörpers (10) einen in Richtung seiner Kante (16) abgeschrägten Träger einer auf seine obere Fläche aufgebrachten Strichteilung (18). Dieser sind auf einer ebenen Skalenfläche des Linealkörpers (10) Ziffern (26) zugeordnet. Die obere Fläche (14) des Strichteilungsträgers (12) sowie die Skalenfläche sind hierbei am Linealkörper (10) in unterschiedlichen Ebenen angeordnet. Dadurch ist einmal gute Ablesbarkeit der der Strichteilung zugeordneten Ziffern gewährleistet; zum anderen wird durch die Anordnung der Ziffern in einer Ebene oberhalb der Strichteilung deren Abnutzung verhindert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Lineal zum Zeichnen und Messen mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Patentanspruch 1.

Ein Lineal dieser Ausbildung ist bereits bekannt (DE-GM 73 21 399). In die Unterseite des Linealkörpers ist eine als Vertiefung ausgebildete Ausnehmung eingeformt, in die ein Informationsträger, beispielsweise ein Diagramm, einzulegen und mittels einer gleichfalls in die Ausnehmung formschlüssig einsetzbaren, als durchsichtigen Material bestehenden Abdeckleiste abzudecken ist.

Die Dicke der Abdeckleiste ist dabei derart, daß sie über die Unterseite des Linealkörprs vorsteht. Dadurch befinden sich beim Linealgebrauch die Linealkanten geringfügig oberhalb der Linealauflage, was den Vorteil bietet, daß bei Zeichenarbeiten mit einer Zeichenflüssigkeit, sich diese bei Kontakt mit der Zeichenkante nicht zwischen dieser und der Zeichenunterlage ausbreiten kann.

Des weiteren weist das der abgeschrägten, die Strichteilung aufweisenden Zeichenkante gegenüberliegende Längsrandstück des Linealkörpers eine zur Auflagefläche senkrecht angeordnete Anlegekante auf, an die sich Schreib- und Zeichenschablonen verrutschsicher anlegen lassen.

Nachteilg ist allerdings, daß für maßgerechtes Ausschneiden aus Vorlagen das Schneidmesser an die Zeichenkante angelegt und an dieser entlanggeführt werden müßte. Da sich hierbei aber schabende Berührungen zwischen Zeichenkante und Schneidkante und somit zwangsläufig Beschädigungen der Zeichenkante nicht vermeiden lassen würden, ist man gezwungen, für Schneidarbeiten das Schneidmesser an der anderen Längskante des Linealkörpers entlangzuführen. Auf diese Weise gestaltet sich maßgerechtes Ausschneiden zeitaufwendig und umständlich, da die aufzutrennenden Strecken zunächst mit Hilfe der gestrichelten Zeichenkante genau abgemessen, danach das Lineal in der Zeichenebene um 180° gedreht, anschließend die andere Lineallängskante an die abgemessene Strecke erneut angelegt und schließlich mit dem Schneidmesser der Schnitt durchgeführt werden muß.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Lineal in einer Ausbildung gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1 so zu verbessern, daß für maßgerechte Schneidarbeiten das Lineal nur einmal anzusetzen und bei der Handhabung des Schneidmessers optimaler Schutz der Zeichenkante gewährleistet ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.

Der erfindungsgemäß vorgesehene Stahleinsatz erlaubt dabei entlang der Zeichenkante vorteilhaftes Zeichnen, wobei sich nur geringfügige Parallaxe ergibt und die Strichteilung noch genügend genau auf der Zeichenvorlage markiert werden kann. Zum Zeichnen und Schneiden kann somit das Lineal die gleiche Gebrauchslage beibehalten.

Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung ist Gegenstand des Patentanspruches 2. Das nur geringfügige Vorstehen des Stahleinsatzes reicht dabei als Schutz für die Zeichenkante völlig aus.

Neben dem Lineal gemäß DE-GM 73 21 399, von dem die Erfindung ausgeht, ist gemäß DE-PS 8 35 418 bereits ein Zeichenlineal mit einer metallischen Schneidkante bekannt. Diese befindet sich aber an dem der Zeichenkante gegenüberliegenden Längsrandstück des Linealkörpers. Dieses Lineal gestattet es somit gerade nicht, Zeichen- und Schneidarbeiten in der gleichen Gebrauchslage des Lineals durchzuführen bzw. sich bei Schneidarbeiten an einer Skala orientieren zu können.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt

Fig. 1 einen Querschnitt des Lineals,

Fig. 2 eine Draufsicht auf das eine Endstück des Lineals.

Das gezeigte Lineal besitzt einen als Ganzes mit 10 bezeichneten, stabförmigen Linealkörper, der vorzugsweise aus Aluminium besteht. Das eine Längsrandstück 12 des Linealkörpers besitzt eine ebene, obere Fläche 14, die in Richtung seiner Kante 16 nach außen schräg abfällt. In die Fläche 14 ist eine übliche Strichteilung 18, beispielsweise eine mm- und cm-Teilung, eingearbeitet. Deren Striche erstrecken sich bis zur Kante 16. Das pultartig abgeschrägte Längsrandstück bildet somit einen Strichteilungsträger 12.

In dessen Längskante ist eine Längsnut eingearbeitet, die sich vorzugsweise im spitzen Winkel zu einer gedachten Linealabstützfläche 20 nach innen und oben erstreckt. In diese Längsnut ist ein klingenartiger Einsatz 22 aus Stahl eingesetzt, der eine ungefähr 0,3-0,5 mm über die Längekante 16 vorstehende Schneidkante 24 definiert.

Der Strichteilung 18 ist in üblicher Weise eine Ziffernskala 26 zugeordnet, die sich auf der Oberseite eines streifenförmigen Skalenträgers 28 befindet. Dieser ist in eine Längsnut 30 eingeklebt, die sich unmittelbar an die obere Begrenzungskante 32 der schrägen ebenen Fläche 14 des Strichteilungsträgers 12 anschließt und deren Nutboden horizontal bzw. parallel zur Linealabstützfläche 20 vorgesehen ist. Die Tiefe der Nut entspricht im wesentlichen der Dicke des streifenförmigen Skalenträgers 28, wobei dieser auf deren Nutboden vorzugsweise aufgeklebt ist. Die versenkte Anordnung des Skalenträgers im Linealkörper gewährleistet eine sichere Halterung und bietet Schutz vor Beschädigung desselben.

Die gemäß Fig. 1 linke Nutwand schließt oben mit der Begrenzungskante 32 der Schrägfläche 14 ab. Die andere Nutwand ist um ein Vielfaches höher und bildet die eine Längskante eines erhabenen Rückenteils 34 des Linealkörpers. Diese Nutwand bzw. Längskante 36 des Rückenteils befindet sich vorzugsweise in schwach stumpfwinkliger Anordnung zum Boden der Nut 30, wobei sie zu diesem z. B. unter 95° liegt. Die andere, gemäß Fig. 1 rechte Längskante des Rückenteils, ist mit 38 bezeichnet. An diese Längskante, die symmetrisch zur Längskante 36 an den Linealkörper angeformt ist, schließt sich ein Randstück 40 an, das eine sich von der Längskante 38 schräg nach außen erstreckende Stufenfläche 42 definiert und dessen äußere Längskante 44 eine Anlegekante für Zeichengeräte, beispielsweise Schablonen, bildet. Diese ebene Längskante 44 kann senkrecht zur Abstützfläche 20 vorgesehen sein. Bevorzugt wird deren Anordnung unter einem spitzen Winkel zur Abstützfläche 20 von ungefähr 85° getroffen. Der dadurch erzielte Hinterschnitt zur Auflageebene dient dazu, beispielsweise eine an diese Anlagekante angelegte Schablone gegen deren Auflageebene zu drücken. Die Höhe der Anlegekante 44 ist so gewählt, daß sie im wesentlichen der Höhe der an sie anzulegenden Schablonen oder Zeichengeräte entspricht.

In die Unterseite des Linealkörpers 10 ist eine durchgehende Längsnut 46 eingeformt. In sie ist eine Rutschsicherung in Form eines Gummi- oder Kuntstoffstreifens 48 eingeklebt. Die Dicke dieses Kunststoffstreifens ist etwas größer als die Tiefe der Nut 46, so daß in aufgelegtem Zustand des Lineals auf die Linealabstützfläche 20 der untere Flächenteil 50 des Randstücks 40 sowie der untere Flächenteil 52 des Strichteilungsträgers 12 sich in geringem Abstand oberhalb der Abstützfläche befinden. Die Rutschsicherung 48 ist auflageseitig vorzugsweise in Längsrichtung gerieft. Wie Fig. 2 zeigt, endet die Rutschsicherung 48 im Abstand a von den Stirnenden des Linealkörpers, wodurch in deren Bereich in der Unterseite des Lineals seitliche Eingriffsvertiefungen 54 vorhanden sind, die es ermöglichen, das Lineal leicht abheben zu können, ohne an diesem spezielle Handhaben vorsehen zu müssen.

Das Rückenteil 34 ist an seiner Oberseite beispielsweise mit einer sich über dessen gesamte Länge erstreckenden, nutartigen Vertiefung 56 ausgestattet, die in Querrichtung des Linealkörpers konkav gekrümmt ist. In diese Vertiefung können die Fingerkuppen eingelegt und auf den Linealkörper ein solcher Druck ausgeübt werden, daß dieser sicher auf seiner Abstützfläche aufweist. Anstelle der nutartigen Vertiefung 56 können am Rückenteil auch partiell entsprechende Vertiefungen zur Aufnahme von Fingerkuppen vorgesehen sein.

Aus Fig. 1 ergibt sich, daß beispielsweise bei Durchführung von Schneidarbeiten, bei denen üblicherweise der Handkörper entlang der schrägen ebenen Fläche 14 gezogen wird, die Ziffernskala 26 von der Hand nicht mehr bestrichen werden kann, da sie praktisch in einem toten Winkel liegt. Des weiteren wird deutlich, daß bei der Durchführung von Zeichenarbeiten das Ablesen der Ziffern wesentlich zuverlässiger erfolgen kann, als wenn diese sich auf der Schrägfläche 14 befinden. Dabei besteht, wie schon erwähnt, die Möglichkeit, den streifenförmigen Träger 28 der Ziffernskala in farblicher Hinsicht so zu gestalten, daß optimales Ablesen gewährleistet ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Lineal zum Zeichnen und Messen, dessen Linealkörper parallele Längsrandstücke aufweist, von denen das eine eine Zeichenkante aufweisende Längsrandstück nach außen abgeschrägt und an der Oberseite mit einer Strichteilung ausgestattet ist, der auf dem Linealkörper in einer Ebene oberhalb der Zeichenkante eine parallel zur Auflagefläche des Linealkörpers vorgesehene Ziffernskala zugeordnet ist, und das andere Längsrandstück eine Anlegekante aufweist, die im Vergleich zur Längskante des abgeschrägten Längsrandstückes höher ausgebildet und zur Auflagefläche aufrecht angeordnet ist, wobei der Linealkörper unterseitig eine Auflage trägt, zu der die Unterseite beider Längsrandstücke zurückgesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest in das die Strichteilung (18) aufweisende, abgeschrägte Längsrandstück (12) ein bandförmiger, über dessen Längskante (16) geringfügig vorstehender und eine Schneidkante (24) definierender, klingenartiger Stahleinsatz (22) eingesetzt ist.
  2. 2. Lineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schneidkante (24) bildende Längskante des Stahleinsatzes (22) ungefähr 0,3-0,5 mm über die Längskante (16) des die Strichteilung (18) aufweisenden, abgeschrägten Längsrandstückes (12) vorsteht.






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