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Dokumentenidentifikation DE2821436C2 02.11.1989
Titel Bergungskran für Abschleppfahrzeuge in Tiefladerbauweise
Anmelder Wittich, Manfred, 7321 Hattenhofen, DE
Erfinder Wittich, Manfred, 7321 Hattenhofen, DE
Vertreter Wolf, O., Dipl.-Ing.Dr.-Ing., 7312 Kirchheim
DE-Anmeldedatum 16.05.1978
DE-Aktenzeichen 2821436
Offenlegungstag 22.11.1979
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.11.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.11.1989
IPC-Hauptklasse B60P 3/12
IPC-Nebenklasse B60P 1/54   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Bergungskran nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein solcher Bergungskran ist aus der DE-OS 26 08 523 bekannt.

Durch die FR-PS 23 57 401 ist ein Transportwagen bekannt, der eine Ladefläche für die Aufnahme von Fahrzeugen aufweist. Diese Ladefläche ist zusammen mit dem Hebezeug höhenverstellbar.

Ein mit einem in die Ladefläche versenkbaren und teleskopartig verlängerbaren Kranausleger versehener Lastkraftwagen ist in der US 39 08 842 dargestellt und beschrieben.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Abschleppfahrzeug der gattungsgemäßen Art weiter zu vervollkommnen, insbesondere dahingehend, daß auch die verwickelsten Bergungs- und Verladevorgänge rasch und ohne Schwierigkeiten durchführbar sind.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Kranausleger seitlich verschwenkbar und teleskopartig verlängerbar ist und zusammen mit der Ladefläche und dem Kupplungsteil höhenverschwenkbar ist, wobei diese Bewegungen hydraulisch und/oder pneumatisch erfolgen.

Weiterbildungen und zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Infolge der Möglichkeit des Verschwenkens des Kupplungsteils relativ zum Kranausleger sowie zur Ladefläche des Fahrzeugs kann eine am Kupplungsteil angebrachte, zweckmäßigerweise brillenförmig gestaltete Lade- und Transportvorrichtung für die Aufnahme und den Transport eines zweiten Fahrzeugs auf einfache Weise in eine solche Lage gebracht werden, daß es von den beiden ausfahrbaren Ladeschienen überdeckbar ist. Damit kann beispielsweise ein erstes geborgenes Fahrzeug im geneigten Zustand der Ladefläche und bei ausgefahrenen Ladeschienen ohne weiteres mittels eines mit einer Seilwinde betätigten Zugseils auf die Ladefläche des Fahrzeugs gezogen und dort verankert bzw. gesichert werden. Nach erfolgtem Einziehen der beiden Ladeschienen kann dann ohne Schwierigkeiten ein zweites Fahrzeug auf die brillenförmige Lade- und Transportvorrichtung gesetzt und abgeschleppt werden.

Die Erfindung wird im nachstehenden anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel eines Abschleppfahrzeugs veranschaulicht, näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Abschleppfahrzeugs mit teilweise ausgefahrenem Bergungskran und mit am Kupplungsteil angebrachter kombinierter Lade- und Transportbrille,

Fig. 2 eine Teilansicht des Bergungskrans mit gegenüber der Lage in Fig. 1 durch verschwenken des Kupplungsteils geänderter Position der Lade- und Transportbrille,

Fig. 3 eine Ansicht des hydraulisch betätigbaren Kupplungsteils vergrößert,

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht des Abschleppfahrzeugs mit in der Ladefläche versenktem Bergungskran und mit ausgefahrenen Ladeschienen,

Fig. 5 eine Ansicht des Abschleppfahrzeugs mit in der Ladefläche versenktem Bergungskran, eingefahrenen Ladeschienen und seitlich leicht ausgeschwenkter Ladebrille.

Bei der in Fig. 1 dargestellten Position des Abschleppfahrzeugs ist der Kranausleger 2 in einer senkrecht zur Ladefläche 1,1&min; verlaufenden Ebene hochgeschwenkt, außerdem ist er in Achsrichtung ausgefahren; vergleiche hierzu auch die eingezeichneten Pfeile. Zur Betätigung des Kranauslegers 2 dienen Hydraulikelemente, von denen die für das Hochschwenken und Absenken des Kranauslegers vorgesehenen Zylinder- bzw. Kolben mit 3 bezeichnet sind.

Der teleskopartig verlängerte Arm 2&min; des Kranauslegers 2 enthält im Bereich seines freien Endes eine Aufnahme 4 für ein Kupplungsteil 5, an welchem eine brillenförmig gestaltete Lade- und Transportvorrichtung 6 schwenkbar angeordnet ist. Mit 7 ist ein Zugseil bezeichnet, das über ein an der Lade- und Transportvorrichtung 6 angebrachte Seilrolle 20 läuft, während 8 ein im Bedarfsfall verwendbarer Stützholm ist und 9 einen Abschnitt einer Hydraulikleitung kennzeichnet.

Wie insbesondere auch aus den Fig. 2 und 3 hervorgeht, ist das Kupplungsteil 5 relativ zum Kranausleger 2, 2&min; verwendbar, und zwar mittels eines hydraulisch betätigten Hubelements 10. In den jeweiligen Endlagen des Kupplungsteils sind dabei Anschlagbegrenzungen vorgesehen.

Den Fig. 4 und 5 ist zu entnehmen, daß auch die Ladeflächen 1,1&min; zusammen mit dem eingefahrenen und versenkten Kranausleger 2 einschließlich des Kupplungsteils 5 verschwenkbar sind, und zwar zweckmäßigerweise ebenfalls hydraulisch. Des weiteren sind unterhalb der Ladeflächen 1,1&min; ausfahrbare Ladeschienen 11, 11&min; angebracht, die ebenfalls hydraulisch betätigbar sind, und zwar wahlweise einzeln oder gemeinsam, wobei im letzteren Fall der Aus- und Einfahrvorgang synchronisiert sein kann. Die Ladeflächen 1, 1&min; sowie die Ladeschienen 11, 11&min; sind im Bereich ihrer jeweiligen Enden geneigt verlaufend ausgebildet, derart, daß bei eingefahrenen Ladeschienen ein kontinuierlicher Schrägübergang von der Ladeschiene zu der korrespondierenden Ladefläche gewährleistet ist.

Bei schräggestellten Ladeflächen 1.1&min; und ausgefahrenen Ladeschienen 11, 11&min; übergreifen die letzteren die Lade- und Transportbrille 6, wenn diese nach unten geschwenkt ist. Dadurch kann ein zu verladenes Fahrzeug ohne Schwierigkeiten auf die Ladeflächen gefahren bzw. gezogen werden. Nach dem Einfahren der Ladeschienen ist der Platz frei für ein eventuelles weiteres Fahrzeug, das zu verladen bzw. abzuschleppen ist. Zutreffendenfalls wird ein solches Fahrzeug mit seinen Vorderrädern oder auch mit seinen Hinterrädern in die beiden Brillenrahmen 12, 12&min; der Lade- und Transportbrille eingesetzt und diese dann in die erforderliche Lage verschwenkt. Das Fahrzeug kann dann erforderlichenfalls mit einer oder mehreren selbstsichernden Ketten noch zusätzlich verankert werden.

Zur Anpassung an verschiedenen Reifen- bzw. Radgrößen ist je Brillenrahmen wenigstens ein Quersteg 13,13&min; vorgesehen, der in Pfeilrichtung verstellbar ist, so daß sich der jeweils notwendige Abstand bzw. Zwischenraum für die betreffenden Räder herstellen läßt. Zum Verstellen der Querstege 13,13&min; sind die Längsstege bzw. Außenschenkel der beiden Brillenrahmen mit Lochreihen versehen, von denen, wie Fig. 2 erkennen läßt, jeweils zwei einander gegenüberliegende Löcher 14, 15, einen Bolzen des Querstegs aufnehmen, wobei einer der beiden Bolzen als Federbolzen 16 ausgebildet ist, der ein rasches Verstellen der Querstege ermöglicht.

Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Ladeflächen 1,1&min; mit Ausnehmungen in Form von Durchbohrungen 17 zur Aufnahme und Halterung von Anschlagbegrenzungen 18 für das betreffende Fahrzeug zu versehen und diese Anschlagbegrenzungen zwecks Anpassung an verschiedene Fahrzeugspurweiten seitlich verschiebbar auf einem Rahmen 19 anzubringen, der dann seinerseits in den Löchern 17 verankert wird (Fig. 4).

Die Lade- und Transportbrille 6 ist seitlich verschwenkbar am Kupplungsteil 5 befestigt, und zwar um einen Schwenkbolzen 21 (Fig. 2). In Fig. 5 ist die Ladebrille 6 leicht ausgeschwenkt dargestellt. Damit wird ein Transport eines mit seinen Vorder- oder Hinterrädern in den beiden Brillenrahmen befindlichen Fahrzeugs völlig unproblematisch. Ein solcher Transport ist selbstverständlich auch dann möglich, wenn das abzuschleppende Fahrzeug nur noch ein Rad besitzt, das in einen Brillenrahmen eingesetzt werden kann. Die Lade- und Transportbrille kann ferner in jede gewünschte Höhenlage stufenlos verstellt und zur Leerfahrt arretiert werden.

In Fig. 3 ist mit 22 eine Seilführungsrolle angedeutet, während 23 und 23&min; zwei kombinierte Seilumlenk- und Führungsrollen darstellen. Das Abschleppen eines Fahrzeugs (Schnellbergung) ist auch bei hochgeklappter Lade- und Transportbrille möglich, indem das Kranseil über die an der Lade- und Transportbrille angebrachte Seilrolle 20 hinweg um die Achse des betreffenden Fahrzeugs geschlungen wird. Daraufhin braucht nur noch das Kranseil angezogen und gegebenenfalls der Kranausleger etwas hochgeschwenkt zu werden.

Durch die im Bereich ihrer jeweiligen Enden geneigt verlaufend ausgebildeten Ladeschienen 11, 11&min; wird erreicht, daß der Auffahrwinkel bei ausgefahrenen Ladeschienen flacher wird. Dieser Effekt kann zusätzlich noch dadurch verstärkt werden, daß die zwischen der Hinterachse und dem Aufbau des Fahrzeugs vorhandene Federung beim Auf- bzw. Verladevorgang hydraulisch zusammengedrückt oder im Falle einer Luftfederung der Luftdruck entsprechend vermindert wird.

Die Ladeschienen 11 und 11&min; sind mechanisch so stabil ausgebildet, daß sie auch zusammen mit dem darauf befindlichen, abzutransportierenden Fahrzeug eingefahren werden können. Dadurch läßt sich ein nicht unbeträchtlicher Zeitgewinn erzielen und demgemäß den Verlade- bzw. Bergungsvorgang entsprechend beschleunigen. Mitunter kann es auch vorteilhaft sein, die Ladeschienen 11 und 11&min; in der ausgefahrenen Stellung relativ zur Ladefläche verschwenkbar anzuordnen bzw. eine Verschwenkung der Ladefläche im Verhältnis zu den Ladeschienen zu ermöglichen. Zu diesem Zweck kann jede der beiden Ladeschienen im Bereich ihres fahrzeugseitigen Endes links und rechts mit einem zapfenförmigen Ansatz versehen sein, von denen jeder an einer ihm zugeordneten stirnseitigen Begrenzung der innerhalb der Ladeflächen 1 angebrachten Führungen für die Ladeschienen zur Anlage kommt, wenn die Ladeschienen vollständig ausgefahren sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Bergungskran für Abschleppfahrzeuge in Tiefenladerbauweise, mit einem in einer senkrecht zur Ladefläche des Fahrzeugs verlaufenden Ebene verschwenkbaren und in der Ladefläche versenkbaren Kranausleger, der im Bereich seines freien Endes eine Aufnahme für ein relativ zum Kranausleger verschwenkbares Kupplungsteil aufweist, an welchem Zubehörteile für Lade- und/oder Abschleppzwecke befestigbar sind, nach Patent 28 08 523, dadurch gekennzeichnet, daß der Kranausleger (2) seitlich verschwenkbar und teleskopartig verlängerbar ist und zusammen mit der Ladefläche (1, 1&min;) und dem Kupplungsteil (5) höhenverschwenkbar ist, wobei diese Bewegungen hydraulisch und/oder pneumatisch erfolgen.
  2. 2. Abschleppfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der zu beiden Seiten des Kranauslegers (2) sich erstreckende Ladeflächen (1, 1&min;) ausfahrbare Ladeschienen (11, 11&min;) vorgesehen sind, die hydraulisch betätigbar sind.
  3. 3. Abschleppfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladeflächen (1, 1&min;) sowie die Ladeschienen (11, 11&min;) im Bereich ihrer jeweiligen Enden geneigt verlaufend ausgebildet sind, derart, daß im ausgefahrenen Zustand der Ladeschienen ein kontinuierlicher Schrägübergang von der Ladeschiene zur jeweiligen Ladefläche entsteht.
  4. 4. Abschleppfahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladeschienen (11, 11&min;) wahlweise einzeln oder gemeinsam synchronisiert ausfahrbar sind.
  5. 5. Abschleppfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Kupplungsteil (5) eine brillenförmig gestaltete Lade- und/oder Transportvorrichtung (6) angebracht ist.
  6. 6. Abschleppfahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die brillenförmige Lade- und/oder Transportvorrichtung (6) in der Brillenebene relativ zum Kupplungsteil (5) verschwenkbar ist.
  7. 7. Abschleppfahrzeug nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmen (12, 12&min;) der beiden Brillen wenigstens angenähert rechteckförmig ausgebildet sind und daß wenigstens einer der beiden Querstege (13, 13&min;) in Richtung der Achse des Kranauslegers (2) verstellbar ist.
  8. 8. Abschleppfahrzeug nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmen (12, 12&min;) der beiden Brillen wenigstens angenähert rechteckförmig ausgebildet sind und zwischen den beiden Querstegen (13, 13&min;) ein zusätzlicher, parallel zu den Querstegen verlaufender Zwischensteg vorgesehen ist.
  9. 9. Abschleppfahrzeug nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsstege des jeweiligen Brillenrahmens mit je einer Lochreihe (14, 15) versehen sind, und daß der Quer- bzw. Zwischensteg mittels einer Feder-Bolzenvorrichtung (16) in einander gegenüberliegenden Löchern arretierbar und wieder lösbar ist.
  10. 10. Abschleppfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladeflächen (1, 1&min;) mit Ausnehmungen (17) zur Aufnahme von Anschlagbegrenzungen (18) für das jeweilige Fahrzeug versehen sind und daß die Anschlagbegrenzungen zwecks Anpassung an die jeweilige Spurweite des abzuschleppenden Fahrzeugs seitlich verstellbar auf einem Rahmen (19) angeordnet sind.
  11. 11. Abschleppfahrzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladeflächen (1.1&min;) zur Anpassung an verschiedene Fahrzeuglängen eine Anzahl im Abstand hintereinander angeordnete Ausnehmungen für die Halterung der Anschlagbegrenzungen enthalten.
  12. 12. Abschleppfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der Hinterachse und dem Aufbau des Fahrzeugs durch Verkürzung des Federwegs verringerbar ist.
  13. 13. Abschleppfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladeschienen (11, 11&min;) in der Ausfahrstellung mit den Ladeflächen (1, 1&min;) mittelbar oder unmittelbar in eine Gelenkverbindung gelangen.






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