PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE2930025C2 02.11.1989
Titel Elektrische Antriebsvorrichtung für eine Filmtransporteinrichtung in einer Kamera
Anmelder Canon K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Iwashita, Tomonori, Fuchu, Tokio/Tokyo, JP;
Fukahori, Hidehiko, Kawasaki, Kanagawa, JP;
Mashimo, Yukio, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Tiedtke, H., Dipl.-Ing.; Bühling, G., Dipl.-Chem.; Kinne, R., Dipl.-Ing.; Grupe, P., Dipl.-Ing.; Pellmann, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 24.07.1979
DE-Aktenzeichen 2930025
Offenlegungstag 14.02.1980
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.11.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.11.1989
IPC-Hauptklasse G03B 1/00
IPC-Nebenklasse G03B 1/40   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Antriebsvorrichtung für eine Filmtransporteinrichtung in einer Kamera gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.

Eine solche Antriebsvorrichtung ist bekannt (DE-AS 25 51 071). Sie dient dazu, den Film in einer Kamera nach erfolgter Belichtung elektromotorisch weiterzutransportieren, um einerseits die Handhabung der Kamera zu erleichtern und andererseits eine hohe Aufnahmefolge zu ermöglichen. Das Untersetzungsgetriebe der bekannten Antriebsvorrichtung weist ein konstantes Untersetzungsverhältnis auf und dient dazu, das Ausgangsdrehmoment des Elektromotors auf ein so hohes Drehmoment zu wandeln, daß dieses gleich dem für den Filmtransport bzw. von der Filmtransporteinrichtung benötigten Drehmoment ist. Die bekannte Antriebsvorrichtung ist mit einer mechanischen Schaltvorrichtung versehen, die bei laufendem Elektromotor die Drehmomentübertragung zur Filmtransporteinrichtung ein- oder ausschalten kann.

Der Elektromotor der bekannten Antriebsvorrichtung wird von einer Gleichstrombatterie gespeist. Die Leistungsabgabe einer solchen Gleichstrombatterie ist temperaturabhängig, und zwar sinkt die abgegebene Leistung mit sinkender Temperatur. Wenn die bekannte Antriebsvorrichtung derart ausgelegt ist, daß sie unter normalen Temperaturbedingungen für einen schnellen Filmtransport sorgt, was damit gleichbedeutend ist, daß der Batterie verhältnismäßig hohe Leistung entnommen wird, besteht die Gefahr, daß bei niedrigen Temperaturen die der Batterie entnehmbare Leistung nicht mehr für einen Filmtransport ausreicht und daß außerdem die Batterie schnell erschöpft wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Antriebsvorrichtung dahingehend weiterzubilden, daß auch bei verminderter Leistungsabgabe der Batterie ein zuverlässiger Filmtransport gewährleistet ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil von Patentanspruch 1 gelöst.

Die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung sieht zwei verschiedene Getriebezüge mit jeweils in bestimmter Weise festgelegtem Untersetzungsverhältnis sowie eine Umschaltvorrichtung zwischen diesen beiden Getriebezügen vor. Der eine Getriebezug ist auf den Bereich maximaler Leistungsabgabe des Elektromotors ausgelegt, so daß er einen schnellen Filmtransport ermöglicht. Dieser Getriebezug wird mittels der Umschaltvorrichtung eingeschaltet, wenn die Betriebsbedingungen und der Betriebszustand der Batterie eine normal hohe Leistungsabgabe der Batterie ermöglichen. Der andere Getriebezug ist auf den Bereich maximalen Wirkungsgrades des Elektromotors ausgelegt, so daß dann, wenn dieser Getriebszug mittels der Umschaltvorrichtung geschaltet ist, die von der Batterie gelieferte Leistung optimal ausgenutzt wird. Dieser Getriebezug wird dann geschaltet, wenn die Batterie beispielsweise aufgrund niedriger Temperaturen nur verringerte Leistung abgeben kann. Sie wird dann weniger belastet als bei Betrieb des Elektromotors im Bereich von dessen maximaler Leistungsabgabe, so daß einerseits auch dann noch ein Filmtransport möglich ist, wenn die Batterie verminderte Leistung abgibt, und andererseits der Erschöpfung der Batterie vorgebeugt ist.

Durch die US-PS 10 07 012 ist eine Filmtransporteinrichtung für eine Filmkamera oder einen Filmprojektor bekannt, die ein auf verschiedene Untersetzungsverhältnisse einstellbares Untersetzungsgetriebe aufweist, um auf diese Weise den Filmtransport unterschiedlichen Filmformaten anpassen zu können.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.

Fig. 1 ist eine grafische Darstellung der Betriebskennlinien eines Gleichstrommotors.

Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht einer Kamera mit einem Ausführungsbeispiel einer zugehörigen Antriebsvorrichtung.

Fig. 3 ist eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines umschaltbaren Untersetzungsgetriebes bei einer Ausführungsform der Antriebsvorrichtung.

Fig. 4 ist eine perspektivische Ansicht des Aufbaus einer Umschaltvorrichtung nach Fig. 3.

Fig. 5 ist ein Schaltbild der Antriebsvorrichtung nach Fig. 2.

Fig. 6 ist eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines umschaltbaren Untersetzungsgetriebes der Antriebsvorrichtung.

Fig. 7 ist eine in auseinandergezogener Darstellung gezeigte perspektivische Ansicht einer bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 verwendeten Umschaltvorrichtung.

Fig. 8 ist ein Schaltbild der Antriebsvorrichtung nach Fig. 6.

Wie aus den Kennlinien eines Gleichstrommotors zu entnehmen ist, für welche ein Beispiel in Fig. 1 dargestellt ist, unterscheidet sich der Drehmomentwert A, bei dem der Wirkungsgrad den maximalen Wert erreicht, von dem Drehmomentwert B, bei dem die Leistungsabgabe bzw. die Ausgangsleistung das Maximum erreicht. Daher kann eine hohe Transportgeschwindigkeit dadurch erreicht werden, daß der Motor mit dem Drehmoment B für die maximale Ausgangsleistung betrieben wird, während eine zu einer Steigerung der Anzahl von je Batterie durchgeführten Filmtransportvorgängen notwendige Verringerung des elektrischen Energieverbrauchs auf ein Minimum dadurch erzielt werden kann, daß der Motor mit dem Drehmoment A für den maximalen Wirkungsgrad betrieben wird.

In Fig. 2 ist 1 ein Kameragehäuse, an dessen Bodenplatte eine Aufzugskupplung 2 angebracht ist, die mit einer Filmtransporteinrichtung und einem Verschlußmechanismus zusammenwirkt; ferner ist an der Bodenplatte ein Stativ-Aufnahmegewinde 3 vorgesehen. 4 ist eine elektrische Antriebsvorrichtung, in der ein Elektromotor M als Antriebsquelle, ein Untersetzungsgetriebe 5 und eine Aufzugskupplung 6 angebracht sind, welche an der Kupplung 2 der Kamera eingreift. Zum Anbringen der Antriebsvorrichtung 4 an dem Kameragehäuse 1 wird eine Befestigungsschraube 7 an der Antriebsvorrichtung 4 an dem Aufnahmegewinde 3 im Kameragehäuse dadurch befestigt, daß mittels eines (nicht gezeigten) Knopfs die Schraube 7 betätigt wird. 8 ist ein Untersetzungsverhältnis- Umschaltknopf, der beim Drücken eine Umschaltung des Untersetzungsverhältnisses in einer später beschriebenen Weise bewirkt. 9 ist ein Zeitgeber-Umschaltknopf, der durch Drehung eine Änderung der Zeitgeber-Periode bewirkt. 10 ist eine Marke für die Zeitgebung.

Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform des umschaltbaren Untersetzungsgetriebes in der Antriebsvorrichtung. In dieser Figur bezeichnet 11 ein erstes Zahnrad, das fest an der Welle des als Gleichstrommotor ausgebildeten Motors M angebracht ist und mit einem zweiten Zahnrad 12 kämmt. Für eine Vertikalbewegung des zweiten Rads 12 ist das erste Rad 11 so ausgebildet, daß es eine ausreichend lange Zahnbreite hat. Das zweite Rad 12 sitzt drehbar an einer an einer Tragplatte 13 befestigten Achse 14 und kämmt mit dem ersten Rad 11. An dem Mittelteil des Rads 12 sind nach unten zu ragende erste Klauen 12a und nach oben zu ragende zweite Klauen 12b angebracht. Die Achse 14 ist an der Grund- Tragplatte 13 befestigt und trägt das Rad 12 sowie Zahnräder 16 und 17 unter Drehlagerung. 15 ist eine Feder, die zwischen den Rädern 12 und 17 sitzt und immer das zweite Rad 12 nach unten zudrückt.

Fig. 4 ist eine perspektivische Ansicht zur Darstellung einer Umschaltvorrichtung 50. Das dritte Rad 16 ist mit Klauen 16a versehen, die von seiner oberen Fläche zum Eingriff mit den Klauen 12a des zweiten Rads 12 heraufragen und zusammen mit diesen eine erste Klauenkupplung bilden. Das vierte Rad 17 ist mit Klauen 17a versehen, die zu einem Eingriff mit den Klauen 12b des zweiten Rads 12 nach unten ausragen und zusammen mit diesen eine zweite Klauenkupplung bilden. Hierbei ist anzumerken, daß gemäß der Darstellung in Fig. 3 zum besseren Verständnis die Klauen 17a, 12b und 12a, 16a außer Eingriff gezeigt sind; ihr tatsächlicher Zusammenhang ist in Fig. 4 gezeigt. 18 ist ein fünftes Zahnrad, das drehbar an einer Achse 19 angebracht ist, welche an der Grundplatte befestigt ist, und das Zahnkränze 18a, 18b und 18c aufweist. Der Zahnkranz 18a sitzt an dem untersten Ende des fünften Rads 18 und kämmt mit dem dritten Rad 16. Der Zahnkranz 18b ist in der Mitte des fünften Rads 18 angebracht und kämmt mit dem vierten Rad 17. Der Zahnkranz 18c ist am oberen Ende des fünften Rads 18 angebracht und kämmt mit einem sechsten Zahnrad 20. Dieses sechste Rad 20 ist um eine Achse 21 drehbar an der Grundplatte 13 gelagert und trägt an seinem oberen Ende die Aufzugskupplung 6 (siehe Fig. 2). 22 ist ein Hebel für die Änderung des Untersetzungsverhältnisses, der an einer an dem (nicht gezeigten) Gehäuse angesetzten Achse 23 angelenkt ist und an seinem oben liegenden Teil am Ende eine Achse 25 trägt; 24 ist ein Stift, der so angeordnet ist, daß er durch Drücken des Knopfs 8 nach Fig. 2 zu einem Ende 22b des Hebels 22 hin bewegt wird und diesen im Uhrzeigersinn schwenkt; 26 ist eine Rolle, die drehbar an der an dem Ende 22a des Hebels 22 befestigten Achse 25 gelagert ist und so angeordnet ist, daß sie auf die Uhrzeigerbewegung des Hebels 22 hin das Zahnrad 12 gegen die Kraft der Feder 15 anhebt.

Die Fig. 5 ist ein Schaltbild der in Fig. 2 gezeigten Antriebsvorrichtung. In der Figur ist B eine Batterie; S2 ist ein Hauptschalter; M ist der Elektromotor, der kurzgeschlossen wird, wenn ein Kontakt S1 eines Relais 1 in eine Stellung "NC" geschaltet wird, und der bei geschlossenem Hauptschalter S2 mit Strom gespeist wird, wenn der Kontakt S1 in eine Stellung "NO" geschaltet wird; S3 ist ein Schalter, der so ausgebildet ist, daß er geöffnet wird, wenn der Filmtransport abgeschlossen ist, und geschlossen wird, wenn eine Auflösung abgeschlossen ist; S4 ist ein Zeitgeber- Umschalter, der durch Drehen des in Fig. 2 gezeigten Umschaltknopfs 9 betätigbar ist; C1 ist ein Kondensator einer Zeitkonstantenschaltung des Zeitgebers; Tr1 und Tr2 sind Transistoren; SCR ist ein Thyristor; R1 bis R4 sind Widerstände der Zeitkonstantenschaltung des Zeitgebers; R5 bis R10 sind Widerstände; C2 ist ein Kondensator.

Nachstehend wird die Funktionsweise des in den Fig. 3, 4 und 5 gezeigten Ausführungsbeispiele beschrieben. Wenn der Untersetzungsverhältnis-Umschaltknopf 8 nicht gedrückt ist, nimmt die Umschaltvorrichtung 50 die in den Fig. 3 und 4 gezeigte Stellung ein, so daß die ersten Klauen 12a des zweiten Rads 12 mit den Klauen 16a des dritten Rads 16 in Eingriff stehen, während die zweiten Klauen 12b des zweiten Rads 12 von den Klauen 17b des vierten Rads 17 gelöst sind. In diesem Fall erfolgt daher die Übertragung des Antriebsmoments des Motors M in folgender Reihenfolge: Motor M - erstes Rad 11 - zweites Rad 12 - drittes Rad 16 - erster Zahnkranz 18a des fünften Rads 18 - dritter Zahnkranz 18c des fünften Rads 18 - sechstes Rad 20 - Aufzugskupplung 6. Die genannten Elemente zwischen dem Motor M und der Aufzugskupplung 6 bilden einen ersten Getriebezug 52 des Untersetzungsgetriebes 5.

Wenn dann der Untersetzungsverhältnis-Umschaltknopf 8 gedrückt wird, wird der Stift 24 nach links in Fig. 3 bewegt, wodurch der Hebel 22 im Uhrzeigersinn geschwenkt wird und daher über die Rolle 25 das zweite Rad 12 angehoben wird.

Auf diese Weise werden die ersten Klauen 12a des zweiten Rads von den Klauen 16a des dritten Rads gelöst, während statt dessen die zweiten Klauen 12b des zweiten Rads 12 mit den Klauen 12a des vierten Rads in Eingriff kommen. Es ist anzumerken, daß aufgrund der großen Zahnbreite des ersten Rads der Eingriff des zweiten Rads mit dem ersten Rad wirksam bleibt. In diesem Fall erfolgt daher die Übertragung des Antriebsmoments des Motors M in folgender Reihenfolge: Motor M - erstes Rad 11 - zweites Rad 12 - viertes Rad 17 - zweiter Zahnkranz 18b des fünften Rads 18 - dritter Zahnkranz 18c des fünften Rads 18 - sechstes Rad 20 - Aufzugskupplung 6. Die letztgenannten Elemente zwischen dem Motor M und der Aufzugskupplung 6 bilden einen zweiten Getriebezug 54 des Untersetzungsgetriebes 5.

Nimmt man nun an, daß die Räder 11 bis 20 jeweils Zähneanzahlen Z11 bis Z20 haben, so ist im ersten Getriebezug 52, d. h. in dem Fall, daß der Umschaltknopf 8 nicht gedrückt ist, das Untersetzungsverhältnis n&sub1; folgendermaßen gegeben:



Im zweiten Getriebezug 54, bei dem der Umschaltknopf 8 gedrückt ist, ergibt sich ein Untersetzungsverhältnis n&sub2; zu:



Nimmt man nun an, daß zur Steigerung der Bildfolgefrequenz der Elektromotor zur Abgabe eines Drehmoments τ1 gesteuert wird, das annähernd dem in Fig. 1 gezeigten Drehmomentwert B für die maximale Ausgangsleistung entspricht, während zur Verlängerung der Lebensdauer der Batterie der Motor zur Abgabe eines Drehmoments τ2 gesteuert wird, das annähernd dem in Fig. 1 gezeigten Drehmomentwert A für den maximalen Wirkungsgrad entspricht, so sollen die Untersetzungsverhältnisse n&sub1; und n&sub2; den folgenden Gleichungen genügen:



wobei T das benötigte Aufzugsdrehmoment der Kamera ist.

Wenn das benötigte Aufzugsdrehmoment T der Kamera gleich 0,2 Nm ist und die Motor-Drehmomente τ1 gleich 0,01 Nm bzw. t2 gleich 0,005 Nm sind, so sind die numerischen Werte der Zähneanzahlenbeispiele Z11=10 (Zähne), Z12=50, Z16=20, Z17=12, Z18a=40, Z18b=48, Z18c=20 und Z20=40. Für den ersten Fall, bei dem der geforderte Wert für das Untersetzungsverhältnis gleich



ist, ergibt sich der tatsächliche Wert des Untersetzungsverhältnisses zu:



Somit ergibt sich eine vollkommene Übereinstimmung.

Für den zweiten Fall, bei dem der für das Untersetzungsverhältnis geforderte Wert gleich



ist, ergibt sich der tatsächliche Wert des Untersetzungsverhältnisses zu:



Somit ergibt sich auch hier eine vollkommene Übereinstimmung.

Da das Untersetzungsverhältnis in dem ersten Getriebezug 52 kleiner ist (Umschaltknopf 8 nicht gedrückt), führt das Drücken des Umschaltknopfs 8 zu einer Steigerung der Drehzahl der Aufzugskupplung 6. Es ist anzumerken, daß die Anzahl der Zahnräder in diesen beiden Getriebezügen einander gleich ist; bei der Veränderung des Untersetzungsverhältnisses bleibt die Drehrichtung der Aufzugskupplung 6 in bezug auf die Drehrichtung des Motors M die gleiche.

Wenn nach dem Auslösen eines (nicht gezeigten) Verschlusses mittels eines Auslösevorgangs an einer (nicht gezeigten) Auslösevorrichtung der Auslösevorgang abgeschlossen ist, wird der Auslöse-Schalter S3 geschlossen (siehe Fig. 5). Wenn zu diesem Zeitpunkt der Schalter S4 auf den Widerstand R1 geschaltet ist, wird nach einem durch den Kondensator C1 und den Widerstand R1 bestimmten Zeitintervall der Transistor Tr1 durchgeschaltet, wodurch der Thyristor SCR durchgeschaltet wird. Daraufhin wird der Transistor Tr2 durchgeschaltet, so daß das Relais 1 erregt wird. Auf diese Weise wird der Schalter bzw. Kontakt S1 von der Stellung "NC" auf die Stellung "NO" umgeschaltet, bei welcher der Motor M zu drehen beginnt. Wenn der Aufzugsvorgang abgeschlossen ist, wird der Schalter S3 geöffnet, wodurch der Thyristor SCR gesperrt wird und damit das Relais 1 aberregt wird. Auf diese Weise wird der Kontakt S1 aus der Stellung "NO" in die Stellung "NC" bewegt, bei der der Motor M angehalten wird. Wenn zu diesem Zeitpunkt eine erneute Auslösung erfolgt, arbeitet die Kamera kontinuierlich weiter. Wenn andererseits keine weitere Auslösung erfolgt, endet der Vorgang mit der beschriebenen Einzelbildbelichtung. Durch die Betätigung des Zeitgeber-Umschalters S4 mittels des Knopfs 9 nach Fig. 2 wird die Zeitkonstantenschaltung so verändert, daß die Zeitgeber-Periode verändert wird, nämlich das Zeitintervall von dem Moment, an welchem die Auslösung abgeschlossen worden ist, bis zu dem Moment, an welchem der Aufzugsvorgang beginnt. Auf diese Weise wird die Bildfolgefrequenz verändert.

Die Fig. 6, 7 und 8 erläutern ein weiteres Ausführungsbeispiel der Antriebsvorrichtung. In diesen Figuren ist M der Elektromotor; 27 ist ein an der Welle des Motors M befestigtes elftes Zahnrad; 28 ist ein zwölftes Zahnrad, das mit dem elften Rad 27 kämmt und mit zwei Einwegkupplungen 29 und 31 verbunden ist, deren Einzelheiten in Fig. 7 gezeigt sind; 30 ist ein mit der ersten Einwegkupplung 29 verbundenes dreizehntes Zahnrad; 32 ist ein mit der zweiten Einwegkupplung 31 verbundenes vierzehntes Zahnrad; 33 ist ein fünfzehntes Zahnrad, das als Zwischenrad dient, welches sowohl mit dem vierzehnten Rad 32 als auch mit einem sechzehnten Zahnrad 34 kämmt. Das sechzehnte Rad 34 hat einen ersten Zahnbereich 34a, der mit dem fünfzehnten Rad 33 kämmt und einen zweiten Zahnbereich 34b, der mit einem siebzehnten Zahnrad 35 kämmt. Das siebzehnte Rad 35 ist mit einem ersten Zahnbereich 35a, der mit dem sechzehnten Rad 34 kämmt und einem zweiten Zahnbereich 35b versehen, der mit einem Aufzugs-Zahnrad 36 kämmt. Das Aufzugs-Zahnrad 36 kämmt nicht nur mit dem siebzehnten Rad 35, sondern auch mit dem dreizehnten Rad 30, und trägt an seiner Oberseite die in Fig. 2 gezeigte Aufzugskupplung 6.

Fig. 7 zeigt die Umschaltvorrichtung 50 des zweiten Ausführungsbeispiels, die aus der ersten Einwegkupplung 29, die zwischen dem dreizehnten Rad 30 und dem zwölften Rad 28 angeordnet ist, und der zweiten Einwegkupplung 31 gebildet ist, die zwischen dem vierzehnten Rad 32 und dem zwölften Rad 28 angeordnet ist; 28a ist ein Zylinderteil, der an der oberen Fläche des zwölften Rads 28 angebracht ist; 28b sind Löcher für Schrauben 37 zur Befestigung der Einwegkupplung 31 an Löchern 42a. An der unteren Fläche des dreizehnten Rads 30 ist ein Flanschteil 30a mit Löchern 30b für Schrauben 41 zur Befestigung der Einwegkupplung 29 an Löchern 38a vorgesehen. An der oberen Fläche des vierzehnten Rads 32 ist ein Rohrteil 32a angebracht, gegen dessen innere Umfangsfläche in der zweiten Einwegkupplung 31 Rollen 43 einer Nabe 42 gepreßt werden. Auf ähnliche Weise werden gegen die innere Umfangfläche des Zylinderteils 28a des zwölften Rads 28 Rollen 39 einer Nabe 38 in der ersten Einwegkupplung 29 gepreßt; 40 und 44 sind Federn. Auf diese Weise sind die Räder 28, 30 und 32 sowie die Einwegkupplungen 29 und 31 koaxial zueinander so angeordnet, daß das Drehmoment entweder in der durch den Pfeil A bezeichneten Richtung oder in der durch den Pfeil B bezeichneten Richtung übertragen wird.

Die Schaltung nach Fig. 8 unterscheidet sich von der Schaltung nach Fig. 5 durch Umschalter für den Motor M, während die anderen Teile denjenigen in Fig. 5 entsprechen und mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet sind. In Fig. 8 sind an den beiden Anschlüssen des Motors M Umschalter S5 und S6 gezeigt, die miteinander zusammenwirken. Der Schalter bzw. Kontakt S1, der mittels des Relais 1 betätigbar ist, liegt in Reihe zu dem Umschalter S5. Die Umschalter S5 und S6 sind so ausgelegt, daß sie den elektrischen Anschluß des Motors M umkehren, wenn durch Drücken des Umschaltknopfes 8 ein Stift 45 betätigt wird.

Die Funktionsweise des zweiten Ausführungsbeispiels gemäß den Fig. 6, 7 und 8 folgende: Während der Umschaltknopf 8 nach Fig. 2 nicht gedrückt ist, ist der Stift 45 nicht gedrückt, so daß die beiden Umschalter S5 und S6 in den Stellungen "a" stehen. Wenn der Schalter S1 in die Stellung "NO" geschaltet wird, wird der Motor M mit einem Strom (in Pfeilrichtung) gespeist, so daß er in Vorwärtsrichtung dreht. Wenn der Motor M in Vorwärtsrichtung dreht, drehen zugleich das elfte Rad 27 und das zwölfte Rad 28, wobei die erste Einwegkupplung 29 wirksam ist und die Übertragung des Drehmoments zu dem dreizehnten Rad 30 zuläßt, während die zweite Einwegkupplung 31 das Drehmoment nicht zu dem vierzehnten Rad 32 überträgt. Daher wird die Drehung des Motors M von dessen Ausgangswelle über den ersten Getriebezug 52, nämlich das elfte Rad 27, das zwölfte Rad 28, die erste Einwegkupplung 29, das dreizehnte Rad 30 und das Aufzugs-Zahnrad 36 zu der Aufzugskupplung 6 und von dieser weiter in die Kamera übertragen. Obgleich während dieser Zeit das siebzehnte Rad 35, das sechzehnte Rad 34, das fünfzehnte Rad 33 und das vierzehnte Rad 32 zusammen mit dem Aufzugs-Zahnrad 36 drehen, wird über diesen zweiten Getriebezug 54 zwischen dem Motor M und der Aufzugs-Kupplung 6 kein Drehmoment übertragen, da die Einwegkupplung 31zwischen dem zwölften Rad 28 und dem vierzehnten Rad 32 leerläuft.

Wenn zur Änderung des Untersetzungsverhältnisses der Knopf 8 nach Fig. 2 gedrückt wird, werden die beiden Umschalter S5 und S6 nach Fig. 8 beide in die Stellungen "b" umgeschaltet, bei denen die Polung des Motors M umgekehrt wird. Daher dreht der Motor M in Gegenrichtung, wodurch das elfte Rad 27 und das zwölfte Rad 28 in Gegenrichtung drehen; auf diese Weise ist die erste Einwegkupplung 29 nicht länger wirksam, während statt dessen die zweite Einwegkupplung 31 insofern wirksam ist, als die Drehung des Motors M über das elfte Rad 27, das zwölfte Rad 28, die zweite Einwegkupplung 31, das vierzehnte Rad 32, das fünfzehnte Rad 33, das sechzehnte Rad 34, das siebzehnte Rad 35 und das Aufzugs- Zahnrad 36 zu der Aufzugskupplung 6 und von dort zur Kamera übertragen wird. Obgleich während dieser Zeit das dreizehnte Rad 30 zusammen mit dem Aufzugs-Zahnrad 36 dreht, ist die erste Einwegkupplung 29 nicht in die Drehmomentübertragung zwischen dem Motor M und der Aufzugskupplung 6 eingeschaltet, da sie leerläuft. Hierbei ist anzumerken, daß trotz der Umkehrung der Drehrichtung des Motors M der vorstehend beschriebene Drehmoment-Übertragungsweg die gleiche Drehrichtung der Aufzugskupplung 6 wie in dem Fall sicherstellt, bei dem der Umschaltknopf 8 nicht gedrückt ist. Daher ist es mit der Antriebsvorrichtung nach den Fig. 6 bis 8 möglich, das Untersetzungsverhältnis allein in Abhängigkeit davon zu verändern, ob der Umschaltknopf 8 gedrückt ist oder nicht. Dies wird dadurch erzielt, daß die Drehrichtung des Motors M umgekehrt wird, wobei die Umschaltung zwischen den beiden Getriebezügen durch selbsttätiges Eindrücken entweder der Einwegkupplung 29 oder der Einwegkupplung 31 erfolgt.

Nachstehend wird die Wirkungsweise der in Fig. 7 gezeigten Einwegkupplungen ausführlicher erläutert. Wenn der Motor in Vorwärtsrichtung dreht, dreht das zwölfte Rad 28 in Richtung des Pfeils A, wodurch die Rollen 39 zwischen den Innenumfang des Zylinderteils 28a des zwölften Rads 28 und verjüngten Bereichen 38b der Nabe 38 gedrückt werden. Auf diese Weise drehen das zwölfte Rad 28 und die Nabe 38 als eine Einheit, so daß daher das dreizehnte Rad 30 als eine Einheit mit dem zwölften Rad 28 dreht, um damit die Drehmomentübertragung zu bewerkstelligen. Wenn ferner das zwölfte Rad 28 in der Richtung des Pfeils A dreht, dreht auch die an dem zwölften Rad 28 befestigte Nabe 42 in Richtung des Pfeils A, wodurch die Rollen 43 sich vom Innenumfang des Rohrteils 32a des vierzehnten Rads 32 und verjüngten Abschnitten 42b der Nabe 42 lösen. Auf diese Weise führt die Drehung des zwölften Rads 28 nicht zu einer Drehung des vierzehnten Rads 32. Wenn dann der Motor M in Gegenrichtung dreht, dreht das zwölfte Rad 28 in Richtung des Pfeils B. Da in diesem Fall die Drehrichtung des zwölften Rads 28 zu der vorstehend beschriebenen entgegengesetzt ist, werden innerhalb der Zwischenräume zwischen dem Innenumfang des Zylinderteils 28a und der verjüngten Abschnitte 38b der Nabe 38 die Rollen 39 in Trennrichtung bewegt, während die Rollen 43 innerhalb der Zwischenräume zwischen dem Innenumfang des Rohrteils 32a und den verjüngten Abschnitten 42b in Klemmrichtung bewegt werden. Daher führt die Drehung des zwölften Rads 28 zu einer Drehung des vierzehnten Rads 32, wogegen jedoch das dreizehnte Rad 30 nicht in Drehung versetzt wird.

Gemäß der vorstehenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele führt die Antriebsvorrichtung mit veränderbarer Transportgeschwindigkeit die Betriebsvorgänge in einer Weise aus, die besser an gegebene Umgebungsbedingungen wie die Temperatur angepaßt ist. Dies erfolgt durch Umschalten des Untersetzungsverhältnisses auf einen von zwei Werten im Bereich maximalen Wirkungsgrads oder im Bereich maximaler Ausgangsleistung in der Kennlinie des Elektromotors.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektrische Antriebsvorrichtung für eine Filmtransporteinrichtung in einer Kamera, mit einem Elektromotor zur Erzeugung der Antriebsleistung und mit einem einen Getriebezug aufweisenden Untersetzungsgetriebe zur Übertragung dieser Antriebsleistung auf die Filmtransporteinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß das Untersetzungsgetriebe (5) einen weiteren Getriebezug (54) sowie eine Umschaltvorrichtung (50) aufweist, mit der zwischen den beiden Getriebezügen (52, 54) alternativ umgeschaltet werden kann, wobei beide Getriebezüge die Filmtransporteinrichtung in der gleichen Richtung antreiben und das Untersetzungsverhältnis des einen Getriebezuges auf den Bereich maximaler Leistungsabgabe des Elektromotors (M) bei dessen Nennlast und das Untersetzungsverhältnis des anderen Getriebezuges auf den Bereich maximalen Wirkungsgrades des Elektromotors (M) bei dessen Nennlast fest ausgelegt ist.
  2. 2. Elektrische Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltvorrichtung (50) in Kraftflußrichtung hinter dem Elektromotor (M) angeordnet ist und zwei parallel zueinander geschaltete Klauenkupplungen aufweist, die jeweils in einem der beiden Getriebezüge (52; 54) liegen und alternativ einrückbar sind.
  3. 3. Elektrische Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltvorrichtung (50) in Kraftflußrichtung hinter dem Elektromotor (M) angeordnet ist und abhängig vom Drehsinn des Elektromotors (M) entweder auf den einen (52) oder auf den anderen Getriebezug (54) umschaltet.
  4. 4. Elektrische Antriebsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltvorrichtung (50) zwei parallel zueinander geschaltete Einwegkupplungen (29; 31) aufweist, die jeweils in einem der beiden Getriebezüge (52; 54) liegen und von denen die in dem einen Getriebezug (52) liegende Einwegkupplung (29) bei dem einen Drehsinn des Elektromotors (M) eingerückt ist, während die in dem anderen Getriebezug (54) liegende Einwegkupplung (31) leer läuft, und umgekehrt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com