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Dokumentenidentifikation DE3145587C2 02.11.1989
Titel Tafelförmiges Terminierungsgerät
Anmelder Evers, Werner, Ing.(grad.), 7250 Leonberg, DE
Erfinder Evers, Werner, Ing.(grad.), 7250 Leonberg, DE
DE-Anmeldedatum 17.11.1981
DE-Aktenzeichen 3145587
Offenlegungstag 26.05.1983
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.11.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.11.1989
IPC-Hauptklasse G09D 1/00
IPC-Nebenklasse G09F 9/00   
Zusammenfassung Die aus praktischen Gründen für die Bauablaufplanung bis heute allgemein bevorzugte zeichnerische Darstellung von Terminplänen in Form von Balkendiagrammen ist sehr aufwendig, da infolge sich ständig verändernder Baustellensituationen fortlaufend zeichnerische Korrekturen und - bei großformatigen Zeichnungen - aufwendige Vervielfältigungen erforderlich werden. Mit Hilfe des neuen Terminierungsgerätes soll es möglich werden, bei Arbeitsablaufveränderungen die notwendigen Korrekturen im Interesse rascher Entscheidungshilfen und Korrekturkostenersparnisse direkt vor Ort in Minutenschnelle durchzuführen. Am Kopf eines kleinformatigen Terminierungsgerätes sind Zeitdatenreihen (1.2) auf in beide Richtungen ihrer Längsachsen endlos verschiebbaren Bändern vorgesehen, welche sowohl den Faltbreiten unterhalb der Bänder lose angeordneter Terminzeichnungen als auch Ablaufveränderungen entsprechend eingestellt werden können, so daß Terminablaufergebnisse sogleich ablesbar werden und fotokopiert werden können, ohne daß hierzu Zeichen-, Rechen- oder Übertragungsarbeiten erforderlich werden. Das Terminierungsgerät kann für die Bauzeit- bzw. Bauablaufplanung in Planungsbüros, Baubüros und auf Baustellen eingesetzt werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einem tafelförmigen Terminierungsgerät mit endlos verstellbarer Zeitdatenskala, wie es vorzugsweise zur Planung und Plankorrektur von Arbeitsabläufen an Baustellen verwendet wird.

Die Erfindung bezweckt, bei Arbeitsablaufdiagrammen (z. B. Bauzeitpläne/Fertigungsablaufdiagramme etc.) mit einem handlichen tragbaren Gerät (z. B. DIN A 4-Tafel) auf einfache, zeitsparende Weise direkt am Arbeitsplatz (z. B. Baustelle, Fertigungsbetrieb etc.) oder am Besprechungstisch Ablaufkorrekturen durchführen und entsprechende Plankorrekturen vervielfältigen (z. B. als Fotokopie) zu können.

In der Bauwirtschaft werden derzeitig für Baustellen Bauablaufpläne fast ausschließlich in herkömmlicher Weise zeichnerisch als sogenannte Balkendiagramme dargestellt.

Fertigungsbetriebe (z. B. Betonfertigteilwerke) verwenden dagegen für die Fertigungsablaufplanung vorzugsweise sogenannte Dispo- Tafeln. Bei diesen allgemein bekannten Dispo-Tafeln sind in der Regel auf Magnettafeln, Adhäsivtafeln oder in "Taschen", Nuten, Falzen, Schlitzen oder dergleichen in einer Kopfleiste Zeitdatenskalen und darunter Vorgangskarten oder -streifen beweglich angeordnet. Senkrecht zur Datenskala sind in der Regel am linken Dispo-Tafelrand untereinander die Hauptobjekte (Baustellen/Kostenträger/Positionen/Gewerke etc.) aufgeführt, denen die verschiebbaren Vorgangskarten (Fertigungs- oder Laufkarten) oder Vorgangsstreifen zugeordnet sind.

Neben den genannten Terminierungssystemen sind noch verschiedenartige Computer-Terminierungsverfahren bekannt, die auf Abruf - nach entsprechender Programmierung - Terminangaben auf Bildschirmen, Sichtfenstern oder als Zahlenausdruck auf ausgeworfenen Karten oder auch als grafischen Ausdruck liefern.

Der Vorteil dieser Systeme gegenüber gezeichneten Terminplänen liegt - neben spezifischen Erfordernissen bei Fertigungsbetrieben - in der Flexibilität der Systeme, die es ermöglicht, bei veränderten Fertigungs- oder Projektabläufen durch Verschieben der beweglichen Karten oder Streifen (bei Dispo-Tafeln) oder entsprechenden Eingaben (bei Computern) relativ rasch den veränderten Abläufen entsprechend gültige Terminaussagen zu erhalten.

Bezeichnenderweise werden trotz dieser Vorteile die genannten Terminierungsgeräte in Architektur- und Baubüros kaum verwendet, da sie hier zu unpraktisch sind. Im Gegensatz zur Fertigungsablaufplanung für ein stationäres Fertigungswerk muß die Terminplanung für eine Baustelle (= Bauablaufplan) verschiedenen am Bau beteiligten Stellen und einer größeren Anzahl von beteiligten Personen übermittelt werden können.

Bauablaufpläne müssen daher leicht zu vervielfältigen und - da sie an verschiedenen Stellen (Baustelle, Büro, Konferenz etc.) benötigt werden - leicht transportierbar sein.

Mit dem bekannten "Ultradex- Kopierplaner" soll diesen Anforderungen in der Weise entsprochen werden, daß eine großflächige Dispo-Tafel in ein Baukastensystem aufgelöst ist, wobei jedes Bauelement auf DIN A 4-Größe gebracht wurde. Die Einzelelemente sind jedes für sich abnehmbar, beliebig austauschbar, kopierbar und auch leicht transportierbar.

Für die Bauablaufplanung erweist sich jedoch auch dieses System als unzureichend, da stets nur Ausschnitte aus der Gesamtablaufplanung als Kopie oder transportabler Planer zu erhalten oder verfügbar sind. In der Bauablaufplanung sind jedoch ständige Gesamtübersichten über die Bauablaufentwicklung unverzichtbar. Um Gesamtübersichten bei dem Ultradex-Kopierplaner zu erhalten, müßten jeweils sämtliche Elemente innerhalb des gesamten Ablaufplanes fotokopiert und die Teilkopien wieder zu einem Gesamtplan zusammengesetzt werden.

Um Gesamtablaufkorrekturen mit dem Ultradex-Kopierplaner vor Ort durchführen zu können, müßten sämtliche Baukastenelemente dieses Planungsgerätes an den jeweiligen Arbeitsplatz und von dort wieder zurück in das Planungsbüro transportiert werden.

Von tragbaren Taschencomputern sind wiederum keine grafischen Ausdrucke - auf die nicht verzichtet werden kann - zu erhalten.

Im übrigen sind Computer für normal geschultes Baupersonal zu schwierig zu handhaben.

Die derzeitig allgemein übliche Praxis, Bauablaufpläne als Balkendiagramme darzustellen, leidet unter dem erheblichen Mangel, daß die Pläne den ständigen Veränderungen eines Bauablaufes entsprechend fortlaufend zeichnerisch korrigiert werden müssen. Dadurch werden Originalpläne aber sehr bald unübersichtlich, so daß die Pläne dann neu erstellt werden müssen.

Da den Planern und Bauleitern zu aufwendigen Korrektur- und Neuzeichnungen oft die Zeit fehlt, unterbleibt häufig die erforderliche Terminplananpassung, was wiederum - je nach Größe, Art und Bedeutung des Projektes - verhängnisvolle Auswirkungen zur Folge haben kann.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein für die Bauablaufplanung geeignetes Terminierungsgerät vorzugsweise für Architektur- und Baubüros zu entwickeln, welches

  • - die Bauablaufplanung erleichtert
  • - leicht transportierbar ist
  • - Bauablaufplankorrekturen und entsprechend gültige Terminaussagen rasch vor Ort ermöglicht und
  • - Vervielfältigungen des Bauablaufplanes auf einfache Weise (Fotokopie) gestattet.


Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit dem kleinformatigen tafelförmigen Terminierungsgerät nach Anspruch 1 gelöst. Bei ihm sind am Kopfende Zeitdatenreihen auf in beiden Richtungen ihrer Längsachsen endlos verschiebbaren Bändern vorgesehen, welche sowohl den Faltbreiten unterhalb der Bänder lose angeordneter längsgefalteter Terminzeichnungen (Balkendiagramme) als auch Ablaufveränderungen entsprechend eingestellt werden können, so daß Terminablaufergebnisse sogleich ablesbar werden und fotokopiert werden können, ohne daß hierzu Zeichen-, Rechen- oder Übertragungsarbeiten erforderlich werden.

Damit die Zeitdatenbänder der Zeitdatenskala nach beiden Längsrichtungen unbegrenzt frei beweglich sind, müssen sie aus flexiblem, elastischem Material (z. B. Textil) ringförmig ausgeführt und über eine Umlenkvorrichtung (z. B. auf einer Achse angeordnete zylindrische Rollen, die durch Scheiben getrennt, von einander unabhängig, frei beweglich sind) geleitet werden.

Um jederzeit die Terminausgangspositionen verfügbar zu haben und somit rasch zu einem SOLL-IST-Vergleich zu gelangen, wird wenigstens ein Datenband mit mehreren übereinander angeordneten Zeitdatenreihen versehen, die in der Weise gegeneinander versetzt sind, wie durch Längsfaltung von unterhalb der Zeitdatenskala lose angeordneten Zeitplänen deren Zeitrastereinheiten abgedeckt werden.

Dieses Datenband (Bd. 1, mit Zeitdatenreihen a, b, c . . .) kann stets die Ausgangseinstellung als sogenanntes SOLL-Zeit beibehalten, während die übrigen Bänder stets aufs Neue dem jeweiligen IST- Zustand entsprechend eingestellt werden können.

Da zugehörige, unterhalb der Zeitskala lose angeordnete Ablaufzeichnungen (Balkendiagramme) für große Langzeitprojekte entsprechend der Termingerätgröße gefaltet werden müssen, kann nach jeder Längsfaltung die zum verbleibenden sichtbaren Teil des Ablaufdiagrammes zugehörige SOLL-Zeit auf Band 1 abgelesen werden, wobei jede Faltung einen Zeilenwechsel auf dem mehrzeiligen Datenband (Bd. 1) erfordert.

Sofern bei sehr großen Ablaufdiagrammen die Zeichnungen zusätzlich quergefaltet werden müssen, um auf dem Terminierungsgerät Platz zu finden, erfolgen diese Faltungen nach erfolgter Längsfaltung.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß jederzeit sogleich vor Ort in Minutenschnelle SOLL- IST-Vergleiche über Teil- und Gesamtvorgänge unbegrenzter Dauer durch entsprechende Einstellung der beweglichen Datenbänder zu erhalten und die Ergebnisse fotokopierbar sind, ohne daß hierzu aufwendige Zeichen-, Rechen- oder Übertragungsarbeiten erforderlich werden.

Da ein entsprechend DIN A 4-großes Termingerät jeweils auf dem vorhandenen Diagrammfeld einen relativ großen Bauablaufzeitraum ausweisen kann - z. B. bei Wochenraster mit 5 mm Rasterweite etwa 46 Wochen - und für große Langzeitprojekte Planfaltungen so vorgesehen werden, daß nach jeder Faltung noch ein Restfeld der vorausgegangenen sichtbaren Diagrammfläche sichtbar bleibt, werden jeweils nur wenige Kopien (ca. 3-4 für einen Terminzeitraum von ca. 3,5 Jahren) erforderlich, um Belege über die gesamte Terminabwicklung zu erhalten, wobei infolge des jeweils auf die nächste Kopie übertragenen Restfeldes aus dem vorausgehenden Diagrammfeld der Zusammenhang der einzelnen Arbeitsvorgänge erkennbar bleibt.

Die Erfindung wird nun anhand Zeichnungen näher erläutert. Dabei sind alle einander entsprechenden Teile übereinstimmend dargestellt und mit gleichen Bezugsziffern versehen. In den Zeichnungen zeigt

Fig. 1 die durch Schnittlinien verkleinerte Vorderansicht des Termingerätes,

Fig. 2 einen Vertikalschnitt,

Fig. 3 einen Horizontalschnitt,

Fig. 4 einen als Schaubild dargestellten Ausschnitt aus dem Diagrammfeld des Terminers mit lose aufgelegter Ablaufdiagrammzeichnung und

Fig. 5 eine Teilansicht eines mehrzeiligen SOLL-Zeitdatenbandes.

Fig. 1 zeigt im oberen Feld des kleinformatigen tafelförmigen Termingerätes die Zeitdatenskala (I), die mit mehreren Zeitdatenbändern (1 und 2) ausgestattet ist, wobei ein breiteres Zeitdatenband (2) mit mehreren übereinander versetzt angeordneten Zeitdatenreihen (als SOLL-Zeitdatenband) ausgeführt ist.

Unterhalb der Zeitdatenskala (I) befindet sich das freie Diagrammfeld (II) zur Aufnahme lose aufzubringender Ablaufdiagrammpläne, die lediglich am linken Geräterand fixiert und durch eine abdeckende, feststellbare, transparente Scheibe gegen verrutschen gesichert werden.

Oberhalb der Zeitdatenskala befindet sich ein Schieber (3) zum Markieren der Einstellung der beweglichen Zeitdatenbänder (1).

Fig. 2 zeigt im Vertikalschnitt durch das Gerät im oberen Tafelfeld die Zeitdatenskala (I) mit den flexiblen Zeitdatenbändern (1 und 2), die über eine Umlenkvorrichtung in Form von zylindrischen Rollen (4 und 5), die durch Unterlegscheiben (6) voneinander getrennt sind, geführt werden. Unterhalb der Zeitdatenskala befindet sich im Diagrammfeld (II) die lose aufliegende Ablaufdiagrammzeichnung (7), die am unteren Rand durch eine vorstehende Anschlagkante (8) gegen Verschieben gesichert ist.

Eine als Deckel ausgeführte transparente Abdeckscheibe (9) sichert die Zeichnung endgültig gegen Verrutschen.

Fig. 3 zeigt im Horizontalschnitt die flexiblen ringförmig geschlossenen Datenbänder (1 und 2), die umlaufend über zylindrische Rollen (4 und 5) zwischen vorstehenden Unterlegscheiben (6) geführt werden sowie die als Deckel ausgeführte transparente Scheibe (9).

Fig. 4 zeigt als Schaubild einen Ausschnitt aus dem Diagrammfeld (II) des Gerätes mit lose aufgelegter gefalteter Ablaufdiagrammzeichnung (7), wobei die durch die Faltung abgedeckten Zeitrastereinheiten (e) mit dem Versprung der Zeitdatenreihen auf dem SOLL-Band (Fig. 1, Fig. 2, Fig. 5 (2)) in Übereinstimmung gebracht sind.

Bei den übrigen verstellbaren Zeitdatenbändern (Fig. 1, Fig. 2 (1)) wird der dem durch die Faltung der Ablaufdiagrammzeichnung gegebenen Maße (2(n × e) + e = 2x + e) entsprechende Zeitdatenversprung mit dem Schieber (Fig. 1, Fig. 2 (3)) eingestellt und danach die Bänder entsprechend verschoben.

Fig. 5 zeigt, wie auf dem mehrzeiligen SOLL-Zeitdatenband (2) die Zeitdatenzeilen a, b, c in der Weise gegeneinander versetzt sind, die Zeitrastereinheiten (e) der gefalteten Ablaufdiagrammzeichnung (7) durch die Faltung verdeckt werden. Der Zeitdatenversprung entspricht somit dem Maß 2x + 1.


Anspruch[de]
  1. 1. Kleinformatiges tafelförmiges Terminierungsgerät mit verstellbarer Zeitdatenskala (I) dadurch gekennzeichnet, daß in einem Zeitdatenfeld des Termingerätes Zeitdatenreihen auf parallel zueinander angeordneten, flexiblen, voneinander unabhängig in beiden Richtungen ihrer Längsachsen endlos verschiebbaren Bändern (1) angeordnet sind.
  2. 2. Terminierungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die flexiblen Zeitdatenbänder (1 und 2) der Zeitdatenskala (I) ringförmig in sich geschlossen und über eine Umlenkvorrichtung (3) geführt in beiden Längsrichtungen der Bänder beliebig verstellbar sind.
  3. 3. Terminierungsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Datenband (2) mehrere übereinander angeordnete gegeneinander in der Weise versetzte Zeitdatenreihen aufweist, wie durch Längsfaltung von unterhalb der Zeitdatenskala lose angeordneten Ablaufdiagrammplänen (7) deren Zeitrastereinheiten abgedeckt werden.






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