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Dokumentenidentifikation DE3203223C2 02.11.1989
Titel Fadenliefervorrichtung für Textilmaschinen
Anmelder Rüti-te Strake B.V., Deurne, NL
Erfinder Van Hest, Cornelius Adrianus Josephus H., Helmond, NL
Vertreter Holzhäuser, P., Dr.-Ing.; Goldbach, W., Dipl.-Met.; Schieferdecker, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 6050 Offenbach
DE-Anmeldedatum 01.02.1982
DE-Aktenzeichen 3203223
Offenlegungstag 26.08.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.11.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.11.1989
IPC-Hauptklasse D03D 47/36
IPC-Nebenklasse B65H 51/20   
Zusammenfassung Die Fadenliefervorrichtung enthält eine Wickeltrommel (8), deren Mantel teilweise durch sich in Richtung der Achse der Wickeltrommel (8) erstreckende erste und zweite rippenartige Organe (11b bzw. x) gebildet ist. Die ersten rippenartigen Organe (11b) verlaufen konisch zur Achse der Wickeltrommel (8) und konvergierend in Fadenabzugsrichtung, die zweiten rippenartigen Organe (x) verlaufen parallel zur Achse der Wickeltrommel. Durch die Anordnung der zweiten rippenartigen Organe (x) wird der Abzug der Fadenwindungen von der Wickeltrommel (8) besser beherrschbar, indem diese mit Sicherheit gleichmäßig, das heißt Fadenwindung für Fadenwindung, abgezogen werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fadenliefervorrichtung für Textilmaschinen, mit einer Wickeltrommel, deren Mantel zumindest teilweise durch sich in hauptsächlich axialer Richtung erstreckende rippenartige Organe gebildet ist, mit einem relativ zur Wickeltrommel drehbaren Fadenführer und mit Mitteln zum Verschieben der auf der Wickeltrommel aufgewickelten Fadenwindungen in deren axialer Richtung.

Bei einer aus der US-Patentschrift 42 38 080 bekannten Fadenliefervorrichtung dieser Art, sind die Mittel zum Verschieben der Fadenwindungen durch nacheinander aus dem Innenraum der Wickeltrommel radial nach außen und nach einer axialen Verschiebung wieder nach innen tretende Stifte gebildet. Die Fadenwindungen sind zwischen zwei den Mantel der Wickeltrommel überragenden Stiften eingeschlossen und sind zum Abzug von der Wickeltrommel frei, sobald der vordere Stift in den Innenraum der Wickeltrommel zurückbewegt ist. Die rippenartigen Organe weisen einen leicht konischen Verlauf auf, so daß die Fadenwindungen bei ihrer Verschiebung auf dem Mantel der Wickeltrommel in deren axialer Richtung allmählich gelockert werden, was ihren Abzug erleichtert.

Diese bekannte Fadenliefervorrichtung, die sich in der Praxis sehr gut bewährt hat und die in Verbindung mit Luftdüsenwebmaschinen vielfach eingesetzt wird, soll nun dahingehend verbessert werden, daß die gespeicherten Fadenwindungen mit Sicherheit nacheinander abgezogen werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sich zumindest ein Teil der genannten rippenartigen Organe, jedenfalls annähernd, parallel zur Achse der Wickeltrommel erstreckt und die restlichen rippenartigen Organe in Fadenförderrichtung gesehen, einen leicht konvergierenden Verlauf aufweisen.

Bei der erfindungsgemäßen Lösung bleibt der Vorteil der allmählichen Lockerung der Fadenwindungen bei ihrer Verschiebung in der axialen Richtung der Wickeltrommel erhalten. Gleichzeitig gewährleisten aber die parallel zur Achse der Wickeltrommel verlaufenden rippenartigen Organe, daß die Fadenwindungen bei ihrer Freigabe die Wickeltrommel nicht zu plötzlich, daß heißt in Form von Paketen mehrerer Fadenwindungen verlassen, sondern gleichmäßig, Fadenwindung für Fadenwindung, abgezogen werden.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und der Figuren der Zeichnung näher erläutert; in der letzteren zeigt

Fig. 1 eine teilweise in Seitenansicht und teilweise im Längsschnitt ausgeführte Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, und

Fig. 2 eine Stirnansicht, bezogen auf Fig. 1 von rechts gesehen.

Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung weist einen buchsenförmigen Stützteil 1 auf, mit Hilfe dessen die Vorrichtung am Rahmen einer garnverarbeitenden Maschine, insbesondere einer schützenlosen Webmaschine, befestigt werden kann. Im buchsenförmigen Stützteil 1 ist eine Welle 2 unter Zwischenschaltung einer Anzahl von nicht näher dargestellten Kugellagern drehbar gelagert.

Die Welle 2 trägt an ihrem in Fig. 1 links aus dem Stützteil 1 ragenden Ende ein Ritzel 3, das über ein geeignetes Getriebe von einer nicht näher dargestellten Steuerwelle der Webmaschine antreibbar ist. Mit 4 ist ein auf der Welle 2 befestigtes Gehäuse bezeichnet, das also relativ zum stationären Stützteil 1 drehbar ist und einen von einem Rohr 5 gebildeten Wickelarm trägt.

Mit 6 ist ein zylindrischer Nabenteil bezeichnet, der unter Zwischenschaltung von Kugellagern 7 auf der Welle 2 drehbar gelagert ist und über ein nicht näher dargestelltes Getriebe innerhalb des Gehäuses 4 in der Weise mit dem Stützteil 1 gekuppelt ist, daß er bei drehender Welle 2 stationär bleibt.

Mit 8 ist eine Fadenwickeltrommel bezeichnet. Diese Wickeltrommel besteht aus einem leicht konischen Gehäuse 9 mit einer kreisförmigen Grundfläche, welches an seinem rechten Ende von einer Stirnwand 9a abgeschlossen ist und mit seinem linken offenen Ende an einer vom Nabenteil 6 getragenen Scheibe 10 befestigt ist. Das Trommelgehäuse 9 nimmt dabei bezüglich der Welle 2 eine exzentrische Lage ein und bleibt durch seine Befestigung am Nabenteil 6 bei drehender Welle 2 stationär. Das Gehäuse 9 ist über einen Teil seines Umfanges, darstellungsgemäß über die näher an der Achse der Welle 2liegende Umfangshälfte, mit einer Anzahl von im wesentlichen L-förmig gebogenen Elementen 11 versehen. Jedes Element 11 ist mit einem Schenkel 11a in einer Radialbohrung im betreffenden Umfangswandteil des Gehäuses 9 in radialer Richtung verstellbar und mit Hilfe einer Klemmbuchse 12 fixierbar. Die anderen Schenkel 11b der L-förmigen Elemente 11 sind entsprechend der Außengestalt des Gehäuses 9 geformt und gerichtet. Die Schenkel 11b bilden dabei zusammen mit dem von der Welle 2 weiter entfernt liegenden Umfangsteil des Gehäuses 9 die Wickelfläche der Trommel.

Es ist klar, daß durch Verstellen der L-förmigen Elemente 11 in radialer Richtung der effektive Durchmesser der Wickeltrommel je nach der gewünschten Gesamtlänge der vom Wickelarm 5 auf die Trommel gewickelten Fadenwindungen vergrößert oder verkleinert werden kann.

In Fig. 2 sind die L-förmigen Elemente 11 in ihren radialen Endlagen dargestellt, in denen die Schenkel 11b und der obere Umfangsteil des Gehäuses 9 eine Wickelfläche begrenzen, die zentrisch bezüglich der Welle 2 liegt.

Innerhalb des vom Gehäuse 9 umschlossenen Raums befindet sich eine Scheibe 13, die um eine senkrecht zur Welle 2 liegende Achse 14 drehbar in einer innerhalb des Gehäuses 4 befestigten Lagerstütze 15 montiert ist. Die Scheibe 13 wird dabei über ein Schneckengetriebe 16 und ein Riemen- oder Kettengetriebe 17 von der Welle 2 angetrieben. Die Scheibe 13 trägt vier gleichmäßig am Umfang verteilt angeordnete Stifte 18, die von drehbar auf der Scheibe 13 gelagerten Ritzeln 19 in radialer Richtung wegragen, welche Ritzel über Zwischenräder 20 mit einem Zentralritzel 21 in Eingriff stehen.

Das Zentralritzel 21 ist in einem derartigen Verhältnis zur Scheibe 13 drehbar, daß die Stifte 18 beim Drehen der Scheibe 13 eine Translationsbewegung ausführen. Die Stifte 18 nehmen dabei eine hauptsächlich radiale Position relativ zur Wickeltrommel ein und treten im Betrieb - also bei drehendem Wickelarm 5 und drehender Scheibe 13 - nacheinander durch einen sich etwa entlang des oberen Umfangsteils des Gehäuses 9 erstreckenden Axialschlitz in der Umfangswand des Gehäuses 9 hindurch nach außen, um die von Wickelarm 5 auf die Wickeltrommel gebrachten Fadenwindungen zu begrenzen und in axialer Richtung - in der Zeichnung nach rechts - zu verschieben. Der Mechanismus mit den Stiften 18 ist von an sich bekannter Art und ist beispielsweise im US-Patent 41 32 370 ausführlich beschrieben.

Wie den Figuren entnommen werden kann, weisen nicht alle L-förmigen Elemente 11 an ihrem zweiten Schenkel 11b den gleichen Verlauf auf. Es sind Elemente 11 vorgesehen, deren zweiter Schenkel 11b entsprechend der Außenfläche des Gehäuses 9 gerichtet ist und somit leicht konisch zur Mittelachse der Wickeltrommel 8 und konvergierend in Fadenabzugsrichtung verläuft und es sind Elemente 11 vorgesehen, deren mit x bezeichneter zweiter Schenkel, jedenfalls angenähert, parallel zur genannten Mittelachse verläuft. In Fig. 1 ist ein konisch verlaufender zweiter Schenkel 11b mit ausgezogenen und ein zur Mittelachse der Wickeltrommel 8 paralleler zweiter Schenkel x mit gestrichelten Linien eingezeichnet. Gemäß Fig. 2 ist abwechselnd ein Element 11 mit einem zweiten Schenkel 11b der einen und ein Element 11 mit einem zweiten Schenkel x der anderen Art vorgesehen. Die Verteilung der beiden Arten der Elemente 11 ist aber an sich beliebig.

Während die konisch verlaufenden zweiten Schenkel 11b die Verschiebung der Fadenwindungen auf der Wickeltrommel 8 erleichtern, indem sie deren allmähliche Lockerung während der Verschiebung ermöglichen, gewährleisten die parallel zur Trommelmittelachse verlaufenden zweiten Schenkel x, daß die Fadenwindungen von der Wickeltrommel 8 gleichmäßig, das heißt Fadenwindung für Fadenwindung, abgezogen werden. Dadurch ist der Abzug der Fadenwindungen von der Wickeltrommel besser beherrschbar. Die Wechselwirkung der beiden Arten der zweiten Schenkel 11b und x kann durch gegenseitiges Verstellen der Elemente 11 in radialer Richtung gesteuert und eingestellt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Fadenliefervorrichtung für Textilmaschinen, mit einer Wickeltrommel, deren Mantel zumindest teilweise durch sich in hauptsächlich axialer Richtung erstreckende rippenartige Organe gebildet ist, mit einem relativ zur Wickeltrommel drehbaren Fadenführer und mit Mitteln zum Verschieben der auf der Wickeltrommel aufgewickelten Fadenwindungen in deren axialer Richtung, dadurch gekennzeichnet, daß sich zumindest ein Teil (x) der genannten rippenartigen Organe, jedenfalls annähernd, parallel zur Achse der Wickeltrommel (8) erstreckt und die restlichen rippenartigen Organe (11b) in Fadenförderrichtung gesehen, einen leicht konvergierenden Verlauf aufweisen.
  2. 2. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die parallel (x) und die konvergierend (11b) verlaufenden rippenartigen Organe abwechselnd angeordnet sind.
  3. 3. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die parallel (x) und die konvergierend (11b) verlaufenden rippenartigen Organe bezüglich ihres Abstands von der Achse der Wickeltrommel (8) gegeneinander verstellbar sind.
  4. 4. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die parallel verlaufenden rippenartigen Organe (x) verstellbar und die konvergierenden (11b) stationär angeordnet sind.
  5. 5. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die konvergierend verlaufenden rippenartigen Organe (11b) verstellbar und die parallel verlaufenden (x) stationär angeordnet sind.
  6. 6. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß alle rippenartigen Organe (x, 11b) verstellbar sind.






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